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	<title>Pharmacon Net &#187; Demenz</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
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		<title>Zu starke Gefühle: Neuronendichte bei Autisten, Schizophrenen und Selbstmördern höher</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 15:52:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Deutsche Wissenschaftler des Universitätsklinikums Bochum erforschen, ob es einen Zusammenhang zwischen einem Nervenzelltypen und sehr starken Emotionen gibt, die letztlich sogar zu Selbstmord führen können. Im Fokus der Forscher steht der anteriorer cingulärer Cortex (ACC), der dem limbischen System zugerechnet wird&#8230; pte &#8211; Der ACC ist eine wichtige Schnittstelle bei der Verarbeitung komplexer Emotionen wie Scham, Schuld oder Unfairness. Empathiefähigkeit und die Verarbeitung körperlicher und seelischer Schmerzen sind auch in diesem Teil des Gehirns angesiedelt. &#8220;Man sollte keinesfalls von Nervenzellen auf ein bestimmtes Verhalten zurückschließen&#8221;, sagt Martin Brüne, Leiter der Forschungsabteilung für Kognitive Neuropsychiatrie und psychiatrische Präventivmedizin, im Gespräch mit pressetext. Dennoch finden die Forscher bei Menschen, die durch Suizid gestorben sind, eine höhere Dichte an dem Economo Neuron im Gehirn. Dieser Befund könnte beweisen, dass der Nervenzellentyp Economo Neurone in der Verarbeitung von Emotionen eine wichtige Rolle spielt. Die Fähigkeit zur Wahrnehmung komplexer Gefühle wie Scham, Schuld, Fairness und Empathie für Andere ist zweifellos bedeutsam für das menschliche Miteinander. Unter ungünstigen Umständen kann diese Sensibilität für starke Emotionen aber auch dazu führen, dass die betroffenen Menschen Suizid begehen. Zusammenhänge teilweise spekulativ &#8220;Wenngleich diese Interpretation der Zusammenhänge teilweise spekulativ ist und wir keineswegs den Eindruck erwecken wollen, dass ein derart [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Deutsche Wissenschaftler des Universitätsklinikums Bochum erforschen, ob es einen Zusammenhang zwischen einem Nervenzelltypen und sehr starken Emotionen gibt, die letztlich sogar zu Selbstmord führen können. Im Fokus der Forscher steht der anteriorer cingulärer Cortex (ACC), der dem limbischen System zugerechnet wird&#8230;<span id="more-3408"></span></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Der ACC ist eine wichtige Schnittstelle bei der Verarbeitung komplexer Emotionen wie Scham, Schuld oder Unfairness. Empathiefähigkeit und die Verarbeitung körperlicher und seelischer Schmerzen sind auch in diesem Teil des Gehirns angesiedelt. </p>
<p>&#8220;Man sollte keinesfalls von Nervenzellen auf ein bestimmtes Verhalten zurückschließen&#8221;, sagt Martin Brüne, Leiter der Forschungsabteilung für Kognitive Neuropsychiatrie und psychiatrische Präventivmedizin, im Gespräch mit pressetext. Dennoch finden die Forscher bei Menschen, die durch Suizid gestorben sind, eine höhere Dichte an dem Economo Neuron im Gehirn. Dieser Befund könnte beweisen, dass der Nervenzellentyp Economo Neurone in der Verarbeitung von Emotionen eine wichtige Rolle spielt. Die Fähigkeit zur Wahrnehmung komplexer Gefühle wie Scham, Schuld, Fairness und Empathie für Andere ist zweifellos bedeutsam für das menschliche Miteinander. Unter ungünstigen Umständen kann diese Sensibilität für starke Emotionen aber auch dazu führen, dass die betroffenen Menschen Suizid begehen. </p>
<p><strong>Zusammenhänge teilweise spekulativ </strong></p>
<p>&#8220;Wenngleich diese Interpretation der Zusammenhänge teilweise spekulativ ist und wir keineswegs den Eindruck erwecken wollen, dass ein derart komplexes Geschehen wie Suizid auf die Funktionsweise eines einzelnen Nervenzelltyps zurückgeführt werden kann, so kann die Forschung auf diesem Gebiet doch dazu beitragen, die neurobiologischen Grundlagen dieser Vorgänge besser verstehen zu lernen&#8221;, erklärt Brüne. </p>
<p>Selbstmörder hätten zwar eine bessere Empathiefähigkeit, aber mit dem Preis, dass die psychischen Schmerzen auch größer sind, erklärt Brüne weiter. Aber auch bei Untersuchungen an Gehirnen von Patienten mit Autismus, Schizophrenien und Demenz konnten Mediziner zeigen, dass diese Zellen in Größe und Dichte im ACC verändert sein können. Grundlegend wollten Brüne und sein Team erforschen, welche Bedeutung der Zelltyp Economo Neurone auf menschliches Verhalten hat. Der Wissenschaftler kann die Zelle direkt nicht untersuchen, aber er weiß, dass sobald die Zelldichte im ACC niedig ist, die Menschen auch weniger emphatisch sind. Ohnehin komme dieser Zelltyp nur bei komplex sozialstrukturierten Tieren vor. Die Zellen finden sich auch bei Walen und Elefanten und selbstverständlich bei unserem nächsten Verwandten &#8211; den Affen.</p>
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		<title>ADHS: Natürliche Arzneien im Fokus</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jan 2011 15:46:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychopharmakologie]]></category>
		<category><![CDATA[ADHS]]></category>
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		<description><![CDATA[Relativ neu ist ein Behandlungsansatz des ADHS mittels Nährstofftherapie. Studien an den Universitäten Oxford und der Universität von Südaustralien haben gezeigt, dass die tägliche Gabe von Omega-3-Fettsäure die Symptome der Hyperaktivität gegenüber einer Kontrollgruppe nach einigen Wochen stark reduziert hat, wobei einmal „mittlere bis starke Behandlungseffekte“ aufgezeigt wurden und einmal „Verbesserungen gegenüber der Placebogruppe in Lesen, Schreiben und Verhalten nach 3 Monaten Behandlung“ festgestellt wurde&#8230; In anderen Studien wurde Magnesium, Zink und Vitamin E als Lebensmittel- oder Nahrungsergänzungspräparate gegeben. Ebenfalls wird empfohlen, den Konsum von Lebensmitteln mit hoher glykämischer Last zu vermeiden und möglichst proteinhaltige und kohlenhydratreiche Nahrung zu verzehren. Ob es sich dabei um einen wissenschaftlichen Ansatz oder um eine diätetische Mode handelt, sei dahingestellt. Überblickartikel betonen, dass Omega-3-Fettsäuren bei einigen Betroffenen zu wirken scheinen, aber nicht bei allen. Ältere, mittlerweile verworfene Ansätze führten ADHS auf einen Phosphatüberschuss in der Nahrung zurück, was jeglicher wissenschaftlichen Grundlage entbehrt. http://de.wikipedia.org / pte Im Bereich der Psychiatrie rechnen Experten zur Zeit kaum mit neuen, innovativen Arzneimitteln. &#8220;Es sind keine neuen Substanzen zu erwarten&#8221;, meint Peter Hoffmann vom Universitätsklinikum Graz. Diese Tatsache begünstigt die Suche nach Alternativen, insbesondere nach natürlichen Produkten. In Wien informierten heute, Mittwoch, Mediziner im Rahmen der Veranstaltung &#8220;Die Omega-Revolution&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Relativ neu ist ein Behandlungsansatz des ADHS mittels Nährstofftherapie. Studien an den Universitäten Oxford und der Universität von Südaustralien haben gezeigt, dass die tägliche Gabe von Omega-3-Fettsäure die Symptome der Hyperaktivität gegenüber einer Kontrollgruppe nach einigen Wochen stark reduziert hat, wobei einmal „mittlere bis starke Behandlungseffekte“ aufgezeigt wurden und einmal „Verbesserungen gegenüber der Placebogruppe in Lesen, Schreiben und Verhalten nach 3 Monaten Behandlung“ festgestellt wurde&#8230;<span id="more-2871"></span></p>
