Klinische Pharmakologie / Psychopharmakologie

 
 

 
 

Lexikon zur Schmerzmedizin

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Boas, Walter (Berlin 1904--1984)
Vater Arthur Boas hatte in Berlin eine Allgemeinpraxis und starb früh an einer Herzattacke. Klassisches Gymnasium (lat., griech., frz.) mit Abitur 1922. Technische Hochschule sowie Arbeiten bei Siemens und Halske mit Abschluss in angewandter Physik (Dipl.-Ing., 1928). Forschung am Kaiser-Wilhelm-Institut für Metallkunde, u. a. auch Kristallplastizität (Verhalten von Kadmium etc.). 1932 nach Fribourg im Uechtland: die hier mit Schmid 1935 publizierten Arbeiten wurden in englischer Übersetzung noch 1968 herausgegeben! 1935 zu Scherrer nach Zürich (ETH); als protestantischer Jude in der Schweiz nicht sicher, Emigration nach London an das kgl. Faraday-Institut...wo er als erstes begann, Englisch zu lernen...und englische Küche zu goutieren (Interview 1973). Emigration 1938 nach Australien (Universität Melbourne). Nach dem Krieg Treffen mit (dem Anti-Nazi) Becker (Göttingen) und Wassermann (Clausthal). Gründete u. a. mit dem befreundeten Linus ® Pauling die australische Pugwash-Gruppe. Nach ihm benannt die Walter-Boas-Medaille sowie der Walter-Boas-Gedächtnis-Preis.

Boehringer
Würtembergische Unternehmerfamilie aus Kirchheim unter Teck. Johann Friedrich Boehringer (1791--1867) gründete 1817 zusammen mit Christian Gotthold Engelmann die Drogenhandlung (Chinin, Morphin, Chemikalien wie Weinsäure, Äther, Chloroform etc.) Engelmann & Boehringer in Stuttgart. 1872, nach Ausscheiden Engelmanns, als Firma C.F. Boehringer Söhne aus verkehrstechnischen Gründen nach Mannheim verlegt. Albert Boehringer (1861--1939) erwarb seinerseits 1885 eine zum Verkauf stehende kleine Weinsteinfabrik 1885, aus der die spätere Boehringer Ingelheim entstand. Die Mannheimer Boehringer ging nach dem Tode des älteren Bruders des Firmengründers 1892 in den Besitz der Familie Engelhorn über. Das im Firmenzeichen der Firma Boehringer Ingelheim stilisierte Bildzeichen repräsentiert den Mittelbau des Ingelheimer Kaiserpfalz Karls des Grossen.

Boerhaave, Hermann (1668--1738)
holländischer Arzt; Begründer der klinischen Visite bzw. der medizinischen Ausbildung am Krankenbett.

Bonhöffer, Dietrich (Breslau 1906--1945 KZ Flossenburg)
Sohn des Geheimrats und Psychiatriechefarztes Karl Bonhöffer, Theologiestudium mit Promotion 1927 "Sanctorum communio", nach Studienaufenthalten in Rom und New York, Antrittsvorlesung in Berlin "Die Frage nach dem Menschen in der gegenwärtigen Philosophie und Theologie" 1930; Eröffnung der Charlotter Jugendstube 1932 (1933 zwangsgeschlossen), Freundschaft mit Hans von Dohnanyi, Mitglied der deutschen Résistance und der Bekenntniskirche; 1943 verhaftet und im Wehrmachtsgefängnis Tegel inhaftiert, danach Gestapogefängnis an der Prinz-Albrecht-Strasse, im Konzentrationslager Flossenburg (bayerische Oberpfalz; Hinrichtungsort von Admiral Canaris) am 09.04.1945 -- nur wenige Tage vor der Evakuation des Lagers am 20.04. (Beginn der "Todesmärsche") und Selbstmord des "purpurnen Sinnbilds des Deutschtum" bzw. Adolf Schicklgruber alias Hitler (siehe auch Ina Seidel) am 30.04.1945 -- hingerichtet.

