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	<title>Pharmacon Net &#187; Israel</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
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		<title>Jüdische Patienten: Psychotherapie ist ein Maßanzug</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 08:05:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine orthodoxe Jüdin wird mit schwersten Depressionen und Zwangsstörungen in ein Krankenhaus eingewiesen. Der Aufnahme ging ein monatelanges Martyrium in der Familie, im Berufsleben und im Freundeskreis voraus. Die Ärzte diagnostizieren einen klassischen &#8220;Nervenzusammenbruch&#8221; und behandeln ebenso &#8220;klassisch&#8221;: viel Ruhe, Psychopharmaka, autogenes Training, schließlich die Entlassung und die Überweisung in eine ambulante psychotherapeutische Betreuung&#8230; Musik erwünscht? &#8230; aus Radio haGalil&#8230; Im Gespräch mit dem jüdischen Psychotherapeuten Nicolai Stern Von Lutz Lorenz Für den nichtjüdischen Therapeuten ist die Ursache der Erkrankung dann sehr vorschnell gefunden: die streng orthodoxe Lebensweise der Patientin, die nicht mit den alltäglichen Anforderungen einer modernen Gesellschaft einhergehen würde, seien schuld an ihrer Krankheit. &#8220;Orthodoxie als Zwangsstörung&#8221;, diagnostizierte der Mediziner &#8211; und findet sich dabei durchaus in Übereinstimmung mit Sigmund Freud, dem Vater der Psychotherapie, der jede Religiosität als Zwangsstörung ansah und auch als solche behandelt wissen wollte. Der hier geschilderte Fall steht nicht allein. Schulbuchmediziner sind mit den Anforderungen ihrer religiösen Patienten oft überfordert, das weiß auch Nicolai Stern. Der junge Mann betreibt in der Berliner Innenstadt eine psychotherapeutische Praxis und spricht mit mir über die Besonderheiten der Betreuung jüdischer Patienten. Als ehrenamtlicher psychotherapeutischer Berater in der Sozialabteilung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin wird Stern häufig mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine orthodoxe Jüdin wird mit schwersten Depressionen und Zwangsstörungen in ein Krankenhaus eingewiesen. Der Aufnahme ging ein monatelanges Martyrium in der Familie, im Berufsleben und im Freundeskreis voraus. Die Ärzte diagnostizieren einen klassischen &#8220;Nervenzusammenbruch&#8221; und behandeln ebenso &#8220;klassisch&#8221;: viel Ruhe, Psychopharmaka, autogenes Training, schließlich die Entlassung und die Überweisung in eine ambulante psychotherapeutische Betreuung&#8230;<span id="more-3678"></span></p>
<p>Musik erwünscht? &#8230; <a href="http://www.hagalil.com/sound/mp/nov-2011.mp3" target="_blank">aus Radio haGalil</a>&#8230;</p>
<h2 dir="LTR">Im Gespräch mit dem jüdischen Psychotherapeuten Nicolai Stern</h2>
<p><em>Von Lutz Lorenz</em></p>
<p dir="LTR">Für den nichtjüdischen Therapeuten ist die Ursache der Erkrankung dann sehr vorschnell gefunden: die streng orthodoxe Lebensweise der Patientin, die nicht mit den alltäglichen Anforderungen einer modernen Gesellschaft einhergehen würde, seien schuld an ihrer Krankheit. &#8220;Orthodoxie als Zwangsstörung&#8221;, diagnostizierte der Mediziner &#8211; und findet sich dabei durchaus in Übereinstimmung mit Sigmund Freud, dem Vater der Psychotherapie, der jede Religiosität als Zwangsstörung ansah und auch als solche behandelt wissen wollte.</p>
<p dir="LTR">Der hier geschilderte Fall steht nicht allein. Schulbuchmediziner sind mit den Anforderungen ihrer religiösen Patienten oft überfordert, das weiß auch Nicolai Stern. Der junge Mann betreibt in der Berliner Innenstadt eine psychotherapeutische Praxis und spricht mit mir über die Besonderheiten der Betreuung jüdischer Patienten. Als ehrenamtlicher psychotherapeutischer Berater in der Sozialabteilung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin wird Stern häufig mit solchen Problemfällen betraut.</p>
<p>Nach der Ausbildung trat Stern eine Stelle als Psychologe im &#8220;Auguste Viktoria Krankenhaus&#8221; an und wurde zu Beginn seiner Tätigkeit mehr von muslimischen Patienten konsultiert. &#8220;Da habe ich so eine Art &#8220;positiven Antisemitismus&#8221; erlebt&#8221;, erinnert sich Stern. Auch für Muslime war ein Mediziner, der sich ganz offen zu seiner Religion bekennt, lieber als ein Atheist: Stern trägt seinen Davidstern, für jeden sichtbar, als Kette um den Hals. Später wurde er verstärkt bei der Behandlung zugewanderter russisch-jüdischer Patienten hinzugezogen. Stern hatte zu psychologischen Aspekten der russischjüdischen Zuwanderung seine Diplomarbeit geschrieben, die sich mit der späteren Stressverarbeitung auf Grund des Zusammenfalls von Pubertät und Emigration befasst. Somit war Stern der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Seine Kollegen bemerkten schnell, wie sehr sich die Patienten bei Stern aufgehoben und zunehmend wohler fühlten, so wurde bald die Mitbehandlung der jüdischen Patienten durch Nicolai Stern fast selbstverständlich. Auch nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus wollten diese Patienten weiter von ihm betreut werden, in der Synagoge sprach sich seine Tätigkeit schnell herum.</p>
<p>Nicolai Stern widmete sich nun zunehmend diesem Aufgabenbereich, las sich verstärkt in die denkbaren Problematiken jüdischer Patienten ein, beschäftigt sich seitdem intensiv und auch in seiner Praxis schwerpunktmäßig mit transgenerationalen Problemen. Zu deren Lösung hat er sich explizit ausbilden lassen und kann nun vielfältige Rückschlüsse ziehen, Verständnis entwickeln und seinen Patienten Lösungswege aus ihren persönlichen Krisensituationen anbieten.</p>
<h3 dir="LTR">Spezielle Symptome</h3>
<p dir="LTR">Ich möchte von Nicolai Stern wissen, welche besonderen Krankheitsbilder ihm in seiner Praxis vorgetragen werden. Er spricht von Depressionen, Angststörungen, etwa um den Arbeitsplatz, Mobbing. Häufig sei auch eine Mehrfachstörung zu beobachten, so Stern, etwa Depressionen plus Angst oder auch Autoaggressivität plus einer Suchtproblematik. Das alles ist für mich als Laien noch keine Besonderheit &#8211; und ich frage nach: Stern erklärt mir, dass insbesondere bei jungen Leuten emotionale frühe Störungen im Kindesalter, so genannte &#8220;Strukturstörungen&#8221;, aus der Zeitgleichheit von Heranwachsen und Emigration entstehen würden. In einer Phase, in der sich erste wirkliche soziale Kontakte entwickeln, wird der junge Mensch aus eben diesem sozialen Umfeld herausgerissen: er wechselt nicht nur die Stadt, was alleine schon die Trennung von Freunden und Familie bedeute, er wechselt zugleich die Sprache, die Kultur, nicht selten sogar das Gesellschaftssystem.</p>
<p>In der Aufnahmegesellschaft Deutschland angelangt, kommt dann eine weitere Spezifik hinzu: Nicht selten leben sich Heranwachsende zwar wesentlich besser in der neuen Heimat ein, sprechen schneller die Sprache und kommen mit den Anforderungen der Gesellschaft gut zurecht &#8211; doch müssten sie nun oft die Rolle ihrer Eltern übernehmen, denen genau das nicht gelinge. So werden die Jugendlichen &#8220;parentifiziert&#8221; und müssen in einer Art &#8220;Rollentausch&#8221; oft die Alltagsaufgaben übernehmen, die normalerweise den Eltern zufallen: Vom Behördengang bis zum Ausfüllen von Formularen oder dem Aufbau von Kontakten zu den Nachbarn. Die Eltern, nicht selten Akademiker, haben dabei ihrerseits mit einem Verlust an Identität zu kämpfen, spätestens dann, wenn sie keine Arbeit finden, die ihren Fähigkeiten und Abschlüssen entspricht. Massiver Ansehensverlust sei die Folge. So ein &#8220;Rollentausch&#8221; führe schließlich oft zu schwer schädigenden Irritationen bei den Heranwachsenden wie den Älteren. Die Jungen merken durchaus, wie massiv die ältere Generation sich innerlich und schweigend gegen die &#8220;Führungsrolle&#8221; ihrer Kinder auflehnt, auch wenn sie das hinnehmen müssen. Kommt dann noch manifester oder auch &#8220;nur&#8221; gefühlter Antisemitismus hinzu, seien oft Bindungsstörungen zwischen den Generationen und das Zerstören der traditionellen Familienstrukturen die Folge.</p>
