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	<title>Pharmacon Net &#187; Alkohol</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
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		<title>Geriatrie und Sucht: Immer mehr Ältere haben Alkoholproblem</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 13:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geriatrie]]></category>
		<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Immer mehr ältere Menschen werden in London gegen Probleme mit dem Trinken von Alkohol behandelt. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist es bei Menschen über 65 Jahren zu einem Anstieg von 163 Prozent bei Krankenhausaufenthalten durch Alkoholmissbrauch gekommen&#8230; Krankheit in dieser Altersgruppe ein Tabu &#8211; Ärzte auf Junge fokussiert pte &#8211; Das zeigen Daten, die vom NHS Information Centre für BBC Inside Out London zusammengestellt wurden. Die Zahlen steigen in dieser Altersgruppe stärker als in jeder anderen. Nur im Nordosten Englands werden mehr Menschen aus diesem Grund im Krankenhaus behandelt als in London. Laut einer NHS-Studie neigen insbesondere ältere Menschen eher als andere Altersgruppen dazu, jeden Tag Alkohol zu trinken. Der Rest der Bevölkerung konsumiert etwas weniger Alkohol und auch weniger oft, berichtet die BBC. Laut Tony Rao vom Royal College of Psychiatrists (RCPsych) gibt es in London Bezirke wie Hammersmith, Fulham, Southwark und Camden, in denen mehr Menschen an alkoholbedingten Krankheiten sterben als im Rest von England. Die praktischen Ärzte neigen die Alkoholprobleme der älteren Menschen aufgrund einer Reihe von Faktoren zu übersehen. Dazu gehören Zeitmangel, fehlendes Fachwissen und auch die Scheu der Betroffenen um Hilfe zu bitten. Claire Gerado, Vorsitzende des Royal College of GPs, betont, dass sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer mehr ältere Menschen werden in London gegen Probleme mit dem Trinken von Alkohol behandelt. Innerhalb der vergangenen zehn Jahre ist es bei Menschen über 65 Jahren zu einem Anstieg von 163 Prozent bei Krankenhausaufenthalten durch Alkoholmissbrauch gekommen&#8230;<span id="more-3786"></span></p>
<p><strong>Krankheit in dieser Altersgruppe ein Tabu &#8211; Ärzte auf Junge fokussiert</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Das zeigen Daten, die vom <a href="http://www.ic.nhs.uk">NHS Information Centre</a> für BBC Inside Out London zusammengestellt wurden. Die Zahlen steigen in dieser Altersgruppe stärker als in jeder anderen. Nur im Nordosten Englands werden mehr Menschen aus diesem Grund im Krankenhaus behandelt als in London. Laut einer NHS-Studie neigen insbesondere ältere Menschen eher als andere Altersgruppen dazu, jeden Tag Alkohol zu trinken. Der Rest der Bevölkerung konsumiert etwas weniger Alkohol und auch weniger oft, berichtet die BBC.</p>
<p>Laut Tony Rao vom <a href="http://rcpsych.ac.uk">Royal College of Psychiatrists</a> (RCPsych) gibt es in London Bezirke wie Hammersmith, Fulham, Southwark und Camden, in denen mehr Menschen an alkoholbedingten Krankheiten sterben als im Rest von England.</p>
<p>Die praktischen Ärzte neigen die Alkoholprobleme der älteren Menschen aufgrund einer Reihe von Faktoren zu übersehen. Dazu gehören Zeitmangel, fehlendes Fachwissen und auch die Scheu der Betroffenen um Hilfe zu bitten. Claire Gerado, Vorsitzende des <a href="http://www.rcgp.org.uk">Royal College of GPs</a>, betont, dass sich viele Ärzte zu sehr auf junge Menschen konzentrieren. &#8220;Die jüngeren Alkoholiker sind viel sichtbarer. Sie erbrechen auf den Straßen. Das wird bei einem pensionierten Bankmanager eher nicht der Fall sein.&#8221;</p>
<p><strong>Trinken aus Langeweile</strong></p>
<p>Studien der NHS kommen zu dem Ergebnis, dass ältere Alkoholiker ihr Trinkproblem häufig als Tabu ansehen. Sie gehen davon aus, dass es für Hilfe zu spät ist, dass die Hilfsangebote nicht für sie gedacht sind oder dass sie überhaupt kein Problem mit dem Alkohol haben. Laut Experten ist eine Reihe von Gründen dafür verantwortlich, dass ältere Menschen sehr viel Alkohol trinken. Dazu gehören Langeweile, Einsamkeit, die Veränderung des Lebensstils durch die Pensionierung, Trauerfälle und Selbstmedikation.<br />
Es gibt allerdings nur sehr wenige Institutionen, die älteren Alkoholikern spezifische Unterstützung anbieten. Die Erfahrungen von <a href="http://foundation66.org.uk">Foundation 66</a> zeigen, dass 40 Prozent der Hilfesuchenden noch nie vorher eine derartige Einrichtung in Anspruch genommen haben. Laut Sean Dudley wurde für sie der Alkohol wahrscheinlich erst mit Ende 40 oder noch später zum Problem.</p>
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		<title>Obdachlose: Lebenserwartung sinkt um 30 Jahre</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 18:43:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Lebenserwartung liegt bei rund 47 Jahren und ist damit deutlich niedriger als der normale Durchschnitt von 77 Jahren. Drogen- und Alkoholmissbrauch sind für ein Drittel aller Todesfälle bei obdachlosen Menschen verantwortlich&#8230; Drogen- und Alkoholmissbrauch in England häufigste Todesursachen http://shef.ac.uk &#8211; pte &#8211; In England sterben Obdachlose 30 Jahre früher als der Durchschnitt der Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Sheffield für die Wohltätigkeitsorganisation Crisis http://crisis.org.uk. Die britische Regierung hat bereits angekündigt, dass 20 Mio. Pfund für die Unterstützung von Singles zur Verfügung gestellt werden, denen der Verlust ihrer Wohnung droht. Frauen sterben noch früher Die Wissenschaftler betonen, dass Drogen- und Alkoholmissbrauch häufig zu Obdachlosigkeit führen. Kein Dach über dem Kopf zu haben, verschärft diese Probleme weiter. Durchschnittlich liegt das Sterbealter bei Obdachlosen bei 47 Jahren. Beim Großteil der Frauen ist dieses Alter mit 43 Jahren jedoch deutlich niedriger. Für die Studie wurden nicht nur jene Menschen berücksichtigt, die auf der Straße leben, sondern auch jene, die in Notunterkünften, Wohnheimen und Tagesstätten untergebracht sind. Es zeigte sich, dass Obdachlose neun Mal so oft Selbstmord begehen und dass Verkehrsunfälle mit Todesfolge drei Mal so häufig vorkommen. Signifikanter Anstieg der Fälle Leslie Morphy, der Vorstandsvorsitzende von Crisis, betont, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Lebenserwartung liegt bei rund 47 Jahren und ist damit deutlich niedriger als der normale Durchschnitt von 77 Jahren. Drogen- und Alkoholmissbrauch sind für ein Drittel aller Todesfälle bei obdachlosen Menschen verantwortlich&#8230;<span id="more-3694"></span></p>
<h2>Drogen- und Alkoholmissbrauch in England häufigste Todesursachen</h2>
<p><a href="http://shef.ac.uk/">http://shef.ac.uk</a> &#8211; <a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; In England sterben Obdachlose 30 Jahre früher als der Durchschnitt der Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Sheffield für die Wohltätigkeitsorganisation Crisis <a href="http://crisis.org.uk/">http://crisis.org.uk</a>. Die britische Regierung hat bereits angekündigt, dass 20 Mio. Pfund für die Unterstützung von Singles zur Verfügung gestellt werden, denen der Verlust ihrer Wohnung droht.</p>
<p><strong>Frauen sterben noch früher</strong></p>
<p>Die Wissenschaftler betonen, dass Drogen- und Alkoholmissbrauch häufig zu Obdachlosigkeit führen. Kein Dach über dem Kopf zu haben, verschärft diese Probleme weiter. Durchschnittlich liegt das Sterbealter bei Obdachlosen bei 47 Jahren. Beim Großteil der Frauen ist dieses Alter mit 43 Jahren jedoch deutlich niedriger.</p>
<p>Für die Studie wurden nicht nur jene Menschen berücksichtigt, die auf der Straße leben, sondern auch jene, die in Notunterkünften, Wohnheimen und Tagesstätten untergebracht sind. Es zeigte sich, dass Obdachlose neun Mal so oft Selbstmord begehen und dass Verkehrsunfälle mit Todesfolge drei Mal so häufig vorkommen.</p>
<p><strong>Signifikanter Anstieg der Fälle</strong></p>
<p>Leslie Morphy, der Vorstandsvorsitzende von Crisis, betont, dass die umfangreichen Investitionen des NHS <a href="http://nhs.uk/">http://nhs.uk</a> den Obdachlosen bei der Lösung ihrer Gesundheitsprobleme nicht geholfen haben. &#8220;Es ist schockierend aber nicht überraschend, dass Obdachlose viel früher sterben als der Rest der Bevölkerung.&#8221;</p>
<p>Das Leben auf der Straße ist für den Großteil hart. Der Stress, kein Dach über dem Kopf zu haben, habe &#8211; wie die Untersuchung zeigt &#8211; seinen Preis. Die Wohltätigkeitsorganisation Shelter <a href="http://shelter.org.uk/">http://shelter.org.uk</a> weist ihrerseits darauf hin, dass rund 70.000 Kinder Weihnachten in Hilfsunterkünften verbringen werden. Zum Vergleich: 2007 waren es noch 112.000.</p>