<p>In anderen Studien wurde Magnesium, Zink und Vitamin E als Lebensmittel- oder Nahrungsergänzungspräparate gegeben. Ebenfalls wird empfohlen, den Konsum von Lebensmitteln mit hoher glykämischer Last zu vermeiden und möglichst proteinhaltige und kohlenhydratreiche Nahrung zu verzehren. Ob es sich dabei um einen wissenschaftlichen Ansatz oder um eine diätetische Mode handelt, sei dahingestellt. Überblickartikel betonen, dass Omega-3-Fettsäuren bei einigen Betroffenen zu wirken scheinen, aber nicht bei allen. Ältere, mittlerweile verworfene Ansätze führten ADHS auf einen Phosphatüberschuss in der Nahrung zurück, was jeglicher wissenschaftlichen Grundlage entbehrt.</p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aufmerksamkeitsdefizit">http://de.wikipedia.org</a> / <a href="http://www.pressetext.de">pte </a>Im Bereich der Psychiatrie rechnen Experten zur Zeit kaum mit neuen,  innovativen Arzneimitteln. &#8220;Es sind keine neuen Substanzen zu erwarten&#8221;,  meint Peter Hoffmann vom Universitätsklinikum Graz. Diese Tatsache  begünstigt die Suche nach Alternativen, insbesondere nach natürlichen  Produkten. In Wien informierten heute, Mittwoch, Mediziner im Rahmen der  Veranstaltung &#8220;Die Omega-Revolution&#8221; über die wesentliche Bedeutung von  Omega-Fettsäuren bei Nervenkrankheiten.</p>
<p><strong>Omega-Fette unterstützend bei Konzentrationsstörungen und ADS</strong></p>
<p>Mögliche Optionen bietet hier die Natur. Naturerzeugnisse sind bei der breiten Masse der Bevölkerung gefragt; nicht umsonst ist beispielsweise Johanniskraut als rein pflanzliches Produkt in vielen Ländern das Topprodukt in der Behandlung von Depressionen. Mehrere Studien haben nun auch die wesentliche Bedeutung von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, die in Fisch, Nüssen und Eiern vorkommen, für das Gehirn ermittelt.</p>
<p><strong>Schlüsselrolle bei Entwicklung des Zentralnervensystems </strong></p>
<p>Diese Fettsäuren bilden eine Schlüsselrolle in der Entwicklung des Zentralnervensystems (ZNS). Die ungesättigten Fettsäuren tragen zum Aufbau von Zellverbänden bei und fördern das Wachstum des Gehirns, außerdem besitzen sie innerhalb des Nervensystems eine entzündungshemmende Wirkung. Die Omega-Fette tragen zudem zu einem positiven Verlauf bei ADS-erkrankten Kindern und Jugendlichen bei.</p>
<p>Wesentlich ist hierbei die bisher unterschätzte Unterscheidung in Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. &#8220;Zwischen den beiden Omega-Fetten muss eine ausgewogene Balance bestehen&#8221;, sagt Karl Zwiauer, Kinderarzt am Landesklinikum St. Pölten. Eine Unausgewogenheit kann zu psychischen Erkrankungen, Demenz, ADS, Depressionen und zu Störungen der frühkindlichen Gehirn- und Sehentwicklung führen, fügt der Mediziner hinzu.</p>
<p>Ein Defizit an den &#8220;guten&#8221; Fetten kann durch Mangelnahrung oder erhöhten Verbrauch bei Stress hervorgerufen werden. Zusätzlich können gesättigte Fettsäuren (&#8220;schlechte&#8221; Fette), die ungesättigten Fette verdrängen und so einen Mangel verursachen.</p>
<p><strong>Ergänzung zu Therapien </strong></p>
<p>Brigitte Hackenberg, behandelnde Ärztin an der Universitätskinderklinik Wien, bestätigt Erfolge mit Omega-Fettsäuren als Ergänzung zu Therapien. Die Fettsäuren müssen jedoch hoch dosiert sein. Durch eine bloße Nahrungsumstellung ist die Aufnahme der Fette in der Form nicht möglich. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind jedoch kein Allheilmittel, ist ebenfalls in den Studien zu lesen. Allerdings sind sie eine sinnvolle Ergänzung zu Therapien. Sie helfen vor allem bei Kindern und Jugendlichen mit Konzentrationsstörungen oder ADS. Die Wirksamkeit der Omega-Fette ist durch messbare klinische Effekte bewiesen, sagt Hoffmann. Bei Kindern äußerst hilfreich, bei Älteren eine sinnvolle Ergänzung zur Therapie.</p>
<p><strong>Nicht zu Selbstmedikationen greifen</strong></p>
<p>Die Experten wiesen in der Veranstaltung darauf hin, dass bei Anzeichen des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms (ADS) &#8211; beispielsweise Konzentrationsstörungen &#8211; die Eltern zuerst einen Arzt aufsuchen sollten und nicht zu Selbstmedikationen greifen.</p>
<p><strong>&#8220;ADHS zur flächendeckenden Versorgung mit Amphetaminen&#8221;</strong></p>
<p>Unmissverständlich kritische Worte fand der Grazer Psychiater und Gerichtssachverständige Univ. Prof. Dr. Peter Hofmann vor 21 JournalistInnen bei einer Pressekonferenz im Presseclub Concordia anlässlich der Präsentation der wissenschaftlichen Daten zu einer in Österreich neuen, natürlichen Therapie des Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms/AD(H)S: &#8220;Das ADHS ist die gebräuchlichste Ausrede, um Österreich flächendeckend mit Amphetaminen zu versorgen!&#8221;</p>
<p>Der Hintergrund? Bisher waren die Möglichkeiten der PsychiaterInnen in der Behandlung des AD(H)S in Österreich sehr bescheiden. Entweder Psycho- und Familientherapie ODER &#8220;harte&#8221; Psychopharmaka wie die von Hofmann kritisierten Amphetamine. Dazwischen unerfüllter therapeutischer Bedarf, der nun in manchen Fällen, durch eine Kombination von Omega3&amp;6 Fettsäuren geschlossen werden kann. Vorgestellt wurden n unter anderem 5 Placebo kontrollierte Studien, die allesamt klar die Wirkung der Omega-Fettsäuren-Kombination belegen. Sämtliche Kernsymptome des AD(H)S wurden in diesen Studien signifikant abgesenkt.</p>
<p>Schon bisher weigerten sich Eltern immer wieder, ihren Kinder Amphetamine zu verabreichen. Expertin Ass. Prof. Dr. B Hackenberg vom AKH Wien: &#8220;Es gibt allerdings eine &#8211; relativ kleine &#8211; Zahl von Kindern, die diese Präparate unbedingt brauchen. Zumindest für einige Zeit, denn als Dauertherapie sind sie ja nicht gedacht&#8221;. Einige wenige sind aber eben nicht alle.</p>
<p>Hofmann: &#8220;Wir haben bereits die ersten PatientInnen zum Entzug, die sich unter der Schein-Diagnose Erwachsenen-AD(H)S haben Amphetamine verordnen lassen! Schon vor diesem Hintergrund bin ich froh, dass nun ein gleichermaßen nachweislich wirksames wie unbedenkliches Präparat zur AD(H)S-Therapie zur Verfügung steht!&#8221;</p>
<p><strong>Omega-Fettsäuren &#8211; Studien kritisch bewerten<br />
Nur ausgewählte Studien seriös</strong></p>
<p>Anlässlich eines Medien-Seminars erläuterte der Vorsitzende der Ernährungskommission der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde, Prim Univ. Prof. Dr Karl Zwiauer, die spezielle Studien-Situation im Zusammenhang mit der Gabe von Omega-Fettsäuren. Der Großteil der Studien verdient diese Bezeichnung eigentlich gar nicht, da sie den strengen internationalen GCP-Standards nicht im Entferntesten entsprechen. Dadurch sind sie rein spekulativ und ihre Aussagen haben nur geringen bis keinen Wert. Die einzige Ausnahme derzeit ist die Indikation Aufmerksamkeitsstörung.</p>