<p>Auch in der Generation der Senioren sind spezielle psychische Störungen zu diagnostizieren, so Stern, die er als &#8220;posttraumatische Belastungsstörungen&#8221; bezeichnet. &#8220;Diese Menschen haben zum ersten Mal Zeit, über sich nachzudenken, ob nun über die Geschehnisse während der Schoah, die Zeit der Unterdrückung des Judentums in den sozialistischen Ländern der Nachkriegszeit oder die Erinnerungen an die immerwährenden Kriege und Bürgerkriege in Israel &#8211; je nachdem, woher sie nach Deutschland gekommen sind. Für sie wäre es wichtig ihre Geschichte erzählen zu können &#8211; doch die diesbezüglichen Blockaden sind nicht erst hier und heute ein Problem: Die Angst davor, sich zu erinnern, sich und anderen erklären zu müssen, warum Dies oder Jenes so oder so gemacht wurde, die Scham, überlebt zu haben &#8211; ob nun den Holocaust, ein Lager, wo auch immer, einen Krieg vielleicht &#8211; das alles beim Erinnern und Erzählen noch einmal vor seinem &#8220;geistigen Auge&#8221; ablaufen lassen zu müssen, sei für viele aus der so genannten Ersten und Zweiten Generation noch immer nicht möglich, trotz der Liebe, der Geborgenheit aber eben auch wegen der ungestillten und unnachgiebigen Neugier der Jungen.</p>
<h3 dir="LTR">&#8220;Wenn ich tot bin&#8230;&#8221;</h3>
<p>Ich erinnere mich an eine eigene Begegnung mit einer Jüdin, die einer bedeutenden deutsch-jüdischen Industriellenfamilie angehörte und als Kind mit ihren Elten: noch rechtzeitig vor dem Naziterror in die USA emigrieren konnte. Fast 90-jährig besuchte sie mit ihren Enkeln Berlin und ich hatte die einmalige Chance, die Familie drei Tage durch die Stadt begleiten zu dürfen. Zum Abschied erklärte mir die mir die stolze alte Dame, die in diesen Tagen ihren Enkeln und mir ununterbrochen von &#8220;damals&#8221; erzählt und viele Orte und Erinnerungen wiedergefunden hatte, sie müsse mir leider rigoros verbieten, ihre Geschichte zu veröffentlichen, so lange sie selbst noch lebe. Sie würde es nicht ertragen, dass vielleicht jemand von &#8220;damals&#8221; sie lesen, sich darin wieder finden oder die Nachkommen dies könnten. &#8220;Ich sage nicht &#8220;auf Wiedersehen&#8221;, denn das wird es zwischen uns nicht mehr geben, junger Mann. Aber meine Enkel werden Sie anrufen, wenn ich tot bin &#8211; und dann machen Sie mit der Geschichte was Sie !&#8221; Bis heute liegen die Aufzeichnungen in meinem Schreibtisch.</p>
<p dir="LTR">Insbesondere das Gefühl, nirgendwo dazuzugehören, belaste stark:<br />
weder ins alte Russland, noch nach Israel, wohin der Weg vieler zuerst geführt habe, noch hier in Deutschland.</p>
<p>Insbesondere die postsowjetischen Zuwanderer, die, trotz Verfolgung ihrer Religion, in einem hohen Maße gesellschaftlich und beruflich anerkannt waren und über einen relativen Wohlstand, mit Datscha und großem Auto verfügten, sehen sich nun in Deutschland oft an der Grenze der Grundsicherung lebend und haben Angst, zu verarmen.</p>
<p dir="LTR">Doch auch millionenschwere Zuwanderer aus den USA und Südamerika mit &#8220;Verarmungswahn&#8221; zählen zu Sterns Patienten: Er berichtet mir von einer mehrfachen Millionärin, die nach jeder Konsultation das Toilettenpapier aus der Patiententoilette und die Pfandflasche vom Tisch &#8220;mitgehen&#8221; lassen wollte.</p>
<h3 dir="LTR">Allgemeines und Spezielles</h3>
<p dir="LTR">Stern sieht sich tagtäglich den klassischen Krankheitsbildern seines Berufes gegenüber, die von speziellen jüdischen Problemen noch wesentlich verstärkt werden. Insbesondere das Gefühl, nirgendwo dazuzugehören, belaste stark: weder ins alte Russland, noch nach Israel, wohin der Weg vieler zuerst geführt habe, noch hier in Deutschland.</p>
<p>Dieses Gefühl lasse sich jedoch nicht nur bei Einwanderern beobachten. Auch &#8220;Alteingesessene&#8221; würden oft von einem Gefühl der Fremdheit berichten, einem &#8220;Trauma der De-klassierung&#8221;, beides in der Familiengeschichte und der Geschichte der Juden in Deutschland ganz allgemein begründet. Oft bringe dann ein winziger Tropfen, der von deutschen Patienten oft noch ganz gut &#8220;weggesteckt&#8221; werden könne, das &#8220;Faß zum Überlaufen&#8221; und führe zu schweren psychischen Schäden.</p>
<p dir="LTR">Eine besondere Belastung sieht Stern auch in der kulturspezifisch jüdischen Erinnerungskultur. Kaum eine christliche Familie werde sich an der Inquisition des Mittelalters orientieren, doch berichtet er mir von einer Patientin, in deren Familie immer wieder von der Verbrennung einer namentlich sogar bekannten Vorfahrin als Hexe vor mehreren hundert Jahren erzählt wurde. Im Kopf seiner Patientin führe sich diese Hexenverbrennung mit den Pogromen vieler späterer Jahrhunderte bis zum Holocaust weiter, &#8220;und jetzt bin ich die einzige Überlebende&#8221;, resümiert die Dame ihre Familiengeschichte, die mit ihrem Tod, ausgerechnet in Deutschland, nun bald enden werde.</p>
<p dir="LTR">Stern sieht bei vielen seiner Patienten ein &#8220;Konglomerat aus Angst&#8221;, das mit einem übergroßen Assimilationswunsch einhergehe, zugleich wiederum mit der Angst verbunden, dass eine Assimilation den deutschen Juden in der Nazizeit auch nicht geholfen habe. Solche Gedankengänge würden nicht selten zu &#8220;jüdischem Selbsthass&#8221; fuhren und damit dem Wunsch, mit &#8220;den Juden&#8221; nichts zu tun haben zu wollen. Wenn man das dann aber &#8220;müsse&#8221;, eben weil die Gemeinden Sozialleistungen und andere Betreuungen anbieten, die die deutsche Aufnahmegesellschaft nicht erbringen kann und auch nicht erbringen will, schließe sich ein Teufelskreis, aus dem viele nicht mehr selbst herausfänden, mehr noch, auch andere Familienmitglieder mit hineinzögen.</p>
<p>Die Verzweiflung ist oft groß &#8211; und es scheint nur zu einfach, das eigene Versagen mit einer solchen Verzweiflung zu begründen und auf andere abzuwälzen: &#8220;die Deutschen&#8221;, die deutsche Gesellschaft, die deutsche Geschichte. Auch solche Patienten sitzen bei Stern. &#8220;Das hat mit &#8220;den Deutschen&#8221; nichts zu tun&#8221;, erklärt er ihnen immer wieder. In Selbstmitleid zu zerfließen, Sozialbetrug zu begehen und mit der &#8220;Schuld&#8221; der Deutschen zu begründen, ist nicht die Lösung. &#8220;Als jüdischer Therapeut kann ich meinen jüdischen Patienten das auch so deutlich sagen&#8221;, weiß Stern und berichtet mir von nichtjüdischen Kollegen, die dann schon mal als Nazi bezeichnet werden.</p>
<h3 dir="LTR">Erste Schritte</h3>
<p>Nur zwei Prozent aller psychisch Kranken oder Menschen, die an sich selbst merken, &#8220;dass etwas nicht stimmt&#8221;, gingen überhaupt zum Psychotherapeuten. &#8220;Der erste Schritt ist der schwerste&#8221;, weiß Stern und wirbt um Vertrauen in seine speziellen Fähigkeiten als Diplompsychologe, verbunden mit seiner tiefen eigenen Verwurzelung in das Judentum. &#8220;Psychotherapie ist ein Maßanzug! Niemand wird von mir null-acht-fünfzehn behandelt&#8221;, versichert er mir.</p>
<p dir="LTR">Derzeit kämpft Stern für eine &#8220;Sonderbedarfszulasssung&#8221; für seine Praxis, denn der &#8220;Zulassungsausschuss für Ärzte und Psychotherapeuten der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin&#8221; ist leider noch nicht so weit, die Spezifik jüdischer Patienten anzuerkennen. Der Ausschuss hält diese Patienten nicht &#8220;für eine besondere Patientengruppe&#8221;, wohl aber der &#8220;Landesverband der Jüdischen Ärzte und Psychologen&#8221; und die Jüdische Gemeinde zu Berlin, die beide Nicolai Stern bei seiner Antragstellung nach Kräften unterstützen. &#8220;Nach unseren Erfahrungen kam es immer wieder zu Fehllokationen bei wenig in diesen Thematiken erfahrenen Psychotherapeuten, wodurch es zu Nichtbehandlungen, Therapieabbrüchen und wirkungslosen Therapien kam. Für diese Patienten [...] ist es wichtig, dass es einen garantiert diskriminierungsfreien Raum im therapeutischen Setting gibt, einen vertrauensvollen und haltgebenden Raum für die psychische Bearbeitung und Nachreifung&#8221;, argumentiert der Verband für die Sonderbedarfszulassung Sterns.</p>
<p dir="LTR">So ist eine Behandlung mit einer normalen Überweisung vom Hausarzt oder auf Krankenschein bei Nicolai Stern noch nicht möglich. Dennoch kann und darf er Patienten betreuen und behandeln. Dazu sind jedoch eine &#8220;Notwendigkeitsbescheinigung&#8221; des behandelnden Arztes erforderlich und ein &#8220;Antrag auf außervertragliche Psychotherapie&#8221; bei der Krankenkasse zu stellen. &#8220;Die Krankenkassen würdigen diese besondere Betreuung schon&#8221;, erklärt Stern dazu. Bisher sei keiner dieser Anträge abgelehnt worden und damit eine Behandlung durch ihn gesichert. &#8220;Die Kassen folgen meiner Argumentation, dass meine Patienten nicht länger nur als &#8220;deutsche&#8221; Patienten behandelt werden müssen, sondern als &#8220;deutsch-jüdische&#8221;.&#8221; Auch das habe etwas mit ihrer Anerkennung durch die Aufnahmegesellschaft zu tun und tue ihnen gut für ihre Identitätsfindung. Beides seien wichtige Grundlagen dafür, zu jenen zwei Prozent gehören zu wollen und zu können, die ihr Schicksal in die Hand nehmen. &#8220;Ich freue mich über jeden, der den Wunsch hat, an seinen Problemen zu arbeiten &#8211; ich freue mich aber noch mehr über jeden, der irgendwann nicht mehr zu mir kommen muss!&#8221;</p>
