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Lexikon zur Schmerzmedizin
f
Abk. für lat. fiat oder fiant (lat. "es werde" [®
"fiat lux"]; Rezepturkunde: "es ist anzufertigen". Auch: "f.l.a." ("fiat
lege artis"). Rezepturanfertigung: es möge kunstgerecht anzufertigen
sein.
FABQ
Abk. für Fear-avoidance-beliefs-questionnaire.
Facies dolorosa
Schmerzen ausdrückendes Gesicht (s. Arbeiten von Leriche).
Fanconi, Guido (1892--1979)
Fanconi beschrieb (mit seinem Tessiner Assistenten Ferrazini) 1957 die
kongenitale generalisierte Schmerzindifferenz (3 eigene Fälle sowie 32
Fälle aus der Weltliteratur; der erste Fall dieses Krankheitsbildes
wurde 1932 von G. Van Ness veröffentlicht). Die betroffenen Patienten
überleben oft trotz fehlendem Schmerz-Alarm-System, weil offenbar andere
-- auch intellektuelle -- Funktionen z. T. kompensierend wirken und die
Analgie offenbar teilweise in eine Art Hypalgie übergeht. Heute wird das
Syndrom als CIPA beschrieben.
Fasciculus
Bündel von Nervenfasern.
FBN
Engl. Abk. für Federal Bureau of Narcotics (gegr. 1930; USA).
FDA
Abk. für Food and Drug Administration, am. Behörde (Teil des
Department of Health and Human Services). 1862 beauftragte Präsident
Lincoln den Chemiker Charles M. Wetherill mit einer Abteilung "Chemie"
(einem FDA-Vorläufer) im Rahmen des Landwirtschaftsministeriums. 1906
nahm der Kongress die erste Food and Drug Act an.
Febris
Synonym: Pyrexie, Fieber.
Fechner, G.T. (Gross-Sächen/Preussen 1801--1887)
Mit 16 Jahren Medizin/Anatomiestudium unter Weber an der Universität
Leipzig, danach Studium der Physik und ab 1834 Professur für Physik.
Nach dem in den Jahren 1851--1860 erarbeiteten, psychophysischen
Fechnerschen Gesetz wächst die Empfindung auf Reiz nicht linear, sondern
logarithmisch. S (Intensität der Stimulation) = K (Konstante) log. I
(Intensitätsstimulus) /I° (Schwellenintensität). Nach schmerzhafter
Augenverletzung und Nervenkollaps metaphysisches Zurückziehen und ab
1848 Professur für Philosophie sowie Werk:
"Nanna, oder Über das Seelenleben der Pflanzen"
1851: "Zend-Avesta".
Feuchtwanger, Lion (München 1884--1958 Los Angeles)
Als Deutscher bei Ausbruch des 1. Weltkriegs 1914 in Tunesien
interniert; danach Flucht nach Deutschland und Kriegsdienst, 1933
Emigration nach Sanary-sur-Mer, danach Flucht 1940 über die Pyrenäen,
auf der "Excalibur" unter falschem Pass "Wetcheek" nach den USA,
beschreibt in seinem autobiographischem Buch "Le diable en France" die
Zusammenarbeit des Pétain-Regimes mit den Nazis "Les loups ne se mangent
pas entre eux...Ce qui gouverne la France, ce qui l'a toujours gouvernée
c'est l'esprit du ministre de l'intérieur Fouché" (Anm.: 1759--1820
alias "Königsmörder").
FGF
engl. Abk. für "fibroblast growth factor" (s. Wachstumsfaktoren, "growth
factors").
FH
Formularium Helveticum (vom schweiz. Apothekerverein herausgegebene
Magistralformeln bzw. erprobte ärztliche Vorschriften, Rezepte).
Fibromyalgia
Syn.: Fibrositis, myofasziales Schmerzsyndrom, ein in der Regel im Alter
von 20--30 Jahren oft zyklisches, familiär auftretendes Syndrom von
unbekannter Genese mit lanzettartigen Schmerzen (bevorzugt im Nacken,
Kopf, Schulterblätter, Arme, Kiefergelenk, aber auch untere
Extremitäten), oft in Kombination mit Fatigue, Schlafstörungen,
Restless-leg-Syndrom, Irritable-bowel-Syndrom, Depression, Morgensteife,
Kälteintoleranz und Schwindelanfällen, bei systemischen und chronischen
Erkrankungen (RA, systemischer Lupus erythematodus, chronische
Rückenschmerzen, Whiplash-Trauma etc).