Bonica, John J. (ital. Mittelmeerinsel Filicudi 1917--1994)
Emigration nach New York. Früh Halbwaise; Zeitungsverkäufer, Medizinstudium mit Abschluss 1942 Marquette University School of Medicine; Armeeanästhesist; Anfänge der Schmerztherapie an Kriegsverletzten sowie geburtshilfliche Anästhesie. Publikation 1953: "The Management of Pain." 1960--1978 Vorsteher der Anästhesiologieabteilung der Universitätsklinik Seattle. Revolutionierte die moderne Schmerzpraxis: Gründung eines multidisziplinären Schmerzforschungsinstituts (d.a. realisierte die von Ernst von der Porten schon 1928 postulierte interdisziplinäre Schmerzmedizin!). Erster Herausgeber der Publikation "Pain". Herausgeber des Referenzbuches: "The Management of Pain" (1990). Mitgründer der ® IASP (International Association for the Study of Pain).

Bonnet, Charles (1720--1793)
Genfer Naturforscher und Philosoph, nach dem das sog. Charles-Bonnet-Syndrom benannt ist: v. a. bei älteren, psychisch gesunden Menschen auftretende nicht erklärbare, offenbar unschädliche, oft isolierte visuelle Halluzinationen, die in der Klinik oft vom Patienten dem behandelnden Arzt aus Angst nicht mitgeteilt werden. Publizierte 1760 "Essai analytique sur les facultés de l’âme".

Boot, Jesse (1850--1931)
Gründer der Boots Company. Litt an chronischer Polyarthritis. Bei der Fa. Boots wurde 1965 das "Analgetikum-Antirheumatikum" ® Ibuprofen durch Stewart Adams und John Nicholson synthetisiert.

Borison, Herbert Leon (1922--1990)
Pharmakologe an der Dartmouth Medical School im amerikanischen Hanover; entdeckte zusammen mit ® Wang die Funktionen der nach ihnen benannten Chemotrigger-Zone sowie des sog. Brechzentrums (1949).

Botulismus
lat. botulus: Wurst; Lebensmittelvergiftung, die erstmals nach Genuss verdorbener Würste durch Dr. Justinus Christian Kerner (1786--1862, Amtsarzt in Baden-Würtemberg und Dichter) beschrieben wurde, deshalb auch: Kernersche Erkrankung. Kerner wies auch auf die Möglichkeit hin, das Toxin als Arznei zur Behandlung von Verkrampfungen, zur Verringerung übermässigen Speichel-, Tränen- und Schweißflusses einzusetzen.

Botulinustoxine
Unter anaeroben Bedingungen durch das grampositive, stäbchenförmige und begeißelte Bakterium Clostridium botulinum mit thermoresistenten Sporen (rasches Keimen in luftabgeschlossenen Nahrungsmitteln) produzierte hochpotente Toxin mit neuro-, entero- und hämotoxischen sowie immunogenen Eigenschaften. Das Botulinustoxin A (Mr um 150000) wird in der Schmerzklinik als ® Adjuvans bei neurologischen Dysfunktionen (muskuläre spastische Dystoniesyndrome; Wirkung: blockiert irreversibel ACh-Freisetzung an cholinergischen Synapsen) eingesetzt.

Boyle, H.E.G. (1875--1941)
Anästhesist, entwickelte die nach ihm benannten Narkosegeräte.

Boyle, R. (1627--1691)
Soll zusammen mit Sir Christopher Wren erste i.v.-Opiuminjektionen (andere Quellen: Bier und Wein) mittels Tierblase und geschärfter Feder durchgeführt haben; andere Quellen geben ® Elsholtz an .

Brachialgia paraesthetica nocturna
Schmerzhafte Dys- und Parästhesie in den Armen, nachts beim Liegen auftretend.

Brachialneuralgie
Plexus brachialis betreffende Neuralgie.

Brachialplexopathie
Syn.: Brachialneuralgie-Syndrom; bei Schädigung des Plexus C8-T1, Infiltration entsprechender Neurone durch Tumore wie Pancoast-Tumor, Mammakarzinom, Lymphom etc., auftretendes Syndrom. Erste Manifestationen vor neurologischen Ausfällen sind Schmerzen im Sinne der (unspezifischen) Brachialneuralgie. Fakultativ auch: ® Horner-Syndrom.