<p><strong><span style="font-size: x-small;">Leben auf der Straße wird kriminalisiert:<br />
</span> <a href="http://www.hagalil.com/archiv/2011/12/19/obdachlos/">Zu arm für Rechte</a><span style="font-size: x-small;"><br />
</span> </strong> <span style="font-size: xx-small;"> In Ungarn ist Obdachlosigkeit per Gesetz zur Ordnungswidrigkeit erklärt worden. Die Kriminalisierung von Armut ist eine der repressiven Maßnahmen der regierenden Rechtspopulisten, durch die sich nicht zuletzt Budapest stark verändert…</span><span style="font-size: x-small;"><strong><br />
</strong></span></p>
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		<title>Prager Petition: Legalisierung von Hanf als Pharmakon gefordert</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 05:26:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Cannabis]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Dienstag haben Ärzte, Patienten und Wissenschaftler eine Petition  zur Legalisierung von Hanf zu medizinischen Zwecken eingereicht. Es gehe bei dieser Petition nicht um die Legalisierung der Droge Marihuana, sondern ausschliesslich um die Nutzung der Pflanze Hanf zur Herstellung von Arzneimittel, wie der Sprecher des Petitionsausschusses der medizinischen Fakultät der Karlsuniversität, Tomas Zabransky, erklärte&#8230; Bisher sind Medikamente, die mehr als 0,3 Prozent des Wirkstoffes THC  enthalten, in Tschechien illegal. Laut Zabransky nutzen derzeit aber Tausende Patienten Hanf zur Therapie. Entweder züchten sie es selbst  oder kaufen es auf dem Schwarzmarkt. Eine offizielle Zulassung helfe daher, die Patienten aus der Illegalität zu holen. Ein Sprecher des  Gesundheitsministeriums erklärte, zur weiteren Nutzung von Hanf als Arzneimittel müsse zunächst eine breite gesellschaftliche Diskussion stattfinden, bis dahin gebe es klare Regeln zur medizinischen Nutzung. Die Isolierung und Synzthetisierung von THC, dem wirksamen Bestandteil von Cannabis, gelang zuerst R. Mechoulam, von der School of Pharmacy in Jerusalem. Was die nicht-medizinische Nutzung betrifft, haben die Tschechen inzwischen sogar die Spanier im Haschisch- bzw. Marijuanakonsum überholt. Es folgen Italiener, Franzosen, Briten. Besonders restriktiv ist die Haltung noch immer in Deutschland, wo schon der Besitz geringer Mengen mit mehrjährigen Haftstrafen bestraft werden kann. Daran hat sich auch nichts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag haben Ärzte, Patienten und Wissenschaftler eine Petition  zur Legalisierung von Hanf zu medizinischen Zwecken eingereicht. Es gehe bei dieser Petition nicht um die Legalisierung der Droge Marihuana, sondern ausschliesslich um die Nutzung der Pflanze Hanf zur Herstellung von Arzneimittel, wie der Sprecher des Petitionsausschusses der medizinischen Fakultät der Karlsuniversität, Tomas Zabransky, erklärte&#8230;<span id="more-3533"></span></p>
<p>Bisher sind Medikamente, die mehr als 0,3 Prozent des Wirkstoffes THC  enthalten, in Tschechien illegal. Laut Zabransky nutzen derzeit aber Tausende Patienten Hanf zur Therapie. Entweder züchten sie es selbst  oder kaufen es auf dem Schwarzmarkt. Eine offizielle Zulassung helfe daher, die Patienten aus der Illegalität zu holen.</p>
<p>Ein Sprecher des  Gesundheitsministeriums erklärte, zur weiteren Nutzung von Hanf als Arzneimittel müsse zunächst eine breite gesellschaftliche Diskussion stattfinden, bis dahin gebe es klare Regeln zur medizinischen Nutzung.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2011/08/thc/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><span style="font-size: x-small;"><em>Die Isolierung und Synzthetisierung von THC, dem wirksamen Bestandteil von Cannabis, gelang zuerst <a href="http://www.pharmacon.net/2010/11/cannabis-11/">R. Mechoulam</a>, von der School of Pharmacy in Jerusalem.</em></span></p>
<p>Was die nicht-medizinische Nutzung betrifft, haben die Tschechen inzwischen sogar die Spanier im Haschisch- bzw. Marijuanakonsum überholt. Es folgen Italiener, Franzosen, Briten. Besonders restriktiv ist die Haltung noch immer in Deutschland, wo schon der Besitz geringer Mengen mit mehrjährigen Haftstrafen bestraft werden kann. Daran hat sich auch nichts geändert als die Partei &#8220;die Grünen&#8221; in der Bundesregierung saß.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2011/08/thc/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Ivan Douda, vom Zentrum für Prävention und Heilung von Drogensüchtigen, sieht die Entwicklung in Tschechien positiv. Traditionell sehr strenge Gesellschaften wie in Deutschland kann man nur schwer mit Gesellschaften vergleichen, die lange liberale Traditionen haben. Auch die lebenslustigere Einstellung südlicher Länder bringt einen lockereren Umgang mit sich, unabhängig von der Rechtslage. &#8220;<em>Man muss diese Berichte immer im Ganzen bewerten. Warum die Tschechen in dem Bericht auf dem ersten Platz liegen, kommt vielleicht auch dadurch, weil die Atmosphäre bei uns offener ist. Die Leute geben eher zu, die Droge probiert zu haben oder sie ab und zu zu rauchen. Niemand bestraft sie dafür und niemand wundert sich,“</em> so Ivan Douda. Wenn wir die Situation mit dem Nachbarn Deutschland vergleichen, kann der große Verbrauch von Marihuana unter den jungen Tschechen sogar eine gute Nachricht sein: <em>„Es heißt dann auch, dass Jugendliche weniger Alkohol trinken und weniger von harten Drogen Gebrauch machen. Es bringt sicher ein Risiko mit sich, aber insgesamt ist es besser, wenn junge Leute mit der leichten Droge experimentieren, als mit den gefährlicheren.“</em></p>
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		<title>USA: Ein Drittel will Handy statt Sex</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/08/sex-3/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 08:38:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Umfrage der Firma telenav unter 514 erwachsenen Mobiltelefonierern in den USA hat ergeben, dass rund ein Drittel der Mediennutzer lieber eine Woche lang auf Sex als auf ihr Handy verzichten würde. Vor allem die Nutzer von Smartphones möchten sich keinesfalls von ihren kleinen Helfern trennen &#8211; zu stark scheint die Abhängigkeit von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter zu sein&#8230; Auch andere Annehmlichkeiten nicht so wichtig pte &#8211; Handy als Laster &#8211; Wirklich überraschend ist das Ergebnis der Umfrage jedoch nicht. &#8220;Das Ergebnis ist durchaus nachvollziehbar. Das Handy ist mit seinen Kommunikations- und Vernetzungsmöglichkeiten ein wesentlicher Teil der Identität der Nutzer geworden. Eine Woche ist auch nicht so lange, dass man sich nicht mit Ersatzhandlungen über Wasser halten kann. Solche Durststrecken kommen auch sonst vor&#8221;, erklärt Gerti Senger, Beziehungstherapeutin und Sachbuchautorin http://www.gerti-senger.at , gegenüber pressetext. Die Umfrage zum Nutzungsverhalten moderner Kommunikationsmedien ergab zudem, dass die US-Amerikaner andere Entbehrungen in Kauf nehmen würden, um nicht auf ihre geliebten Mobiltelefone zu verzichten. 70 Prozent der Interviewten wären bereit, eine Woche lang Alkohol zu entbehren. Etwas mehr als die Hälfte würde lieber sieben Tage lang keinen Kaffee trinken als die eigenen Handys abzugeben. Etwa ein Fünftel würde sogar die Zahnbürste weglegen, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Umfrage der Firma telenav unter 514 erwachsenen Mobiltelefonierern in den USA hat ergeben, dass rund ein Drittel der Mediennutzer lieber eine Woche lang auf Sex als auf ihr Handy verzichten würde. Vor allem die Nutzer von Smartphones möchten sich keinesfalls von ihren kleinen Helfern trennen &#8211; zu stark scheint die Abhängigkeit von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter zu sein&#8230;<span id="more-3428"></span></p>
<p><strong>Auch andere Annehmlichkeiten nicht so wichtig</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Handy als Laster &#8211; Wirklich überraschend ist das Ergebnis der Umfrage jedoch nicht. &#8220;Das Ergebnis ist durchaus nachvollziehbar. Das Handy ist mit seinen Kommunikations- und Vernetzungsmöglichkeiten ein wesentlicher Teil der Identität der Nutzer geworden. Eine Woche ist auch nicht so lange, dass man sich nicht mit Ersatzhandlungen über Wasser halten kann. Solche Durststrecken kommen auch sonst vor&#8221;, erklärt Gerti Senger, Beziehungstherapeutin und Sachbuchautorin http://www.gerti-senger.at , gegenüber pressetext.<br />
