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	<title>Pharmacon Net &#187; Gehirn</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
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		<title>Schwere Depression: Gehirnschrittmacher hilft</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2011 10:16:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychopharmakologie]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<description><![CDATA[Bonner Forscher haben einen zentralen Ort im Gehirn gefunden, der an der fehlenden Motivation bei Depression beteiligt sein dürfte. Stimuliert man die dort liegenden Nervenfaserbündel, bessern sich einige Depressionssymptome rasch und deutlich&#8230; Stimulation des medialen Vorderhirnbündels &#8220;repariert&#8221; Motivation Gehirn: Optimaler Depressions-Stimulationspunkt gefunden pte -  http://dgppn.de &#8211; Die ersten Ergebnisse von Tests mit schwerst depressiven Patienten haben der Neurochirurg Volker Coenen und der Psychiater Thomas Schläpfer soeben am DGPPN-Kongress  präsentiert. Im pressetext-Interview erklärt Coenen, wie die Behandlung von Depression in der stärksten Ausprägung künftig aussehen könnte. Verlorene Balance Depression beeinflusst vorrangig den Umgang mit Emotionen, was sich in der ständig niedergedrückten Stimmung zeigt. Negative Gefühle braucht der Mensch, um sich bei Gefahr zurückziehen zu können. Für die Balance ist jedoch als positiver Gegenspieler das Motivationssystem nötig, das bei Depressiven nicht richtig zu funktionieren scheint. &#8220;Beeinträchtigt sind dadurch die Euphorie, die körperliche Aktivität und auch das Vorhersehen, durch welche Handlung ein positives Gefühl eintritt &#8211; die sogenannte appetetive Motivation&#8221;, erklärt Coenen. Die Wissenschaft sucht bereits lange danach, wie das beschädigte Motivationssystem wieder normalisiert werden kann. Als letztmöglicher Weg wurde schon bisher die tiefen Hirnstimulation (THS) jener Gehirnregionen versucht, die mit der Motivation in Verbindung stehen. Als Zielorte wurden bisher das Cingulum, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bonner Forscher haben einen zentralen Ort im Gehirn gefunden, der an der fehlenden Motivation bei Depression beteiligt sein dürfte. Stimuliert man die dort liegenden Nervenfaserbündel, bessern sich einige Depressionssymptome rasch und deutlich&#8230;<span id="more-3672"></span></p>
<p><strong>Stimulation des medialen Vorderhirnbündels &#8220;repariert&#8221; Motivation</strong></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><strong>Gehirn: Optimaler Depressions-Stimulationspunkt gefunden</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> -  <a href="http://dgppn.de/">http://dgppn.de</a> &#8211; Die ersten Ergebnisse von Tests mit schwerst depressiven Patienten haben der Neurochirurg Volker Coenen und der Psychiater Thomas Schläpfer soeben am DGPPN-Kongress  präsentiert. Im pressetext-Interview erklärt Coenen, wie die Behandlung von Depression in der stärksten Ausprägung künftig aussehen könnte.</p>
<p><strong>Verlorene Balance</strong></p>
<p>Depression beeinflusst vorrangig den Umgang mit Emotionen, was sich in der ständig niedergedrückten Stimmung zeigt. Negative Gefühle braucht der Mensch, um sich bei Gefahr zurückziehen zu können. Für die Balance ist jedoch als positiver Gegenspieler das Motivationssystem nötig, das bei Depressiven nicht richtig zu funktionieren scheint. &#8220;Beeinträchtigt sind dadurch die Euphorie, die körperliche Aktivität und auch das Vorhersehen, durch welche Handlung ein positives Gefühl eintritt &#8211; die sogenannte appetetive Motivation&#8221;, erklärt Coenen.</p>
<p>Die Wissenschaft sucht bereits lange danach, wie das beschädigte Motivationssystem wieder normalisiert werden kann. Als letztmöglicher Weg wurde schon bisher die tiefen Hirnstimulation (THS) jener Gehirnregionen versucht, die mit der Motivation in Verbindung stehen. Als Zielorte wurden bisher das Cingulum, das ventrale Striatum und der Nucleus accumbens untersucht &#8211; Areale aus völlig unterschiedlichen Gehirnregionen, deren Stimulation zu Ansprechraten von 50 bis 60 Prozent führte.</p>
<p><strong>Zentrale Schaltstelle gefunden</strong></p>
<p>Alle diese Regionen haben jedoch gemeinsam, dass sie über das mediale Vorderhirnbündel mit Signalen versorgt werden, konnte Coenen und Schäpfer gemeinsam mit US-Kollegen bereits im Vorjahr mittels der Kernspin-Tomographie zeigen. Es handelt sich dabei um eine Art Kabelstrang, der sich vom tief liegenden Hirnstamm bis zur stirnseitigen Hirnrinde zieht. &#8220;Scheinbar haben wir somit einen neuralgischen Punkt gefunden, an dem die entscheidenden Fasern optimal für die Stimulation zusammenlaufen&#8221;, so der Bonner Neurochirurg.</p>
<p>Stimuliert wird mit feinen Drähten, die Stromstöße mit einer Frequenz jenseits von 100 Hertz ins Nervengewebe einbringen und dieses somit in Aktivität versetzen. Der dafür nötige &#8220;Gehirnschrittmacher&#8221; wird dauerhaft unter der Haut implantiert, wobei dank der besseren Verortung eine sehr geringe Stromstärke ausreicht. Der Erfolg stellte sich ein: Bei sechs der sieben getesteten Patienten sank der Wert auf der Hamilton-Depressionsskala innerhalb kurzer Zeit auf die Hälfte.</p>
<p><strong>Schrittmacher für die Stimmung</strong></p>
<p>Die Stimulation sorgt dafür, dass depressive Symptome zurückgehen. &#8220;Die Behandelten sind zwar zunächst nicht fröhlicher, doch gerichtete Aktivitäten, Zugehen auf andere Menschen oder Bücherlesen gelingen wieder&#8221;, erklärt der Experte. Eine Heilung stelle dies nicht dar, zudem sind Psychotherapie, Medikamente und regelmäßige Beobachtung weiterhin nötig. Mögliche Gefahren sind Blutungen und Infektionen, die laut bisherigen Erfahrungen bei einem und fünf Prozent auftreten. Bei den Getesteten gab es in den bisher vier Monaten jedoch im Verhalten keine nachteiligen Effekte.</p>
<p>Nötig ist nun, die Wirkung noch länger zu beobachten, geben die beiden Forscher zu bedenken. Um zu einer aussagekräftigen Statistik zu gelangen, müssen zudem deutlich mehr Menschen operiert und geblindete Studien durchgeführt werden. Die Chancen auf eine Behandlungsform, die es mit erfolgreichen Vorbildern etwa aus der Parkinson- oder Tremor-Stimulation aufnehmen kann, stehen jedoch gut. &#8220;Eine Option wäre dies für Depressive, die weder auf Medikamente noch auf Elektrokrampf &#8211; dem bisherigen Goldstandard &#8211; reagieren&#8221;, schließt Coenen.</p>
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		<title>Soziales Zusammenleben: Faires Verhalten startet im Gehirn</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/10/soziales/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 11:46:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie allg.]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>

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		<description><![CDATA[Zivilisiertes Zusammenleben setzt voraus, dass sich Menschen an soziale Normen halten. Die Einhaltung dieser Normen stellen wir mit Sanktionierungen sicher. Häufig geschieht eine solche Bestrafung sogar auf eigene Kosten. Dieses Verhalten widerspricht dem ökonomischen Eigennutz des Bestrafenden und verlangt die Kontrolle egoistischer Impulse, so Forscher der Universitäten Zürich und Basel&#8230; Therapeutischer Nutzen für psychiatrische Patienten Selbstkontrolle will gelernt sein pte &#8211; uzh.ch &#8211; &#8220;Es geht bei unserer Studie darum, dass wir in vielen Handlungen unseren Eigennutz unterdrücken müssen, um uns sozial und fair zu verhalten&#8221;, so Thomas Baumgartner von der Universität Zürich gegenüber pressetext. Dieser Prozess ist etwa zu finden beim Spenden von Geld, aber auch beim Sanktionieren von Normverletzungen. &#8220;Stellen sie sich dabei folgende Situation vor: Ein Interaktionspartner schlägt ihnen ein Geschäft vor, womit er und sie viel Geld verdienen könnten. Gleichzeitig würde es aber auch dazu führen, dass Sie damit eine Firma in den Konkurs reißen, wobei viele Arbeitsplätze verloren gingen. Machen sie dabei mit oder nicht?&#8221;, fragt Baumgartner. Um nicht dabei mitzumachen, und sich sozial verträglich zu verhalten, müsste man in diesem Fall den persönlichen Eigennutzen unterdrücken &#8211; &#8220;etwas, das in gewissen Wirtschaftszweigen höchstwahrscheinlich zu selten geschieht&#8221;. Eigennutz unterdrücken In der Untersuchung haben die Forscher ein Paradigma [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zivilisiertes Zusammenleben setzt voraus, dass sich Menschen an soziale Normen halten. Die Einhaltung dieser Normen stellen wir mit Sanktionierungen sicher. Häufig geschieht eine solche Bestrafung sogar auf eigene Kosten. Dieses Verhalten widerspricht dem ökonomischen Eigennutz des Bestrafenden und verlangt die Kontrolle egoistischer Impulse, so Forscher der Universitäten Zürich und Basel&#8230;<span id="more-3570"></span></p>
