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	<title>Pharmacon Net &#187; Diagnostik</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
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		<title>Psychotherapie und Diagnose: Depression</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 12:08:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychopharmakologie]]></category>
		<category><![CDATA[ADHS]]></category>
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		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<description><![CDATA[Depressionen sind sehr häufig, dies gilt sowohl für die unipolare (nur depressive) als auch die bipolare (manisch-depressive) Form der Störung. Dabei werden bipolare Depressionen häufig fälschlich als unipolare Depression diagnostiziert. Die Ursache dafür dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass Patienten mit bipolarer Depression eher während einer depressiven Phase als während einer eventuellen hypomanischen oder auch manischen Phase Hilfe suchen. Auf der anderen Seite wird der Hausarzt eher selten sich die Mühe machen, bei einer vorliegenden Depression nach hypomanischen oder manischen Phasen in der Vorgeschichte zu fragen&#8230; Weit über 30% der mit unipolarer Depression diagnostizierten Patienten reagieren nicht oder nur teilweise auf eine Behandlung mit Antidepressiva. Bei ca. 10% der als unipolar depressiv diagnostizierten Patienten findet sich eine bipolare Störung. Eine genauere Evaluation kann häufig Klarheit verschaffen. Besonders zu beachten sind das Alter beim ersten Auftreten, frühere Behandlungsversuche &#8211; haben Antidepressiva den Zustand eventuell schon einmal verschlechtert oder gab es eine Art paradoxer Reaktion, was sagt die Familiengeschichte&#8230; Dabei haben sich bestimmte Techniken im Patientengespräch bewährt. Z.B. die Frage nach dem eindrucksvollsten Hochgefühl, das jemand erlebt hat, oder auch nach dem bekannten Tiefpunkt. Nach Hypomanie oder Manie kann gezielt, wenn auch verklausuliert, gefragt werden. Eine gute Möglichkeit ist natürlich auch ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Depressionen sind sehr häufig, dies gilt sowohl für die unipolare (nur depressive) als auch die bipolare (manisch-depressive) Form der Störung. Dabei werden bipolare Depressionen häufig fälschlich als unipolare Depression diagnostiziert. Die Ursache dafür dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass Patienten mit bipolarer Depression eher während einer depressiven Phase als während einer eventuellen hypomanischen oder auch manischen Phase Hilfe suchen. Auf der anderen Seite wird der Hausarzt eher selten sich die Mühe machen, bei einer vorliegenden Depression nach hypomanischen oder manischen Phasen in der Vorgeschichte zu fragen&#8230;<span id="more-2856"></span></p>
<p>Weit über 30% der mit unipolarer Depression diagnostizierten Patienten reagieren nicht oder nur teilweise auf eine Behandlung mit Antidepressiva. Bei ca. 10% der als unipolar depressiv diagnostizierten Patienten findet sich eine bipolare Störung. Eine genauere Evaluation kann häufig Klarheit verschaffen. Besonders zu beachten sind das Alter beim ersten Auftreten, frühere Behandlungsversuche &#8211; haben Antidepressiva den Zustand eventuell schon einmal verschlechtert oder gab es eine Art paradoxer Reaktion, was sagt die Familiengeschichte&#8230; Dabei haben sich bestimmte Techniken im Patientengespräch bewährt. Z.B. die Frage nach dem eindrucksvollsten Hochgefühl, das jemand erlebt hat, oder auch nach dem bekannten Tiefpunkt. Nach Hypomanie oder Manie kann gezielt, wenn auch verklausuliert, gefragt werden. Eine gute Möglichkeit ist natürlich auch ein Stimmungsfragebogen der dem Patienten eventuell schon im Wartezimmer übergeben werden kann.</p>
<p>Auch wenn es heute noch so ist, dass bipolare Depressionen eher zu selten diagnostiziert werden, kommt es auch vor, dass eine unipolare Depression fälschlicherweise als bipolare Depression behandelt wird. Manche Experten sprechen deshalb nicht mehr von einer Unter- sondern bereits von einer Über-Diagnostik bipolarer Störungen.</p>
<p>Eine  weitere Komplikation stellen zusätzliche Störungen dar (Komorbidität). Patienten mit bipolarer Depression leiden häufig auch an Angstsymptomatik, auch psychotische Symptome paranoid / schizophrener Art können auftreten. Man unterscheidet bipolare Störungen vom Typ eins und vom Typ zwei. Der Zyklus kann kürzer oder länger sein. In der Anamnese kann ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS), eventuell in der Frühgeschichte, vorliegen oder übersehen worden sein. Auch Suchterkrankungen werden häufig nicht berichtet.</p>
<p>Es ist klar, dass vor der richtigen Behandlung, erst einmal die richtige Diagnose stehen muss. Dies kann umso notwendiger werden, je mehr neue und unterschiedliche therapeutische psychopharmakologische Regimens zur Verfügung stehen. Verstärkt diskutiert wird zur Zeit beispielsweise die Behandlung von Depressionen mit Neuroleptika der zweiten Generation.</p>