Die Umfrage zum Nutzungsverhalten moderner Kommunikationsmedien ergab zudem, dass die US-Amerikaner andere Entbehrungen in Kauf nehmen würden, um nicht auf ihre geliebten Mobiltelefone zu verzichten. 70 Prozent der Interviewten wären bereit, eine Woche lang Alkohol zu entbehren. Etwas mehr als die Hälfte würde lieber sieben Tage lang keinen Kaffee trinken als die eigenen Handys abzugeben. Etwa ein Fünftel würde sogar die Zahnbürste weglegen, um nicht auf mobile Kommunikation zu verzichten. Die härtesten 20 Prozent der Befragten würden sogar eine Woche lang auf Schuhe verzichten und barfuß durch die Straßen hetzen.</p>
<p><strong>Smartphone-Nutzer unhöflich</strong></p>
<p>Ein weiteres Detail der Untersuchung: Smartphone-Benutzer sind deutlich unhöflicher als die Besitzer herkömmlicher Mobiltelefone. 26 Prozent der Smartphon-Gruppe gaben zu, ihre Telefone öfters auch am Esstisch zu verwenden. Bei den Personen, die ältere Handys benutzen, waren es nur sechs Prozent. Außerdem hat die Wahl des Handys auch Einfluss auf die Partnerwahl. 83 Prozent der iPhone-Besitzer gaben an, dass sie Menschen mit iPhone für die besseren Partner halten. Bei Nutzern von Android-Telefonen trat dieses Phänomen ebenfalls auf, wenn auch nur bei 70 Prozent.</p>
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		<title>Alkoholismus: Pharmakologische Unterstützung bringt Erfolge</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/07/alkoholismus-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 14:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>

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		<description><![CDATA[In Deutschland sind mehr als 4 Millionen Menschen alkoholabhängig oder betreiben einen schädlichen Alkoholmissbrauch. Die Alkoholabhängigkeit zählt somit hierzulande zu den häufigsten Abhängigkeitserkrankungen. Dabei ist jeder Alkoholkonsum, der zu körperlichen, seelischen und sozialen Schäden führt, ein Missbrauch und kann eine Abhängigkeit zur Folge haben&#8230; Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt die Risikogrenze für Gesundheitsschäden für Männer bei 40 Gramm Alkohol pro Tag (entspricht 0,4 l Wein oder 0,8 l Bier) und für Frauen bei 20 Gramm Alkohol pro Tag (entspricht 0,2 l Wein oder 0,4 l Bier). Alkoholabhängigkeit ist eine chronische Krankheit und im medizinischen Sinne nicht heilbar. Es gibt jedoch verschiedene Therapiemaßnahmen, deren gemeinsames Ziel eine lebenslange Alkohol-Abstinenz bei möglichst langer Rückfallfreiheit ist. Alkohol-Entzug unter pharmakologischer und psychotherapeutischer Betreuung Die Behandlung beginnt mit dem unter ärztlicher Aufsicht durchgeführten akuten Entzug, dem sich eine psychotherapeutisch-psychiatrische und umfassende sozialmedizinische Langzeitbehandlung anschließt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit einer medikamentösen Rückfallprophylaxe. Hierbei kommt den so genannten &#8220;Anti-Craving-Substanzen&#8221; eine besondere Bedeutung zu. Sie unterdrücken das heftige Verlangen nach Alkohol (Craving) und unterstützen so die Therapie. Neues Medikament hilft abstinent zu bleiben und die Kontrolle zu behalten Neben zb Acamprosat ist seit 2010 auch ein Naltrexon-Präparat (Adepend®) zur Reduktion des Rückfallrisikos, Unterstützung der Abstinenz und Minderung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Deutschland sind mehr als 4 Millionen Menschen alkoholabhängig oder betreiben einen schädlichen Alkoholmissbrauch. Die Alkoholabhängigkeit zählt somit hierzulande zu den häufigsten Abhängigkeitserkrankungen. Dabei ist jeder Alkoholkonsum, der zu körperlichen, seelischen und sozialen Schäden führt, ein Missbrauch und kann eine Abhängigkeit zur Folge haben&#8230;<span id="more-3403"></span></p>
<p>Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt die Risikogrenze für Gesundheitsschäden für Männer bei 40 Gramm Alkohol pro Tag (entspricht 0,4 l Wein oder 0,8 l Bier) und für Frauen bei 20 Gramm Alkohol pro Tag (entspricht 0,2 l Wein oder 0,4 l Bier). Alkoholabhängigkeit ist eine chronische Krankheit und im medizinischen Sinne nicht heilbar. Es gibt jedoch verschiedene Therapiemaßnahmen, deren gemeinsames Ziel eine lebenslange Alkohol-Abstinenz bei möglichst langer Rückfallfreiheit ist.</p>
<p><strong>Alkohol-Entzug unter pharmakologischer und psychotherapeutischer Betreuung</strong></p>
<p>Die Behandlung beginnt mit dem unter ärztlicher Aufsicht durchgeführten akuten Entzug, dem sich eine psychotherapeutisch-psychiatrische und umfassende sozialmedizinische Langzeitbehandlung anschließt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit einer medikamentösen Rückfallprophylaxe. Hierbei kommt den so genannten &#8220;<strong>Anti-Craving-Substanzen</strong>&#8221; eine besondere Bedeutung zu. Sie unterdrücken das heftige Verlangen nach Alkohol (Craving) und unterstützen so die Therapie.</p>
<p><strong>Neues Medikament hilft abstinent zu bleiben und die Kontrolle zu behalten</strong> </p>
<p>Neben zb Acamprosat ist seit 2010 auch ein Naltrexon-Präparat (Adepend®) zur Reduktion des Rückfallrisikos, Unterstützung der Abstinenz und Minderung des Verlangens nach Alkohol als Teil einer umfassenden Therapie bei Erwachsenen in Deutschland rezeptpflichtig zugelassen. Naltrexon besetzt Rezeptoren im Gehirn, die für das subjektiv belohnende Gefühl nach Alkoholkonsum verantwortlich sind. Die Wirksamkeit dieser Anti-Craving-Substanz ist durch mehrere wissenschaftliche Studien belegt. Die Behandlungsdauer ist je nach Patient sehr verschieden, sollte jedoch bei mindestens 3 Monaten liegen. Bereits 30 bis 40 Minuten nach der ersten Einnahme der 1x täglich einzunehmenden Tablette kann die Wirkung einsetzen. Naltrexon selbst führt weder zu einer psychischen noch zu einer körperlichen Abhängigkeit, so dass auch nach dem Absetzen des Medikamentes keine Entzugssymptome auftreten. Es ist außerdem gut verträglich und weist keine direkte Wechselwirkung mit Alkohol auf &#8211; kann und soll also auch im Falle eines Rückfalls weiter eingenommen werden.<br />
Lediglich zu Beginn der Therapie kann es möglicherweise vorübergehend zu Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen kommen, die aber gut mit anderen Medikamenten zu behandeln sind. Naltrexon kann Alkoholabhängige darin unterstützen, abstinent zu werden, ist aber immer Teil einer umfassenden Therapie und stellt keinen Ersatz für psychotherapeutische und sozialmedizinische Maßnahmen dar.</p>
<p>Ob eine Behandlung Erfolg hat, hängt natürlich vom Willen der Betroffenen ab, lebenslang auf Alkohol zu verzichten. Voraussetzung ist, dass diese sich selbst und anderen ihre Sucht eingestehen und sie als Krankheit annehmen. Selbsthilfegruppen sowie die Unterstützung durch Familie und Freunde stellen eine zusätzliche große Hilfe für den Therapieerfolg dar. Suchtberatungsstellen, psychosoziale Beratungsstellen, das Gesundheitsamt und natürlich der Hausarzt sind erste Anlaufstellen für Hilfesuchende und vermitteln unter Wahrung der Persönlichkeit und auf Wunsch auch anonym die passende Therapie.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Drogenexperte zum Sucht- und Drogenbericht: Cannabis legalisieren</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/07/cannabis-14/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 20:31:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Cannabis]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>

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		<description><![CDATA[Jugendliche trinken, rauchen und kiffen weniger. Das geht aus dem aktuellen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung hervor. &#8220;Der Drogenkonsum ist durchschnittlich zurückgegangen, aber es gibt mehr extreme Einzelfälle&#8221;, erläutert Joachim Eul vom Institut für Empirische und Interdisziplinäre Drogen-Forschung im Interview mit pressetext. Insbesondere Alkohol-Exzesse seien ein neuer Jugendtrend&#8230; Drogenkonsum bei Jugendlichen sinkt &#8211; Problematisch sind Einzel-Exzesse mit Alkohol und Cannabis pte &#8211; Die Jugendlichen trinken zwar durchschnittlich gleich viel Alkohol wie vor 20 Jahren, aber das sogenannte Koma-Saufen ist ein neuartiges Phänomen. Beim Cannabis ist es ähnlich. Zwar konsumieren die Jugendlichen genauso viel wie vor zwanzig Jahren, aber die Hanfsorten tragen mehr von dem berauschenden Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) in sich. Seit den 90er-Jahren hat sich der THC-Gehalt um das Fünffache erhöht und stagniert jetzt. Drei Millionen Deutsche kiffen &#8220;Der Durchschnittsgehalt an THC des von der Kriminalpolizei sichergestellten Cannabis ist in den letzten drei Jahren nicht angestiegen&#8221;, sagt Eul. Das Konsummuster sei bei Cannabis-Konsum entscheidend: Einige kiffen nur am Wochenende, andere täglich. Täglicher Alkoholkonsum sei allerdings viel gefährlicher: &#8220;Alkohol ist deutlich risikoreicher&#8221;, sagt Eul. Eul plädiert aber nicht für ein Verbot für Alkohol, vielmehr setze er sich für die Legalisierung von Cannabis ein &#8211; nur nicht für Jugendliche. &#8220;Jugendschutzbestimmungen sollten härter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jugendliche trinken, rauchen und kiffen weniger. Das geht aus dem aktuellen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung hervor. &#8220;Der Drogenkonsum ist durchschnittlich zurückgegangen, aber es gibt mehr extreme Einzelfälle&#8221;, erläutert Joachim Eul vom Institut für Empirische und Interdisziplinäre Drogen-Forschung im Interview mit pressetext. Insbesondere Alkohol-Exzesse seien ein neuer Jugendtrend&#8230;<span id="more-3332"></span></p>
