Klinische Pharmakologie / Psychopharmakologie

 
 

 
 

 

Mitteilungen aus dem Inland - Medical Tribune
Mitteilungen der ABDA und der Kammern

 

Drogenexperte Bernhard Schmidtobreick:
Heroinabgabe an Schwerstabhängige dringend geboten

12-98 Baden-Baden: Nach Meinung des Deutschen Caritas-Verbandes sind Reformen in der Drogenpolitik "überfällig". Im SWR sprach sich der Drogenexperte des Deutschen Caritas-Verbandes, Bernhard Schmidtobreick, für eine ärztlich kontrollierte Heroinabgabe an Schwerstabhängige aus. Dieser Schritt würde zu "weniger Komplikationen und weniger Drogentoten" führen. Die Abgabe von Heroin an Schwerstabhängige dürfte aber nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen. Bundesweit kämen zwischen 2.000 und 10.000 Menschen für diese Maßnahme in Frage, so Schmidtobreick.

Der Drogenexperte befürwortete ferner die Straffreiheit für den Besitz von geringen Rauschgiftmengen für den Eigenverbrauch. Die geltende Regelung, so Schmidtobreick im SWR wörtlich, "ist im Grunde Unfug und belastet die Polizei mit Wahnsinnsaufgaben bezüglich der Kleinkriminalität. Das heißt, sie müssen ständig dem einzelnen Konsumenten hinterher jagen, um ihm den Stoff abzunehmen, und um ihn dann verurteilen zu können. Das macht keinen Sinn, damit plagt man nur die Kranken und an die Dealer kommt man über so einen Weg nicht heran." Nach Meinung von Schmidtobreick müsse man auch darüber nachdenken, wie in Holland Läden einzurichten, in denen man Cannabis-Produkte legal kaufen könne.

Nach Meinung des Drogenexperten sind Jugendliche im Alter von 14 - 20 Jahren am stärksten drogengefährdet. Schmidtobreick wörtlich: "Wer bis 20 nicht mit einer Droge angefangen hat, hat große Chancen, daß er sein Leben lang drogenfrei bleibt."

Das Interview führte Jürgen Hoeren.
Südwestrundfunk / Bei Rückfragen Stephanie Schauenburg, Tel. 07221/929-3216.

Viktor Emil Frankl
WIEN - Die Greueltaten der Nationalsozialisten haben ihn und seine Lehre geprägt. Doch seine Bekenntnis zum Leben konnten die Nazis Viktor Emil Frankl nicht nehmen. Der große österreichische Psychiater und Psychotherapeut starb im September 1997 im Alter von 92 Jahren...

Mitteilungen aus dem Inland

BKK-Bayern: Apotheker sind weitgehend überflüssig

Nach Ansicht von Dr. G. Schulte, BKK, erbringen die meisten Apotheker keine Beratungsleistung - lassen sich aber dennoch gut dafür honorieren.

Effiziente Arzneimittelversorgung:
"Förderinitiative Pharmazeutische Betreuung" gegründet

Nach Hans Günter Friese ein weiterer Grundstein zur Manifestierung apothekerlicher Kompetenz im Gesundheitswesen. (Kommentar PharmacOn Line: Wenn wir schon dabei sind Grundsteine zu legen, zur 'Manifestierung apothekerlicher Kompetenz', und dies auch noch feiern... )

Arzneimittelverordnungen: Tendenz weiter sinkend

Von November'96 bis März'97 sank der Umsatz an Kassenrezepten um ca. 4%.
Nach einer Statistik der ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände), verbleiben einem Apotheker durchschnittlich 130.000 DM an Jahreseinkommen.

Seehofer hofft auf eine Steigerung bei der Selbstmedikation

Voraussetzung für eine stärkere Eigenverantwortlichkeit der Versicherten sei aber die wirksame Aufklärung des Patienten durch die Apothekerschaft.

Nach Ansicht von Dr. Hans JürgenAhrens, AOK Bundesvorstand, kommt aber nur jeder 3. Apotheker seiner Beratungspflicht ausreichend nach. Die Quote fehlerhafter Selbstmedikation liegt, nach seinen Angaben, bei ca.30%.
Hans Günther Friese (ABDA) begegnet diesem Vorwurf mit der Behauptung, viele Patienten seien an einer Aufklärung gar nicht interessiert. Viele zögen von Apotheke zu Apotheke, eine individuelle Betreuung von Seiten der Apothekerschaft sei dann einfach nicht möglich. Friese regte die Einführung einer Patienten-Chipkarte an. Diese solle, neben den persönlichen Daten, auch Informationen zu den abgegebenen Medikamenten enthalten. Ein Feldversuch der ABDA und des Zentralinstituts für die Kassenärztliche Versorgung ("A-Card"), läuft seit Mitte '95.

Medical Tribune

Der Demenzpatient in Praxis und Klinik: Es gibt medikamentöse Hilfe

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