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		<title>Experten verlangen transparentere MPU: Haaranalysen helfen schon jetzt</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2010/02/mpu/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 16:22:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
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		<description><![CDATA[Die medizinisch-psychologische Untersuchung MPU (der so genannte &#8220;Idiotentest&#8221;) wird derzeit wieder stark diskutiert. Schon im Vorfeld des 48. Verkehrsgerichtstages in Goslar forderten Experten eine Reform der MPU, um sie insgesamt nachvollziehbar und überprüfbarer zu machen. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin Focus (4/2010)&#8230; Haaranalysen erhöhen Objektivität bei der MPU und sorgen für mehr Transparenz Unter anderem wurden zusätzliche Lebertests in Ergänzung zur Blutalkoholuntersuchung gefordert. Ebenso wird eine Videoaufzeichnung der psychologischen Gespräche im Rahmen der MPU diskutiert. Dies solle helfen, die Qualität der Gutachten und die Glaubwürdigkeit der untersuchten Kraftfahrer besser überprüfen zu können. Welche Ergebnisse die Expertendiskussionen in Goslar haben werden, ist noch offen. Allerdings gibt es schon jetzt einen sicheren, objektiven und zuverlässigen Weg um zu prüfen, ob bei einem Kraftfahrer ein längerer Alkoholmissbrauch vorliegt oder nicht: Die Haaranalyse. Dabei wird eine Haarprobe zum Beispiel auf Ethylglucuronid (EtG) und Fettsäureethylester (FSEE) hin untersucht. Dies sind Abbauprodukte des Alkohols, die sich im menschlichen Haar ablagern. Menschen können lügen, Haare hingegen nicht. &#8220;Jeder Kraftfahrer, der zur MPU muss, hat nachzuweisen, dass er wieder befähigt ist ein Fahrzeug zu führen&#8221;, sagt Philipp Braunger, Sprecher von Trimega Laboratories Deutschland (http://www.trimegalabs.de), einem der weltweit führenden Experten für den Nachweis von Drogen- und Alkoholmissbrauch. &#8220;Die Haaranalyse verhilft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die medizinisch-psychologische Untersuchung MPU (der so genannte &#8220;Idiotentest&#8221;) wird derzeit wieder stark diskutiert. Schon im Vorfeld des 48. Verkehrsgerichtstages in Goslar forderten Experten eine Reform der MPU, um sie insgesamt nachvollziehbar und überprüfbarer zu machen. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin Focus (4/2010)&#8230;<span id="more-1574"></span></p>
<p><strong>Haaranalysen erhöhen Objektivität bei der MPU und sorgen für mehr Transparenz</strong></p>
<p>Unter anderem wurden zusätzliche Lebertests in Ergänzung zur Blutalkoholuntersuchung gefordert. Ebenso wird eine Videoaufzeichnung der psychologischen Gespräche im Rahmen der MPU diskutiert. Dies solle helfen, die Qualität der Gutachten und die Glaubwürdigkeit der untersuchten Kraftfahrer besser überprüfen zu können.</p>
<p>Welche Ergebnisse die Expertendiskussionen in Goslar haben werden, ist noch offen. Allerdings gibt es schon jetzt einen sicheren, objektiven und zuverlässigen Weg um zu prüfen, ob bei einem Kraftfahrer ein längerer Alkoholmissbrauch vorliegt oder nicht: Die Haaranalyse. Dabei wird eine Haarprobe zum Beispiel auf Ethylglucuronid (EtG) und Fettsäureethylester (FSEE) hin untersucht. Dies sind Abbauprodukte des Alkohols, die sich im menschlichen Haar ablagern. Menschen können lügen, Haare hingegen nicht.</p>
<p>&#8220;Jeder Kraftfahrer, der zur MPU muss, hat nachzuweisen, dass er wieder befähigt ist ein Fahrzeug zu führen&#8221;, sagt Philipp Braunger, Sprecher von Trimega Laboratories Deutschland (<a href="http://www.trimegalabs.de/" target="_blank">http://www.trimegalabs.de</a>), einem der weltweit führenden Experten für den Nachweis von Drogen- und Alkoholmissbrauch. &#8220;Die Haaranalyse verhilft der MPU zu mehr Objektivität und besser überprüfbaren Ergebnissen. Eine Haaruntersuchung unterstützt dabei, Kraftfahrer, die ihre Alkoholkonsumgewohnheiten geändert haben von denen zu unterscheiden, bei denen dies nicht der Fall ist. Nur wer seine Konsumgewohnheiten deutlich ändert, darf seine Fahrerlaubnis zurück erhalten.&#8221;</p>
<p>Dr. Silke Süße von Trimega Drogencheck, dem Labor von Trimega Laboratories, kommentiert: &#8220;Die kombinierte EtG- und FSEE-Haaranalyse kann in einem Zeitraum von bis zu sechs Monaten klar belegen, ob ein Alkoholmissbrauch vorliegt oder nicht. Durch die Kombination wird die Aussagegenauigkeit im Vergleich zur Anwendung nur einer Methode sehr stark erhöht. Dabei ist eine falsch positive oder falsch negative Diagnose weitestgehend ausgeschlossen. Die Ergebnisse sind damit äußerst zuverlässig.&#8221;</p>
<p>Das Haaranalyse-Verfahren hat gegenüber Blut-, Leber- oder Urintests wesentliche Vorteile, die vor allem in seiner höheren Aussagekraft, aber auch in der angenehmen Probenentnahme liegen. Die Kombination aus EtG- und FSEE-Haartests deckt einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten durchgehend ab, nicht nur wenige Tage wie andere Verfahren. Bei Lebertests kann es aufgrund vorliegender Erkrankungen, wie etwa Hepatitis, zu Fehldiagnosen kommen. Bei der kombinierten EtG/FSEE-Haaranalyse ist dies weitestgehend ausgeschlossen.</p>
