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	<title>Pharmacon Net &#187; Depression</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
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		<title>Trauer bricht das Herz: Erhöhtes Infarktrisiko nach Tod eines Nahestehenden</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 11:30:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychosomatik]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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		<description><![CDATA[Wer ein sensibles Herz hat, sollte im Trauerfall besonders auf seine Gesundheit achten. Das zeigen Harvard-Forscher vom Beth Israel Deaconess Medical Center in der Fachzeitschrift &#8220;Circulation&#8221;. In der Woche nach dem Tod eines Nahestehenden steigt das Risiko des Herzinfarkts auf das Achtfache, am unmittelbaren Tag nach dem Ereignis sogar auf das 21-fache, so das Ergebnis ihrer Studie&#8230; Trauer: Hohe Belastung für Seele und Körper bidmc.org &#8211; pte &#8211; Die Wissenschaftler befragten 2.000 Patienten, die einen Herzinfarkt überlebt hatten, nach einem möglichen Auslöserereignis im Vorfeld. 270 von ihnen berichteten von einem Todesfall im nahen Umfeld in den sechs Monaten davor, 19 innerhalb eines Zeitraums von bloß 24 Stunden. Am deutlichsten war der Zusammenhang zwischen Todesfall und Herzinfarkt bei jenen, die schon zuvor herzkrank waren. Körper leidet mit &#8220;Trauer ist verbunden mit Depression, Angst und Wut &#8211; Gefühle, die Herzschlag und Blutdruck steigen und das Blut leichter verklumpen lassen&#8221;, erklärt Studienleiterin Elizabeth Mostofsky das erhöhte Risiko. Stress trifft sensible Stelle Auch Christine Pernlochner-Kügler, Chefredakteurin des Trauerportals Aspetos http://aspetos.at , hebt das enorme Stressempfinden von Hinterbliebenen hervor. &#8220;Todesfälle gehören neben der Diagnose schwerer Krankheiten, Scheidung und Eheschließung zu den größten Stresssituationen im Leben. Je nachdem, wo ein Mensch körperliche Dispositionen hat &#8211; etwa [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer ein sensibles Herz hat, sollte im Trauerfall besonders auf seine Gesundheit achten. Das zeigen Harvard-Forscher vom Beth Israel Deaconess Medical Center in der Fachzeitschrift &#8220;Circulation&#8221;. In der Woche nach dem Tod eines Nahestehenden steigt das Risiko des Herzinfarkts auf das Achtfache, am unmittelbaren Tag nach dem Ereignis sogar auf das 21-fache, so das Ergebnis ihrer Studie&#8230;<span id="more-3793"></span></p>
<p>Trauer: Hohe Belastung für Seele und Körper</p>
<p><a href="http://bidmc.org">bidmc.org</a> &#8211; <a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Die Wissenschaftler befragten 2.000 Patienten, die einen Herzinfarkt überlebt hatten, nach einem möglichen Auslöserereignis im Vorfeld. 270 von ihnen berichteten von einem Todesfall im nahen Umfeld in den sechs Monaten davor, 19 innerhalb eines Zeitraums von bloß 24 Stunden. Am deutlichsten war der Zusammenhang zwischen Todesfall und Herzinfarkt bei jenen, die schon zuvor herzkrank waren. </p>
<p><strong>Körper leidet mit</strong> </p>
<p>&#8220;Trauer ist verbunden mit Depression, Angst und Wut &#8211; Gefühle, die Herzschlag und Blutdruck steigen und das Blut leichter verklumpen lassen&#8221;, erklärt Studienleiterin Elizabeth Mostofsky das erhöhte Risiko. </p>
<p><strong>Stress trifft sensible Stelle</strong> </p>
<p>Auch Christine Pernlochner-Kügler, Chefredakteurin des Trauerportals Aspetos http://aspetos.at , hebt das enorme Stressempfinden von Hinterbliebenen hervor. &#8220;Todesfälle gehören neben der Diagnose schwerer Krankheiten, Scheidung und Eheschließung zu den größten Stresssituationen im Leben. Je nachdem, wo ein Mensch körperliche Dispositionen hat &#8211; etwa bei der Verdauung, beim Schlaf oder beim Herz &#8211; steigt bei diesem Gefühlschaos das Risiko eines Zusammenbruchs&#8221;, so die Trauerpsychologin im pressetext-Interview.</p>
<p>Dabei macht Trauer nicht per se krank, sondern ist vielmehr ein notwendiger und sinnvoller Prozess der Bewältigung. &#8220;Es ist gesund, die mit der Trauer verbundenen Gefühle zuzulassen, sofern sie richtig kanalisiert werden. Vielen geht es jedoch in der Schocksituation so, dass sie den Boden unter den Füßen verlieren&#8221;, berichtet Pernlochner-Kügler. Strukturen und Tagesabläufe brechen zusammen, was wohl auch ein entscheidender Grund dafür ist, dass viele auf die Einnahme wichtiger Herzmedikamente vergessen.</p>
<p><strong>Hinterbliebene nicht alleine lassen</strong></p>
<p>Unterstützen kann man trauernde Angehörige am besten darin, indem man sie nicht alleine lässt. &#8220;Primär geht es nicht um das Reden oder tröstende Worte für die Hinterbliebenen, sondern darum, dass in Akutsituation 24 Stunden jemand bei ihnen ist oder sie bei Angehörigen oder Nachbarn übernachten können. Personen, die dieses Auffangnetz bilden, sollten sich durchaus abwechseln&#8221;, rät die Expertin. Mit diesem Rückhalt falle es leichter, Gefühle zu normalisieren, Struktur zurückzugewinnen und damit zugleich Gesundheitsrisiken abzuwenden.</p>
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		<title>Jüdische Patienten: Psychotherapie ist ein Maßanzug</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 08:05:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
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		<category><![CDATA[Trauma]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine orthodoxe Jüdin wird mit schwersten Depressionen und Zwangsstörungen in ein Krankenhaus eingewiesen. Der Aufnahme ging ein monatelanges Martyrium in der Familie, im Berufsleben und im Freundeskreis voraus. Die Ärzte diagnostizieren einen klassischen &#8220;Nervenzusammenbruch&#8221; und behandeln ebenso &#8220;klassisch&#8221;: viel Ruhe, Psychopharmaka, autogenes Training, schließlich die Entlassung und die Überweisung in eine ambulante psychotherapeutische Betreuung&#8230; Musik erwünscht? &#8230; aus Radio haGalil&#8230; Im Gespräch mit dem jüdischen Psychotherapeuten Nicolai Stern Von Lutz Lorenz Für den nichtjüdischen Therapeuten ist die Ursache der Erkrankung dann sehr vorschnell gefunden: die streng orthodoxe Lebensweise der Patientin, die nicht mit den alltäglichen Anforderungen einer modernen Gesellschaft einhergehen würde, seien schuld an ihrer Krankheit. &#8220;Orthodoxie als Zwangsstörung&#8221;, diagnostizierte der Mediziner &#8211; und findet sich dabei durchaus in Übereinstimmung mit Sigmund Freud, dem Vater der Psychotherapie, der jede Religiosität als Zwangsstörung ansah und auch als solche behandelt wissen wollte. Der hier geschilderte Fall steht nicht allein. Schulbuchmediziner sind mit den Anforderungen ihrer religiösen Patienten oft überfordert, das weiß auch Nicolai Stern. Der junge Mann betreibt in der Berliner Innenstadt eine psychotherapeutische Praxis und spricht mit mir über die Besonderheiten der Betreuung jüdischer Patienten. Als ehrenamtlicher psychotherapeutischer Berater in der Sozialabteilung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin wird Stern häufig mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine orthodoxe Jüdin wird mit schwersten Depressionen und Zwangsstörungen in ein Krankenhaus eingewiesen. Der Aufnahme ging ein monatelanges Martyrium in der Familie, im Berufsleben und im Freundeskreis voraus. Die Ärzte diagnostizieren einen klassischen &#8220;Nervenzusammenbruch&#8221; und behandeln ebenso &#8220;klassisch&#8221;: viel Ruhe, Psychopharmaka, autogenes Training, schließlich die Entlassung und die Überweisung in eine ambulante psychotherapeutische Betreuung&#8230;<span id="more-3678"></span></p>
<p>Musik erwünscht? &#8230; <a href="http://www.hagalil.com/sound/mp/nov-2011.mp3" target="_blank">aus Radio haGalil</a>&#8230;</p>
<h2 dir="LTR">Im Gespräch mit dem jüdischen Psychotherapeuten Nicolai Stern</h2>