Bradykinesie
Verlangsamte Bewegungen (beispielsweise bei ® Parkinsonismus).

Bradykinin
Abk. Bk; bei Gewebeentzündungen/-verletzungen freigesetztes endogenes Nona-Peptid (9 Aminosäuren: Arg-Pro-Gly-Phe-Ser-Pro-Phe-Arg) mit vasoaktiven, proinflammatorischen, pronozizeptiven Eigenschaften (® Kininsystem). Über Kallikrein aus Plasmaglobulinen (inaktives Bradykininogen) freigesetzt.

Bradykinin-Rezeptoren
Bk1,2,3-R, G-Protein-gekuppelte Zellmembran-Rezeptoren der 7 Transmembransuperfamilie mit Subttypen. Funktion: Bk2-R ubiquitär, konstitutiv (Funktion: akute Entzündungsprozesse, akute Aktivierung Nozizeptoren); Bk1-R induktiv im entzündeten Gewebe, in chronischen Schmerzprozessen inkl. Hyperalgesie involviert; putativ: Bk3-Rezeptor.

Bragard-Zeichen
Nach dem Münchner Orthopäden K.B. Bragard (1890--1973) benannter Ischiasschmerz, der bei Wirbelsäulenerkrankung durch Dorsalflexion des Fußgelenkes bei gleichzeitiger Hüftbeugung des sonst gestreckten Beines auslösbar ist. Ebenfalls Schmerzhaftigkeit bei Aussenrotation des Kniegelenkes bei Meniskusverletzungen.

brain-derived neurotrophic factor
Abk. BNF; zur Superfamilie der Nervenwachstumsfaktoren bzw. trophischen Faktoren gehörend; im peripheren und zentralen NS nachweisbar.

Braun, Heinrich Friedrich Wilhelm (Rawitch/Polen 1862--1934)
Statt Musikstudium Medizinstudium in Dresden mit Abschluss in Chirurgie beim Chirurgen und Transplantationspionier Carl Thiersch (1822 München--1895 Leipzig) in Leipzig. Chirurg in Zwickau. Beeinflusst durch den Halleschen Chirurgen Oberst sowie Schleichs Monographie über "schmerzfreie Eingriffe" (1894), fühlte sich Braun sehr zu neuen Entwicklungen im Anästhesiesektor hingezogen. Erkannte die potentielle Toxizität von lokalinjiziertem Kokain und schlug deshalb 1897 Adrenalin als Zusatz zu Lokalanästhesielösungen vor; führte 1905 Procain in die klinische Praxis ein. Adrenalinzusatzdosisfindungsstudien probierte er an sich selber aus. 1903 schlug er auch vor, Adrenalin bei Herzstillstand zusammen mit äusserer (von Gottlieb im Tierexperiment erfolgreich durchgeführten) Herzmassage einzusetzen. Die Infiltrationsanästhesie mit Procain und Adrenalin wird auch als "Braunsche Anästhesie" , die Umspritzung des Operationsgebiets als "Braun-Hackenbruchsche Anästhesie" bezeichnet. Schlug u. a. die Splanchnikusanästhesie (Parasakralanästhesie) sowie verschiedene nach ihm benannte chirurgische Hilfsmittel (Fixationsschiene, Extension, Transfusionsapparat) vor. Veröffentlichte 1905 "Handbuch zur Lokalanästhesie".

Brecht, Bertolt (Augsburg 1898--1956 Berlin)
Studium der Naturwissenschaften und Medizin, dann Dramaturgie und Schriftsteller: Kleistpreis 1922. Emigration 1933.

Break-through-Schmerzen ("incident pain")
Zu deutsch: sog. Durchbruchschmerz ("Schmerzspitzen", "Schmerzdurchbrüche"); v. a. im Verlauf von Terminalerkrankungen bei sonst optimal in Bezug auf Analgesie eingestellten Patienten durch Tumorinvasion, Entzündung, aber auch Bewegung (Mobilisation, Husten, Würgen und Erbrechen etc.) auslösbare akute Schmerzzustände.