<p>Weitere Informationen zur EtG/FSEE-Haaranalyse und <a href="http://www.trimegalabs.de/" target="_blank">trimega&#8230;</a></p>
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		<title>Sprachmelodie verrät beste Therapie für Depression</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2009/12/depression-4/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Dec 2009 16:45:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle unterschwelligen Emotionen, die ein Sprecher seinen Zuhörern über Tonhöhe oder Lautstärke mitteilt, werden in einem stimmsensitiven Teil des Schläfenlappens im Gehirn verarbeitet. Zu diesem Schluss kommt die Medizinerin Sarah Wiethoff von der Uniklinik Tübingen in ihrer Dissertation&#8230; Verortung der Emotionswahrnehmung im Gehirn entschlüsselt Sarah Wiethoffs Forschung erhielt den Promotionspreis der deutschen Psychiater pte &#8211; Vorgestellt wurden die Ergebnisse auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) wo sie den Promotionspreis für Psychiatrie und Psychotherapie erhielt. Die Erkenntnisse könnten dabei helfen, im Vorfeld die jeweils beste Therapie bei Depressionen zu ermitteln. Obwohl man ihr wenig Aufmerksamkeit schenkt, steigt die Bedeutung der Sprachmelodie ständig. &#8220;Wir kommunizieren immer mehr über Telefon und Handy, wobei visuelle Aspekte wie Mimik und Gestik wegfallen. Um nicht ausgesprochene Vorhaben eines Sprechers abzulesen, entscheidet somit die Intonation der Sprache&#8221;, erklärt Wiethoff im pressetext-Interview. Je emotionaler Menschen reden, desto stärker bedienen sie sich dieses nicht-semantischen Kanals der Sprache, der besonders über Lautstärke, Tonhöhe und Dauer des Gesprochenen gesteuert wird. Psychisch Kranke erkennen Tonfall nicht Doch nicht jeder versteht, was der Tonfall sagen will. &#8220;Bei vielen psychischen Erkrankungen wie etwa Depressionen sind Menschen nicht in der Lage, die Sprachmelodie richtig zu erkennen wie auch selbst einzusetzen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle unterschwelligen Emotionen, die ein Sprecher seinen Zuhörern über Tonhöhe oder Lautstärke mitteilt, werden in einem stimmsensitiven Teil des Schläfenlappens im Gehirn verarbeitet. Zu diesem Schluss kommt die Medizinerin Sarah Wiethoff von der <a href="http://www.medizin.uni-tuebingen.de">Uniklinik Tübingen</a> in ihrer Dissertation&#8230;<span id="more-1479"></span></p>
<p><strong>Verortung der Emotionswahrnehmung im Gehirn entschlüsselt<br />
Sarah Wiethoffs Forschung erhielt den Promotionspreis der deutschen Psychiater</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Vorgestellt wurden die Ergebnisse auf der Jahrestagung der Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (<a href="http://www.dgppn.de">DGPPN</a>) wo sie den Promotionspreis für Psychiatrie und Psychotherapie erhielt. Die Erkenntnisse könnten dabei helfen, im Vorfeld die jeweils beste Therapie bei Depressionen zu ermitteln. </p>
<p>Obwohl man ihr wenig Aufmerksamkeit schenkt, steigt die Bedeutung der Sprachmelodie ständig. &#8220;Wir kommunizieren immer mehr über Telefon und Handy, wobei visuelle Aspekte wie Mimik und Gestik wegfallen. Um nicht ausgesprochene Vorhaben eines Sprechers abzulesen, entscheidet somit die Intonation der Sprache&#8221;, erklärt Wiethoff im pressetext-Interview. Je emotionaler Menschen reden, desto stärker bedienen sie sich dieses nicht-semantischen Kanals der Sprache, der besonders über Lautstärke, Tonhöhe und Dauer des Gesprochenen gesteuert wird. </p>
<p><strong>Psychisch Kranke erkennen Tonfall nicht </strong></p>
<p>Doch nicht jeder versteht, was der Tonfall sagen will. &#8220;Bei vielen psychischen Erkrankungen wie etwa Depressionen sind Menschen nicht in der Lage, die Sprachmelodie richtig zu erkennen wie auch selbst einzusetzen. Sie realisieren nicht, dass das Gegenüber beispielsweise verärgert ist, wodurch sich ernste Missverständnisse ergeben können. Das verschlechtert die Kommunikation, kann Isolation zuspitzen und somit die Krankheit verschlimmern&#8221;, so Wiethoff. Andererseits sei die Fähigkeit, Sprachmelodie zu verstehen und selbst zu modulieren, ein gutes Anzeichen für psychische Gesundheit.</p>
<p>Warum es psychisch Kranken weniger gut gelingt, richtig mit der Sprachmelodie umzugehen, ist bisher noch nicht vollständig geklärt. &#8220;Man geht davon aus, dass ihre Modulationsfähigkeit der Stimmung gestört ist, wodurch sie über die Intonation mitgeteilte Botschaften schlechter empfangen und viel eher in starren Kommunikationsmustern verharren&#8221;, berichtet die Tübinger Medizinerin. Zurückgehen könne dies auf eine fehlende Regulation des Gehirns von Neurotransmittern, die bei der Depression auch zur trüben Stimmung beitragen. </p>
<p><strong>Vorteil für die Therapieplanung</strong> </p>