<p>Welchen wissenschaftlichen Hintergrund gab es, bei Aufmerksamkeitsstörungen langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren (LC- PUFA) zu geben: Erste Hinweise kamen durch die Tatsache, dass Kinder mit ADHS &#8211; abgesehen vom Konzentrationsmangel &#8211; Symptome zeigten, die man vom Mangel an essentiellen Fettsäuren kannte wie etwa erhöhten Durst oder schlechte Haut. Also gab man versuchsweise LC-PUFA und das führte über zahlreiche Studien mit Präparaten unterschiedlichster Zusammensetzungen zu jenen Studien, die man aufgrund ihrer gewissenhaften Ausrichtung nach den GCP-Kriterien (randomisiert, doppelt blind, Placebo kontrolliert) heute guten Gewissens zitieren kann.</p>
<p>Zwei mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die Linolsäure und die Alpha-Linolensäure sind für den Menschen essenziell, das heißt, dass sie mit der Nahrung zugeführt werden müssen. PUFA sind in verschiedenen Ölen enthalten, vor allem in Fischöl. PUFA aus Fischöl müssen zusammen mit Antioxidantien wie zum Beispiel Vitamin E eingenommen werden, damit sie stabil bleiben und ihre Wirkung entfalten können. Die Wahrscheinlichkeit einer ungenügenden Versorgung mit PUFA ist am größten bei Menschen, deren Bedarf erhöht ist, zum Beispiel bei Infektionen, chronischen Krankheiten oder in Wachstumsphasen.</p>
<p>Der Hintergrund<br />
60% des Trockengewichtes des Gehirns ist Fett. Die höchsten Konzentrationen von DHA (Docosahexaensäure, 22:6 ω-3) finden sich in Retina, Gehirn und Nervensystem. DHA ist unbedingt notwendig für die Nervenzellmyelinisierung und damit für die Reizweiterleitung.</p>
<p>PUFA insgesamt sind wesentliche Bausteine für die ZNS Entwicklung (Gehirn), Sehentwicklung, als Komponenten in neuronalen Membranen, durch ihre Effekte auf Neurotransmitter, für die Prävention der neuronalen Apoptose (Zelluntergang) sowie durch ihren Einfluss auf das Neuritenwachstum</p>
<p>Im Ideal-Fall sorgt eine Balance zwischen Omega -3 und Omega -6-PUFA für das ideale Funktionieren der davon beeinflussten Systeme (zB. Nervensystem, Immunsystem, Haut u.a.)</p>
<p>Was aber kann diese Balance stören?<br />
* Genetische Stoffwechseldefizite<br />
* Geschlechtsspezifische Unterschiede (Frauen begünstigt)<br />
* Mangel an Magnesium und Zink<br />
* Kompetitive Enzymsysteme &#8211; Zufuhr &#8220;falscher&#8221; Fette (zB. Transfette) vermindert Synthese<br />
* Der lange, wenig effiziente Syntheseweg</p>
<p>Mangelzustände und Imbalancen von PUFA in Entwicklungsphasen haben weitreichende Konsequenzen. Stärkste Konsequenzen: pränatal/postnatal, aber in allen anderen Altersklassen ist ein Mangel an ω-3 Fettsäuren assoziiert mit Verhaltensauffälligkeiten und ADHS</p>
<p>Insgesamt ist eine abnehmende Zufuhr von ω-3 PUFA in der Gesamtbevölkerung in den letzten Jahrzehnten festzustellen.</p>
<p>In den 1980er Jahren wurde der Mangel an essentiellen Fettsäuren bei Kindern mit Entwicklungsstörungen (Dyslexie, Dyspraxie, Autismus, Angststörungen, auffälligem Sozialverhalten, Tic-Störungen, Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsstörungen) in Verbindung gebracht.<br />
Es wurden niedrige ω-3 PUFA-Werte sowie ω-6/ω-3 Imbalancen festgestellt und dies war gleichsam der Auftakt zu zahlreichen klinischen Studien</p>
<p>Diese Beobachtungsstudien erbrachten folgende Erkenntnisse:<br />
* ADHS   Mangel an ω-3 Fettsäuren (ALA, DHA) und ω-6 Fettsäuren (AA)<br />
* Plasmaspiegel: FS-Versorgung der letzten 24 Stunden<br />
* Phospholipide an Erythrozyten: FS-Versorgung der letzten Monate, korrelieren mit den FS Konzentrationen im Gehirn</p>
<p>1995 wurden bei ADHS-Kindern Zeichen eines PUFA-Mangels identifiziert wie Durst, häufiges Urinieren, trockene Haut, verstärkte Schuppenbildung, trockenes Haar u.a.). Anhand der Erythrozyten wurden an ADHS-Kindern verminderter AA- und DHA-Konzentrationen festgestellt.</p>
<p>1996 brachte eine erste Studie ADHS mit einem Mangel an ω-3 PUFA in Zusammenhang.</p>
<p>ABER &#8211; Diese Studien waren allesamt NICHT KAUSAL beweisend!</p>
<p>Warum?<br />
* Studiendesign nur geeignet Hypothesen zu generieren<br />
* Zahlreiche Einflussfaktoren und komplexe chemische Interaktionen<br />
* Umwelteinflüsse<br />
* Möglichkeit genetischer Variationen</p>
<p>Frühe Studien mit isolierter DHA-Supplementierung &#8211; also NUR Omega-3 oder NUR Omega-6 zeigten nur minimale positive klinische Effekte oder auch keine Veränderungen.</p>
<p>Wesentlich wurde daher die Kombination von ω-3 plus ω-6-Fettsäuren (Fischöl + Nachtkerzenöl)</p>
<p>Das sind die aktuellen Kombinationsstudien, die den kausalen Zusammenhang und damit den Wert der hoch dosierten interventionellen Gabe beweisen konnten<br />
ω-3 Fettsäuren: EPA, DHA (Fischöl)<br />
ω-6 Fettsäuren: LA, GLA, AA (Nachtkerzenöl)</p>
<p>* Richardson AJ et al. Oxford-Durham Studie &#8211; Pediatrics. 2005<br />
* Portwood M. Nutrition and Health. 2006<br />
* &#8220;Sure Start-Studie&#8221; (Kinder von 18 Monaten bis 3 Jahren)<br />
* Open label studie (Jugendliche von 12 &#8211; 15 Jahren)<br />
* Sinn N et al. Journal of Developmental and Behavioral Pediatrics. 2007<br />
* Sinn N. et al. Prostaglandins Leukotrienes Essent. Fatty Acids 2008<br />
* Johnson M et al. Journal of Attention Disorders. 2009</p>
<p>Zusammenfassung des aktuellen Studienstandes:</p>
<ul>
<li>* LC-PUFA spielen eine zentrale Rolle für das Funktionieren des Nervensystems</li>
<li>* Beobachtungsstudien zeigen einen Mangel/Imbalance von ω-3/ω-6 Fettsäuren bei Kindern mit neurokognitiven Störungen &#8211; ADHS, Dyslexie, Dyspraxie, Autismus etc.</li>
<li>* Kontrollierte, randomisierte doppel-blinde Studien zeigen signifikante klinische Verbesserungen durch die Supplementierung mit LC-PUFA</li>
</ul>
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		<title>Kinder und Sucht: Flaschenpost nach irgendwo</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Oct 2010 19:57:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Kinderfachbuch &#8220;Flaschenpost nach irgendwo&#8221; bietet Kindern von suchtkranken Eltern konkrete Hilfestellungen für ihren Alltag&#8230; Im Mabuse-Verlag beschreiben innovative Ratgeber bekannte Themen aus einer neuen Perspektive. Die einfühlsame und liebevoll illustrierte Geschichte der Geschwister Mark und Julia, die der wachsenden Alkoholproblematik ihres Vaters ausgesetzt sind, beschreibt exemplarisch das Schicksal von 2,6 Millionen Minderjährigen in Deutschland, bei denen Vater oder Mutter in missbräuchlicher Weise Alkohol, illegale Drogen oder Medikamente konsumieren. Dieser eindringlichen Bildergeschichte folgt ein altersgerechter Erklärungsteil, in dem unter anderem die Alkoholkrankheit des Vaters erklärt wird. Ein Ratgeber für erwachsene Bezugspersonen und Fachkräfte rundet das Kinderfachbuch ab. Der Ratgeber &#8220;Demenz &#8211; mit dem Vergessen leben&#8221; richtet sich an Menschen mit Demenz im Frühstadium, an Angehörige und alle Menschen, die verstehen möchten, wie sich eine demenzielle Erkrankung für die Betroffenen anfühlt. Menschen mit Demenz beschreiben in kurzen Interviewausschnitten, welche Probleme im täglichen Miteinander häufig wiederkehren &#8211; und wie sie gemeistert werden können. Die Autorinnen zeigen, wie sich das Leben mit Demenz leichter machen lässt, welche Vorkehrungen getroffen werden sollten. Sie vermitteln, dass alle Beteiligten etwas tun können. Das Buch unterstützt Menschen mit Demenz und ihre Familien, mit dem Vergessen zu leben und die Lebensqualität aller Beteiligten lange zu erhalten. Es soll [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Kinderfachbuch &#8220;Flaschenpost nach irgendwo&#8221; bietet Kindern von suchtkranken Eltern konkrete Hilfestellungen für ihren Alltag&#8230;<span id="more-2113"></span></p>