<p><strong>Therapeutischer Nutzen für psychiatrische Patienten<br />
Selbstkontrolle will gelernt sein</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; <a href="http://uzh.ch">uzh.ch</a> &#8211; &#8220;Es geht bei unserer Studie darum, dass wir in vielen Handlungen unseren Eigennutz unterdrücken müssen, um uns sozial und fair zu verhalten&#8221;, so Thomas Baumgartner von der Universität Zürich gegenüber pressetext.<br />
Dieser Prozess ist etwa zu finden beim Spenden von Geld, aber auch beim Sanktionieren von Normverletzungen. &#8220;Stellen sie sich dabei folgende Situation vor: Ein Interaktionspartner schlägt ihnen ein Geschäft vor, womit er und sie viel Geld verdienen könnten. Gleichzeitig würde es aber auch dazu führen, dass Sie damit eine Firma in den Konkurs reißen, wobei viele Arbeitsplätze verloren gingen. Machen sie dabei mit oder nicht?&#8221;, fragt Baumgartner. Um nicht dabei mitzumachen, und sich sozial verträglich zu verhalten, müsste man in diesem Fall den persönlichen Eigennutzen unterdrücken &#8211; &#8220;etwas, das in gewissen Wirtschaftszweigen höchstwahrscheinlich zu selten geschieht&#8221;.</p>
<p><strong>Eigennutz unterdrücken</strong> </p>
<p>In der Untersuchung haben die Forscher ein Paradigma verwendet, was dieser Geschäftssituation nahe kommt und haben dabei herausgefunden, dass präfrontale Regionen im Gehirn bei erfolgreicher Selbstkontrolle des Eigennutzens eine sehr gewichtige Rolle spielen. Die neuen Erkenntnisse könnten auch zur therapeutischen Verwendung bei psychiatrischen, forensischen Patienten bedeutend sein. Patienten, die ein stark antisoziales Verhalten zeigen, weisen auch häufig eine reduzierte Aktivität im ventromedialen präfrontalen Kortex auf.</p>
<p>Diese Gehirnregion ist aber für eine nicht-invasive Gehirnstimulation nicht direkt erreichbar, weil sie zu tief im Gehirn verankert ist. Die Resultate der Studie weisen darauf hin, dass die Aktivität dieser Gehirnregion erhöht werden könnte, würde man mittels Gehirnstimulation die Aktivität im dorsolateralen präfrontalen Kortex erhöhen. &#8220;Diese indirekt herbeigeführte Erhöhung der Aktivität der frontalen Gehirnregionen könnte dazu beitragen, das prosoziale und faire Verhalten bei solchen Patienten zu verbessern&#8221;, schlussfolgert die Psychologin Daria Knoch.</p>
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		<title>Die Fähigkeit zur Transformation: Trauma-Heilung</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/08/trauma-heilung-1/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 11:36:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychosomatik]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Gestalt]]></category>
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		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>

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		<description><![CDATA[Viel zu lange hat die europäische Wissenschaft Körper und Geist getrennt wahrgenommen. Peter Levin, einer der bekanntesten Traumaforscher, spricht von einer &#8220;undifferenzierten und verschmolzenen Einheit von Körper und Geist&#8221;. Dabei geht es ihm weniger um Philosophie als um Wissenschaft und neuere neurophysiologische oder auch psychoneuroimmunologische Studien, die diese Einheit bestätigen&#8230; &#8230; &#8220;Alles, was die Handlungsfähigkeit des Körpers steigert, verringert, einschränkt oder erweitert, steigert, verringert, beschränkt oder erweitert auch die Handlungsfähigkeit des Geistes. Und alles, was die Handlungsfähigkeit des Geistes steigert, verringert, beschränkt oder erweitert, steigert, verringert, beschränkt oder erweitert auch die Handlungsfähigkeil des Körpers&#8221;&#8230; Baruch Spinoza (1632-1677) Laura Perls, die Begründerin der Gestalttherapie, brachte es einmal auf eine einfache Formel, als sie betonte, man habe keinen Körper, sondern sei ein Körper: &#8220;You are some-body&#8221;, und wenn du keiner bist, dann bist du schnell ein &#8220;no-body&#8221;. Peter Levin erforscht die Mysterien des Traumas und der PTBS (Posttraumatischen Belastungsstörung) seit drei Jahrzehnten und wenn dies auch eine Konfrontation mit unsäglichen Qualen und &#8220;schrecklichem Wissen&#8221; ist, faszinierte ihn auch  die komplizierte Beziehung des Themas zu Naturwissenschaften, Philosophie, Mythologie und Kunst. Wie die frühen Gestaltherapeuten fühlt auch Levin sich dem Erbe von Wilhelm Reich, Ida Rolf u.a. verpflichtet. Dieser humanistischer und ganzheitliche Ansatz half [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viel zu lange hat die europäische <a href="http://www.pharmacon.net/2011/01/psychiatrie-1/">Wissenschaft</a> Körper und Geist getrennt wahrgenommen. Peter Levin, einer der bekanntesten Traumaforscher, spricht von einer &#8220;undifferenzierten und verschmolzenen Einheit von Körper und Geist&#8221;. Dabei geht es ihm weniger um Philosophie als um Wissenschaft und neuere neurophysiologische oder auch psychoneuroimmunologische Studien, die diese Einheit bestätigen&#8230;<span id="more-3463"></span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="font-size: x-small;"><em>&#8230; &#8220;Alles, was die Handlungsfähigkeit des Körpers steigert, verringert, einschränkt oder erweitert, steigert, verringert, beschränkt oder erweitert auch die Handlungsfähigkeit des Geistes.<br />
Und alles, was die Handlungsfähigkeit des Geistes steigert, verringert, beschränkt oder erweitert, steigert, verringert, beschränkt oder erweitert auch die Handlungsfähigkeil des Körpers&#8221;&#8230;<br />
Baruch Spinoza (1632-1677)</em></span></p>
<p><a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3922026915"><img class="alignright" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41BXCJCN5AL._SL210_.jpg" alt="" width="144" height="210" /></a>Laura Perls, die Begründerin der Gestalttherapie, brachte es einmal auf eine einfache Formel, als sie betonte, man habe keinen Körper, sondern sei ein Körper: &#8220;You are some-body&#8221;, und wenn du keiner bist, dann bist du schnell ein &#8220;no-body&#8221;.</p>
<p>Peter Levin erforscht die Mysterien des Traumas und der PTBS (Posttraumatischen Belastungsstörung) seit drei Jahrzehnten und wenn dies auch eine Konfrontation mit unsäglichen Qualen und &#8220;schrecklichem Wissen&#8221; ist, faszinierte ihn auch  die komplizierte Beziehung des Themas zu Naturwissenschaften, Philosophie, Mythologie und Kunst.</p>
<p>Wie die frühen Gestaltherapeuten fühlt auch Levin sich dem Erbe von Wilhelm Reich, Ida Rolf u.a. verpflichtet. Dieser humanistischer und ganzheitliche Ansatz half ihm, den Sinn des Leidens zu verstehen. Und so schwört auch Levin die Macht der Gegenwart, wenn er sagt: &#8220;<strong>Die Vergangenheit spielt für uns keine Rolle, wenn wir lernen, in der Gegenwart präsent zu sein.</strong> Jeder Augenblick entfaltet dann sein kreatives Potential.&#8221;</p>
<p>Traditionell werden Traumata als Störungen geistiger Prozesse verstanden und auch wenn Medizin und Psychologie inzwischen die Wichtigkeit der Beziehung zwischen Geist und Körper bestätigen, wird deren Bedeutung bei der Heilung von Traumata noch immer stark unterschätzt und findet in unserem modernen Verständnis des Traumas und seiner Behandlung fast keine Beachtung.</p>
<p>Zwischen Geist und Körper findet, z.T. vermittelt durch Neuropeptid-Botenstoffe, eine äußerst komplizierte wechselseitige Kommunikation statt. Demnach kann man sagen, dass jedes Organ des Körpers, einschließlich des Gehirns, eigene &#8220;Gedanken&#8221;, &#8220;Gefühle&#8221; und &#8220;Eingebungen&#8221; hat und diese Phänomene auch bei den jeweiligen anderen zur Kenntnis nimmt.</p>
<p>Jenseits der heute so verbreiteten mechanistischen und reduktionistischen Sicht des Lebens existiert also ein wahrnehmender, fühlender, wissender und lebender Organismus. Dieser lebende Körper, der uns mit allen fühlenden Wesen verbindet, informiert uns über unsere angeborene Fähigkeit, von den Auswirkungen eines Traumas zu genesen.</p>