Fibrositis
Syn.: Fibromyalgia, schmerzhafte Zustände bei pathologischen Erkrankungen
der "Weichteile" (Muskeln, Bindegewebe etc.) im Rahmen des
Sammelbegriffs "Weichteilrheumatismus". Siehe Fibromyalgia.
Fick, Adolf (Kassel 1829--1901)
Arzt, Erfinder, Mathematiker, Physiologe. Studium an der Universität
Marburg (wo einer seiner Brüder Professor für Anatomie, ein anderer
Dozent für Jurisprudenz war) und Begegnung mit Carl F. W. Ludwig
(1816--1895, Entdecker der Stromuhr, Erforscher der parasympathischen
Ganglien etc.), einem zukünftigen Mentor und Freund. 1849 temporär zu
Studien in Berlin (Bernard Langenbeck, Mauritz von Romberg, Johann
Schönlein, Hermann von Helmholtz, Johannes Müller, Emil Heinrich
® Du Bois Reymond etc. [!]), zurück in Marburg Promotion 1851
(Dissertation über Traktus optikus). Folgte Ludwig an die Universität
Zürich 1852--1868, danach als Nachfolger von Bezold nach Würzburg.
Erfinder zahlreicher Messgeräte (Anaeroidmanometer, Myotonograph,
Galvanometer). Arbeiten über Diffusion (1855: Graham-Fick Gesetz; 1870:
Ficks Messungsmethode des Blutquantums in den Herzventrikeln). Die von
seinen Söhnen 1929 in Zürich begründete "Adolf Fick Stiftung" ehrt
bedeutende Physiologen mit einem Preis.
Fiebermittel
Antipyretischwirksame Wirkstoffe (Gegensatz: Pyretika, Pyrogene).
Fields, Howard L. (Chicago 1939*)
am Schmerzforscher insbesondere Neurophysiologe.
Filmtablette
Galenische Form eines oralen therapeutischen Systems auf Basis eines
speziellen Polymers, welches im Kontakt mit einem wäßrigen Milieu durch
Quellung in eine Gelmatrix übergeht. Damit wird der Wirkstoff verzögert
und kontinuierlich bis zur vollständigen Auflösung des Systems abgegeben
(keine inerten Residuen). In der Regel ermöglicht dieses System bei
einmaliger Tagesdosierung eine tagelang anhaltende therapeutische
Serumkonzentration.
First-Pass-Effekt
Wirkstoffverlust durch Extraktion und Biotransformation während einer
ersten Organpassage (betrifft v. a. Leber-, aber auch Lungenpassage
etc.): der Weg eines i.v. (parenteral) applizierten zentralen
Schmerzmittels beinhaltet die (punktierte, periphere) Vene, den kleinen
Kreislauf und dann die Ejektion vom linken Ventrikel über die Aorta zum
Zielorgan ZNS. In der Regel ist bei dieser Applikationsart die
Bioverfügbarkeit vollständig (Ausnahme: gewisse Opioide, die pulmonal
extrahiert werden!). Bei p.o.-Applikation erreicht der Wirkstoff über
den Magen-Darm-Trakt (Extraktion und Elimination durch Intestinalwand
möglich), über die Venen zur Leber (Extraktion und Elimination durch
Leber: erste Leberpassage bzw. First-pass-Effekt), über den kleinen
Kreislauf (pulmonale Extraktion und Bioelimination möglich) den linken
Ventrikel, von wo er ins Zielorgan ZNS transportiert wird. Entsprechend
diesen potentiellen Extraktions- und Eliminationsverlusten ist in der
Regel die Bioverfügbarkeit bei p.o.-Gabe reduziert und es müssen deshalb
peroral höhere Dosen gewählt werden, um eine gleiche, zentrale
Plasmakonzentration wie bei i.v.-Gabe zu errreichen.
Flagg, Paluel (1886--1970)
am. Anästhesist: "The art of anesthesia" (Lippincott, Philadelphia
1939) und "The art of resuscitation". Nicht zu verwechseln mit dem am.
