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	<title>Pharmacon Net &#187; AIDS</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
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		<title>HIV / AIDS: Osteuropa bald Aids-Sorgenkind Nr. 1</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 13:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während weltweit die Neuinfektionen mit dem HI-Virus sinken, geraten sie in Osteuropa zunehmend außer Kontrolle. &#8220;Russland und die Ukraine stehen mit ihrem Aidsproblem bald dort, wo das südliche Afrika vor fünf bis zehn Jahren war&#8221;, warnt Nicolas Cantau, Fund Portfolio Manager für die Ukraine beim Global Fund&#8230;Experte: &#8220;Situation wie früher in Südafrika steht bevor&#8221; pte -  Der &#8220;Global Fund to fight AIDS, Tuberculosis and Malaria&#8221; http://theglobalfund.org ist mit Abstand der größte Geldgeber für HIV/Aids-Projekte weltweit. Alarm schlug anlässlich des heutigen Weltaidstages auch die WHO http://who.int . Ihr Vergleich der Aids-Situation 2010 mit jener von 2001 zeigt: Die jährlichen Neuinfektionen gingen zwar weltweit um 15 Prozent auf 2,7 Mio. zurück und es gibt Hinweise, dass sich sogar in der zahlenmäßig größten Krisenregion Afrika südlich der Sahara die Zunahmen abflachen. In Osteuropa und Zentralasien verdreifachte sich die Zahl der HIV-Positiven allerdings auf nunmehr 1,5 Mio. und Aids-Todesfälle stiegen sogar auf das Zehnfache. Speziell zur Ukraine informiert ein noch unveröffentlichter Bericht der UNAIDS http://unaids.org , dass 360.000 Ukrainer oder 1,33 Prozent der Bevölkerung zwischen 15 bis 49 Jahren den HI-Virus tragen, wobei nur 100.000 davon offiziell als Patienten gemeldet sind. Hoch ist die Infektionsrate besonders bei Drogenabhängigen, Sexarbeiterinnen, homosexuellen Männern und auch Straßenkindern, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während weltweit die Neuinfektionen mit dem HI-Virus sinken, geraten sie in Osteuropa zunehmend außer Kontrolle. &#8220;Russland und die Ukraine stehen mit ihrem Aidsproblem bald dort, wo das südliche Afrika vor fünf bis zehn Jahren war&#8221;, warnt Nicolas Cantau, Fund Portfolio Manager für die Ukraine beim Global Fund&#8230;<span id="more-3669"></span><strong>Experte: &#8220;Situation wie früher in Südafrika steht bevor&#8221;</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> -  Der &#8220;Global Fund to fight AIDS, Tuberculosis and Malaria&#8221; <a href="http://theglobalfund.org/">http://theglobalfund.org</a> ist mit Abstand der größte Geldgeber für HIV/Aids-Projekte weltweit.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2011/12/hiv-4/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Alarm schlug anlässlich des heutigen Weltaidstages auch die WHO <a href="http://who.int/">http://who.int</a> . Ihr Vergleich der Aids-Situation 2010 mit jener von 2001 zeigt: Die jährlichen Neuinfektionen gingen zwar weltweit um 15 Prozent auf 2,7 Mio. zurück und es gibt Hinweise, dass sich sogar in der zahlenmäßig größten Krisenregion Afrika südlich der Sahara die Zunahmen abflachen. In Osteuropa und Zentralasien verdreifachte sich die Zahl der HIV-Positiven allerdings auf nunmehr 1,5 Mio. und Aids-Todesfälle stiegen sogar auf das Zehnfache.</p>
<p>Speziell zur Ukraine informiert ein noch unveröffentlichter Bericht der UNAIDS <a href="http://unaids.org/">http://unaids.org</a> , dass 360.000 Ukrainer oder 1,33 Prozent der Bevölkerung zwischen 15 bis 49 Jahren den HI-Virus tragen, wobei nur 100.000 davon offiziell als Patienten gemeldet sind. Hoch ist die Infektionsrate besonders bei Drogenabhängigen, Sexarbeiterinnen, homosexuellen Männern und auch Straßenkindern, wobei allerdings der heterosexuelle Geschlechtsverkehr im Jahr 2009 den Drogenkonsum als wichtigste Übertragungsform abgelöst hat.</p>
<p><strong>Drei Viertel bleiben unentdeckt</strong></p>
<p>&#8220;Es gibt Hinweise, dass die heterosexuelle Übertragung heute in erster Linie von infizierten Drogenabhängigen ausgeht&#8221;, erklärt Cantau. Zwei Drittel der sexuell Neuinfizierten sind Frauen, vorwiegend aus der Gruppe der 20- bis 29-Jährigen, wobei 50 Prozent der HI-Trägerinnen bei einer Schwangerschaft als solche diagnostiziert werden. Insgesamt bleibt der Virus jedoch bei drei von vier Betroffenen unentdeckt, weshalb Experten bereits den fortdauernden Boom von Neuerkrankungen befürchten.</p>
<p>Die ukrainische Regierung setzt in ihren Gegenmaßnahmen bei den Hochrisikogruppen an und wird dabei vom Global Fund in den kommenden zwei Jahren mit 88 Mio. Dollar unterstützt. &#8220;Die verfügbaren Mittel reichen jedoch kaum, um die vielen Lücken auch nur notdürftig zu füllen. Denn weder gelingt der flächendeckende Test bei Risikogruppen, noch die Behandlung aller Erkrankten&#8221;, betont der Global Fund-Sprecher. Ähnliches berichten auch ukrainische Selbsthilfegruppen (pressetext berichtete: <a href="http://pressetext.com/news/20100721030">http://pressetext.com/news/20100721030</a> ).</p>
<p><strong>DACH-Ländern fehlt Verantwortung</strong></p>
<p>Gegenüber Russland, wo die Situation der Epidemie mit der Ukraine vergleichbar ist, spricht Cantau allerdings ein noch härteres Urteil aus. &#8220;Russland gehört zu den Geberländern für den Global Fund, verwehrt diesem aber die Mitwirkung bei der HIV-Bekämpfung. Seine Strategie ist die generelle Prävention, wobei die Bedürfnisse der Drogenabhängigen übergangen und die einzig wirksame Schadensminderungen durch Substitution oder Nadeltausch verboten werden. Dahinter stehen nur ideologische Gründe, die jeder Evidenz widersprechen.&#8221; Schlimm sei dies, da UNAIDS-Forschungen zeigen, dass HIV/Aids durch Test und effektive Behandlung ausgemerzt werden könnte.</p>
<p>Jegliche Kritik gerade aus deutschsprachigen Ländern hat jedoch fahlen Beigeschmack: Deutschland, die Schweiz und Österreich sind Schlusslichter im weltweiten Kampf gegen HIV/Aids. &#8220;Das betrifft nicht nur den finanziellen Beitrag für Aidsprojekte, sondern auch die Entwicklungshilfe, die deutlich unter 0,7 Prozent des BIP liegt&#8221;, so Cantau. Weit schärfer hat dies Global-Fund-Direktor Michel Kazatchkine anlässlich der Aids-Konferenz 2010 formuliert: &#8220;Österreich bekämpft Aids nur mit schönen Worten&#8221; (pressetext berichtete: <a href="http://pressetext.com/news/20100723004">http://pressetext.com/news/20100723004</a> ).</p>
<p>UNAIDS-Datenblatt Ukraine: <a href="http://www.unaids.org/en/Regionscountries/Countries/Ukraine/">http://www.unaids.org/en/Regionscountries/Countries/Ukraine/</a></p>
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		<title>Internationaler Aufruf: Den &#8220;Krieg gegen Drogen&#8221; beenden</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/05/krieg-gegen-drogen/</link>
		<comments>http://www.pharmacon.net/2011/05/krieg-gegen-drogen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 May 2011 19:56:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