<blockquote><p>&#8230;&#8221;Die meisten Traumatherapien wenden sich mit sprachlichen Mitteln an den Geist und beeinflussen mit Medikamenten dessen Moleküle. Beide Ansätze können nützlich sein. Doch wird die vollständige <strong>Heilung eines Traumas niemals gelingen, wenn nicht gleichzeitig die wichtige Rolle, die der Körper selbst bei der Entstehung dieser Störung spielt</strong>, gesehen und in die Betrachtung einbezogen wird. Wir müssen herausfinden, was bei der Entstehung eines Traumas mit unserem Körper geschieht, und wir müssen seine zentrale Bedeutung bei der Heilung der Traumafolgen erkennen&#8221;, so Peter Levin in einem seiner ersten Bücher*, in dem er sich intensiv mit der &#8220;Weisheitsgabe, die wir empfangen, wenn wir lernen, die ehrwürdigen, ursprünglichen und intelligenten Energien unseres Körpers zu nutzen und zu transformieren&#8221; befasst: &#8220;<strong>Gelingt es uns, die zerstörerische Kraft des Traumas zu überwinden, erhebt unser angeborenes Potential uns in neue Höhen der Meisterschaft und des Wissens</strong>&#8220;.</p></blockquote>
<p>Nach Levin müssen Traumata keine lebenslängliche Strafe sein. Für ihn sind sie nicht nur &#8220;heilbar&#8221;, sie können sogar transformierend wirken. Er zählt sie zu den &#8220;wichtigsten Kräften der menschlichen Entwicklung, des psychischen, sozialen und spirituellen Erwachens&#8221;.</p>
<p><em>Der Autor:</em></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&amp;ref_=rdr_ext_aut&amp;index=books&amp;field-author=Peter%20A.%20Levine#?_encoding=UTF8&amp;site-redirect=de&amp;tag=buchundjudenhaga&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">Peter Levine</a>, Ph.D., Biologe, Physiker und Psychologe, widmet sich seit 35 Jahren dem Studium von Stress und Trauma und ist einer der anerkanntesten Trauma-Spezialisten weltweit. Nach seinem Bestseller Das Erwachen des Tigers (<a href="http://www.synthesis-verlag.com/">Synthesis Verlag</a>) und seinem Grundlagenwerk über Traumaheilung bei Kindern und Jugendlichen (Kösel 2005, über 5000 verkaufte Exemplare) erschienen noch weitere Bücher auf Deutsch. Seine Methode <a href="http://www.somatic-experiencing.de/">Somatic Experiencing</a> unterrichtet er in vielen Ländern. Zusätzlich zu seiner fachlichen Tätigkeit stellt er sich für die Basisarbeit in Gemeinschaften und Gesellschaften, die durch Krieg oder Naturkatastrophen traumatisiert worden sind, beratend und leitend zur Verfügung.</p>
<p><em>Das Buch:</em><br />
*) <a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3922026915">Peter a. Levine: Trauma-Heilung &#8211; Das Erwachen des Tigers</a></p>
<p>Im Gegensatz zur allgemein verbreiteten Sicht können Traumata geheilt werden. In vielen Fällen sind dazu nicht einmal langwierige Therapien, kein schmerzhaftes Reaktivieren von Erinnerungen und keine Dauermedikation erforderlich. Wir müssen verstehen, daß es weder notwendig noch möglich ist, Ereignisse, die in der Vergangenheit liegen, zu verändern. Alte Traumasymptome sind Beispiele für gebundene Energie und vergessene Lektionen des Lebens. Die Vergangenheit spielt für uns keine Rolle, wenn wir lernen, in der Gegenwart präsent zu sein. Jeder Augenblick entfaltet dann sein kreatives Potential.<br />
Mit der Information und den Hilfsmitteln, die Ihnen dieses Buch an die Hand gibt, können Sie vermeiden, daß potentiell traumatische Erfahrungen ihre destruktive Wirkung entfalten, und besser mit bedrohlichen Situationen umgehen. In vielen Fällen ermöglichen die hier vorgestellten Methoden auch, die Symptome älterer Traumata in bereichernde Lebenserfahrungen umzuwandeln.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&amp;ref_=rdr_ext_aut&amp;index=books&amp;field-author=Peter%20A.%20Levine#?_encoding=UTF8&amp;site-redirect=de&amp;tag=buchundjudenhaga&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">Peter Levine bei amazon.de</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=buchundjudenhaga&amp;l=ur2&amp;o=3" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
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		<title>Warum Rauchstopp traurig macht: Glückshormon-Unterdrücker steigt bei Entzug an</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/08/mao/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 10:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Hormone]]></category>
		<category><![CDATA[Serotonin]]></category>

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		<description><![CDATA[Obwohl die meisten Raucher an ihrem Laster leiden, fällt ihnen das Aufhören sehr schwer. Ein Gefühl des Unwohlseins bringt motivierten Versuchen oft den Rückschlag. Eine Komponente, die dazu beiträgt, erklären nun kanadische Forscher in den &#8220;Archives of General Psychiatry&#8221;. Biochemische Prozesse im Gehirn lösen einige Stunden bis Tage nach der letzten Zigarette ein Stimmungstief aus, so die Wissenschaftler&#8230; Zum Aufhören muss man Traurigkeit überwinden pte &#8211; Das Team um Jeffrey Meyer untersuchte dazu 48 Kettenrauchern mittels spezieller Bildgebung, der Positron-Emissions-Tomographie. Die Konzentration eines speziellen Enzyms im Gehirn, die sogenannte Monoaminoxidase-A (MAO-A), stieg acht Stunden nach dem Entzug um 25 Prozent an. MAO-A baut Hormone wie etwa Serotonin ab, die sonst die Stimmung stabilisieren. Vermehrtes MAO-A im Entzug sorgt für mehr Traurigkeit, die sich auch in der subjektiven Wahrnehmung der Untersuchten deutlich zeigte. Zu viel Hormon-Verhinderer beim Entzug Für Michael Musalek, Leiter des Anton-Proksch-Instituts http://www.api.or.at , liefert der Hinweis auf die MAO-Prozesse einen &#8220;spannenden Einblick, wie Entzug genau funktioniert.&#8221; Sucht sei zu komplex, um sie auf einen einzigen Mechanismus zu reduzieren. &#8220;Sind die genauen Vorgänge des Unwohlseins bekannt, kann man jedoch erforschen, wie sie zu beeinflussen sind. Sehr wahrscheinlich ist MAO auch an anderen Suchterkrankungen beteiligt&#8221;, so der Experte im pressetext-Interview. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;" align="center">Obwohl die meisten Raucher an ihrem Laster leiden, fällt ihnen das Aufhören sehr schwer. Ein Gefühl des Unwohlseins bringt motivierten Versuchen oft den Rückschlag. Eine Komponente, die dazu beiträgt, erklären nun kanadische Forscher in den &#8220;Archives of General Psychiatry&#8221;. Biochemische Prozesse im Gehirn lösen einige Stunden bis Tage nach der letzten Zigarette ein Stimmungstief aus, so die Wissenschaftler&#8230;<span id="more-3447"></span></p>
<p style="text-align: left;" align="center"><strong>Zum Aufhören muss man Traurigkeit überwinden</strong></p>
<p>pte &#8211; Das Team um Jeffrey Meyer untersuchte dazu 48 Kettenrauchern mittels spezieller Bildgebung, der Positron-Emissions-Tomographie. Die Konzentration eines speziellen Enzyms im Gehirn, die sogenannte Monoaminoxidase-A (MAO-A), stieg acht Stunden nach dem Entzug um 25 Prozent an. MAO-A baut Hormone wie etwa Serotonin ab, die sonst die Stimmung stabilisieren. Vermehrtes MAO-A im Entzug sorgt für mehr Traurigkeit, die sich auch in der subjektiven Wahrnehmung der Untersuchten deutlich zeigte.</p>
<p><strong>Zu viel Hormon-Verhinderer beim Entzug<br />
</strong></p>
<p>Für Michael Musalek, Leiter des Anton-Proksch-Instituts <a href="http://www.api.or.at/">http://www.api.or.at</a> , liefert der Hinweis auf die MAO-Prozesse einen &#8220;spannenden Einblick, wie Entzug genau funktioniert.&#8221; Sucht sei zu komplex, um sie auf einen einzigen Mechanismus zu reduzieren. &#8220;Sind die genauen Vorgänge des Unwohlseins bekannt, kann man jedoch erforschen, wie sie zu beeinflussen sind. Sehr wahrscheinlich ist MAO auch an anderen Suchterkrankungen beteiligt&#8221;, so der Experte im pressetext-Interview.</p>
<p><strong>Vitaminpillen als Verführer</strong></p>
<p>Zum Stolperstrick für den Rauchverzicht kann jedoch sogar scheinbar gesundes Verhalten werden, zeigen taiwanesische Forscher um Wen-Ben Chiou in der Zeitschrift &#8220;Addiction&#8221;. 74 starke Raucher probierten in einer Versuchsreihe Placebo-Tabletten, wobei man einigen sagte, es handle sich um Vitamin C-Präparate. In der freien Stunde nach dem Test genehmigten sich die vermeintlichen Vitaminschlucker doppelt so viele Zigaretten wie die restlichen Teilnehmer.</p>