Anästhesiepionier Josiah F. Flagg (1851: Publikation über Äther und
Chloroform in der täglichen Anästhesiepraxis). Paluel Flagg gründete
1933 die "Society for the prevention of asphyxial deaths" (eine
spitalinterne Einsatztruppe für Wiederbelebung) in einer Zeit, wo bei
einem Herzstillstand im Operationssaal in der Regel noch die lokale
Feuerwehr und Polizei in den Operationssaal gerufen wurde.
Flechsig, Paul (Zwickau 1847--1929 Leipzig)
btd. dt. Psychiater, Neurologe und Hirnforscher. "Plan des menschlichen
Gehirns" (1883) und "Die Lokalisation der geistigen Vorgänge" (1896).
Flimmerskotom
Historisch als "Augen-Migräne" auftretende Lichterscheinungen (s. auch
® Teichopsia), verbunden mit Kopfschmerzen und
Brechreiz. Ursache: akute Störung der Sehbahn, die eine sofortige
spezialärztliche Behandlung erfordert.
FMH
Abk. für Foederatio Medicorum Helveticorum. (Privatrechtliche)
Fachärztegesellschaft der Schweiz.
fMRI
Abk. für "funktionelle Magnetresonanztomographie", hier wird über
rasche Änderungen starker äußerer Magnetfelder die Änderung von
Elektronenspins nachweisbar. Bei fMRI-Untersuchungen des ZNS ist dabei
auch die Gewebeperfusion mit Sauerstoff untersuchbar, da sauerstoffarmes
Blut anders reagiert als sauerstoffreiches (sog. BOLD-Effekt
"blood-oxygenation-level-dependent-effect").
Förster, Otfried (Breslau 1873--1941)
bdt. dt. Neurologe, Neurochirurg und Psychiater ;Konsiliarius bei der
Behandlung Lenins (1922--1924). Freundschaftlicher Gedankenaustausch mit
Oscar ® Vogt. Postulierte zentrale
Schmerzkontrollmechanismen (® Gate-control!)
und als erster ® absteigende
Schmerzhemmbahnen in: "Die Leitungsbahnen des Schmerzgefühls und die
chirurgische Behandlung der Schmerzzustände" (1927); "Die Physiologie
und Pathologie der Koordination" (1902). Arbeiten über spezielle
Anatomie und Physiologie der peripheren Nerven sowie Zytoarchitektur des
Kortex (1936).
Fol
Abk. für (lat.) Folia, Blätter.
Foramen-lacerum-Syndrom
Syn.: Jefferson-Syndrom, einseitige Kopfschmerzen mit peripheren
neurologischen Ausfällen bei Carotis-interna-Aneurysma.
Foramen-magnum-Syndrom
Kopfschmerzen, zentrales Erbrechen, periphere neurologische
Dysfunktionen bei neoplastischen Verdrängungen im
Foramen-magnum-Bereich.
Fordyce, Wilbert (Washington 1923*)
am. Schmerzforscher, Mitarbeiter der multidisziplinären Schmerzklinik
in Seattle (® John Bonica).
Foregger von, Richard (Wien 1872--1960 N.Y.)
Korpsstudent in München, Stuttgart und Bern (Dr. chem. 1896); 1889 in
die USA zu General Electric (u. a. Zusammenarbeit mit Karl Steinmetz,
später mit Rössler bei Hasslacher Chemical & Co in New York). 1914
Gründung der eigenen Firma "The Foregger Company" mit
Erfindung/Herstellung von Sauerstoffgeneratoren (1906), zusammen mit
Ralph Waters des To-and-fro-systems mit CO2-Absorption
(1923), Flowmeters (Rotameters wurden in Deutschland durch Dräger schon
1910 in Verkehr gebracht), Kreissystem (Helmuth Schmidt [1895--1979] und
Hans Killian [1892--1982] machten ihn während ihres USA Besuchs 1928 auf
die deutschen Dräger-Kreissysteme aufmerksam), sowie Tuben (in
Zusammenarbeit mit Waters, John Adriani [1907--1988] und Emery A.
Rovenstine [1895--1960] sowie ein Foregger-Folding-Laryngosope mit
geradem Spatel (1941). Später, als die Foregger-Apparate in der US-Army
eingeführt, wegen technischer Mängel kritisiert wurden, machte die Firma
pleite und wurde aufgelöst.