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		<description><![CDATA[In wenigen Tagen wird eine Gruppe von weltweit führenden Persönlichkeiten die UNO bitten, den Krieg gegen Drogen zu beenden und zu einer Politik der Regulierung überzugehen. Doch Politiker behaupten, dass die Öffentlichkeit keine liberale Drogenpolitik unterstütze. Zeigen wir ihnen nun, dass die Öffentlichkeit diese einmalige Gelegenheit unterstützt und dringende Maßnahmen fordert. Unterzeichnen Sie jetzt und erzählen Sie es weiter&#8230; Liebe Freundinnen und Freunde, in Kürze könnten wir endlich Zeuge des Anfangs vom Ende des Krieges gegen die Drogen werden. Dieser teure Krieg ist gänzlich an der Herausforderung gescheitert, die Plage der Drogenabhängigkeit einzudämmen. Stattdessen hat er zahllose Menschenleben gefordert, ganze Gemeinschaften zerstört und Milliarden von Dollar in gewalttätige, organisierte Verbrechernetzwerke fließen lassen. [HIER ABSTIMMEN] Experten sind sich darüber einig, dass Regulierung die sinnvollste Strategie ist. Doch die Politiker scheuen sich, auf das Thema einzugehen. In wenigen Tagen wird eine globale Kommission &#8211; darunter ehemalige Staatschefs und Außenpolitiker aus der UNO, der EU, den USA, Brasilien, Mexiko und anderen Staaten &#8211; das Tabu brechen und öffentlich neue Ansätze fordern, einschließlich der Entkriminalisierung und der Regulierung von Drogen. Dies könnte ein einmaliger Wendepunkt sein &#8212; wenn genügend von uns ein Ende dieses Wahnsinns fordern. Politiker behaupten zwar, sie würden einsehen, dass der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In wenigen Tagen wird eine Gruppe von weltweit führenden Persönlichkeiten die UNO bitten, den Krieg gegen Drogen zu beenden und zu einer Politik der Regulierung überzugehen. Doch Politiker behaupten, dass die Öffentlichkeit keine liberale Drogenpolitik unterstütze. Zeigen wir ihnen nun, dass die Öffentlichkeit diese einmalige Gelegenheit unterstützt und dringende Maßnahmen fordert. Unterzeichnen Sie jetzt und erzählen Sie es weiter&#8230;<span id="more-3351"></span></p>
<p>Liebe Freundinnen und Freunde,<br />
<strong>in Kürze könnten wir endlich Zeuge des Anfangs vom Ende des Krieges gegen die Drogen werden.</strong> Dieser teure Krieg ist gänzlich an der Herausforderung gescheitert, die Plage der Drogenabhängigkeit einzudämmen. Stattdessen hat er zahllose Menschenleben gefordert, ganze Gemeinschaften zerstört und Milliarden von Dollar in gewalttätige, organisierte Verbrechernetzwerke fließen lassen.</p>
<p><strong>[<a href="http://www.avaaz.org/de/end_the_war_on_drugs/?cl=1085040910&amp;v=9222">HIER ABSTIMMEN</a>]</strong></p>
<p>Experten sind sich darüber einig, dass Regulierung die sinnvollste Strategie ist. Doch die Politiker scheuen sich, auf das Thema einzugehen. In wenigen Tagen wird eine globale Kommission &#8211; <strong>darunter ehemalige Staatschefs und Außenpolitiker aus der UNO, der EU, den USA, Brasilien, Mexiko</strong> und anderen Staaten &#8211; das Tabu brechen und öffentlich neue Ansätze fordern, einschließlich der Entkriminalisierung und der Regulierung von Drogen.</p>
<p><strong>Dies könnte ein einmaliger Wendepunkt sein &#8212; wenn genügend von uns ein Ende dieses Wahnsinns fordern.</strong> Politiker behaupten zwar, sie würden einsehen, dass der Krieg gegen die Drogen gescheitert ist, doch sei die Gesellschaft noch nicht bereit für eine Alternative. Lassen Sie uns ihnen zeigen, dass wir eine bedachte und humane Politik nicht nur akzeptieren &#8212; sondern verlangen. Klicken Sie auf den Link, <strong>unterzeichnen Sie die Petition und sagen Sie es weiter</strong> &#8212; wenn wir 1 Million Stimmen sammeln, wird die Petition von der globalen Kommission persönlich an führende Regierungschefs übergeben:</p>
<p><a href="http://www.avaaz.org/de/end_the_war_on_drugs/?cl=1085040910&amp;v=9222"></a><strong>[<a href="http://www.avaaz.org/de/end_the_war_on_drugs/?cl=1085040910&amp;v=9222">HIER ABSTIMMEN</a>]</strong></p>
<p><strong>Mehr als 50 Jahre lang hat die derzeitige Drogenpolitik in jeder Hinsicht versagt, doch die öffentliche Debatte hat sich festgefahren, zwischen Angst und Fehlinformationen.</strong> Jeder, selbst das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung, welches für die Umsetzung dieses Ansatzes verantwortlich ist, stimmt zu. Das Militär und die Polizei einzusetzen, um Drogenfarmen niederzubrennen, Drogenhändler zur Strecke zu bringen und Händler und Süchtige einzusperren ist ein teurer Fehler, der unzähligen Menschen das Leben kostet. Von Afghanistan über Mexiko bis in die USA zerstört der illegale Drogenhandel Staaten auf der ganzen Welt, während Abhängigkeit, Todesfälle wegen Überdosis und HIV/Aids-Infektionen weiter zunehmen.</p>
<p>Indes haben <strong>Länder mit einer weniger strikten Gesetzeslage &#8212; wie die Schweiz, Portugal, die Niederlande und Australien &#8212; nicht den explosionsartigen Anstieg des Drogenkonsums beobachten müssen,</strong> der von den Befürwortern des Drogenkriegs prophezeit wurde. Stattdessen wurde dort sowohl ein wesentlicher Rückgang von drogenbedingten Verbrechen festgestellt, als auch niedrigere Abhängigkeitsraten und weniger Todesfälle. Diese Länder können sich demnach voll und ganz auf die Bekämpfung von organisierten Verbrechen konzentrieren.</p>
<p>Doch mächtige Lobby-Interessen stehen dem Wandel im Weg. Hierzu zählen das Militär, Strafverfolgungsbehörden und Justizvollzugsanstalten, die alle die Streichung Ihrer Haushaltsgelder fürchten. Und die Politker fürchten sich vor einer Abwahl durch die Bürger, denn sie glauben, dass eine Unterstützung liberaler Ansätze als Schwäche im Bereich der öffentlichen Ordnung und der Sicherheit ausgelegt werden würde. Doch viele ehemalige Minister und Staatschefs haben sich nach dem Verlassen ihrer Ämter für eine Reform ausgesprochen, und Umfragen zufolge wissen Bürger auf der ganzen Welt, dass der gegenwärtige Ansatz katastrophale Folgen hat. Doch die neue Strategie erhält immer mehr Unterstützung, vorallem in den Gebieten, die von dem Drogenkrieg heimgesucht sind.</p>
<p>Wenn es uns gelingt in den nächsten Tagen einen weltweiten Aufschrei zur Unterstützung des mutigen Vorstoßes der globalen Kommission einzuleiten, dann können wir die altbekannten Ausreden für den Status Quo übertönen. <strong>Unsere Stimmen halten den Schlüssel zum Wandel &#8212; Unterzeichnen Sie die Petition und erzählen Sie Freunden und Bekannten von der Kampagne:</strong></p>
<p><a href="http://www.avaaz.org/de/end_the_war_on_drugs/?cl=1085040910&amp;v=9222"></a><strong>[<a href="http://www.avaaz.org/de/end_the_war_on_drugs/?cl=1085040910&amp;v=9222">HIER ABSTIMMEN</a>]</strong></p>
<p>Gemeinsam haben wir die Möglichkeit, das Schlusskapitel dieses brutalen “Krieges” einzuläuten, der Millionen von Menschenleben zerstört hat. <strong>Nur die Weltöffentlichkeit kann bestimmen, ob dieser katastrophalen Politik ein Ende gesetzt wird, oder ob Politiker vor einer Reform zurückscheuen werden.</strong> Lassen Sie uns die Bedenken und Befürchtungen der Entscheidungsträger aus dem Weg räumen und sie gemeinsam zur Vernunft bringen.</p>
<p>Mit Hoffnung und Entschlossenheit</p>
<p>Alice, Laura, Ricken, Maria Paz, Shibayan und das ganze Avaaz-Team</p>
<p>Quellen:</p>
<p>Ein Geheimbericht erklärt den „Anti-Drogen-Krieg“ für gescheitert<br />
<a href="http://de.wikinews.org/wiki/Gro%C3%9Fbritannien:_Geheimbericht_erkl%C3%A4rt_Anti-Drogen-Krieg_f%C3%BCr_gescheitert">http://de.wikinews.org/wiki/Gro%C3%9Fbritannien:_Geheimbericht_erkl%C3%A4rt_Anti-Drogen-Krieg_f%C3%BCr_gescheitert</a></p>
<p>und auf Englisch, The Guardian:<br />
<a href="http://www.guardian.co.uk/uk/2005/jul/05/drugsandalcohol.freedomofinformation">http://www.guardian.co.uk/uk/2005/jul/05/drugsandalcohol.freedomofinformation</a></p>
<p>Berichte zeigen, dass alternative Ansätze auf der Basis von Regulierung und Entkriminsalisierung funktionieren (auf Englisch):<br />
<a href="http://idpc.net/publications/alternative-strategies-selected-publications">http://idpc.net/publications/alternative-strategies-selected-publications </a></p>
<p>Weniger Heroinkonsumenten in Zürich, Ärzteblatt<br />
<a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=24419">http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=24419</a></p>
<p>Die Prohibition ist gescheitert, The European<br />
<a href="http://www.theeuropean.de/maximilian-plenert/3149-legalisierung-von-drogen">http://www.theeuropean.de/maximilian-plenert/3149-legalisierung-von-drogen</a></p>
<p>Krieg gegen Drogen ist gescheitert, Frankfurter Rundschau<br />
<a href="http://www.fr-online.de/politik/meinung/krieg-gegen-drogen-ist-gescheitert/-/1472602/4812886/-/index.html">http://www.fr-online.de/politik/meinung/krieg-gegen-drogen-ist-gescheitert/-/1472602/4812886/-/index.html</a></p>
<p>Die “Global Comission on Drug Policy”, welche die UNO aufruft den Drogenkrieg zu beenden (auf Englisch):<br />
