Eschborn (ots) - "Hiermit haben wir einen weiteren Grundstein zur
Manifestierung apothekerlicher Kompetenz im Gesundheitswesen gelegt,"
kommentiert der Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher
Apothekerverbände, Hans Günter Friese, die Gründung der "Förderinitiative
Pharmazeutische Betreuung" e. V. am 30. Juni 1997 in Eschborn. Friese, der
zum ersten Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde, sieht die Zukunft des
Apothekerberufes in dem gemeinsamen Bemühen von Arzt und Apotheker um eine
optimale und rationale Arzneimitteltherapie. Ein solches Konzept kann zu
erheblichen Einsparungen im Gesundheitswesen führen.
Pharmazeutische Betreuung stellt eine besondere Art der Patientenschulung
dar. Grundgedanke ist, daß der Apotheker durch kontinuierliche Dokumentation
und Bewertung der Arzneimittelanwendung eine größere Mitverantwortung bei
der Arzneimitteltherapie übernimmt. Ziel ist, die medizinischen
Behandlungsergebnisse und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
Der Verein sieht seine Aufgaben vor allem in der Unterstützung bei der
Erarbeitung von wissenschaftlichen Grundlagen und der praktischen Umsetzung,
der Förderung von Modellprojekten, und Effizienzuntersuchungen sowie der
bundesweiten Etablierung.
Eine Mitgliedschaft können Apothekerinnen und Apotheker, Verbände aus dem
Bereich des Gesundheitswesens, pharmazeutische Unternehmen und Kostenträger
im Gesundheitswesen erwerben. Apothekerin Almut Müller-Jäger, 2. Vorsitzende
der Förderinitiative, rechnet dem Projekt große Chancen aus, da Vertreter
der Pharmazeutischen Industrie in ersten Gesprächen bereits großes Interesse
signalisiert haben.
ots Originaltext: Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
(ABDA)
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