<p><em>Von Lutz Lorenz</em></p>
<p dir="LTR">Für den nichtjüdischen Therapeuten ist die Ursache der Erkrankung dann sehr vorschnell gefunden: die streng orthodoxe Lebensweise der Patientin, die nicht mit den alltäglichen Anforderungen einer modernen Gesellschaft einhergehen würde, seien schuld an ihrer Krankheit. &#8220;Orthodoxie als Zwangsstörung&#8221;, diagnostizierte der Mediziner &#8211; und findet sich dabei durchaus in Übereinstimmung mit Sigmund Freud, dem Vater der Psychotherapie, der jede Religiosität als Zwangsstörung ansah und auch als solche behandelt wissen wollte.</p>
<p dir="LTR">Der hier geschilderte Fall steht nicht allein. Schulbuchmediziner sind mit den Anforderungen ihrer religiösen Patienten oft überfordert, das weiß auch Nicolai Stern. Der junge Mann betreibt in der Berliner Innenstadt eine psychotherapeutische Praxis und spricht mit mir über die Besonderheiten der Betreuung jüdischer Patienten. Als ehrenamtlicher psychotherapeutischer Berater in der Sozialabteilung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin wird Stern häufig mit solchen Problemfällen betraut.</p>
<p>Nach der Ausbildung trat Stern eine Stelle als Psychologe im &#8220;Auguste Viktoria Krankenhaus&#8221; an und wurde zu Beginn seiner Tätigkeit mehr von muslimischen Patienten konsultiert. &#8220;Da habe ich so eine Art &#8220;positiven Antisemitismus&#8221; erlebt&#8221;, erinnert sich Stern. Auch für Muslime war ein Mediziner, der sich ganz offen zu seiner Religion bekennt, lieber als ein Atheist: Stern trägt seinen Davidstern, für jeden sichtbar, als Kette um den Hals. Später wurde er verstärkt bei der Behandlung zugewanderter russisch-jüdischer Patienten hinzugezogen. Stern hatte zu psychologischen Aspekten der russischjüdischen Zuwanderung seine Diplomarbeit geschrieben, die sich mit der späteren Stressverarbeitung auf Grund des Zusammenfalls von Pubertät und Emigration befasst. Somit war Stern der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Seine Kollegen bemerkten schnell, wie sehr sich die Patienten bei Stern aufgehoben und zunehmend wohler fühlten, so wurde bald die Mitbehandlung der jüdischen Patienten durch Nicolai Stern fast selbstverständlich. Auch nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus wollten diese Patienten weiter von ihm betreut werden, in der Synagoge sprach sich seine Tätigkeit schnell herum.</p>
<p>Nicolai Stern widmete sich nun zunehmend diesem Aufgabenbereich, las sich verstärkt in die denkbaren Problematiken jüdischer Patienten ein, beschäftigt sich seitdem intensiv und auch in seiner Praxis schwerpunktmäßig mit transgenerationalen Problemen. Zu deren Lösung hat er sich explizit ausbilden lassen und kann nun vielfältige Rückschlüsse ziehen, Verständnis entwickeln und seinen Patienten Lösungswege aus ihren persönlichen Krisensituationen anbieten.</p>
<h3 dir="LTR">Spezielle Symptome</h3>
<p dir="LTR">Ich möchte von Nicolai Stern wissen, welche besonderen Krankheitsbilder ihm in seiner Praxis vorgetragen werden. Er spricht von Depressionen, Angststörungen, etwa um den Arbeitsplatz, Mobbing. Häufig sei auch eine Mehrfachstörung zu beobachten, so Stern, etwa Depressionen plus Angst oder auch Autoaggressivität plus einer Suchtproblematik. Das alles ist für mich als Laien noch keine Besonderheit &#8211; und ich frage nach: Stern erklärt mir, dass insbesondere bei jungen Leuten emotionale frühe Störungen im Kindesalter, so genannte &#8220;Strukturstörungen&#8221;, aus der Zeitgleichheit von Heranwachsen und Emigration entstehen würden. In einer Phase, in der sich erste wirkliche soziale Kontakte entwickeln, wird der junge Mensch aus eben diesem sozialen Umfeld herausgerissen: er wechselt nicht nur die Stadt, was alleine schon die Trennung von Freunden und Familie bedeute, er wechselt zugleich die Sprache, die Kultur, nicht selten sogar das Gesellschaftssystem.</p>
<p>In der Aufnahmegesellschaft Deutschland angelangt, kommt dann eine weitere Spezifik hinzu: Nicht selten leben sich Heranwachsende zwar wesentlich besser in der neuen Heimat ein, sprechen schneller die Sprache und kommen mit den Anforderungen der Gesellschaft gut zurecht &#8211; doch müssten sie nun oft die Rolle ihrer Eltern übernehmen, denen genau das nicht gelinge. So werden die Jugendlichen &#8220;parentifiziert&#8221; und müssen in einer Art &#8220;Rollentausch&#8221; oft die Alltagsaufgaben übernehmen, die normalerweise den Eltern zufallen: Vom Behördengang bis zum Ausfüllen von Formularen oder dem Aufbau von Kontakten zu den Nachbarn. Die Eltern, nicht selten Akademiker, haben dabei ihrerseits mit einem Verlust an Identität zu kämpfen, spätestens dann, wenn sie keine Arbeit finden, die ihren Fähigkeiten und Abschlüssen entspricht. Massiver Ansehensverlust sei die Folge. So ein &#8220;Rollentausch&#8221; führe schließlich oft zu schwer schädigenden Irritationen bei den Heranwachsenden wie den Älteren. Die Jungen merken durchaus, wie massiv die ältere Generation sich innerlich und schweigend gegen die &#8220;Führungsrolle&#8221; ihrer Kinder auflehnt, auch wenn sie das hinnehmen müssen. Kommt dann noch manifester oder auch &#8220;nur&#8221; gefühlter Antisemitismus hinzu, seien oft Bindungsstörungen zwischen den Generationen und das Zerstören der traditionellen Familienstrukturen die Folge.</p>
<p>Auch in der Generation der Senioren sind spezielle psychische Störungen zu diagnostizieren, so Stern, die er als &#8220;posttraumatische Belastungsstörungen&#8221; bezeichnet. &#8220;Diese Menschen haben zum ersten Mal Zeit, über sich nachzudenken, ob nun über die Geschehnisse während der Schoah, die Zeit der Unterdrückung des Judentums in den sozialistischen Ländern der Nachkriegszeit oder die Erinnerungen an die immerwährenden Kriege und Bürgerkriege in Israel &#8211; je nachdem, woher sie nach Deutschland gekommen sind. Für sie wäre es wichtig ihre Geschichte erzählen zu können &#8211; doch die diesbezüglichen Blockaden sind nicht erst hier und heute ein Problem: Die Angst davor, sich zu erinnern, sich und anderen erklären zu müssen, warum Dies oder Jenes so oder so gemacht wurde, die Scham, überlebt zu haben &#8211; ob nun den Holocaust, ein Lager, wo auch immer, einen Krieg vielleicht &#8211; das alles beim Erinnern und Erzählen noch einmal vor seinem &#8220;geistigen Auge&#8221; ablaufen lassen zu müssen, sei für viele aus der so genannten Ersten und Zweiten Generation noch immer nicht möglich, trotz der Liebe, der Geborgenheit aber eben auch wegen der ungestillten und unnachgiebigen Neugier der Jungen.</p>
<h3 dir="LTR">&#8220;Wenn ich tot bin&#8230;&#8221;</h3>
<p>Ich erinnere mich an eine eigene Begegnung mit einer Jüdin, die einer bedeutenden deutsch-jüdischen Industriellenfamilie angehörte und als Kind mit ihren Elten: noch rechtzeitig vor dem Naziterror in die USA emigrieren konnte. Fast 90-jährig besuchte sie mit ihren Enkeln Berlin und ich hatte die einmalige Chance, die Familie drei Tage durch die Stadt begleiten zu dürfen. Zum Abschied erklärte mir die mir die stolze alte Dame, die in diesen Tagen ihren Enkeln und mir ununterbrochen von &#8220;damals&#8221; erzählt und viele Orte und Erinnerungen wiedergefunden hatte, sie müsse mir leider rigoros verbieten, ihre Geschichte zu veröffentlichen, so lange sie selbst noch lebe. Sie würde es nicht ertragen, dass vielleicht jemand von &#8220;damals&#8221; sie lesen, sich darin wieder finden oder die Nachkommen dies könnten. &#8220;Ich sage nicht &#8220;auf Wiedersehen&#8221;, denn das wird es zwischen uns nicht mehr geben, junger Mann. Aber meine Enkel werden Sie anrufen, wenn ich tot bin &#8211; und dann machen Sie mit der Geschichte was Sie !&#8221; Bis heute liegen die Aufzeichnungen in meinem Schreibtisch.</p>
<p dir="LTR">Insbesondere das Gefühl, nirgendwo dazuzugehören, belaste stark:<br />
weder ins alte Russland, noch nach Israel, wohin der Weg vieler zuerst geführt habe, noch hier in Deutschland.</p>