<a href="http://www.globalcommissionondrugs.org/Documents.aspx">http://www.globalcommissionondrugs.org/Documents.aspx</a></p>
<p>Dossier Drogenkrieg, Spiegel:<br />
<a href="http://www.spiegel.de/thema/drogen_mexiko/">http://www.spiegel.de/thema/drogen_mexiko/</a></p>
<p>Fakten zum globalen Drogenkrieg, Spiegel:<br />
<a href="http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-57631.html">http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-57631.html</a></p>
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		<item>
		<title>HIV: Behandlung muss gleich nach der Diagnose beginnen</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/05/hiv-behandlung-muss-gleich-nach-der-diagnose-beginnen/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 May 2011 19:44:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein HIV-positiver Mensch, der bereits nach der Diagnose und nicht erst bei der Verschlechterung des Gesundheitszustands antiretrovirale Medikamente einnimmt, kann das Risiko einer Übertragung auf nichtinfizierte Partner um 96 Prozent verringern&#8230; Übertragung von AIDS: Ansteckung mit Medikamenten verhindern pte &#8211; An der Studie des National Institutes of Health haben 1.763 Paare mit einem infizierten Partner teilgenommen. Sie wurde aufgrund des großen Erfolges vier Jahre früher als geplant beendet. Die Weltgesundheitsorganisation betonte laut BBC, dass es sich dabei um eine entscheidende Entwicklung handle. Die Studie startete 2005 an 13 Orten in Afrika, Asien sowie Nord-, Mittel- und Südamerika. HIV-positive Patienten wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe erhielt sofort antiretrovirale Medikamente. Die zweite Gruppe wurde erst behandelt, wenn sich die Anzahl der weißen Blutkörperchen verringerte. Alle erhielten Informationen über Safer Sex, Kondome und wurden gegen sexuell übertragbare Krankheiten behandelt. Nur eine Ansteckung Innerhalb der Gruppe, die sofort behandelt wurde, kam es nur zu einem Fall von HIV-Übertragung. In der zweiten Gruppe wurden 27 Partner infiziert. UNAIDS-Direktor Michel Sidibe http://www.unaids.org/en betonte, dass dieser Durchbruch vieles verändern werde. Prävention wird zu einer neuen Option im Kampf gegen Aids. Die Weltgesundheitsorganisation macht die sexuelle Übertragung für 80 Prozent aller neuen HIV-Infektionen verantwortlich. WHO-Generaldirektorin Margaret [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein HIV-positiver Mensch, der bereits nach der Diagnose und nicht erst bei der Verschlechterung des Gesundheitszustands antiretrovirale Medikamente einnimmt, kann das Risiko einer Übertragung auf nichtinfizierte Partner um 96 Prozent verringern&#8230;<span id="more-3329"></span></p>
<p><strong>Übertragung von AIDS: Ansteckung mit Medikamenten verhindern</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; An der Studie des <a href="http://www.nih.gov">National Institutes of Health</a> haben 1.763 Paare mit einem infizierten Partner teilgenommen. Sie wurde aufgrund des großen Erfolges vier Jahre früher als geplant beendet. Die Weltgesundheitsorganisation betonte laut BBC, dass es sich dabei um eine entscheidende Entwicklung handle.</p>
<p>Die Studie startete 2005 an 13 Orten in Afrika, Asien sowie Nord-, Mittel- und Südamerika. HIV-positive Patienten wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe erhielt sofort antiretrovirale Medikamente. Die zweite Gruppe wurde erst behandelt, wenn sich die Anzahl der weißen Blutkörperchen verringerte. Alle erhielten Informationen über Safer Sex, Kondome und wurden gegen sexuell übertragbare Krankheiten behandelt.</p>
<p><strong>Nur eine Ansteckung</strong></p>
<p>Innerhalb der Gruppe, die sofort behandelt wurde, kam es nur zu einem Fall von HIV-Übertragung. In der zweiten Gruppe wurden 27 Partner infiziert. UNAIDS-Direktor Michel Sidibe http://www.unaids.org/en betonte, dass dieser Durchbruch vieles verändern werde. Prävention wird zu einer neuen Option im Kampf gegen Aids. Die Weltgesundheitsorganisation macht die sexuelle Übertragung für 80 Prozent aller neuen HIV-Infektionen verantwortlich.</p>
<p>WHO-Generaldirektorin Margaret Chan betonte, dass die Ergebnisse dieser Studie die neuen Richtlinien bestärken, die die WHO im Juli veröffentlichen wird. Ziel dieser Empfehlungen wird sein, HIV-Infizierten beim Schutz ihrer Partner zu unterstützen. Es wurde bereits seit einiger Zeit aufgrund von Beobachtungen in Studien angenommen, dass antiretrovirale Medikamente helfen können, eine Übertragung zu verhindern. Die aktuelle Studie hat erstmals mit klinischen Tests den Beweis für diese Theorie geliefert.</p>
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		</item>
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		<title>Geizig: Österreich versagt bei Aids-Bekämpfung</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2010/11/aids-5/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Nov 2010 00:45:25 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Beseitigung von Aids, Malaria und Tuberkulose ist ein Millenniums-Entwicklungsziel der UNO. Der finanzielle Beitrag des Nordens dazu ist allerdings deutlich zu klein, als zur wirksamen Behandlung und langfristigen Auslöschung dieser wichtigsten Infektionskrankheiten der armen Länder nötig wäre. Ins Visier der Aktivisten geriet vor kurzem Österreich, gerade der Gastgeber des internationalen Aids-Kongresses ist absolutes Schlusslicht bei den Geberländern&#8230; Menschen in armen Ländern sterben an der mangelnden Solidarität der Reichen pte - Im Zentrum der Diskussion stehen die Beiträge zum &#8220;Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria&#8221; (Global Fund) http://www.theglobalfund.org . Die privat-öffentliche Organisation wurde 2002 von den G8- und EU15-Staaten gegründet und ist derzeit mit Abstand wichtigster Geldgeber für Gesundheitsprojekte im Süden. Die Projektpartner brauchen für die nächsten drei Jahre 20 Mrd. Dollar. Derzeit ist jedoch sogar das Erreichen der bisherigen zehn Mrd. Dollar fraglich, was Präventions- und Behandlungsprogramme in armen Ländern bedroht. Klarheit wird erst die Dreijahreskonferenz des Funds bringen, die im Herbst in New York stattfindet. Österreich mit schlechtester Bewertung Ein Bericht bewertete die Geberländer für ihre Beiträge. Nur zwei davon &#8211; Russland und die Niederlande &#8211; erhielten die Bestnote &#8220;A&#8221;, das Konferenz-Gastgeberland Österreich wurde durch ein &#8220;F&#8221; &#8211; der schlechtesten Bewertung &#8211; bestraft. &#8220;Österreich hat seit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Beseitigung von Aids, Malaria und Tuberkulose ist ein Millenniums-Entwicklungsziel der UNO. Der finanzielle Beitrag des Nordens dazu ist allerdings deutlich zu klein, als zur wirksamen Behandlung und langfristigen Auslöschung dieser wichtigsten Infektionskrankheiten der armen Länder nötig wäre. Ins Visier der Aktivisten geriet vor kurzem Österreich, gerade der Gastgeber des internationalen Aids-Kongresses ist absolutes Schlusslicht bei den Geberländern&#8230;<span id="more-2522"></span></p>
<p><strong>Menschen in armen Ländern sterben an der mangelnden Solidarität der Reichen</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> - Im Zentrum der Diskussion stehen die Beiträge zum &#8220;Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria&#8221; (Global Fund) http://www.theglobalfund.org . Die privat-öffentliche Organisation wurde 2002 von den G8- und EU15-Staaten gegründet und ist derzeit mit Abstand wichtigster Geldgeber für Gesundheitsprojekte im Süden. Die Projektpartner brauchen für die nächsten drei Jahre 20 Mrd. Dollar. Derzeit ist jedoch sogar das Erreichen der bisherigen zehn Mrd. Dollar fraglich, was Präventions- und Behandlungsprogramme in armen Ländern bedroht. Klarheit wird erst die Dreijahreskonferenz des Funds bringen, die im Herbst in New York stattfindet.</p>
<p><strong>Österreich mit schlechtester Bewertung</strong></p>