<blockquote>
<p dir="LTR">Liebe Leserinnen und Leser,<br />
für Fragen und Probleme können Sie sich an Dipl. Psych. Nicolai Stern auch über Ihre &#8220;Jüdische Zeitung&#8221; wenden: Schreiben Sie uns dazu in einem verschlossenen Umschlag (nicht als Postkarte). Nicolai Stern wird ihre Frage dann anonym in einer eigenen Rubrik beantworten, die wir bei Bedarf ab Januar 2012 in loser Folge veröffentlichen werden.</p>
<p>Jüdische Zeitung &#8220;Fragen an Nicolai Stern&#8221; Großbeerenstr. 186-192 12277 Berlin</p>
<p dir="LTR">Diplom-Psychologe Nicolai Stern<br />
Praxis am Theodor-Heuss-Platz • Berlin-Charlottenburg<br />
Telefon für Terminabsprachen und Informationen: (030) 22 39 31 74</p>
</blockquote>
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		<title>Kein Witz: Israels heilende Clowns</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 13:02:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
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		<description><![CDATA[Israel setzt heilende Clowns ein, um das natürliche Potential der Hormone zu nutzen, die beim Lachen freigesetzt werden. In Israel sind medizinische Clowns kein Witz: Sie werden als Co-Therapeuten bei der Patientenpflege betrachtet&#8230; Co-Therapeuten bei der Patientenpflege Besuch im Kinderkrankenhaus Alyn, Jerusalem Die Magi-Stiftung finanziert 80 heilende Clowns Medizinische Clowns im israelischen Kinderkrankenhaus Alyn. In Alyn werden jüdische und arabische Kinder aus Israel und Gaza behandelt. Klicken Sie hier um die Fotostrecke anzuschauen. Jerusalem, 17. Nov. &#8211; Heilende Clowns werden in einem dreimonatigen Kurs in Israel ausgebildet, und das Land bietet sogar einen Bachelor in diesem Feld an – den einzigen dieser Art weltweit. Israel, das in dieser Therapieform als weltweit führend gilt, wurde aufgrund seiner Leistungen in diesem Bereich dazu ausgewählt, eine internationale Konferenz zum körperlichen Nutzen des Einsatzes heilender Clowns zu halten. Rund 250 Teilnehmer aus 25 Ländern besuchten das Symposium. Die Konferenz beleuchtete neue Errungenschaften bei dem Einsatz medizinischer Clowns. Die Clowns halfen Patienten zum Beispiel dabei, ihr Angstniveau zu reduzieren oder schmerzhafte Prozeduren zu überstehen. Israelische Ärzte zeigten, dass heilende Clowns unter anderem kleine Kinder im Vorfeld von Nierenuntersuchungen, die nach Infektionen nötig waren, so gut beruhigen konnten, dass den Kindern weniger starke Betäubungsmittel verabreicht werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Israel setzt heilende Clowns ein, um das natürliche Potential der Hormone zu nutzen, die beim Lachen freigesetzt werden. In Israel sind medizinische Clowns kein Witz: Sie werden als Co-Therapeuten bei der Patientenpflege betrachtet&#8230;<span id="more-3652"></span></p>
<ul>
<li>Co-Therapeuten bei der Patientenpflege</li>
<li>Besuch im Kinderkrankenhaus Alyn, Jerusalem</li>
<li>Die Magi-Stiftung finanziert 80 heilende Clowns</li>
</ul>
<p><strong>Medizinische Clowns im israelischen Kinderkrankenhaus Alyn. In Alyn werden jüdische und arabische Kinder aus Israel und Gaza behandelt. Klicken Sie hier um die <a href="https://picasaweb.google.com/109723070407787061573/NoJokeIsraelSMedicalClowns?authuser=0&amp;feat=directlink">Fotostrecke</a> anzuschauen.</strong></p>
<p>Jerusalem, 17. Nov. &#8211; Heilende Clowns werden in einem dreimonatigen Kurs in Israel ausgebildet, und das Land bietet sogar einen Bachelor in diesem Feld an – den einzigen dieser Art weltweit.</p>
<p>Israel, das in dieser Therapieform als weltweit führend gilt, wurde aufgrund seiner Leistungen in diesem Bereich dazu ausgewählt, eine <a href="http://www.szmc.org.il/NewsHighlights/NewsHighlights2011/October/MedicalClownConference/tabid/2074/Default.aspx">internationale Konferenz</a> zum körperlichen Nutzen des Einsatzes heilender Clowns zu halten. Rund 250 Teilnehmer aus 25 Ländern besuchten das Symposium.</p>
<p>Die Konferenz beleuchtete neue Errungenschaften bei dem Einsatz medizinischer Clowns. Die Clowns halfen Patienten zum Beispiel dabei, ihr Angstniveau zu reduzieren oder schmerzhafte Prozeduren zu überstehen. Israelische Ärzte zeigten, dass heilende Clowns unter anderem kleine Kinder im Vorfeld von Nierenuntersuchungen, die nach Infektionen nötig waren, so gut beruhigen konnten, dass den Kindern weniger starke Betäubungsmittel verabreicht werden mussten als üblich.</p>
<p>Israelische Krankenhäuser wurden für die volle Integration der heilenden Clowns in das medizinische Personal hervorgehoben. Dieser Prozess begann 2002, als drei Clowns in das Personal des Jerusalems Hadassah-Krankenhaus in Ein Kerem aufgenommen wurden. Die nach Angabe von Experten überragenden Resultate dieses Schritts bewogen israelische Krankenhäuser anschließend dazu, heilende Clowns in ihr Personal zu integrieren.</p>
<p><strong>Heilende Clowns sind voll in den Krankenhaus-Alltag integriert -</strong><br />
<strong> Beispiel: Kinderkrankenhaus Alyn in Jerusalem</strong></p>
<p>In Alyn, einem Krankenhaus für die Rehabilitation von Kindern in Jerusalem, sind die heilenden Clowns Teil der psychologischen Abteilung, weil sie „mit dem Geist der Kinder arbeiten“, sagt Ruth Palmor, die Leiterin der psychosozialen Abteilung des Krankenhauses.</p>
<p>Spaß im Krankenhaus: Medizinische Clowns sind in Israel in das Pflegepersonal integriert, um das Krankenbild des Patienten besser zu verstehen.</p>
<p>Die heilenden Clowns nehmen daher an Personaltreffen teil, um ein gut abgerundetes Bild ihrer Patienten zu erhalten. Sie helfen den Patienten dann, Rehabilitationsprogramme und Aktivitäten mit Physiotherapeuten und anderen Experten zu entwickeln. Medizinische Clowns benutzen oft einfache Mittel und unterhaltsame Methoden, um Kinder wie Erwachsene zu Therapien zu bewegen, die für ihre Erholung nötig sind. Dazu verbessern sie die Qualität – und die Quantität – der Behandlungen. Zum Beispiel helfen medizinische Clowns Physiotherapeuten dabei, mit Kindern gleichzeitig an Sprache und körperlicher Stärke zu arbeiten.</p>
<p><strong>Soziale und kulturelle Differenzen überbrücken</strong></p>
<p>Palmor erzählte von einem kleinen Jungen, der sich nach einer ernsthaften Verbrennung schmerzhaften Hauttransplantationen unterziehen musste. Der medizinische Clown des Krankenhauses, Noam Rubinstein, fand eine einfache Lösung: Eine Seifenblasenmaschine half dem Jungen bei der Physiotherapie. Der Jungen wurde dazu ermutigt, seine Muskeln um kleine Kugeln herum zu biegen und anzuspannen – eine sehr schmerzhafte Aufgabe -, indem man ihn anwies, so viele Blasen wie möglich platzen zu lassen.</p>
<p><strong>Heilende Clowns motivieren Kinder, selbst aktiv zu werden. Das beschleunigt den Heilungsprozess.</strong></p>
<p>“Für alle 15 Blasen, die du zerplatzt, mache ich dir einen Tierballon”, sagte Rubinstein. Der Junge war begeistert; er zerplatzte Blasen mehr als 45 Minuten lang und verdiente sich so die versprochene Belohnung!</p>
<p>Medizinische Clowns helfen außerdem dabei, soziale und kulturelle Differenzen zu überbrücken. In Alyn zum Beispiel werden Kinder aus Israel, Gaza, Sibirien und anderen Gegenden behandelt. Auch die familiären und finanziellen Hintergründe der Kinder sind verschieden. Um die Kinder zu erreichen und ihnen während ihres Krankenhauses ein Gefühl von Zuhause zu vermitteln, nutzen die Clowns universelle Techniken, die die sozialen Unterschiede überbrücken.</p>
<p>“Wir bestärken Kinder darin, sich selbst als Ganzes zu sehen, trotz ihrer Behinderungen“, sagte Sigalit Ofer (links), einer der heilenden Clowns in Alyn. Sie erklärte, dass sie Lachen benutzt – eine natürliche und starke Heilungsmethode -, um Kindern dabei zu helfen, sich zu öffnen und ihre natürliche Motivation, zu heilen, zu stärken. Ofer hilft regelmäßig Kindern dabei, nach einem körperlichen Trauma ihre physische und kognitive Kontrolle wiederzuerlangen. Sie arbeitet mit Sprachpathologen und Physiotherapeuten an Erinnerungsspielen, Dehnungstechniken und Aktivitäten zur Verbesserung der Feinmotorik.</p>
<p>Walid, ein siebenjähriger Patient in Alyn, schrie vor Freude, als die Clowns eine „spontane Intervention“ durchführten, einen komischen Clownsauftritt. Solche Auftritte schaffen eine heiterte Atmosphäre und lassen Kinder oft in Lachen ausbrechen, so wie den kleinen Walid.</p>