Guedel, Arthur E. (Cambridge City/Indiana 1883--1956)
Ausbildung an der Indiana School of Medicine, Hobby-Pianist (obwohl er
drei Finger verlor), Kriegsanästhesist in Frankreich (1917--1919). Mit
R.M.
® Waters Begründer der modernen amerikanischen
Anästhesiologie. Nach ihm werden die sog. Guedel-Narkosestadien sowie
der oropharyngeale Tubus benannt.
Formalin-Test
Die s.c. Injektion von verdünntem Formalin in eine Pfote. Die Reaktion ist
zweiphasisch: Phase 1 = Sofortreaktion (Dauer bis 10 min;
Pfotenschütteln, Lecken), Phase 2 = Spätreaktion (nach einer Ruhephase;
ebenfalls Pfotenschütteln, Lecken; Dauer bis 60 min). Die 1. Phase
reflektiert eine Sensibilisierung der peripheren Nozisensoren mit hohem
spinalen nozizeptiven Input bzw. Glutamatfreisetzung; die 2. Phase
reflektiert eine spinale Hypersensibilisierung, durch die während der 1.
Phase induzierten akuten, spinalen Glutamatfreisetzung mit konsekutiver
Barrage bzw. längeranhaltender spinaler Aktivität (wind-up).
Formatio reticularis
Phylogenetisch alte, wichtige Koordinationsstelle vitaler Funktionen
zwischen Hirnstamm einerseits und kortikalen, subkortikalen, limbischen
Stellen andrerseits. U.a. Weckreaktionszentrum: 1949 führten die
Physiologen Moruzzi und Magoun EEG-Untersuchungen am Versuchstier mit
hoher mesenzephaler Hirndurchtrennung (Mesenzephalon vom Kortex
getrennt; "cerveau isolé" nach Bremer) durch: eine elektrische
Stimulation der Formatio reticularis (FR) blieb ohne Wirkung auf das
EEG. Beim Versuchstier mit intakter Verbindung zum Cortex ("encéphale
isolé") liess sich hingegen eine EEG-Folge darstellen, die dem
Kurvenbild einer "Weckreaktion" glich. Durch Reizung der FR wurden die
langsamen hohen Schlafwellen des Versuchtstiers (Katze) in niedrige
Wellen umgewandelt. Magoun nannte dieses Phänomen "activating system"
(Moruzzi u. Magoun 1949).
Fothergill-Syndrom
Syn.: für Trigeminusneuralgie, nach S. Fothergill (1804).
Fox, Charles (1882--1927)
Bedeutender frz. Neurologe (Arbeiten über Substantia nigra und
Parkinsonismus, Myoklonus-Mechanismen etc.) und Poet.
FPY
engl. Abk. für Fear of Pain Questionnaire.
Frazier, Charles Harrison (1870--1936)
bdt. am. Pionier der modernen Schmerzneurochirurgie (Schmerzzustände
bzw.Trigeminus Neuralgie; Chordotomie).
freie Radikale
Atome oder Moleküle, die dank freier Elektronen sehr reaktiv sind und
Gewebestrukturen oxidativ schädigen.
Freinamen
Siehe INN. Der Gebrauch von Freinamen ist in der täglichen Praxis
unterschiedlich. Auf Schul- und Lehrebene werden in der Regel
ausschließlich Freinamen verwendet; der Gebrauch von
®
Marken- bzw. Handelsnamen in Publikationen ist verpönt
(Vancouver-Protokoll des Komitees internationaler Herausgeber von
Medizinalfachzeitschriften). An kleineren Spitälern und in der Praxis
wird hingegen der Freinamen oft nicht einmal verstanden. "Pethidin hat
diesem Patienten nichts genützt; versuchen Sie´s doch einmal mit
Dolantin."
Fremdreflex
Polysynaptischer Reflex.
Freud, Sigmund (Freiberg/Mähren 1856--1939)
bdt. österreich. Arzt und Forscher, durch Goethes "Die Natur" zur
Medizin gekommen. Mit Bruck in Wien histologische Arbeiten über das
Nervensystem. Später Neuropathologe am Allgemeinen Krankenhaus in Wien.
