<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Pharmacon Net &#187; EQ</title>
	<atom:link href="http://www.pharmacon.net/tag/eq/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.pharmacon.net</link>
	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
	<lastBuildDate>Wed, 11 Jan 2012 11:31:02 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Gute Freunde sorgen für längeres Leben: Einsamkeit ist so schädlich wie 15 Zigaretten am Tag</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2010/07/sozial/</link>
		<comments>http://www.pharmacon.net/2010/07/sozial/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Jul 2010 20:47:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie allg.]]></category>
		<category><![CDATA[EQ]]></category>
		<category><![CDATA[Kontakt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pharmacon.net/?p=2197</guid>
		<description><![CDATA[Ein gutes Netzwerk aus Freunden und Nachbarn erhöht die Lebenserwartung deutlich. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Brigham Young University, die Daten von fast 150 Studien zu den Themen Lebensalter und soziale Verbindungen ausgewertet haben. Sie haben berechnet, dass wenige Freunde zu haben genauso schädlich ist, wie 15 Zigaretten am Tag zu rauchen oder ein Alkoholiker zu sein&#8230; Spaß mit Freunden: Gute Sozialkontakte sind lebenswichtig Provo (pte) &#8211; http://www.byu.edu &#8211; Das Team um Julianne Holt-Lundstad geht in PLoS Medicine davon aus, dass ein Mensch, der sich um andere kümmert auch besser für sich selbst sorgt. Die Wissenschaftler warnen, dass heutzutage soziale Netzwerke weniger Beachtung finden. Die Menschen haben oft genug damit zu tun, Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen und einen Weg zu finden, beides miteinander zu auf eine zufriedenstellende Art auszubalancieren. Fehlt diese soziale Unterstützung, beeinträchtigt das die Lebenserwartung weit mehr als Fettsucht oder mangelnde Bewegung. Holt-Lundstad erläutert, dass es viele Arten gibt, wie Freunde, Kollegen und Familie gut für die Gesundheit und das Wohlbefinden sein können. &#8220;Ist jemand Teil einer Gruppe und fühlt sich für andere verantwortlich, so achtet man auch besser auf sich und geht weniger Risiken ein.&#8221; Für die Studie wurden Daten von mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein gutes Netzwerk aus Freunden und Nachbarn erhöht die Lebenserwartung  deutlich. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der Brigham Young  University, die Daten von fast 150 Studien zu den Themen Lebensalter und  soziale Verbindungen ausgewertet haben. Sie haben berechnet, dass  wenige Freunde zu haben genauso schädlich ist, wie 15 Zigaretten am Tag  zu rauchen oder ein Alkoholiker zu sein&#8230;<span id="more-2197"></span></p>
<p><strong>Spaß mit Freunden: Gute Sozialkontakte sind lebenswichtig</strong></p>
<p>Provo (<a href="http://www.pressetext.de">pte</a>) &#8211; http://www.byu.edu &#8211; Das Team um Julianne Holt-Lundstad geht in PLoS Medicine davon aus, dass ein Mensch, der sich um andere kümmert auch besser für sich selbst sorgt. Die Wissenschaftler warnen, dass heutzutage soziale Netzwerke weniger  Beachtung finden. Die Menschen haben oft genug damit zu tun, Karriere  und Familie unter einen Hut zu bringen und einen Weg zu finden, beides  miteinander zu auf eine zufriedenstellende Art auszubalancieren. Fehlt  diese soziale Unterstützung, beeinträchtigt das die Lebenserwartung weit  mehr als Fettsucht oder mangelnde Bewegung.</p>
<p>Holt-Lundstad erläutert, dass es viele Arten gibt, wie Freunde, Kollegen und Familie gut für die Gesundheit und das Wohlbefinden sein können. &#8220;Ist jemand Teil einer Gruppe und fühlt sich für andere verantwortlich, so achtet man auch besser auf sich und geht weniger Risiken ein.&#8221; Für die Studie wurden Daten von mehr als 300.000 Menschen aus vier Kontinenten über einen Zeitraum von sieben Jahren ausgewertet.</p>
<p>Diejenigen, die über die stärksten sozialen Bindungen verfügten, schnitten auch bei Gesundheit und Lebenserwartung am besten ab. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt noch lebten, war eineinhalb mal höher als bei Menschen, die einsam lebten. Teil der Studie waren Daten von Menschen aller Altersgruppen und Familienverhältnisse. Die Ergebnisse veränderten sich auch nicht, als der ursprüngliche Gesundheitszustand berücksichtigt wurde.</p>
<p><strong>Positiver Effekt in jedem Alter </strong></p>
<p>Mitautor Timothy Smith betonte gegenüber BBC, dass dieser Effekt nicht nur bei älteren Erwachsenen zu beobachten ist. Beziehungen wirken in allen Altersgruppen wie ein Schutzmantel. Auch er warnte, dass die Bequemlichkeit unserer Zeit und der technologischen Möglichkeiten zu dem Glauben verführt, dass direkte Begegnungen nicht mehr notwendig sind.</p>