<p><strong>Drogenkonsum bei Jugendlichen sinkt &#8211; Problematisch sind Einzel-Exzesse mit Alkohol und Cannabis</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Die Jugendlichen trinken zwar durchschnittlich gleich viel Alkohol wie vor 20 Jahren, aber das sogenannte Koma-Saufen ist ein neuartiges Phänomen. Beim Cannabis ist es ähnlich. Zwar konsumieren die Jugendlichen genauso viel wie vor zwanzig Jahren, aber die Hanfsorten tragen mehr von dem berauschenden Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) in sich. Seit den 90er-Jahren hat sich der THC-Gehalt um das Fünffache erhöht und stagniert jetzt. </p>
<p><strong>Drei Millionen Deutsche kiffen </strong></p>
<p>&#8220;Der Durchschnittsgehalt an THC des von der Kriminalpolizei sichergestellten Cannabis ist in den letzten drei Jahren nicht angestiegen&#8221;, sagt Eul. Das Konsummuster sei bei Cannabis-Konsum entscheidend: Einige kiffen nur am Wochenende, andere täglich. Täglicher Alkoholkonsum sei allerdings viel gefährlicher: &#8220;Alkohol ist deutlich risikoreicher&#8221;, sagt Eul.<br />
Eul plädiert aber nicht für ein Verbot für Alkohol, vielmehr setze er sich für die Legalisierung von Cannabis ein &#8211; nur nicht für Jugendliche. &#8220;Jugendschutzbestimmungen sollten härter angewendet werden&#8221;, sagt Eul. Die berauschende Pflanze werde in Deutschland ohnehin von drei Millionen Menschen geraucht.</p>
<p><strong>Cannabis als Medizin </strong></p>
<p>Cannabis dient nicht nur als Rauschmittel. Erstmals werden auch die Voraussetzungen für die Zulassungs- und Verschreibungsfähigkeit von cannabishaltigen Fertigarzneimitteln geschaffen. &#8220;Das ist ein bedeutender Schritt, weil Schwerkranken dadurch eine weitere Therapieoption zur Behandlung von Schmerzen eröffnet wird. Ich wünsche mir jetzt weitere Zulassungsanträge, denn viele Menschen warten auf diese Medizin&#8221;, sagt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans.<br />
Für die Befürworter von Hanf sei das nur ein halber Schritt in die richtige Richtung, so Eul. Denn ein Verbot treibe die Konsumenten nur in eine unnötige Illegalität. Derweil wird Cannabis umfangreich in Deutschland illegal angebaut, heißt es im Sucht- und Drogenbericht. Die meisten Plantagen wurden in Bayern registriert.</p>
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		<title>Reaktion auf Alkohol wird vererbt: Höhere Stimulierung bei Vorbelastung in der Familie</title>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 07:07:26 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Alkoholsucht eines nahen Angehörigen erhöht das Risiko, selbst an Alkoholproblemen zu leiden. Warum es diesen Zusammenhang gibt, haben schwedische Forscher nun genauer erforscht. Familiär Vorbelastete reagieren stärker auf Alkohol und empfinden dessen Effekte als positiver, berichten sie in der Fachzeitschrift &#8220;Alcohol: Clinical &#038; Experimental Research&#8221;&#8230; Weingläser: Vorbelastete müssen vorsichtig sein pte &#8211; Untersucht wurden Kinder eines Elternteils mit Typ I-Alkoholismus. Bei dieser Variante der Alkoholsucht nimmt man an, dass sie vor allem durch das Zusammenspiel genetischer Faktoren mit Umweltbedingungen wie die soziale Umgebung oder Ereignisse im Leben entsteht. Bei Typ II gibt es ein hohes genetisches Risiko für die Entwicklung einer Alkoholsucht, ohne dass die Umgebung eine sonderliche Rolle spielt. In der Studie verabreichten die Forscher ihren Probanden, die alle gesund waren und keine psychische Störungen oder eigene Suchtprobleme aufwiesen, in Säften geringe Mengen von Alkohol oder eines Placebos. Die Untersuchten berichteten von weitaus positiveren Effekten und höherer Stimulation durch den Alkohol, verglich man sie mit einer Kontrollgruppe von Menschen ohne Alkoholprobleme in der Familie. &#8220;Da familiär Vorbelastete den Alkohol deutlich positiver wahrnehmen, kann dies zu höhrerem Konsum und Suchtrisiko führen&#8221;, so die Studienleiterin Anna Söderpalm-Gordh von der Sahlgrenska Academy http://www.sahlgrenska.gu.se . Menschen mit Vorbelastung sollten daher selbst überprüfen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Alkoholsucht eines nahen Angehörigen erhöht das Risiko, selbst an Alkoholproblemen zu leiden. Warum es diesen Zusammenhang gibt, haben schwedische Forscher nun genauer erforscht. Familiär Vorbelastete reagieren stärker auf Alkohol und empfinden dessen Effekte als positiver, berichten sie in der Fachzeitschrift &#8220;Alcohol: Clinical &#038; Experimental Research&#8221;&#8230;<span id="more-3341"></span></p>
<p><strong>Weingläser: Vorbelastete müssen vorsichtig sein</strong></p>
<p>pte &#8211; Untersucht wurden Kinder eines Elternteils mit Typ I-Alkoholismus. Bei dieser Variante der Alkoholsucht nimmt man an, dass sie vor allem durch das Zusammenspiel genetischer Faktoren mit Umweltbedingungen wie die soziale Umgebung oder Ereignisse im Leben entsteht. Bei Typ II gibt es ein hohes genetisches Risiko für die Entwicklung einer Alkoholsucht, ohne dass die Umgebung eine sonderliche Rolle spielt. </p>
<p>In der Studie verabreichten die Forscher ihren Probanden, die alle gesund waren und keine psychische Störungen oder eigene Suchtprobleme aufwiesen, in Säften geringe Mengen von Alkohol oder eines Placebos. Die Untersuchten berichteten von weitaus positiveren Effekten und höherer Stimulation durch den Alkohol, verglich man sie mit einer Kontrollgruppe von Menschen ohne Alkoholprobleme in der Familie. </p>
<p>&#8220;Da familiär Vorbelastete den Alkohol deutlich positiver wahrnehmen, kann dies zu höhrerem Konsum und Suchtrisiko führen&#8221;, so die Studienleiterin Anna Söderpalm-Gordh von der Sahlgrenska Academy http://www.sahlgrenska.gu.se . Menschen mit Vorbelastung sollten daher selbst überprüfen, wie Alkohol auf sie wirkt. &#8220;Ist der Effekt positiver als bei den Freunden, sollte man lieber weniger als sie trinken&#8221;, rät die Forscherin. </p>
<p><strong>Wissen befähigt zum Ausstieg </strong></p>
<p>&#8220;Allein in Deutschland gibt es 2,65 Mio. Kinder mit einem alkoholkranken Elternteil&#8221;, erklärt die Diplompädagogin Anna Buning, Leiterin des Projekts &#8220;Kidkit&#8221; http://kidkit.de am Deutschen Institut für Sucht- und Präventionsforschung, gegenüber pressetext. &#8220;Da sich viele für die Sucht der Eltern schämen oder selbst beschuldigen, zielt unser Projekt vor allem auf Information, Austausch und Weitervermittlung für Kinder aus suchtbelasteten Familien ab. Wissen um die Sucht ist der erste Schritt, um aus dem Teufelskreis auszusteigen&#8221;, so Buning.</p>
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		<title>Interaktion: Viele Medikamente vertragen sich nicht mit Alkohol</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 14:44:19 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Leber]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Gläschen in Ehren kann niemand verwehren. Das stimmt leider nicht immer: Wer Arzneimittel einnimmt, sollte nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder Apotheker Alkohol trinken. Bei einigen Medikamenten können zum Teil schwerwiegende Wechselwirkungen auftreten, andere werden durch Alkohol nicht beeinflusst&#8230; Bayerische Landesapothekerkammer  und Bayerischer Apothekerverband e.V. „Die möglichen Wechselwirkungen (Interaktion) zwischen Arzneimitteln und Alkohol sind vielfältig&#8221;, so Apotheker Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern. Alkohol kann beispielsweise die Wirkung bzw. Nebenwirkung von Psychopharmaka wie Beruhigungsmittel oder Antidepressiva dramatisch steigern. Aber auch Arzneimittel für Diabetiker treten mit Alkohol in Wechselwirkung. „Diese Kombination ist für den Verbraucher nur schwer einschätzbar. Man sollte deshalb in der Apotheke immer gezielt nachfragen“, rät Apotheker Schmitt. Medikamente können zu einer Alkohol-Unverträglichkeit führen „Alkohol wird normalerweise in der Leber über die Zwischenstufe Acetaldehyd abgebaut. Einige Arzneimittel hemmen dessen weiteren Abbau. Die Folgen können Übelkeit, Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck und Herzklopfen sein&#8221;, warnt Schmitt. Patienten, die bestimmte Antibiotika oder Medikamente gegen Pilzinfektionen einnehmen, vertragen deshalb auch kleine Mengen Alkohol schlecht. „Auf der sicheren Seite sind Patienten, die während der Arzneimitteltherapie vollständig auf Alkohol verzichten. Aber in vielen Fällen sind geringe Mengen Alkohol ab und zu vertretbar. Wer auf sein Glas Bier oder Wein nicht verzichten möchte, sollte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Gläschen in Ehren kann niemand  verwehren. Das stimmt leider nicht immer: Wer Arzneimittel  einnimmt, sollte nur nach Rücksprache mit dem Arzt oder  Apotheker Alkohol trinken. Bei einigen Medikamenten können zum Teil schwerwiegende Wechselwirkungen auftreten, andere werden durch Alkohol nicht beeinflusst&#8230;<span id="more-3110"></span></p>