<p>Insbesondere die postsowjetischen Zuwanderer, die, trotz Verfolgung ihrer Religion, in einem hohen Maße gesellschaftlich und beruflich anerkannt waren und über einen relativen Wohlstand, mit Datscha und großem Auto verfügten, sehen sich nun in Deutschland oft an der Grenze der Grundsicherung lebend und haben Angst, zu verarmen.</p>
<p dir="LTR">Doch auch millionenschwere Zuwanderer aus den USA und Südamerika mit &#8220;Verarmungswahn&#8221; zählen zu Sterns Patienten: Er berichtet mir von einer mehrfachen Millionärin, die nach jeder Konsultation das Toilettenpapier aus der Patiententoilette und die Pfandflasche vom Tisch &#8220;mitgehen&#8221; lassen wollte.</p>
<h3 dir="LTR">Allgemeines und Spezielles</h3>
<p dir="LTR">Stern sieht sich tagtäglich den klassischen Krankheitsbildern seines Berufes gegenüber, die von speziellen jüdischen Problemen noch wesentlich verstärkt werden. Insbesondere das Gefühl, nirgendwo dazuzugehören, belaste stark: weder ins alte Russland, noch nach Israel, wohin der Weg vieler zuerst geführt habe, noch hier in Deutschland.</p>
<p>Dieses Gefühl lasse sich jedoch nicht nur bei Einwanderern beobachten. Auch &#8220;Alteingesessene&#8221; würden oft von einem Gefühl der Fremdheit berichten, einem &#8220;Trauma der De-klassierung&#8221;, beides in der Familiengeschichte und der Geschichte der Juden in Deutschland ganz allgemein begründet. Oft bringe dann ein winziger Tropfen, der von deutschen Patienten oft noch ganz gut &#8220;weggesteckt&#8221; werden könne, das &#8220;Faß zum Überlaufen&#8221; und führe zu schweren psychischen Schäden.</p>
<p dir="LTR">Eine besondere Belastung sieht Stern auch in der kulturspezifisch jüdischen Erinnerungskultur. Kaum eine christliche Familie werde sich an der Inquisition des Mittelalters orientieren, doch berichtet er mir von einer Patientin, in deren Familie immer wieder von der Verbrennung einer namentlich sogar bekannten Vorfahrin als Hexe vor mehreren hundert Jahren erzählt wurde. Im Kopf seiner Patientin führe sich diese Hexenverbrennung mit den Pogromen vieler späterer Jahrhunderte bis zum Holocaust weiter, &#8220;und jetzt bin ich die einzige Überlebende&#8221;, resümiert die Dame ihre Familiengeschichte, die mit ihrem Tod, ausgerechnet in Deutschland, nun bald enden werde.</p>
<p dir="LTR">Stern sieht bei vielen seiner Patienten ein &#8220;Konglomerat aus Angst&#8221;, das mit einem übergroßen Assimilationswunsch einhergehe, zugleich wiederum mit der Angst verbunden, dass eine Assimilation den deutschen Juden in der Nazizeit auch nicht geholfen habe. Solche Gedankengänge würden nicht selten zu &#8220;jüdischem Selbsthass&#8221; fuhren und damit dem Wunsch, mit &#8220;den Juden&#8221; nichts zu tun haben zu wollen. Wenn man das dann aber &#8220;müsse&#8221;, eben weil die Gemeinden Sozialleistungen und andere Betreuungen anbieten, die die deutsche Aufnahmegesellschaft nicht erbringen kann und auch nicht erbringen will, schließe sich ein Teufelskreis, aus dem viele nicht mehr selbst herausfänden, mehr noch, auch andere Familienmitglieder mit hineinzögen.</p>
<p>Die Verzweiflung ist oft groß &#8211; und es scheint nur zu einfach, das eigene Versagen mit einer solchen Verzweiflung zu begründen und auf andere abzuwälzen: &#8220;die Deutschen&#8221;, die deutsche Gesellschaft, die deutsche Geschichte. Auch solche Patienten sitzen bei Stern. &#8220;Das hat mit &#8220;den Deutschen&#8221; nichts zu tun&#8221;, erklärt er ihnen immer wieder. In Selbstmitleid zu zerfließen, Sozialbetrug zu begehen und mit der &#8220;Schuld&#8221; der Deutschen zu begründen, ist nicht die Lösung. &#8220;Als jüdischer Therapeut kann ich meinen jüdischen Patienten das auch so deutlich sagen&#8221;, weiß Stern und berichtet mir von nichtjüdischen Kollegen, die dann schon mal als Nazi bezeichnet werden.</p>
<h3 dir="LTR">Erste Schritte</h3>
<p>Nur zwei Prozent aller psychisch Kranken oder Menschen, die an sich selbst merken, &#8220;dass etwas nicht stimmt&#8221;, gingen überhaupt zum Psychotherapeuten. &#8220;Der erste Schritt ist der schwerste&#8221;, weiß Stern und wirbt um Vertrauen in seine speziellen Fähigkeiten als Diplompsychologe, verbunden mit seiner tiefen eigenen Verwurzelung in das Judentum. &#8220;Psychotherapie ist ein Maßanzug! Niemand wird von mir null-acht-fünfzehn behandelt&#8221;, versichert er mir.</p>
<p dir="LTR">Derzeit kämpft Stern für eine &#8220;Sonderbedarfszulasssung&#8221; für seine Praxis, denn der &#8220;Zulassungsausschuss für Ärzte und Psychotherapeuten der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin&#8221; ist leider noch nicht so weit, die Spezifik jüdischer Patienten anzuerkennen. Der Ausschuss hält diese Patienten nicht &#8220;für eine besondere Patientengruppe&#8221;, wohl aber der &#8220;Landesverband der Jüdischen Ärzte und Psychologen&#8221; und die Jüdische Gemeinde zu Berlin, die beide Nicolai Stern bei seiner Antragstellung nach Kräften unterstützen. &#8220;Nach unseren Erfahrungen kam es immer wieder zu Fehllokationen bei wenig in diesen Thematiken erfahrenen Psychotherapeuten, wodurch es zu Nichtbehandlungen, Therapieabbrüchen und wirkungslosen Therapien kam. Für diese Patienten [...] ist es wichtig, dass es einen garantiert diskriminierungsfreien Raum im therapeutischen Setting gibt, einen vertrauensvollen und haltgebenden Raum für die psychische Bearbeitung und Nachreifung&#8221;, argumentiert der Verband für die Sonderbedarfszulassung Sterns.</p>
<p dir="LTR">So ist eine Behandlung mit einer normalen Überweisung vom Hausarzt oder auf Krankenschein bei Nicolai Stern noch nicht möglich. Dennoch kann und darf er Patienten betreuen und behandeln. Dazu sind jedoch eine &#8220;Notwendigkeitsbescheinigung&#8221; des behandelnden Arztes erforderlich und ein &#8220;Antrag auf außervertragliche Psychotherapie&#8221; bei der Krankenkasse zu stellen. &#8220;Die Krankenkassen würdigen diese besondere Betreuung schon&#8221;, erklärt Stern dazu. Bisher sei keiner dieser Anträge abgelehnt worden und damit eine Behandlung durch ihn gesichert. &#8220;Die Kassen folgen meiner Argumentation, dass meine Patienten nicht länger nur als &#8220;deutsche&#8221; Patienten behandelt werden müssen, sondern als &#8220;deutsch-jüdische&#8221;.&#8221; Auch das habe etwas mit ihrer Anerkennung durch die Aufnahmegesellschaft zu tun und tue ihnen gut für ihre Identitätsfindung. Beides seien wichtige Grundlagen dafür, zu jenen zwei Prozent gehören zu wollen und zu können, die ihr Schicksal in die Hand nehmen. &#8220;Ich freue mich über jeden, der den Wunsch hat, an seinen Problemen zu arbeiten &#8211; ich freue mich aber noch mehr über jeden, der irgendwann nicht mehr zu mir kommen muss!&#8221;</p>
<blockquote>
<p dir="LTR">Liebe Leserinnen und Leser,<br />
für Fragen und Probleme können Sie sich an Dipl. Psych. Nicolai Stern auch über Ihre &#8220;Jüdische Zeitung&#8221; wenden: Schreiben Sie uns dazu in einem verschlossenen Umschlag (nicht als Postkarte). Nicolai Stern wird ihre Frage dann anonym in einer eigenen Rubrik beantworten, die wir bei Bedarf ab Januar 2012 in loser Folge veröffentlichen werden.</p>
<p>Jüdische Zeitung &#8220;Fragen an Nicolai Stern&#8221; Großbeerenstr. 186-192 12277 Berlin</p>
<p dir="LTR">Diplom-Psychologe Nicolai Stern<br />
Praxis am Theodor-Heuss-Platz • Berlin-Charlottenburg<br />
Telefon für Terminabsprachen und Informationen: (030) 22 39 31 74</p>
</blockquote>
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		<title>Schwere Depression: Gehirnschrittmacher hilft</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 10:16:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychopharmakologie]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Haut]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>