<p>Im Mabuse-Verlag beschreiben innovative Ratgeber bekannte Themen aus einer neuen Perspektive. Die einfühlsame und liebevoll illustrierte Geschichte der Geschwister Mark und Julia, die der wachsenden Alkoholproblematik ihres Vaters ausgesetzt sind, beschreibt exemplarisch das Schicksal von 2,6 Millionen Minderjährigen in Deutschland, bei denen Vater oder Mutter in missbräuchlicher Weise Alkohol, illegale Drogen oder Medikamente konsumieren. Dieser eindringlichen Bildergeschichte folgt ein altersgerechter Erklärungsteil, in dem unter anderem die Alkoholkrankheit des Vaters erklärt wird. Ein Ratgeber für erwachsene Bezugspersonen und Fachkräfte rundet das Kinderfachbuch ab.</p>
<p>Der Ratgeber &#8220;Demenz &#8211; mit dem Vergessen leben&#8221; richtet sich an Menschen mit Demenz im Frühstadium, an Angehörige und alle Menschen, die verstehen möchten, wie sich eine demenzielle Erkrankung für die Betroffenen anfühlt. Menschen mit Demenz beschreiben in kurzen Interviewausschnitten, welche Probleme im täglichen Miteinander häufig wiederkehren &#8211; und wie sie gemeistert werden können. Die Autorinnen zeigen, wie sich das Leben mit Demenz leichter machen lässt, welche Vorkehrungen getroffen werden sollten. Sie vermitteln, dass alle Beteiligten etwas tun können. Das Buch unterstützt Menschen mit Demenz und ihre Familien, mit dem Vergessen zu leben und die Lebensqualität aller Beteiligten lange zu erhalten. Es soll Mut machen, sich mit der Krankheit auseinanderzusetzen, sich rechtzeitig helfen zu lassen &#8211; und sich selbst zu helfen.</p>
<p>Schirin Homeier / Andreas Schrappe:<br />
<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3940529176">Flaschenpost nach irgendwo</a>.<br />
Ein Kinderfachbuch für Kinder suchtkranker Eltern</p>
<p>Elisabeth Stechl / Elisabeth Steinhagen-Thiessen / Catarina Knüvener:<br />
<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3940529443">Demenz &#8211; mit dem Vergessen leben</a>.<br />
Ein Ratgeber für Betroffene</p>
<p><a target="" title="" href="http://www.mabuse-verlag.de">www.mabuse-verlag.de</a></p>
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		<title>Demenz: Gute Bildung hält Symptome im Zaum</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 23:04:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geriatrie]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[Menschen, die sich länger weitergebildet haben, scheinen besser in der Lage zu sein, die Auswirkungen einer Demenz auf das Gehirn zu kompensieren. Finnische und britische Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass die besser Gebildeten gleich starke Anzeichen der Demenz im Gehirn aufwiesen als jene, die über weniger Bildung verfügten. Trotzdem waren weniger Symptome zu bemerken&#8230; Elf Prozent geringeres Krankheitsrisiko pro Ausbildungsjah: Lange Fortbildung schützt vor Krankheit Cambridge (pte) &#8211; Experten wie Ruth Sutherland fon der Alzheimer&#8217;s Society http://alzheimers.org.uk fordern jetzt, dass die Ursachen dafür erforscht werden müssen. Details der von der University of Cambridge http://www.cam.ac.uk geleiteten Studie wurden in dem Fachmagazin Brain http://brain.oxfordjournals.org veröffentlicht. Lernen wirkt In den letzten zehn Jahren haben Demenz-Studien immer wieder darauf hingewiesen, dass mehr Bildung das Demenz-Risiko senkt. Es ist jedoch nicht gelungen, nachzuweisen, ob Bildung &#8211; das damit einhergehende höhere Einkommen und der gesündere Lebensstil &#8211; das Gehirn gegen eine Demenz schützt. Das Team um Carol Brayne untersuchte die Gehirne von 872 Menschen, die Teil von drei großen Studien zum Älterwerden waren. Vor ihrem Tod hatten die Teilnehmer Fragebögen zu ihrer Bildung ausgefüllt. Es zeigte sich, dass mehr Bildung ermöglichte, besser mit den Veränderungen des Gehirns zurechtzukommen. Die nach dem Tod durchgeführten Untersuchungen ergaben, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen, die sich länger weitergebildet haben, scheinen besser in der  Lage zu sein, die Auswirkungen einer Demenz auf das Gehirn zu  kompensieren. Finnische und britische Wissenschaftler haben  nachgewiesen, dass die besser Gebildeten gleich starke Anzeichen der  Demenz im Gehirn aufwiesen als jene, die über weniger Bildung verfügten.  Trotzdem waren weniger Symptome zu bemerken&#8230;<span id="more-2175"></span></p>
<p><strong>Elf Prozent geringeres Krankheitsrisiko pro Ausbildungsjah: Lange Fortbildung schützt vor Krankheit</strong></p>
<p>Cambridge (<a href="http://www.pressetext.de">pte</a>) &#8211; Experten wie Ruth Sutherland fon der Alzheimer&#8217;s Society http://alzheimers.org.uk fordern jetzt, dass die Ursachen dafür erforscht werden müssen. Details der von der University of Cambridge http://www.cam.ac.uk geleiteten Studie wurden in dem Fachmagazin Brain http://brain.oxfordjournals.org veröffentlicht.</p>
<p><strong>Lernen wirkt </strong></p>
<p>In den letzten zehn Jahren haben Demenz-Studien immer wieder darauf hingewiesen, dass mehr Bildung das Demenz-Risiko senkt. Es ist jedoch nicht gelungen, nachzuweisen, ob Bildung &#8211; das damit einhergehende höhere Einkommen und der gesündere Lebensstil &#8211; das Gehirn gegen eine Demenz schützt. Das Team um Carol Brayne untersuchte die Gehirne von 872 Menschen, die Teil von drei großen Studien zum Älterwerden waren.</p>
<p>Vor ihrem Tod hatten die Teilnehmer Fragebögen zu ihrer Bildung ausgefüllt. Es zeigte sich, dass mehr Bildung ermöglichte, besser mit den Veränderungen des Gehirns zurechtzukommen. Die nach dem Tod durchgeführten Untersuchungen ergaben, dass die Pathologie bei beiden Gruppen ähnlich ausgebildet war. Jedes Jahr, das mit einer Ausbildung verbracht wurde, entsprach einem um elf Prozent geringeren Demenz-Risiko.</p>
<p><strong>Bildung ist gesund </strong></p>
<p>Hannah Keage, eine Mitautorin der Studie, erklärte, dass frühere Studien bereits nachgewiesen hätten, dass es keine eindeutige Verbindung zwischen einer Demenz-Diagnose und den später festgestellten Veränderungen des Gehirns gibt. Ein Gehirn könne sehr stark betroffen sein, ein anderes in nur sehr geringem Ausmaß. Beide Patienten könnten jedoch an dieser Krankheit leiden.</p>
<p>Die Wissenschaftler nutzten Daten der Eclipse Collaboration, die alle drei Langzeitstudien vereint, die in Europa zum Älterwerden durchgeführt wurden. Britische und finnische Wissenschaftler begleiteten die Teilnehmer dafür bis zu 20 Jahren.</p>
<p>Brayne: &#8220;Es ist bekannt, dass Bildung gut für die Gesundheit und die Gleichheit einer Bevölkerung ist.&#8221; Die aktuelle Studie liefere starke Argumente für eine gezielte und bereits sehr früh einsetzende Investition in diesen Bereich. In der Kindheit würden jene Weichen gestellt, die eine Auswirkung auf die Gesellschaft und das ganze Leben eines Menschen haben.</p>