<p><em>Bayerische Landesapothekerkammer  und Bayerischer Apothekerverband e.V.</em></p>
<p>„Die möglichen Wechselwirkungen (Interaktion) zwischen Arzneimitteln und Alkohol sind vielfältig&#8221;, so Apotheker Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern. Alkohol kann beispielsweise die Wirkung bzw. Nebenwirkung von Psychopharmaka wie Beruhigungsmittel oder Antidepressiva dramatisch steigern. Aber auch Arzneimittel für Diabetiker treten mit Alkohol in Wechselwirkung. „Diese Kombination ist für den Verbraucher nur schwer einschätzbar. Man sollte deshalb in der Apotheke immer gezielt nachfragen“, rät Apotheker Schmitt.</p>
<p><strong>Medikamente können zu einer Alkohol-Unverträglichkeit führen</strong></p>
<p>„Alkohol wird normalerweise in der Leber über die Zwischenstufe Acetaldehyd abgebaut. Einige Arzneimittel hemmen dessen weiteren Abbau. Die Folgen können Übelkeit, Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck und Herzklopfen sein&#8221;, warnt Schmitt. Patienten, die bestimmte Antibiotika oder Medikamente gegen Pilzinfektionen einnehmen, vertragen deshalb auch kleine Mengen Alkohol schlecht. „Auf der sicheren Seite sind Patienten, die während der Arzneimitteltherapie vollständig auf Alkohol verzichten. Aber in vielen Fällen sind geringe Mengen Alkohol ab und zu vertretbar. Wer auf sein Glas Bier oder Wein nicht verzichten möchte, sollte den Apotheker nach möglichen Wechselwirkungen fragen. Das rate ich vor allem älteren Patienten&#8221;, so Dr. Schmitt.</p>
<p><strong>Alkohol als Wirkstoff</strong></p>
<p>Alkohol kann aber auch ein Wirkstoff sein, wie bei Desinfektionsmitteln oder durchblutungsfördernden Einreibungen. Häufiger wird er als Hilfsstoff verwendet, etwa als Lösungsmittel für pflanzliche Extrakte oder zur Konservierung. Über 18.000 Arzneimittel enthalten Alkohol. Mit alkoholischen Lösungen, wie zum Beispiel Hustentropfen, werden bei der richtigen Dosierung meist nur sehr geringe Mengen Alkohol aufgenommen. So entsprechen 40 Tropfen einer 50%-igen alkoholischen Lösung der Alkoholmenge, die in einem Glas Apfelsaft enthalten ist. „Wer wegen einer Lebererkrankung oder einer Alkoholkrankheit ganz auf Alkohol verzichten muss, sollte sich in der Apotheke zu alkoholfreien Alternativen beraten lassen. Das gilt auch für die Patienten, die regelmäßig größere Mengen von hochprozentigen Zubereitungen trinken“, so Dr. Schmitt.</p>
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		<title>Sadismus, Flagellantismus und Masochismus</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 09:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf keinem anderen Gebiet finden wir Erhabenstes und Gemeinstes, Über- und Untermenschliches so dicht beisammen und eng mitein­ander verknüpft, wie im Ge­schlechtsleben; da wo sich die feinsten und tiefsten Wurzeln unserer geistig-körperlichen Existenz grossenteils aus diesem Untergrunde entfalten. Der Mensch könnte nicht so tief, bis weit unter das Niveau der Tierheit herabsinken, wenn er nicht zuvor eine un­ermessliche Kulturhöhe im Kampfe mit der Natur und mit sich selbst eigenkräftig erstiegen hätte&#8230; (Zitat n. Albert Eulenburg) Erstes Kapitel: Sadismus, Flagellantismus und Masochismus Iwan Bloch Die Algolagnie oder Schmerzlüsternheit gehört, wenn man von ihren extremsten Äusserungen, wie dem Lust- ­oder Selbstmord aus Wollust, absieht, sicherlich zu den am meisten verbreiteten geschlechtlichen Verirrungen, ja findet sich in ihren leichtesten Formen fast bei jedem Menschen. Eine erfahrene Frau teilte Havelock Ellis mit, dass sie nur einen einzigen Mann kennengelernt habe, der keine sadistischen Gelüste gehabt habe. Umgekehrt gibt es wenig Frauen, in deren Sexualität nicht irgend­welche algolagnistischen Erscheinungen nachweisbar wären. Das ist natürlich, da wie keine andere sexuelle Aberration gerade die Algolagnie die tiefsten biologi­schen Wurzeln hat. Ihr Kern, die Lust am fremden oder eigenen Schmerz (hier Schmerz im weitesten Sinne phy­sisch und seelisch genommen), ist ein elementares Phä­nomen der Liebesbetätigung. „Liebe ist ihrer Natur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf keinem anderen Gebiet finden wir Erhabenstes und Gemeinstes, Über- und Untermenschliches so dicht beisammen und eng mitein­ander verknüpft, wie im Ge­schlechtsleben; da wo sich die feinsten und tiefsten Wurzeln unserer geistig-körperlichen Existenz grossenteils aus diesem Untergrunde entfalten. Der Mensch könnte nicht so tief, bis weit unter das Niveau der Tierheit herabsinken, wenn er nicht zuvor eine un­ermessliche Kulturhöhe im Kampfe mit der Natur und mit sich selbst eigenkräftig erstiegen hätte&#8230;<span id="more-2680"></span></p>
<p><em>(Zitat n. Albert Eulenburg)</em></p>
<p><strong>Erstes Kapitel: Sadismus, Flagellantismus und Masochismus</strong></p>
<p><em>Iwan Bloch</em></p>
<p>Die Algolagnie oder Schmerzlüsternheit gehört, wenn man von ihren extremsten Äusserungen, wie dem Lust- ­oder Selbstmord aus Wollust, absieht, sicherlich zu den am meisten verbreiteten geschlechtlichen Verirrungen, ja findet sich in ihren leichtesten Formen fast bei jedem Menschen. Eine erfahrene Frau teilte Havelock Ellis mit, dass sie nur einen einzigen Mann kennengelernt habe, der keine sadistischen Gelüste gehabt habe. Umgekehrt gibt es wenig Frauen, in deren Sexualität nicht irgend­welche algolagnistischen Erscheinungen nachweisbar wären. Das ist natürlich, da wie keine andere sexuelle Aberration gerade die Algolagnie die tiefsten biologi­schen Wurzeln hat. Ihr Kern, die Lust am fremden oder eigenen Schmerz (hier Schmerz im weitesten Sinne phy­sisch und seelisch genommen), ist ein elementares Phä­nomen der Liebesbetätigung. „Liebe ist ihrer Natur nach Schmerz&#8221;, heisst es schon im „Divan&#8221; des persischen Dichters Rümi.</p>
<p>Dass es sich hier um eine anthropologi­sche und in weiten Grenzen normale Erscheinung han­delt, ist sicher. Die Algolagnie spielt die grösste Rolle im individuellen Leben des einzelnen Menschen und im Kulturleben der ganzen Menschheit. Sie lässt uns in die verborgensten Tiefen der Menschenseele schauen und bietet uns das merkwürdige Phänomen der Verknüp­fung uralter primitiv-tierischer Instinkte mit der höchsten Geistigkeit dar. Sie erniedrigt und vertieft die Liebe und berührt die geheimsten Seiten unseres Wesens.</p>
<blockquote><p>Der Schmerz beseelt<br />
Und er entfesselt nied&#8217;re Triebe,<br />
Die sonst dem Menschenherz gefehlt&#8230;</p>
<p>Der Schmerz betäubt — er kann beglücken,<br />
Im Schmerz liegt ein geheimes Fleh&#8217;n;<br />
Er lässt mit feurigem Berücken</p></blockquote>
<p>Ein frevelhaftes Bild ersteh&#8217;n, singt Josef Lauff in seiner „Geisslerin&#8221;. Gibt es eine Lust ohne Schmerz, gibt es Liebe ohne Leid? Wer die Kultur­geschichte kennt, wird diese Frage verneinen. Der Schmerz ist ein Kulturfaktor ersten Ranges, er ist die Vorbedingung und Begleiterscheinung der Lust, der Lebensbejahung. Das ist der grosse Gedanke der Nietzsche&#8217;schen Philosophie. Der Schmerz der Liebe ist nur ein Spezialfall des grossen, unermesslichen Weltschmerzes und der Weltlust, die in den grandiosen Schilderungen eines Schopenhauer uns so tief ergreifen, und von jeher der erhabenste Gegenstand für die Betrachtungen von Philosophen und Kulturforschern gewesen sind.</p>