<p>Manche Raucher sehen Nahrungsergänzungsmittel somit als &#8220;Lizenz zum Zigarettenrauchen&#8221; und belohnen sich durch den Qualm dafür, ihrem Körper zuvor etwas Gutes getan zu haben, interpretieren die Forscher. Multivitamin-Präparate schützen jedoch nicht vor Krebs. Auf diese gefährliche Komponente der Vitaminpillen hat <a href="http://www.pharmacon.net/2011/08/vitamin-2/">Chiou schon früher</a> gewiesen: Wer sie zu sich nimmt, betreibt in der Regel auch weniger Sport, isst ungesünder und geht weniger spazieren.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Zu starke Gefühle: Neuronendichte bei Autisten, Schizophrenen und Selbstmördern höher</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/07/neuron/</link>
		<comments>http://www.pharmacon.net/2011/07/neuron/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 15:52:35 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>
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		<category><![CDATA[Untersuchung]]></category>

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		<description><![CDATA[Deutsche Wissenschaftler des Universitätsklinikums Bochum erforschen, ob es einen Zusammenhang zwischen einem Nervenzelltypen und sehr starken Emotionen gibt, die letztlich sogar zu Selbstmord führen können. Im Fokus der Forscher steht der anteriorer cingulärer Cortex (ACC), der dem limbischen System zugerechnet wird&#8230; pte &#8211; Der ACC ist eine wichtige Schnittstelle bei der Verarbeitung komplexer Emotionen wie Scham, Schuld oder Unfairness. Empathiefähigkeit und die Verarbeitung körperlicher und seelischer Schmerzen sind auch in diesem Teil des Gehirns angesiedelt. &#8220;Man sollte keinesfalls von Nervenzellen auf ein bestimmtes Verhalten zurückschließen&#8221;, sagt Martin Brüne, Leiter der Forschungsabteilung für Kognitive Neuropsychiatrie und psychiatrische Präventivmedizin, im Gespräch mit pressetext. Dennoch finden die Forscher bei Menschen, die durch Suizid gestorben sind, eine höhere Dichte an dem Economo Neuron im Gehirn. Dieser Befund könnte beweisen, dass der Nervenzellentyp Economo Neurone in der Verarbeitung von Emotionen eine wichtige Rolle spielt. Die Fähigkeit zur Wahrnehmung komplexer Gefühle wie Scham, Schuld, Fairness und Empathie für Andere ist zweifellos bedeutsam für das menschliche Miteinander. Unter ungünstigen Umständen kann diese Sensibilität für starke Emotionen aber auch dazu führen, dass die betroffenen Menschen Suizid begehen. Zusammenhänge teilweise spekulativ &#8220;Wenngleich diese Interpretation der Zusammenhänge teilweise spekulativ ist und wir keineswegs den Eindruck erwecken wollen, dass ein derart [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Deutsche Wissenschaftler des Universitätsklinikums Bochum erforschen, ob es einen Zusammenhang zwischen einem Nervenzelltypen und sehr starken Emotionen gibt, die letztlich sogar zu Selbstmord führen können. Im Fokus der Forscher steht der anteriorer cingulärer Cortex (ACC), der dem limbischen System zugerechnet wird&#8230;<span id="more-3408"></span></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Der ACC ist eine wichtige Schnittstelle bei der Verarbeitung komplexer Emotionen wie Scham, Schuld oder Unfairness. Empathiefähigkeit und die Verarbeitung körperlicher und seelischer Schmerzen sind auch in diesem Teil des Gehirns angesiedelt. </p>
<p>&#8220;Man sollte keinesfalls von Nervenzellen auf ein bestimmtes Verhalten zurückschließen&#8221;, sagt Martin Brüne, Leiter der Forschungsabteilung für Kognitive Neuropsychiatrie und psychiatrische Präventivmedizin, im Gespräch mit pressetext. Dennoch finden die Forscher bei Menschen, die durch Suizid gestorben sind, eine höhere Dichte an dem Economo Neuron im Gehirn. Dieser Befund könnte beweisen, dass der Nervenzellentyp Economo Neurone in der Verarbeitung von Emotionen eine wichtige Rolle spielt. Die Fähigkeit zur Wahrnehmung komplexer Gefühle wie Scham, Schuld, Fairness und Empathie für Andere ist zweifellos bedeutsam für das menschliche Miteinander. Unter ungünstigen Umständen kann diese Sensibilität für starke Emotionen aber auch dazu führen, dass die betroffenen Menschen Suizid begehen. </p>
<p><strong>Zusammenhänge teilweise spekulativ </strong></p>
<p>&#8220;Wenngleich diese Interpretation der Zusammenhänge teilweise spekulativ ist und wir keineswegs den Eindruck erwecken wollen, dass ein derart komplexes Geschehen wie Suizid auf die Funktionsweise eines einzelnen Nervenzelltyps zurückgeführt werden kann, so kann die Forschung auf diesem Gebiet doch dazu beitragen, die neurobiologischen Grundlagen dieser Vorgänge besser verstehen zu lernen&#8221;, erklärt Brüne. </p>
<p>Selbstmörder hätten zwar eine bessere Empathiefähigkeit, aber mit dem Preis, dass die psychischen Schmerzen auch größer sind, erklärt Brüne weiter. Aber auch bei Untersuchungen an Gehirnen von Patienten mit Autismus, Schizophrenien und Demenz konnten Mediziner zeigen, dass diese Zellen in Größe und Dichte im ACC verändert sein können. Grundlegend wollten Brüne und sein Team erforschen, welche Bedeutung der Zelltyp Economo Neurone auf menschliches Verhalten hat. Der Wissenschaftler kann die Zelle direkt nicht untersuchen, aber er weiß, dass sobald die Zelldichte im ACC niedig ist, die Menschen auch weniger emphatisch sind. Ohnehin komme dieser Zelltyp nur bei komplex sozialstrukturierten Tieren vor. Die Zellen finden sich auch bei Walen und Elefanten und selbstverständlich bei unserem nächsten Verwandten &#8211; den Affen.</p>
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		<title>Alkoholismus: Pharmakologische Unterstützung bringt Erfolge</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 14:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Alkohol]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>

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		<description><![CDATA[In Deutschland sind mehr als 4 Millionen Menschen alkoholabhängig oder betreiben einen schädlichen Alkoholmissbrauch. Die Alkoholabhängigkeit zählt somit hierzulande zu den häufigsten Abhängigkeitserkrankungen. Dabei ist jeder Alkoholkonsum, der zu körperlichen, seelischen und sozialen Schäden führt, ein Missbrauch und kann eine Abhängigkeit zur Folge haben&#8230; Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt die Risikogrenze für Gesundheitsschäden für Männer bei 40 Gramm Alkohol pro Tag (entspricht 0,4 l Wein oder 0,8 l Bier) und für Frauen bei 20 Gramm Alkohol pro Tag (entspricht 0,2 l Wein oder 0,4 l Bier). Alkoholabhängigkeit ist eine chronische Krankheit und im medizinischen Sinne nicht heilbar. Es gibt jedoch verschiedene Therapiemaßnahmen, deren gemeinsames Ziel eine lebenslange Alkohol-Abstinenz bei möglichst langer Rückfallfreiheit ist. Alkohol-Entzug unter pharmakologischer und psychotherapeutischer Betreuung Die Behandlung beginnt mit dem unter ärztlicher Aufsicht durchgeführten akuten Entzug, dem sich eine psychotherapeutisch-psychiatrische und umfassende sozialmedizinische Langzeitbehandlung anschließt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit einer medikamentösen Rückfallprophylaxe. Hierbei kommt den so genannten &#8220;Anti-Craving-Substanzen&#8221; eine besondere Bedeutung zu. Sie unterdrücken das heftige Verlangen nach Alkohol (Craving) und unterstützen so die Therapie. Neues Medikament hilft abstinent zu bleiben und die Kontrolle zu behalten Neben zb Acamprosat ist seit 2010 auch ein Naltrexon-Präparat (Adepend®) zur Reduktion des Rückfallrisikos, Unterstützung der Abstinenz und Minderung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In Deutschland sind mehr als 4 Millionen Menschen alkoholabhängig oder betreiben einen schädlichen Alkoholmissbrauch. Die Alkoholabhängigkeit zählt somit hierzulande zu den häufigsten Abhängigkeitserkrankungen. Dabei ist jeder Alkoholkonsum, der zu körperlichen, seelischen und sozialen Schäden führt, ein Missbrauch und kann eine Abhängigkeit zur Folge haben&#8230;<span id="more-3403"></span></p>
<p>Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt die Risikogrenze für Gesundheitsschäden für Männer bei 40 Gramm Alkohol pro Tag (entspricht 0,4 l Wein oder 0,8 l Bier) und für Frauen bei 20 Gramm Alkohol pro Tag (entspricht 0,2 l Wein oder 0,4 l Bier). Alkoholabhängigkeit ist eine chronische Krankheit und im medizinischen Sinne nicht heilbar. Es gibt jedoch verschiedene Therapiemaßnahmen, deren gemeinsames Ziel eine lebenslange Alkohol-Abstinenz bei möglichst langer Rückfallfreiheit ist.</p>
<p><strong>Alkohol-Entzug unter pharmakologischer und psychotherapeutischer Betreuung</strong></p>
