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	<title>Pharmacon Net &#187; Internet</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
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		<title>Zielloses Surfen: Jeder Zweite macht es täglich</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 15:47:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie allg.]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[Immer öfter stellt das Internet eine Form des bloßen Zeitvertreibs dar. 53 Prozent der jungen Erwachsenen gehen täglich ohne konkretes Ziel online &#8211; sieht man von der Suche nach Unterhaltung oder Spaß ab. 81 Prozent in dieser Altersgruppe tun dies zumindest manchmal. Zu diesem Schluss kommen US-Forscher vom Pew Research Centre in der Studie &#8220;Internet &#038; American Life Project&#8221;&#8230; Expertin: Internet bringt große psychologische Vorteile pte &#8211; http://pewinternet.org Befragt wurden dafür über 2.200 Erwachsene per Telefon. Spielplatz für Erwachsene &#8220;Das Internet ist heute mit der Lebensführung verwoben. Immer mehr wird es zum Spielplatz, nicht nur der jungen Generation&#8221;, erklärt Studienleiter Lee Rainie. Deutlich wird, dass das tägliche Internet-Surfen zum bloßen Zeitvertreib in allen Altersgruppen zugenommen hat, vergleicht man die Zahlen mit jenen von 2009. Bei den 30- bis 49-Jährigen trifft diese Praxis auf 37 Prozent zu, bei den 50- bis 64-Jährigen auf 27 Prozent und bei der Gruppe ab 65 immerhin auf zwölf Prozent. Je reicher und gebildeter die Menschen sind, umso eher surfen sie ohne Ziel &#8211; bei Spitzenverdienern ab 75.000 Dollar sind es sogar drei Viertel. Wichtig für die Psyche Die Würzburger Medienpsychologin Astrid Carolus http://mcm.uni-wuerzburg.de relativiert allerdings. &#8220;Parallel zur zielstrebigen Suche sind viele Nutzer zumindest zeitweise im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer öfter stellt das Internet eine Form des bloßen Zeitvertreibs dar. 53 Prozent der jungen Erwachsenen gehen täglich ohne konkretes Ziel online &#8211; sieht man von der Suche nach Unterhaltung oder Spaß ab. 81 Prozent in dieser Altersgruppe tun dies zumindest manchmal. Zu diesem Schluss kommen US-Forscher vom Pew Research Centre in der Studie &#8220;Internet &#038; American Life Project&#8221;&#8230;<span id="more-3682"></span></p>
<h2>Expertin: Internet bringt große psychologische Vorteile</h2>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; <a href="http://pewinternet.org/">http://pewinternet.org</a> Befragt wurden dafür über 2.200 Erwachsene per Telefon.</p>
<p><strong>Spielplatz für Erwachsene</strong></p>
<p>&#8220;Das Internet ist heute mit der Lebensführung verwoben. Immer mehr wird es zum Spielplatz, nicht nur der jungen Generation&#8221;, erklärt Studienleiter Lee Rainie. Deutlich wird, dass das tägliche Internet-Surfen zum bloßen Zeitvertreib in allen Altersgruppen zugenommen hat, vergleicht man die Zahlen mit jenen von 2009. Bei den 30- bis 49-Jährigen trifft diese Praxis auf 37 Prozent zu, bei den 50- bis 64-Jährigen auf 27 Prozent und bei der Gruppe ab 65 immerhin auf zwölf Prozent. Je reicher und gebildeter die Menschen sind, umso eher surfen sie ohne Ziel &#8211; bei Spitzenverdienern ab 75.000 Dollar sind es sogar drei Viertel.</p>
<p><strong>Wichtig für die Psyche</strong></p>
<p>Die Würzburger Medienpsychologin Astrid Carolus <a href="http://mcm.uni-wuerzburg.de/">http://mcm.uni-wuerzburg.de</a> relativiert allerdings. &#8220;Parallel zur zielstrebigen Suche sind viele Nutzer zumindest zeitweise im Web unterwegs, ohne später genau sagen zu können, was sie dabei gemacht haben. Doch ähnliche Studien kamen auch für andere Medien zu ähnlichen Schlüssen. So konnten die Zuschauer von Nachrichtensendungen deren Inhalte kaum mehr wiedergeben, wenn sie im Anschluss danach gefragt wurden&#8221;, so die Expertin im pressetext-Interview.</p>
<p>Ähnlich wie bei der Nutzung traditioneller Medien wie Buch, Zeitung, Fernsehen oder Radio ist auch beim Internet die Flucht aus der Realität &#8211; der sogenannte &#8220;Eskapismus&#8221; &#8211; als ein häufiges Motiv zu nennen. So irrelevant dies für die Wissenschaft oder Gesellschaft sei, profitiere die Psyche des Einzelnen dadurch dennoch in hohem Ausmaß, so die Forscherin. &#8220;Der Mensch ist ein durch seine lange Evolution geprägtes Wesen, das auf die relativ neuen Medien trifft und es schafft, sie trotz ihrer Beschränktheit für seine Bedürfnisse einzusetzen.&#8221;</p>
<p><strong>Immer überall alles verfügbar</strong></p>
<p>Ein Novum ist das Medium Internet freilich dadurch, dass es immer verfügbar ist &#8211; dank Smartphones nun auch allerorts &#8211; und zudem alle Inhalte zugleich anbietet. &#8220;Bedürfnisse können damit sofort und sehr konkret gedeckt werden&#8221;, betont Carolus. Wohl auch ein Grund, warum Social Media einen derartigen Boom hinlegen konnten: Sie ermöglichen es, sich zu beteiligen, Inhalte zu produzieren, Neuigkeiten über Bekannte zu erfahren und sich selbst darzustellen.</p>
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		<title>Riesige Umsätze: Cannabis im Internet</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 08:20:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Cannabis]]></category>
		<category><![CDATA[Haschisch]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>

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		<description><![CDATA[Das börsennotierte US-Unternehmen General Cannabis Inc., ein kalifornischer Service-Dienstleister für die medizinische Marihuanaindustrie, hat die Domain Marijuana.com für 4,2 Mio. Dollar erworben. Die Investition wird sich lohnen: Mit der Plattform WeedMaps, die das Auffinden von Ausgabestellen für medizinisches Marihuana erleichtert, verdiente die Firma bisher schon gutes Geld&#8230; Marijuana-Domain kostet 4,2 Mio. Dollar pte -  generalcannabis.com &#8211; &#8220;Im deutschsprachigen Raum spielt medizinisches Marihuana derzeit kaum eine wirtschaftliche Rolle. Die Schweiz war allerdings eine Zeit lang ein Exportland für Cannabis&#8221;, sagt Georg Wurth vom deutschen Hanfverband gegenüber pressetext. Eine Mio. Dollar pro Monat General Cannabis übernimmt marijuana.com ab 2012. Für 4,2 Mio. Dollar erhält das Unternehmen nicht nur die Domain, sondern auch das Forum, das derzeit auf der Seite zu finden ist und etwa 3,5 Mio. Seitenaufrufe verzeichnet. User von WeedMaps sollen ihre Accounts in Zukunft auch zur Anmeldung bei Marijuana.com verwenden können. Durch die Verknüpfung mit dem Such- und Bewertungsportal für Marihuana-Ausgabestellen erhofft sich General Cannabis ähnliche Umsätze. Schon als WeedMaps erstanden wurde setzte die Seite 400.000 Dollar pro Monat um. Mittlerweile ist dieser Betrag auf über eine Mio. gestiegen. Der gesamte Umsatz der medizinischen Marihuanaindustrie wird auf 45 bis 120 Mrd. Dollar geschätzt. Die Alkohol- und Tabakindustrie bringen es zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das börsennotierte US-Unternehmen General Cannabis Inc., ein kalifornischer Service-Dienstleister für die medizinische Marihuanaindustrie, hat die Domain Marijuana.com für 4,2 Mio. Dollar erworben. Die Investition wird sich lohnen: Mit der Plattform WeedMaps, die das Auffinden von Ausgabestellen für medizinisches Marihuana erleichtert, verdiente die Firma bisher schon gutes Geld&#8230;<span id="more-3662"></span></p>
<h2>Marijuana-Domain kostet 4,2 Mio. Dollar</h2>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> -  <a href="http://generalcannabis.com/">generalcannabis.com</a> &#8211; &#8220;Im deutschsprachigen Raum spielt medizinisches Marihuana derzeit kaum eine wirtschaftliche Rolle. Die Schweiz war allerdings eine Zeit lang ein Exportland für Cannabis&#8221;, sagt Georg Wurth vom deutschen <a href="http://hanfverband.de">Hanfverband</a> gegenüber pressetext.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2011/12/cannabis-15/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><strong>Eine Mio. Dollar pro Monat</strong></p>
<p>General Cannabis übernimmt <a href="http://www.marijuana.com">marijuana.com</a> ab 2012. Für 4,2 Mio. Dollar erhält das Unternehmen nicht nur die Domain, sondern auch das Forum, das derzeit auf der Seite zu finden ist und etwa 3,5 Mio. Seitenaufrufe verzeichnet. User von WeedMaps sollen ihre Accounts in Zukunft auch zur Anmeldung bei Marijuana.com verwenden können. Durch die Verknüpfung mit dem Such- und Bewertungsportal für Marihuana-Ausgabestellen erhofft sich General Cannabis ähnliche Umsätze. Schon als WeedMaps erstanden wurde setzte die Seite 400.000 Dollar pro Monat um. Mittlerweile ist dieser Betrag auf über eine Mio. gestiegen.</p>