<p>Ein spanischer heildender Clown, Begona Pino (unten), sagte dem Israel Project: „Wir haben viel über Israels Expertise mit medizinischen Clowns gelernt. Was wir hier [auf der Konferenz] gesehen haben, ist ein Rollenmodell für unser Programm in Spanien. Wir haben noch nicht dieses Ausmaß an Integration erreicht, das israelische Krankenhäuser haben.”</p>
<p>Die Magi-Stiftung – die Stiftung, die das Traum-Doktor-Programm unterhält, das heilende Clowns in Krankenhäusern benutzt – hat mehr als 80 heilende Clowns, die in den verschiedensten Bereichen arbeiten: Sie leisten Hilfe bei Operationen, arbeiten in Zentren für Kinder, die Opfer sexuellen Missbrauchs geworden sind, und in psychiatrischen Abteilungen.</p>
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		<title>Halbzeit: Haschisch und Emotion</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Oct 2011 12:37:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychopharmakologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Das System der Endocannabinoide wurde erst vor 25 Jahren entdeckt. Das mag nicht so erstaunlich sein, wenn man bedenkt, dass es erst 1964 in Jerusalem gelang, das aktivste Ingredient der Hanfpflanze zu isolieren und nachzubauen*. Sein Wirkmechansmus blieb aber noch zwanzig Jahre lang unbekannt&#8230; Viele Gebiete, von denen wir wissen, dass sie durch Cannabinoide beeinflusst werden können, sind bis heute kaum oder gar nicht erforscht. Die große Welt der Emotionen gehört dazu. Der Einfluss von Cannabis auf die Gefühle des Menschen sind bekannt, meistens werden sie positiv erlebt, aber dennoch wissen wir sehr wenig über die Mechanismen der Wirkung. Cannabinoids as Therapeutics &#8211; Milestones in Drug Therapy Obwohl die Wirkung oft als entspannend beschrieben wird, gibt es Fälle in denen  THC zu Aggression geführt hat. Angst und Besorgnis sind emotionale Aspekte, die eindeutig cannabinoid beeinflusst werden können. Wie beeinflussen Cannabinoide Stress? Wie kommt es zur Beruhigung, wie zur Angst? Wir wissen fast nichts über ihre medizinische Chemie und ihren Zusammenhang mit den Wirkungen auf Stress, Angst, Liebe, Zufriedenheit oder Verzweiflung. Sind die Endocannabinoide vielleicht ein Werkzeug der Natur zur Gestaltung von Gefühlen? Dies dürfte eines der großen Forschungsgebiete umschreiben, das in der nahen Zukunft zu erkunden sein wird. In seinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das System der Endocannabinoide wurde erst vor 25 Jahren entdeckt. Das mag nicht so erstaunlich sein, wenn man bedenkt, dass es erst 1964 in Jerusalem gelang, das aktivste Ingredient  der Hanfpflanze zu isolieren und nachzubauen*. Sein Wirkmechansmus blieb aber noch zwanzig Jahre lang unbekannt&#8230;<span id="more-3579"></span></p>
<p>Viele Gebiete, von denen wir wissen, dass sie durch Cannabinoide beeinflusst werden können, sind bis heute kaum oder gar nicht erforscht. Die große Welt der Emotionen gehört dazu. Der Einfluss von Cannabis auf die Gefühle des Menschen sind bekannt, meistens werden sie positiv erlebt, aber dennoch wissen wir sehr wenig über die Mechanismen der Wirkung.</p>
<p><strong><a href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&amp;keywords=Cannabinoids%20as%20Therapeutics%20%28Milestones%20in%20Drug%20Therapy%29&amp;index=blended&amp;link_code=qs&amp;_encoding=UTF8&amp;site-redirect=de&amp;tag=buchundjudenhaga&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">Cannabinoids as Therapeutics &#8211; Milestones in Drug Therapy</a></strong></p>
<p>Obwohl die Wirkung oft als entspannend beschrieben wird, gibt es Fälle in denen  THC zu Aggression geführt hat. Angst und Besorgnis sind emotionale Aspekte, die eindeutig cannabinoid beeinflusst werden können. Wie beeinflussen Cannabinoide Stress? Wie kommt es zur Beruhigung, wie zur Angst? Wir wissen fast nichts über ihre medizinische Chemie und ihren Zusammenhang mit den Wirkungen auf Stress, Angst, Liebe, Zufriedenheit oder Verzweiflung. Sind die Endocannabinoide vielleicht ein Werkzeug der Natur zur Gestaltung von Gefühlen?</p>
<p>Dies dürfte eines der großen Forschungsgebiete umschreiben, das in der nahen Zukunft zu erkunden sein wird.</p>
<p>In seinem Vorwort zu &#8220;<a href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&#038;keywords=Cannabinoids%20as%20Therapeutics%20%28Milestones%20in%20Drug%20Therapy%29&#038;index=blended&#038;link_code=qs&#038;_encoding=UTF8&#038;site-redirect=de&#038;tag=buchundjudenhaga&#038;linkCode=ur2&#038;camp=1638&#038;creative=19454">Cannabinoids as Therapeutics</a>&#8221; schrieb Raphael Mechoulam 2005, dass er damit rechne, dass genau hierüber in der nächsten Ausgabe des Werkes berichtet werden wird. Bis dahin, so Mechoulam, der 1964 das Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC) als Wirkstoff des Marihuana entdeckt hatte, werde man sich aber auch mit weltlicheren Themen, wie Neuroprotektion, Reproduktion, Appetit und Wirkungen auf Krebs und in der Chemotherapie befassen.</p>
<p>Die Vielzahl der Endocannabinoid Effekte scheint wie ein fruchtbares Tal, das der pharmazeutischen und pharmakologischen Erforschung offen steht. Um 2005 stand die Einführung eines synthetischen Cannabinoid-Antagonisten für die Behandlung von Fettleibigkeit an**. Weitere Medikamente zur Neuroprotektion, Schmerzlinderung, zur Behandlung von multipler Sklerose, rheumatoider Arthritis und Krebs sind zu erwarten. Werden die PTBS (post-traumatische Belastungsstörung), Schizophrenie und Tourette-Syndrom bald weitere Indikationen sein?</p>
<p><em>Aus dem Vorwort zu Raphael Mechoulam, <a href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&amp;keywords=Cannabinoids%20as%20Therapeutics%20%28Milestones%20in%20Drug%20Therapy%29&amp;index=blended&amp;link_code=qs&amp;_encoding=UTF8&amp;site-redirect=de&amp;tag=buchundjudenhaga&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">Cannabinoids as Therapeutics</a> 1., Ed., Jerusalem, Januar 2005</em></p>
<p>*) Raphael Mechoulam, Medical Faculty, Dpt. of Pharmacy, Hebrew University, Ein Kerem, Jerusalem 91010, Israel.<br />
**) Die Blockade der Cannabinoid-Rezeptoren hatte Nebenwirkungen, so dass diese Präparate wieder vom Markt genommen wurden.</p>
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		<title>Israelische Experten fordern: Arztkittel abschaffen!</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 08:41:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alles andere als hygienisch sind die weißen Kittel von Spitalsärzten und Krankenschwestern: Über 60 Prozent dieser Uniformen enthalten potenziell gefährliche Keime, berichten Forscher vom Shaare Zedek Medical Center in Jerusalem im &#8220;American Journal of Infection Control&#8221;&#8230; Weiße Uniformen sind Bakterienschleudern szmc.org.il &#8211; pte &#8211; Das Problem sieht auch Arne Simon von der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert-Koch-Institut http://www.rki.de. Im pressetext-Interview fordert er die Abschaffung der weißen Arztkittel. Multiresistente Keime Die israelischen Forscher untersuchten 75 Uniformen von Krankenschwestern und 60 von Ärzten einer 550-Betten-Uniklinik in Jerusalem. Mittels Standard-Bluttupfern wurden Abstriche von der Unterleibszone, den Ärmelenden und Taschen der Kittel entnommen und auf deren Inhalt untersucht. Über 60 Prozent aller Kleidungsstücke wurden positiv auf Krankheitserreger getestet. Bei 27 Kulturen fanden sich auch multiresistente Bakterien, in acht davon die gefürchteten MRSA-Keime. Kittel zeigen nur Status &#8220;Weiße Kittel sind nur Statussymbole. Sie werden zu selten gewechselt und haben keine rationale Schutzfunktion&#8221;, so der Homburger Hygieneexperte Simon gegenüber pressetext. Dass Ärzte ihre Arbeitskleidung teils nur einmal pro Woche wechseln, sei Folge von Bequemlichkeit oder Vergesslichkeit. Ein schwerwiegender Fehler: &#8220;Keime in der Kitteltasche oder am Ärmel sorgen dafür, dass Hände trotz Dekontaminierung schnell wieder verschmutzt werden. Auch wenn es keine Studien dazu gibt, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alles andere als hygienisch sind die weißen Kittel von Spitalsärzten und Krankenschwestern: Über 60 Prozent dieser Uniformen enthalten potenziell gefährliche Keime, berichten Forscher vom Shaare Zedek Medical Center in Jerusalem im &#8220;American Journal of Infection Control&#8221;&#8230;<span id="more-3549"></span></p>
<p><strong>Weiße Uniformen sind Bakterienschleudern</strong></p>