<p>Die Behandlung beginnt mit dem unter ärztlicher Aufsicht durchgeführten akuten Entzug, dem sich eine psychotherapeutisch-psychiatrische und umfassende sozialmedizinische Langzeitbehandlung anschließt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit einer medikamentösen Rückfallprophylaxe. Hierbei kommt den so genannten &#8220;<strong>Anti-Craving-Substanzen</strong>&#8221; eine besondere Bedeutung zu. Sie unterdrücken das heftige Verlangen nach Alkohol (Craving) und unterstützen so die Therapie.</p>
<p><strong>Neues Medikament hilft abstinent zu bleiben und die Kontrolle zu behalten</strong> </p>
<p>Neben zb Acamprosat ist seit 2010 auch ein Naltrexon-Präparat (Adepend®) zur Reduktion des Rückfallrisikos, Unterstützung der Abstinenz und Minderung des Verlangens nach Alkohol als Teil einer umfassenden Therapie bei Erwachsenen in Deutschland rezeptpflichtig zugelassen. Naltrexon besetzt Rezeptoren im Gehirn, die für das subjektiv belohnende Gefühl nach Alkoholkonsum verantwortlich sind. Die Wirksamkeit dieser Anti-Craving-Substanz ist durch mehrere wissenschaftliche Studien belegt. Die Behandlungsdauer ist je nach Patient sehr verschieden, sollte jedoch bei mindestens 3 Monaten liegen. Bereits 30 bis 40 Minuten nach der ersten Einnahme der 1x täglich einzunehmenden Tablette kann die Wirkung einsetzen. Naltrexon selbst führt weder zu einer psychischen noch zu einer körperlichen Abhängigkeit, so dass auch nach dem Absetzen des Medikamentes keine Entzugssymptome auftreten. Es ist außerdem gut verträglich und weist keine direkte Wechselwirkung mit Alkohol auf &#8211; kann und soll also auch im Falle eines Rückfalls weiter eingenommen werden.<br />
Lediglich zu Beginn der Therapie kann es möglicherweise vorübergehend zu Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen kommen, die aber gut mit anderen Medikamenten zu behandeln sind. Naltrexon kann Alkoholabhängige darin unterstützen, abstinent zu werden, ist aber immer Teil einer umfassenden Therapie und stellt keinen Ersatz für psychotherapeutische und sozialmedizinische Maßnahmen dar.</p>
<p>Ob eine Behandlung Erfolg hat, hängt natürlich vom Willen der Betroffenen ab, lebenslang auf Alkohol zu verzichten. Voraussetzung ist, dass diese sich selbst und anderen ihre Sucht eingestehen und sie als Krankheit annehmen. Selbsthilfegruppen sowie die Unterstützung durch Familie und Freunde stellen eine zusätzliche große Hilfe für den Therapieerfolg dar. Suchtberatungsstellen, psychosoziale Beratungsstellen, das Gesundheitsamt und natürlich der Hausarzt sind erste Anlaufstellen für Hilfesuchende und vermitteln unter Wahrung der Persönlichkeit und auf Wunsch auch anonym die passende Therapie.</p>
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		<title>Schmerzmittel: Arme verschränken</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/05/schmerzmittel/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 08:17:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schmerztherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Schmerzmedizin]]></category>

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		<description><![CDATA[Schmerzen in der Hand verspürt man weniger stark, wenn man die Arme verschränkt, als wenn man sie offen hat. Laut Forschern vom University College London http://www.ucl.ac.uk verwirren verschränkte Arme das Gehirn und lenken es somit vom Schmerz ab&#8230; Verschränkte Arme lindern Schmerzen Änderung im Körperschema verwirrt Gehirn und macht es langsamer Verschränkte Arme: Schmerz lässt nach pte &#8211; &#8220;Der Thalamus reagiert verblüffenderweise schon auf kleine Änderungen des Körperschemas&#8221;, so der Kommentar von Thomas Tölle von der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes gegenüber pressetext. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift &#8220;Pain&#8221; veröffentlicht. Vertauschte Karten Die englischen Forscher um Giandomenico Iannetti verabreichten Versuchspersonen per Laser einen vier Millisekunden dauernden Schmerz auf die Handfläche. Bei einem Testdurchgang sollten sie die Arme offen lassen, dann diese vor der Körpermitte verschränken. Stets war bei verschränkten Armen der Reiz weniger unangenehm, egal ob die Schmerzintensität per Fragebogen abgefragt oder durch ein EEG-Gerät im Gehirn gemessen wurde. &#8220;Vielleicht sollten wir Schmerz künftig nicht nur wegreiben, sondern auch die Arme verschränken&#8221;, so Iannetti. Für den rechten und den linken Bereich des Körpers besitzt unser Gehirn zwei Karten, so die Erklärung der Forscher, wobei jedem Bereich eine Hand zugeordnet wird. &#8220;Im Alltag verbinden sich beide Karten und können [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schmerzen in der Hand verspürt man weniger stark, wenn man die Arme verschränkt, als wenn man sie offen hat. Laut Forschern vom University College London http://www.ucl.ac.uk verwirren verschränkte Arme das Gehirn und lenken es somit vom Schmerz ab&#8230;<span id="more-3345"></span></p>
<p><strong>Verschränkte Arme lindern Schmerzen<br />
Änderung im Körperschema verwirrt Gehirn und macht es langsamer</strong></p>
<p>Verschränkte Arme: Schmerz lässt nach</p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; &#8220;Der Thalamus reagiert verblüffenderweise schon auf kleine Änderungen des Körperschemas&#8221;, so der Kommentar von Thomas Tölle von der <a href="http://www.dgss.org">Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes</a> gegenüber pressetext. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift &#8220;Pain&#8221; veröffentlicht.</p>
<p><strong>Vertauschte Karten</strong></p>
<p>Die englischen Forscher um Giandomenico Iannetti verabreichten Versuchspersonen per Laser einen vier Millisekunden dauernden Schmerz auf die Handfläche. Bei einem Testdurchgang sollten sie die Arme offen lassen, dann diese vor der Körpermitte verschränken. Stets war bei verschränkten Armen der Reiz weniger unangenehm, egal ob die Schmerzintensität per Fragebogen abgefragt oder durch ein EEG-Gerät im Gehirn gemessen wurde. &#8220;Vielleicht sollten wir Schmerz künftig nicht nur wegreiben, sondern auch die Arme verschränken&#8221;, so Iannetti.</p>
<p>Für den rechten und den linken Bereich des Körpers besitzt unser Gehirn zwei Karten, so die Erklärung der Forscher, wobei jedem Bereich eine Hand zugeordnet wird. &#8220;Im Alltag verbinden sich beide Karten und können starke Impulse auslösen, um somit besser auf Reize zu reagieren. Verschränkt man die Arme, werden die Karten falsch verbunden und die Seitengleichheit funktioniert nicht mehr. Das bremst die Informationsverarbeitung und verringert das Schmerzgefühl&#8221;, so Studienleiter Giandomenico Iannetti.</p>
<p><strong>Auch langsames Atmen hilft</strong></p>
<p>Aus neurologischer Sicht muss der nur kurzfristig beobachtete Effekt erst in ein Therapiekonzept eingebaut werden, um für Schmerzpatienten von Nutzen zu sein. &#8220;Veranschaulicht wurde dennoch, wie wichtig das Körpergefühl und deren Veränderungen sind. Im Konzept des Körperschemas wird dies mit dem Entspannen, Spüren und Wahrnehmungsschulung gezielt ins Zentrum gestellt&#8221;, sagt Tölle.<br />
Während das in der Studie beobachtete Konzept auf ergo- und physiotherapeutische Prinzipien abzielt, gibt es auch kognitive Tricks, die bei Schmerzen im Alltag ein wenig Linderung bringen können. So gilt auch das bewusst langsame Atmen als eine Methode für die kurzfristige Schmerzminderung (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/20100127120 ). &#8220;Auch Ablenken, Defokussieren und die Kombination des Schmerzreizes mit positiver Tönung können positive Effekte haben&#8221;, ergänzt Tölle.</p>
<p><strong>Langsames Atmen lindert Schmerzen<br />
Einfacher Trick kann kurze Erleichterung bringen</strong></p>
<p>Phoenix (pte120/27.01.2010/13:55) &#8211; Wer seine Atmung kontrolliert verlangsamt, kann dadurch Schmerzen für kurze Zeit besser ertragen. Das behaupten US-Wissenschaftler um Arthur Craig vom <a href="http://www.stjosephs-phx.org">St. Joseph&#8217;s Hospital and Medical Center</a>, ebenfalls in der Fachzeitschrift &#8220;Pain&#8221;. Die Ergebnisse ihres Experiments stehen im Einklang mit früheren Studien, die eine veränderte Schmerzwahrnehmung in Zusammenhang mit der Atemtechnik bei Zen-Übungen oder Yoga gesehen haben.</p>
<p>In ihrem Versuch verabreichten die Forscher 50 Frauen, die sich freiwillig gemeldet hatten, kleine punktartige Hitzestöße auf die Handflächen, wodurch geringer bis mittlerer Schmerz ausgelöst wurde. Bei manchen Durchgängen bat man die Probandinnen, die Atemzüge pro Minute auf die Hälfte zu reduzieren. Fragte man im Anschluss nach der verspürten Intensität des Schmerzes und dessen Empfinden, so waren diese Werte bei der verlangsamten Atmung tatsächlich deutlich niedriger.</p>