<p>&#8220;Menschen nehmen Beziehungen als gegeben an. Wir sind wie Fische, die das Wasser nicht bemerken&#8221;, sagt Smith. &#8220;Die permanente Interaktion ist nicht nur psychologisch gesehen gut für uns, sie wirkt sich auch direkt auf unsere körperliche Gesundheit aus.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pharmacon.net/2010/07/sozial/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tod eines Angehörigen: Trauernde erleiden Gesundheitskrisen</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2010/02/trauer/</link>
		<comments>http://www.pharmacon.net/2010/02/trauer/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 00:29:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychosomatik]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[EQ]]></category>
		<category><![CDATA[Herz]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pharmacon.net/?p=1645</guid>
		<description><![CDATA[Eine australische Untersuchung ist der Frage nachgegangen, warum Trauernde, die einen Nahestehenden verloren haben, häufiger an Herzkrankheiten erkranken&#8230; Der Verlust eines Menschen kann krank machen pte/18.09.2009/15:35) &#8211; Durchgeführt wurde die Untersuchung von Klinikern der Sydney Medical School und der Faculty of Nursery and Midwifery der Universität Sydney. Bisher wurden die Gründe für das erhöhte Erkrankungsrisiko im akuten Stress der Betroffenen gesehen, die weiteren Zusammenhänge blieben jedoch weitgehend unklar. Die Ergebnisse der Studie &#8220;Cardiovascular Risk in Bereavement&#8221; (CARBER) wurden bei der Konferenz der Australisch-Neuseeländischen Herzgesellschaft vorgestellt. &#8220;Bisher gab es keine aussagekräftigen Studien, die die Gesundheitssituation der Hinterbliebenen in den ersten Wochen nach einem Todesfall genauer untersuchten&#8221;, so Studien-Leitautor Thomas Buckley. CARBER sei die erste derartige Untersuchung, die quer durch alle Altersgruppen beider Geschlechter ging. Emotionen und Stimmungswechsel waren während dieser Zeit am stärksten. Generell litten die CARBER-Studienteilnehmer während dieser Zeit an Ängsten, Depressionen, Zornsymptomen, erhöhten Stresshormon-Werten sowie an verringertem Schlaf und Appetit. Bei den Untersuchungen von Buckley und seinem Team zeigten sich bei den Trauernden zudem auch eine Zunahme des Blutdrucks und der Herzfrequenz. Verändert waren auch die Immunantworten sowie die Blutgerinnung. All diese Veränderungen gebe es auch bei Menschen, die vor einem Herzinfarkt stehen. Ungefähr sechs Monate nach dem Todesfall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine australische Untersuchung ist der Frage nachgegangen, warum Trauernde, die einen Nahestehenden verloren haben, häufiger an Herzkrankheiten erkranken&#8230;<span id="more-1645"></span></p>
<p><strong>Der Verlust eines Menschen kann krank machen</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a>/18.09.2009/15:35) &#8211; Durchgeführt wurde die Untersuchung von Klinikern der <a href="http://www.medfac.usyd.edu.au">Sydney Medical School</a> und der Faculty of Nursery and Midwifery der Universität Sydney. Bisher wurden die Gründe für das erhöhte Erkrankungsrisiko im akuten Stress der Betroffenen gesehen, die weiteren Zusammenhänge blieben jedoch weitgehend unklar. Die Ergebnisse der Studie &#8220;Cardiovascular Risk in Bereavement&#8221; (CARBER) wurden bei der Konferenz der Australisch-Neuseeländischen Herzgesellschaft vorgestellt. </p>
<p>&#8220;Bisher gab es keine aussagekräftigen Studien, die die Gesundheitssituation der Hinterbliebenen in den ersten Wochen nach einem Todesfall genauer untersuchten&#8221;, so Studien-Leitautor Thomas Buckley. CARBER sei die erste derartige Untersuchung, die quer durch alle Altersgruppen beider Geschlechter ging. Emotionen und Stimmungswechsel waren während dieser Zeit am stärksten. Generell litten die CARBER-Studienteilnehmer während dieser Zeit an Ängsten, Depressionen, Zornsymptomen, erhöhten Stresshormon-Werten sowie an verringertem Schlaf und Appetit. Bei den Untersuchungen von Buckley und seinem Team zeigten sich bei den Trauernden zudem auch eine Zunahme des Blutdrucks und der Herzfrequenz. Verändert waren auch die Immunantworten sowie die Blutgerinnung. All diese Veränderungen gebe es auch bei Menschen, die vor einem Herzinfarkt stehen.</p>
<p>Ungefähr sechs Monate nach dem Todesfall sei bei den meisten eine Verbesserung des Gesundheitszustands aufgefallen, obwohl einige Werte immer noch deutlich höher waren als in der Vergleichsgruppe der Nicht-Trauernden. Buckley berichtet auch über einige Fälle, bei denen sich der Gesundheitszustand auch nach längerer Zeit nicht verbesserte. </p>