<p>Der gesamte Umsatz der medizinischen Marihuanaindustrie wird auf 45 bis 120 Mrd. Dollar geschätzt. Die Alkohol- und Tabakindustrie bringen es zum Vergleich auf 188 beziehungsweise 75 Mrd. Dollar. &#8220;Derzeit erlauben 15 Staaten medizinisches Marihuana, aber nur in zwei oder drei gibt es Ausgabestellen wie in Kalifornien. Dort läuft nach Schätzungen ein Drittel des gesamten Konsums über Rezepte ab. Ärzte werben sogar damit, Bezugsscheine zu verkaufen&#8221;, erklärt Wurth.</p>
<p><strong>Schattenwirtschaft</strong></p>
<p>Dass ausgerechnet in den USA, wo das Marihuana-Verbot seinen Ausgang nahm, eine blühende Industrie samt damit einhergehender Liberalisierung rund um das grüne Kraut entstand, liegt neben den wirtschaftlichen Interessen auch an den Konsumraten, die doppelt so hoch sind wie in Deutschland, und an den überfüllten Gefängnissen, in denen viele Marihuana-Dealer einsitzen.</p>
<p>Ein Milliardengeschäft ist Cannabis auch in Europa. &#8220;Allein in Deutschland haben 13 Mio. Menschen Erfahrungen mit Marihuana gesammelt. Da werden jedes Jahr einige 100 Tonnen konsumiert. Das ist durchaus ein Wirtschaftsfaktor&#8221;, so Wurth. Das medizinische Marihuana, das mittlerweile unter strengen Auflagen auch im deutschsprachigen Raum verschrieben wird, wird zum Großteil in Holland produziert und hat wegen der geringen Menge keine Bedeutung für die Volkswirtschaft.</p>
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		<title>Zweiter Weltkrieg: Noch immer ein Trauma</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/07/trauma-6/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 22:34:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychosomatik]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
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		<category><![CDATA[Kontakt]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Zweite Weltkrieg wirkt in den Köpfen der heute älteren Generation noch immer nach. Bei bis zu zwölf Prozent der über 60-jährigen Deutschen gibt es Anzeichen einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), haben Forscher aus Leipzig, Greifswald und Zürich festgestellt. &#8220;Besonders die Kindergeneration des Krieges ist schwer traumatisiert&#8230; Generation 60 Plus: Jeder Achte kämpft mit Flashbacks und Ängsten pte &#8211; Immer deutlicher zeigt die Forschung, dass jeder Krieg noch viele Jahrzehnte lang nachwirkt&#8221;, so Studienautor Philipp Kuwert im pressetext-Interview. Jeder zweite Senior berichtet über mindestens ein traumatisches Ereignis, das vorwiegend aus Kriegszeiten stammt und etwa Bombenangriffe, Vergewaltigung, Vertreibung, Verlust von Angehörigen oder Inhaftierung betrifft. Noch immer verfolgt Welche Folgen diese Erfahrungen haben, erfassten die Forscher bei 8.000 Menschen verschiedenen Alters. Bei bis zu vier Prozent der Älteren konnte eine PTBS festgestellt werden, bei bis zu 12,2 Prozent zumindest Symptome dafür. Zum Vergleich: Bei den 30- bis 59-Jährigen lag dieser Anteil bei höchstens 2,7 bzw. vier Prozent. Ein Komplex von Beschwerden ist mit der Diagnose PTBS verbunden, erklärt Kuwert. &#8220;Dazu gehören Flashbacks, also zwanghafte Angst- und Schreckensbilder und Albträume. Betroffene sind schreckhafter und vielfach unfähig, Emotionen in ihrer vollen Bandbreite wahrzunehmen, was die Kontaktfähigkeit erschwert.&#8221; Häufig werden Gedanken, Orte und Aktivitäten gemieden, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Zweite Weltkrieg wirkt in den Köpfen der heute älteren Generation noch immer nach. Bei bis zu zwölf Prozent der über 60-jährigen Deutschen gibt es Anzeichen einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), haben Forscher aus Leipzig, Greifswald und Zürich festgestellt. &#8220;Besonders die Kindergeneration des Krieges ist schwer traumatisiert&#8230;<span id="more-3423"></span></p>
<p><strong>Generation 60 Plus: Jeder Achte kämpft mit Flashbacks und Ängsten</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Immer deutlicher zeigt die Forschung, dass jeder Krieg noch viele Jahrzehnte lang nachwirkt&#8221;, so Studienautor Philipp Kuwert im pressetext-Interview. Jeder zweite Senior berichtet über mindestens ein traumatisches Ereignis, das vorwiegend aus Kriegszeiten stammt und etwa Bombenangriffe, Vergewaltigung, Vertreibung, Verlust von Angehörigen oder Inhaftierung betrifft. </p>
<p><strong>Noch immer verfolgt</strong></p>
<p>Welche Folgen diese Erfahrungen haben, erfassten die Forscher bei 8.000 Menschen verschiedenen Alters. Bei bis zu vier Prozent der Älteren konnte eine PTBS festgestellt werden, bei bis zu 12,2 Prozent zumindest Symptome dafür. Zum Vergleich: Bei den 30- bis 59-Jährigen lag dieser Anteil bei höchstens 2,7 bzw. vier Prozent.</p>
<p>Ein Komplex von Beschwerden ist mit der Diagnose PTBS verbunden, erklärt Kuwert. &#8220;Dazu gehören <strong>Flashbacks</strong>, also zwanghafte Angst- und Schreckensbilder und Albträume. Betroffene sind schreckhafter und vielfach unfähig, Emotionen in ihrer vollen Bandbreite wahrzunehmen, was die Kontaktfähigkeit erschwert.&#8221; Häufig werden Gedanken, Orte und Aktivitäten gemieden, die mit dem Erlebten verbunden sind. <strong>Traumata erhöhen jedoch auch das Risiko für körperliche Krankheiten deutlich</strong>, weshalb die heute Älteren für den Greifswalder Forscher ohnehin &#8220;die eher Gesunden ihrer Generation&#8221; sind.</p>
<p><strong>Gleiches Erbe aller Kriege</strong></p>
<p>Auch die Folgen der Jahre nach de Krieg haben die Forscher untersucht. Welche Wirkungen diese etwa auf Österreich hatten, stellt Kuwert in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift &#8220;Trauma und Gewalt&#8221; dar. &#8220;Die Hypothese, dass es in der ehemals russischen Besatzungszone am meisten Traumatisierung gab, hat sich bestätigt.&#8221;</p>
<p>Obwohl die Wissenschaftler vor allem alte Menschen untersuchten, sind viele Ergebnisse auch auf Betroffene heutiger Kriege übertragbar. &#8220;Aktuelle Forschungen wie etwa im Sudan zeigen ebenfalls, dass Posttraumatische Belastungsstörungen umso häufiger auftreten, je mehr extreme Traumatisierungen es gab. Bei bestimmten Schweregrad erkranken auch die, die am besten davor geschützt sind&#8221;, so Kuwert. Lernen aus der Geschichte sei jedoch durchaus möglich. &#8220;Vergewaltigungsopfer hatten lange mit einem Tabu zu kämpfen. Jetzt erkennt man, dass ihre gesellschaftliche Anerkennung als Traumaopfer protektive Wirkung hat.&#8221;</p>
<p><strong>Schreibtherapie hilft</strong></p>
<p>Trotz des großen zeitlichen Abstandes bringen Therapien auch heute noch Verbesserungen, zeigen die Erfahrungen von Lebenstagebuch <a href="http://lebenstagebuch.de/">http://lebenstagebuch.de</a> , einer Internet-Schreibtherapie für die Weltkriegs-Kinder. &#8220;Bei den Teilnehmenden findet der Ansatz trotz Internet viel Zuspruch. Die Belastung der PTBS sinkt, die Ängste werden weniger und die Lebensqualität steigt. Zudem erlaubt die Therapie, die eigene Biographie nochmals aufzuschreiben und auf Wunsch weiterzugeben. Denn sie enthält nicht nur Traumatisierung, sondern auch die schönen Seiten des Lebens&#8221;, so Kuwert. Bis Herbst ist die kostenlose Teilnahme an dem Online-Programm noch möglich.</p>
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		</item>
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		<title>Psychotherapie auf digitaler Couch: Psychotherapie im Netz steht erst am Anfang</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/07/psychotherapie-4/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 15:58:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Idee der psychologischen Betreuung über weite Distanz ist eigentlich nicht neu. Bereits vor fast 40 Jahren gab es Fürsprecher der sogenannten Telepsychiatrie. Dennoch konnte sich die Behandlung per Videotelefonat auch mit der Verbreitung des Internets bislang kaum durchsetzen. Nun versuchen unterschiedliche Start-ups in den USA einen neuen Anlauf, berichtet die New York Times&#8230; Online-Therapie stößt noch selten auf Akzeptanz pte &#8211; Durch die technische Hilfsmittel können Menschen geholfen werden, die es ablehnen, eine Praxis aufzusuchen beziehungsweise psychisch oder physisch nicht dazu in der Lage sind, so Lynn Bufka, Psychologin und Mitglied der American Psychological Association http://www.apa.org . Für bestimmte Krankheitsbilder, wie Depressionen oder Angstzustände, könne die Therapie über das Internet durchaus effektiv eingesetzt werden, so Fürsprecher der virtuellen Behandlung. Unterschiedliche Studien sollen das belegen. Dennoch fehlt vor allem die Unterstützung des amerikanischen Gesundheitssystems. Medicare und Medicaid, die beiden großen US-Versicherer übernehmen die Kosten für die sogenannten &#8220;Telehealth&#8221;-Leistungen nur beschränkt. Anbieter wie Cope Today versuchen nun durch Pilotversuche mehr Akzeptanz zu schaffen. 15 Minuten für 35 Dollar Die Kosten müssen die Patienten selbst tragen. Cope Today http://www.copetoday.com bietet eine Liste mit Therapeuten die entsprechende Behandlungen anbieten &#8211; die ersten zehn Minuten sind gratis, danach kosten 15 Minuten 35 Dollar. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Idee der psychologischen Betreuung über weite Distanz ist eigentlich nicht neu. Bereits vor fast 40 Jahren gab es Fürsprecher der sogenannten Telepsychiatrie. Dennoch konnte sich die Behandlung per Videotelefonat auch mit der Verbreitung des Internets bislang kaum durchsetzen. Nun versuchen unterschiedliche Start-ups in den USA einen neuen Anlauf, berichtet die New York Times&#8230;<span id="more-3394"></span></p>