<p><a href="http://www.szmc.org.il">szmc.org.il</a> &#8211; <a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211;  Das Problem sieht auch Arne Simon von der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert-Koch-Institut http://www.rki.de. Im pressetext-Interview fordert er die Abschaffung der weißen Arztkittel.</p>
<p><strong>Multiresistente Keime </strong></p>
<p>Die israelischen Forscher untersuchten 75 Uniformen von Krankenschwestern und 60 von Ärzten einer 550-Betten-Uniklinik in Jerusalem. Mittels Standard-Bluttupfern wurden Abstriche von der Unterleibszone, den Ärmelenden und Taschen der Kittel entnommen und auf deren Inhalt untersucht. Über 60 Prozent aller Kleidungsstücke wurden positiv auf Krankheitserreger getestet. Bei 27 Kulturen fanden sich auch multiresistente Bakterien, in acht davon die gefürchteten MRSA-Keime.</p>
<p><strong>Kittel zeigen nur Status </strong></p>
<p>&#8220;Weiße Kittel sind nur Statussymbole. Sie werden zu selten gewechselt und haben keine rationale Schutzfunktion&#8221;, so der Homburger Hygieneexperte Simon gegenüber pressetext. Dass Ärzte ihre Arbeitskleidung teils nur einmal pro Woche wechseln, sei Folge von Bequemlichkeit oder Vergesslichkeit. Ein schwerwiegender Fehler: &#8220;Keime in der Kitteltasche oder am Ärmel sorgen dafür, dass Hände trotz Dekontaminierung schnell wieder verschmutzt werden. Auch wenn es keine Studien dazu gibt, ist eine Übertragung von Krankheiten auf diese Weise sehr leicht möglich&#8221;, so Simon.</p>
<p>Um Erregern Einhalt zu gebieten, gibt es teils schon heute patientenbezogene Schutzkleidung. &#8220;Auf Intensivstationen oder in der Onkologie halten sich Patienten mit besonders empfindlichem Immunsystem auf. Hier gibt es zunehmend Bereichskleidung, gegen die Ärzte ihre Kittel beim Betreten der Station austauschen.&#8221; Für den normalen Patientenkontakt sei der weiße Kittel jedoch ohnehin überflüssig. &#8220;Das beste wäre es, die weißen Kittel ganz abzuschaffen und durch tätigkeitsbezogene Schutzkittel zu ersetzen. In der Kinderheilkunde gibt es das längst, nur bei Erwachsenen wird es teils noch als fehlender Respekt gedeutet.&#8221;</p>
<p><strong>Sauberkeit entscheidet </strong></p>
<p>Die israelischen Forscher schlagen aufgrund ihrer Ergebnisse noch nicht Alarm für ein hohes Übertragungsrisiko, weisen jedoch auf die Allgegenwart von Krankenhauskeimen in der Kleidung hin. Ob eine Ansteckung über den Weg der Schutzkleidung erfolgt, hängt in hohem Maß von den hygienischen Bedingungen eines Spitals ab: Das Risiko einer Arzt-Patienten-Übertragung ist in Entwicklungsländern 20 Mal höher als in Industrieländern, ist jedoch auch dort gegeben, wie die Studie klarmacht.</p>
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		<title>Psychologe: Humor ist wertvolles Talent bei Ärger</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 06:57:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie allg.]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Stress]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn sich Menschen gehörig über andere ärgern, sollten sie versuchen, ihrer Rückmeldung eine Note Sarkasmus zu verleihen. Sie werden mit dem Endergebnis zufriedener sein, berichten israelische Forscher in der Zeitschrift &#8220;Journal of Applied Psychology&#8221;&#8230; Ärger: Körper schaltet auf Kampfmodus biu.ac.il &#8211; pte &#8211; Sarkasmus steigert die Fähigkeit des anderen, sich auf die Arbeit zu konzentrieren und Probleme kreativ zu lösen, so das Ergebnis ihrer Experimente. Die Wissenschaftler um Ella Miron-Spektor von der Universität Bar-Ilan spielten 275 Studenten Anrufmitschnitte des Kundenservices eines Unternehmens vor. Einige davon waren zutiefst verärgert und aggressiv, andere trotz Ärger mit einem humorvollen Unterton. Humor öffnet Türen und macht kreativ Die Studenten sollten sich vorstellen, selbst im Kundendienst zu arbeiten und wurden gebeten, im Anschluss Analyseaufgaben zu lösen. Obwohl Ärgeranrufe ihnen halfen, sich besser zu konzentrieren, besserte sich das Endergebnis nicht. Nach Gesprächen mit humorvollem Unterton kamen weitaus kreativere Lösungen zutage, besonders bei komplexen Problemen. Andere nicht aus dem Boot werfen &#8220;Ärger ist eine Vorstufe zur Erkenntnis, dass etwas nicht in Ordnung ist&#8221;, erklärt Paul Jimenez vom Berufsverband Österreichischer Psychologen http://boep.eu im pressetext-Interview. Kritisch sei es immer, wenn negative Gefühle freien Lauf bekommen. &#8220;Ärger schaltet den Körper auf Kampfmodus. Der Stress verengt förmlich die Augenwinkel, wodurch wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sich Menschen gehörig über andere ärgern, sollten sie versuchen, ihrer Rückmeldung eine Note Sarkasmus zu verleihen. Sie werden mit dem Endergebnis zufriedener sein, berichten israelische Forscher in der Zeitschrift &#8220;Journal of Applied Psychology&#8221;&#8230;<span id="more-3432"></span></p>
<p><strong>Ärger: Körper schaltet auf Kampfmodus</strong></p>
<p><a href="http://biu.ac.il">biu.ac.il</a> &#8211; <a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Sarkasmus steigert die Fähigkeit des anderen, sich auf die Arbeit zu konzentrieren und Probleme kreativ zu lösen, so das Ergebnis ihrer Experimente. Die Wissenschaftler um Ella Miron-Spektor von der Universität Bar-Ilan spielten 275 Studenten Anrufmitschnitte des Kundenservices eines Unternehmens vor. Einige davon waren zutiefst verärgert und aggressiv, andere trotz Ärger mit einem humorvollen Unterton. </p>
<p><strong>Humor öffnet Türen und macht kreativ</strong></p>
<p>Die Studenten sollten sich vorstellen, selbst im Kundendienst zu arbeiten und wurden gebeten, im Anschluss Analyseaufgaben zu lösen. Obwohl Ärgeranrufe ihnen halfen, sich besser zu konzentrieren, besserte sich das Endergebnis nicht. Nach Gesprächen mit humorvollem Unterton kamen weitaus kreativere Lösungen zutage, besonders bei komplexen Problemen.</p>
<p><strong>Andere nicht aus dem Boot werfen</strong> </p>
<p>&#8220;Ärger ist eine Vorstufe zur Erkenntnis, dass etwas nicht in Ordnung ist&#8221;, erklärt Paul Jimenez vom Berufsverband Österreichischer Psychologen http://boep.eu im pressetext-Interview. Kritisch sei es immer, wenn negative Gefühle freien Lauf bekommen. &#8220;Ärger schaltet den Körper auf Kampfmodus. Der Stress verengt förmlich die Augenwinkel, wodurch wir vieles nicht mehr wahrnehmen &#8211; auch nicht mehr das Gegenüber als Person. Werfe ich den anderen durch meine Aggression aus dem Boot, zwinge ich ihn damit zur Abwehr.&#8221;</p>
<p>Ärger mit Humor zu meistern ist ein Kunststück, das nicht jedem gelingt, bemerkt Jimenez. &#8220;Dazu ist im Vorfeld bereits eine Versachlichung der Situation nötig.&#8221; Für ein richtiges Ansprechen von Missständen rät der Arbeitspsychologe, geistig und körperlich einen Schritt zurück- statt vorzugehen. &#8220;Das gibt Luft um langsamer zu werden, aus dem Kampf auszusteigen und zu überlegen, was man eigentlich sagen und erreichen will. Es braucht dann Diplomatie, um das eigene Gesicht und das des anderen zu wahren.&#8221;</p>
<p><strong>Wichtiges Warnzeichen </strong></p>
<p>Der Arbeitsalltag gehört zu den heikelsten Momenten, tritt Ärger doch vorrangig im Kontakt mit anderen auf. Organisationen sollten Ärger ermöglichen statt ihn zu unterdrücken, raten Forscher der Temple University http://temple.edu in der Zeitschrift &#8220;Human Relations&#8221;. Gebe es keinen Raum zwischen der Grenze, ab der überzogene Ärgerreaktionen bestraft werden, und jener, unter der sie nicht wahrgenommen werden, habe das negative Folgen. &#8220;Denn Ärger ist ein Geschenk, wenn er zur Lösung von Problemen beiträgt&#8221;, so die Studienautorinnen Deanna Geddes und Lisa Stickney.</p>
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		<title>Jerusalem: Hauptstadt für Biotechnologie</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 20:01:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>