<p>&#8220;Vielen Angehörigen hilft zunächst die Information über die genaue Todesursache des Verstorbenen&#8221;, meint der Gemeindearzt Christian Lehner im pressetext-Interview. Es sei wichtig für die Trauerarbeit. &#8220;Je mehr man sich mit der Aufarbeitung eines Todesfalles beschäftigt, desto besser ist es&#8221;, erklärt Lehner, der auch Erfahrung mit traditionellen samoanischen Medizin hat. In der traditionellen Medizin der meisten Völker gibt es eine intensive Auseinandersetzung nach dem Verlust eines Familienangehörigen. Das sei Teil des philosophischen Unterbaus. &#8220;Im Prinzip wäre das auch hier dringend zu empfehlen. An wen man sich hier wendet, ob es sich um eine Selbsthilfegruppe oder einen Psychologen handelt, ist egal, solange es gelingt das Thema aufzuarbeiten&#8221;, meint Lehner. </p>
<p>Hintergrund:</p>
<p>Polynesische Pflanzenheilkunde:<br />
Österreicher als Erforscher samoanischer Medizin</p>
<p>Der burgenländische Mediziner Christian Lehner beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der traditionellen Medizin Samoas. Lehner, der als Arzt in Mattersburg tätig ist, hat neben seinem Medizinstudium auch Ethnologie und Psychologie studiert. Sein Werk &#8220;Die Heiler von Samoa &#8211; O Le Fofo&#8221;, das im Schweizer Peter Lang Verlag erschienen ist, zählt mittlerweile zu den Standardwerken über die bis dato selten beschriebene Heilkunde der polynesischen Inselgruppe.</p>
<p>&#8220;Das Buch beinhaltet eine umfassende Darstellung der medizinischen Glaubensvorstellungen und der medizinischen Praktiken, welche die Samoaner als die eingeborene Medizin bezeichnen und für ihre einheimische Heilkunde halten&#8221;, so Lehner. Der Autor war während der vergangenen Jahre mehrmals auf den Inseln Upolu und Savai&#8217;i, um die Medizin und die traditionellen Rituale zu studieren. Ein wesentlicher Aspekt für den Wissenschaftler stellt auch die Tatsache dar, die traditionelle Medizin als Kulturgut in Samoa zu erhalten. &#8220;Drohende Verwestlichung macht auch vor dem Inselstaat West-Samoa nicht halt&#8221;, so der Experte. &#8220;In Anbetracht der zunehmenden Abwendung der westlichen Medizin von der hoch technisierten Heilkunst erscheint die jahrtausende alte Medizin der polynesischen Völker, die vor allem in Samoa ihre ursprünglichste Form erhalten hat, als Alternative. Sie stellt eine beachtenswerte Form der medizinischen Heilkunst dar, deren Inhalte für Wissenschaft und Forschung bewahrenswert erscheinen&#8221;, führt Lehner aus.</p>
<p>Nicht nur die Ernährungsexperten, sondern auch die traditionellen Heiler sind davon überzeugt, dass sich der Gesundheitszustand der Polynesier nach der zunehmenden Zahl importierter Nahrungsmittel drastisch verschlechtert hat. &#8220;Mit Ausnahme von Reis sind damit in erster Linie Nahrungsmittel aus Europa und den USA verantwortlich&#8221;, so Lehner. Dazu zählen unter anderem neben Dosennahrungsmitteln auch Zucker und importierte Getränke wie Alkohol, Limonaden und Säuglingsmilchpulver.</p>
<p>Die Samoaner kennen als älteste Behandlungsform ihrer traditionellen Medizin auch vier verschiedene Arten der Massage. Eine davon wird beispielsweise bei Verstauchungen und Knochenbrüchen angewendet. &#8220;Die Samoaner besitzen ein ungeheuer großes Repertoire für die Behandlung von Krankheiten. Die große Zahl von Behandlungen ist jedoch einer beinahe dauernden Änderung unterworfen. Dazu zählt zum Beispiel auch die Verwendung neuer, eingeführter Pflanzen als Arzneimittel&#8221;, erklärt Lehner.</p>
<p>Lehner beschreibt in seinem Buch die verschiedenen Vorstellungen von der Philosophie des &#8220;Krankseins&#8221; und den Ursachen von Krankheit, aber auch die Glaubensvorstellungen der Heiler über den menschlichen Körper und seine Zusammensetzung. Dabei wird dem Leser die Grundlage der diagnostischen Praxis erklärt. Auch die einzelnen Heilmittel, angefangen von Pflanzen und ihren Bestandteilen bis hin zu Elementen wie Salzwasser, Quellwasser, roher Fisch und Muttermilch, werden erklärt. Als Heilmittel werden Blattasche, Rauch und Holzkohle verwendet. Das Werk enthält ein umfassendes Wörterbuch der samoanischen Sprache mit Schwerpunkt auf Körperteilen und Erkrankungen. Die Einführung in die Entstehungsmythologie der Erde und der Menschen stammt von Moelani Jackson, eine der angesehensten Heilerinnen der Inselgruppe.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pharmacon.net/2010/02/trauer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zen: Atemübungen reduzieren Schmerzempfinden</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2010/02/zen-2/</link>
