Klinische Pharmakologie / Psychopharmakologie

 
 

 
 

Blut

Das Blut (lat. sanguis) ist ein flüssiges Organ, das mit Unterstützung des Herz-Kreislauf-Systems die Funktionalität der restlichen Körpergewebe über vielfältige Transport- und Verknüpfungsfunktionen gewährleistet. Blut wird vornehmlich durch mechanische Tätigkeit des Herzmuskels in einem Kreislaufsystem durch die Blutgefäße des Körpers gepumpt.

Es besteht aus speziellen Zellen und zwar den Erythrozyten (rote Blutzellen), Leukozyten (weiße Blutzellen), Thrombozyten (Blutplättchen) sowie dem Blutplasma, in dem die Zellen "schwimmen". Beim Blut werden die zellulären Elemente (Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten) vom Blutplasma und seinen Bestandteilen unterschieden.

Erythrozyten enthalten Hämoglobin. Dieses Protein ist für die Sauerstoffbindung und -transport im Blut verantwortlich. Es besteht aus dem eigentlichen Eiweiß Globin und der Häm-Gruppe, die mit Eisen einen Komplex bildet. Dieses Eisen verleiht dem Blut von Säugetieren seine rote Farbe (siehe auch: Blutfarbstoff) bei anderen Tieren (Spinnen, Oktopus) erfüllt eine Kupferverbindung diese Funktion.

Da bei den Gliederfüßern und Würmern Blut- und Lymphsystem nicht voneinander getrennt sind, wird eine Flüssigkeit mit ähnlichen Funktionen dort als Hämolymphe bezeichnet.

Funktion

Das Blut mit seinen einzelnen Bestandteilen erfüllt viele wesentliche Aufgaben, um die Lebensvorgänge aufrecht zu erhalten:

  1. Transport (Sauerstoff, Edukte und Produkte des Stoffwechsels, Hormone und andere Agentien)
  2. Regulation (Wasserhaushalt, Elektrolythaushalt, Thermoregulation)
  3. Schutz (Abwehrfunktion durch Phagozyten und Antikörper, Blutgerinnung und Fibrinolyse)

Eigenschaften

  • Das Blut hat einen ungefähren Anteil von 8 % am Körpergewicht
  • Die Temperatur beträgt 37 °C
  • Der pH-Wert ist 7,4 und wird durch den Blutpuffer konstant gehalten
  • Blut ist eine Suspension

Viele Krankheiten lassen sich aus bestimmten Veränderungen der Blutbestandteile im Blutbild erkennen und in ihrem Schweregrad einordnen, weshalb das Blut die am häufigsten untersuchte Körperflüssigkeit in der Labormedizin ist.

Bei großen Blutverlusten durch Alkohol, verschiedenen Krankheiten wie dem myelodysplastischen Syndrom und als unerwünschtes Resultat bei allen Chemotherapien, ist das Überleben eines Patienten oft nur mit Hilfe einer Bluttransfusion möglich. Hierbei ist zu beachten, dass das Blut von Spender und Empfänger hinsichtlich der Blutgruppen und des Rhesusfaktors übereinstimmen muss, da es sonst zu schweren Transfusionszwischenfällen kommen kann. Um Transfusionen zu ermöglichen sind jedoch Blutspenden nötig.

Zusammensetzung

Weblinks

Siehe auch: Arterie -- Blutaustauschtransfusion -- Blutdruck -- Blutkonserve -- Blutkreislauf -- Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) -- Eigenbluttransfusion -- FACS -- Hämatologie -- Hämatokrit -- Blutbank -- Blutspende -- Bluttransfusion -- Blutderivat -- Frischblut -- Homoiothermie -- künstliches Blut -- Blutbild -- Differentialblutbild -- Blut brechen -- Blutegel -- Blutandrang -- Blutadern -- Blutarmut -- Blutgruppe -- Bluterguß -- Bluterkrankheit -- Hämophilie -- Blutersatz -- Blutfleckenkrankheit -- Luminol -- Monovette -- Vene
Siehe auch: Kulturgeschichte des Blutes

Blutplasma

Als Blutplasma wird der von den zellulären Anteilen (Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten) befreite Anteil des Blutes bezeichnet. Blutplasma wird durch Zentrifugieren von Blut gewonnen, das zuvor mit einem Gerinnungshemmer (s. Gerinnung), z.B. Natriumcitrat vermischt wurde. Es enthält somit noch alle Gerinnungsfaktoren. Ist das so gewonnene Plasma nicht wie üblich gelbgrünlich-klar sondern milchig-weiß, so wird das Plasma als "lipaemisch" (verfettet) bezeichnet und wird nicht zur Transfusion freigegeben. Ursache hierfür ist zumeist ein Problem des Fettstoffwechsels des Spenders.

Blutplasma besteht zu 90% aus Wasser und zu 10% aus gelösten Stoffen. Deren wesentliche Bestandteile sind:

  1. Plasmaproteine
  2. Elektrolyte
  3. Hormone
  4. Nährstoffe
  5. Stoffwechselendprodukte

Siehe auch: Blutserum - kolloidosmotischer Druck - Lipoproteine

Blutserum

Blutserum ist jener flüssige Bestandteil des Blutes, der im Wesentlichen dem Blutplasma entspricht, jedoch nach erfolgter Blutgerinnung auch von den gerinnungsaktiven Eiweißstoffen - hauptsächlich Fibrinogen - befreit ist.

Durch das gelöste Bilirubin ist es gelblich gefärbt.

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hagalil.com / 16-06-2005

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