<p>Dass Liebeslust und Liebesschmerz, die schöpferische Kraft und die Zerstörung, ja, dass Liebe und Tod, die schon Leopardi in einem wunderbaren Gedicht als Zwil­lingsbrüder besang, nur durch einen „dünnen Schleier&#8221; (H. Ellis) geschieden sind, das hat zuerst in seinen be­rüchtigten Werken der furchtbare Marquis de Sade aus­gesprochen, dessen Bücher nur eine einzige Paraphrase des Satzes von dem Zusammenhange zwischen Schmerz und Wollust sind, und zwar besteht nach de Sade dieser Zusammenhang nicht bloss in der aktiven Algolagnie, d. h. der Schmerzzufügung, der Wollust der Grausam­keit, dem sogenannten „Sadismus&#8221;, sondern ebensosehr in der passiven Algolagnie, dem Schmerzerleiden, der Wollust des Gequältwerdens, oder dem nach dem Schriftsteller Sacher-Masoch so genannten „Masochis­mus&#8221;. De Sade, der der erste konsequente Vertreter der anthropologisch-ethnologischen Theorie der Psychopathia sexualis war, hat schon fast alle Tatsachen über die biologischen Wurzeln der Schmerzlüsternheit und über die algolagnistischen Erscheinungen in der Ethnologie und Kulturgeschichte gesammelt.</p>
<p>Die Grundlage für das Verständnis der aktiven und passiven Algolagnie bildet die Tatsache, dass es sich hier zunächst nur um eine rein biologische Erscheinung han­delt, die in jeder normalen Liebe hervortritt.<br />
Der Ge­schlechtsakt zeigt uns Schmerz und Lust in einer unlös­lichen Verknüpfung. Die Liebesumarmung ist ein „süsser Schmerz&#8221;, eine wehe Lust.</p>
<blockquote><p>Sage mir, geliebtes Mädchen, sage mir den wirren Zauber, der dein Wesen jäh verfärbet, wenn dich Amors Pfeil berührt? Wie sich deine Züge hellen, trunken deine Augen lachen, deine Lippen Küsse lechzen, deine Schönheit warm erglühet und erblüht zum siebenten Gesicht? Und vor allem sag mir, Holde, welchen Sphären jene Töne, jene Weisen wohl ent­stammen, wenn du dich dem Liebsten gibst? -schmerzerfüllte Sphärenklänge, die wie Singen wilder Schwäne mich durchschauern und befrei&#8217;n?</p>
<p>Ach, Geliebter, kann ich wissen &#8211; kann ich wissen, wenn ich fühle &#8211; fühle höchster Lüste, tiefste, ach so grausam süsse Schmerzen? Eins nur weiss ich, dass ich sterbe, wenn du liebend mich vernichtest, sterbe, um erneut zu leben — hundert heisse Tode sterbe, und dass meine Seele singet lebensschwangre Todesweisen.<br />
(G. Hirth, Wege zur Liebe).</p></blockquote>
<p>Die Natur des Wollustgefühles ist noch ziemlich dunkel, dass aber als Begleiterscheinung, wahrscheinlich sogar als ein Teil desselben schmerzhafte Empfindungen auftreten, ist sicher. Deutlicher spiegelt sich der Schmerz (aktiver und passiver) in der Liebesumarmung selbst, in Erscheinungen wie wildes Anpressen, heftige Zuckungen, Zähneknirschen, Schreien und Beissen, sowohl von seiten des Mannes als auch des Weibes.<br />
Schon Lucretius (De rerum natura, Buch IV, Vers 1054 bis 1061) hat diese normalen sadistischen und masochistischen Begleiterscheinungen des Koitus anschaulich ge­schildert. Dabei ist der Sadismus zwar vorwiegend, aber keineswegs ausschliesslich auf seiten des Mannes und umgekehrt der Masochismus nicht ausschliesslich auf seiten des Weibes. Die sadistischen „Liebesbisse&#8221; z. B. gehen sogar häufiger vom Weibe aus, besonders bei den Naturvölkern, bei den slawischen Völkern liebt der Mann mehr den „Bisskuss&#8221; während des Aktes.</p>
<blockquote><p>Es brausen mir wie Wirbelwind Im Busen namenlose Triebe: Ich möchte dich beissen, einzig Kind, Du süsse Frucht, vor Lust und Liebe singt Karl Beck in seinen „Stillen Liedern&#8221;.</p></blockquote>
<p>Wie nahe diese Phänomene mit der Vorstellung von Blut und Grausamkeit zusammenhängen, die durch die Rötung und den Blutzufluss während der geschlechtlichen Aufregung begünstigt wird, habe ich bereits in meinen „Beiträgen zur Aetiologie der Psychopathia sexualis&#8221; (II, 39—41) ausführlicher begründet. Damit hängt auch die sexuell erregende Wirkung der roten Farbe zu­sammen.</p>
<p>Es kommt bei diesen algolagnistischen Äusserungen, solange sie innerhalb der physiologischen Grenzen blei­ben, weniger der wirkliche physische Schmerz, die wirk­liche Zufügung oder Erduldung einer Grausamkeit in Betracht als die Vorstellung davon, als der seelische Schmerz, ja oft wird wirklicher Schmerz nicht als solcher, sondern nur durch die Vorstellung lustvoll empfunden. Besonders Eulenburg hat auf diese seelische Vertiefung der Algolagnie mit Recht hingewiesen. Seelenschmer­zen und Tränen geben der Liebe eine wundersame Tiefe, steigern die Leidenschaft, wie schon Goethe in seiner „Stella&#8221; das geschildert hat. Die Liebe bedarf der Unlust, um als Liebe empfunden zu werden. Warum? Weil die Unlust auch etwas Neues ist, ein Kontrast zu der Lust, deren Ewigkeit unerträglich wäre. Sehr fein heisst es in den zwar apokryphen, aber darum psychologisch nicht minder interessanten Briefen der Ninon de Lenclos:</p>
<blockquote><p>„Die Abwechslung in dem seelischen Zustand ist also wesentlich für das Glück der beiden Liebenden. Und was könnte besser als ein Getrenntsein diesen Vorteil verschaffen? Haben Sie niemals die Süssigkeit eines zärtlichen Abschieds empfunden? Die Unruhe, das Bedauern, die Tränen, die ihn begleiten, sind sie nicht etwas Kostbares für eine zarte, sensible Seele? Gewöhnliche Liebende betrachten die Trennung auf wenige Tage als ein Übel. Betrachten sie aber die Natur ihres angeblichen Schmerzes ein wenig ge nauer, so werden sie bald bemerken, dass er, anstatt einen unangenehmen Eindruck auf die Seele zu ma­chen, im Gegenteil, eine entzückende Wollust darin erweckt. Dieser Schmerz enthält einen entzückenden Reiz, und er beweist uns, dass, wie sehr auch das Herz in Mitleidenschaft gezogen wird, es immer in einer angenehmen Verfassung sich befindet, sobald es seine Empfindsamkeit ausüben kann.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ähnlich bemerkt G. H. Schneider, dass sich in allen Liebesverhältnissen das Bedürfnis zeigt, den „Kontrast zwischen Liebesleid und Liebeswonne durch Missstim­mungen, durch vorübergehendes, gegenseitiges Quälen, durch momentane neckische Erregung der Eifersucht seitens des Weibes oder durch scherzhafte oder ernste Drohungen zum Bewusstsein zu bringen, und dieses Be­dürfnis wird schon instinktiv immer vom Menschen be­friedigt, weil er instinktiv fühlt, dass sonst die Liebe verschwindet oder verschwinden wird&#8221;. Er erklärt diese Notwendigkeit des Bedürfnisses nach Schmerz und Leid in der Liebe aus einer gewissen Abnutzung und Ermü­dung der betreffenden Nervenzentren, die zeitweilige Ruhe verlangen, und aus dem schon bei den mensch­lichen Vorfahren und den Tieren bestehenden abwech­selnden Auftreten ganz entgegengesetzter Gefühle wie Liebe und Hass, so dass auch die Erregung der die Ge­fühle der Unlust vermittelnden Zentren ein notwendiges Bedürfnis sei.</p>
<p>Nichts lässt sich in der Tat schwerer ertragen als eine Reihe von schönen Tagen, auch nicht in der Liebe. Wes­halb werden gerade die besten, unveränderlich zärt­lichen Ehemänner oder Ehefrauen so häufig betrogen?  Gewiss, weil sie oft versäumen, in die Süssigkeit der Liebe auch einmal ein wenig Bitterkeit zu mischen und den anderen Teil ab und zu die „Wonne des Leids&#8221; kosten zu lassen.</p>
<blockquote><p>Frau Venus, meine schöne Frau,<br />
Von süssem Wein und Küssen<br />
Ist meine Seele worden krank,<br />
Ich schmachte nach Bitternissen.<br />
<em>Heinrich Heine</em></p></blockquote>
<p>Der seelische Schmerz als allgemein soziologische und literarisch-philosophische Erscheinung offenbart sich im Weltschmerz und Pessimismus. Beide Empfindungswei­sen bergen hohe Lustgefühle in sich. Schopenhauer, der es doch wohl wusste, bemerkt (Werke ed. Grisebach, I, 508), dass die Erkenntnis der Leiden des Daseins, der Gram, der sich über das Ganze des Lebens verbreitet, von einer heimlichen Freude begleitet wird, welche von dem „melancholischesten&#8221; aller Völker „the joy of grief&#8221; genannt worden sei. Vortrefflich hat auch Kuno Fischer in seiner Darstellung der Schopenhauerschen Philosophie den Genuss hervorgehoben und geschildert, der in der pessimistischen Empfindungsweise liegt, und O. Zimmermann hat ein interessantes kulturpsychologi­sches Werk über die „Wonne des Leids&#8221; geschrieben.</p>
<p>Bildet die Lust am eigenen oder fremden Schmerz den Kern aller algolagnistischen Erscheinungen, so kommt der Grausamkeit als Vermittlerin dieser Schmerz­lüsternheit nur eine sekundäre Rolle zu. Der tief einge­wurzelte, schon in der Kindheit auftretende Instinkt zur Grausamkeit hängt biologisch mit der Schmerzempfin­dung zusammen. Man hat verschiedene Theorien der Grausamkeit aufgestellt. So verursacht sie nach Scho­penhauer fremde Schmerzen, um die eigene Qual zu lin­dern, wäre also nur eine Art Heilmittel eigener Schmer­zen. Einleuchtender ist die Erklärung des englischen Psychologen Bain, der die Grausamkeit aus dem Macht­bewusstsein und dem Machtgenuss ableitet, aus der Wonne, durch sie über das gepeinigte Individuum zu herrschen. Nietzsche ist der berühmteste Apostel dieser Machterweiterung, dieses Machtgenusses im „Über­menschentum&#8221; und durch die „Herrenmoral&#8221;. Er feiert förmlich die Grausamkeit als ein Förderungsmittel aller höheren Kultur.</p>