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		<description><![CDATA[Bonner Forscher haben einen zentralen Ort im Gehirn gefunden, der an der fehlenden Motivation bei Depression beteiligt sein dürfte. Stimuliert man die dort liegenden Nervenfaserbündel, bessern sich einige Depressionssymptome rasch und deutlich&#8230; Stimulation des medialen Vorderhirnbündels &#8220;repariert&#8221; Motivation Gehirn: Optimaler Depressions-Stimulationspunkt gefunden pte -  http://dgppn.de &#8211; Die ersten Ergebnisse von Tests mit schwerst depressiven Patienten haben der Neurochirurg Volker Coenen und der Psychiater Thomas Schläpfer soeben am DGPPN-Kongress  präsentiert. Im pressetext-Interview erklärt Coenen, wie die Behandlung von Depression in der stärksten Ausprägung künftig aussehen könnte. Verlorene Balance Depression beeinflusst vorrangig den Umgang mit Emotionen, was sich in der ständig niedergedrückten Stimmung zeigt. Negative Gefühle braucht der Mensch, um sich bei Gefahr zurückziehen zu können. Für die Balance ist jedoch als positiver Gegenspieler das Motivationssystem nötig, das bei Depressiven nicht richtig zu funktionieren scheint. &#8220;Beeinträchtigt sind dadurch die Euphorie, die körperliche Aktivität und auch das Vorhersehen, durch welche Handlung ein positives Gefühl eintritt &#8211; die sogenannte appetetive Motivation&#8221;, erklärt Coenen. Die Wissenschaft sucht bereits lange danach, wie das beschädigte Motivationssystem wieder normalisiert werden kann. Als letztmöglicher Weg wurde schon bisher die tiefen Hirnstimulation (THS) jener Gehirnregionen versucht, die mit der Motivation in Verbindung stehen. Als Zielorte wurden bisher das Cingulum, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bonner Forscher haben einen zentralen Ort im Gehirn gefunden, der an der fehlenden Motivation bei Depression beteiligt sein dürfte. Stimuliert man die dort liegenden Nervenfaserbündel, bessern sich einige Depressionssymptome rasch und deutlich&#8230;<span id="more-3672"></span></p>
<p><strong>Stimulation des medialen Vorderhirnbündels &#8220;repariert&#8221; Motivation</strong></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><strong>Gehirn: Optimaler Depressions-Stimulationspunkt gefunden</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> -  <a href="http://dgppn.de/">http://dgppn.de</a> &#8211; Die ersten Ergebnisse von Tests mit schwerst depressiven Patienten haben der Neurochirurg Volker Coenen und der Psychiater Thomas Schläpfer soeben am DGPPN-Kongress  präsentiert. Im pressetext-Interview erklärt Coenen, wie die Behandlung von Depression in der stärksten Ausprägung künftig aussehen könnte.</p>
<p><strong>Verlorene Balance</strong></p>
<p>Depression beeinflusst vorrangig den Umgang mit Emotionen, was sich in der ständig niedergedrückten Stimmung zeigt. Negative Gefühle braucht der Mensch, um sich bei Gefahr zurückziehen zu können. Für die Balance ist jedoch als positiver Gegenspieler das Motivationssystem nötig, das bei Depressiven nicht richtig zu funktionieren scheint. &#8220;Beeinträchtigt sind dadurch die Euphorie, die körperliche Aktivität und auch das Vorhersehen, durch welche Handlung ein positives Gefühl eintritt &#8211; die sogenannte appetetive Motivation&#8221;, erklärt Coenen.</p>
<p>Die Wissenschaft sucht bereits lange danach, wie das beschädigte Motivationssystem wieder normalisiert werden kann. Als letztmöglicher Weg wurde schon bisher die tiefen Hirnstimulation (THS) jener Gehirnregionen versucht, die mit der Motivation in Verbindung stehen. Als Zielorte wurden bisher das Cingulum, das ventrale Striatum und der Nucleus accumbens untersucht &#8211; Areale aus völlig unterschiedlichen Gehirnregionen, deren Stimulation zu Ansprechraten von 50 bis 60 Prozent führte.</p>
<p><strong>Zentrale Schaltstelle gefunden</strong></p>
<p>Alle diese Regionen haben jedoch gemeinsam, dass sie über das mediale Vorderhirnbündel mit Signalen versorgt werden, konnte Coenen und Schäpfer gemeinsam mit US-Kollegen bereits im Vorjahr mittels der Kernspin-Tomographie zeigen. Es handelt sich dabei um eine Art Kabelstrang, der sich vom tief liegenden Hirnstamm bis zur stirnseitigen Hirnrinde zieht. &#8220;Scheinbar haben wir somit einen neuralgischen Punkt gefunden, an dem die entscheidenden Fasern optimal für die Stimulation zusammenlaufen&#8221;, so der Bonner Neurochirurg.</p>
<p>Stimuliert wird mit feinen Drähten, die Stromstöße mit einer Frequenz jenseits von 100 Hertz ins Nervengewebe einbringen und dieses somit in Aktivität versetzen. Der dafür nötige &#8220;Gehirnschrittmacher&#8221; wird dauerhaft unter der Haut implantiert, wobei dank der besseren Verortung eine sehr geringe Stromstärke ausreicht. Der Erfolg stellte sich ein: Bei sechs der sieben getesteten Patienten sank der Wert auf der Hamilton-Depressionsskala innerhalb kurzer Zeit auf die Hälfte.</p>
<p><strong>Schrittmacher für die Stimmung</strong></p>
<p>Die Stimulation sorgt dafür, dass depressive Symptome zurückgehen. &#8220;Die Behandelten sind zwar zunächst nicht fröhlicher, doch gerichtete Aktivitäten, Zugehen auf andere Menschen oder Bücherlesen gelingen wieder&#8221;, erklärt der Experte. Eine Heilung stelle dies nicht dar, zudem sind Psychotherapie, Medikamente und regelmäßige Beobachtung weiterhin nötig. Mögliche Gefahren sind Blutungen und Infektionen, die laut bisherigen Erfahrungen bei einem und fünf Prozent auftreten. Bei den Getesteten gab es in den bisher vier Monaten jedoch im Verhalten keine nachteiligen Effekte.</p>
<p>Nötig ist nun, die Wirkung noch länger zu beobachten, geben die beiden Forscher zu bedenken. Um zu einer aussagekräftigen Statistik zu gelangen, müssen zudem deutlich mehr Menschen operiert und geblindete Studien durchgeführt werden. Die Chancen auf eine Behandlungsform, die es mit erfolgreichen Vorbildern etwa aus der Parkinson- oder Tremor-Stimulation aufnehmen kann, stehen jedoch gut. &#8220;Eine Option wäre dies für Depressive, die weder auf Medikamente noch auf Elektrokrampf &#8211; dem bisherigen Goldstandard &#8211; reagieren&#8221;, schließt Coenen.</p>
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		<title>Musizieren ist Gefühlsausdruck ohne Worte: Trommeln hilft bei Depression</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 12:16:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Musik kann Depressiven eine große Hilfe sein &#8211; besonders wenn sie sich selbst aktiv am Instrument betätigen. Das berichten finnische Forscher im &#8220;British Journal of Psychiatry&#8221;. Menschen mit Depression erhielten zusätzlich zur Standardbehandlung ein Musiktherapie-Angebot, das sich besonders auf Schlaginstrumente wie etwa afrikanische Trommeln oder Synthesizer-Vibraphone stützte&#8230; Jyväskylä pte - Der Anteil jener, bei denen sich die Symptome besserten, war mit Musiktherapie deutlich höher als ohne. Steigerung des Therapieeffekts &#8220;Menschen zeigen innere Anspannung und Gefühle oft durch Trommeln oder durch Geräusche, die denen eines Schlaginstruments ähneln. Viele Depressive berichten von Erleichterung, wenn sie selbst mit Instrumenten Musik machen&#8221;, so Studienautor Jaakko Erkkilä von der Universität Jyväskylä http://www.jyu.fi/en . Der Effekt gehe einerseits auf die ästhetische Freude bei Musik zurück, andererseits auf die erhöhte Aufmerksamkeit, die der Rhythmus einfordert. Der Gefühlsausdruck ohne Worte erleichtere zudem die Kommunikation mit dem Therapeuten. Von 79 Depressions-Patienten erhielten 33 zusätzlich zu Antidepressiva, Psychotherapie und Beratung alle zwei Wochen insgesamt 18 Einheiten in Musiktherapie. Drei Monate nach Beginn hatten sich die Depressions- und Angstsymptome stärker gebessert als bei der Kontrollgruppe, zudem berichteten die Patienten auch von Erleichterungen im Alltagsleben. Der positive Effekt hielt auch drei Monate nach Therapieende an. Genaue Diagnose nötig Trotz der positiven Ergebnisse warnt Hans Volker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Musik kann Depressiven eine große Hilfe sein &#8211; besonders wenn sie sich selbst aktiv am Instrument betätigen. Das berichten finnische Forscher im &#8220;British Journal of Psychiatry&#8221;. Menschen mit Depression erhielten zusätzlich zur Standardbehandlung ein Musiktherapie-Angebot, das sich besonders auf Schlaginstrumente wie etwa afrikanische Trommeln oder Synthesizer-Vibraphone stützte&#8230;<span id="more-3461"></span></p>