Briefing
Kurzinstruktion, Kurzanweisung, Einsatzbesprechung zur optimalen Arbeitsvorbereitung mit spez. Berücksichtigung von Notfallsituationen. Als sog. Debriefing wird die entsprechende Befragung nach Einsatz bezeichnet, die zur Auswertung dient.

Brissaud, Eduard (1852--1909)
bdt. frz. Neurologe (Arbeiten u. a. über Parkinsonismus, Tics, Tortikollis); Schüler von ® Charcot und ® Lasègue.

Broca, Paul Pierre (Sainte-Foy-la-Grande 1824--1880 Paris, Todesursache Hirnaneurysma)
frz. Chirurg. Schon als Kind extrem gebildet in Literatur, Mathematik und Physik. Medizinstudium mit 20 Jahren in Paris beendet, wo er Professor für chirurgische Pathologie wurde. Brillante Arbeiten über Knorpel, Knochen, limbisches System und Rhinenzephalon, Karzinomerkrankung, Therapie des Aneurysmas, Kindersterblichkeit etc. Arbeiten über Hirnwindungen und Hirnfunktionen: Entdecker des nach ihm benannten Sprechzentrums. Stellte 1861 einen Patienten mit Aphasie namens "Tan" vor, der in der 3. frontalen Hirnwindung -- der späteren Area Broca –--eine syphilitische Läsion hatte. Gründete 1848 eine Gesellschaft der Freidenker, unterstützte die Thesen von Darwin und gründete 1859 die anthropologische Gesellschaft in Paris; entwickelte Methoden der Schädelmessung (Kraniometrie) etc. Schrieb mehrere hundert Bücher, so 53 über Hirnstudien. Setzte sich für Arme bzw. deren soziale Anliegen bei Krankheiten usw. ein.

Brodmann, Korbinian (1868--1918)
bdt. dt. Neurologe (Berlin), in Zusammenarbeit mit ® Alois Alzheimer Begründer der modernen Neuroanatomie; vergleichende Zytoarchitektonik des ZNS. Führte die nach ihm benannte Hirnrindenkarte ein.

"Brompton-Cocktail"
Syn.: Mixtura pro moribundo, Mixtura pro euthanasia euphoriens. Seit Jahrzehnten in Großbritannien gebrauchter, je nach Bedarf und Klinik abgeänderter "Cocktail" für terminale Schmerzzustände. Enthält ursprünglich Kokain, Äthylalkohol, Chloroformwasser und Diamorphin (Heroin).

Brooke Rupert (1887--1915)

bdt. britischer Literat (u.a. patriotische Kriegsgedichte).

Brown-Séquard, Charles Èdouard (1817--1894)
Auf der Insel Mauritius geborener frz. Arzt und Physiologe; Arbeiten in England, Frankreich, USA (Harvard Universität 1866), Mauritius; veröffentlichte 1849: "De la transmission croisée des impressions sensitives par la moelle épinière" (1849) sowie u. a. "Recherches sur la transmission des impressions de tact, de chatouillemnet, de douleur, de température et de contraction (sens musculaire) dans la moelle épinière" (1863).

Brown-Séquard-Syndrom
Nach B.-S. benanntes Syndrom mit Schwäche, einseitiger Spastizität und kontralateraler Schmerz- und Temperaturempfindungseinschränkung; beispielsweise nach therapeutischer Rückenmarksbestrahlung auftretend (Myelopathie-induziert).

Bruera, Eduardo (1955*)
bdt. argentin., in Kanada tätiger Schmerzarzt.

Brune, Kay (Freital/Deutschland 1941*)

bdt. dt. Pharmakologe (Universität Erlangen; saure antipyretische Analgetika und Schmerz)
Btm
dt. Abk. für Betäubungsmittel.

Buchheim, Rudolf (1820--1879)
Gründer des ersten Instituts für experimentelle Pharmakologie (Dorpat), mit Karl Gaehtgens (1867--1898) Begründer der Giessener Schule für Pharmakologie.