		<comments>http://www.pharmacon.net/2010/02/zen-2/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2010 16:40:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schmerztherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Analgetika]]></category>
		<category><![CDATA[EQ]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzmedizin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pharmacon.net/?p=1582</guid>
		<description><![CDATA[Wer häufig Zen-Meditation praktiziert, hat auch im Alltag ein niederes Schmerzempfinden. Das besagt eine Untersuchung an der Universität Montreal, die in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Psychosomatic Medicine veröffentlicht wurde&#8230; Zen-Meditation lindert Schmerzen auch im Alltag http://www.umontreal.ca &#8211; zenkreis.de &#8211; pte &#8211; Im Unterschied zu früheren Studien, die die Wirkung bei Kranken ins Auge nahm, testeten die Forscher die Schmerzverarbeitung bei gesunden, trainierten Zen-Lehrern. Das sei laut Studienautoren ein erster Schritt, um den Einfluss der Meditation auf das Schmerzempfinden zu entschlüsseln. Die Studie war darauf angelegt, ein möglicherweise anderes Schmerzempfinden von Menschen zu untersuchen, die häufig meditieren. 13 Zen-Lehrer, die mindestens 1.000 Stunden Meditationserfahrung besaßen, wurden mit einer gleich großen Gruppe verglichen, die keine Meditation praktizierte. Man hielt ihnen eine Heizelement an die Wade und steigerte die Temperatur bis maximal 53 Grad. Die Zen-Lehrer ertrugen höhere Temperaturen als die Vergleichsgruppe und zeigten ein um ein Sechstel niedrigeres Schmerzempfinden, das sich im Zustand der Meditation noch weiter absenkte. Grund dafür sei die Verminderung der Atemfrequenz von 15 auf 12 Züge pro Minute, die für mehr Entspannung des Körpers sorgt, vermuten die Studienautoren. Atemtechniken sind ein wesentliches Element der Zen-Meditation und haben Folgen für den Körper. &#8220;Man versucht, besonders langsam auszuatmen&#8221;, betont [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer häufig Zen-Meditation praktiziert, hat auch im Alltag ein niederes Schmerzempfinden. Das besagt eine Untersuchung an der Universität Montreal, die in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Psychosomatic Medicine veröffentlicht wurde&#8230;<span id="more-1582"></span></p>
<p><strong>Zen-Meditation lindert Schmerzen auch im Alltag</strong></p>
<p><a href="http://www.umontreal.ca/" target="_blank">http://www.umontreal.ca</a> &#8211; <a href="http://www.zenkreis.de/" target="_blank">zenkreis.de</a> &#8211; <a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Im Unterschied zu früheren Studien, die die Wirkung bei Kranken ins Auge nahm, testeten die Forscher die Schmerzverarbeitung bei gesunden, trainierten Zen-Lehrern. Das sei laut Studienautoren ein erster Schritt, um den Einfluss der Meditation auf das Schmerzempfinden zu entschlüsseln.</p>
<p>Die Studie war darauf angelegt, ein möglicherweise anderes Schmerzempfinden von Menschen zu untersuchen, die häufig meditieren. 13 Zen-Lehrer, die mindestens 1.000 Stunden Meditationserfahrung besaßen, wurden mit einer gleich großen Gruppe verglichen, die keine Meditation praktizierte. Man hielt ihnen eine Heizelement an die Wade und steigerte die Temperatur bis maximal 53 Grad. Die Zen-Lehrer ertrugen höhere Temperaturen als die Vergleichsgruppe und zeigten ein um ein Sechstel niedrigeres Schmerzempfinden, das sich im Zustand der Meditation noch weiter absenkte. Grund dafür sei die Verminderung der Atemfrequenz von 15 auf 12 Züge pro Minute, die für mehr Entspannung des Körpers sorgt, vermuten die Studienautoren.</p>
<p>Atemtechniken sind ein wesentliches Element der Zen-Meditation und haben Folgen für den Körper. &#8220;Man versucht, besonders langsam auszuatmen&#8221;, betont Zen-Lehrer Thomas Kabierschke im pressetext-Interview. &#8220;Das führt zu tieferer Atmung. Die Gedanken beruhigen sich dabei und der Blutdruck sinkt&#8221;. Während der Meditation befinde sich der Körper in gesteigerter Wachheit und Sensibilität, wodurch man auch kleine Geräusche wahrnehme. Kabierschke beobachtet auch im Alltag langfristige körperliche Verbesserungen als Folge von regelmäßiger Meditation. &#8220;Schlafqualität, Konzentrationsfähigkeit und Gelassenheit steigen und das Stressempfinden bessert sich. Mit dem Stress sinkt auch das Schmerzempfinden&#8221;, so der Meditationslehrer.</p>