<p>Jyväskylä <a href="http://www.pressetext.de">pte</a> - Der Anteil jener, bei denen sich die Symptome besserten, war mit Musiktherapie deutlich höher als ohne.</p>
<p><strong>Steigerung des Therapieeffekts</strong></p>
<p>&#8220;Menschen zeigen innere Anspannung und Gefühle oft durch Trommeln oder durch Geräusche, die denen eines Schlaginstruments ähneln. Viele Depressive berichten von Erleichterung, wenn sie selbst mit Instrumenten Musik machen&#8221;, so Studienautor Jaakko Erkkilä von der Universität Jyväskylä <a href="http://www.jyu.fi/en">http://www.jyu.fi/en</a> . Der Effekt gehe einerseits auf die ästhetische Freude bei Musik zurück, andererseits auf die erhöhte Aufmerksamkeit, die der Rhythmus einfordert. Der Gefühlsausdruck ohne Worte erleichtere zudem die Kommunikation mit dem Therapeuten.</p>
<p>Von 79 Depressions-Patienten erhielten 33 zusätzlich zu Antidepressiva, Psychotherapie und Beratung alle zwei Wochen insgesamt 18 Einheiten in Musiktherapie. Drei Monate nach Beginn hatten sich die Depressions- und Angstsymptome stärker gebessert als bei der Kontrollgruppe, zudem berichteten die Patienten auch von Erleichterungen im Alltagsleben. Der positive Effekt hielt auch drei Monate nach Therapieende an.</p>
<p><strong>Genaue Diagnose nötig</strong></p>
<p>Trotz der positiven Ergebnisse warnt Hans Volker Bolay vom Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung <a href="http://www.dzm-heidelberg.de">http://www.dzm-heidelberg.de</a> gegenüber pressetext vor unkritischer Anwendung von Musiktherapie. &#8220;Die Zeiten, in denen man Musik empfahl, da sie &#8216;für das Gemüt immer positiv&#8217; ist, sind vorbei &#8211; Gott sei Dank. Für jeden Einsatz braucht Musiktherapie eine saubere Diagnose, eine entsprechende Indikation und auch das richtige Konzept. Musiktherapie ist nur dort sinnvoll, wo sie besser ist als vergleichbare Methoden.&#8221;</p>
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		<title>Strategiewandel für Kinder psychisch Kranker: Diagnosekarte verbessert Stärkung vorhandener Ressourcen</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/08/kinder-psychisch-kranker/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 10:40:03 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vorsorge ist die bessere Alternative zur Therapie für Kinder psychisch kranker Eltern. Einen praktikablen Ansatz dafür haben nun Forscher vom Ilse Arlt Institut der FH St. Pölten entwickelt&#8230; pte &#8211; http://www.fhstp.ac.at &#8211; Er zielt darauf ab, vorhandene Schutzfaktoren von betroffenen Kindern systematisch zu erkennen und gezielt zu fördern. &#8220;Ein positiver Zugang macht es viel leichter, diese oft vergessene Gruppe von leidenden Kindern zu erreichen&#8221;, erklärt die Projektleiterin Christine Haselbacher im pressetext-Interview. Unsichtbares Leid Wie viel Kinder psychisch kranker Eltern mitmachen, ist im Alltag meist unsichtbar, betont Haselbacher. &#8220;Es ist für sie oft unverständlich, wenn etwa die Mutter den ganzen Tag das Bett nicht verlässt und aufgrund von Stimmungsschwankungen zuerst übermäßig viel Liebe erweist, dann in Apathie verfällt. Fragezeichen stehen im Raum und Schuldgefühle oder Phantasien erhalten freien Lauf, die oft schlimmer sind als die Wahrheit selbst. Viele werden von großen Sorgen über das eigene Leben oder das der Eltern geplagt.&#8221; Was davon nach Außen dringt, sind meist spontane Änderungen im Verhalten &#8211; plötzlicher Rückzug, Wechsel im Spielverhalten, Leistungsabfall bei Schülern und bei Jugendlichen sogar Depression bis Selbstverletzung. Das frühe Erkennen dieser Signale ist entscheidend, haben die St. Pöltner Forscher im Rahmen des EU-Projekts &#8220;Kids Strengths&#8221; ermittelt (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20100526003 ). [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vorsorge ist die bessere Alternative zur Therapie für Kinder psychisch kranker Eltern. Einen praktikablen Ansatz dafür haben nun Forscher vom Ilse Arlt Institut der FH St. Pölten entwickelt&#8230;<span id="more-3455"></span></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; <a href="http://www.fhstp.ac.at/">http://www.fhstp.ac.at</a> &#8211; Er zielt darauf ab, vorhandene Schutzfaktoren von betroffenen Kindern systematisch zu erkennen und gezielt zu fördern. &#8220;Ein positiver Zugang macht es viel leichter, diese oft vergessene Gruppe von leidenden Kindern zu erreichen&#8221;, erklärt die Projektleiterin Christine Haselbacher im pressetext-Interview.</p>
<p><strong>Unsichtbares Leid</strong></p>
<p>Wie viel Kinder psychisch kranker Eltern mitmachen, ist im Alltag meist unsichtbar, betont Haselbacher. &#8220;Es ist für sie oft unverständlich, wenn etwa die Mutter den ganzen Tag das Bett nicht verlässt und aufgrund von Stimmungsschwankungen zuerst übermäßig viel Liebe erweist, dann in Apathie verfällt. Fragezeichen stehen im Raum und Schuldgefühle oder Phantasien erhalten freien Lauf, die oft schlimmer sind als die Wahrheit selbst. Viele werden von großen Sorgen über das eigene Leben oder das der Eltern geplagt.&#8221;</p>
<p>Was davon nach Außen dringt, sind meist spontane Änderungen im Verhalten &#8211; plötzlicher Rückzug, Wechsel im Spielverhalten, Leistungsabfall bei Schülern und bei Jugendlichen sogar Depression bis Selbstverletzung. Das frühe Erkennen dieser Signale ist entscheidend, haben die St. Pöltner Forscher im Rahmen des EU-Projekts &#8220;Kids Strengths&#8221; ermittelt (pressetext berichtete: <a href="http://pressetext.com/news/20100526003">http://pressetext.com/news/20100526003</a> ). Die Forderung, statt Therapie schon im Vorfeld Prävention zu leisten, scheiterte bisher oft an fehlenden Strategien.</p>
<p><strong>Überblick schaffen</strong></p>
<p>Als praktikable Methode, um Handlungswege zu zeigen, präsentieren die Forscher nun eine sogenannte &#8220;Resilienzkarte&#8221;. Die Idee dahinter: Trotz familiären Problemen besitzt jedes Kind Stärken, die ihm Widerstandskraft verleihen, etwa in seinem Charakter oder in den Kontakten und Beziehungen zum Umfeld. &#8220;Statt automatisch von Belastungen auszugehen, kann man sehen, was gut funktioniert und wie man hier fördert&#8221;, so Haselbacher. Die Erhebung erfolgt durch Interviews über das Kind mit Betreuern aus dem Sozialbereich, mit Verwandten sowie auch mit dem belasteten Elternteil.</p>
<p>Die Leistung der Resilienzkarte besteht darin, diese externen Beobachtungen und Einschätzungen &#8211; etwa zu Gesundheit, Selbstwert, Optimismus, Temperament, sozialer Kopetenz oder Unterstützung &#8211; auf einer Spinnennetz-Grafik zu strukturieren. Das geschieht in den drei Kategorien &#8220;Stärken&#8221;, &#8220;neutraler Bereich&#8221; und &#8220;Belastungen&#8221;, die wie die Ampel Grün, Gelb und Rot markiert sind. &#8220;Sozialarbeiter können auf dieser Grundlage überlegen, wie sie grüne Bereiche stärken und wo akuter Handlungsbedarf besteht&#8221;, erklärt die Forscherin.</p>
