Klinische Pharmakologie / Psychopharmakologie

 
 

 
 

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Geschichte und Ethik der Heilberufe

  • Gesellschaft, Ethik und die Fähigkeit zum Leben:
    Schmerz und Erinnerung

    Ein Glossar von Herman Hans Waldvogel, zu seinem im Februar nächsten Jahres erscheinenden "Handbuch der Schmerztherapie", welches er Ernst von der Porten, einem der Wegbereiter der moderenen Schmerztherapie gewidmet hat. Ernst von der Porten wurde von der Gestapo, gemeinsam mit seiner Frau, im "freien Teil Frankreichs" in den Tod getrieben.

"Geschichte läßt sich nicht ungeschehen machen, 
erst recht nicht die Geschichte dieses Ereignisses, 
das im Zentrum einer Erschütterung stand, 
die die Welt verändert hat. 

Diese Vergangenheit nicht zu kennen heißt,
sich selbst nicht zu begreifen."
Raul Hilberg
  • Das zweite Leben
    der KZ-Mediziner

Mediziner, die im Dritten Reich an Verfolgten, Kranken, und Schwachen; an Kindern, Erwachsenen und Alten grausamste ''Versuche'' durchfuehrten, wurden in fast niemals zur Rechenschaft gezogen. Viele machten unglaubliche Karrieren an Universitaeten, in Pharmakonzernen und Forschungslabors...
An ''Menschenversuchen im III. Reich'' waren namhafte Persoenlichkeiten der deutschen Wissenschaftselite, die Hoechst- und Behringwerke, das KWI (heute Max-Planck Institut), die DFG (Deutsche Forschungs-Gemeinschaft) ... u.v.a.m. beteiligt.


Bücher

  • Tadeusz Pankiewicz:
    Die Apotheke im Krakauer Ghetto
    (Apteka w Getcie Krakowskim)

    Tadeusz Pankiewicz (1907-1993) uebernahm als junger Apotheker, von seinem Vater, die Adler-Apotheke am Placu Zgody 18 (Friedensplatz 18) im Krakauer Stadtteil Podgorze. Als nach dem Einmarsch der Deutschen in Krakau ein ''Juedischer Wohnbezirk'' eingerichtet wurde, befand er sich, samt seiner Apotheke, ploetzlich inmitten des Ghettos. Die Deutschen hatten uebersehen, dass eine der vier podgorzer Apotheken innerhalb der Absperrung lag. Als einziger nichtjuedischer Pole, der ohne Unterbrechung bis zur Liquidierung unter den Bewohnern lebte und arbeitete, wurde er zum Zeugen der Vernichtung. Er schrieb seine Erinnerungen sofort bei Kriegsende nieder: ''... es ging mir um die Bewahrung der Erinnerung an die Stimmungen und Gefuehle, die wir in dieser duesteren Zeit der Allmacht der Grausamkeit und Heuchelei durchlebten.''
    Teddy Kollek: ''Tadeusz Pankiewicz sah sich nicht als Held... Menschliche Selbstverstaendlichkeit war seine einzige Motivation.''
    Durch den Apotheker im Krakauer Ghetto verstummte nicht ganz der Klang menschlicher Naechstenliebe. Er ist einer der Gerechten unter den Voelkern, einer jener Gerechten durch welche die Menschheit noch immer besteht.

    Herausgegeben bei der "bettendorf'schen verlagsanstalt" 
    ISBN 3-88498-058-0 DM39.80.

Das Wirken jüdischer Apotheker in der Deutschen Pharmazie spiegelt den Januskopf dieses Berufes wider, der traditionell eine wissenschaftliche und eine gewerbliche Seite vorzuweisen hat. Den forschenden pharmazeutisch-medizinischen Wissenschaften gaben jüdische Apotheker wichtige Impulse, und genauso waren sie angesehen als Besitzer von Apotheken.

Eine Mitteilung des Autors:
Eine zweite Auflage mit Apotheker-Biographikon erscheint im ersten Halbjahr '98. Außerdem ist eine englische Version in Vorbereitung.

