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Lexikon zur Schmerzmedizin
Antinozizeption
nichtoffizielle Definition: Gesamtheit der physiologischen
Abwehrmechanismen gegen Noxen. Der Begriff wird oft mit Analgesie
gleichzeitig gebraucht, was nicht zulässig ist. Die Antinozizeption
umfasst die Unterdrückung von Nozitransduktion, Nozitransmission,
Nozitransformation und Nozitranslation (Perzeption). Sog.
® Schmerztests bei Tieren werden anhand
objektiver Beobachtungen durchgeführt und sind deshalb keine
Schmerztests sondern "Antinozizeptionstests". Die Idee der klinischen
"Antinozizeption" wurde von Crile 1913 eingeführt: "The kinetic theory
of shock and its prevention through anoci-association (shockless
operation)".
Antinozizeptiva
(nichtoffizielle Bezeichnung, Waldvogel 1996): Exoliganden, die allein
keinen wesentlichen analgetischen Schutz induzieren, aber in
Komedikation mit Analgetika den Antinozizeptionsschutz additiv bis
superadditiv verbessern. Die Bezeichnung Antinozizeptivum wird auch von
Pharmakologie im Kontext von Schmerzforschung beim Tier verwendet.
Anti-Opioide
nichtoffizielle Bezeichnung für endogene Peptide mit
anti-opioidmodulierenden Eigenschaften (®
Cholecystokinin CCK, ® Neuropeptid FF [NPFF],
Melanozyten-inhibiting factor [MIF].
Anxietas
Angst.
Anxiolytika
Angstlösende Wirkstoffe.
Quelle: Glossar
zum "Handbuch
der Schmerztherapie" (Hsg.: Herman Hans
Waldvogel), gewidmet Ernst von der Porten, einem der Wegbereiter der
moderenen Schmerztherapie. Ernst von der Porten wurde von der Gestapo,
gemeinsam mit seiner Frau, im "freien Teil Frankreichs" in den Tod
getrieben.
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haGalil onLine 14-10-2001
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