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		<title>Körpereigenes Cannabinoid schützt Nervenzellen: Erkenntnisse bieten neuen Ansatzpunkt für Therapie gegen Alzheimer</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 11:39:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Forscherteam um Vicenzo Di Marzo vom Institut für Biomolekulare Chemie des Italienischen Forschungsrats hat nachgewiesen, dass vom Körper selbst produzierte Cannabis-ähnlichen Substanzen, so genannte Endocannabinoide, Nervenzellen vor Schäden durch Erkrankungen des Gehirns wie etwa der Alzheimer-Krankheit schützen können&#8230; Neapel &#8211; Catania &#8211; http://www.cnr.it &#8211; Die Ergebnisse der gemeinsam mit den Universitäten von Neapel http://www.iuo.it, Catania http://www.unict.it und Cagliari http://www.unica.it durchgeführten Studie wurden auf dem Forum of European Neuroscience Societies in Wien der Öffentlichkeit präsentiert. Die Wissenschaftler untersuchten den Einfluss des endogenen Cannabinoid-Systems an hirngeschädigten Nagetieren. Dabei entdeckten sie, dass Endocannabinoide ihre Wirksamkeit verlieren können, wenn sie erst lange nach Auftreten einer Erkrankung im Organismus freigesetzt werden. Eine kurz nach dem Entstehen der Erkrankung eingesetzte Behandlung zur Steigerung des Endocannabinoid-Spiegels könnte die Nervenzellen jedoch möglicherweise vor der Zerstörung durch Ablagerungen des beta-Amyloid-Proteins schützen, die als Ursache für die Alzheimer-Krankheit angesehen werden. Darüber hinaus kann diese Therapie auch vor Gedächtnisverlust bewahren. Den Forschern zufolge aktiviert Haschisch die gleichen Signalwege wie die körpereigenen Endocannabinoide. Das erklärt, warum Haschisch in Tierversuchen zu medizinischen Zwecken ebenfalls die Schädigung von Nervenzellen bei Gehirnerkrankungen beschränken und Entzündungen lindern kann. Die Forscher hoffen, dass diese neue Erkenntnisse zur Entwicklung neuer Medikamente beitragen, die die Nervenzellen bei Erkrankungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Forscherteam um Vicenzo Di Marzo vom Institut für Biomolekulare Chemie des Italienischen Forschungsrats  hat nachgewiesen, dass vom Körper selbst produzierte Cannabis-ähnlichen Substanzen, so genannte Endocannabinoide, Nervenzellen vor Schäden durch Erkrankungen des Gehirns wie etwa der Alzheimer-Krankheit schützen können&#8230;<span id="more-1054"></span></p>
<p>Neapel &#8211; Catania &#8211; http://www.cnr.it &#8211; Die Ergebnisse der gemeinsam mit den Universitäten von Neapel http://www.iuo.it, Catania http://www.unict.it und Cagliari http://www.unica.it durchgeführten Studie wurden auf dem Forum of European Neuroscience Societies in Wien der Öffentlichkeit präsentiert.</p>
<p>Die Wissenschaftler untersuchten den Einfluss des endogenen Cannabinoid-Systems an hirngeschädigten Nagetieren. Dabei entdeckten sie, dass Endocannabinoide ihre Wirksamkeit verlieren können, wenn sie erst lange nach Auftreten einer Erkrankung im Organismus freigesetzt werden. Eine kurz nach dem Entstehen der Erkrankung eingesetzte Behandlung zur Steigerung des Endocannabinoid-Spiegels könnte die Nervenzellen jedoch möglicherweise vor der Zerstörung durch Ablagerungen des beta-Amyloid-Proteins schützen, die als Ursache für die Alzheimer-Krankheit angesehen werden. Darüber hinaus kann diese Therapie auch vor Gedächtnisverlust bewahren.<br />
Den Forschern zufolge aktiviert Haschisch die gleichen Signalwege wie die körpereigenen Endocannabinoide. Das erklärt, warum Haschisch in Tierversuchen zu medizinischen Zwecken ebenfalls die Schädigung von Nervenzellen bei Gehirnerkrankungen beschränken und Entzündungen lindern kann. </p>
<p>Die Forscher hoffen, dass diese neue Erkenntnisse zur Entwicklung neuer Medikamente beitragen, die die Nervenzellen bei Erkrankungen des Gehirns schützen oder reparieren können. Sie suchen daher jetzt nach Medikamenten mit Endocannabinoid-Bestandteilen, mit denen sich die Freisetzung dieser körpereigenen Wirkstoffe steuern lässt.<br />
THC, der aktive Wirkstoff der Hanfpflanze, wurde schon in den 60er Jahren von <a href="http://www.hagalil.com/archiv/2004/09/cannabis.htm">Rafael Meschulam</a> an der Schule für Pharmazie der Hebräuischen Universität isoliert.</p>
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		<title>Alzheimer: Cannabis-Medikament verbessert Gedächtnis</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 19:55:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein aus Marihuana gewonnenes Präparat könnte eines Tages in der Bekämpfung des durch Alzheimer verursachten Gedächtnisschwundes eine entscheidende Rolle spielen. Wissenschaftler der Ohio State University haben nachgewiesen, dass ein dem Cannabis ähnliches synthetisches Medikament bei älteren Ratten zu einer Verbesserung bei der Lösung von räumlichen Gedächtnisaufgaben führt&#8230; http://www.osu.edu &#8211; Für die Dauer von drei Wochen wurde in die Gehirne von jungen und alten Ratten ein Entzündungsmolekül injiziert, das eine Immunreaktion in den Gehirnen hervorrief, die jener bei Alzheimer-Patienten ähnlich ist. Im gleichen Zeitraum wurde einigen Tieren das Medikament WIN-55212-2 gespritzt, das die Gehirnrezeptoren stimuliert, die normalerweise auf die Bestandteile von Cannabis reagieren. Der leitende Wissenschaftler Gary Wenk präsentierte die aktuellen Forschungsergebnisse in Atlanta auf einer Tagung der Society for Neuroscience http://www.sfn.org. Nach der Verabreichung der Injektionen mussten die Ratten sich in einem Wasserlabyrinth zurechtfinden. Da Nagetiere wasserscheu sind, strengten sich die Tiere besonders an, die versteckte trockene Plattform zu finden. Laut Wenk ist die Labyrinthaufgabe ideal für die Ermittlung von Beeinträchtigung des Gedächtnisses und Alterung. &#8220;Alte Ratten finden sich im Labyrinth meist sehr schlecht zurecht. Ältere Menschen haben ähnliche Schwierigkeiten, wenn sie sich in einem unbekannten Haus bewegen sollen.&#8221; Die Forscher gaben den Versuchstieren drei Tage Zeit das Labyrinth kennen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein aus Marihuana gewonnenes Präparat könnte eines Tages in der Bekämpfung des durch Alzheimer verursachten Gedächtnisschwundes eine entscheidende Rolle spielen. Wissenschaftler der Ohio State University haben nachgewiesen, dass ein dem Cannabis ähnliches synthetisches Medikament bei älteren Ratten zu einer Verbesserung bei der Lösung von räumlichen Gedächtnisaufgaben führt&#8230;<span id="more-1052"></span></p>
<p>http://www.osu.edu &#8211; Für die Dauer von drei Wochen wurde in die Gehirne von jungen und alten Ratten ein Entzündungsmolekül injiziert, das eine Immunreaktion in den Gehirnen hervorrief, die jener bei Alzheimer-Patienten ähnlich ist. Im gleichen Zeitraum wurde einigen Tieren das Medikament WIN-55212-2 gespritzt, das die Gehirnrezeptoren stimuliert, die normalerweise auf die Bestandteile von Cannabis reagieren. Der leitende Wissenschaftler Gary Wenk präsentierte die aktuellen Forschungsergebnisse in Atlanta auf einer Tagung der Society for Neuroscience http://www.sfn.org.</p>
<p>Nach der Verabreichung der Injektionen mussten die Ratten sich in einem Wasserlabyrinth zurechtfinden. Da Nagetiere wasserscheu sind, strengten sich die Tiere besonders an, die versteckte trockene Plattform zu finden. Laut Wenk ist die Labyrinthaufgabe ideal für die Ermittlung von Beeinträchtigung des Gedächtnisses und Alterung. &#8220;Alte Ratten finden sich im Labyrinth meist sehr schlecht zurecht. Ältere Menschen haben ähnliche Schwierigkeiten, wenn sie sich in einem unbekannten Haus bewegen sollen.&#8221; Die Forscher gaben den Versuchstieren drei Tage Zeit das Labyrinth kennen zu lernen und führten am vierten Tag Tests durch.</p>