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		<description><![CDATA[Mehrere internationale Unternehmen der Biotechnologie beabsichtigen, Forschungs- und Entwicklungszentren in Jerusalem zu eröffnen. Einige der großen Namen, die gerade mit der Jerusalemer Behörde für Stadtentwicklung in Verhandlung stehen, sind Pfizer, Merck und Bristol-Myers Squibb&#8230; Zurzeit befindet sich die Forschung in der Biotechnologie in Israel zwar auf einem hohen akademischen Niveau, es fehlt jedoch an Firmen, die dieses Potential durch Zentren für Forschung und Entwicklung auch wirtschaftlich nutzen. Der Staat erwartet sich daher von der Ansiedelung der großen Firmen auch für örtliche Unternehmen einen Pusheffekt. „Mein Traum ist es, Jerusalem innerhalb von fünf Jahren zum internationalen Zentrum für Biotechnologie zu machen“, erklärt Moty Hazan, Vorsitzender der Behörde für Stadtentwicklung. „Jerusalem hat multinationalen Unternehmen, die weltweit nach den besten Köpfen suchen, viel zu bieten.“ Das Land, die Stadt Jerusalem und die Stadtentwicklungsbehörde werden in den nächsten fünf Jahren 71 Millionen Schekel (etwa 15 Millionen Euro) in ein Programm zur Förderung der Biotechnologie investieren. Das Programm soll etwa den Bau von Laboratorien oder auch die Anschaffung von Ausstattung unterstützen. Während weitere Firmen von diesem Programm profitieren werden, sind andere schon da: „Omrix Biopharmaceutical“, mittlerweile zu „Johnson &#038; Johnson“ gehörend, war 2008 eines der ersten Unternehmen, das nach Jerusalem zog. Auf eine noch längere [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehrere internationale Unternehmen der Biotechnologie beabsichtigen, Forschungs- und Entwicklungszentren in Jerusalem zu eröffnen. Einige der großen Namen, die gerade mit der Jerusalemer Behörde für Stadtentwicklung in Verhandlung stehen, sind Pfizer, Merck und Bristol-Myers Squibb&#8230;<span id="more-3411"></span></p>
<p>Zurzeit befindet sich die Forschung in der Biotechnologie in Israel zwar auf einem hohen akademischen Niveau, es fehlt jedoch an Firmen, die dieses Potential durch Zentren für Forschung und Entwicklung auch wirtschaftlich nutzen. Der Staat erwartet sich daher von der Ansiedelung der großen Firmen auch für örtliche Unternehmen einen Pusheffekt. </p>
<p>„Mein Traum ist es, Jerusalem innerhalb von fünf Jahren zum internationalen Zentrum für Biotechnologie zu machen“, erklärt Moty Hazan, Vorsitzender der Behörde für Stadtentwicklung. „Jerusalem hat multinationalen Unternehmen, die weltweit nach den besten Köpfen suchen, viel zu bieten.“</p>
<p>Das Land, die Stadt Jerusalem und die Stadtentwicklungsbehörde werden in den nächsten fünf Jahren 71 Millionen Schekel (etwa 15 Millionen Euro) in ein Programm zur Förderung der Biotechnologie investieren.<br />
Das Programm soll etwa den Bau von Laboratorien oder auch die Anschaffung von Ausstattung unterstützen. </p>
<p>Während weitere Firmen von diesem Programm profitieren werden, sind andere schon da: „Omrix Biopharmaceutical“, mittlerweile zu „Johnson &#038; Johnson“ gehörend, war 2008 eines der ersten Unternehmen, das nach Jerusalem zog. </p>
<p>Auf eine noch längere Tradition kann die Firma „Teva Pharmaceutical Industries“ zurückblicken, zu der mittlerweile auch die deutsche Marke “ratiopharm“ gehört: Sie ist bereits seit ihrer Gründung im Jahre 1901 in Jerusalem ansässig. </p>
<p><em>Haaretz, 20.07.11</em><br />
<a href="http://www.haaretz.com/themarker/jerusalem-the-biotech-capital-1.374147">Vollständiger Artikel auf Englisch</a>&#8230; </p>
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		<title>PTBS: 70% der Kinder in Sderot traumatisiert</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/07/trauma-5/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 18:00:41 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Angst]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach einer Studie von „Natal“, einem Traumazentrum für Terror- und Kriegsopfer, leiden 70% der Kinder in der Stadt Sderot, die in den letzten Jahren von Tausenden Raketen getroffen wurde, unter zumindest einem Symptom für klinischen Stress. Ein Drittel aller Einwohner Sderots leiden unter Angstzuständen und haben Probleme, ihren Alltag zu bewältigen&#8230; Der Natal-Report besagt, dass 50% der Kinder in Sderot ihr Trauma immer wieder erleben, und 41% unter Übererregung leiden – sie stehen ständig unter Anspannung, und jeder kleine Lärm versetzt sie in Panik. Zwanzig Prozent der Kinder leiden unter allen Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung und 12% unter schweren Problemen, ihren Alltag zu meistern. „Sie spielen nicht mehr, interessieren sich nicht mehr für ihre Umgebung, koppeln sich von ihren Freunden und der Schule ab“, erklärt Professor Marc Gelkopf, der dem Natal-Forschungsteam vorsteht. „Wir haben nun herausgefunden, dass zwischen den Symptomen der Eltern und denen der Kinder ein Zusammenhang besteht. Dies zeigt, wiewichtig Familientherapien sind.“ Die Studie, an der 581 Erwachsene und 570 Kinder beteiligt waren, zeigte, dass einer von drei Einwohnern unter der Erkrankung leidet, und dass einer von sieben Schwierigkeiten hat, aufgrund von Angstzuständen seinen Alltag zu bewältigen. „Menschen mit posttraumischen Belastungsstörungen wachen mitten in der Nacht wegen Albträumen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einer Studie von „Natal“, einem Traumazentrum für Terror- und Kriegsopfer, leiden 70% der Kinder in der Stadt Sderot, die in den letzten Jahren von Tausenden Raketen getroffen wurde, unter zumindest einem  Symptom für klinischen Stress.  Ein Drittel aller Einwohner Sderots leiden unter Angstzuständen und haben Probleme, ihren Alltag zu bewältigen&#8230;<span id="more-3397"></span> </p>
<p>Der Natal-Report besagt, dass 50% der Kinder in Sderot ihr Trauma immer wieder erleben, und 41% unter Übererregung leiden – sie stehen ständig unter Anspannung, und jeder kleine Lärm versetzt sie in Panik. Zwanzig Prozent der Kinder leiden unter allen Symptomen einer posttraumatischen Belastungsstörung und 12% unter schweren Problemen, ihren Alltag zu meistern. </p>
<p>„Sie spielen nicht mehr, interessieren sich nicht mehr für ihre Umgebung, koppeln sich von ihren Freunden und der Schule ab“, erklärt Professor Marc Gelkopf, der dem Natal-Forschungsteam vorsteht. „Wir haben nun herausgefunden, dass zwischen den Symptomen der Eltern und denen der Kinder ein Zusammenhang besteht. Dies zeigt, wiewichtig Familientherapien sind.“</p>
<p>Die Studie, an der 581 Erwachsene und 570 Kinder beteiligt waren, zeigte, dass einer von drei Einwohnern unter der Erkrankung leidet, und dass einer von sieben Schwierigkeiten hat, aufgrund von  Angstzuständen seinen Alltag zu bewältigen. </p>
<p>„Menschen mit posttraumischen Belastungsstörungen wachen mitten in der Nacht wegen Albträumen auf“, erklärt Gelkopf. „Sie haben Angst, sich zu weit von ihren bewehrten Räumen zu entfernen oder Orte aufzusuchen, die sie an die Gefahr erinnern.“</p>
<p>Trotz der relativen Ruhe der letzten Zeit, hat Natal herausgefunden, dass beinahe 30% der Einwohner sich bedroht fühlen. Weitere 23% nehmen Medikamente gegen Depressionen oder Angstzustände oder Schlaftabletten.</p>
<p>Um die 6.400 Menschen mit posttraumatischen Belastungsstörungen  werden im städtischen Gesundheitszentrum in Sderot behandelt. 3.500 Kinder und 500 Lehrer und Mitarbeiter werden in den Schulen psychologisch betreut. Das „Resilience Center“, das Beratung anbietet, behandelt jedes Jahr 400 Patienten, die meisten davon Kinder und Teenager – und die Warteliste für die Behandlung wird immer länger. </p>
<p>„Besonders wenn es äußerlich ruhiger wird, fangen die Menschen an, innerlich Unruhe zu spüren“, so Hila Barzilay, die das „Resilience Center“ leitet. „Zu uns kommen Kinder mit ernsthaften motorischen Störungen, Kinder, die jahrleang nicht mehr draußen gespielt haben.“</p>
<p><em>Ynet, 11.07.11, Newsletter der israelischen Botschaft</em></p>
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		<title>TAU: Sport lässt besser mit Aggressionen umgehen</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 15:52:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie allg.]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativen]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Regelmäßiger Sport kann dabei helfen, mit Aggressionen besser umzugehen. Das behaupten Forscher der Universität Tel Aviv (TAU) in einer Studie. Selbstkontrolle und -disziplin steigen mit Team- und Kampfsport, so die Wissenschaftler&#8230; Tel Aviv/Heidelberg pte &#8211; http://www.tau.ac.il &#8211; &#8220;Der Schlüssel für die positivere Bewältigung von Aggressionen dürfte jedoch darin liegen, dass Schüler etwas machen, was sie gerne tun. Widmen sie sich einer Tätigkeit, die sie begeistert, sind Verhaltensauffälligkeiten unwahrscheinlicher&#8221;, so Forschungsleiterin Keren Shahar. Selbstreflexion und Geduld Psychologe: Gleicher Sozialisationseffekt auch bei anderen Tätigkeiten Die Forscher beobachteten 649 Schüler aus schwierigen Verhältnissen, die ein halbes Jahr lang in ihrer Freizeit ein ausgedehntes Sportprogramm erhielten. Dreimal pro Woche stand Fuß- und Basketball auf dem Programm, zweimal Kampfsportarten wie etwa Judo oder Karate. Evaluiert wurde die Maßnahme durch Fragebögen am Anfang und Ende, bei denen es um Selbstbeobachtung, Problemlösung und Geduld ging &#8211; Fähigkeiten, aus denen die Forscher auf den Umgang mit Aggressionen rückschlossen. Diese Werte besserten sich im Laufe der Beobachtungszeit, besonders bei Buben. Kritisch sieht der Heidelberger Sportpsychologe Thomas Teubel http://www.issw.uni-heidelberg.de die Ergebnisse. &#8220;Für die alte Idee, dass man Kinder am besten im Sport zu &#8216;besseren&#8217; Menschen erziehen kann &#8211; etwa über Ehrgeiz, Teamfähigkeit und Selbstkontrolle &#8211; gibt es wenige empirische Nachweise. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Regelmäßiger Sport kann dabei helfen, mit Aggressionen besser umzugehen. Das behaupten Forscher der Universität Tel Aviv (TAU) in einer Studie. Selbstkontrolle und -disziplin steigen mit Team- und Kampfsport, so die Wissenschaftler&#8230;<span id="more-3390"></span></p>