<p>Ein Bericht bewertete die Geberländer für ihre Beiträge. Nur zwei davon &#8211; Russland und die Niederlande &#8211; erhielten die Bestnote &#8220;A&#8221;, das Konferenz-Gastgeberland Österreich wurde durch ein &#8220;F&#8221; &#8211; der schlechtesten Bewertung &#8211; bestraft. &#8220;Österreich hat seit einer Zuwendung von einer Mio. Dollar 2002 nichts mehr eingezahlt&#8221;, so Berichtsautorin Nicci Stein gegenüber pressetext. Den größten Beitrag lieferten bisher die USA mit insgesamt 5,5 Mrd. Dollar, gefolgt von Frankreich (2,4 Mrd.) und Italien (1,3 Mrd.). Die EU beteiligt sich wie Deutschland mit 1,2 Mrd., die Schweiz bloß mit 30 Mio. Dollar.</p>
<p><strong>Rücknahmen gefährden Leben und sind teuer </strong></p>
<p>Was Rücknahmen bereits zugesagter Global-Funds-Finanzierungen bedeuten würden, schildert Michael Gwaba von der Kampagne &#8220;Here I am&#8221;. &#8220;In Zambia erhalten 400.000 Menschen kostenlos antiretrovirale Medikamente. Fällt die Finanzierung weg, werden diese für die meisten unleistbar. Doch Aidspatienten brauchen ihr Leben lang Therapie. Deren Wegfall heißt nicht nur Todesfälle und mehr Infektionen für Aids, Malaria und Tuberkulose, sondern gefährdet auch das Gesundheitssystems und die Wirtschaftskraft&#8221;, erklärt der Aktivist aus Zambia im pressetext-Interview.</p>
<p>Auch die Organisation Ärzte Ohne Grenzen (MSF) http://www.aerzte-ohne-grenzen.at warnt eindringlich vor Kürzungen. Ihre heute präsentierte Studie aus Lesotho zeigt, dass ein Therapiebeginn in früherem Stadium von Aids zwar anfangs teurer ist, jedoch Sterblichkeit und Ansteckungsrate um 70 Prozent senkt. Langfristig spart man damit ein. Günstig ist laut MSF zudem die Senkung des Preises für das Medikament Tenofovir um 30 Prozent, womit das derzeit in Verwendung befindliche Medikament Stavudine ersetzt wird. Da etliche Nebenwirkungen wegfallen, wird die Behandlung ebenfalls billiger.</p>
<p><strong>Hohe Ansprüche an Empfänger </strong></p>
<p>Seit 2002 hat der Global Fund insgesamt 19,3 Mrd. Dollar in 144 Ländern verteilt, wobei die Mittel gleichermaßen an Prävention, Behandlung und Gesundheitssysteme gehen. Die Organisation ist multilateral ausgerichtet. &#8220;Das heißt, dass Empfängerländer selbst darlegen müssen, was sie tun werden. Zudem hat auch die Zivilgesellschaft Mitsprache&#8221;, sagt Andrew Hurst, Sprecher von Global Funds, gegenüber pressetext. Die Kriterien der Geldervergabe seien hart, da der Mitteleinsatz ständig kontrolliert und die Zuweisung im Zweifelsfall beendet wird. &#8220;Blankoschecks werden nicht verteilt und es gilt Null-Toleranz für Korruption&#8221;, so Hurst.</p>
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		<title>Besorgniserregender Trend: Syphilis breitet sich unter Prostituierten aus</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 07:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
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		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
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		<description><![CDATA[Prostitution ist in Tschechien weder erlaubt noch ausdrücklich verboten. Ein großes Problem sind in jedem Fall die Begleiterscheinungen: soziales Abseits, Gewalt, Drogensucht. Ein weiterer besorgniserregender Trend zeigt sich in diesem Jahr: Geschlechtskrankheiten breiten sich wieder mehr aus. Immer mehr Prostituierte infizieren sich insbesondere mit Syphilis&#8230; Patrick Gschwend Etwa 10.000 Prostituierte gibt es laut Expertenschätzungen in Tschechien. Meist stammen sie aus ärmeren Gesellschaftsschichten, haben nur geringe Bildung und oft auch erschütternde persönliche Schicksale. Um sie kümmert sich seit 18 Jahren die Hilfsorganisation „Rozkoš bez rizika“ (auf Deutsch „Lust ohne Risiko“). In ihrer Kartei sind etwa 7.300 Prostituierte registriert. Über 2.000 Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten führt die Organisation im Jahr durch – anonym und kostenlos. Nun schlägt sie Alarm: 39 Neuansteckungen mit Syphilis wurden in diesem Jahr bereits registriert, über die Hälfte alleine in Prag. „Diese Zahl ist wirklich nicht gering. Normalerweise haben wir etwa 30 Fälle im ganzen Jahr. Und die jetzigen Zahlen stammen erst aus dem Oktober. Syphilis schien eine Sache der Drogenszene zu sein, in Prag zum Beispiel auch auf dem Straßenstrich, aber nun gibt es auch Fälle in Sexklubs. Und keine der Frauen kann die Quelle der Infektion genau bestimmen“, so Hana Malinová, die Leiterin von „Rozkoš [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Prostitution ist in Tschechien weder erlaubt noch ausdrücklich verboten. Ein großes Problem sind in jedem Fall die Begleiterscheinungen: soziales Abseits, Gewalt, Drogensucht. Ein weiterer besorgniserregender Trend zeigt sich in diesem Jahr: Geschlechtskrankheiten breiten sich wieder mehr aus. Immer mehr Prostituierte infizieren sich insbesondere mit Syphilis&#8230;<span id="more-2613"></span></p>
<p><em>Patrick Gschwend</em></p>
<p>Etwa 10.000 Prostituierte gibt es laut Expertenschätzungen in Tschechien. Meist stammen sie aus ärmeren Gesellschaftsschichten, haben nur geringe Bildung und oft auch erschütternde persönliche Schicksale. Um sie kümmert sich seit 18 Jahren die Hilfsorganisation „Rozkoš bez rizika“ (auf Deutsch „Lust ohne Risiko“). In ihrer Kartei sind etwa 7.300 Prostituierte registriert. Über 2.000 Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten führt die Organisation im Jahr durch – anonym und kostenlos. Nun schlägt sie Alarm: 39 Neuansteckungen mit Syphilis wurden in diesem Jahr bereits registriert, über die Hälfte alleine in Prag.</p>
<p><em>„Diese Zahl ist wirklich nicht gering. Normalerweise haben wir etwa 30 Fälle im ganzen Jahr. Und die jetzigen Zahlen stammen erst aus dem Oktober. Syphilis schien eine Sache der Drogenszene zu sein, in Prag zum Beispiel auch auf dem Straßenstrich, aber nun gibt es auch Fälle in Sexklubs. Und keine der Frauen kann die Quelle der Infektion genau bestimmen“</em>, so Hana Malinová, die Leiterin von „Rozkoš bez rizika“.</p>
<p>Die Organisation hat außerdem für 2010 bisher zwei Neuansteckungen mit HIV festgestellt, eine in Prag und eine in Brno / Brünn. Das hört sich wenig an. In der Vergangenheit aber wurden oft erschreckende Zusammenhänge zwischen Syphilis und HIV verzeichnet. So folgte auf eine Welle von Syphilis-Neuerkrankungen immer eine verstärkte Ausbreitung von HIV. In Afrika hat die Kombination beider Infektionen zu verheerenden Aids-Epidemien geführt. Die Ausbreitung von Syphilis in Tschechien sei daher eine nicht zu unterschätzende Bedrohung, sagt Malinová:</p>
<p><em>„Jede Reizung der Schleimhäute und jede Störung des Immunsystems bei Syphiliserkrankungen erhöhen das Risiko einer HIV-Infektion um das 500fache.“</em></p>
<p>Abb.: Der Erreger der Geschlechtskrankheit Syphilis: <a href="http://www.radio.cz/de/rubrik/tagesecho/besorgniserregender-trend-syphilis-breitet-sich-unter-prostituierten-aus/pictures/c/medicina/treponema_syfilis.jpg#pic">Treponema pallidum</a>&#8230;</p>
<p>Dabei wissen die Infizierten selbst oft monatelang nicht, dass sie an Syphilis leiden. Die Krankheit beginnt mit Geschwüren am Gebärmutterhals, die jedoch schmerzlos sein können. Syphilis und andere Infektionen galten früher in Tschechien als Krankheiten ausländischer Prostituierter. Das ändert sich, berichtet Malinová:</p>
<p><em>„Mit dem Aufkommen der Wirtschaftskrise tauchten immer mehr tschechische Frauen in der Prostituiertenszene auf. Sie drängen die – ich sage mal klassischen – Rivalinnen aus dem Geschäft, nämlich die aus der Ukraine und anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion.“</em></p>
<p>&nbsp;Der Konkurrenzkampf in der Szene verleite immer mehr Frauen dazu, sich auf riskante Praktiken oder Sex ohne Kondom einzulassen. Potentielle Kunden warnt Hana Malinová daher:</p>
<p><em>„<strong>Prosím Vás: bezpečně!</strong>“</em> – <em>„Ich bitte Sie: sicher!“</em> … käuflicher Sex nur mit Kondom.</p>