<p><strong>Online-Therapie stößt noch selten auf Akzeptanz</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Durch die technische Hilfsmittel können Menschen geholfen werden, die es ablehnen, eine Praxis aufzusuchen beziehungsweise psychisch oder physisch nicht dazu in der Lage sind, so Lynn Bufka, Psychologin und Mitglied der American Psychological Association http://www.apa.org .</p>
<p>Für bestimmte Krankheitsbilder, wie Depressionen oder Angstzustände, könne die Therapie über das Internet durchaus effektiv eingesetzt werden, so Fürsprecher der virtuellen Behandlung. Unterschiedliche Studien sollen das belegen. Dennoch fehlt vor allem die Unterstützung des amerikanischen Gesundheitssystems. Medicare und Medicaid, die beiden großen US-Versicherer übernehmen die Kosten für die sogenannten &#8220;Telehealth&#8221;-Leistungen nur beschränkt. Anbieter wie Cope Today versuchen nun durch Pilotversuche mehr Akzeptanz zu schaffen.</p>
<p><strong>15 Minuten für 35 Dollar </strong></p>
<p>Die Kosten müssen die Patienten selbst tragen. Cope Today http://www.copetoday.com bietet eine Liste mit Therapeuten die entsprechende Behandlungen anbieten &#8211; die ersten zehn Minuten sind gratis, danach kosten 15 Minuten 35 Dollar. Im Schnitt würde eine Behandlung 43 Minuten dauern, so Tania. S. Malik, Geschäftsführerin von Cope Today. Dass die Patienten die Kosten selbst tragen müssen, sei bislang das größte Hindernis für das Unternehmen. &#8220;Ich glaube nicht, dass wir Erfolg haben werden, wenn die Kunden selbst bezahlen müssen und es keinerlei Unterstützung der Versicherungen gibt&#8221;, so Malik.</p>
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		<title>Heroin Kids: Gesundes Volksempfinden oder Freiheit der Kunst</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/04/heroin/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Apr 2011 08:55:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Suchterkrankungen]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Drogen]]></category>
		<category><![CDATA[Heroin]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Jahre arbeiteten Corinna Engel und Christian Kaiser aus dem bayrischen Kirchseeon am Projekt HEROIN KIDS. Sie setzten professionelle Models, aber auch Protagonisten aus dem einschlägigen Milieu, in Szene und schafften so Bilder, die auf beeindruckende Weise junge, drogenabhängige Menschen zeigen&#8230; Die Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) warf den Künstlern daraufhin vor, auf ihrer Internetseite „entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte“ öffentlich zu machen, die „sozialethisch desorientierend“ seien und verhängte ein Bußgeld. Die Künstler wehrten sich bisher erfolgreich gegen diese Maßnahmen und sprechen von Zensur. Wie uns die Künstler, die durch den Düsseldorfer Medienanwalt Dr. Daniel Kötz vertreten werden, informierten, hat die Richterin beschlossen, das von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien angestrebte Verfahren einzustellen. Die BLM habe Behauptungen aufgestellt ohne ein Gutachten vorlegen zu können. Zudem stellte das Gericht die von der BLM behauptete Möglichkeit einer &#8220;Entwicklungsbeeinträchtigung&#8221; grundsätzlich in Frage. Zensur wild galoppierender Moralapostel »Wir freuen uns, dass die Richterin mehr Verstand für die Kunst und deren Freiheit gezeigt hat als die Zensoren der BLM« stellt Aleks A.-Lessmann, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei fest »Erneut erweist sich der sogenannte Jugendschutz als ein Mittel der Zensur wild galoppierender Moralapostel, wie es sich schon beim Jugendmedienschutzstaatsvertrag zeigte, den manche wiederbeleben wollen.« Die Heroin Kids Künstlerin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Jahre arbeiteten Corinna Engel und Christian Kaiser aus dem  bayrischen Kirchseeon am Projekt HEROIN KIDS. Sie setzten professionelle  Models, aber auch Protagonisten aus dem einschlägigen Milieu, in Szene  und schafften so Bilder, die auf beeindruckende Weise junge,  drogenabhängige Menschen zeigen&#8230;<span id="more-3315"></span></p>
<p>Die Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) warf den Künstlern daraufhin vor, auf ihrer Internetseite  „entwicklungsbeeinträchtigende Inhalte“ öffentlich zu machen, die  „sozialethisch desorientierend“ seien und verhängte ein Bußgeld. Die  Künstler wehrten sich bisher erfolgreich gegen diese Maßnahmen und sprechen von Zensur.</p>
<p>Wie uns die Künstler, die durch den Düsseldorfer Medienanwalt Dr.  Daniel Kötz vertreten werden, informierten, hat die Richterin beschlossen, das von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien angestrebte Verfahren einzustellen. Die BLM habe Behauptungen aufgestellt ohne ein Gutachten vorlegen zu können. Zudem stellte das Gericht die von der BLM behauptete Möglichkeit einer &#8220;Entwicklungsbeeinträchtigung&#8221; grundsätzlich in Frage.</p>
<p><strong>Zensur wild galoppierender Moralapostel</strong></p>
<p>»Wir freuen uns, dass die Richterin mehr Verstand für die Kunst und deren Freiheit gezeigt hat als die Zensoren der BLM« stellt Aleks A.-Lessmann, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei fest »Erneut erweist sich der sogenannte Jugendschutz als ein Mittel der Zensur wild galoppierender Moralapostel, wie es sich schon beim Jugendmedienschutzstaatsvertrag zeigte, den manche wiederbeleben wollen.«</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2011/04/heroin/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Die Heroin Kids Künstlerin Corinna Engel dazu: »Die Richterin unterbrach letzten Mittwoch die Verhandlung, um ihre Kenntnisse weiter zu vertiefen. Es freut uns, dass Sie genau das getan hat. Ein Urteil gegen uns wäre ein Schlag ins Gesicht aller Künstler gewesen, die von den willkürlichen Sanktionen der BLM betroffen sind.«</p>
<p><a href="http://www.vicious-videos.com">vicious-videos.com</a></p>
<p><em>Nach einer Pressemitteilung der Piratenpartei Deutschland, Landeverband Bayern zur Entscheidung in Fall &#8220;Heroin Kids&#8221;</em></p>
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		<title>Virtuelle Verhältnisse: Sexualität als Thema im Internet</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 19:07:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kontakt]]></category>
		<category><![CDATA[partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Erfahrungsgemäß haben die meisten TherapeutInnen und BehandlerInnen wenig, wenn nicht gar keine Erfahrung mit Chats, Foren, sogenannten »sexsites« oder dem Downloaden pornografischer Bilder und Filme. Vor allem das Chatten stößt bei ihnen auf große Vorbehalte; sich in Chaträume zu begeben, löst Angst oder zumindest Unbehagen aus – meist auch wegen Unkenntnis der Regeln und der notwendigen Sicherheitsanforderungen. Das hohe Maß an Sexualisierung und Tabubrüchen in diesem unkontrollierbar erlebten Medium, in dem sich viele der Chatter und Chatterinnen hinter einem Synonym, einem sogenannten »Nickname«, verbergen, beunruhigt&#8230; Reinhold Munding p.13 Virtuelle Verhältnisse Sexualität als Thema im Internet [BESTELLEN?] In den meisten Chats und Chaträumen werden seriöse, unverfängliche Themen verhandelt. Auch die Partnersuche via Internet kann mittlerweile als zeitgemäß und angemessen angesehen werden. Diese Art des ersten Kennenlernens ist oft substanzvoller und einfallsreicher als manche Kontaktanzeigen in seriösen Tageszeitungen und sehr viel weniger anonym, weil dabei häufig durchaus glaubwürdige Informationen ausgetauscht werden und Kontaktschwierigkeiten weniger ausschlaggebend sind. Die Chats sind eine eigene Welt mit eigenen Regeln, die kommunikationsgeschulte Fachleute gerne meiden, vielleicht weil der Blickkontakt fehlt und die andere Person nicht eindeutig zu identifizieren ist. Andererseits berichten zunehmend mehr Kolleginnen und Kollegen von KlientInnen, die problematische Erlebnisse und Erfahrungen mit Chatkontakten und Sexkontakten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erfahrungsgemäß haben die meisten TherapeutInnen und BehandlerInnen wenig, wenn nicht gar keine Erfahrung mit Chats, Foren, sogenannten »sexsites« oder dem Downloaden pornografischer Bilder und Filme. Vor allem das Chatten stößt bei ihnen auf große Vorbehalte; sich in Chaträume zu begeben, löst Angst oder zumindest Unbehagen aus – meist auch wegen Unkenntnis der Regeln und der notwendigen Sicherheitsanforderungen. Das hohe Maß an Sexualisierung und Tabubrüchen in diesem unkontrollierbar erlebten Medium, in dem sich viele der Chatter und Chatterinnen hinter einem Synonym, einem sogenannten »Nickname«, verbergen, beunruhigt&#8230;<span id="more-3259"></span></p>