<p>Um die Verarbeitung der Sprachmelodie im Gehirn zu testen, spielte Wiethoff psychisch gesunden Versuchspersonen semantisch neutrale Sprachbeispiele in emotional gesprochenem Ton vor &#8211; mit ängstlicher, ärgerlicher, freudiger und erotischer Sprachmelodie. Die funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) zeigte, dass es neben dem stimmsensitiven Teil des autitorischen Kortex ein weiteres gemeinsames Detektorareal für alle überprüften Emotionen gibt. Beheimatet ist es in der Amygdala, einem auch als &#8220;Mandelkern&#8221; bezeichneten Teil des Temporallappens des Gehirns. </p>
<p>Nützlich könnten diese Ergebnisse bei der Entscheidung der Behandlungsmethode bei Depressionen sein. &#8220;Es gibt erste Hinweise dafür, dass das mittels fMRT analysierte Aktivitätsmuster während der Verarbeitung emotionaler Sprachmelodie den Erfolg verschiedener Therapieansätze voraussagen kann. Eine fortdauernde Amygdalaaktivität, die nicht bei allen Patienten auffindbar ist, kann beispielsweise darauf hinweisen, dass dieser Patient besonders gut auf kognitive Verhaltenstherapie ansprechen wird&#8221;, so Wiethoff. </p>
<p>Der Einsatz von fMRT als Hilfsmittel in der Therapieplanung &#8211; welcher momentan noch absolute Zukunftsmusik sei &#8211; könne somit viele Patienten schneller der für sie richtigen Therapie zuführen. Überprüfen müsse man noch, ob ähnliche Prognosen in Zukunft auch bei Schizophrenie oder anderen psychischen Krankheiten möglich seien.</p>
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		<title>Posttraumatische Belastungsstörung: Diagnose mittels Gehirn-Scan</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2009/04/ptsd/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Apr 2009 13:04:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnostik]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>

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		<description><![CDATA[Wissenschaftler der Duke University http://www.duke.edu sind der Diagnose der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD) mittels eines Gehirn-Scanners einen Schritt näher gekommen. Das Team um Rajendra Morey geht davon aus, dass die Gehirnaktivität von PTSD-Patienten Unterschiede aufweist. Mehr als 40 Soldaten, die im Irak oder in Afghanistan im Einsatz waren wurden getestet. Bei rund der Hälfte war PTSD diagnostiziert worden&#8230; Die Ergebnisse der Studie werden auf einer Tagung der World Psychiatric Association http://www.wpanet.org in Florenz der Öffentlichkeit präsentiert. Betroffene reagieren auch bei harmlosen Ereignissen extrem Die Gehirne der Soldaten wurden mit einem MRI-Scanner untersucht, während sie Gedächtnistests absolvierten. Den 42 Soldatinnen und Soldaten wurden Fotografien mit drei ähnlichen Gesichtern gezeigt. Anschließend sahen sie Bilder einer Kampfszene, einer friedlichen Szene, wie zum Beispiel einen Mann der Posaune spielt, oder ein digital verfremdetes Bild. Abschließend kam wieder ein Gesicht und es wurde gefragt, ob sie es gerade gesehen hätten. Bei der Beobachtung des Gehirnbereichs, der mit der Aufmerksamkeit in Zusammenhang gebracht wird, bemerkten die Forscher, dass nicht an PTSD leidenden Teilnehmer durch die Bilder der Kampfszenen weit mehr abgelenkt waren. Die PTSD-Patienten wurden dagegen sowohl durch die Kampfszenen als auch durch die anderen Bilder abgelenkt. Sie schnitten in den folgenden Gedächtnistests auch schlechter ab. Morey [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschaftler der Duke University http://www.duke.edu sind der Diagnose der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD) mittels eines Gehirn-Scanners einen Schritt näher gekommen. Das Team um Rajendra Morey geht davon aus, dass die Gehirnaktivität von PTSD-Patienten Unterschiede aufweist. Mehr als 40 Soldaten, die im Irak oder in Afghanistan im Einsatz waren wurden getestet. Bei rund der Hälfte war PTSD diagnostiziert worden&#8230;<span id="more-450"></span></p>
<p>Die Ergebnisse der Studie werden auf einer Tagung der World Psychiatric Association http://www.wpanet.org in Florenz der Öffentlichkeit präsentiert.</p>
<p><strong>Betroffene reagieren auch bei harmlosen Ereignissen extrem</strong> </p>
<p>Die Gehirne der Soldaten wurden mit einem MRI-Scanner untersucht, während sie Gedächtnistests absolvierten. Den 42 Soldatinnen und Soldaten wurden Fotografien mit drei ähnlichen Gesichtern gezeigt. Anschließend sahen sie Bilder einer Kampfszene, einer friedlichen Szene, wie zum Beispiel einen Mann der Posaune spielt, oder ein digital verfremdetes Bild. Abschließend kam wieder ein Gesicht und es wurde gefragt, ob sie es gerade gesehen hätten. Bei der Beobachtung des Gehirnbereichs, der mit der Aufmerksamkeit in Zusammenhang gebracht wird, bemerkten die Forscher, dass nicht an PTSD leidenden Teilnehmer durch die Bilder der Kampfszenen weit mehr abgelenkt waren. </p>