<p>Zen-Meditation kann jedoch auch Schmerzen verursachen. &#8220;Die besondere Sitzhaltung führt häufig dazu, dass der Meditierende Schmerzen etwa im Rücken oder in den Knien deutlicher als sonst verspürt&#8221;, so Kabierschke. Die Reaktion darauf sei nicht das sofortige Aufstehen oder sich Reiben, wie es im Alltag geschieht. &#8220;Man versucht, den Schmerz zu beobachten statt ihm auszuweichen. Diese bewusste Pause erlaubt, dass sich die Einstellung zum Schmerz ändert.&#8221; Dadurch werde der Umgang mit körperlichen Grenzen eingeübt, erklärt der Münchner Zen-Lehrer.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pharmacon.net/2010/02/zen-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>EQ: Die Forderung des Aristoteles</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2009/03/eq2/</link>
		<comments>http://www.pharmacon.net/2009/03/eq2/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 14:17:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychosomatik]]></category>
		<category><![CDATA[EQ]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.pharmacon.net/?p=363</guid>
		<description><![CDATA[Aus der Einleitung des Bestsellers &#8220;Emotionale Intelligenz&#8221;, von Daniel Goleman&#8230; &#8230;&#8221;Ebenso kann ein jeder leicht in Zorn geraten&#8230; Das Wem, Wieviel, Wann, Wozu und Wie zu bestimmen, ist aber nicht jedermanns Sache und ist nicht leicht&#8221;&#8230; Aristoteles, Nikomachische Ethik Es war ein unerträglich schwüler Augustnachmittag in New York, es herrschte jene schweißtreibende Wetterlage, die den Menschen Unbehagen bereitet und sie reizbar macht. Auf dem Rückweg ins Hotel stieg ich an der Madison Avenue in einen Bus, dessen Fahrer mich verblüffte. Es war ein Schwarzer in mittlerem Alter, der ein strahlendes Lächeln zeigte und mir beim Einsteigen ein freundliches »Hey, wie geht&#8217;s?« entgegenrief, ein Gruß, den er jedem neuen Fahrgast entbot, der während der Fahrt durch den dichten Innenstadtverkehr einstieg. Alle waren genauso verblüfft wie ich, und in der vorherrschenden mürrischen Stimmung gefangen, gab kaum einer den Gruß zurück. Doch während der Bus sich durch die Straßen vorwärtsschob, vollzog sich eine allmähliche, ganz wundersame Verwandlung. Der Fahrer lieferte uns einen ständigen Monolog, einen anregenden Kommentar zu dem Geschehen, das an uns vorüberglitt: In dem Geschäft da kauft man ungeheuer günstig, in diesem Museum ist eine wundervolle Ausstellung zu sehen, haben Sie schon von dem neuen Film gehört, der in dem Kino [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Aus der Einleitung des Bestsellers &#8220;Emotionale Intelligenz&#8221;, von Daniel Goleman&#8230;<span id="more-363"></span></p>
<p style="text-align: right;"><em>&#8230;&#8221;Ebenso kann ein jeder leicht in Zorn geraten&#8230;<br />
Das Wem, Wieviel, Wann, Wozu und Wie zu bestimmen,<br />
ist aber nicht jedermanns Sache und ist nicht leicht&#8221;&#8230;<br />
Aristoteles, Nikomachische Ethik</em></p>
<p>Es war ein unerträglich schwüler Augustnachmittag in New York, es herrschte jene schweißtreibende Wetterlage, die den Menschen Unbehagen bereitet und sie reizbar macht. Auf dem Rückweg ins Hotel stieg ich an der Madison Avenue in einen Bus, dessen Fahrer mich verblüffte. Es war ein Schwarzer in mittlerem Alter, der ein strahlendes Lächeln zeigte und mir beim Einsteigen ein freundliches »Hey, wie geht&#8217;s?« entgegenrief, ein Gruß, den er jedem neuen Fahrgast entbot, der während der Fahrt durch den dichten Innenstadtverkehr einstieg. Alle waren genauso verblüfft wie ich, und in der vorherrschenden mürrischen Stimmung gefangen, gab kaum einer den Gruß zurück. Doch während der Bus sich durch die Straßen vorwärtsschob, vollzog sich eine allmähliche, ganz wundersame Verwandlung. Der Fahrer lieferte uns einen ständigen Monolog, einen anregenden Kommentar zu dem Geschehen, das an uns vorüberglitt: In dem Geschäft da kauft man ungeheuer günstig, in diesem Museum ist eine wundervolle Ausstellung zu sehen, haben Sie schon von dem neuen Film gehört, der in dem Kino da drüben gerade angelaufen ist? Die vielfältigen Möglichkeiten, die die Stadt bietet, entzückten ihn, und das war ansteckend. Als es ans Aussteigen ging, hatten alle die mürrische Schale, mit der sie eingestiegen waren, abgeworfen, und wenn der Fahrer ihnen »Byebye, viel Spaß heute! « zurief, lächelten sie zurück.</p>
<p>Seit fast zwanzig Jahren begleitet mich die Erinnerung an diese Begegnung. Ich hatte, als ich den Bus an der Madison Avenue nahm, gerade meinen Doktor in Psychologie gemacht, aber die damalige Psychologie interessierte sich kaum dafür, wie eine solche Verwandlung abläuft. Von den Mechanismen der Gefühle, der Emotion wußte die psychologische Forschung kaum etwas. Dieser Busfahrer, dessen Fahräste den Virus des positiven Gefühls in der Stadt verbreiteten, war in meinen Augen so etwas wie ein Friedensstifter, mit einer hexenmeisterhaften Fähigkeit, die mürrische Gereiztheit, die in seinen Fahrgästen kochte, zu verwandeln und ihre Herzen ein wenig zu besänftigen und zu öffnen.</p>