<p>Reinhold Munding<br />
<em>p.13 Virtuelle Verhältnisse Sexualität als Thema im Internet</em><br />
[<strong><a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3837920194">BESTELLEN?</a></strong>]</p>
<p>In den meisten Chats und Chaträumen werden seriöse, unverfängliche Themen verhandelt. Auch die Partnersuche via Internet kann mittlerweile als zeitgemäß und angemessen angesehen werden. Diese Art des ersten Kennenlernens ist oft substanzvoller und einfallsreicher als manche  Kontaktanzeigen in seriösen Tageszeitungen und sehr viel weniger anonym, weil dabei häufig durchaus glaubwürdige Informationen ausgetauscht werden und Kontaktschwierigkeiten weniger ausschlaggebend sind. Die Chats sind eine eigene Welt mit eigenen Regeln, die kommunikationsgeschulte Fachleute gerne meiden, vielleicht weil der Blickkontakt fehlt und die andere Person nicht eindeutig zu identifizieren ist.</p>
<p>Andererseits berichten zunehmend mehr Kolleginnen und Kollegen von KlientInnen, die problematische Erlebnisse und Erfahrungen mit Chatkontakten und Sexkontakten gemacht haben, die sie via Internet geknüpft haben. Thematisiert werden dabei zumeist Internet-Sexsucht, Kontakt zu und Konsum von Kinderpornografie oder auch sexuelle Übergriffe, wenn aus dem Chat ein realer Kontakt geworden ist.</p>
<p>Derzeit kommen etwa ein Drittel aller KlientInnen in meine sexualtherapeutische Praxis, weil sie mit Internet-Sexsucht, Kinderpornografie oder pädosexuellen Kontakten via Netz zu tun haben. Während bei den nicht strafbaren Internetaktivitäten ausufernder Pornografiekonsum im Vordergrund steht, überwiegen bei den Sexualdelinquenten jene, die im Rahmen groß angelegter polizeilicher Fahndungen nach Kinderpornografie ermittelt wurden. Einige kommen, weil sie Kontakte über das Internet mit dem Ziel geknüpft haben, letztendlich die Kinder der Chatpartnerin kennenzulernen.</p>
<p>PsychotherapeutInnen und BeraterInnen müssen sich mit den Tücken und Gefahren, aber vor allem mit den Versuchungen befassen, denen Menschen im Internet ausgesetzt sind oder denen sie sich zum Teil gewollt aussetzen. Sie brauchen zumindest ein Grundwissen darüber, was die KlientInnen umtreibt und was sie »virtuell treiben«. Die KlientInnen sprechen von sexuellen Angeboten, von sexuellen Verführungen, von der Suche nach dem sexuellen Kick, vom via Internet vermittelten Sex-Date – manches mit bösem Ende –, vom Download von Fotos und Filmen nackter Kinder.</p>
<p>Unsere Vorstellung vom World Wide Web (WWW) ist in erster Linie mit der nahezu unbegrenzten Möglichkeit der Informationsbeschaffung verbunden. Sie ist insofern grenzenlos, als jede Information, die irgendwann über einen Server ins Netz gestellt wurde, von jedem Endverbraucher, der über einen Internetzugang verfügt, jederzeit und an jedem Ort abrufbar ist. Zwar kann jede Information, die auf einem Server platziert wurde, wieder entfernt bzw. korrigiert werden, dies darf allerdings keineswegs darüber hinwegtäuschen, dass damit die Widerrufbarkeit solcher Informationen nicht gesichert ist: Informationen aus dem Netz können kopiert und weiterverschickt werden – eine ernüchternde und erschreckende Erkenntnis, weil zum Beispiel auch die Fotos missbrauchter Kinder nie wieder zuverlässig aus dem Web entfernt werden können. Dies ist ein lebenslanger Knebel für die Opfer.</p>
<p>Jede und jeder weiß, dass es neben allgemeinen Informationen auch eine Fülle von sexuellen Themen und Angeboten im Netz gibt. Dieses Angebot an sexuellen Informationen beziehungsweise an Informationen zu sexuellen Themen im Internet ist überwältigend. Unter dem Suchbegriff »Sex« erlaubt die Suchmaschine »Google Deutschland« Zugriff auf ca. 45 Mio. Websites, beim Stichwort »Kinder nackt« stehen 410.000 Seiten zur Verfügung, viele davon im Graubereich der Legalität.</p>
<p>Spezifiziert man die Suche nach sexuellen Varianten weiter, findet man beispielsweise beim Suchbegriff »Bondage« 51.000 Treffer. Darunter sind auch sachlich-fachliche Informationen von BehandlerInnen für Klienten. So kann man sich zum Thema »Bondage und Sexualtherapie« immerhin noch auf 700 Seiten informieren.</p>
<p>Die Angebotspalette für pornografische Darstellungen »befriedigt« jede Neigung. Einige Beispiele: »Amateur Babes«, »Anal Sex«, »Asiatin«, »BDSM«, »Bisex«, »Große Schwänze«, »Große Titten«, »Blondinen«, »Blowjobs«, »Abspritzen«, »Schwarzhäutig«, »Dildos«, »Faustfick«, »Fußfetisch«, »Fickmaschinen«, »Gang Bang«, »Schwul«, »Hardcore«, »Einführungen«, »Latinas«, »Lesben«, »Masturbation«, »Alte«, »Nylon «, »Draußen«.</p>
<p>Jeder Mensch, der etwas über Sex zu erzählen oder zu zeigen hat, kann dies der Internet-Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Auch ein erheblicher Teil der Sex- und Prostitutionsindustrie arbeitet inzwischen via Internet. Die Sexindustrie dominiert zweifelsohne den einschlägigen Markt im Internet. Dabei gewinnt zum Beispiel die Vermittlung sexueller Dienstleistungen im Netz – neben den traditionellen Angeboten – inzwischen eine immer größere Bedeutung. Die sexuellen Vorlieben der Freier werden gezielt bedient, die entsprechenden Angebote lokal ausgerichtet und von Besuchern dieser Seiten in speziellen Foren kommentiert, zensiert und empfohlen. Die Tipps erfahrener Freier befördern den Sextourismus, ein Trip an die tschechische Grenze oder nach Flensburg erscheint dann »lohnenswert«.</p>
<p>Neben zahllosen privaten und kostenlosen Sexseiten bieten natürlich auch unzählige kommerzielle und hochprofessionelle Anbieter von Pornografie ihre Materialien an. Die Summen, die mit Internet-Pornografie weltweit umgesetzt werden, haben die Zig-Milliarden-Grenze längst überschritten. Dabei sind den sexuellen Praktiken in Foto- und Videoform keine Grenzen gesetzt. Das Bedienen sexueller Vorlieben und Praktiken – sei es real oder virtuell – hat aber seinen Preis. Meist muss man dazu ein Zugangspasswort erwerben – selbstverständlich gegen Gebühr. Man gibt also Konto- oder Kreditkartendaten an und erteilt damit eine Einzugsermächtigung, erhält dann Stunden oder Tage später seinen Zugangscode und kann damit – wie vertraglich vereinbart – über Tage, Wochen oder Monate zum Beispiel alle Filme des Anbieters unbegrenzt aus dem Netz auf den Rechner laden.</p>
<blockquote><p><em>Bsp.: R. ist 39 Jahre alt und seit zwei Jahren in einer festen Partnerschaft. Er kommt alleine in die Praxis, weil er »internetsüchtig« ist, wie er sagt. Seine Freundin hatte ihn nachts vor dem PC sitzend vorgefunden.<br />
Er hatte pornografische Fotos von jungen Frauen geöffnet und betrachtet. Für sie brach eine Welt zusammen und sie machte die Fortsetzung der Beziehung von der Aufnahme einer Sexualtherapie abhängig.<br />
Aus Scham, seine Krankenkasse könne etwas von seiner Sucht erfahren, bezahlt er  die Therapie selbst. Während des Erstgespräches kommt zutage, dass seine  Internetsucht dazu geführt hatte, dass er auch während seiner Arbeitszeit im  Büro einen erheblichen Teil seiner Zeit unerlaubt im Internet surfte und eine  fristlose Kündigung riskierte. </em></p></blockquote>
<p>Sophinette Becker, Margret Hauch, Helmut Leiblein (Hg.)<br />
Sex, Lügen und Internet<br />
Reihe »Beiträge zur Sexualforschung«<br />
Gesellschaft für Sexualforschung, herausgegeben von Martin Dannecker, Gunter Schmidt und Volkmar Sigusch.<br />