<p>Die Ratten beider Altersgruppen, die WIN-55212-2 erhalten hatten, fanden das Podest rascher als die Kontrollgruppe. Der Unterschied zwischen den behandelten Tieren und den unbehandelten war bei den älteren Ratten am größten. Die Gehirne der behandelten Ratten wiesen zusätzlich geringere Anzeichen einer Entzündung auf. Ken Mackie von der University of Washington http://www.washington.edu zeigte sich laut New Scientist vor allem von der geringen Dosierung des Medikaments beeindruckt. &#8220;Sie haben ihnen eine sogar für Ratten vergleichsweise niedrige Dosis verabreicht.&#8221; Der nicht an der Studie beteiligte Wissenschaftler betonte, dass gerade dieser Aspekt die Aussichten auf die Entwicklung eines vergleichbaren Präparates für den Menschen viel versprechend mache. Wenk warnt jedoch, dass WIN-55212-2 derzeit noch zu psychoaktiven Wirkungen führt, die jenen von Cannabis ähnlich sind. Forscher arbeiten derzeit an der Entwicklung eines ähnlichen Medikaments, dass die Entzündung im Gehirn kontrolliert und keine unerwünschten Begleiterscheinungen aufweist.</p>
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		<title>Entscheidende Gene für Alzheimer entdeckt</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 21:53:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wissenschaftlerteams mehrerer britischer Universitäten haben zwei Gene entdeckt, die möglicherweise mit der Entstehung von Alzheimer in Zusammenhang stehen. Das sind die ersten genetischen Hinweise auf die Krankheit, die seit 16 Jahren gefunden wurden. Wissenschaftler überdenken derzeit aufgrund dieser Forschungsergebnisse ihre Theorien über die Entstehung von Alzheimer&#8230; CLU und PICALM spielen bei Cholesterin und Entzündungen entscheidende Rolle Die Gene wurden durch die Analyse von 16.000 DNA-Proben identifiziert und sind dafür bekannt, dass sie bei Entzündungen und dem Abbau von Cholesterin eine Rolle spielen. Es wird gehofft, dass die in Nature Genetics http://www.nature.com/ng veröffentlichte Studie zu neuen Möglichkeiten der Behandlung führen wird. APOE4 war das letzte und einzige Gen, das bisher mit der verbreiteten Form von Alzheimer in Zusammenhang gebracht wurde. Die Daten der aktuellen Studie wurden an französische Wissenschaftler weitergegeben, die mit CR1 ein drittes Gen identifizierten. Die beiden von den britischen Wissenschaftler identifizierten Gene, CLU und PICALM, sind dafür bekannt, dass sie im Gehirn eine schützende Funktion haben. Genetische Veränderungen können entweder den schützenden Effekt verschwinden oder die &#8220;Beschützer zu Angreifern&#8221; werden lassen. Kevin Morgan von der University of Nottingham, ein Mitglied des Teams, erklärte, dass Cholesterin und Entzündungen zwei Bereiche sind, die vielleicht den Einsatz konventioneller Medikamente ermöglichen könnten. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschaftlerteams mehrerer britischer Universitäten haben zwei Gene entdeckt, die möglicherweise mit der Entstehung von Alzheimer in Zusammenhang stehen. Das sind die ersten genetischen Hinweise auf die Krankheit, die seit 16 Jahren gefunden wurden. Wissenschaftler überdenken derzeit aufgrund dieser Forschungsergebnisse ihre Theorien über die Entstehung von Alzheimer&#8230;<span id="more-1139"></span></p>
<p><strong>CLU und PICALM spielen bei Cholesterin und Entzündungen entscheidende Rolle </strong></p>
<p>Die Gene wurden durch die Analyse von 16.000 DNA-Proben identifiziert und sind dafür bekannt, dass sie bei Entzündungen und dem Abbau von Cholesterin eine Rolle spielen. Es wird gehofft, dass die in Nature Genetics http://www.nature.com/ng veröffentlichte Studie zu neuen Möglichkeiten der Behandlung führen wird.</p>
<p>APOE4 war das letzte und einzige Gen, das bisher mit der verbreiteten Form von Alzheimer in Zusammenhang gebracht wurde. Die Daten der aktuellen Studie wurden an französische Wissenschaftler weitergegeben, die mit CR1 ein drittes Gen identifizierten. Die beiden von den britischen Wissenschaftler identifizierten Gene, CLU und PICALM, sind dafür bekannt, dass sie im Gehirn eine schützende Funktion haben. Genetische Veränderungen können entweder den schützenden Effekt verschwinden oder die &#8220;Beschützer zu Angreifern&#8221; werden lassen.</p>
<p>Kevin Morgan von der University of Nottingham, ein Mitglied des Teams, erklärte, dass Cholesterin und Entzündungen zwei Bereiche sind, die vielleicht den Einsatz konventioneller Medikamente ermöglichen könnten. Die Frage sei jetzt, ob die Senkung der Cholesterinwerte und die Behandlung von Entzündungen das Alzheimer-Risiko verändern könne. Julie Williams, leitende wissenschaftliche Beraterin des Alzheimer&#8217;s Research Trust http://www.alzheimers-research.org.uk ist, erläutert, dass das Team nach einer bestimmten Theorie zu Alzheimer gesucht habe. Die neuen Daten legten jedoch nahe, dass etwas ganz anderes der Fall ist. &#8220;Wir wissen derzeit nicht wirklich, wie es zu einer Alzheimer-Erkrankung kommt. In einigen Jahren dürften wir ein vollständigeres Bild haben.&#8221; Eine weitere Studie mit 60.000 Personen ist für das kommende Jahr geplant. Derzeit leiden allein in Großbritannien 700.000 Menschen an einer Demenz. Im Jahr 2050 sollen es bereits 1,7 Mio. sein.</p>
<p>Train Your Brain: Immer fit bleiben &#8211; auch geistig&#8230;<br />
Mit zahlreichen Spielen, <a href="http://www.pharmacon.net/wirtschaft/sprachen.htm">nützlichen Informationen und viel Spaß</a>…</p>
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		<title>Train Your Brain: Immer fit bleiben &#8211; auch geistig&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 23:29:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychosomatik]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit zahlreichen Spielen, nützlichen Informationen und viel Spaß&#8230; Just like that: Polish Your English! Meldungen aus Familie &#38; Gesellschaft Meldungen aus Wirtschaft, Arbeitswelt &#38; Bildungswesen Meldungen vom Kapitalmarkt Vereinigte Wirtschaftsdienste Politik und Kultur]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit zahlreichen Spielen, <a href="http://www.pharmacon.net/wirtschaft/sprachen.htm">nützlichen Informationen und viel Spaß</a>&#8230;</strong><span id="more-1094"></span><br />
Just like that: <a href="http://www.pharmacon.net/wirtschaft/sprachen.htm">Polish Your English</a>!</p>
<ul>
<li><strong><a href="../familie.htm"><span style="font-size: x-small;">Meldungen aus Familie &amp;  Gesellschaft</span></a></strong></li>
<li><strong><a href="../wirtschaft.htm"><span style="font-size: x-small;">Meldungen aus Wirtschaft,  Arbeitswelt &amp; Bildungswesen</span></a></strong></li>
<li><strong><span style="font-size: x-small;"><a href="../finanz.htm">Meldungen vom  Kapitalmarkt</a></span></strong></li>
<li><strong><span style="font-size: x-small;"><a href="../wirtschaftsdienst.htm">Vereinigte  Wirtschaftsdienste</a></span></strong></li>
<li><span style="font-size: x-small;"><strong><a href="../politik.htm">Politik und Kultur</a></strong></span></li>
</ul>