<p>Tel Aviv/Heidelberg <a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; <a href="http://www.tau.ac.il">http://www.tau.ac.il</a> &#8211; &#8220;Der Schlüssel für die positivere Bewältigung von Aggressionen dürfte jedoch darin liegen, dass Schüler etwas machen, was sie gerne tun. Widmen sie sich einer Tätigkeit, die sie begeistert, sind Verhaltensauffälligkeiten unwahrscheinlicher&#8221;, so Forschungsleiterin Keren Shahar.</p>
<p><strong>Selbstreflexion und Geduld<br />
Psychologe: Gleicher Sozialisationseffekt auch bei anderen Tätigkeiten</strong></p>
<p>Die Forscher beobachteten 649 Schüler aus schwierigen Verhältnissen, die ein halbes Jahr lang in ihrer Freizeit ein ausgedehntes Sportprogramm erhielten. Dreimal pro Woche stand Fuß- und Basketball auf dem Programm, zweimal Kampfsportarten wie etwa Judo oder Karate. Evaluiert wurde die Maßnahme durch Fragebögen am Anfang und Ende, bei denen es um Selbstbeobachtung, Problemlösung und Geduld ging &#8211; Fähigkeiten, aus denen die Forscher auf den Umgang mit Aggressionen rückschlossen. Diese Werte besserten sich im Laufe der Beobachtungszeit, besonders bei Buben.</p>
<p>Kritisch sieht der Heidelberger Sportpsychologe Thomas Teubel http://www.issw.uni-heidelberg.de die Ergebnisse. &#8220;Für die alte Idee, dass man Kinder am besten im Sport zu &#8216;besseren&#8217; Menschen erziehen kann &#8211; etwa über Ehrgeiz, Teamfähigkeit und Selbstkontrolle &#8211; gibt es wenige empirische Nachweise. Die Sozialisationseffekte, die Sport bewirken kann, findet man auch anderswo &#8211; etwa in der Musik oder bereits beim Treffen im Park&#8221;, so der Experte gegenüber pressetext. Die Vorstellung, dass Sport angestaute Aggressionen entlädt, gelte im besten Fall für einen kurzen Zeitraum.</p>
<p><strong>Alternativen zum Zuschlagen </strong></p>
<p>Während die aggressive Veranlagung eines Menschen nicht nur sehr schwer veränderbar ist, so gilt dies jedoch durchaus für die Reizbarkeit, betont der Psychologe. Hier sei es zielführend, derartige Impulse möglichst früh zu erkennen und abzubauen. &#8220;Bei Schülern kann es zielführend sein, für das Thema zu sensibilisieren und die Selbstreflexion zu vermitteln. Aggressionen als Absicht, andere zu schädigen, entsteht oft dadurch, dass die Betroffenen keine anderen Konfliktlösungen kennen. Hier hilft es, alternative, nicht-aggressive Verhaltensformen zu vermitteln&#8221;, so Teubel.</p>
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		<title>Hebräische Universität Jerusalem: Durchbruch in der Krebsforschung</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 15:38:20 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<description><![CDATA[Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem haben die molekulare Basis für Veränderungen in der DNS entdeckt – das primäre Krankheitsereignis, aus dem später Krebs entsteht&#8230; Ein Team um Prof. Batsheva Kerem hat dabei jene DNS-Regionen ausgemacht, die für die Veränderungen am stärksten anfällig sind. „Ein wichtiges Kennzeichen der meisten Krebserkrankungen beim Menschen ist die Akkumulation von Schäden an der DNS, die die Entwicklung von Krebs begünstigen“, so Kerem. „Die sogenannten Wächtergene können die Replikation der Zellen nicht mehr überwachen, so dass in der nächsten Zellgeneration weitere Schäden entstehen. Dies kommt besonders häufig in bestimmten Regionen der DNS vor.“ Bei seiner Forschung hat das Team nun eine neue Methode angewandt, die es ermöglicht, einzelne DNS-Moleküle zu studieren, um die Basis für die spezifische Sensibilität der angreifbaren Orte zu untersuchen. Diese Ergebnisse sind sehr wichtig, da sie neues Licht auf die DNS-Features werfen und neue Erkenntnisse über die Regulierung der DNS-Replikation in jenen Regionen liefern, die in der Entwicklung von Krebs zuerst brüchig werden. Die Ergebnisse zeigen, dass es nicht nur besonders sensible Regionen gibt sondern auch solche, die die DNS-Replikation verlangsamen oder sogar aufhalten. Jerusalem Post, 08.07.11, Übers. f.d. Newsletter der Botschaft Israels]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem haben die molekulare Basis für Veränderungen in der DNS entdeckt – das primäre Krankheitsereignis, aus dem später Krebs entsteht&#8230;<span id="more-3387"></span></p>
<p>Ein Team um Prof. Batsheva Kerem hat dabei jene DNS-Regionen ausgemacht, die für die Veränderungen am stärksten anfällig sind. </p>
<p>„Ein wichtiges Kennzeichen der meisten Krebserkrankungen beim Menschen ist die Akkumulation von Schäden an der DNS, die die Entwicklung von Krebs begünstigen“, so Kerem. „Die sogenannten Wächtergene können die Replikation der Zellen nicht mehr überwachen, so dass in der nächsten Zellgeneration weitere Schäden entstehen. Dies kommt besonders häufig in bestimmten Regionen der DNS vor.“</p>
<p>Bei seiner Forschung hat das Team nun eine neue Methode angewandt, die es ermöglicht, einzelne DNS-Moleküle zu studieren, um die Basis für die spezifische Sensibilität der angreifbaren Orte zu untersuchen. Diese Ergebnisse sind sehr wichtig, da sie neues Licht auf die DNS-Features werfen und neue Erkenntnisse über die Regulierung der DNS-Replikation in jenen Regionen liefern, die in der Entwicklung von Krebs zuerst brüchig werden. </p>
<p>Die Ergebnisse zeigen, dass es nicht nur besonders sensible Regionen gibt sondern auch solche, die die DNS-Replikation verlangsamen oder sogar aufhalten. </p>
<p><em>Jerusalem Post, 08.07.11, Übers. f.d. Newsletter der Botschaft Israels</em></p>
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		<title>Holocaust-Trauma: Paradigma und Therapie</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 19:04:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
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		<description><![CDATA[Unter der Schockwirkung des Holocaust musste die damals herrschende psychiatrische Lehrmeinung zu Traumata, die der menschlichen Seele die Kraft zuschrieb, innerhalb eines nicht allzu langen Zeitraums alle traumatischen Erlebnisse verkraften zu können, einer neuen Auffassung weichen. Diese besagte, dass die totale Entrechtung im Rahmen der genozidalen Verfolgung wie auch die ständige Bedrohung der Vernichtung, die unmenschlichen Verhältnisse und die extreme Brutalität, der die Überlebenden der NS-Verfolgung über längere Zeit hilflos ausgesetzt waren, unheilbare Narben in ihren Seelen zurückgelassen hätten. Es wurde sogar von »Seelenmord« gesprochen, dessen Folgen sich auch auf die Kinder der Opfer übertragen könnten&#8230; Das Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte 2011 will die historischen Ursprünge und Entwicklungen dieses im Schatten des Holocaust entstandenen Paradigmas der Traumaforschung und -behandlung aufzuzeigen, einige seiner konzeptuellen Konturen und Facetten kritisch untersuchen und seine therapeutischen Auswirkungen aus verschiedenen Perspektiven hinterfragen. Der Band ist aus einer sowohl interdisziplinären wie auch internationalen Tagung entstanden, die von Nathalie Zajde angeregt und von beiden Herausgebern, mit Unterstützung einer Reihe von Stiftungen und Institutionen, im Januar 2007 am Minerva Institut für deutsche Geschichte der Universität Tel Aviv abgehalten wurde. Die kritische Ausrichtung der Tagung, an der Fachleute aus den Bereichen Psychologie, Psychiatrie und Psychoanalyse, wie auch Geschichte und Ethnographie aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unter der Schockwirkung des Holocaust musste die damals herrschende psychiatrische Lehrmeinung zu Traumata, die der menschlichen Seele die Kraft zuschrieb, innerhalb eines nicht allzu langen Zeitraums alle traumatischen Erlebnisse verkraften zu können, einer neuen Auffassung weichen. Diese besagte, dass die totale Entrechtung im Rahmen der genozidalen Verfolgung wie auch die ständige Bedrohung der Vernichtung, die unmenschlichen Verhältnisse und die extreme Brutalität, der die Überlebenden der NS-Verfolgung über längere Zeit hilflos ausgesetzt waren, unheilbare Narben in ihren Seelen zurückgelassen hätten. Es wurde sogar von »Seelenmord« gesprochen, dessen Folgen sich auch auf die Kinder der Opfer übertragen könnten&#8230;<span id="more-3220"></span></p>