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		<title>Uganda: Trauma der Kindersoldaten hält an</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/08/trauma-7/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 05:37:23 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der lange Bürgerkrieg hat Uganda ein schweres Erbe hinterlassen: Viele Kinder und Jugendliche, die früher als Kindersoldaten der Rebellen dienten, kämpfen weiterhin mit Post-traumatischen Belastungsstörungen (PTSD) und Depressionen&#8230; Erzähltherapie überwindet Schreckensmomente: Vergangenheit erschwert Leben pte &#8211; uni-bielefeld.de &#8211; Psychologen der Universität Bielefeld berichten in der Fachzeitschrift &#8220;JAMA&#8221; von einem therapeutischen Konzept, das den Kindern die Rückkehr ins normale Leben erleichtern soll. Im Interview mit pressetext schildert die Studienleiterin Verena Ertl die Situation. &#8220;Das Schicksal als Kindersoldat beginnt in Uganda meist mit einem Überfall&#8221;, berichtet Ertl. Rebellen plündern Dörfer nach Vorräten, Kleidung und Menschen. Erwachsene dienen als Lastenträger, die man später wieder freilässt, während Kinder zwischen acht und zwölf Jahren ideal für den Einsatz als Soldaten sind. &#8220;Kinder haben Angst vor dem Weglaufen, kennen den Weg nach Hause nicht und sind noch leicht zu Kämpfern umzupolen&#8221;, so die Expertin. Töte oder du wirst getötet Diese &#8220;Erziehungsarbeit&#8221; verläuft über mehrere Schritte. Zunächst zusammengebunden und streng bewacht, wandern die Kinder später mit den Rebellen und erledigen niedrige Aufgaben. Die Initiation in die Rebellenarmee geschieht oft ein Einführungsritual, das oft im Überleben heftiger Prügel, teils auch in der gemeinschaftlichen oder alleinigen Tötung von Ausreißern oder sogar von Familienmitgliedern besteht. Entführte Mädchen erleben genauso viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der lange Bürgerkrieg hat Uganda ein schweres Erbe hinterlassen: Viele Kinder und Jugendliche, die früher als Kindersoldaten der Rebellen dienten, kämpfen weiterhin mit Post-traumatischen Belastungsstörungen (PTSD) und Depressionen&#8230;<span id="more-3434"></span></p>
<p><strong>Erzähltherapie überwindet Schreckensmomente: Vergangenheit erschwert Leben</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; <a href="http://www.uni-bielefeld.de">uni-bielefeld.de</a> &#8211; Psychologen der Universität Bielefeld berichten in der Fachzeitschrift &#8220;JAMA&#8221; von einem therapeutischen Konzept, das den Kindern die Rückkehr ins normale Leben erleichtern soll. Im Interview mit pressetext schildert die Studienleiterin Verena Ertl die Situation.</p>
<p>&#8220;Das Schicksal als Kindersoldat beginnt in Uganda meist mit einem Überfall&#8221;, berichtet Ertl. Rebellen plündern Dörfer nach Vorräten, Kleidung und Menschen. Erwachsene dienen als Lastenträger, die man später wieder freilässt, während Kinder zwischen acht und zwölf Jahren ideal für den Einsatz als Soldaten sind. &#8220;Kinder haben Angst vor dem Weglaufen, kennen den Weg nach Hause nicht und sind noch leicht zu Kämpfern umzupolen&#8221;, so die Expertin.<br />
Töte oder du wirst getötet </p>
<p>Diese &#8220;Erziehungsarbeit&#8221; verläuft über mehrere Schritte. Zunächst zusammengebunden und streng bewacht, wandern die Kinder später mit den Rebellen und erledigen niedrige Aufgaben. Die Initiation in die Rebellenarmee geschieht oft ein Einführungsritual, das oft im Überleben heftiger Prügel, teils auch in der gemeinschaftlichen oder alleinigen Tötung von Ausreißern oder sogar von Familienmitgliedern besteht. Entführte Mädchen erleben genauso viel Gewalt, erledigen jedoch vorrangig Haushaltsaufgaben und werden ab etwa zwölf Jahren mit männlichen Rebellen verheiratet, was teils Vergewaltigungen über Jahre mit sich bringt.<br />
&#8220;Der traumatischste Moment ist für Kindersoldaten meist, wenn sie zum ersten Mal zum Töten gezwungen werden &#8211; meist mit der Drohung, dass sie sonst selbst sterben müssen&#8221;, so Ertl. Massive Alpträume, Wiedererleben, Vermeidungsverhalten, dissoziative Zustände oder &#8220;Flashbacks&#8221; begleiten die Kinder infolge lange, wenngleich diese Erscheinungen häufig erst bei der Rückkehr ins normale Leben beginnen. &#8220;Zuvor im Busch ist der Kopf meist nur auf Überlebens-Modus eingestellt.&#8221;</p>
<p><strong>Fußball unmöglich </strong></p>
<p>Rückkehr gelingt Kindersoldaten in der Regel, wenn sie durch die ugandische Armee befreit und in die nächste Stadt mitgenommen werden. Hier versorgt man sie in Aufnahmezentren mit Medizin und Kleidung, sucht nach Angehörigen und schickt sie dorthin. Diese Reintegration verläuft erstaunlich gut &#8211; wohl deshalb, da fast jede Familie Ugandas von Entführung betroffen und die Bereitschaft zu Wiederaufnahme und Versöhnung groß ist.<br />
Viele Probleme kommen jedoch erst danach. Bei 30 Prozent der früheren kleinen Kämpfer bleiben schwere psychische Schäden zurück. &#8220;Die Konzentration in der Schule gelingt nicht, das schnelle Herzklopfen beim Fußball versetzt zurück in den Krieg und jedes Geräusch bei der Feldarbeit löst Flucht aus. Ein funktionelles Überleben ist so unmöglich&#8221;, verdeutlicht die Bielefelder Psychologin. Das auffällige Verhalten schürt Ängste anderer, die Kinder seien von Geistern besessen oder hätten eine &#8220;Busch-Seele&#8221;. Ärztliche oder gar psychotherapeutische Hilfe ist in Uganda jedoch rar, da Fachkräfte fehlen.</p>
<p><strong>Erlebtes akzeptieren </strong></p>
<p>Zielführend und durchführbar ist dennoch eine kurze, Trauma-fokussierte Behandlung, die sogenannte &#8220;narrative Expositionstherapie&#8221;. Wie Ertl in den Jahren 2007 bis 2009 bei 85 schwer traumatisierten, ehemaligen Kindersoldaten zwischen zwölf und 25 Jahren zeigte, senken acht von lokalen Laien-Therapeuten durchgeführte Sitzungen die Trauma- und Depressions-Symptome sowie andere Beeinträchtigungen langfristig.<br />
Die Methode wird gut angenommen, da sie die afrikanischen Erzähltradition aufgreift, erklärt die Forscherin. &#8220;Am Anfang steht die Aufforderung &#8216;Erzähl mir dein Leben und was dir passiert ist!&#8217; Das veranschaulicht man zu Beginn der Therapie etwa durch eine Lebenslinie mit Steinen und Blumen als Symbole für schlimme und schöne Erfahrungen.&#8221; Traumatische Situationen werden nochmals erlebt und die Angst in allen Sinnen im sicheren Umfeld des Therapiegesprächs aktiviert. &#8220;Ziel ist, diese Erfahrungen in die Biographie einzubauen und sich durch die Wiederholung an sie zu gewöhnen&#8221;, so Ertl. </p>
<p><strong>Schicksal einer Viertelmillion </strong></p>
<p>Der Bürgerkrieg in Norduganda dauerte von 1986 bis 2008 und hat die gesamte Bevölkerung in Mitleidenschaft gezogen. Zwei Mio. Menschen wurden in Camps umgesiedelt, um sie vor Angriffen der &#8220;Lord&#8217;s Resistence Army&#8221; zu schützen. Seit Ende der Kämpfe gibt es offiziell in Uganda keine Kindersoldaten mehr. Die Rebellen haben sich nach Nordkongo und in die Zentralafrikanische Republik zurückgezogen und entführen dort weiterhin Kinder. Weltweit kämpfen rund 250.000 Minderjährige in 14 Ländern als Soldaten in Kriegen.</p>
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		<title>PTBS: 70% der Kinder in Sderot traumatisiert</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/07/trauma-5/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 18:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach einer Studie von „Natal“, einem Traumazentrum für Terror- und Kriegsopfer, leiden 70% der Kinder in der Stadt Sderot, die in den letzten Jahren von Tausenden Raketen getroffen wurde, unter zumindest einem Symptom für klinischen Stress. Ein Drittel aller Einwohner Sderots leiden unter Angstzuständen und haben Probleme, ihren Alltag zu bewältigen&#8230; Der Natal-Report besagt, dass 50% der Kinder in Sderot ihr Trauma immer wieder erleben, und 41% unter Übererregung leiden – sie stehen ständig unter Anspannung, und jeder kleine Lärm versetzt sie in Panik. Zwanzig Prozent der Kinder leiden unter allen Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung und 12% unter schweren Problemen, ihren Alltag zu meistern. „Sie spielen nicht mehr, interessieren sich nicht mehr für ihre Umgebung, koppeln sich von ihren Freunden und der Schule ab“, erklärt Professor Marc Gelkopf, der dem Natal-Forschungsteam vorsteht. „Wir haben nun herausgefunden, dass zwischen den Symptomen der Eltern und denen der Kinder ein Zusammenhang besteht. Dies zeigt, wiewichtig Familientherapien sind.“ Die Studie, an der 581 Erwachsene und 570 Kinder beteiligt waren, zeigte, dass einer von drei Einwohnern unter der Erkrankung leidet, und dass einer von sieben Schwierigkeiten hat, aufgrund von Angstzuständen seinen Alltag zu bewältigen. „Menschen mit posttraumischen Belastungsstörungen wachen mitten in der Nacht wegen Albträumen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer Studie von „Natal“, einem Traumazentrum für Terror- und Kriegsopfer, leiden 70% der Kinder in der Stadt Sderot, die in den letzten Jahren von Tausenden Raketen getroffen wurde, unter zumindest einem  Symptom für klinischen Stress.  Ein Drittel aller Einwohner Sderots leiden unter Angstzuständen und haben Probleme, ihren Alltag zu bewältigen&#8230;<span id="more-3397"></span> </p>