<p>Die PTSD-Patienten wurden dagegen sowohl durch die Kampfszenen als auch durch die anderen Bilder abgelenkt. Sie schnitten in den folgenden Gedächtnistests auch schlechter ab. Morey betonte, dass diese Sensibilität für neurale Informationen mit dem PTSD-Symptom der extremen Wachsamkeit in Einklang steht. Ablenkungen entstehen dabei nicht nur durch bedrohliche Situationen, die an das Trauma erinnern, sondern auch durch harmlose Ereignisse. Auf der Gehirnebene seien diese Reaktionen bisher noch nicht sichtbar gemacht worden. Werden die aktuellen Forschungsergebnisse bestätigt, könnte dieses Muster bei der Diagnose hilfreich sein. Simon Wessely, Direktor des King&#8217;s Centre for Military Health Research, argumentierte, dass es eigentlich nicht schwer sei, PTSD zu diagnostizieren. Die wirkliche Herausforderung sei, die Menschen dazu zu bringen Hilfe anzunehmen, berichtet BBC.</p>
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		<title>Niedrigvoltstrom gegen schwere Depressionen: Ermutigende Tests</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Apr 2009 13:00:10 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnostik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wissenschaftler der Fondazione Ospedale Maggiore Policlinico Mangiagalli e Regina Elena http://www.policlinico.mi.it haben eine alternative Methode zur Behandlung von Depressionskrankheiten entwickelt. Besonders schwere oder mit herkömmlichen Pharmazeutika nicht heilbare Erscheinungsformen können künftig mit elektrischem Gleichstrom geheilt werden&#8230; &#8220;Es handelt sich um einen sehr einfachen und wenig invasiven Ansatz, der auch als flankierende Maßnahme zu den üblichen Therapien genutzt werden kann&#8221;, erklärte die Projektleiterin Roberta Ferrucci. &#8220;Zwei an der Kopfhaut des Patienten angebrachte Elektroden werden mit einem einer Taschenlampe ähnlichen Gerät verbunden und für wenige Minuten einem Niedrigvoltstrom von ein bis zwei Milliampere ausgesetzt. Die dadurch ausgelösten Funktionsänderungen im Gehirn behalten auch mehrere Stunden nach der Stromabschaltung noch ihre Wirkung.&#8221; Durch dieses Verfahren könnten kürzere Krankenhausaufenthalte und erhebliche Kostenersparnisse beim nationalen Gesundheitsdienst erzielt werden. Die im Fachjargon als &#8220;transcranial Direct Current Stimulation&#8221; (tDCS) bezeichnete Methode habe nichts mit dem traditionellen Elektroschock zu tun. Mit dem Gleichstromverfahren behandelten die Wissenschaftler fünf Tage lang zwei Mal täglich insgesamt fünfzehn Patienten. Bereits nach wenigen Tagen wurde eine über mehrere Wochen anhaltende Besserung festgestellt. &#8220;Auch wenn es sich um einen ersten Testlauf handelt, sind die Ergebnisse doch sehr ermutigend&#8221;, bestätigt die italienische Forscherin. Immerhin sei beinahe ein Drittel der fünf Millionen an Depressionskrankheiten leidenden Italiener von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschaftler der Fondazione Ospedale Maggiore Policlinico Mangiagalli e Regina Elena http://www.policlinico.mi.it haben eine alternative Methode zur Behandlung von Depressionskrankheiten entwickelt. Besonders schwere oder mit herkömmlichen Pharmazeutika nicht heilbare Erscheinungsformen können künftig mit elektrischem Gleichstrom geheilt werden&#8230;<span id="more-448"></span></p>
<p>&#8220;Es handelt sich um einen sehr einfachen und wenig invasiven Ansatz, der auch als flankierende Maßnahme zu den üblichen Therapien genutzt werden kann&#8221;, erklärte die Projektleiterin Roberta Ferrucci. &#8220;Zwei an der Kopfhaut des Patienten angebrachte Elektroden werden mit einem einer Taschenlampe ähnlichen Gerät verbunden und für wenige Minuten einem Niedrigvoltstrom von ein bis zwei Milliampere ausgesetzt. Die dadurch ausgelösten Funktionsänderungen im Gehirn behalten auch mehrere Stunden nach der Stromabschaltung noch ihre Wirkung.&#8221; Durch dieses Verfahren könnten kürzere Krankenhausaufenthalte und erhebliche Kostenersparnisse beim nationalen Gesundheitsdienst erzielt werden. Die im Fachjargon als &#8220;transcranial Direct Current Stimulation&#8221; (tDCS) bezeichnete Methode habe nichts mit dem traditionellen Elektroschock zu tun.</p>
<p>Mit dem Gleichstromverfahren behandelten die Wissenschaftler fünf Tage lang zwei Mal täglich insgesamt fünfzehn Patienten. Bereits nach wenigen Tagen wurde eine über mehrere Wochen anhaltende Besserung festgestellt. &#8220;Auch wenn es sich um einen ersten Testlauf handelt, sind die Ergebnisse doch sehr ermutigend&#8221;, bestätigt die italienische Forscherin. Immerhin sei beinahe ein Drittel der fünf Millionen an Depressionskrankheiten leidenden Italiener von den besonders schweren Erscheinungsformen betroffen. Das seien diejenigen Fälle, bei denen sich auch nach drei Pharmazyklen kein Erfolg eingestellt habe.</p>
<p>Die Betreuung dieser Patientengruppe sei sehr komplex und erfordere den Einsatz hoch spezialisierter Ärzteteams. Für die Kasse des &#8220;Servizio Sanitario Nazionale&#8221; bedeuteten sie eine Ausgabe von fast fünf Mrd. Euro im Jahr. Die herkömmlichen Therapien stießen &#8211; da meist invasiv und traumatisch &#8211; auf nur wenig Akzeptanz, weshalb die Elektrobehandlung eine aussichtsreiche Alternative biete. Einzelheiten zur Untersuchung der Mailänder Forschergruppe sind in der Fachzeitschrift &#8220;Journal of Affective Disorders &#8221; beschrieben.</p>