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		<title>Gedächtnisforschung: Geistige Vorgänge erzeugen biologische Veränderungen</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2009/07/kandel/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 11:34:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit über 50 Jahren widmet sich Eric Kandel der Entschlüsselung molekularer Prozesse im Gehirn, die unserem Gedächtnis zu Grunde liegen. Im Jahre 2000 erhielt er dafür den Nobelpreis für Medizin: Er entdeckte das Protein, das eine Schlüsselrolle bei der Speicherung von Ereignissen aus dem Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis spielt. Dieser Vorgang ist die Voraussetzung für Lernen und Erinnern. Kandel hat untersucht, wie geistige Vorgänge biologische Veränderungen erzeugen, und nachgewiesen, dass Lernen neuronale Schaltkreise verändert und Wissen eine anatomische Veränderung im Gehirn bewirkt&#8230; Das Gedächtnis zählt für Kandel zu den bemerkenswertesten Aspekten der menschlichen Existenz. „Die Erinnerung versieht unser Leben mit Kontinuität; ohne die bindende Kraft der Erinnerung würden unsere Erfahrungen in ebenso viele Bruchstücke zersplittern, wie es Momente im Leben gibt. Wir sind, wer wir sind, auf Grund dessen, was wir lernen und woran wir uns erinnern.&#8221; Die Lebensgeschichte von Eric Kandel ist eng mit seiner Suche nach dem Gedächtnis verbunden. Er ist als Jude in Wien geboren. 1939, nach dem Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland, musste er im Alter von 9 Jahren nach Amerika emigrieren. Über den Einfluss seiner Biografie auf sein Forschungsthema, das eng mit seinen traumatischen Kindheitserlebnissen im Wien der Naziherrschaft und dem Holocaust zusammenhängt, schreibt er in seiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit über 50 Jahren widmet sich Eric Kandel der Entschlüsselung molekularer Prozesse im Gehirn, die unserem Gedächtnis zu Grunde liegen. Im Jahre 2000 erhielt er dafür den Nobelpreis für Medizin: Er entdeckte das Protein, das eine  Schlüsselrolle bei der Speicherung von Ereignissen aus dem Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis spielt. Dieser Vorgang ist die Voraussetzung für Lernen und Erinnern. Kandel hat untersucht, wie geistige Vorgänge biologische Veränderungen erzeugen, und nachgewiesen, dass Lernen neuronale Schaltkreise verändert und Wissen eine anatomische Veränderung im Gehirn bewirkt&#8230;<span id="more-729"></span></p>
<p>Das Gedächtnis zählt für Kandel zu den bemerkenswertesten Aspekten der menschlichen Existenz. „Die Erinnerung versieht unser Leben mit Kontinuität;  ohne die bindende Kraft der Erinnerung würden unsere Erfahrungen in ebenso viele Bruchstücke zersplittern, wie es Momente im Leben gibt. Wir sind, wer wir sind, auf Grund dessen, was wir lernen und woran wir uns erinnern.&#8221;</p>
<p>Die Lebensgeschichte von Eric Kandel ist eng mit seiner Suche nach dem  Gedächtnis verbunden. Er ist als Jude in Wien geboren. 1939, nach dem Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland, musste er im Alter von 9 Jahren nach Amerika emigrieren. Über den Einfluss seiner Biografie auf sein Forschungsthema, das  eng mit seinen traumatischen Kindheitserlebnissen im Wien der Naziherrschaft und dem Holocaust zusammenhängt, schreibt er in seiner Autobiografie „Auf der Suche nach dem Gedächtnis&#8221;, die im März 2006 mit großem Medienecho erschienen ist: „Ich bin davon überzeugt, dass mein späteres Faible für den menschlichen Geist &#8211; dafür, wie sich Menschen verhalten, wie unberechenbar ihre Motive und wie dauerhaft Erinnerungen sind &#8211; auf mein letztes Jahr in Wien zurückgeht. Nach dem Holocaust lautete das Motto der Juden: ‚Niemals vergessen!&#8217; &#8211; , wachsam gegen Antisemitismus, Rassismus und Hass zu sein&#8230; Meine wissenschaftliche Arbeit widmet sich den biologischen Grundlagen dieses Mottos: den Prozessen im Gehirn, die uns zur Erinnerung befähigen.&#8221;<br />
siehe: &#8220;Auf der Suche nach dem Gedächtnis&#8221;, München, 2006, Siedler, [<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3570550397">BESTELLEN?</a>]</p>
<blockquote><p>ERIC KANDEL ÜBER DIE VERBINDUNG ZWISCHEN DEM HOLOCAUST UND SEINER ARBEIT<br />
I had a very painful childhood experience being a Jew in Vienna when Hitler came into Austria, and it is interesting that I’ve spent my life studying memory. And in some ways this is like treating a post traumatic stress disorder. You come back to it in order to master it, and I think to some degree this is true. And also the fact that I study memory is related to this. One of the sort of major themes of post Holocaust thinking is, ‘Never Forget.’ That we should always remember what happened there in order to not allow any racial hatred, any anti-Semitism to recur. And I think that my biological science in essence is an attempt to provide a, you know, an underpinning for that model, for that way of thinking.</p>
<p>ERIC KANDEL ÜBER DEN EINFLUSS DES HOLOCAUSTS AUF SEIN LEBEN<br />
Well, I mean I don’t think about the Holocaust every day, I think about it periodically. You know, it infl uences the gratitude I feel to the United States, it’s infl uenced my marriage. I mean, I married a woman from Europe who had a diffi cult experience during the war and we bond together very strongly because of that. The nun who was in the fi lm, Yvonne, Denise has nominated for one of the Christian and she, Denise, fl ew over to Cahors for the ceremony, I mean, we’re both very much involved in our each other’s past. I’m trying to encourage her to write a book about her experiences in the convent. She’s done a lot of research on that. So it’s been, you know, it’s molded my character. For better or for worse.</p></blockquote>
<p>Der Versuch zu begreifen, wie es zur Barbarei des Nazionalsozialismus kommen konnte, führt Kandel über ein Studium der österreichischen Literatur zur  Beschäftigung mit der Psychoanalyse und der Medizin hin zur Biologie, um die biologischen Prozesse des Bewussten und Unbewussten zu erforschen.</p>
<p>Der Filmemacherin Petra Seeger ist es nun als erster gelungen, in Kandels weltweit führenden Labor der Gedächtnisforschung in enger Zusammenarbeit mit Eric Kandel einen Film zu  drehen. Zwei Jahre arbeitete Petra Seeger, die u.a. Porträts über Wim Wenders, Peter  Zadek, Christoph Schlingensief und Rudolf Thome produzierte, an dem Dokumentarfilm, der in Paris, Wien und New York gedreht wurde. So erzählt der Film nicht nur Kandels Lebensgeschichte, er zeigt auch in bislang einzigartigen Bildern aus Kandels Labor, wie sich das Gehirn verändert, wenn wir lernen oder wenn eine neue Erinnerung geformt wird.</p>
<p>Der Film verwebt die Lebensgeschichte Kandels mit seiner  Wissenschaftsgeschichte. So entsteht ein sehr persönliches Porträt eines charismatischen und  leidenschaftlichen Forschers, der eigene, leidvolle Erfahrungen in eine ungeheuere Energie umgewandelt hat, um die Grundlagen menschlichen Handels zu erforschen. Petra Seeger gelingt es in ihrem Film, Kandels Suche nach den eigenen Wurzeln in Wien und New York mit liebevoll inszenierten persönlichen Erinnerungen, Erkenntnissen auf der Wissenschaft und Kandels Forschung kunstvoll zu verweben, so dass ein lebendiges und unterhaltsames Porträt entsteht und der Zusammenhang zwischen persönlicher Biografie und Forschungsthema freigelegt wird. Es wird deutlich, dass &#8211; selbst in der Wissenschaft &#8211; die Fragestellungen in der eigenen Biografie wurzeln.</p>