Büchner Georg (Goddelau/Darmstadt 1813--1837 Zürich)
Sohn eines Arztes; Studium der Medizin und Naturwissenschaften in Strassburg (1831--1833), Gießen und Darmstadt (1833--1835), Flucht nach Strassburg (1835--1836) sowie Zürich (1836--1837). Hier Promotion Dr. phil. und Privatdozent für Anatomie ("tags das Skalpell und nachts die Bücher"). Früher Tod an Typhus-Erkrankung. Büchner verbandt bedeutende Gesellschaftskritik mit bedeutendem literarischen Schaffen; gründete 1834 die "Gesellschaft für Menschenrechte" und klagte in "Der hessischen Landbote" die Ungerechtigkeiten zwischen Adel, Junkertum, Arbeitern und Bauern an: "Dieses Blatt soll dem hessischen Lande die Wahrheit melden, aber wer die Wahrheit sagt, wird gehenkt, ja sogar der, welcher die Wahrheit liest, wird durch meineidige Richter vielleicht gestraft. Darum haben die, welchen dies Blatt zukommt, folgendes zu beobachten:

1. Sie müssen das Blatt sorgfältig außerhalb ihres Hauses vor der Polizei verwahren;

2.sie dürfen es nur an treue Freunde mitteilen;

3.denen, welche sie nicht trauen, wie sich selbst, dürfen sie es nur heimlich hinterlegen;

4. würde das Blatt dennoch bei Einem gefunden, der es gelesen hat, so muss er gestehen, dass er es eben dem Kreisrat habe bringen wollen;

5.wer das Blatt nicht gelesen hat, wenn man es bei ihm findet, der ist natürlich ohne Schuld.

Friede den Hütten! Krieg den Palästen!.

Mit Wilhelmine Jaeglé verheiratet (die leider einen grossen Teil der Briefe verbrannte); mit "Woyzek" (Fragment im Darmstädter Dialekt) und "Danton's Tod" (1835) Begründer einer dokumentarisch unterstützten Dramatik, daneben bedeutender Poet ("Lenz", "Leonce und Lena" etc), die er in Zürich in der Spiegelgasse N° 12 schrieb (in der N° 14 weilte später Lenin). Der leider nur fragmentierte Rest des Büchnerschen Briefwechsels spiegelt die damalige Repression (Festungshaft, Hinrichtungen etc.) in deutschen Landen wieder. Sein Bruder Ludwig (1824--1899) gründete den "Deutschen Freidenkerbund", förderte die Lehren Darwins, des Materialismus sowie die Herausgebe der Werke seines Bruders Georg.

Bumke Oswald (Stolp/Pommern 1877—1950 München)

Nach Medizinstudium in Freiburg, Leipzig, München, Halle Habilitation in Psychiatrie (Freibunrg), danach Tätigkeit in Breslau, Leipzig, München. 1923 Konsiliarius beim erkrankten Lenin in Moskau (Rapallo-Vertrag! Siehe auch Oscar Vogt!). 1946 durch die Allierten vom Amt ungerechterweise suspendiert, obwohl Bumke Nazi-Gegner war, 1912 im Buch "Überdie nervöse Entartung" sich wie auch später gegen die NSDAP "Eugenik" aussprach, 1928 als Rektor der Uni München das Tragen von braunen Uniformen verbot und eine Unterstützung einer "genealogischen Forschung" durch Ernst Rüdin verweigerte. 1934 wurde sein Gesuch um Beurlaubung abgelehnt. 1947 endlich "rehabilitiert". 1952 Biographie: "Erinnerungen und Betrachtungen. Der Weg eines dt. Psychiaters".

Burdach, E. Friedrich (1776--1847)
bdt. dt. Neuroanatom (Königsberg), nach ihm benannt u. a. Burdachs Strang (Fasciculus cuneatus).

Buytendijk, Frederik Jacobus Johannes (Breda/Holland 1887--1974)
Bdt. holländischer Verhaltensforscher (v. a. Psychologie der Tiere): "Traité de psychologie animale" (1952).

 

Quelle: Glossar zum "Handbuch der Schmerztherapie" (Hsg.: Herman Hans Waldvogel), gewidmet Ernst von der Porten, einem der Wegbereiter der moderenen Schmerztherapie. Ernst von der Porten wurde von der Gestapo, gemeinsam mit seiner Frau, im "freien Teil Frankreichs" in den Tod getrieben.
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haGalil onLine 14-10-2001

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