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		<title>Verräterisches Protein: Neuer Biomarker für die Diagnose der Leberzirrhose</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2009/01/fibrose/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Jan 2009 21:28:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnostik]]></category>
		<category><![CDATA[Leber]]></category>
		<category><![CDATA[Virologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Chronische Lebererkrankungen können zu einer Bindegewebsvermehrung (Fibrosierung) in der Leber führen. Bisher war einzig eine Gewebsentnahme durch Leberbiopsie zuverlässig, um Art und Progressionsrisiko der Erkrankung zu beurteilen um eine sinnvolle Therapie einleiten zu können&#8230; Künftig soll eine Blutabnahme genügen, um den Grad der Leberfibrose abschätzen zu können: Forschern der NRW-Nachwuchsgruppe am Medizinischen Proteom-Center der RUB unter Leitung von Dr. Kai Stühler ist es gemeinsam mit Hepatologen vom RUB-Klinikum Bergmannsheil und internationalen Kollegen gelungen, neue Biomarker für die Diagnose der Leberfibrose zu identifizieren. Sie berichten in der Fachzeitschrift Hepatology. Ruhr-Universität Bochum Bisheriger Stellenwert der Leberbiopsie bei chronischer Hepatitis C &#8211; Infektion Bei der Leberfibrose, meistens hervorgerufen durch Alkoholkrankheit oder eine chronische Virushepatitis, wird geschädigtes Lebergewebe zunehmend durch Bindegewebe ersetzt, was im Endstadium der Erkrankung in eine Leberzirrhose mündet. Etwa 60 bis 80 Prozent der akuten Hepatitis C-Virusinfektionen verlaufen chronisch und führen damit zu einer dauerhaften Schädigung der Leber. Die Therapie der Hepatitis C mit Peg-Interferon alpha und Ribavirin ist langwierig, belastend und bei ungünstiger Konstellation für 50 Prozent der Patienten nicht erfolgreich. Zur Indikationsstellung einer antiviralen Therapie und zur Verlaufskontrolle erlaubte bisher allein die Leberbiopsie die zuverlässige Beurteilung des Fibrosestadiums und damit des individuellen Therapieerfolgs &#8211; eine für den Patienten unangenehme [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.pharmacon.net/wp-content/uploads/2009/01/fibrose.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-259" title="fibrose" src="http://www.pharmacon.net/wp-content/uploads/2009/01/fibrose-223x300.jpg" alt="fibrose" width="223" height="300" /></a>Chronische Lebererkrankungen können zu einer Bindegewebsvermehrung (Fibrosierung) in der Leber führen. Bisher war einzig eine Gewebsentnahme durch Leberbiopsie zuverlässig, um Art und Progressionsrisiko der Erkrankung zu beurteilen um eine sinnvolle Therapie einleiten zu können&#8230;<span id="more-258"></span></p>
<p>Künftig soll eine Blutabnahme genügen, um den Grad der Leberfibrose abschätzen zu können: Forschern der NRW-Nachwuchsgruppe am Medizinischen Proteom-Center der RUB unter Leitung von Dr. Kai Stühler ist es gemeinsam mit Hepatologen vom RUB-Klinikum Bergmannsheil und internationalen Kollegen gelungen, neue Biomarker für die Diagnose der Leberfibrose zu identifizieren. Sie berichten in der Fachzeitschrift Hepatology.</p>
<p><em>Ruhr-Universität Bochum</em></p>
<p><strong>Bisheriger Stellenwert der Leberbiopsie bei chronischer Hepatitis C &#8211; Infektion</strong></p>
<p>Bei der Leberfibrose, meistens hervorgerufen durch Alkoholkrankheit oder eine chronische Virushepatitis, wird geschädigtes Lebergewebe zunehmend durch Bindegewebe ersetzt, was im Endstadium der Erkrankung in eine Leberzirrhose mündet. Etwa 60 bis 80 Prozent der akuten Hepatitis C-Virusinfektionen verlaufen chronisch und führen damit zu einer dauerhaften Schädigung der Leber. Die Therapie der Hepatitis C mit Peg-Interferon alpha und Ribavirin ist langwierig, belastend und bei ungünstiger Konstellation für 50 Prozent der Patienten nicht erfolgreich. Zur Indikationsstellung einer antiviralen Therapie und zur Verlaufskontrolle erlaubte bisher allein die Leberbiopsie die zuverlässige Beurteilung des Fibrosestadiums und damit des individuellen Therapieerfolgs &#8211; eine für den Patienten unangenehme und aufwändige Prozedur.</p>
<p><strong>Neue Wege zum Biomarker</strong></p>
<p>Dr. Barbara Sitek und Prof. Dr. Helmut E. Meyer vom Medizinischen Proteom-Center sowie Dr. Christian Mölleken und Prof. Dr. Wolff Schmiegel vom RUB-Klinikum Bergmannsheil machten sich daher gemeinsam mit Kollegen aus Kiel, Dänemark und den USA auf die Suche nach Biomarkern: Stoffen, die im Blut nachweisbar sind und Rückschlüsse auf den Zustand der Leber erlauben. Um zuverlässige Biomarker zu finden, beschritt die Forschergruppe neue Wege und nutzte die Proteomanalyse von erkranktem Lebergewebe. Die Forscher interessierte dabei, welche Proteine das Lebergewebe in welchem Krankheitsstadium charakteristischerweise produziert. Durch Kombination hochsensitiver Methoden wie der 2D-DIGE Technik und Massenspektrometrie (detaillierte Erläuterung der Methoden siehe <a href="http://www.medizinisches-proteom-center.de">http://www.medizinisches-proteom-center.de</a>) konnten geringste Probenmengen von nur 3500 Zellen analysiert werden. Das hierbei identifizierte Protein MFAP4 stellte sich in einem umfangreichen Probenkontingent von Patienten des Kompetenznetzes Hepatitis (HepNet) als Biomarker mit hoher diagnostischer Genauigkeit heraus.</p>