<p>Anhören RealAudio:   <a href="http://helix.radio.cz:8080/ramgen/rm/DE/10/11/DE101109-16.rm?start=12:05.45&amp;end=15:28.80">16kbps</a> <a href="http://helix.radio.cz:8080/ramgen/rm/DE/10/11/DE101109-16-high.rm?start=12:05.45&amp;end=15:28.80">32kbps</a><br />
Download: <a href="http://old.radio.cz/mp3/podcast/de/tagesecho/101109-besorgniserregender-trend-syphilis-breitet-sich-unter-prostituierten-aus.mp3">MP3</a></p>
<p><em>Quelle: Tschechischer Rundfunk 7, Radio Prag<br />
<a href="http://www.radio.cz/de/artikel/128299">http://www.radio.cz</a> © Copyright 1996–2009 Radio Prag</em></p>
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		<title>Hartes Urteil: &#8220;Österreich bekämpft Aids nur mit schönen Worten&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 18:26:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Stark ins Zwielicht geraten ist in diesen Tagen die Position Österreichs in der Bekämpfung von HIV/Aids. Das Gastgeberland des 18. internationalen Aidskongresses leistet seit acht Jahren keinen Beitrag für den Globalen Fonds gegen Aids, Tuberkuose und Malaria  (siehe: ) und will dies auch bis 2014 nicht tun, wie der Redaktion vorliegende Dokumente zeigen&#8230; Direktor des Global Funds gegen die Alpenrepubli: Schockiert über fehlende Solidarität Österreichs pte &#8211; theglobalfund.org &#8211; Pressetext sprach mit einem wütenden Michel D. Kazatchkine, Direktor des Fonds, der das wichtigste Finanzierungsinstrument von Gesundheitsprojekten in Entwicklungsländern darstellt. pressetext: Was sagen Sie zur Absage Österreichs? Kazatchkine: Ich bin schockiert. Österreich leistet als einziger Staat der EU-15 keinen Beitrag zum Global Fund, was für ein derart reiches Land eine Schande ist. Die Minister und auch der Bundespräsident des Landes haben diese Woche in ihren Reden Aids den Kampf angesagt. Gleichzeitig leistet Österreich aber keinen Beitrag zur globalen Lösung des Problems. Aids lässt sich nicht mit Worten und guten Absichten aus der Welt schaffen. pressetext: Wer trägt die Schuld daran, dass Österreich Schlusslicht ist? Kazatchkine: Wie diese Entscheidung zustande kam, weiß ich nicht. Sie bildet jedenfalls einen ungeheuren Gegensatz zu dem Bild, das Österreich von sich selbst vermitteln will. Immerhin ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stark ins Zwielicht geraten ist in diesen Tagen die Position Österreichs  in der Bekämpfung von HIV/Aids. Das Gastgeberland des 18.  internationalen Aidskongresses leistet seit acht Jahren keinen Beitrag  für den Globalen Fonds gegen Aids, Tuberkuose und Malaria  (siehe: ) und  will dies auch bis 2014 nicht tun, wie der Redaktion vorliegende  Dokumente zeigen&#8230;<span id="more-2527"></span></p>
<p>Direktor des Global Funds gegen die Alpenrepubli: Schockiert über fehlende Solidarität Österreichs</p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; <a href="http://www.theglobalfund.org">theglobalfund.org</a> &#8211; <a href="http://pressetext.com/news/100722021/">Pressetext</a> sprach mit einem wütenden Michel D. Kazatchkine, Direktor des Fonds, der das wichtigste Finanzierungsinstrument von Gesundheitsprojekten in Entwicklungsländern darstellt.</p>
<p><em>pressetext: Was sagen Sie zur Absage Österreichs?</em><br />
Kazatchkine: Ich bin schockiert. Österreich leistet als einziger Staat der EU-15 keinen Beitrag zum Global Fund, was für ein derart reiches Land eine Schande ist. Die Minister und auch der Bundespräsident des Landes haben diese Woche in ihren Reden Aids den Kampf angesagt. Gleichzeitig leistet Österreich aber keinen Beitrag zur globalen Lösung des Problems. Aids lässt sich nicht mit Worten und guten Absichten aus der Welt schaffen.</p>
<p><em>pressetext: Wer trägt die Schuld daran, dass Österreich Schlusslicht ist?</em><br />
Kazatchkine: Wie diese Entscheidung zustande kam, weiß ich nicht. Sie bildet jedenfalls einen ungeheuren Gegensatz zu dem Bild, das Österreich von sich selbst vermitteln will. Immerhin ist Österreich Gastgeber des Aidskongresses, Standort internationaler Organisationen und pflegt sein Image als Brücke zwischen Ost und West. Mit den österreichischen Politikern ergab sich diese Tage kein Treffen, ich werde aber Bundespräsident Fischer einen Brief schreiben.</p>
<p><em>pressetext: Stehen Deutschland und die Schweiz besser da?</em><br />
Kazatchkine: Deutschland gehört zu den wichtigsten Unterstützern des Global Funds, was besonders auf den Einsatz von Angela Merkel und Guido Westerwelle gegen Aids zurückgeht. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage sehe ich, dass das Parlament, die öffentliche Meinung und auch die Zivilgesellschaft hinter der Entscheidung steht. Ich hoffe, dass Deutschland mit den G8-Ländern auch in Zukunft wegweisend sind. Die Schweiz ist Hauptsitz unserer Organisation und hat ihr diplomatischen Status verliehen. Ich schätze das zwar, wünsche aber, dass das Land die multilateralen Bemühungen noch verstärkt. Unser Leitsatz ist, dass das Thema Aids ein globales Problem ist, das auch globale Antworten braucht. Da ist niemand ausgenommen.</p>
<p>pressetext: Sie vertreten die Ansicht, dass HIV/Aids durch ausreichende Ressourcen, Achtung der Menschenrechte und politische Führungskraft beseitigt werden kann. Wie soll letztere erreicht werden?<br />
Kazatchkine: Erstens über die Politiker selbst und ihren persönlichen Einsatz gegen die Krankheit. Diesen gab es früher besonders bei Tony Blair, Jacques Chirac, George W. Bush sowie auch Silvio Berlusconi. Zweitens ist die öffentliche Meinung wichtig. Europa ist Schlüsselkontinent für die arme Welt, da es 60 Prozent der Entwicklungshilfe für den Süden leistet. Großzügigkeit hat hier Tradition, und eine globalisierte Welt funktioniert auch nur mit einem Geist der Solidarität und Partnerschaft. Ich hoffe, dass in Österreich die Zivilgesellschaft das Thema Aids wahrnimmt mehr Druck ausübt.</p>
<p><em>pressetext: Wie bewerten Sie die Forderung von Bill Clinton und Bill Gates nach mehr Effizienz im Kampf gegen Aids?</em><br />
Kazatchkine: Mehr Effizienz im Einsatz der Mittel ist möglich und Gebot der Stunde. Allerdings stellt sich die Frage, wie viel mehr an Effizienz in den Empfängerländern noch machbar ist. Ich denke, dass wir bereits Wunder wirken, was die Versorgung der Menschen mit antiretroviralen Medikamenten betrifft. In Afrika kostet ein HIV-Patient durchschnittlich 460 Dollar pro Jahr, wobei schon Medikamente, HIV-Test, Ärzte und Infrastruktur enthalten sind. Der durchschnittliche, nicht von HIV betroffene Westeuropäer kommt auf 7.000 Dollar Gesundheitskosten pro Jahr. Allerdings werden selbst die besten Effizienzsteigerungen die Lücken nicht schließen, die die fehlenden Beiträge reißen.</p>
<p><em>pressetext: Angenommen, die globalen Fördergelder werden nicht wie geplant aufgestockt: Wie lautet der Plan B für den Global Fund?</em><br />
Kazatchkine: Es gibt keinen Plan B. Es geht um Leben oder Todesfälle. Die Politiker, die über die Beiträge ihres Landes entscheiden, entscheiden wie viele Leben sie retten werden.</p>
<p><em>pressetext: Vielen Dank für das Gespräch. </em></p>