<p>Auf einzigartige Weise erzählt der Film die spannende Entdeckungsreise von  Kandels Forschung. Anschaulich macht er begreifbar, wie Kandel zu seinem Versuchstier und seiner Muse, der Meeresschnecke Aplysia Californica, fand und an ihr Grundlagenforschung in Sachen Erinnerung und Lernen betrieb; dabei werden Rückschläge nicht ausgespart. Auch die jüdische Kultur hat Kandels Lebens- und Wissenschaftsgeschichte entscheidend mitgeprägt.</p>
<p><strong>Neue Erfahrungen können alte, traumatische Erfahrungen ersetzen</strong></p>
<p>Als Eric Kandel am Ende des Films in der Wiener Hofburg von Bundespräsident Fischer empfangen wird, schließt sich für ihn ein Kreis: Vom Taxi aus blickt  Kandel nachts auf die erleuchteten Prachtbauten der Ringstrasse und resümiert: „Einst vertrieben aus Wien und nun willkommen geheißen zu werden von den politischen Repräsentanten Österreichs, das ist einerseits ironisch und gleichzeitig sehr heilsam”.</p>
<p>Auch für die Filmemacherin ist es ein Film über ‚Heilung’: &#8220;Das ist sozusagen der Subtext von Kandels Lebensweg. Jemand, der Leid erfahren hat, zieht aus, wird vertrieben, konfrontiert sich mit dem Geschehenen und arbeitet genau mit diesem Schmerz, mit dem Trauma und schafft daraus etwas Neues, wandelt es in eine ungeheuere Stärke um und findet sogar Anerkennung dafür. Am Ende des Films heißt ihn der  politische Repräsentant des Landes, das ihn vertrieben hat, willkommen. Ein Kreis schließt sich. Auch das ist Heilung&#8221;.</p>
<p>Für Petra Seeger hat der Film eine überaus positive Botschaft, ist sozusagen von seiner Aussage  her ‚antidepressiv’: &#8220;Die Kernaussage von Kandels Wissenschaft ist, dass unser Hirn formbar ist, dass es sich verändert. Das widerspricht unserem bislang gängigen Bild, dass das Hirn so bleibt, wie es ist (wenn man so geboren wird, bleibt es so&#8230;) Der eine hat halt mehr Hirn, der andere weniger.<br />
Kandel zeigt, dass sich das  Hirn verändert, abhängig von den Erfahrungen, die wir machen. Es wächst! Neue Synapsen wachsen und gehen neue Verknüpfungen ein. Neue Erfahrungen können alte, traumatische Erfahrungen ersetzen. Das war für mich eine hoffnungsvolle Botschaft und passt, wie ich finde, in  unsere Zeit, in der viele Veränderungen kommen werden und kommen müssen&#8221;.</p>
<p><strong>Auf der Suche nach dem Gedächtnis:<br />
Die Entstehung einer neuen Wissenschaft des Geistes</strong><br />
[<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3570550397">BESTELLEN?</a>]<br />
<em>Von Eric Kandel</em></p>
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		<title>Verlust des Partners: Risikofaktor für Alzheimer</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2009/07/alzheimer-5/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 15:46:06 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Geriatrie]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>

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		<description><![CDATA[Menschen, die eine spezifische Genvariante in sich tragen und im mittleren Alter alleine leben, haben das höchste Risiko, eine Demenzerkrankung zu erleiden. Das Risiko betreffe vor allem jene, die vor dem 50. Lebensjahr ihre Partnerschaft beendet oder ihren Partner verloren haben&#8230; Alleinlebende haben öfter Demenzerkrankungen Partnerschaften schützen vor Demenzerkrankungen Stockholm &#8211; London &#8211; Zu diesem Schluss kommen Forscher des schwedischen Karolinska Institut http://ki.se in der aktuellen Ausgabe des British Medical Journal http://www.bmj.com . Die APOE-Variante-4 ist der bisher wichtigste genetische Risikofaktor für die Entstehung von Alzheimer. Mit der höheren Lebenserwartung in den Industrieländern rücken die Demenzerkrankungen immer weiter ins Zentrum der Öffentlichkeit. Waren es 2005 weltweit rund 25 Mio. Betroffene, erwarten Gesundheitsexperten bis 2040 rund 81 Mio. Fälle. Für die aktuelle Studie haben die Forscher rund 2.000 Männer und Frauen einmal im Alter von 50, das zweite Mal 21 Jahre später untersucht. Die Probanden, die im östlichen Teil Finnlands lebten, wurden auf das Vorliegen der Genvariante hin untersucht. Zudem wurde der Familienstatus erhoben. Jene Menschen, die in ihrer Lebensmitte alleine lebten, erkrankten doppelt so oft an Alzheimer wie jene, die in Beziehungen lebten, Verwitwete sogar drei Mal so oft. Die höchste Rate an Erkrankungen hatten jene, die zudem noch die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen, die eine spezifische Genvariante in sich tragen und im mittleren Alter alleine leben, haben das höchste Risiko, eine Demenzerkrankung zu erleiden. Das Risiko betreffe vor allem jene, die vor dem 50. Lebensjahr ihre Partnerschaft beendet oder ihren Partner verloren haben&#8230;<span id="more-721"></span></p>
<p><strong>Alleinlebende haben öfter Demenzerkrankungen<br />
Partnerschaften schützen vor Demenzerkrankungen</strong></p>
<p>Stockholm &#8211; London &#8211; Zu diesem Schluss kommen Forscher des schwedischen Karolinska Institut http://ki.se in der aktuellen Ausgabe des British Medical Journal http://www.bmj.com . Die APOE-Variante-4 ist der bisher wichtigste genetische Risikofaktor für die Entstehung von Alzheimer. </p>
<p>Mit der höheren Lebenserwartung in den Industrieländern rücken die Demenzerkrankungen immer weiter ins Zentrum der Öffentlichkeit. Waren es 2005 weltweit rund 25 Mio. Betroffene, erwarten Gesundheitsexperten bis 2040 rund 81 Mio. Fälle. Für die aktuelle Studie haben die Forscher rund 2.000 Männer und Frauen einmal im Alter von 50, das zweite Mal 21 Jahre später untersucht. Die Probanden, die im östlichen Teil Finnlands lebten, wurden auf das Vorliegen der Genvariante hin untersucht. Zudem wurde der Familienstatus erhoben. Jene Menschen, die in ihrer Lebensmitte alleine lebten, erkrankten doppelt so oft an Alzheimer wie jene, die in Beziehungen lebten, Verwitwete sogar drei Mal so oft. Die höchste Rate an Erkrankungen hatten jene, die zudem noch die Genvariante in sich trugen und alleine lebten.</p>
<p>Für Forschungsleiter Krister Hakannson sind die Resultate ein wichtiger Schritt in Richtung Vorbeugung. Hakannson leitet daraus ab, dass die mit dem Zusammenleben verbundene soziale und intellektuelle Anregung einen positiven Einfluss ausübt, der wie eine Art Schutzmechanismus wirkt. Die Traumatisierung etwa durch den Verlust des Partners scheine die Tendenz, an Alzheimer zu erkranken, zu erhöhen. Eine psychologische Unterstützung für jene, die ihre Partner verloren haben, könnte sinnvoll sein. &#8220;Wenn sich unser Verdacht bestätigt, könnte sich für die Gesellschaft angesichts der hohen Kosten einer Demenzversorgung eine Interventionsstrategie lohnen&#8221;, so Hakansson.</p>
<p>Info: <a href="http://www.bmj.com/cgi/content/abstract/339/jul02_2/b2462">http://www.bmj.com</a><br />
Association between mid-life marital status and cognitive function in later life: population based cohort study<br />
Results People cohabiting with a partner in mid-life (mean age 50.4) were less likely than all other categories (single, separated, or widowed) to show cognitive impairment later in life at ages 65-79&#8230;</p>
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