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		<title>Beiträge zur Sexualforschung: Sex, Lügen und Internet</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 19:05:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Sexualität ist ein bedeutsamer Topos im Internet. In diesem Buch werden die im World Wide Web neu konstruierten Räume und gelebten Neosexualitäten dargestellt und analysiert. Auf die Sexualität fokussiert, geht es dabei um das Spannungsfeld zwischen Virtualität und Realität&#8230; Sexualwissenschaftliche und psychotherapeutische Perspektiven [BESTELLEN?] Was machen Mädchen und Jungen, Frauen und Männer im und mit dem Internet, was macht das Internet mit ihnen? Nutzen sexuelle Erfahrungen im Netz nur ein neues Kommunikationsmedium oder entfalten die virtuellen Möglichkeiten eine Eigendynamik und verändern die realen sexuellen Verhältnisse? Ist die virtuelle Erfahrung mit Sex im Internet eine Möglichkeit der Orientierung im Sinne des Probehandelns oder schränkt sie individuelle Fantasieräume ein und oktroyiert den Subjekten Vorlagen auf, von denen sie dann abhängig werden? Oder bricht gar die Konfrontation mit Sex im Internet auch notwendige Tabus auf, verwischt die Grenze zwischen Fantasie und Realität und führt zu mehr sexuellen Gewalthandlungen? Wie real ist das im Netz Erlebte, wie wirklich die virtuelle Realität? Ist die in und mittels neuer Medien gelebte Sexualität Realität und/oder Fantasieprodukt? Welche Folgen zeitigt die Möglichkeit, in beliebigen (Geschlechts-)Rollen und (sexuellen) Identitäten miteinander zu verkehren? Oder ist das Netz nur ein riesiger Warenkatalog, für den mehr denn je das alte »sex sells« [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sexualität ist ein bedeutsamer Topos im Internet. In diesem Buch werden die im World Wide Web neu konstruierten Räume und gelebten Neosexualitäten dargestellt und analysiert. Auf die Sexualität fokussiert, geht es dabei um das Spannungsfeld zwischen Virtualität und Realität&#8230;<span id="more-3058"></span></p>
<p><strong>Sexualwissenschaftliche und psychotherapeutische Perspektiven</strong><br />
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<p>Was machen Mädchen und Jungen, Frauen und Männer im und mit dem Internet, was macht das Internet mit ihnen? Nutzen sexuelle Erfahrungen im Netz nur ein neues Kommunikationsmedium oder entfalten die virtuellen Möglichkeiten eine Eigendynamik und verändern die realen sexuellen Verhältnisse? Ist die virtuelle Erfahrung mit Sex im Internet eine Möglichkeit der Orientierung im Sinne des Probehandelns oder schränkt sie individuelle Fantasieräume ein und oktroyiert den Subjekten Vorlagen auf, von denen sie dann abhängig werden? Oder bricht gar die Konfrontation mit Sex im Internet auch notwendige Tabus auf, verwischt die Grenze zwischen Fantasie und Realität und führt zu mehr sexuellen Gewalthandlungen? Wie real ist das im Netz Erlebte, wie wirklich die virtuelle Realität? Ist die in und mittels neuer Medien gelebte Sexualität Realität und/oder Fantasieprodukt? Welche Folgen zeitigt die Möglichkeit, in beliebigen (Geschlechts-)Rollen und (sexuellen) Identitäten miteinander zu verkehren? Oder ist das Netz nur ein riesiger Warenkatalog, für den mehr denn je das alte »sex sells« gilt?</p>
<p><em>Helmut Leiblein, Sophinette Becker und Margret Hauch *</em></p>
<p>In dem vorliegenden Band (<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3837920194">Sex, Lügen und Internet</a>) werden diese Fragen in ihren verschiedenen Facetten empirisch und theoretisch beleuchtet und kontrovers diskutiert – aus psychotherapeutischer, psychoanalytischer, pädagogischer und soziologischer Perspektive und mit dem gemeinsamen sexualwissenschaftlichen Bezug.</p>
<p>Der Band entstand aus der 4. Klinischen Tagung der Deutschen Gesellschaft für Sexualforschung im Mai 2008 in Münster. Das Thema der Tagung – »Sex, Lügen und Internet. Neue Medien@psychotherapeutische Praxis« – hatten die VeranstalterInnen zum einen gewählt, weil »Sex im Internet« zunehmend eine Rolle in der psychotherapeutischen Praxis spielt und (nicht nur ältere) PsychotherapeutInnen oft ratlos sind, wie sie damit umgehen und solche Erlebnisse bewerten sollen; zum anderen, weil der verbreiteten Besorgnis über die Auswirkungen des Internets auf die Sexualität oft nur vage Vorstellungen davon, was derzeit in Sachen Sex konkret »im Netz abgeht«, zugrunde liegen. Risiken und Chancen des Internets sollten auf der Suche nach einer Perspektive jenseits von Alarmismus und Verharmlosung ausgelotet werden.</p>
<p>Dieser Spannungsbogen zwischen Alarmismus und Verharmlosung war auf der Tagung atmosphärisch deutlich zu spüren in einer immer wieder zwischen Sorge und Neugier, Faszination und Angst vor Verharmlosung hin- und herpendelnden Bewegung. Die Beiträge fundieren und akzentuieren die konträren Momente dieser Bewegung.</p>
<p>Reinhold Munding führt in das Thema »Sexualität im Internet« ein und veranschaulicht Tücken, Gefahren und Versuchungen, denen Menschen im Internet ausgesetzt sind oder denen sie sich zum Teil gewollt aussetzen – von Chatrooms bis zur Kinderpornografie. Mit Chatprotokollen und Fallberichten vermittelt er ein Grundwissen darüber, was die KlientInnen umtreibt und was sie »virtuell treiben«.</p>
<p>Martin Dannecker verdeutlicht die Attraktivität der internetgestützten Sexualität, die er vor allem darin sieht, dass die genuine Konflikthaftigkeit der Sexualität (Scham- und Schuldgefühle) im virtuellen Raum sozusagen »abgechattet« wird. Er arbeitet die Unterschiede zwischen traditionellen sexuellen Face-to-Face-Kontakten und Cybersex heraus: Im Netz wird durch die  fantasier- und erfahrbare Präsenz des Gegenübers ein intermediärer Raum zwischen Virtualität und Realität aufgespannt, der den Beteiligten handfeste Erfahrungen ermöglicht.</p>
<p>Arne Dekker beschäftigt sich mit »Raumkonstruktionen beim Cybersex « und stellt sowohl die hergebrachte Unterscheidung von »virtuell« und »real« als auch die scheinbare Körperlosigkeit virtueller Räume in Frage. An zwei Fallbeispielen entwickelt er seine Unterscheidung zwischen »utopischen« und »heterotopischen« Räumen beim Cybersex: Obgleich an beiden »virtuell« partizipiert wird, implizieren die einen eine fiktionale Platzierung des Körpers an semiotischen Orten, während die anderen eine realweltliche Platzierung an materiellen Orten privilegieren.</p>
<p>Sonja Düring beschreibt die »Verführungen im Netz«, denen sie bei ihren PatientInnen begegnet, und erklärt sie damit, dass das Internet gleichsam wie ein therapeutischer Raum funktioniere: Mittels der Interaktivität im Internet würden sexualisierte Sehnsüchte, Ängste und Wünsche laufend gespiegelt; manche PatientInnen kämen über den Prozess des Weiter- und Durchklickens überhaupt erst ihren Regungen auf die Spur. So könne selbst der suchthafte Konsum von Pornografie im Internet unter Umständen zum Finden bereits angelegter, aber noch nicht bewusster sexueller Skripte beitragen.</p>
<p>Werner Meyer-Deters untersucht vor dem Hintergrund seiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die andere Minderjährige brutal sexuell angegriffen haben, den subjektiven Zusammenhang zwischen deren Übergriffen und dem Konsum von Pornografie im Internet – mit dem Fazit, dass dieser bei Kindern und Jugendlichen nicht zwangsläufig zu sexueller Gewalt führt, aber führen kann, wenn andere begünstigende Faktoren hinzukommen.</p>
<p>Gabriele Teckentrup befasst sich mit der Bedeutung von »Daily Soaps« als Begleiterinnen durch die weibliche Adoleszenz am Beispiel der Behandlung einer jungen Frau. Während grundsätzlich die Identifikation mit ProtagonistInnen der Serien im Sinne eines »Probehandelns« verstanden werden kann, stellt für ihre Patientin die »Soap« vor allem einen  Rückzugs- oder Fluchtort angesichts der für sie kaum zu ertragenden Realität dar. Der Patientin fällt es schwer, Wunsch und Wirklichkeit auseinanderzuhalten, die Therapeutin fühlt sich in der Beziehung lange Zeit selbst wie in einer Soap.</p>
<p>Ulrike Brandenburg schildert die Brisanz »virtuellen Fremdgehens « anhand zweier Fallgeschichten: einmal aus der Perspektive einer betroffenen Partnerin, die den Pornografiekonsum ihres Mannes im Internet wie einen »realen Seitensprung« erlebt, und zum anderen aus der eines männlichen Patienten, der eine emotionale und soziale Krise durch Abtauchen in die virtuelle Sexualität zu kompensieren versucht. In beiden Fällen versteht sie das »virtuelle Fremdgehen« als Herausforderung für die jeweilige Paarbeziehung, an der diese letztlich auch wachsen könne.</p>
<p>Axel J. Schmidt, Michael Bochow und Stefanie Grote tragen die Ergebnisse ihrer Studie zu HIV-Risiken durch internetgestützte Sexkontakte bei und belegen die Relevanz des Internets für die Anbahnung sexueller Kontakte bei homosexuellen Männern, die die von heterosexuellen Männern bei Weitem übersteigt. Für das Risikoverhalten ist es ihrer Studie zufolge kaum von Bedeutung, ob ein sexueller Kontakt »online« oder »offline« zustande kommt, entscheidender sind andere Faktoren wie Partnerzahl und Drogengebrauch.</p>
<p>Gunter Schmidt kommt auf der Basis einer Überprüfung der empirischen Datenlage zu den Auswirkungen des Internet-Pornografie- Konsums von Jugendlichen auf deren Sexualität zu dem Schluss, dass die wesentliche Auswirkung eine Veralltäglichung der Pornografie ist und dass es sich bei den meisten Behauptungen über die Gefahren um »Phantasmen der Alten«, das heißt um Diskriminierung und Viktimisierung von Jugendlichen, handelt. Weitere Forschung müsse mehr die Jugendlichen als Handelnde in den Blick nehmen.</p>