<p>Der Natal-Report besagt, dass 50% der Kinder in Sderot ihr Trauma immer wieder erleben, und 41% unter Übererregung leiden – sie stehen ständig unter Anspannung, und jeder kleine Lärm versetzt sie in Panik. Zwanzig Prozent der Kinder leiden unter allen Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung und 12% unter schweren Problemen, ihren Alltag zu meistern. </p>
<p>„Sie spielen nicht mehr, interessieren sich nicht mehr für ihre Umgebung, koppeln sich von ihren Freunden und der Schule ab“, erklärt Professor Marc Gelkopf, der dem Natal-Forschungsteam vorsteht. „Wir haben nun herausgefunden, dass zwischen den Symptomen der Eltern und denen der Kinder ein Zusammenhang besteht. Dies zeigt, wiewichtig Familientherapien sind.“</p>
<p>Die Studie, an der 581 Erwachsene und 570 Kinder beteiligt waren, zeigte, dass einer von drei Einwohnern unter der Erkrankung leidet, und dass einer von sieben Schwierigkeiten hat, aufgrund von  Angstzuständen seinen Alltag zu bewältigen. </p>
<p>„Menschen mit posttraumischen Belastungsstörungen wachen mitten in der Nacht wegen Albträumen auf“, erklärt Gelkopf. „Sie haben Angst, sich zu weit von ihren bewehrten Räumen zu entfernen oder Orte aufzusuchen, die sie an die Gefahr erinnern.“</p>
<p>Trotz der relativen Ruhe der letzten Zeit, hat Natal herausgefunden, dass beinahe 30% der Einwohner sich bedroht fühlen. Weitere 23% nehmen Medikamente gegen Depressionen oder Angstzustände oder Schlaftabletten.</p>
<p>Um die 6.400 Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen  werden im städtischen Gesundheitszentrum in Sderot behandelt. 3.500 Kinder und 500 Lehrer und Mitarbeiter werden in den Schulen psychologisch betreut. Das „Resilience Center“, das Beratung anbietet, behandelt jedes Jahr 400 Patienten, die meisten davon Kinder und Teenager – und die Warteliste für die Behandlung wird immer länger. </p>
<p>„Besonders wenn es äußerlich ruhiger wird, fangen die Menschen an, innerlich Unruhe zu spüren“, so Hila Barzilay, die das „Resilience Center“ leitet. „Zu uns kommen Kinder mit ernsthaften motorischen Störungen, Kinder, die jahrleang nicht mehr draußen gespielt haben.“</p>
<p><em>Ynet, 11.07.11, Newsletter der israelischen Botschaft</em></p>
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		<title>Psychotherapie auf digitaler Couch: Psychotherapie im Netz steht erst am Anfang</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/07/psychotherapie-4/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 15:58:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Idee der psychologischen Betreuung über weite Distanz ist eigentlich nicht neu. Bereits vor fast 40 Jahren gab es Fürsprecher der sogenannten Telepsychiatrie. Dennoch konnte sich die Behandlung per Videotelefonat auch mit der Verbreitung des Internets bislang kaum durchsetzen. Nun versuchen unterschiedliche Start-ups in den USA einen neuen Anlauf, berichtet die New York Times&#8230; Online-Therapie stößt noch selten auf Akzeptanz pte &#8211; Durch die technische Hilfsmittel können Menschen geholfen werden, die es ablehnen, eine Praxis aufzusuchen beziehungsweise psychisch oder physisch nicht dazu in der Lage sind, so Lynn Bufka, Psychologin und Mitglied der American Psychological Association http://www.apa.org . Für bestimmte Krankheitsbilder, wie Depressionen oder Angstzustände, könne die Therapie über das Internet durchaus effektiv eingesetzt werden, so Fürsprecher der virtuellen Behandlung. Unterschiedliche Studien sollen das belegen. Dennoch fehlt vor allem die Unterstützung des amerikanischen Gesundheitssystems. Medicare und Medicaid, die beiden großen US-Versicherer übernehmen die Kosten für die sogenannten &#8220;Telehealth&#8221;-Leistungen nur beschränkt. Anbieter wie Cope Today versuchen nun durch Pilotversuche mehr Akzeptanz zu schaffen. 15 Minuten für 35 Dollar Die Kosten müssen die Patienten selbst tragen. Cope Today http://www.copetoday.com bietet eine Liste mit Therapeuten die entsprechende Behandlungen anbieten &#8211; die ersten zehn Minuten sind gratis, danach kosten 15 Minuten 35 Dollar. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Idee der psychologischen Betreuung über weite Distanz ist eigentlich nicht neu. Bereits vor fast 40 Jahren gab es Fürsprecher der sogenannten Telepsychiatrie. Dennoch konnte sich die Behandlung per Videotelefonat auch mit der Verbreitung des Internets bislang kaum durchsetzen. Nun versuchen unterschiedliche Start-ups in den USA einen neuen Anlauf, berichtet die New York Times&#8230;<span id="more-3394"></span></p>
<p><strong>Online-Therapie stößt noch selten auf Akzeptanz</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Durch die technische Hilfsmittel können Menschen geholfen werden, die es ablehnen, eine Praxis aufzusuchen beziehungsweise psychisch oder physisch nicht dazu in der Lage sind, so Lynn Bufka, Psychologin und Mitglied der American Psychological Association http://www.apa.org .</p>
<p>Für bestimmte Krankheitsbilder, wie Depressionen oder Angstzustände, könne die Therapie über das Internet durchaus effektiv eingesetzt werden, so Fürsprecher der virtuellen Behandlung. Unterschiedliche Studien sollen das belegen. Dennoch fehlt vor allem die Unterstützung des amerikanischen Gesundheitssystems. Medicare und Medicaid, die beiden großen US-Versicherer übernehmen die Kosten für die sogenannten &#8220;Telehealth&#8221;-Leistungen nur beschränkt. Anbieter wie Cope Today versuchen nun durch Pilotversuche mehr Akzeptanz zu schaffen.</p>
<p><strong>15 Minuten für 35 Dollar </strong></p>
<p>Die Kosten müssen die Patienten selbst tragen. Cope Today http://www.copetoday.com bietet eine Liste mit Therapeuten die entsprechende Behandlungen anbieten &#8211; die ersten zehn Minuten sind gratis, danach kosten 15 Minuten 35 Dollar. Im Schnitt würde eine Behandlung 43 Minuten dauern, so Tania. S. Malik, Geschäftsführerin von Cope Today. Dass die Patienten die Kosten selbst tragen müssen, sei bislang das größte Hindernis für das Unternehmen. &#8220;Ich glaube nicht, dass wir Erfolg haben werden, wenn die Kunden selbst bezahlen müssen und es keinerlei Unterstützung der Versicherungen gibt&#8221;, so Malik.</p>
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		<title>Psychotherapie und Diagnose: Depression</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 12:08:43 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Psychopharmakologie]]></category>
		<category><![CDATA[ADHS]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnostik]]></category>
		<category><![CDATA[Neuroleptika]]></category>