<p><strong>Identifizierungskonzept bestätigt</strong></p>
<p>Künftig soll es daher genügen, eine Blutprobe eines Patienten zu analysieren, um sowohl das Stadium seiner Lebererkrankung zu diagnostizieren als auch den Erfolg einer Therapie bei Hepatitis C zuverlässig zu verfolgen. &#8220;Unsere Ergebnisse bestätigen erneut unser Konzept zur Identifizierung von Biomarkern mithilfe der gewebebasierten Proteomanalyse&#8221;, zeigt sich Kai Stühler zufrieden.</p>
<blockquote><p>C. Mölleken, B. Sitek, C. Henkel, G. Poschmann, B. Sipos, S. Wiese, B. Warscheid, C. Broelsch, M. Reiser, S.L. Friedman, I. Tornøe, A. Schlosser, G. Klöppel, W. Schmiegel, H.E. Meyer, U. Holmskov, K. Stühler: Detection of novel biomarkers of liver cirrhosis by proteomic analysis. In: Hepatology, 2. Dezember 2008, DOI: 10.1002/hep.22764</p></blockquote>
<p>Medizinisches Proteomcenter der Ruhr-Universität Bochum<br />
<a href="http://www.medizinisches-proteom-center.de">http://www.medizinisches-proteom-center.de</a></p>
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		<title>AIDS / HIV: Virus durchdringt sogar gesundes Vagina-Gewebe</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Dec 2008 11:06:19 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[AIDS]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnostik]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>
		<category><![CDATA[Virologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Frauen, die ungeschützten Sex haben, könnten einem höheren HIV-Risiko ausgesetzt sein als bisher angenommen. Tests von Wissenschaftlern der Northwestern University haben ergeben, dass das Virus sogar gesundes Scheidengewebe durchdringen kann. Es wurde bisher davon ausgegangen, dass nur eine Beschädigung der Haut in der Vagina eine Infektion ermöglicht. Jetzt zeigte sich jedoch, dass HIV diese Barriere innerhalb von Stunden überwinden kann&#8230; HIV-Risiko für Frauen größer als angenommen Der Innenseite der Scheide, dem Plattenepithel, wurde bisher die Fähigkeit zugesprochen, das Virus fernzuhalten. Die Wissenschaftler nahmen an, dass das Virus am ehesten durch kleine Wunden oder Verletzungen in der Scheide in den Körper gelangt. Als weitere Möglichkeit wurden immer wieder die viel dünneren Hautschichten tiefer im Inneren des Körpers genannt. Jetzt stellte sich jedoch heraus, dass die Wahrheit völlig anders aussieht: Das Virus bewegt sich sehr rasch zwischen den Hautzellen selbst. Der Schwachpunkt ergibt sich in dem Augenblick, in dem die Hautzellen abgebaut werden. Dann sind sie nicht mehr so eng miteinander verbunden. Das Team um Thomas Hope versah das Virus mit einem leuchtenden Marker. Es zeigte sich, dass es innerhalb von vier Stunden bereits einen Bruchteil eines Millimeters unter die Hautoberfläche gelangt war. In dieser Tiefe könnte das Virus auf die Immunzellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frauen, die ungeschützten Sex haben, könnten einem höheren HIV-Risiko ausgesetzt sein als bisher angenommen. Tests von Wissenschaftlern der <a href="http://www.northwestern.edu">Northwestern University</a> haben ergeben, dass das Virus sogar gesundes Scheidengewebe durchdringen kann. Es wurde bisher davon ausgegangen, dass nur eine Beschädigung der Haut in der Vagina eine Infektion ermöglicht. Jetzt zeigte sich jedoch, dass HIV diese Barriere innerhalb von Stunden überwinden kann&#8230;<span id="more-235"></span></p>
<p><strong>HIV-Risiko für Frauen größer als angenommen</strong></p>
<p>Der Innenseite der Scheide, dem Plattenepithel, wurde bisher die Fähigkeit zugesprochen, das Virus fernzuhalten. Die Wissenschaftler nahmen an, dass das Virus am ehesten durch kleine Wunden oder Verletzungen in der Scheide in den Körper gelangt. Als weitere Möglichkeit wurden immer wieder die viel dünneren Hautschichten tiefer im Inneren des Körpers genannt. Jetzt stellte sich jedoch heraus, dass die Wahrheit völlig anders aussieht: Das Virus bewegt sich sehr rasch zwischen den Hautzellen selbst.</p>
<p>Der Schwachpunkt ergibt sich in dem Augenblick, in dem die Hautzellen abgebaut werden. Dann sind sie nicht mehr so eng miteinander verbunden. Das Team um Thomas Hope versah das Virus mit einem leuchtenden Marker. Es zeigte sich, dass es innerhalb von vier Stunden bereits einen Bruchteil eines Millimeters unter die Hautoberfläche gelangt war. In dieser Tiefe könnte das Virus auf die Immunzellen treffen, die es benötigt um sich im Körper festzusetzen.</p>