<p><strong>Keine Heilung für Schmerzpatienten</strong></p>
<p>Keine Wirkung dürfte dieser Trick allerdings bei Schmerzpatienten haben. Die Hälfte der Versuchspersonen litt an Fibromyalgie, worunter man eine Störung der Schmerzverarbeitung im Zentralen Nervensystem (ZNS) versteht. Dieses Leiden, das besonders Frauen betrifft, ist in vielen Fällen von einer generellen Neigung zu Müdigkeit, Angst und Depressivität begleitet. Eine kurze Verbesserung des Schmerzes durch die Atmung erreichten nur die Patientinnen, deren Gemütszustand zum Zeitpunkt des Versuchs positiv war.</p>
<p>&#8220;Das Ergebnis dürfte darauf zurückgehen, dass die Muskulatur von Patienten mit Fibromyalgie häufig überspannt ist, was zusätzliche Schmerzen verursacht&#8221;, betont Doris Krieger von der deutschen Fibromyalgie Gesellschaft Selbsthilfe http://www.d-f-s.de gegenüber pressetext. Durch langsames Atmen sei aber die neurologische Erkrankung weder geheilt noch gelindert, da die mögliche Entspannung nur kurz andauere. &#8220;Ähnliches passiert etwa auch bei der Geburt. Sobald die Gebärende bewusst atmet und sich dadurch entspannt, lindert das die Geburtswehen ein wenig. Die Schmerzen bestehen aber weiterhin&#8221;, so Krieger. </p>
<p><strong>Zen-Meditation lindert Schmerzen<br />
Atemübungen reduzieren Schmerzempfinden auch im Alltag</strong></p>
<p>Montreal/München (pte030/06.02.2009/16:00) &#8211; Wer häufig Zen-Meditation praktiziert, hat auch im Alltag ein niederes Schmerzempfinden. Das besagt eine Untersuchung an der Universität Montreal http://www.umontreal.ca , die in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Psychosomatic Medicine veröffentlicht wurde. Im Unterschied zu früheren Studien, die die Wirkung bei Kranken ins Auge nahm, testeten die Forscher die Schmerzverarbeitung bei gesunden, trainierten Zen-Lehrern. Das sei laut Studienautoren ein erster Schritt, um den Einfluss der Meditation auf das Schmerzempfinden zu entschlüsseln.</p>
<p>Die Studie war darauf angelegt, ein möglicherweise anderes Schmerzempfinden von Menschen zu untersuchen, die häufig meditieren. 13 Zen-Lehrer, die mindestens 1.000 Stunden Meditationserfahrung besaßen, wurden mit einer gleich großen Gruppe verglichen, die keine Meditation praktizierte. Man hielt ihnen eine Heizelement an die Wade und steigerte die Temperatur bis maximal 53 Grad. Die Zen-Lehrer ertrugen höhere Temperaturen als die Vergleichsgruppe und zeigten ein um ein Sechstel niedrigeres Schmerzempfinden, das sich im Zustand der Meditation noch weiter absenkte. Grund dafür sei die Verminderung der Atemfrequenz von 15 auf 12 Züge pro Minute, die für mehr Entspannung des Körpers sorgt, vermuten die Studienautoren.</p>
<p>Atemtechniken sind ein wesentliches Element der Zen-Meditation und haben Folgen für den Körper. &#8220;Man versucht, besonders langsam auszuatmen&#8221;, betont Zen-Lehrer Thomas Kabierschke http://www.zenkreis.de im pressetext-Interview. &#8220;Das führt zu tieferer Atmung. Die Gedanken beruhigen sich dabei und der Blutdruck sinkt&#8221;. Während der Meditation befinde sich der Körper in gesteigerter Wachheit und Sensibilität, wodurch man auch kleine Geräusche wahrnehme. Kabierschke beobachtet auch im Alltag langfristige körperliche Verbesserungen als Folge von regelmäßiger Meditation. &#8220;Schlafqualität, Konzentrationsfähigkeit und Gelassenheit steigen und das Stressempfinden bessert sich. Mit dem Stress sinkt auch das Schmerzempfinden&#8221;, so der Meditationslehrer.</p>
<p>Zen-Meditation kann jedoch auch Schmerzen verursachen. &#8220;Die besondere Sitzhaltung führt häufig dazu, dass der Meditierende Schmerzen etwa im Rücken oder in den Knien deutlicher als sonst verspürt&#8221;, so Kabierschke. Die Reaktion darauf sei nicht das sofortige Aufstehen oder sich Reiben, wie es im Alltag geschieht. &#8220;Man versucht, den Schmerz zu beobachten statt ihm auszuweichen. Diese bewusste Pause erlaubt, dass sich die Einstellung zum Schmerz ändert.&#8221; Dadurch werde der Umgang mit körperlichen Grenzen eingeübt, erklärt der Münchner Zen-Lehrer. </p>
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		<title>Experten warnen: Gehirndoping immer alltäglicher</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/05/doping/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 06:23:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychopharmakologie]]></category>
		<category><![CDATA[ADHS]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Gebrauch von Substanzen, die die Gehirnleistung verbessern sollen, nimmt ständig zu. Immer mehr Menschen setzen sich somit teils unbekannten Risiken aus&#8230; Regelungen durch die Politik verlangt &#8211; Gehirndoping gerade bei Jüngeren im Vormarsch Bern &#8211; pte &#8211; 25.05.2011 &#8211; Den derzeitigen Stand des Gehirndopings in der Gesellschaft zeigt eine Studie des Zentrums für Technologiefolgen-Abschätzung. Eine politische Diskussion zum Thema ist ausständig, fordern die Berichtsautoren. &#8220;Als Grundlage dafür brauchen wir eine systematische Erfassung, wie verbreitet Human Enhancement ist, von wem und warum es angewendet wird und welche Folgen es hat&#8221;, betont Projektleiterin Anne Eckhardt im pressetext-Intereview. Gehirnmittel für Gesunde Unter dem Begriff &#8220;Human Enhancement&#8221; fasst man alle Verfahren zusammen, die Leistungen und Aussehen von Gesunden verbessern sollen. Während hier etwa Gendoping noch Zukunftsmusik ist, sieht Eckhardt bereits heute besonders bei den pharmakologischen Substanzen einen Boom. &#8220;Die Palette reicht vom leicht wirksamen Alltagsmittel Koffein über in Apotheken frei erhältliche Stressmedikamente bis hin zu verschreibungspflichtigen Mitteln wie Ritalin oder Modafinil oder illegalen Drogen.&#8221; Derzeit dopen rund fünf Prozent der Beschäftigten mit Medikamenten, ergab eine Umfrage der Deutschen Angestellten Krankenversicherung DAK http://dak.de unter 3.000 Berufstätigen. Am öftesten kommen in dieser Gruppe Substanzen gegen Angst, Nervosität und Unruhe zum Einsatz (44 Prozent), gefolgt von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Gebrauch von Substanzen, die die Gehirnleistung verbessern sollen, nimmt ständig zu. Immer mehr Menschen setzen sich somit teils unbekannten Risiken aus&#8230;<span id="more-3338"></span></p>
<p><strong>Regelungen durch die Politik verlangt &#8211; Gehirndoping gerade bei Jüngeren im Vormarsch</strong></p>
<p>Bern &#8211; <a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; 25.05.2011 &#8211; Den derzeitigen Stand des Gehirndopings in der Gesellschaft zeigt eine Studie des <a href="http://www.ta-swiss.ch">Zentrums für Technologiefolgen-Abschätzung</a>. Eine politische Diskussion zum Thema ist ausständig, fordern die Berichtsautoren. &#8220;Als Grundlage dafür brauchen wir eine systematische Erfassung, wie verbreitet <strong>Human Enhancement</strong> ist, von wem und warum es angewendet wird und welche Folgen es hat&#8221;, betont Projektleiterin Anne Eckhardt im pressetext-Intereview.</p>
<p><strong>Gehirnmittel für Gesunde </strong></p>
<p>Unter dem Begriff &#8220;Human Enhancement&#8221; fasst man alle Verfahren zusammen, die Leistungen und Aussehen von Gesunden verbessern sollen. Während hier etwa Gendoping noch Zukunftsmusik ist, sieht Eckhardt bereits heute besonders bei den pharmakologischen Substanzen einen Boom. &#8220;Die Palette reicht vom leicht wirksamen Alltagsmittel Koffein über in Apotheken frei erhältliche Stressmedikamente bis hin zu verschreibungspflichtigen Mitteln wie Ritalin oder Modafinil oder illegalen Drogen.&#8221;</p>
<p>Derzeit dopen rund fünf Prozent der Beschäftigten mit Medikamenten, ergab eine Umfrage der Deutschen Angestellten Krankenversicherung DAK http://dak.de unter 3.000 Berufstätigen. Am öftesten kommen in dieser Gruppe Substanzen gegen Angst, Nervosität und Unruhe zum Einsatz (44 Prozent), gefolgt von Pharmaka gegen depressive Verstimmungen (35 Prozent) und Medikamenten gegen Aufmerksamkeits-Störungen wie ADHS (13 Prozent). Die Anwender erhalten verschreibungspflichtige Medikamente teils von Ärzten verschrieben. Manche beziehen sie auch von Bekannten oder über den Internet-Handel.</p>
<p><strong>Mehr Stress durch Mittel gegen Stress </strong></p>
<p>Obwohl die Nachfrage von stark wirksamen wie auch von illegalen Substanzen somit noch kein Massenphänomen darstellt, ist die Entwicklung für Eckhardt besorgniserregend. &#8220;Besonders gibt die Tatsache zu denken, dass Enhancement offenbar weniger von erfolgreichen Menschen verwendet wird als von solchen, die Mühe haben, in der Leistungsgesellschaft mitzuhalten.&#8221;<br />