<p>Beate Hofstadler befasst sich mit der Rezeption sexueller Szenen im »alten« Medium Film und zeigt die Aktivität der RezipientInnen auf. Am Beispiel der Rezeption der Geschlechterperformance der ProtagonistInnen des Films &#8220;Todo sobre mi madre / Alles über meine Mutter&#8221; von Pedro Almodóvar durch zwei Gruppen von ZuschauerInnen weist sie nach, dass diese mehr von eigenen Bildern, Wertvorstellungen, Klischees, Identitäten und Fantasien gespeist ist als von der Filmvorlage – die RezipientInnen machen aus dem Film etwas Eigenes.</p>
<p><em>Aus dem Vorwort der Herausgeber</em><br />
zu &#8220;Sex, Lügen und Internet&#8221;, ersch. i.d.Reihe &#8220;Beiträge zur Sexualforschung&#8221; (PsychoSozial Verlag)<br />
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		<title>Information und Kommunikation: IT macht Menschen glücklicher</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Jan 2011 14:06:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie allg.]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Zugang zu Technologie hebt das Glücksgefühl der Menschen. Diese These stellt eine aktuelle Studie des Chartered Institute for IT &#8211; BCS auf, wonach ein klarer Zusammenhang zwischen IT und dem persönlichen Wohlbefinden besteht. Analysiert wurden Befragungen von über 35.000 Personen weltweit. Kommunikation nimmt dabei den höchsten Stellenwert ein &#8211; Social Media und Handys werden besonders wichtig genommen, berichtet BBC News&#8230;Sozial Schwache am stärksten beeinflusst London (pte) -Wie die Ergebnisse zeigten, sind sozial Schwache &#8211; Frauen in Entwicklungsländern sowie Menschen mit niedrigem Einkommen oder geringer Bildung &#8211; emotional am stärksten vom Zugang zu Technologie beeinflusst. Das komme teils daher, dass etwa Frauen zu einer zentraleren Rolle innerhalb von Familien oder anderen sozialen Netzwerken tendieren, erklärt der Forscher Paul Flatters von Trajectory Partnership. &#8220;Unsere These ist es, dass Frauen in Entwicklungsländern mehr profitieren, weil sie sozial stärker von der Gesellschaft abhängig sind&#8221;, so Flatters. In einem nächsten Untersuchungsschritt soll diese These weiter überprüft werden. &#8220;Momentan bietet die Umfrage noch keine verifizierbaren Ergebnisse. Da spielen weitere Faktoren sicherlich noch eine große Rolle&#8221;, kommentiert Daniel Ott, Pressesprecher der Initiative D21 http://www.initiatived21.de , die Studie gegenüber pressetext. &#8220;Es geht etwa darum: Wer IT nutzt, hat häufig einen höheren Bildungsstatus und damit einhergehend auch häufig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Zugang zu Technologie hebt das Glücksgefühl der Menschen. Diese These stellt eine aktuelle Studie des Chartered Institute for IT &#8211; <a href="http://www.bcs.org">BCS</a> auf, wonach ein klarer Zusammenhang zwischen IT und dem persönlichen Wohlbefinden besteht. Analysiert wurden Befragungen von über 35.000 Personen weltweit. Kommunikation nimmt dabei den höchsten Stellenwert ein &#8211; Social Media und Handys werden besonders wichtig genommen, berichtet BBC News&#8230;<span id="more-2888"></span>Sozial Schwache am stärksten beeinflusst</p>
<p>London (<a href="http://www.pressetext.de">pte</a>) -Wie die Ergebnisse zeigten, sind sozial Schwache &#8211; Frauen in Entwicklungsländern sowie Menschen mit niedrigem Einkommen oder geringer Bildung &#8211; emotional am stärksten vom Zugang zu Technologie beeinflusst. Das komme teils daher, dass etwa Frauen zu einer zentraleren Rolle innerhalb von Familien oder anderen sozialen Netzwerken tendieren, erklärt der Forscher Paul Flatters von Trajectory Partnership.</p>
<p>&#8220;Unsere These ist es, dass Frauen in Entwicklungsländern mehr profitieren, weil sie sozial stärker von der Gesellschaft abhängig sind&#8221;, so Flatters. In einem nächsten Untersuchungsschritt soll diese These weiter überprüft werden.</p>
<p>&#8220;Momentan bietet die Umfrage noch keine verifizierbaren Ergebnisse. Da spielen weitere Faktoren sicherlich noch eine große Rolle&#8221;, kommentiert Daniel Ott, Pressesprecher der Initiative D21 http://www.initiatived21.de , die Studie gegenüber pressetext. &#8220;Es geht etwa darum: Wer IT nutzt, hat häufig einen höheren Bildungsstatus und damit einhergehend auch häufig ein höheres Gehalt.&#8221; IT könne aber auf jeden Fall die Lebensqualität steigern. &#8220;Sei es Zeitersparnis, Geldersparnis oder Kommunikation &#8211; zum Beispiel das Aufrechterhalten von Familienkontakten&#8221;, meint Ott. Bekannt sei auch, dass vor allem in Entwicklungsländern Handys einen erheblichen Nutzen für die Mikroökonomie haben.</p>
<p><strong>Unabhängig vom Alter</strong></p>
<p>Laut der Studie spielt das Alter keine Rolle beim Zusammenhang zwischen Glücksgefühl und Technologie-Verfügbarkeit. Obwohl sich viele Nationen darum bemühen, ältere Nutzer ins Web zu bekommen, steigt die Korrelation mit zunehmendem Alter nicht an. &#8220;Egal ob alt oder jung, wir sind alle soziale Wesen, wir alle haben ein Bedürfnis nach den Dingen, die der Zugang zu IT mit sich bringt&#8221;, meint Flatters.</p>
<p>Die BCS-Erkenntnisse stehen im Gegensatz zu Meinungen von Psychologen wie Yair Amichai-Hambuger, Direktor des Research Center for Internet Psychology at the Sammy Ofer School of Communications in Israel. Er hatte in einer Kolumne geschrieben, Technologie habe einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden der Menschen, weil berufliche und private Zeit damit vergeudet werde.</p>
<p><strong>Statussymbol und Armutsbekämpfung</strong></p>
<p>&#8220;Vieles, was über IT geschrieben wird, ist negativ. Aber wir sind verblüfft von der Tatsache, dass Menschen an ihrer IT hängen&#8221;, sagt Flatters. Der Besitz von technischen Geräten gelte in vielen Ländern als Statussymbol, ergänzt die Intel-Forscherin Kathi Kitner. Während ein Computer oft als Synonym für Bildung steht, gilt er in der indischen Mittelschicht auch als Zeichen für Reichtum.</p>
<p>Auch als Ausweg aus der Armut wird Technologie inzwischen gewertet. Moderne Kommunikationstechnologien können die wirtschaftliche Perspektive von einkommensschwachen Familien erhöhen, wie Untersuchungen von PricewaterhouseCoopers in Großbritannien gezeigt haben.</p>
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		<item>
		<title>Suizidrisiko bei türkischen Migrantinnen – Hintergründe und Interventionsmöglichkeiten</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2010/12/suizid-5/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Dec 2010 08:08:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
		<category><![CDATA[Suizid]]></category>

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		<description><![CDATA[Selbsttötungen gehören zu den häufigsten Todesursachen auf der Welt – es gibt sie in allen Kulturen, unabhängig davon, ob und wie sie gesetzlich verboten oder sozial beziehungsweise religiös geächtet sind. Unstrittig ist, dass biologische und psychologische Faktoren eine Rolle spielen. Ein Suizid wird meist als persönliche Tragödie wahrgenommen – deshalb blenden auch manche Fachleute den gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhang aus. Dieser aber ist nachweislich von großer Bedeutung&#8230; Migration kann – zumindest als &#8220;letzter Tropfen“ – eine gewichtige Rolle spielen. Sowohl der Anpassungsprozess an ein Einwanderungsland als auch dortige Diskriminierung können schließlich in einen Suizidversuch münden. Nicht alle Migranten haben jedoch ein höheres Risiko. Die Selbsttötungsrate von türkischen Männern in Deutschland zum Beispiel unterscheidet sich nicht von der im Herkunftsland – und die ist geringer als bei uns. Hingegen ist die Häufigkeit von vollendeten Suiziden bei Mädchen und jungen Frauen mit türkischem Migrationshintergrund ungefähr doppelt so hoch wie bei gleichaltrigen Frauen aus deutschen Familien (1). Und die Rate an Suizidversuchen übersteigt die bei Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund sogar um das Fünffache (2). Frauen mit türkischem Migrationshintergrund sind zudem bei ihrem Suizidversuch deutlich jünger als deutsche. Die höchste Suizidversuchsrate zeigte sich bei Migrantinnen der zweiten Generation (3). Als eine wichtige Ursache für Suizidgedanken [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selbsttötungen gehören zu den häufigsten Todesursachen auf der Welt – es gibt sie in allen Kulturen, unabhängig davon, ob und wie sie gesetzlich verboten oder sozial beziehungsweise religiös geächtet sind. Unstrittig ist, dass biologische und psychologische Faktoren eine Rolle spielen. Ein Suizid wird meist als persönliche Tragödie wahrgenommen – deshalb blenden auch manche Fachleute den gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhang aus. Dieser aber ist nachweislich von großer Bedeutung&#8230;<span id="more-2403"></span></p>