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		<description><![CDATA[Depressionen sind sehr häufig, dies gilt sowohl für die unipolare (nur depressive) als auch die bipolare (manisch-depressive) Form der Störung. Dabei werden bipolare Depressionen häufig fälschlich als unipolare Depression diagnostiziert. Die Ursache dafür dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass Patienten mit bipolarer Depression eher während einer depressiven Phase als während einer eventuellen hypomanischen oder auch manischen Phase Hilfe suchen. Auf der anderen Seite wird der Hausarzt eher selten sich die Mühe machen, bei einer vorliegenden Depression nach hypomanischen oder manischen Phasen in der Vorgeschichte zu fragen&#8230; Weit über 30% der mit unipolarer Depression diagnostizierten Patienten reagieren nicht oder nur teilweise auf eine Behandlung mit Antidepressiva. Bei ca. 10% der als unipolar depressiv diagnostizierten Patienten findet sich eine bipolare Störung. Eine genauere Evaluation kann häufig Klarheit verschaffen. Besonders zu beachten sind das Alter beim ersten Auftreten, frühere Behandlungsversuche &#8211; haben Antidepressiva den Zustand eventuell schon einmal verschlechtert oder gab es eine Art paradoxer Reaktion, was sagt die Familiengeschichte&#8230; Dabei haben sich bestimmte Techniken im Patientengespräch bewährt. Z.B. die Frage nach dem eindrucksvollsten Hochgefühl, das jemand erlebt hat, oder auch nach dem bekannten Tiefpunkt. Nach Hypomanie oder Manie kann gezielt, wenn auch verklausuliert, gefragt werden. Eine gute Möglichkeit ist natürlich auch ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Depressionen sind sehr häufig, dies gilt sowohl für die unipolare (nur depressive) als auch die bipolare (manisch-depressive) Form der Störung. Dabei werden bipolare Depressionen häufig fälschlich als unipolare Depression diagnostiziert. Die Ursache dafür dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass Patienten mit bipolarer Depression eher während einer depressiven Phase als während einer eventuellen hypomanischen oder auch manischen Phase Hilfe suchen. Auf der anderen Seite wird der Hausarzt eher selten sich die Mühe machen, bei einer vorliegenden Depression nach hypomanischen oder manischen Phasen in der Vorgeschichte zu fragen&#8230;<span id="more-2856"></span></p>
<p>Weit über 30% der mit unipolarer Depression diagnostizierten Patienten reagieren nicht oder nur teilweise auf eine Behandlung mit Antidepressiva. Bei ca. 10% der als unipolar depressiv diagnostizierten Patienten findet sich eine bipolare Störung. Eine genauere Evaluation kann häufig Klarheit verschaffen. Besonders zu beachten sind das Alter beim ersten Auftreten, frühere Behandlungsversuche &#8211; haben Antidepressiva den Zustand eventuell schon einmal verschlechtert oder gab es eine Art paradoxer Reaktion, was sagt die Familiengeschichte&#8230; Dabei haben sich bestimmte Techniken im Patientengespräch bewährt. Z.B. die Frage nach dem eindrucksvollsten Hochgefühl, das jemand erlebt hat, oder auch nach dem bekannten Tiefpunkt. Nach Hypomanie oder Manie kann gezielt, wenn auch verklausuliert, gefragt werden. Eine gute Möglichkeit ist natürlich auch ein Stimmungsfragebogen der dem Patienten eventuell schon im Wartezimmer übergeben werden kann.</p>
<p>Auch wenn es heute noch so ist, dass bipolare Depressionen eher zu selten diagnostiziert werden, kommt es auch vor, dass eine unipolare Depression fälschlicherweise als bipolare Depression behandelt wird. Manche Experten sprechen deshalb nicht mehr von einer Unter- sondern bereits von einer Über-Diagnostik bipolarer Störungen.</p>
<p>Eine  weitere Komplikation stellen zusätzliche Störungen dar (Komorbidität). Patienten mit bipolarer Depression leiden häufig auch an Angstsymptomatik, auch psychotische Symptome paranoid / schizophrener Art können auftreten. Man unterscheidet bipolare Störungen vom Typ eins und vom Typ zwei. Der Zyklus kann kürzer oder länger sein. In der Anamnese kann ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS), eventuell in der Frühgeschichte, vorliegen oder übersehen worden sein. Auch Suchterkrankungen werden häufig nicht berichtet.</p>
<p>Es ist klar, dass vor der richtigen Behandlung, erst einmal die richtige Diagnose stehen muss. Dies kann umso notwendiger werden, je mehr neue und unterschiedliche therapeutische psychopharmakologische Regimens zur Verfügung stehen. Verstärkt diskutiert wird zur Zeit beispielsweise die Behandlung von Depressionen mit Neuroleptika der zweiten Generation.</p>
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		<title>Chronisch Depressive brauchen mehr als Pharmaka</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 09:06:49 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeder fünfte Deutsche erkrankt an einer Depression. Neue Behandlungsansätze bauen ganz auf Psychologie bzw. Psychotherapie. Zwei Verfahren aus diesen Disziplinen gegen eine chronische Erkrankung werden nun am psychologischen Institut der Universität Tübingen erprobt: die &#8220;Cognitive Behavioral System of Psychotherapy (CBASP)&#8221; und die &#8220;System of Supportive Psychotherapy (SYSP)&#8221;&#8230; Bei starker Depression hilft nur Therapie pte &#8211; CBASP ist eine anstrengende Therapie, wo der Patient mitwirken muss, SYSP eine unterstützende, auf die Gefühle und das Erleben fokussierende Psychotherapie. Wer eine der Therapien mitmacht, muss auf Medikamente verzichten. Häufig bekommen Depressive, die chronisch leiden, eine medikamentöse Therapie verordnet. &#8220;Bei einer schweren Depression wird empfohlen, beide Verfahren, also medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung, durchzuführen&#8221;, sagt die Leipziger Psychotherapeutin Christine Rummel-Kluge im pressetext-Interview. Menschen aller sozialen Schichten, Kulturen und Nationalitäten sind von Depressionen betroffen. Etwa ein Drittel davon ist chronisch erkrankt. Mit Hilfe von Medikamenten tritt oft auch keine Besserung ein. Starke Belastung auch für Umfeld Für Betroffene und Angehörige stellt die Erkrankung Depression eine große Belastung dar. Oft verlieren depressive Menschen das Interesse am sozialen Umfeld. Sie genießen geinsame Aktivitäten mit Familie und Freunden nicht mehr und können soziale Kontakte nicht aufrechterhalten. Niedergeschlagenheit, Interesse- und Freudlosigkeit sowie Antriebslosigkeit sind die Kernsymptome einer Depression.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder fünfte Deutsche erkrankt an einer Depression. Neue Behandlungsansätze bauen ganz auf Psychologie bzw. Psychotherapie. Zwei Verfahren aus diesen Disziplinen gegen eine chronische Erkrankung werden nun am psychologischen Institut der Universität Tübingen erprobt: die &#8220;Cognitive Behavioral System of Psychotherapy (CBASP)&#8221; und die &#8220;System of Supportive Psychotherapy (SYSP)&#8221;&#8230;<span id="more-3363"></span></p>
<p><strong>Bei starker Depression hilft nur Therapie</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; CBASP ist eine anstrengende Therapie, wo der Patient mitwirken muss, SYSP eine unterstützende, auf die Gefühle und das Erleben fokussierende Psychotherapie. Wer eine der Therapien mitmacht, muss auf Medikamente verzichten. Häufig bekommen Depressive, die chronisch leiden, eine medikamentöse Therapie verordnet. </p>
<p>&#8220;Bei einer schweren Depression wird empfohlen, beide Verfahren, also medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung, durchzuführen&#8221;, sagt die Leipziger Psychotherapeutin Christine Rummel-Kluge im pressetext-Interview. Menschen aller sozialen Schichten, Kulturen und Nationalitäten sind von Depressionen betroffen. Etwa ein Drittel davon ist chronisch erkrankt. Mit Hilfe von Medikamenten tritt oft auch keine Besserung ein. </p>
<p><strong>Starke Belastung auch für Umfeld </strong></p>
<p>Für Betroffene und Angehörige stellt die Erkrankung Depression eine große Belastung dar. Oft verlieren depressive Menschen das Interesse am sozialen Umfeld. Sie genießen geinsame Aktivitäten mit Familie und Freunden nicht mehr und können soziale Kontakte nicht aufrechterhalten. Niedergeschlagenheit, Interesse- und Freudlosigkeit sowie Antriebslosigkeit sind die Kernsymptome einer Depression.</p>
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