Begründer der Psychoanalyse, über J. Breuer (Studien über Hysterie) auf
"kathartische" Verfahren (z. B. Hypnose = Erweiterung des Bewusstseins)
aufmerksam geworden. Freund von Carl ®
Koller, explorierte an sich selbst Kokain in der Hoffnung, ein Mittel
gegen Nervenkrankheiten zu finden ("Ueber Coca" 1884).
Freund-Adjuvans
Durch Hitze abgetötetes Mycobacterium butyricum in Mineralöl. Durch
Injektion des Freund-Adjuvans (benannt nach dem Bakteriologen Freund,
Lebensdaten nicht bekannt) wird im Tierversuch eine arthritische
Gewebereaktion ausgelöst, die als Testmodell für antiphlogistische
Wirkstoffe dient.
Frey, Max[imilian] von (Salzburg 1852--1932 Würzburg)
bdt. Organpathologe und Sinnesphysiologe (Leipzig, Zürich, Würzburg).
Übertrug Descartes-Konzept, des später von Johannes
®
Müller als spezifische Sinnesenergietheorie formulierten Gesetzes, auf
einzelne afferente Nervenfasern und Rezeptoren (Meissner-Korpuskel,
Krause, Ruffini etc.). Nach ihm benannt: ®
von Frey-Haare 1896.
Friedreich, Nikolaus (1825--1882)
bdt. dt. Neuropathologe (progressive Muskelatrophie, spinale Ataxie etc.).
Frontotomie
Syn.: für Leukotomie.
Fruct
Abk. Lat. für Fructus, Frucht.
Fugu-Fisch
Siehe Tetrodotoxin, Sushi-Spezialität, zubereitet aus einem der
zahlreichen -- überfischten und deshalb artengefährdeten -- Fugu-Fischen
des japanischen Meeres. Fugu-Fische (Kugel-Mondfische) "blasen" sich
ballonartig bei Feindkontakt auf (Aushängeschild von
Fugu-Speiserestaurants). In Japan dürfen nur spezialisierte Köche die
Fische zubereiten (Toxizität je nach Gattung, Plankton-Nahrung, und
Organ [Ovarien, Leber]). Trotzdem starb noch vor wenigen Jahren ein
berühmter Kabuki-Schauspieler nach einer Mahlzeit in einem renommierten
Fugu-Restaurant. Die Fugu-Intoxikation ist eine ®
Tetrodotoxin-Intoxikation (vergleichbar einer irreversiblen
Curareintoxikation, im Anfangsstadium oft eine physiologisch
unerklärbare Hypertensionsphase).
Fugu-Plan
Japanischer, teilweise realisierter Plan, den aus Europa flüchtenden Juden
ein Ghetto in der japanisch okkupierten Mandschurei anzubieten.
Fueloep-Miller, R.
Anästhesist publizierte 1938 ein Buch über die Geschichte der
Anästhesiologie: "Triumph over pain" (Literary Guild of America, New
York).
Fumigator
Ein im 18. Jahrhundert in englischen Wiederbelebungssets vorhandenes
Instrument, Tabakrauch zur Stimulation der Atmung rektal einzublasen.
Funk, Casimir (Warschau 1884--1967 New York)
Polnischer Biochemiker, grundlegende Arbeiten über
Vitaminmangelerkrankungen, wie u. a. BeriBeri, führte 1911 den Namen
"Vitamine" ein.
GABA
engl. Abk. für "gamma-amino-butyric-acid" (g-Aminobuttersäure;
Piperidinsäure; H2NCH2CH2COOH; Mr:
103,12); nichtproteinogene Aminosäure, aus L-Glutaminsäure
biosynthetisiert (Decarboxylierung). 1950 durch Eugene Roberts im ZNS
nachgewiesen. GABA-Rezeptoren: Subtypen GABA-A, GABA-B. Das GABA-System
ist das wichtigste Hemmsystem des ZNS.
Quelle: Glossar
zum "Handbuch
der Schmerztherapie" (Hsg.: Herman Hans
Waldvogel), gewidmet Ernst von der Porten, einem der Wegbereiter der
moderenen Schmerztherapie. Ernst von der Porten wurde von der Gestapo,
gemeinsam mit seiner Frau, im "freien Teil Frankreichs" in den Tod
getrieben.
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Buch
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haGalil onLine 14-10-2001
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