<p>„Fast alles&#8221;, sagt er, „was wir „höhere Kultur&#8221; nennen, beruht auf der Vergeistigung und Vertiefung der Grausamkeit&#8230; Was die schmerzliche Wollust der Komödie ausmacht, ist Grausamkeit; was im sogenannten tragischen Mitleiden, im Grunde sogar in allem Erhabenen bis hinauf zu den höchsten und zar­testen Schaudern der Metaphysik, angenehm wirkt, bekommt seine Süssigkeit allein von der eingemisch­ten Ingredienz der Grausamkeit. Was der Römer in der Arena, der Christ in den Entzückungen des Kreu­zes, der Spanier angesichts von Scheiterhaufen oder Stierkämpfen, der Japaner von heute, der sich zur Tragödie drängt, der Pariser Vorstadtarbeiter, der ein Heimweh nach blutigen Revolutionen hat, die Wag­nerianerin, welche mit ausgehängtem Willen Tristan und Isolde über sich „ergehen lässt&#8221; —, was diese alle geniessen und mit geheimnisvoller Brunst in sich hin­einzutrinken trachten, das sind die Würztränke der grossen Circe „Grausamkeit&#8221;.</p>
<p>„Man muss aber&#8221;, fährt er sehr richtig fort, „die tölpelhafte Psychologie von ehedem davonjagen, welche von der Grausamkeit nur zu lehren wusste, dass sie beim Anblicke fremden Leids entstände! Es gibt einen reichlichen, überreichlichen Genuss auch am eigenen Leiden, am eignen Sich-leiden-Machen, und wo nur der Mensch zur Selbstverleugnung im religi­ösen Sinne oder zur Selbstverstümmelung, wie bei Phöniziern und Asketen, oder überhaupt zur Ent-sinnlichung, Entfleischung, Zerknirschung, zum puri­tanischen Bußkrampfe, zur Gewissensvivisektion und zum Pascalischen sacrifizio dell&#8217; intelletto sich über­reden lässt, da wird er heimlich durch seine Grausam­keit gelockt und vorwärts gedrängt, durch jene ge­fährlichen Schauder der gegen sich selbst gewendeten Grausamkeit&#8221;.</p>
<p>Mit wenigen genialen Strichen hat hier Nietzsche die hauptsächlichsten algolagnistischen Kulturphänomene gezeichnet. Die Ethnologie und die Weltgeschichte lie­fern uns in gleichem Masse zahlreiche interessante Belege für den primitiven Hang der Menschennatur zu sadisti­schen und masochistischen Äusserungen. Man muss diese über die ganze Welt verbreiteten, in den verschieden­artigsten Formen zutage tretenden Phänomene der akti­ven und passiven Algolagnie kennen, um viele Vor­kommnisse der Gegenwart zu verstehen. In meinen „Beiträgen zur Aetiologie der Psychopathia sexualis&#8221; (Bd. II, S. 43—75; S. 95—96; S. 109—113; S. 120—157; S. 228—240) habe ich diese anthropologischen und ethnologischen Daten über die allzeitliche und allörtliche Verbreitung der Algolagnie ausführlich mitgeteilt und auf das hierfür besonders beweiskräftige Auftreten von Sadismus und Masochismus als Massenerscheinung hingewiesen: bei Kriegszügen, Gladiatorenkämpfen, Menschenjagden, Tierhetzen, Stiergefechten, theatrali­schen Sensationsstücken, bei öffentlichen Hinrichtun­gen, in der Inquisition und den Hexenprozessen, in der noch heute in Nordamerika üblichen Lynchjustiz, in dem Benehmen der Volksmassen bei der früher gebräuch­lichen Strafe des Prangerstehens, besonders auch bei Revolutionen, wofür wieder aus Russland die furcht­barsten Beispiele vorliegen (vgl. auch den Anhang), in der uralten Sitte der „Raubehe&#8221;, im Kannibalismus, dem Vampyr- und Werwolfsglauben, der Sklaverei, dem Flagellantismus und den Geisslerfahrten des Mittel­alters, dem schrecklichen „Satanismus&#8221; derselben Zeit­epoche, der Gynäkokratie oder Weiberherrschaft, dem Frauendienst der Minnezeit, dem italienischen Cicisbeat und der slawischen Geschlechtssklaverei der Männer, der Askese und dem Märtyrertum, der ethnologischen Ver­breitung der scatologischen, kopro- und urolagnistischen Gebräuche usw. usw. Es genügen diese Tatsachen, um den Beweis zu erbringen, dass zu allen Zeiten und bei allen Völkern Sadismus und Masochismus in allen auch heute noch beobachteten Formen weit verbreitet waren und aus gewissen tief eingewurzelten Instinkten der Volksseele hervorgehen, deren Existenz auch heute noch überall zutage tritt.+</p>
<p>So z. B. nahm das grosse Automobil-Rennen um den Vanderbilt-Pokal, das Anfang Oktober 1906 auf Long Island stattfand, einen Verlauf, der mit seinen Begleitumständen an die scheusslichen Vorgänge bei den alten Gladiatorenspielen erinnerte. Drei Männer kamen während des Rennens auf der Stelle ums Le­ben, eine Frau und ein Knabe wurden so schwer ver­letzt, dass sie im Sterben liegen, und 20—30 Personen erlitten Gliederbrüche und andere Verletzungen. An 500 000 Menschen waren aus allen Gebieten der Ver­einigten Staaten zum Rennen zusammengeströmt. Schon vor Beginn der Fahrt war die ungeheure Menge in hysterischer Erregung. Der Automobilklub hatte sorgfältige Vorbereitungen zur Sicherung der Renn­strecke getroffen und sie auf beiden Seiten durch ein acht Fuss hohes Drahtnetz abgesperrt. Diese Schutz­wand wurde indes von der Menge niedergerissen, die sich gerade an den Stellen am weitesten nach vorwärts drängte, wo die mächtigen Rennwagen mit höchster Geschwindigkeit vorbeirasen sollten. Trotz aller Mahnungen der Polizei traten die Sensationslustigen erst zurück, als die entsetzten Fahrer mit ihren Wagen unmittelbar vor ihnen auftauchten. An einer Wen­dung des Weges hatte sich eine an tausend Personen zählende Zuschauerschar aus den besten Kreisen New Yorks versammelt. Jedesmal, wenn an dieser gefähr­lichen Stelle einer der Rennwagen verunglückte, stürmten diese Leute vorwärts, um alles aus nächster Nähe zu sehen. Die Frauen kreischten und fielen vor Erregung in Ohnmacht, und die Polizei musste rück­sichtslos mit ihren Knüppeln dreinschlagen, um Raum für die nachfolgenden Wagen zu schaffen und unab­sehbares Unglück zu verhüten. Die Menschen waren wie wahnsinnig vor Sucht, Blut zu sehen; eine Dame, die mit der Menge vorwärtsstürmte, als ein Wagen sich überschlagen hatte, machte ihrer Enttäuschung durch den Ruf Luft: „Ach, keiner tot!&#8221;</p>
<p>Der Petersburger Berichterstatter der „Täglichen Rundschau&#8221; (No. 65 vom 17. März 1906) berichtet in einem Aufsatz „Russland, wie es ist&#8221; über die russi­schen  Strafexpeditionen gegen die Revolutionäre: „Den politischen Zweck ihrer Mission&#8217; haben sie schon längst vergessen: sie morden und sengen aus angeborener Mordlust, aus Rassenblutgier, aus einer bereits deutlich wahrnehmbaren, krankhaften Per­versität. Die Erschiessung von Knaben, die Durchpeit­schung von Frauen — von schlimmeren, hier nicht wiederzugebenden Bestrafungen&#8217; ganz abgesehen —, die in Gegenwart oder gar unter tätiger Beihilfe der grösseren und kleineren Saträplein vor sich gegangen ist, und über die ich ein recht beträchtliches Material gesammelt habe, bringt mich, den ehemaligen Krimi­nalpsychologen, auf ganz merkwürdige Gedanken.&#8221;</p>
<p>In diesen Fällen ist wohl die Hauptursache der grau­sam-wollüstigen Handlungen die lebhafte emotionelle Erschütterung, die heftige Erregung, die ihrerseits wie­der die Geschlechtslust steigert. Schon de Sade wusste, dass Erregung durch starke Affekte auch die sexuellen Vorgänge mächtig beeinflusst, steigert, verändert und abnorm gestaltet. „Alle Sensationen verstärken sich ge­genseitig.&#8221;<br />
Zorn, Furcht, Wut, Hass, Grausamkeit ver­grössern die Sexualspannung und demgemäss auch die Lust ihrer Entladung. Bouillier wies darauf hin, dass es häufig nicht die Lust an Blut und Leiden an sich ist, son­dern nur diese Steigerung der Emotion, die die sexuelle Grausamkeit hervorruft, oft bei Menschen, die im sonstigen Leben sehr sanfte und mitleidsvolle Naturen sind. Ebenso erklärt Horwicz den Genuss des Marterns ledig­lich aus den starken sinnlichen Reizen dabei.</p>
<p>Helvetius, Bain, Lully, James, Herbert Spencer, Stein­metz und viele andere Psychologen und Anthropologen suchen diese innige Verknüpfung der Affekte, speziell der Grausamkeit mit der Sexualität evolutionistisch zu erklären, da zur Befriedigung der geschlechtlichen Be­dürfnisse der einzelnen stets ein Liebeskampf, ein Op­fern vieler Mitbewerber um die Gunst des geliebten Wesens notwendig war, wodurch eine Assoziation zwi­schen Blutvergiessen und sexuellem Genüsse entstand, und die Kampfeswut, wie Marro sehr richtig hervorhebt, durch eine Art von Übertragung von dem Rivalen sich plötzlich gegen das Weib richten kann und nun sadisti­schen Charakter annimmt. Deutliche Spuren dieses Zu­sammenhanges lassen sich noch in gewissen, bei vielen Völkern zu beobachtenden Volksgebräuchen nachwei­sen, z. B. wenn in Neu-Kaledonien das Mädchen von ihrem Liebhaber im Busche verfolgt und nach geschehe­ner Überwältigung und Begattung „zerschunden, zer­schlagen und zerkratzt, mit Bisswunden an Schultern und Nacken bedeckt, zurückkehrt&#8221;.</p>