<p>Als Kontrast dazu hier einige Zeitungsmeldungen aus ebendieser Woche: In einer Schule richtet ein Neunjähriger Verwüstungen an: Er schüttet Farbe über Tische, Computer und Drucker und beschädigt ein Auto auf dem Schulparkplatz. Grund: Kinder aus der dritten Klasse hatten ihn »Baby« genannt, und er wollte ihnen Eindruck machen. Vor einem Rap-Club in Manhattan drängen sich Teenager; aus einem versehentlichen Anrempeln entsteht eine allgemeine Prügelei, die damit endet, daß einer der Angegriffenen mit einer Handfeuer waffe Kaliber 380 in die Menge schießt und acht junge Leute verwundet. Wie es in dem Bericht heißt, haben solche Schießereien wegen scheinbarer Kränkungen, die als Ausdruck von Geringschätzung wahrgenommen werden, in den letzten Jahren zugenommen.</p>
<p>Bei Mordopfern unter zwölf Jahren sind die Täter in 57 Prozent der Fälle die Eltern oder Stiefeltern. Die Eltern geben in fast der Hälfte der Fälle an, sie hätten »bloß versucht, das Kind zu disziplinieren«. Das »Vergehen«, das die tödlichen Schläge auslöste, bestand beispielsweise darin, daß das Kind die Sicht auf den Fernseher versperrte, weinte oder die Windeln besudelte.</p>
<p>Ein deutscher Jugendlicher steh: wegen Mordes vor Gericht, weil er Feuer an ein Haus legte, in dem fünf türkische Frauen und Mädchen schliefen. Mitglied einer Gruppe von Neonazis, gibt er an, immer wieder seine Stelle verloren zu haben und zu trinken, und er schiebt sein Pech den Ausländern in die Schuhe. Mit kaum hörbarer Stimme bringt er vor: »Was ich getan habe, tut mir entsetzlich leid, und ich schäme mich grenzenlos.«</p>
<p>Tagtäglich lesen wir solche Meldungen über den Verfall von Höflichkeit und Sicherheit, über entfesselte bösartige Impulse. Doch darin spiegelt sich bloß in größerem Maßstab der Eindruck wider, daß in unserem Leben und dem unserer Mitmenschen die Emotionen außer Kontrolle geraten sind. Vor dieserunberechenbaren Flut von Gefühlsausbrüchen und ihren bedauerlichen Folgen ist niemand sicher; auf die eine oder andere Weise dringt sie in unser aller Leben ein. Das ständige Trommelfeuer solcher Berichte in den letzten zehn Jahren zeigt, daß die Unfähigkeit imUmgang mit den eigenen Emotionen, die Ratlosigkeit und Brutalität in unseren Familien, unseren Gemeinden und unserem kollektiven. Gefühlsleben zunehmen. Wut und Verzweiflung greifen um sich, sei es in der stillen Einsamkeit von Schlüsselkindern, die mit dem Fernseher als Babysitter alleingelassen werden, sei es im Leid von Kindern, die ausgesetzt, vernachlässigt oder mißbraucht werden, sei es in der häßlichen Intimität von Gewalttätigkeiten zwischen Eheleuten. Von einem sich ausbreitenden emotionalen Unbehagen zeugen die Zahlen, die einen Anstieg der Depressionen in der ganzen Welt belegen, und die Anzeichen einer steigenden Flut von Aggressionen: Teenager, die mit Waffen in die Schule kommen, Autounfälle, die in Schießereien enden, entlassene Angestellte, die aus Verärgerung ehemalige Kollegen umbringen. »Emotionale Mißhandlung «, »Schießerei im Vorüberfahren« und »posttraumatischer Stress« — das alles ist im letzten Jahrzehnt in den allgemeinen Wortschatz eingegangen, und wo man sich früher fröhlich einen »schönen Tag« wünschte, brummt man heute gereizt »Tag«.</p>
<p>Dieses Buch soll helfen, das Unbegreifliche faßbar zu machen. Als Psychologe und seit zehn Jahren als Journalist für die New York Times habe ich verfolgt, was die wissenschaftliche Forschung über den Bereich des Irrationalen zu sagen hat. Dabei sind mir zwei gegenläufige Trends aufgefallen, einerseits ein wachsendes Elend in unserem gemeinsamen Gefühlsleben, andererseits Entwicklungen, die Abhilfe versprechen.</p>
<h3>Warum diese Untersuchung jetzt</h3>
<p>Außer den schlechten Nachrichten hat das letzte Jahrzehnt auch einen beispiellosen Aufschwung in der wissenschaftlichen Erforschung von Emotionen zu verzeichnen. Am eindrucksvollsten sind die Einblicke in das Funktionieren des Gehirns, die durch innovative Methoden wie die zerebralen Bildgebungsverfahren möglich wurden. Dadurch wurde erstmals in der menschlichen Geschichte sichtbar, was seit jeher ein tiefes Rätsel war: was in dieser verwickelten Anhäufung von Zellen geschieht, wenn wir denken, fühlen und träumen. Dank der Flut neurobiologischer Daten verstehen wir besser als je zuvor, wie die emotionalen Hirnzentren uns zu Wutanfällen reizen oder zu Tränen rühren und wie gattungsgeschichtlich ältere Teile des Gehirns, die uns zum Kriegführen wie zum Lieben anstacheln, in die eine oder andere Richtung steuern. Diese neue Einsicht in das Wirken der Emotionen und ihre Schwächen lenkt unsere Aufmerksamkeit auf ungenutzte Möglichkeiten, unserer kollektiven emotionalen Krise Herr zu werden.</p>