Nahe liege, dass wirksame Nervenmittel besonders bei Jüngeren in die Entwicklung des Gehirns eingreifen können &#8211; eventuell auch auf nachteilige Weise. &#8220;Es gibt kaum verlässliche Studien bei gesunden Versuchspersonen zu Nebenwirkungen, vor allem langfristigen Nebenwirkungen. Neben Risiken für die Anwender sind auch Risiken für die Gesellschaft erkennbar.&#8221; Beispielsweise müsse das Gesundheitssystem letztendlich die Kosten für Nebenwirkungen des Enhancements tragen, zudem steige der Druck im Alltag für das gesamte Umfeld, sobald jemand durch Doping den Wettbewerb verzerrt. Im Radsport sei dies deutlich geworden.</p>
<p><strong>Wirkung nicht erwiesen </strong></p>
<p>Dabei sei gar nicht geklärt, ob die pharmakologischen Formen des Gehirndopings wirken und tatsächlich die intellektuelle Leistungen verbessern. &#8220;Wissenschaftliche Studien zeigen meistens nur eine geringe Wirksamkeit. Die Anwender dagegen geben in Befragungen oft an, dass die mit der Wirkung zufrieden sind. Dafür gibt es verschiedene Erklärungen, darunter auch der Placebo-Effekt.&#8221; Eine systematische Zulassung wäre sinnvoll, da man dadurch Substanzen ebenso auf ihre Sicherheit prüfen kann wie dies bisher im Heilmittelrecht bekannt ist, so die Expertin. &#8220;Häufig wäre es jedoch auch möglich, gesellschaftliche Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sich die Einnahme derartiger Mittel erübrigt.&#8221;</p>
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		<title>Eric Kandel: Die Psychoanalyse muss sich der Biologie zuwenden</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/02/kandel-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 11:35:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychopharmakologie]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Hormone]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Psychoanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Auftakt der neuen Serie »Auf den Spuren des Denkens« in der Süddeutschen Zeitung haben Philipp Mattheis und Klaus Podak den Neurobiologen und Nobelpreisträger Eric Kandel zum Verhältnis von Psychologie und Hirnforschung interviewt. Eric Kandel war als Neunjähriger mit seinem 14 Jahre alten Bruder vor den Nazis aus Wien in die USA geflohen. Der inzwischen über 80 Jahre alte Neurobiologe ist immer noch berufstätig und erforscht an der Columbia-Universität die Biochemie von Lernen und Vergessen, unter anderem an der Meeresschnecke Aplysia&#8230; Kurz notiert / Psychosozial Verlag Kandel spricht sich deutlich für eine Verbindung der Disziplinen aus und betont, dass nur eine Kombination aus Gesprächen und Medikamenten erfolgreich sein kann, um das Verhalten von Menschen zu ändern: »Während Psychopharmaka sehr grob wirken, indem sie bestimmte Enzyme und Hormone freisetzen, können Gespräche feine, aber ebenso wichtige Veränderungen im Gehirn hervorrufen.« So sieht er auch die Zukunft der Psychoanalyse in der Annäherung der Wissenschaften: » Wenn die Psychoanalyse überleben will, ist ihre einzige Chance, sich wieder der Biologie zuzuwenden. (&#8230;) Auch die Biologen sollten ihren Horizont erweitern und über ihre Disziplin hinausdenken.« Dass durch die Hirnforschung die Magie oder Romantik verloren geht, kann Kandel übrigens nicht bestätigen: »Das sind zwei verschiedene Sichtweisen derselben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum  Auftakt der neuen Serie »<a href="http://bit.ly/gj4HW5" target="_blank">Auf den Spuren des Denkens</a>«  in der  Süddeutschen Zeitung haben Philipp Mattheis und Klaus Podak den   Neurobiologen und Nobelpreisträger Eric Kandel zum Verhältnis von   Psychologie und Hirnforschung interviewt. Eric Kandel war als   Neunjähriger mit seinem 14 Jahre alten Bruder vor den Nazis aus Wien in   die USA geflohen. Der inzwischen über 80 Jahre alte Neurobiologe ist   immer noch berufstätig und erforscht an der Columbia-Universität die   Biochemie von Lernen und Vergessen, unter anderem an der Meeresschnecke<em> </em>Aplysia&#8230;<span id="more-3104"></span></p>
<p><em><a href="http://www.psychosozial-verlag.de/">Kurz notiert / Psychosozial Verlag</a></em></p>
<p>Kandel  spricht sich deutlich für eine Verbindung der Disziplinen aus  und  betont, dass nur eine Kombination aus Gesprächen und Medikamenten   erfolgreich sein kann, um das Verhalten von Menschen zu ändern:  »Während  Psychopharmaka sehr grob wirken, indem sie bestimmte Enzyme  und Hormone  freisetzen, können Gespräche feine, aber ebenso wichtige  Veränderungen  im Gehirn hervorrufen.« So sieht er auch die Zukunft der  Psychoanalyse  in der Annäherung der Wissenschaften: » Wenn die  Psychoanalyse überleben  will, ist ihre einzige Chance, sich wieder der  Biologie zuzuwenden.  (&#8230;) Auch die Biologen sollten ihren Horizont  erweitern und über ihre  Disziplin hinausdenken.«</p>
<p>Dass durch die Hirnforschung die Magie  oder Romantik verloren geht,  kann Kandel übrigens nicht bestätigen: »Das  sind zwei verschiedene  Sichtweisen derselben Sache; sie schließen sich  nicht aus, sie ergänzen  sich.«</p>
<p><strong>Zum Interview:</strong> <a href="http://bit.ly/gj4HW5" target="_blank">Seite 1</a> <a href="http://bit.ly/hrfn6E" target="_blank">Seite 2</a></p>
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		<title>Fromms Psychoanalyse: Der Mensch als Beziehungswesen</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Feb 2011 11:07:54 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Misst man die Bekanntheit eines Autors an der Verbreitung seines Schrifttums, dann ist Erich Fromm nach Sigmund Freud und Carl Gustav Jung sicher der weltweit bekannteste Psychoanalytiker. Und doch ist seine Theorie und Praxis der Psychoanalyse gerade im deutschen Sprachraum nicht nur weitgehend unbekannt, sondern auch bedeutungslos geblieben&#8230; Rainer Funk * Nicht wenige neigten und neigen noch immer dazu, den am Berliner Karl-Abraham-Institut Ausgebildeten gar den Anspruch streitig zu machen, ein Psychoanalytiker zu sein. Dabei war Erich Fromm der erste Psychoanalytiker, der den Menschen als Beziehungswesen ernst nahm und damit etwas vorwegnahm, was heute psychoanalytisches und psychotherapeutisches Allgemeingut geworden ist. Jahrzehnte früher, als Bindungsforschung und intersubjektive Psychoanalyse davon sprachen, sah Fromm bereits in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts das Bezogensein des Menschen auf die Wirklichkeit und auf sich selbst als das Kernproblem psychischer Strukturbildung an. Auch die Ausbildung triebhaft erlebter psychischer Strebungen ist für ihn weitgehend das Ergebnis der Internalisierung von Bezogenheitserfahrungen. Entsprechend orientieren sich psychoanalytische Theoriebildung und therapeutische Techniken in erster Linie an Erfahrungen des Bezogenseins in der aktuellen therapeutischen Beziehung und in der Aufdeckung unbewusst wirkender, behindernder und konfliktträchtiger Bezogenheitserfahrungen aus der Geschichte eines Menschen. Und noch etwas verband der promovierte Soziologe Fromm von Anfang an mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Misst man die Bekanntheit eines Autors an der Verbreitung seines  Schrifttums, dann ist Erich Fromm nach Sigmund Freud und Carl  Gustav Jung sicher der weltweit bekannteste Psychoanalytiker. Und  doch ist seine Theorie und Praxis der Psychoanalyse gerade im deutschen  Sprachraum nicht nur weitgehend unbekannt, sondern auch bedeutungslos geblieben&#8230;<span id="more-3081"></span></p>
<p><em>Rainer Funk *</em></p>
<p>Nicht wenige neigten und neigen noch immer  dazu, den am Berliner Karl-Abraham-Institut Ausgebildeten gar den  Anspruch streitig zu machen, ein Psychoanalytiker zu sein. Dabei war  Erich Fromm der erste Psychoanalytiker, der den Menschen als Beziehungswesen  ernst nahm und damit etwas vorwegnahm, was heute psychoanalytisches und  psychotherapeutisches Allgemeingut geworden  ist.</p>
<p>Jahrzehnte früher, als Bindungsforschung und intersubjektive Psychoanalyse davon  sprachen, sah Fromm bereits in den 30er Jahren des  20. Jahrhunderts das Bezogensein des Menschen auf die Wirklichkeit  und auf sich selbst als das Kernproblem psychischer Strukturbildung  an. Auch die Ausbildung triebhaft erlebter psychischer Strebungen ist  für ihn weitgehend das Ergebnis der Internalisierung von Bezogenheitserfahrungen.  Entsprechend orientieren sich psychoanalytische Theoriebildung und  therapeutische Techniken in erster Linie an Erfahrungen  des Bezogenseins in der aktuellen therapeutischen Beziehung und in der  Aufdeckung unbewusst wirkender, behindernder und konfliktträchtiger  Bezogenheitserfahrungen aus der Geschichte eines Menschen.</p>