<p>Hope betonte, dass diese unerwarteten Ergebnisse neue Erkenntnisse darüber erlaubten, wie HIV sich in der Scheide verhält. &#8220;Wir brauchen dringend neue Präventionsstrategien oder Behandlungsansätze, die diesen Vorgang blockieren.&#8221; Die Übertragung des Aids-Erregers vom Mann auf die Frau durch ungeschützten Sex ist laut BBC in vielen Teilen der Welt weit verbreitet. Der Einsatz von Kondomen werde bedauerlicherweise immer wieder aus den verschiedensten Gründen abgelehnt.</p>
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		<title>Israelische Medizinphysik: Laserverfahren zum Verschließen von Wunden</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2008/11/laser/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Nov 2008 16:58:21 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Diagnostik]]></category>
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		<description><![CDATA[In Tel Aviv haben Medizinphysiker eine Methode entwickelt, mit der Wunden nach Verletzungen oder Operationen durch Laserlicht verschweißt werden. Die ersten zehn Tests an menschlichen Patienten verliefen erfolgreich &#8211; die Wunden heilten schneller als nach dem Nähen und es bildete sich weniger Narbengewebe. TEL AVIV (inn) &#8211; Bereits seit den 1970er Jahren arbeiten Forscher am Verfahren zum Wundverschluss mittels Laser. Damals hatte die Methode jedoch zu Verbrennungen geführt und die Narbenbildung vorangetrieben. Bislang war es Wissenschaftlern nicht gelungen, die Laserenergie richtig und dauerhaft konstant zu dosieren. Dadurch bestand die Gefahr, dass das Gewebe unsauber verschlossen wird, verkocht und durch daraufhin entstandene Narben wieder aufreißt. Dem israelischen Forscherteam um Abraham Katz an der Universität von Tel Aviv ist nun der Durchbruch gelungen. Nachdem sie die optimale Schweißtemperatur ermittelt hatten, integrierten die Medizinphysiker in den Laser einen Infrarot-Wärmsensor. Dieser ermöglicht es, die Energie permanent im optimalen Temperaturbereich zu halten und verhindert ein Überhitzen und daraus resultierende Verbrennungen. Wie die Tageszeitung &#8220;Jerusalem Post&#8221; meldet, hatte Israels Gesundheitsministerium die neue Technologie nach ausführlicher Prüfung zum Test an Menschen freigegeben. Vor einigen Monaten wurden zehn Patienten behandelt, denen die Gallenblase entfernt worden war. Die Tests verliefen erfolgreich. Verglichen mit genähten Wunden gab es eine schnellere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Tel Aviv haben Medizinphysiker eine Methode entwickelt, mit der Wunden nach Verletzungen oder Operationen durch Laserlicht verschweißt werden. Die ersten zehn Tests an menschlichen Patienten verliefen erfolgreich &#8211; die Wunden heilten schneller als nach dem Nähen und es bildete sich weniger Narbengewebe.<span id="more-122"></span></p>
<p><em>TEL AVIV (inn) &#8211; </em>Bereits seit den 1970er Jahren arbeiten Forscher am Verfahren zum Wundverschluss mittels Laser. Damals hatte die Methode jedoch zu Verbrennungen geführt und die Narbenbildung vorangetrieben. Bislang war es Wissenschaftlern nicht gelungen, die Laserenergie richtig und dauerhaft konstant zu dosieren. Dadurch bestand die Gefahr, dass das Gewebe unsauber verschlossen wird, verkocht und durch daraufhin entstandene Narben wieder aufreißt.</p>
<p>Dem israelischen Forscherteam um Abraham Katz an der Universität von Tel Aviv ist nun der Durchbruch gelungen. Nachdem sie die optimale Schweißtemperatur ermittelt hatten, integrierten die Medizinphysiker in den Laser einen Infrarot-Wärmsensor. Dieser ermöglicht es, die Energie permanent im optimalen Temperaturbereich zu halten und verhindert ein Überhitzen und daraus resultierende Verbrennungen.</p>
<p>Wie die Tageszeitung &#8220;Jerusalem Post&#8221; meldet, hatte Israels Gesundheitsministerium die neue Technologie nach ausführlicher Prüfung zum Test an Menschen freigegeben. Vor einigen Monaten wurden zehn Patienten behandelt, denen die Gallenblase entfernt worden war. Die Tests verliefen erfolgreich. Verglichen mit genähten Wunden gab es eine schnellere Heilung und weniger Narbenbildung. Zudem sei das Risiko einer Infektion bei dem Laserverfahren wesentlich geringer, als bei genähten Wunden, da Nähte nicht komplett wasserdicht abschließen, heißt es in dem Bericht. In einem Jahr sollen die Wunden der Versuchspatienten erneut untersucht werden. Als nächstes soll das Verfahren bei Kaiserschnitten und Leistenbrüchen getestet werden.</p>
<p>Katzir bezeichnete die Verschweißung mit dem Laser als &#8220;grundbrechende medizinische Technologie&#8221;. Diese könnte schnell und einfach von Medizinern auf dem Schlachtfeld und bei Verkehrsunfällen eingesetzt werden. &#8220;Die Technik, Wunden mit Nadel und Faden zu nähen, ist eine sehr alte, die seit Tausenden Jahren existiert. Die moderne Medizin hat sich in vielen Bereichen weiterentwickelt. Die Zeit ist gekommen, eine der alltäglichsten und wichtigsten Prozeduren bei Operationen zu verbessern &#8211; das Verschließen von zwei Seiten eines Schnittes&#8221;, so Katzir.</p>
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