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		<title>HIV-Positive: &#8220;Wir sind die Monster&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 15:25:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Menschen, die mit HIV/Aids leben, führen auch in Europa ein Doppelleben und verheimlichen ihre Krankheit. Das veranschaulicht die Wanderausstellung &#8220;Our Positive Life&#8221;, die diese Woche auf der 18. Internationalen Aidskonferenz in Wien Station machte. Die Bilder im Stil der &#8220;Body maps&#8221; sind Ergebnisse eines kunsttherapeutischen Workshops, bei dem sich HIV-Positive mit ihrem Leben auseinandersetzen und damit zugleich zum Verständnis für ihre Situation beitragen&#8230; Betroffene zeigt, wie sich HIV/Aids anfühlt Wien (pte) &#8211; pressetext sprach mit der Wienerin Daniela S., deren Gemälde Teil der Ausstellung ist. Schizophrenie ist vorprogrammiert http://www.aids2010.org &#8211; Daniela S. ist 40 und lebt seit 25 Jahren mit dem HI-Virus. 1985 &#8211; sie war 15 &#8211; sagte der Arzt ihrem Freund nach einem Bluttest, er müsse künftig ein Kondom verwenden. &#8220;Wir machten uns nichts draus. Zwei Jahre später &#8211; wir hatten längst Schluss gemacht &#8211; rief er mich aus dem Spital an. Ich sollte mich untersuchen lassen.&#8221; Mit der Diagnose HIV-positiv konnte S. wenig anfangen. &#8220;Aids galt damals als die Schwulenpest. Im Fernsehen diskutierte man, alle HIV-Positiven in ein umzäuntes Gebiet einzusperren. Für mich war klar: Niemand erfährt von meiner Krankheit.&#8221; In den 25 Jahren seither besserten sich die Medikamente erheblich. Die Krankheit gehört für Betroffene zum Alltag, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen, die mit HIV/Aids leben, führen auch in Europa ein Doppelleben  und verheimlichen ihre Krankheit. Das veranschaulicht die  Wanderausstellung &#8220;Our Positive Life&#8221;, die diese Woche auf der 18.  Internationalen Aidskonferenz in Wien Station machte. Die Bilder im Stil  der &#8220;Body maps&#8221; sind Ergebnisse eines kunsttherapeutischen Workshops,  bei dem sich HIV-Positive mit ihrem Leben auseinandersetzen und damit  zugleich zum Verständnis für ihre Situation beitragen&#8230;<span id="more-2150"></span></p>
<p><strong>Betroffene zeigt, wie sich HIV/Aids anfühlt </strong></p>
<p><em>Wien (<a href="http://www.pressetext.de">pte</a>) &#8211; pressetext sprach mit der Wienerin Daniela S., deren Gemälde Teil der Ausstellung ist.</em></p>
<p><strong>Schizophrenie ist vorprogrammiert </strong></p>
<p><a href="http://www.aids2010.org">http://www.aids2010.org</a> &#8211; Daniela S. ist 40 und lebt seit 25 Jahren mit dem HI-Virus. 1985 &#8211; sie war 15 &#8211; sagte der Arzt ihrem Freund nach einem Bluttest, er müsse künftig ein Kondom verwenden. &#8220;Wir machten uns nichts draus. Zwei Jahre später &#8211; wir hatten längst Schluss gemacht &#8211; rief er mich aus dem Spital an. Ich sollte mich untersuchen lassen.&#8221; Mit der Diagnose HIV-positiv konnte S. wenig anfangen. &#8220;Aids galt damals als die Schwulenpest. Im Fernsehen diskutierte man, alle HIV-Positiven in ein umzäuntes Gebiet einzusperren. Für mich war klar: Niemand erfährt von meiner Krankheit.&#8221;</p>
<p>In den 25 Jahren seither besserten sich die Medikamente erheblich. Die Krankheit gehört für Betroffene zum Alltag, betont S. &#8220;Das Pulvereinnehmen am Abend ist so normal wie für andere ein Tick.&#8221; Viel schwieriger ist allerdings der Umgang mit anderen, wie die Wienerin anhand ihres Bildes erklärt. &#8220;HIV-Positive leben zwei Leben gleichzeitig. Außer Haus bin ich eine öffentliche, nette und gesunde Person. Gefühle kann ich nur daheim zeigen. Das schlägt auf die Psyche und macht auf Dauer schizophren.&#8221;</p>
<p><strong>HIV-Betroffene:<br />
Gezwungen, zwei Leben zu führen</strong></p>
<p>Viele verbergen die Krankheit selbst gegenüber Eltern oder Kindern. Präsent ist sie jedoch ständig und der Umgang mit ihren Folgen fällt schwer. &#8220;Der Zwang zur Verheimlichung gibt uns Positiven das Gefühl, als wären wir Mörder aus Versehen, Fahrerflüchtige nach einem Verkehrsunfall oder beschädigtes Fallobst. Belastend ist auch, dass ich nicht Urlaub davon machen kann&#8221;, so S.</p>
<p><strong>Versteckspiel gegen die soziale Ausgrenzung</strong></p>
<p>Wie versteckt das HIV/Aids ist, kann man einfach nachprüfen. &#8220;Etwa in Österreich gibt es 13.000 Infizierte. Egal wo ich Menschen darauf anspreche, niemand kennt Betroffene. Wir sind die Monster, die Red Ribbons tragen, ihre geheimen Treffen haben und sich unsichtbar unter die Bevölkerung mischen. Doch in Wahrheit gefährdet kein HIV-Positiver irgendwen.&#8221; Schön wäre es, so S., würden alle 13.000 den Mut finden, zur gleichen Zeit ein Zeichen zu setzen und damit ihre Gegenwart in allen Bereichen signalisieren.</p>
<p>Ein Leben ohne Verstecken ist aber unmöglich, betont S. &#8220;In Afrika, wo man an Voodoo glaubt, ist das vielleicht verständlicher. Bei uns steht die kopfgeleitete Suche nach Kontrolle im Weg.&#8221; Ein Outing setzt den Arbeitsplatz aufs Spiel, zudem nimmt jede Unterhaltung mit dem HI-Virus eine tragische Wendung. &#8220;Die Menschen werden ängstlich, unsicher in den Blicken und schaffen sogar räumlich Distanz. Vor ihnen bin ich nicht mehr Person, sondern personifiziertes Virus. Gleichzeitig gehen sie bedenkenlos One-Night-Stands ein und verzichten dabei auf das Kondom.&#8221;</p>
<p><strong>Höchstes HIV-Risiko bei den Ahnungslosen</strong></p>
<p>Richtiger als die Angst vor der Person wäre die Angst vor dem Virus, betont S. &#8220;Die Menschen hier wähnen das Virus in Afrika und halten es für ungefährlich, da ja Medikamente existieren. Umso irrationaler ist die Angst vor den Erkrankten.&#8221; Hauptrisikogruppe für HIV ist nicht die Schwulen- oder Drogenszene, sondern jene, die glauben, dass sie nicht betroffen sind. Die meisten Neuinfektionen geschehen heute über heterosexuelle Kontakte. &#8220;Männer gehen ohne Gummi fremd, belügen ihre Frau und stecken sie an&#8221;, so S.</p>
<p>Wunschtraum von S. ist nicht, die Krankheit abzuschütteln. Noch wichtiger sei ein besserer Zugang zum Kranksein. &#8220;Man kann nicht nur das Positive herauspicken, denn Krankheit und Tod gehören zum gesunden Leben. Viele HIV-Positive haben das akzeptiert. Ich fühle mich gesünder als Menschen, die diesen Gedanken rational verdrängen und dabei so unpersönlich werden, dass sie vereinsamen. Was wirklich fehlt, ist nicht ein Stück Bein, sondern ein Stück Mensch.&#8221; Erst ohne Zwang zum Gesundsein könnten Kranke die ersehnte Normalität leben.</p>
<p><strong>Den HIV-Positiven zuhören</strong></p>
<p>Der Workshop der Body Maps, vor dessen Resultat Daniela S. steht, stärkte sie &#8220;mehr als viele Stunden beim Psychologen.&#8221; Michaela Wilczek ist Organisatorin der Wanderausstellung. &#8220;Unser Ziel ist, dass HIV-Positive über sich selbst lernen und Gehör finden, was auch Basis sein soll für Strategien der Fachwelt&#8221;, erklärt die Expertin gegenüber pressetext. Das Projekt ist eine Kooperation von Art2Be <a href="http://www.art2bebodymaps.com">http://www.art2bebodymaps.com</a> und des kenianischen Aids-Programms &#8220;Thika&#8221;. Träger der Wanderausstellung, die unter body-maps-wanderausstellung@gtz.de angefordert werden kann, sind die die Deutsche Aidshilfe, Aidshilfe Wien und die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit.</p>
<p><a href="http://fotodienst.at/browse.mc?album_id=3214">Fotos zur Ausstellung</a></p>
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		<item>
		<title>Sexualität: Welchen Informationsbedarf haben jugendliche Migranten?</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2010/04/migration/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 11:57:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