Frank Leimkugel

  • Frank Leimkugel: Wege jüdischer Apotheker (GOVI-Verlag, Eschborn)
    Die Geschichte deutscher und oesterreich-ungarischer Pharmazeuten

    Aus dem Vorwort v. K. Stuerzbecher: ''... die vielfaeltigen, fruchtbaren Aktivitaeten der Pharmazeuten juedischer Herkunft - man denke nur an das unvergessene Berliner Apotheker-Orchester - zeigen den grossen menschlichen und fachlichen Verlust auf, den die deutsche Apothekerschaft durch Entrechtung und Vertreibung juedischer Kolleginnen und Kollegen erlitt...''

    Das Buch beginnt seine Darstellung mit den ersten urkundlichen Erwaehnungen juedischer Apotheker in Prag:
    ''Es war damals (Anfang des 18. Jh.) den juedischen Apothekern - genauso wie den juedischen Aerzten - verboten Christen zu behandeln oder mit Arzneimitteln zu versorgen.
    Klagen gegen juedische Aerzte und Apotheker wurden von der medizinischen Fakultaet der Prager Universitaet verhandelt - ebenso wie das Ansinnen von Wolf Fuerth im Jahre 1706, seine Apotheke ebenso wie die christlichen Apotheken von der Fakultaet visitieren zu lassen. 1713 wurden die juedischen Apotheken unangekuendigt visitiert, nachdem es ein langes Tauziehen zwischen Befuerwortern und Gegnern einer solchen Gleichstellung mit den christlichen Kollegen gegeben hatte...''

    Mit der Gleichstellung waren die Probleme allerdings noch nicht aus der Welt, wie die Geschichte weitergeht erfahren wir durch zahlreiche Beispiele. Deutlich wird im Buch auch, dass die sogenannten Wiedergutmachungsmassnahmen nach dem NS-Terror sich in einem recht bescheidenen Rahmen gehalten haben. Es ist schade, dass dieses Buch schon so gut wie vergriffen ist. Einige Exemplare koennen Sie vielleicht noch beim Deutschen Apothekermuseum in Heidelberg bekommen (auch telefonisch).

Weitere Empfehlungen:

La Benevolencija - Deutschland
Unterstuetzen Sie unsere Hilfeleistungen in Sarajevo!
EIN AUFRUF AN APOTHEKER, ÄRZTE, GROSSHANDEL UND PHARMAHERSTELLER!!!

Bitte unterstützen Sie auch den Internationalen Appell:
Gerechtigkeit fuer die Überlebenden des Holocaust 
in Mittel- und Osteuropa!

  • 25. Juli bis 26. Oktober 1997 - Jüdisches Museum Wien:
    Masken - Versuch über die Schoah

    Das jüdische Museum in Wien zeigt das Gesicht der Shoah Die Toten waren wertlos. Sie hatten keine Herkunft. Niemand kannte ihre Namen. Man wusste lediglich, daß es sich um Leichenteile männlicher Juden handelte, irgendwo in den besetzten Ostgebieten im Alter von 30 bis 50 Jahren hingemordet... (SZ, 27.07.97)

  • Fortbildung in Psychotraumatologie
    Berlin: Da die bislang nur sporadisch stattfindenden Fortbildungen des Behandlungszentrums für Folteropfer (BZFO) in Berlin der wachsenden Nachfrage nicht mehr genuegen, hat das BZFO Ende letzten Jahres das Fortbildungsprojekt fuer Psychotraumatologie ins Leben gerufen. Professionellen und ehrenamtlichen Helfern sollen vielfaeltige Moeglichkeiten der Diagnostik und Behandlung der Betroffenen an die Hand gegeben werden. Die Interventionen reichen dabei nach Angaben des Zentrums von akuter entlastender Unterstuetzung ueber Familientherapie bis hin zu traumaspezifischen Psycho- und Koerpertherapien ueber einen laengeren Zeitraum. Das Fortbildungsangebot umfaßt hierzu Informationsveranstaltungen, Praxisseminare sowie mehrtaegige Veranstaltungsreihen. /WZ/Deutsches Aerzteblatt

''Viel interessanter als das Gesagte ist oftmals zu sehen was nicht gesagt wird.''

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