<p>Migration kann – zumindest als &#8220;letzter Tropfen“ – eine gewichtige Rolle spielen. Sowohl der Anpassungsprozess an ein Einwanderungsland als auch dortige Diskriminierung können schließlich in einen Suizidversuch münden. Nicht alle Migranten haben jedoch ein höheres Risiko. Die Selbsttötungsrate von türkischen Männern in Deutschland zum Beispiel unterscheidet sich nicht von der im Herkunftsland – und die ist geringer als bei uns. Hingegen ist die Häufigkeit von vollendeten Suiziden bei Mädchen und jungen Frauen mit türkischem Migrationshintergrund ungefähr doppelt so hoch wie bei gleichaltrigen Frauen aus deutschen Familien (1). Und die Rate an Suizidversuchen übersteigt die bei Gleichaltrigen ohne Migrationshintergrund sogar um das Fünffache (2). Frauen mit türkischem Migrationshintergrund sind zudem bei ihrem Suizidversuch deutlich jünger als deutsche. Die höchste Suizidversuchsrate zeigte sich bei Migrantinnen der zweiten Generation (3).</p>
<p>Als eine wichtige Ursache für Suizidgedanken und Suizide bei jungen türkischen Frauen wurde die große Spannung zwischen traditionellen Rollenerwartungen in der Familie und modernen Lebensformen im Aufnahmeland gefunden (4). Eine niederländische Studie zeigte, dass ein großer Teil der türkischen Migrantinnen Suizidversuche vornahmen, weil sie ihr Leben als zu kontrolliert empfanden und ihre Angehörigen sie mit einer &#8220;Verletzung der Familienehre&#8221; konfrontierten (5). Auch der Zugang zum psychosozialen Versorgungssystem ist für Menschen mit Migrationshintergrund erschwert (6).</p>
<p><strong>Wer ist gefährdet, wer weniger: mögliche Schutzfaktoren</strong></p>
<p>Migration bedeutet insbesondere dann eine psychische Belastung, wenn unter anderem niedriger sozialer Status, soziale Isolierung, weiblicher Rollenkonflikt oder auch vorbestehende seelische Krankheiten hinzu kommen. Doch für viele Menschen stellt Migration sogar eine Chance für eine positive persönliche Entwicklung dar. Also muss es so etwas wie &#8220;Schutzfaktoren&#8221; gegen seelischen Stress durch Migration geben. Wissenschaftler haben unter anderem die folgenden Einflüsse gefunden: Zum einen den Grad der sozialen Unterstützung, also ein positives und die eigene Lebensplanung förderndes persönliches Umfeld, das eben anders ist als eine starke soziale Kontrolle, die sich an überkommenden Maßstäben orientiert (7). Den zweiten Faktor nennen Psychologen &#8220;Selbstwirksamkeitserwartung&#8221;: der Glaube daran, aufgrund der eigenen Fähigkeiten sein Leben erfolgreich gestalten zu können (8). Ferner sind Menschen, die sich nach Außen öffnen können (&#8220;extrovertiert&#8221;), auch nach wissenschaftlicher Meinung eher in der Lage, die Schwierigkeiten zu bewältigen, die mit einer neuen Lebensumgebung verbunden sein können (9).</p>
<p><strong>Die Berliner Studie – Konzept, Ziele und einzelne Schritte</strong></p>
<p>Die Ausgangshypothese der wissenschaftlichen Untersuchung zu Suizidraten und Suizidprävention bei türkischstämmigen jungen Frauen in Deutschland lautet: Durch Aufklärung, Hilfsangebote, Verringerung der belastenden und Stärkung der schützenden Faktoren sowie durch einen besseren Zugang zum psychosozialen Versorgungssystem lässt sich die Rate an depressiven Zuständen und Suizidversuchen zumindest teilweise senken. Die Studie hat mehrere Teile, von denen einige bereits abgeschlossen sind, andere noch nicht.</p>
<p><strong>Statistische Erhebungen</strong></p>
<p>Studienmitarbeiter erheben in einem Zeitraum von drei Jahren die Häufigkeit aller Suizidversuche in Berlin und Hamburg. Dazu haben sie dort in einem ersten Schritt sämtliche Notaufnahmen aufgesucht, um – selbstverständlich anonymisierte – Daten zu Suizidversuchen und den Beweggründen der Frauen zusammenzutragen. Zudem wurden allgemeine statistische Daten über die Gruppe junger türkischstämmiger Frauen in beiden Städten erhoben.</p>
<p>Die beteiligten Forscher um Studienleiterin Dr. Meryam Schouler-Ocak*  publizieren demnächst mehrere Aufsätze zu diesem Thema in  Fachzeitschriften**.<br />
Die endgültige Auswertung der vom BMBF geförderten Studie zu  &#8220;Suizidraten und Suizidprävention bei türkischen Frauen in Berlin&#8221;  hingegen liegt naturgemäß noch nicht vor.<br />
Doch schon jetzt zeichnen sich einige Ergebnisse ab:</p>
<ul>
<li><strong>Die Ursachen für  Suizidalität sind vielschichtig und haben vor allem  auch mit der  Stellung der betroffenen Frau in Familie und Gesellschaft  zu tun.</strong></li>
<li><strong>Seelische Gesundheit ist ein ganz wesentlicher Faktor  für Integration. Grobe Vereinfachungen aus der jüngsten Zeit, wonach  alle Probleme von und mit Migranten auf deren Unwillen zurückzuführen  seien, sich an die deutsche Gesellschaft anzupassen, führen nicht nur  nicht weiter, sie sind auch falsch.</strong></li>
<li><strong>Informationen und Hilfsangebote durch geschulten Multiplikatoren und  insbesondere durch die Mitarbeiterinnen bei der Krisenhotline*** werden  sehr gut angenommen.</strong></li>
</ul>
<p><em>*) Leitende Oberärztin an der Psychiatrischen Universitätsklinik  der  Charité im St. Hedwig Krankenhaus Berlin sowie Leiterin der   Arbeitsgruppe Migrationsforschung an der Klinik für Psychiatrie und   Psychotherapie der Charité (Campus Mitte)<br />
**) &#8220;Kulturelle  Einflussfaktoren auf die Suizidalität&#8221; / &#8220;Das  Studienkonzept&#8221; /  &#8220;Suizidrisiko bei türkischen Migrantinnen –  Hintergründe und  Interventionsmöglichkeiten&#8221;, u.a. in &#8220;Zeitschrift für  Psychiatrie,  Psychologie und Psychotherapie (ZPPP)&#8221;<br />
</em><em>***) 01805/22 77 07, montags bis freitags von 9.00 bis 16.00 Uhr zum Ortstarif<br />
Internetseite für Betroffene: www.beende-dein-schweigen.de, auf türkisch: www.suskunlugunasonver.de </em></p>
<p><strong>Strategieentwicklung</strong></p>
<p>Meist (auch) türkischsprachige Experten (wie Ärzte, Psychologen, Lehrer und Religionsvertreter) haben ihre Erfahrungen in mehreren moderierten Gruppen ausgetauscht und gemeinsam die Bausteine für eine Aufklärungs- und Hilfskampagne entwickelt. Dies taten genauso Gruppen von Frauen unterschiedlichen Alters mit türkischem Migrationshintergrund, insbesondere, um Beweggründe für suizidale Krisen und Erwartungen an das Versorgungssystem zu formulieren. Drittens wurde ausführlich mit einer Gruppe von türkischen Frauen gesprochen, die schon einmal einen Suizidversuch begangen hatten, um &#8220;aus der Betroffenenperspektive&#8221; zu erfahren, wo Hilfe ansetzen muss.</p>
<p><strong>Die Intervention</strong></p>
<p>Auch dieser Studienteil besteht aus mehreren Schritten. Zunächst wurden sowohl Multiplikatoren mit gutem Zugang zur Zielgruppe (erwachsene Frauen mit türkischem Migrationshintergrund, Beratungsstellen etc.) als auch Mitarbeiterinnen aus Medizin, Pflege, Psychologie und Sozialpädagogik als Ansprechpartnerinnen für suizidgefährdete Mädchen und junge Frauen trainiert. Nachdem sie Multiplikatoren-Seminare durchlaufen haben, werden ihre Erfahrungen in regelmäßigen Abständen erfasst.</p>
<p>Der zweite Teil der Intervention besteht aus der breit angelegten, über sechs Monate laufenden Medienkampagne &#8220;Beende Dein Schweigen, nicht Dein Leben&#8221;. Sie wurde von der Agentur wbpr entwickelt und umfasst Plakate und Flyer, Radiospots und U-Bahn-TV sowie Vieles mehr. Begleitet wird dies von der Pressearbeit (Agentur MWM-Vermittlung). Drittens wurde beim Berliner Krisendienst (Region Mitte) eine Hotline sowie eine Internetseite für Hilfesuchende eingerichtet. Hier stehen türkisch- und deutschsprachige Fachleute zur Verfügung, die den Anruferinnen – entweder Suizidgefährdete selbst oder deren Angehörige und Freundinnen – verständnisvoll zuhören und Kontakte zu Hilfseinrichtungen vermitteln. Auch wenn die wissenschaftliche Auswertung erst später erfolgen kann, deuten die Erfahrungen der Hotline- Mitarbeiterinnen schon jetzt darauf hin, dass vielen Hilfesuchenden geholfen werden kann.</p>
<p><strong>Die Evaluation</strong></p>
<p>Nach ihrem Abschluss wird die Intervention ausgewertet. Dazu werden nochmals Suizidraten und ihre Veränderungen erfasst. Zudem werden mittels einer Befragung die Zusammenhänge zwischen Risiko- und Schutzfaktoren einerseits und andererseits seelischen Beschwerden einschließlich Suizidalität sowie Inanspruchnahme des Gesundheitssystems analysiert. Aus dem Vergleich zwischen Interventionsregion (Berlin) und Kontrollregion (Hamburg) können Schlüsse gezogen werden, welche Maßnahmen den betroffenen Frauen geholfen haben.<br />
Wenn die Intervention (Multiplikatorenschulung, Medienkampagne und Hotline) einen Effekt zeigt, kann – so Meryam Schouler-Ocak – das Ergebnis in adaptierter Form auf andere Regionen und Zielgruppen übertragen werden. In der letzten Studienphase soll dazu ein Handbuch erstellt werden.</p>