		<category><![CDATA[partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Jugendliche mit Migrationsgeschichte haben ein hohes Interesse an Informationen zu Liebe, Sexualität und Partnerschaft. Das zeigt die neue Repräsentativbefragung &#8220;Sexualität und Migration&#8221;, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zusammen mit dem Forschungsinstitut Sinus Sociovision durchgeführt hat&#8230; Ein Drittel der Jugendlichen in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Um zu erfahren, welches Interesse diese Zielgruppe an Informationen zu Themen wie Liebe, Partnerschaft und Sexualität hat, welche Zugangswege und welche Informationsquellen sie nutzen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die Studie &#8220;Sexualität und Migration&#8221; in Auftrag gegeben. Grundsätzlich zeigt die Untersuchung, dass jugendliche Migrantinnen und Migranten keine homogene Gruppe sind. Entscheidend für die Einstellungen zu Liebe, Sexualität und Partnerschaft, ihr Informationsinteresse und ihre Sprachpräferenz ist ihre Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Lebensstil- und Wertorientierungsgruppen, sogenannten Milieus. Über die Hälfte der 14- bis 17-jährigen Befragten möchte nach eigenem Bekunden mehr über Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten wissen; 47 Prozent äußern Bedarf an Informationen über die verschiedenen Methoden der Empfängnisverhütung. Informationen in deutscher Sprache werden eindeutig bevorzugt: 62 Prozent der Jugendlichen wollen Sexualaufklärung &#8220;lieber auf Deutsch&#8221;. Nur acht Prozent der Jugendlichen würden gerne in der Sprache ihres Herkunftslandes bzw. des Herkunftslandes ihrer Familie angesprochen werden. Die Untersuchung zeigt, dass jugendliche Migrantinnen und Migranten keine homogene Gruppe sind. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jugendliche mit Migrationsgeschichte haben ein hohes Interesse an Informationen zu Liebe, Sexualität und Partnerschaft. Das zeigt die neue Repräsentativbefragung &#8220;Sexualität und Migration&#8221;, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zusammen mit dem Forschungsinstitut Sinus Sociovision durchgeführt hat&#8230;<span id="more-1923"></span></p>
<p>Ein Drittel der Jugendlichen in Deutschland hat einen Migrationshintergrund. Um zu erfahren, welches Interesse diese Zielgruppe an Informationen zu Themen wie Liebe, Partnerschaft und Sexualität hat, welche Zugangswege und welche Informationsquellen sie nutzen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die Studie &#8220;Sexualität und Migration&#8221; in Auftrag gegeben. Grundsätzlich zeigt die Untersuchung, dass jugendliche Migrantinnen und Migranten keine homogene Gruppe sind. Entscheidend für die Einstellungen zu Liebe, Sexualität und Partnerschaft, ihr Informationsinteresse und ihre Sprachpräferenz ist ihre Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Lebensstil- und Wertorientierungsgruppen, sogenannten Milieus.</p>
<p>Über die Hälfte der 14- bis 17-jährigen Befragten möchte nach eigenem Bekunden mehr über Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten wissen; 47 Prozent äußern Bedarf an Informationen über die verschiedenen Methoden der Empfängnisverhütung. Informationen in deutscher Sprache werden eindeutig bevorzugt: 62 Prozent der Jugendlichen wollen Sexualaufklärung &#8220;lieber auf Deutsch&#8221;. Nur acht Prozent der Jugendlichen würden gerne in der Sprache ihres Herkunftslandes bzw. des Herkunftslandes ihrer Familie angesprochen werden.</p>
<p>Die Untersuchung zeigt, dass jugendliche Migrantinnen und Migranten keine homogene Gruppe sind. Unterschiede ergeben sich jedoch nicht aufgrund der Herkunftsländer ihrer Familien. Entscheidend für die Einstellungen zu Liebe, Sexualität und Partnerschaft, ihr Informationsinteresse und ihre Sprachpräferenz ist ihre Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Lebensstil- und Wertorientierungsgruppen, die in der Studie auch als Milieus bezeichnet werden. Etwa 70 Prozent der jungen Migrantinnen und Migranten besitzen moderne Lebensstile und Wertorientierungen. Sie leben wie Gleichaltrige mit deutschem Familienhintergrund und können mit den gleichen Informationsangeboten wie deutschsprachigen Broschüren, Anzeigen und Berichten in Jugendzeitschriften und dem BZgA-Jugendportal http://www.loveline.de erreicht werden.</p>
<p>Das stärkste Interesse an Informationen äußern Jugendliche des intellektuell-kosmopolitischen Milieus (5 Prozent aller Jugendlichen mit Migrationshintergrund). Deutlich weniger interessiert an Fragen rund um das Thema Sexualität sind Jugendliche, die aufgrund ihres Lebensstils und ihrer Wertorientierungen dem religiös verwurzelten Migrationsmilieu zugeordnet werden können, dieser Gruppe gehören ca. 3 Prozent der untersuchten Jugendlichen an.</p>
<p>Eine Präferenz für Informationen in der Herkunftssprache haben vor allem Jungendliche mit einfacher Schulbildung, die eher traditionsgeprägten Lebensstilgruppen angehören. Dies mag vor allem darin begründet sein, dass sich mehr als die Hälfte von ihnen mit Freunden und Bekannten in ihrer Herkunftssprache unterhält. Um sie zu erreichen sind Wege der Ansprache erforderlich, die sich im Kontext des Schulunterrichtes integrieren lassen. Hierzu zählen etwa personalkommunikative Angebote wie das Projekt &#8220;komm auf Tour &#8211; meine Stärken, meine Zukunft&#8221;, das von der BZgA zusammen mit den Agenturen für Arbeit gefördert wird. Das Projekt unterstützt bereits frühzeitig Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf bei dem Entdecken ihrer Stärken und Interessen. Neben Fragen zur Berufsorientierung und Lebensplanung werden dabei auch Themen wie Freundschaft, Partnerschaft und Sexualität behandelt. (<a href="http://www.komm-auf-tour.de">http://www.komm-auf-tour.de</a>).</p>
<p>Die Studie &#8220;Sexualität und Migration: Milieuspezifische Zugangswege für die Sexualaufklärung Jugendlicher&#8221; steht zum Download unter <a href="http://www.sexualaufklaerung.de">http://www.sexualaufklaerung.de</a> zur Verfügung und kann kostenlos unter folgender Adresse bestellt werden: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 0221-8992257, E-mail: order@bzga.de, <a href="http://ww.bzga.de">http://ww.bzga.de</a>.</p>
<p>Dr. Marita Völker-Albert, <a href="http://www.pharmacon.net/pages/de/institution1232">Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung</a>.<a href="http://www.sexualaufklaerung.de"></a></p>
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		<title>Zur AIDS-Prophylaxe trotzdem unverzichtbar: Kondome halten Versprechen öfters nicht</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 08:59:02 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
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		<description><![CDATA[Gynäkologe fordert Rezeptfreistellung für &#8220;Pille danach&#8221;&#8230; Kondome sind nicht sehr sicher pte &#8211; Einer aktuellen Untersuchung des Wiener Gynmed Ambulatoriums http://www.gynmed.at zufolge, sind Kondome offensichtlich deutlich weniger zuverlässig, als bisher vermutet. Mehr als ein Drittel aller ungewollten Schwangerschaften &#8211; insgesamt 35 Prozent &#8211; passiert trotz Verwendung eines Kondoms. Noch häufiger kommen nur jene Frauen zum Abbruch, die gar nicht verhütet haben, erklärt der Gynäkologe Christian Fiala im pressetext-Gespräch. Insgesamt hat der Mediziner 5.000 Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch nach der Verhütungsmethode gefragt. Es gehe nicht darum, das Kondom zu verdammen, meint der Mediziner und Leiter des Gynmed Ambulatoriums. &#8220;Nur für eine effektive Prävention der Schwangerschaft ist das Kondom nicht geeignet&#8221;, so Fiala. Nehme man das Thema Verhütung ernst, müsse man ähnlich wie ein Verbandszeug in der Autoapotheke die &#8220;Pille danach&#8221; in der Hausapotheke bereit haben. Fiala fordert daher die sofortige Rezeptfreistellung der &#8220;Pille danach&#8221;. Alles andere sei ein blanker Zynismus der Gesellschaft. Kondomtests entsprechen nicht der Realität Zumeist liege das Versagen des Kondoms an dessen unsachgemäßer Anwendung, meint Fiala. Das Kondom erfordere große Aufmerksamkeit während seiner Anwendung. Bei der Verwendung eines Kondoms müsse Sex anfangs unterbrochen werden, während des Verkehrs müsse man vorsichtig sein und nach dem Samenerguss müsse man sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gynäkologe fordert Rezeptfreistellung für &#8220;Pille danach&#8221;&#8230;<span id="more-1685"></span></p>
<p><strong>Kondome sind nicht sehr sicher</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.ch">pte</a> &#8211; Einer aktuellen Untersuchung des Wiener Gynmed Ambulatoriums http://www.gynmed.at zufolge, sind Kondome offensichtlich deutlich weniger zuverlässig, als bisher vermutet. Mehr als ein Drittel aller ungewollten Schwangerschaften &#8211; insgesamt 35 Prozent &#8211; passiert trotz Verwendung eines Kondoms. Noch häufiger kommen nur jene Frauen zum Abbruch, die gar nicht verhütet haben, erklärt der Gynäkologe Christian Fiala im pressetext-Gespräch. Insgesamt hat der Mediziner 5.000 Frauen nach einem Schwangerschaftsabbruch nach der Verhütungsmethode gefragt.</p>