<p>Ich mußte bis jetzt warten, denn nun erst ist die wissenschaftliche Ernte so weit gereift, daß ich dieses Buch schreiben kann. Daß diese Erkenntnisse sich so verzögert haben, liegt vor allem daran, daß die Forschung den Stellenwert des Fühlens im mentalen Leben seit jeher erstaunlich gering veranschlagt hat, so daß die Emotionen für die wissenschaftliche Psychologie ein weitgehend unerforschter Kontinent blieben. Diese Lücke wurde gefüllt von allerlei Selbsthilfe-Büchern, gutgemeinten Ratschlägen, die sich bestenfalls auf klinische Gutachten stützten, aber zumeist ohne wissenschaftliche Grundlage waren. Jetzt ist die Wissenschaft endlich in der Lage, auf diese dringenden und verwirrenden Fragen der Psyche in ihren irrationalsten Aspekten begründete Antworten zu geben und das :menschliche Herz mit leidlicher Genauigkeit kartographisch zu erfassen.</p>
<p>Diese Kartierung stellt die verengte Auffassung von Intelligenz in Frage, derzufolge der Intelligenzquotient (IQ) eine erbliche Gegebenheit ist, die nicht durch Lebenserfahrung verändert werden kann, und unser Schicksal weitgehend durch diese Fähigkeiten festgelegt ist. Diese Auffassung übergeht die drängendere Frage: Was können wir wirklich ändern, damit es unseren Kindern besser ergeht? Woran liegt es beispielsweise, wenn Menschen mit einem hohen IQ straucheln und solche mit einem bescheidenen IQ überraschend erfolgreich sind? Entscheidend sind nach meiner Ansicht sehr oft die Fähigkeiten, die ich hier als »emotionale Intelligenz« bezeichne; dazu gehören Selbstbeherrschung, Eifer und Beharrlichkeit und die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren. Wie wir sehen werden, sind das Fähigkeiten, die man Kindern beibringen kann, so daß sie das intellektuelle Potential, das die genetische Lotterie ihnen vermittelt hat, besser nutzen können. Es ist ein drängendes moralisches Gebot, das hinter dieser Möglichkeit steht. Wir leben in einer Zeit, in der der Zusammenhalt der Gesellschaft sich immer schneller aufzulösen scheint, in der Egoismus, Gewalt und Niedertracht die Qualität unseres Gemeinschaftslebens zu untergraben scheinen. Was die emotionale Intelligenz so wichtig macht, ist der Zusammenhang zwischen Gefühl, Charakter und moralischen Instinkten. Vieles spricht dafür, daß ethische Grundhaltungen im Leben auf emotionalen Fähigkeiten beruhen. Das Medium der Emotionen sind Impulse, und der Keim aller Impulse ist ein Gefühl, das sich unkontrolliert in die Tat umsetzt. Wer seinen Impulsen ausgeliefert ist — wer keine Selbstbeherrschung kennt —, leidet an einem moralischen Defizit: die Fähigkeit, Impulse zu unterdrücken, ist die Grundlage von Wille und Charakter. Auf der anderen Seite beruht der Altruismus auf Empathie, auf der Fähigkeit, die Gefühlsregungen anderer zu erkennen; wo das Gespür für die Not oder Verzweiflung eines anderen fehlt, gibt es keine Fürsorge. Und wenn in unserer Zeit zwei moralische Haltungen nötig sind, dann genau diese: Selbstbeherrschung und Mitgefühl.</p>
<h3><a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3423360208"><img src="http://www.hagalil.com/bb/dtv/100-300/eq.gif" alt="" align="right" /></a>Unsere Reise</h3>
<p>In diesem Buch diene ich als Führer auf einer Reise durch die wissenschaftlichen Einsichten in die Emotionen, einer Fahrt, die zu größerem Verständnis für die verwirrendsten Momente in unserem Leben führen soll. Die Reise hat zum Ziel, daß wir verstehen, was es heißt und wie man es anstellt, intelligent mit Emotionen umzugehen. Schon dieses Verstehen kann hilfreich sein; Erkenntnisse auf den Bereich des Gefühls anzuwenden, hat eine ähnliche Wirkung wie das Auftreten eines Beobachters in der Quantenphysik: das Beobachtete wird dadurch verändert.</p>
<p>Unsere Reise beginnt im Ersten Teil mit neuen Entdeckungen zur emotionalen Architektur des Gehirns, die eine Erklärung für die verwirrendsten Momente in unserem Leben bieten, in denen das Gefühl jegliche Rationalität hinwegfegt. Indem wir das Wechselspiel der Hirnstrukturen verstehen, die uns in Momenten des Zorns und der Furcht, der Leidenschaft oder der Freude beherrschen, lernen wir einiges über die emotionalen Gewohnheiten, die unsere besten Absichten zunichte machen können, und darüber, was wir tun können, um unsere destruktiveren oder kontraproduktiven Gefühlsimpulse zu zügeln. Wie die neurologischen Befunde zeigen, gibt es ein Fenster der Gelegenheit für die Formung der emotionalen Gewohnheiten unserer Kinder.</p>