<p>Und noch etwas verband der promovierte Soziologe Fromm von Anfang an mit seinem bezogenheitstheoretischen (relationalen) Ansatz:  Anders als die interpersonelle Psychoanalyse, wie sie Harry Stack Sullivan  entwickelte, sah Fromm den Einzelnen schon immer durch ein  <strong>gesellschaftliches Bezogensein</strong> geprägt. Dieses manifestiert sich in den  Bezugspersonen (als den Vermittlern gesellschaftlich geforderter  Bezogenheitsmuster) und in deren Art, Bezogensein zu praktizieren. <strong>Das  Individuum ist für Fromm deshalb ein primär soziales Wesen und die  Interaktionen zwischen Individuen sind immer auch von gesellschaftlichen Tabus  und Erfordernissen geprägt</strong>. Entsprechend anders als bei  Freud ist denn auch Fromms Verhältnisbestimmung von Individuum  und Gesellschaft bzw. Kultur.</p>
<p>Tatsächlich waren diese beiden Besonderheiten des psychoanalytischen Ansatzes  von Fromm die wichtigsten Gründe, warum er vom  Mainstream der Psychoanalyse ignoriert wurde. Bereits in den 30er  Jahren war er wegen seiner jüdischen Abstammung aus der Internationalen  Psychoanalytischen Vereinigung ausgeschlossen worden. Später  hatte er wegen seines »unorthodoxen« Ansatzes keine Chance, wieder  ihr Mitglied zu werden. Als unverbrüchlich zu ihr gehörend hielt die  Psychoanalyse an einer bestimmten Triebtheorie sowie an einem Menschenbild fest,  das den Einzelnen als primär unsozial ansah. Nicht, dass  Fromm die Irrationalität und Triebhaftigkeit psychischer Streben nicht  als die eigentliche Herausforderungen von Theorie und Praxis der Psychoanalyse  ansah. Dem triebhaften Erleben muss jedoch keine wie auch  immer geartete instinktive Ausstattung entsprechen. Ebenso erkannte  Fromm im Narzissmus die Hauptursache für eine entstellte Selbst- und  Wirklichkeitswahrnehmung, ohne den Narzissmus zur Ausgangssituation  des Menschen zu erklären. Fromm hatte ganz im Gegenteil mit seiner  Theorie einer <strong>angeborenen Potenz zur Liebesfähigkeit</strong> und seinem Konzept der  Selbstliebe und des Selbstinteresses bereits Ende der 30er Jahre  jene Elemente einer Selbsttheorie ausformuliert, die Jahrzehnte später  durch die Säuglingsforschung, die Entdeckung der Spiegelneuronen und  die Empathieforschung empirisch bestätigt wurden.</p>
<p>Das gerade erschienene Buch &#8220;<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3837921158">Was den Menschen antreibt: Psychoanalyse als Theorie und Praxis von Beziehung</a>&#8221; will mit der psychoanalytischen Theorie und  Therapie Erich Fromms bekannt machen und, 30 Jahre nach seinem  Tod, eine längst überfällige Rezeption befördern. Vielleicht können die hier zusammen getragenen Beiträge auch zu der ebenfalls seit Langem  ausstehenden Rehabilitierung dieses ungemein produktiven Psychoanalytikers  beitragen.</p>
<p>Fromm fühlte sich zeitlebens auf dem Boden der Freud’schen Psychoanalyse  stehend. Er hielt zahllose Vorträge über die Bedeutung Freuds  und seiner Psychoanalyse und musste schmunzeln, wenn er in der Diskussion danach  mit »Herr Freud« statt mit »Herr Fromm« angesprochen  wurde. Wenn immer sich Fromm anschickte, über ein neues Thema zu  schreiben, arbeitete er die diesbezüglichen Arbeiten bei Freud durch  (wie zahllose Exzerpte in seinem Nachlass belegen), um dann erst seine  eigenen Gedanken zu Papier zu bringen. Mit beißender Kritik wandte  er sich in dem Beitrag »Die Krise der Psychoanalyse« (1970c) gegen die  Ich-Psychologen, weil sie die Haupterkenntnis Freuds verkennen würden, nämlich <strong> wie sehr der Mensch durch die Irrationalität unbewusster  Leidenschaften bestimmt</strong> sei. Auch sah er sich veranlasst zu betonen, wie  wenig ihn mit der Humanistischen Psychologie verbinde und wie sehr  er sich als humanistischer Psychoanalytiker verstünde.</p>
<p>Dass Fromm in der eigenen Zunft so sehr vergessen werden konnte,  muss ihm aber auch zum Teil selbst angelastet werden. Es ist nicht nur  die von Fromm in seinem Buch <a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3548350941">Sigmund Freud. Seine Persönlichkeit und  seine Wirkung</a> (1959a) beklagte Dogmatisierung der Psychoanalyse und  deren ekklesial organisierte Bewegung, die einem Vor- und Querdenker  kein Bleiberecht und Wirkungsfeld innerhalb der psychoanalytischen  Gemeinschaft gewährte.</p>
<p>Fromm hatte sich Mitte der 60er Jahren vorgenommen, ein vierbändiges Werk zu  seinem Verständnis von Psychoanalyse in Theorie  und Praxis zu schreiben, aber abgesehenen von einigen Bruchstücken,  die Eingang in die vorliegende Sammlung gefunden haben, hat er sich  dann lieber ganz der Aggressionsfrage zugewandt und bis 1973 an dem  Band <a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3499170523">Anatomie der menschlichen Destruktivität</a> geschrieben. Sein erster  Versuch, seinen psychoanalytischen Ansatz beim sozialen Bezogensein  des Menschen zu begründen, wurde 1937 als Gegenentwurf zu einer an  der Triebtheorie orientierten Psychoanalyse weitgehend ausformuliert.  Nachdem er jedoch von den Kollegen des Instituts für Sozialforschung  kritisiert und eine Veröffentlichung in der Zeitschrift für Sozialforschung abgelehnt wurde, bemühte Fromm sich nicht mehr um seine Veröffentlichung. Der Beitrag blieb verschollen, bis ich ihn 1990 in einem Teil  des Fromm’schen Nachlasses, der an der New York Public Library  untergebracht ist, wiederentdeckte.</p>
<p>Erst kurz vor seinem Tod erschien 1979 der Band <a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3421018952">Sigmund Freuds  Psychoanalyse – Größe und Grenzen</a>, in dem Fromm im Einzelnen zeigt,  was er Freud verdankt und worin die Entdeckungen Freuds bleibende  Bedeutung haben, aber auch, was seiner Meinung nach an den Freud’schen  Theorien zeitgebunden und revisionsbedürftig ist. Eine Veröffentlichung  zu seiner therapeutischen Praxis, wie er sie in den von ihm mitbegründeten  Instituten, dem William Alanson White Institute in New York und dem  Mexikanischen Psychoanalytischen Institut, praktizierte, blieb er schuldig.</p>
<p>Das Fehlen einer Veröffentlichung zu seiner eigenen therapeutischen  Praxis erklärt auch, warum er in der immer mehr auf ihre therapeutische  Anwendung reduzierten Psychoanalyse so wenig rezipiert wurde.</p>
<p>Es ist vor allem dem Engagement von Verleger Hans-Jürgen Wirth zu  verdanken, dass dieser Band zustande kam und die Beiträge Fromms  zur psychoanalytischen Theorie und Praxis einem interessierten Leserkreis  zugänglich gemacht werden können. Der vorliegende Band bildet  mit den zwei anderen im <a href="http://www.psychosozial-verlag.de">Psychosozial Verlag</a> erschienenen Bänden eine Trilogie zur  Psychoanalyse Fromms:<br />
Macht <a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3837921158">Was den Menschen antreibt: Psychoanalyse als Theorie und Praxis von Beziehung</a> vor allem  den anderen, nämlich psychoanalytisch-sozialpsychologischen Ansatz  Fromms und seine Auswirkungen auf die Theorie und Praxis der Psychoanalyse  deutlich, so führt der Band <a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3421018952">Sigmund Freuds  Psychoanalyse – Größe und Grenzen</a> (1979a) in Fromms Re-Vision der Psychoanalyse  und ihrer wichtigsten Konzept ein, die in vielerlei Hinsicht höchst aktuell ist.  Der Band <a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/383792002X">Erich Fromm als Therapeut</a> (R. Funk 2009) handelt  von der therapeutischen Praxis Fromms: Er enthält vier Vorlesungen  Fromms über seine therapeutische Technik sowie höchst spannende  Einblicke in seine psychoanalytische Praxis aus Sicht seiner Schüler, die  diese in Analysen, Supervisionen und im sonstigen Zusammensein mit  Erich Fromm gewonnen haben.</p>
<p style="font-style: italic;">Anm. Red.: Ein Großteil der  erwähnten Beiträge wurde nicht von Erich Fromm selbst publiziert, sondern erst posthum von Rainer Funk veröffentlicht.</p>
<p>*) Rainer Funk in der Einleitung, als Herausgeber von <a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3837921158">Was den Menschen antreibt: Psychoanalyse als Theorie und Praxis von Beziehung.</a>Aktuell aus dem Psychsozial Verlag</p>
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