<p>Es gehe nicht darum, das Kondom zu verdammen, meint der Mediziner und Leiter des Gynmed Ambulatoriums. &#8220;Nur für eine effektive Prävention der Schwangerschaft ist das Kondom nicht geeignet&#8221;, so Fiala. Nehme man das Thema Verhütung ernst, müsse man ähnlich wie ein Verbandszeug in der Autoapotheke die &#8220;Pille danach&#8221; in der Hausapotheke bereit haben. Fiala fordert daher die sofortige Rezeptfreistellung der &#8220;Pille danach&#8221;. Alles andere sei ein blanker Zynismus der Gesellschaft.</p>
<p><strong>Kondomtests entsprechen nicht der Realität</strong></p>
<p>Zumeist liege das Versagen des Kondoms an dessen unsachgemäßer Anwendung, meint Fiala. Das Kondom erfordere große Aufmerksamkeit während seiner Anwendung. Bei der Verwendung eines Kondoms müsse Sex anfangs unterbrochen werden, während des Verkehrs müsse man vorsichtig sein und nach dem Samenerguss müsse man sich sofort zurückziehen. &#8220;Gerade hier liegt das Problem, denn Sex ist keine von der Vernunft kontrollierte Handlung&#8221;, so der Gynäkologe. Ein Kondom sei vielfach ein Stimmungskiller &#8211; nicht nur dann, wenn es verrutscht oder gerissen ist.</p>
<p>Erst im August 2009 hatte der schottische Psychologe Stuart Brody in einer heftig diskutierten Studie festgestellt, dass heterosexueller Geschlechtsverkehr ohne Kondom gut für die mentale Gesundheit sei. Kritiker halten dem Psychologen entgegen, dass ungeschützter Geschlechtsverkehr das Risiko, an Aids zu erkranken und ungewollt schwanger zu werden, drastisch erhöhe. Brody meinte, dass die Menschen biologisch darauf programmiert wären, ungeschützten Sexkontakt zu haben und dass es Paaren eine evolutionären Vorteil verschaffen und die Chance zur Reproduktion erhöhen würde.</p>
<p><strong>Pille danach als Rettungsring</strong></p>
<p>&#8220;Neue Studien haben gezeigt, dass die Pille danach den Eisprung verzögert oder verhindert. Somit kann keine Befruchtung stattfinden. Wichtig ist dabei, sie so schnell wie möglich einzunehmen&#8221;, meint Fiala. Neben der hohen Wirksamkeit habe die &#8220;Pille danach&#8221; kaum Nebenwirkungen. &#8220;Sie enthält ein einziges Gestagen/Gelbkörperhormon und ist sehr gut verträglich.&#8221; Aus diesen Gründen wurde sie bereits in 14 europäischen Ländern rezeptfrei gestellt und von der WHO in die Liste der wichtigsten Medikamente aufgenommen.</p>
<p>&#8220;Im Zuge einer öffentlichen Aufklärung, trifft mich als Gynäkologe die Pflicht, Frauen und Paare über die Risiken der Verwendung von Kondomen zu unterrichten&#8221;, so Fiala. Ein Vorteil sei heute, dass es sehr viele verschiedene Verhütungsmittel am Markt gibt. &#8220;Die meisten davon greifen nicht in den Ablauf des Geschlechtsverkehrs ein&#8221;, betont der Mediziner. Das sei ein wesentlicher Nachteil des Kondoms.</p>
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		<title>Drogenpolitik: Repression kostete Tausenden das Leben</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 16:30:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
		<category><![CDATA[Cannabis]]></category>
		<category><![CDATA[Opiate]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[In den 90er Jahren erreichten Heroinkonsum und Drogenmortalität in der Schweiz ihren bisherigen Höhepunkt. Eine der Ursachen für die vergleichsweise hohe Anzahl an Drogentoten liegt in der polizeilichen Repression, wie Carlos Nordt und Rudolf Stohler von der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich aufzeigen. Angesichts des damals intensiven Vorgehens gegen offene Drogenszenen und Heroinkonsumenten wurden 30 Prozent mehr Todesfälle registriert. Behandlungsmethoden mit Methadon und Heroin hätten die Rate schließlich um den Faktor vier gesenkt&#8230; Polizeiliche Repression führt zu mehr Drogentoten Höhepunkt des Heroinproblems in den 90ern von hartem Vorgehen begleitet Zürich (pte) &#8211; &#8220;Im Zusammenhang zwischen polizeilicher Repression und Drogenmortalität besteht ein Teufelskreislauf&#8221;, erklärt Nordt im Gespräch mit pressetext. Dem Experten zufolge ist die Anzahl der Drogentoten unmittelbar mit der Anzahl polizeilicher Verzeigungen verknüpft. &#8220;Daran wird der Druck deutlich, der auf Drogenkonsumenten ausgeübt wird&#8221;, meint Nordt. Der Behandlungseffekt sei jedoch erwartungsgemäß groß, so Nordt gegenüber pressetext. Anders als etwa in den 90ern befänden sich mittlerweile mehr als 50 Prozent der Konsumenten in Behandlung. Mehr Drogentote führen zu polizeilicher Repression Die Beziehung zwischen Polizeirepression und Drogenmortalität kann den Experten zufolge zumindest zum Teil kausal sein. Ihren Berechnungen nach war das Vorgehen der Behörden gegen Heroinkonsumenten in den 90ern doppelt so intensiv wie in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den 90er Jahren erreichten Heroinkonsum und Drogenmortalität in der Schweiz ihren bisherigen Höhepunkt. Eine der Ursachen für die vergleichsweise hohe Anzahl an Drogentoten liegt in der polizeilichen Repression, wie Carlos Nordt und Rudolf Stohler von der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich aufzeigen. Angesichts des damals intensiven Vorgehens gegen offene Drogenszenen und Heroinkonsumenten wurden 30 Prozent mehr Todesfälle registriert. Behandlungsmethoden mit Methadon und Heroin hätten die Rate schließlich um den Faktor vier gesenkt&#8230;<span id="more-1576"></span></p>
<p><strong>Polizeiliche Repression führt zu mehr Drogentoten</strong><br />
<strong>Höhepunkt des Heroinproblems in den 90ern von hartem Vorgehen begleitet</strong></p>
<p>Zürich (<a href="http://www.pressetext.ch">pte</a>) &#8211; &#8220;Im Zusammenhang zwischen polizeilicher Repression und Drogenmortalität besteht ein Teufelskreislauf&#8221;, erklärt Nordt im Gespräch mit pressetext. Dem Experten zufolge ist die Anzahl der Drogentoten unmittelbar mit der Anzahl polizeilicher Verzeigungen verknüpft. &#8220;Daran wird der Druck deutlich, der auf Drogenkonsumenten ausgeübt wird&#8221;, meint Nordt. Der Behandlungseffekt sei jedoch erwartungsgemäß groß, so Nordt gegenüber pressetext. Anders als etwa in den 90ern befänden sich mittlerweile mehr als 50 Prozent der Konsumenten in Behandlung.</p>
<p><strong>Mehr Drogentote führen zu polizeilicher Repression</strong></p>
<p>Die Beziehung zwischen Polizeirepression und Drogenmortalität kann den Experten zufolge zumindest zum Teil kausal sein. Ihren Berechnungen nach war das Vorgehen der Behörden gegen Heroinkonsumenten in den 90ern doppelt so intensiv wie in der Zeit davor und danach. Gleichzeitig stieg die Zahl der Drogentoten auf Rekordniveau. Allein 1992 wurden nach einem deutlichen Anstieg seit 1975 über 400 Opfer registriert. Seit 1998 schwanke die Zahl um rund 190 Fälle. Behandlungsmethoden hätten die Anzahl der Drogentoten etwa um den Faktor vier reduziert. In anderen Ländern sei man zu ähnlichen Ergebnissen gekommen.</p>
<p>Den Experten zufolge beeinflusst die Zahl der Drogentoten ebenso die Arbeit der Polizei wie umgekehrt. Die Zahl der Verzeigungen wegen Heroinkonsums eines jeweiligen Jahres werde durch die Zahl der Drogentoten zwei Jahre zuvor bestimmt. Drogenmortalität sei somit ausschlaggebend für den Grad des gesellschaftlichen und politischen Drucks auf die Polizei, das Drogenproblem zu bekämpfen. Das Ziel, offene Drogenszenen zu beseitigen, sei zwar erreicht worden. Andere Ziele der Repression &#8211; etwa die Verfügbarkeit von Heroin zu minimieren oder den Preis dafür hoch zu halten &#8211; blieben hingegen unerreicht. (Ende)</p>
<p><a href="http://pressetext.at/" target="_new"></a><a href="http://pressetext.at/" target="&quot;_new&quot;"></a><br />
Aussender: <a href="http://pressetext.at/" target="_new">pressetext.schweiz</a></p>
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