<p>Ich halte die emotionelle Theorie der Grausamkeit für die beste, weil sie für alle Tatsachen die zwangloseste Erklärung liefert und vor allem auch die so häufig beob­achtete Grausamkeit des Weibes erklärt, das als leichter erregbares Wesen auch höhere, raffiniertere Grade von Grausamkeit zeigt als der durch die Affekte nicht so leicht aus dem Gleichgewicht zu bringende Mann. Schon Montaigne machte die feine Beobachtung, dass die Grausamkeit meist von einer „mollesse feminine&#8221; begleitet sei, ebenso bemerkt Havelock Ellis, dass die äussersten, raffiniertesten Grade von Sadismus häufiger mit einer gewissen weiblichen Organisation zusammenfallen.</p>
<p>Man könnte die Grausamkeit des Weibes und ent­nervter, weibischer Wollüstlinge auch aus der Furcht und Feigheit erklären, aus dem erniedrigenden Bewusstsein der Schwäche des eigenen Wesens, das durch Grausam­keit gleichsam Rache nimmt an der Stärke der anderen und vorübergehend durch den damit verbundenen Machtrausch in der blossen Idee der Superiorität schwelgt. So erklärt sich gewiss die furchtbare Grausam­keit der blasierten Wüstlinge, wie sie de Sade in seinen Romanen schildert. Typen dieser Art waren Tiberius, Caligula, Nero, Domitianus, Heliogabal, Cesare Borgia, von Weibern Katharina von Medici und jene „zarten Kreolinnen, die, wenn sie eben der wollüstigsten Ge­nüsse sich erfreut haben, die unglücklichen Neger unter ihren Augen mit Peitschenhieben zerfleischen lassen&#8221;.</p>
<p>Ausserdem verlangt die Abstumpfung der Sinne, wie sie nach langen gewohnheitsmässigen Ausschweifungen eintritt, die stärkeren Reizmittel der Grausamkeit. Wie beim Wüstling, so schafft diese Abstumpfung auch bei der Prostituierten eine Prädisposition für Sadismus. Viele Prostituierte und Masseusen werden ebensosehr aus Neigung wie aus Gewohnheit (durch den Verkehr mit der masochistischen Klientel) Sadistinnen und fin­den einen sexuellen Genuss darin, die Männer zu peini­gen, sie verkörpern Ideale von „Herrinnen&#8221;.</p>
<p>Bei Europäern ruft das heisse Klima eine besondere Art wollüstiger Grausamkeit hervor, den sogenannten „Tropenkoller&#8221;. Seine Psychologie ist eine komplizierte. Es vereinigen sich verschiedene begünstigende Umstän­de, um den Tropenkoller zum Ausbruch zu bringen. Zu­nächst tritt er fast ausschliesslich bei Europäern auf, die in amtlichen Stellungen mit einer grossen Machtbefugnis ausgestattet, wie sie ihnen in der Heimat nicht einge­räumt war, in die Tropen kommen, meist in Gegenden wo alle Schranken der konventionellen Moral und der landläufigen  gesellschaftlichen  Beziehungen beseitigt sind, und der zivilisierte Mensch ganz seinen inneren Trieben folgen kann, auch sich einer „inferioren&#8221; Rasse gegenüber befindet, die er als halb- oder ganztierische Wesen ansieht und behandelt. Der Einfluss des Klimas ist ebenfalls von grosser Bedeutung, sei es, dass, wie Hans v. Becker annimmt, durch die enorme Hitze Stoff­wechselstörungen hervorgerufen werden und diese dann durch Bildung von Toxinen das Zentralnervensystem und die Psyche schädigen und die „tropical moral insanity&#8221; herbeiführen, eine krankhafte Impulsivität ver­bunden mit völliger Entwertung ethisch-moralischer Grundsätze, sei es, dass die abnorm hohe Temperatur nach Ansicht des Tropenhygienikers Plehn nur bei chronischen Alkoholisten akute Ausbrüche in Form des „Tropenkollers&#8221; hervorruft. Jedenfalls charakterisiert dieser letztere sich besonders häufig durch exquisit sadistische Handlungen, wie die Kolonialstatistiker vieler Länder beweisen. Im Zusammenhang hiermit bedarf es keiner weiteren Begründung, wie sehr die Institute der Sklaverei und Leibeigenschaft von jeher sadistische Instinkte erzeugt und gefördert haben, überhaupt alle Verhältnisse, wo einzelne das unbeschränkte Verfügungsrecht über Leib und Leben ihrer Mitmenschen hatten&#8230;</p>
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		<title>Olivenöl schützt die Leber: Antioxidative Wirkung bei Vergiftungen</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Oct 2010 09:26:04 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wer häufig Olivenöl zu sich nimmt, schützt damit seine Leber vor Vergiftungen. Das behaupten zumindest tunesische Forscher. &#8220;Natives Olivenöl extra und seine Extrakte haben viele gesundheitlichen Vorteile. Wir konnten nun zeigen, dass dazu auch der Schutz des Lebergewebes vor oxidativem Schaden gehört&#8221;, berichtet Studienleiter Mohamed Hammami von der Universität Monastir&#8230; Olivenöl: Seine Inhaltsstoffe kommen auch der Leber zugute pte &#8211; um.rnu.tn &#8211; nutritionandmetabolism.com &#8211; Die Hinweise stammen bislang erst aus dem Tierversuch. Die Forscher verabreichten Ratten über längere Zeit entweder kaltgepresstes Olivenöl, Extrakte von dessen wasser- oder fettlösenden Teilen oder jedoch kein Olivenöl und setzten sie einem gängigen Herbizid (2,4-D)aus. Alle Tiere erlitten in Folge Leberschäden. Allerdings waren sie bei denen, die sich zuvor von Olivenöl oder dessen wasserlöslichen Teilen ernährt hatten, weniger stark ausgeprägt, und die antioxidative Aktivität war höher. &#8220;Scheinbar schützt also der wasserlösliche Teil des Olivenöls das Lebergewebe bei oxidativem Stress durch Toxine. Zur Klärung der genauen Wirkung braucht es jedoch noch weitere Untersuchungen&#8221;, gibt Hammami zu bedenken. Kein bekanntes Leberheilmittel Olivenöl ist kein etabliertes Lebensmittel bei Lebererkrankungen, betont Holger Hoffmann von der Deutschen Leberhilfe http://www.leberhilfe.org im pressetext-Interview. &#8220;Für eine funktionierende Leber ist gesunde und vielseitige Ernährung wichtig, wozu auch Olivenöl zählen kann&#8221;, so der Experte. Zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer häufig Olivenöl zu sich nimmt, schützt damit seine Leber vor Vergiftungen. Das behaupten zumindest tunesische Forscher. &#8220;Natives Olivenöl extra und seine Extrakte haben viele gesundheitlichen Vorteile. Wir konnten nun zeigen, dass dazu auch der Schutz des Lebergewebes vor oxidativem Schaden gehört&#8221;, berichtet Studienleiter Mohamed Hammami von der Universität Monastir&#8230;<span id="more-2564"></span></p>
<p><strong>Olivenöl: Seine Inhaltsstoffe kommen auch der Leber zugute</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; <a href="http://www.um.rnu.tn">um.rnu.tn</a> &#8211; <a href="http://www.nutritionandmetabolism.com/content/7/1/80">nutritionandmetabolism.com</a> &#8211; Die Hinweise stammen bislang erst aus dem Tierversuch. Die Forscher verabreichten Ratten über längere Zeit entweder kaltgepresstes Olivenöl, Extrakte von dessen wasser- oder fettlösenden Teilen oder jedoch kein Olivenöl und setzten sie einem gängigen Herbizid (2,4-D)aus. Alle Tiere erlitten in Folge Leberschäden. Allerdings waren sie bei denen, die sich zuvor von Olivenöl oder dessen wasserlöslichen Teilen ernährt hatten, weniger stark ausgeprägt, und die antioxidative Aktivität war höher. &#8220;Scheinbar schützt also der wasserlösliche Teil des Olivenöls das Lebergewebe bei oxidativem Stress durch Toxine. Zur Klärung der genauen Wirkung braucht es jedoch noch weitere Untersuchungen&#8221;, gibt Hammami zu bedenken.</p>
<p><strong>Kein bekanntes Leberheilmittel</strong></p>
<p>Olivenöl ist kein etabliertes Lebensmittel bei Lebererkrankungen, betont Holger Hoffmann von der Deutschen Leberhilfe http://www.leberhilfe.org im pressetext-Interview. &#8220;Für eine funktionierende Leber ist gesunde und vielseitige Ernährung wichtig, wozu auch Olivenöl zählen kann&#8221;, so der Experte. Zu Entgiftungskuren, die Gallensteine mit Olivenöl, Salz und Grapefruit austreiben wollen, gibt es keine wissenschaftliche Grundlage. &#8220;Studien zeigen, dass die grünlichen Ausscheidungen keine Gallensteine sind, wie oft vermutet wird. Wer es dennoch versucht, sollte zuvor Rücksprache mit dem Arzt halten.&#8221;</p>
<p>Vergiftungen der Leber gehen in über 30 Prozent der Fälle auf Alkohol zurück, jedoch auch Nikotin, Drogen oder unsachgemäße Medikamenteneinnahme können die größte Drüse des Körpers schädigen. In Diskussion für schützende Wirkung sind derzeit Antioxidantien, Vitamin D, Spurenelemente wie Zink und Selen oder auch der in der Mariendistel enthaltene Wirkstoff Silymarin. &#8220;Letzterer scheint zumindest bei toxischen Vergiftungen wie etwa des Knollenblätterpilzes zu wirken&#8221;, erklärt Hoffmann.</p>
<p>&#8220;<a href="http://www.nutritionandmetabolism.com/content/7/1/80">Nutrition and Metabolism</a>&#8221; &#8211; Open Access-Journal von BioMed Central</p>
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