<pre>Erster Teil: Das emotionale Gehirn
1 Wozu sind Emotionen da?
2 Anatomie eines emotionalen Überfalls</pre>
<p>Beim nächsten größeren Halt auf unserer Reise, im Zweiten Teil, sehen wir, wie die neurologischen Gegebenheiten sich auf die für das Leben grundlegende Fähigkeit auswirken, die wir »emotionale Intelligenz « nennen: daß man beispielsweise seine emotionalen Impulse zu zügeln vermag; daß man die inneren Gefühle eines anderen deuten kann; daß man Beziehungen geschickt handhabt und etwa — um Aristoteles zu zitieren — die seltene Fähigkeit besitzt, »gegen die rechte Person, im rechten Maß, zur rechten Zeit, für den rechten Zweck und auf rechte Weise zornig zu sein«. (Wer sich nicht für die neurologischen Details interessiert, wird gleich zu diesem Abschnitt übergehen.) Dieses erweiterte Modell dessen, was es heißt, »intelligent« zu sein, rückt die Emotionen in den Mittelpunkt der für das Leben notwendigen Fähigkeiten.</p>
<pre>Zweiter Teil: Die Natur der emotionalen Intelligenz
3 Schlau kann dumm sein
4 Erkenne dich selbst
5 Sklaven der Leidenschaft
6 Die übergeordnete Fähigkeit
7 Die Wurzeln der Empathie
8 Die sozialen Künste</pre>
<p>Was diese Fähigkeiten bewirken können, wird im Dritten Teil untersucht: Sie können zur Erhaltung unserer wichtigsten Beziehungen beitragen, und wenn sie fehlen, können diese Schaden nehmen; die Marktkräfte, die in unser Arbeitsleben eingreifen, belohnen emotionale Intelligenz auf noch nie dagewesene Weise mit Erfolg am Arbeitsplatz; schädliche Emotionen gefährden unsere körperliche Gesundheit ebensosehr wie Kettenrauchen, und emotionale Hygiene kann zur Erhaltung von Gesundheit und Wohlbefinden beitragen. Jeder von uns ist durch sein genetisches Erbe mit einer Reihe von emotionalen Sollwerten ausgestattet, die sein Temperament bestimmen. Doch die beteiligten zerebralen Schaltungen sind in weitem Umfang formbar; Temperament ist kein Schicksal.</p>
<pre>Dritter Teil: Emotionale Intelligenz in der Praxis
09 Intimfeinde
10 Führung mit Herz
11 Seele und Medizin</pre>
<p>Die emotionalen Lektionen, die wir als Kinder zu Hause und in der Schule erteilt bekommen, prägen, wie aus dem Vierten Teil hervorgeht, die emotionale Schaltung und sorgen dafür, daß wir, was die Grundlagen der emotionalen Intelligenz angeht, mehr oder weniger fähig — oder unfähig — sind. Kindheit und Jugend sind daher entscheidende Fenster der Gelegenheit für die Festlegung der emotionalen Gewohnheiten, die unser Leben bestimmen werden.</p>
<pre>Vierter Teil: Fenster der Gelegenheit
12 Der Schmelztiegel Familie
13 Trauma und emotionales Umlernen
14 Temperament ist kein Schicksal</pre>
<p>Der Fünfte Teil geht auf die Gefahren ein, die demjenigen bevorstehen, der es in der Reifezeit versäumt, den emotionalen Bereich zu meistern — Defizite hinsichtlich der emotionalen Intelligenz verstärken eine Reihe von Risiken, die von der Depression über die Gewalttätigkeit bis zu Eßstörungen und zum Drogenkonsum reichen. Er zeigt ferner, wie Kinder in der Schule mit jenen emotionalen und sozialen Fertigkeiten vertraut gemacht werden, die sie brauchen, um ihr Leben im Griff zu behalten.</p>
<pre>Fünfter Teil: Emotionale Bildung
15 Die Kosten der emotionalen Unbildung
16 Schulung der Gefühle</pre>
<p>Die irritierendsten Erkenntnisse in diesem Buch gehen auf eine breitgestreute Befragung von Eltern und Lehrern zurück, aus der hervorgeht, daß die gegenwärtige Kindergeneration emotional stärker gestört ist als die vorige: einsamer und depressiver, reizbarer und aufsässiger, nervöser und ängstlicher, impulsiver und aggressiver. Falls es eine Abhilfe gibt, dann kann sie, wie ich denke, nur darin bestehen, wie wir unsere Jugend auf das Leben vorbereiten. Derzeit überlassen wir die emotionale Bildung unserer Kinder dem Zufall, mit immer katastrophaleren Ergebnissen. Eine denkbare Lösung ist eine neue Auffassung davon, was die Schule für die Bildung des ganzen Schülers tun kann, indem sie Geist. und Herz berücksichtigt. Am Ende unserer Reise stehen Besuche in innovativen Klassen, die den Kindern Grundkenntnisse der emotionalen Intelligenz vermitteln möchten.</p>
<p>Ich kann mir vorstellen, daß es eines Tages zur üblichen Bildung gehören wird, wesentliche menschliche Kompetenzen wie Selbsterkenntnis, Selbstbeherrschung und Empathie und dazu die Künste des Zuhörens, der Konfliktlösung und der Kooperation zu vermitteln. In der Nikomachischen Ethik, seiner philosophischen Untersuchung über Tugend, Charakter und ein Leben in Güte, erhebt Aristoteles die Forderung, unser Gefühlsleben mit Intelligenz zu steuern. Unsere Leidenschaften besitzen, richtig angewandt, Weisheit; sie bestimmen unser Denken, unsere Werte, unser Überleben. Sie können aber leicht entgleisen und allzu oft tun sie es. Nicht die Emotionalität ist in Aristoteles&#8217; Augen das Problem, sondern die Angemessenheit der Emotion und ihres Ausdrucks. Die Frage ist: Wie läßt sich Intelligenz in unsere Emotionen bringen — und Höflichkeit auf unsere Straßen und gegenseitige Fürsorge in unser Gemeinschaftsleben?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.pharmacon.net/2009/03/eq2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