<p><strong>Anmerkungen und Literatur</strong></p>
<p><span style="font-size: x-small;"><em>(1) u.a. Razum Oliver; Zeeb Hajo: Suizidsterblichkeit unter Türkinnen und Türken in Deutschland., Nervenarzt 2004, 1092-1098 Bhui Kamaldeep S.; McKenzie Kwame; Rasul Farhat (2007): Rates, risk factors &amp; methods of self harm among minority ethnic groups in the UK: a systematic review. BMC Public Health;19, 7: 336<br />
(2) WHO/EURO Multicentre Study on Suicidal Behaviour, zitiert in zahlreichen Fachaufsätzen, u.a.: Löhr C, Schmidtke A, Wohner J, Sell R. Epidemiologie suizidalen Verhaltens von Migranten in Deutschland. Suizidprophylaxe 2006 sowie: De Leo, D., Burgis, S., Bertolote, J.M., Kerkhof, A.J.F.M., Bille-Brahe, U. (2006). Definitions of Suicidal Behaviour: Lessons Learned from the WHO/EURO Multicentre Study. Crisis, 27(1), 4-15.<br />
(3) Yilmaz, A.T., Riecher-Rössler, A. (2008). Suizidversuche in der ersten und zweiten Generation der ImmigrantInnen aus der Türkei. Neuropsychiatrie, 22: 261-267.<br />
(4) u.a. Koch, E., Pfeiffer, W. (2000). Migration und transkulturelle Psychiatrie. Curare 23:133–139. auch: 6. Familienbericht des deutschen Bundestages. Familien ausländischer Herkunft in Deutschland. Leistungen – Belastungen &#8211; Herausforderungen (2000)<br />
(5) van Bergen, D.D., Smit, J.H., van Balkom, A.J., van Ameijden, E., Saharso, S. (2008). Suicidal ideation in ethnic minority and majority adolescents in Utrecht, the Netherlands. Crisis, 29(4): 202-208.<br />
(6) u.a. Schouler-Ocak, M. (2008). Psychiatrische Versorgung von Patienten mit Migrationshintergrund. In: Rentrop M, Müller R, Bäuml J (Hrsg.). Klinikleitfaden Psychiatrie und Psychotherapie. 4. Auflage, München: Urban &amp; Fischer<br />
(7) u.a.: Goodwin, R.D., Gotlib I.H. (2004). Gender differences in depression: the role of personality factors. Psychiatry Research, 135-142. (8) u.a.: Schwarzer, R. (1994). Optimistische Kompetenzerwartung: Zur Erfassung einer personellen Bewältigungsressource. Diagnostica,40:105-123.<br />
(9) u.a.: Cukrowicz, K.C., Franzese, A.T., Thorp, S.R., Cheavens, J.S., Lynch, T.R.. (2008). Personality traits and perceived social support among depressed older adults. Aging &amp; Mental Health, 12:662-669.</em></span></p>
<p><strong>Weitere Literatur </strong></p>
<p><span style="font-size: x-small;"><em>* Berry, J.W. (1997). Immigration, Acculturation and Adaptation. Applied Psychology: An International Review, 46<br />
* Cheng, A.T.A., Chen, T.H.H., Chen, G.C., Jenkins, R. (2000). Psychosocial and psychiatric risk factors for suicide. Br J Psychiatry, 117: 360 – 365.<br />
* Grube, M. (2004). Suizidversuche von Migranten in der Akutpsychiatrie. Nervenarzt, 75, 681–687 * Kirkcaldy, U., Wittig, U., Furnham, A., Merbach, M., Siefen, R.G. (2006). Migration und Gesundheit. Bundesgesundheitsblatt-Gesundheitsforschung-Gesundheitsschutz, 49: 873-883 * Löhr C, Schmidtke A, Wohner J, Sell R. Epidemiologie suizidalen Verhaltens von Migranten in Deutschland. Suizidprophylaxe 2006; 4: 171–176 * Nock, M.K., Borges, G., Bromet, E.J., Alonso, J., Angermeyer, M., Beautrais, A., Bruffaerts, R., Chiu, W.T., de Girolamo, G., Gluzman, S., de Graaf, R., Gureje, O., Haro, J.M., Huang, Y., Karam, E., Kessler, R.C., Lepine, J.P., Levinson, D., Medina-Mora, M.E., Ono, Y., Posada-Villa, J., Williams, D. (2008). Cross-national prevalence and risk factors for suicidal ideation, plans and attempts. The British Journal of Psychiatry, 192, 98-105. * Penka, S., Heimann, H., Heinz, A., Schouler-Ocak, M. (2008). Explanatory models of addictive behaviour among native German, Russian-German, and Turkish youth. European Psychiatry, 23: 36-42. * Zeiler, J., Zarifoglu, F. (1997). Psychische Störungen bei Migranten: Behandlung und Prävention. Zeitschrift für Sozialreform, 43: 300-335.</em></span></p>
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		<title>Social Web: Online-Putztrupps löschen illegale Inhalte</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 18:46:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das Social Web verlangt zunehmend nach &#8220;Online-Putztrupps&#8221;. Gemeint sind Firmen, die sich tagaus, tagein ausschließlich damit beschäftigen, Webseiten und Social Networks von illegalen Inhalten zu befreien. Mit dem Boom von nutzergeneriertem Content gelangt auch immer mehr ungeeignetes Material ins Web&#8230; Psychischer Härtetest: Kontroll-Jobs belasten Mitarbeiter pte -  Automatisierte Softwarelösungen reichen häufig nicht mehr aus. Die Inhalte müssen von Menschenhand kontrolliert werden. Abgesehen von großen Konzernen können viele Internetunternehmen meist nicht die nötigen Ressourcen aufbringen, sämtliche Inhalte firmenintern zu kontrollieren. Daher lagern sie die Arbeit auf externe Dienstleister aus. Diese sorgen dann oft auch mit unterbezahlten Mitarbeitern dafür, dass Fotos, Videos und andere Inhalte mit illegalem Content aussortiert werden. Aufgrund der wachsenden Masse an illegalem Content, setzen die Internetunternehmen auch auf die Mithilfe der Community. &#8220;Für unsere Produktverantwortlichen und unser Customer-Care-Team hat das Thema oberste Priorität. Grundsätzlich gilt hier das &#8216;Notice and Takedown&#8217;-Prinzip&#8221;, sagt Terry von Bibra, Geschäftsführer von Yahoo Deutschland, gegenüber pressetext. &#8220;So setzen wir auf die Moderation einer aktiven Community &#8211; was auch sehr gut funktioniert &#8211; und stellen robuste Systeme zur Verfügung, durch welche unsere Nutzer Verstöße melden können.&#8221; Die Funktion &#8220;Missbrauch melden&#8221; sei extrem wichtig. &#8220;Alle Meldungen werden sofort genauestens geprüft&#8221;, betont von Bibra. Outsourcing in Billiglohnländer [...]]]></description>
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<p><strong>Psychischer Härtetest: Kontroll-Jobs belasten Mitarbeiter </strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> -  Automatisierte Softwarelösungen reichen häufig nicht mehr aus. Die Inhalte müssen von Menschenhand kontrolliert werden. Abgesehen von großen Konzernen können viele Internetunternehmen meist nicht die nötigen Ressourcen aufbringen, sämtliche Inhalte firmenintern zu kontrollieren. Daher lagern sie die Arbeit auf externe Dienstleister aus. Diese sorgen dann oft auch mit unterbezahlten Mitarbeitern dafür, dass Fotos, Videos und andere Inhalte mit illegalem Content aussortiert werden.</p>
<p>Aufgrund der wachsenden Masse an illegalem Content, setzen die Internetunternehmen auch auf die Mithilfe der Community. &#8220;Für unsere Produktverantwortlichen und unser Customer-Care-Team hat das Thema oberste Priorität. Grundsätzlich gilt hier das &#8216;Notice and Takedown&#8217;-Prinzip&#8221;, sagt Terry von Bibra, Geschäftsführer von Yahoo Deutschland, gegenüber pressetext. &#8220;So setzen wir auf die Moderation einer aktiven Community &#8211; was auch sehr gut funktioniert &#8211; und stellen robuste Systeme zur Verfügung, durch welche unsere Nutzer Verstöße melden können.&#8221; Die Funktion &#8220;Missbrauch melden&#8221; sei extrem wichtig. &#8220;Alle Meldungen werden sofort genauestens geprüft&#8221;, betont von Bibra.</p>
<p><strong>Outsourcing in Billiglohnländer </strong></p>
<p>Das Outsourcing von Kontrollservices findet üblicherweise in Billiglohnländer wie den Philippinen statt, berichtet die New York Times. Dort werden oft noch sehr junge Mitarbeiter für die Kontrollarbeiten engagiert. &#8220;Dann haben wir auf einmal 20-jährige Kids, die Content beaufsichtigen müssen&#8221;, sagt Hemanshu Nigam, ehemaliger Sicherheitschef bei MySpace. Zunächst herrsche Begeisterung darüber, endlich einmal Pornografisches zu Gesicht zu bekommen. &#8220;Die Kids haben jedoch keine Vorstellung davon, wie verabscheuungswürdig viele der illegalen Inhalte sein können und dass es sie ihr Leben lang verfolgen kann, was sie hier zu sehen bekommen&#8221;, warnt Nigam.</p>
<p><strong>Psychische Belastung </strong></p>
<p>Doch nicht nur junge unerfahrene Arbeitskräfte können unter diesem Job leiden. &#8220;Wir unterstützen einander, wenn es um besonders arge Inhalte geht&#8221;, berichtet der 52-jährige Ricky Bess, Mitarbeiter bei Telecommunications On Demand, einer Firma aus Orlando, die solche Kontrollservices anbietet.</p>
<p>Die Belastung geht sogar so weit, dass US-Branchengruppe nun finanzielle Mittel fordert, die zur psychologischen Behandlung der Beschäftigten eingesetzt werden sollen. Das Outsourcing-Problem wird dadurch aber nicht gelöst. Laut Nigam, Co-Chairman der Online Saftey and Technology Working Group, steht den ausgelagerten Firmen in der Regel keine therapeutische Hilfe zur Verfügung.</p>
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