<p>Das Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte 2011 will die historischen Ursprünge und Entwicklungen dieses im Schatten des Holocaust entstandenen Paradigmas der Traumaforschung und -behandlung aufzuzeigen, einige seiner konzeptuellen Konturen und Facetten kritisch untersuchen und seine therapeutischen Auswirkungen aus verschiedenen Perspektiven hinterfragen. Der Band ist aus einer sowohl interdisziplinären wie auch internationalen Tagung entstanden, die von Nathalie Zajde angeregt und von beiden Herausgebern, mit Unterstützung einer Reihe von Stiftungen und Institutionen, im Januar 2007 am <strong>Minerva Institut für deutsche Geschichte der Universität Tel Aviv </strong>abgehalten wurde. Die kritische Ausrichtung der Tagung, an der Fachleute aus den Bereichen Psychologie, Psychiatrie und Psychoanalyse, wie auch Geschichte und Ethnographie aus Deutschland, Frankreich, Kanada, den USA und Israel teilnahmen, stieß auf großes Interesse und rief lebhafte Diskussionen hervor. Für die Publikation wurde eine sorgfältige Auswahl getroffen; die hier erscheinenden Beiträge stellen nur etwa die Hälfte der damals gehaltenen Vorträge dar. Außerdem wurden alle Beiträge von den Autoren und Autorinnen (deren Thesen hier fast ausnahmslos erstmals in deutscher Sprache vorgelegt werden) vollständig überarbeitet und oft auch bedeutend erweitert.</p>
<p>Die Autoren und Autorinnen versuchen, Entwicklungen, Beschränkungen und mangelnde Differenzierungen in der Geschichte des Holocaust-Traumas darzustellen und auch nach wie vor vorhandene blinde Stellen aufzuzeigen. Sie schreiben gegen einen Diskurs zum Holocaust-Trauma, der universalistische Kategorien als wissenschaftliche Errungenschaft anbietet, ohne auf die historischen, gesellschaftlichen und kulturellen Singularitäten und Diversitäten der Opfer und deren Umfeld einzugehen. Doch obwohl die Beiträge dem paradigmatischen Holocaust-Traumadiskurs kritisch gegenüberstehen, nehmen sie keineswegs eine einheitliche Position ein, sondern unterscheiden sich in ihren Ansatzpunkten, Methodologien wie auch in den Dimensionen und den Zielen ihrer Kritik voneinander.</p>
<p><strong>Trauma und Geschichte</strong></p>
<p>Im ersten Teil, »Trauma und Geschichte«, wird in fünf Aufsätzen untersucht, wie es in der Geschichte des Holocaust-Traumas zu theoretischen Umlagerungen kam, aus denen das heute dominante Paradigma entstand, und wie sich auch innerhalb dieses Paradigmas im Lauf der Zeit gewisse Kategorien erheblich wandelten.</p>
<p><strong>Trauma als Traditionsträger</strong></p>
<p>Im zweiten Teil, »Trauma als Traditionsträger«, nehmen drei Autoren ein kontroverses Thema unter die Lupe, dem in den letzten Jahrzehnten besonders viel Fachliteratur gewidmet wurde: die Frage nämlich, wie sich die Weitergabe der Traumata der Überlebenden an die nachgeborene(n) Generation(en) gestaltet und auswirkt, wie also Letztere, quasi als Träger einer Tradition, an den historischen Erfahrungen des Holocaust und deren seelischen Folgen teilhaben.</p>
<p><strong>Trauma und Identität</strong></p>
<p>In den drei Beiträgen des letzten Teils, »Trauma und Identität«, kommt die mangelnde Komplexität des heutigen Diskurses zum Holocaust-Trauma zur Sprache: Es mangele, so die Aussage, an einer systematischen Konzeptualisierung der Verbindung von Innenwelt und Außenwelt wie auch der Beziehung der verschiedenen Lebensweltebenen der Uberlebenden untereinander. Stattdessen werde allgemein anhand eines einfachen Modells, das unter anderem psychische Integration mit seelischer Gesundheit gleichsetze, therapeutisch gedacht und gearbeitet.</p>
<p>Die einzelnen Beiträge innerhalb der genannten Themenblöcke sind in der Folge zusammenfassend dargestellt.<br />
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<p><strong>Verlagerungen &#8211; Trauma und Geschichte</strong></p>
<p>Nathalie Zajde geht der Frage nach, wie das Trauma von KZ-Uberlebenden mit spezifischen gesellschaftlichen Identitäten zum Paradigma für psychisches Trauma im Allgemeinen mutierte. Wie sie erklärt, entstammt diese Transformation dem Bestreben der Psychiatrie, zu allgemeingültigen wissenschaftlichen Erkenntnissen über bestimmte psychologische Reaktionen zu gelangen, die in der dritten Auflage des Diagnostischen und Statistischen Manual Psychischer Störungen der American Psychiatric Association im Jahre 1980 ihren Höhepunkt fand: dem Syndrom der Posttraumatischen Belastungsstörung.<br />
Nachdem das Trauma zum universellen Syndrom erklärt wurde, so Zajde, sei es überflüssig geworden, sich für die spezifischen Merkmale bestimmter Situationen, die Identität der Protagonisten und die Singularität der begangenen Taten zu interessieren. So hat ihres Erachtens die universalistische Psychiatrisierung der psychischen Folgen der Schoah das Leid zu einem neuen Bezugspunkt universaler Menschlichkeit erhoben.<br />
Eine wirksame und evaluierbare Traumatherapie habe, fordert Zajde, indem sie auch auf aktuelle Fälle von Traumatisierung eingeht, auch die Lebenswelt des Subjekts zu berücksichtigen. Diese würde in der Regel im Zuge einer Verfolgung beschädigt oder gar vernichtet. Konsequenterweise müsse die entsprechende Therapie in der Instandsetzung der zerstörten soziokulturellen Charakteristika und Abläufe bestehen.</p>
<p>Jose Brunner hebt hervor, dass das paradigmatische Konzept des Holocaust-Traumas nicht dort entstand, wo medizinisches und psychologisches Wissen üblicherweise entsteht &#8211; nämlich weder in der Forschung noch in der Klinik. Vielmehr war es, wie allgemein bekannt, das Resultat von Expertengutachten im Rahmen der Wiedergutmachungsverfahren. Brunner weist darauf hin, dass schon der vorhergehende deutsche Traumafachdiskurs der Gutachterpraxis von Nervenärzten entsprungen war. Als in der zweiten Hälfte der 1950er Jahre deutsche Psychiater begannen, von der damals herrschenden Lehrmeinung abzuweichen, veränderten sich zwar die Inhalte der psychiatrischen Lehre, nicht aber der Prozess, dem sie Ursprung und Geltung verdankte.<br />
Deshalb fokussiert Brunner die Rolle der Psychiater in einem Verfahren, in dem diese stets auch als Vertreter des Staates agierten und medizinische Fakten gleichzeitig auch rechtliche waren &#8211; und immer auch als solche beabsichtigt. Ziel seines Beitrags ist, die Neuerungen, welche in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren zweifellos eine neue Denkart in die deutsche Nachkriegspsychiatrie einführten, genauer und umfassender zu charakterisieren. Dazu nimmt er sowohl die spezifischen Inhalte der Gutachten wie auch die institutionellen Strukturen und den professionellen Habitus, in die die Gutachtertätigkeit zu traumatisierten Holocaust-Überlebenden eingebettet war, unter die Lupe.</p>
<p>In einer kurzen Skizze der Befunde von Psychiatern aus den Jahren nach 1945 zeigt Ben Shephard, dass damals den sozialen und kulturellen Kontexten größere Aufmerksamkeit gewidmet wurde, als dies in den Berichten der Kliniker ab den 1950er Jahren der Fall war. Shephard macht einen wesentlichen Unterschied zwischen diesen beiden Zeiträumen aus: Während die früheren Autoren vorwiegend für Uberlebenden-Hilfsorganisationen tätig waren, entstammen die späteren Befunde, ab der Mitte der fünfziger Jahre, Untersuchungen, die Psychiater zumeist im Rahmen von Wiedergutmachungsverfahren an Holocaust-Uberlebenden vornahmen. Da in den vierziger Jahren noch nicht nach vereinheitlichenden Diagnosen gesucht wurde, betonten die Fachleute die Unterschiedlichkeit der Reaktionen, welche die Menschen in den DP-Lagern aufwiesen. So lieferten sie uns eine Reihe von Momentaufnahmen aus der Gemeinschaft der Überlebenden, die uns wertvolle Aufschlüsse über die Diversität der Holocaust-Erfahrungen wie auch über deren Auswirkungen erlauben. Diese Vielfältigkeit wird, so Shephard, in der späteren Schreibweise der Psychiater, die ihre Gutachten an Wiedergutmachungsbeamte richteten, verwischt.</p>
<p>Der Beitrag von Ruth Leys konzentriert sich auf die Verschiebungen in der Formulierung des Konzepts der »Uberlebensschuld« im Kontext der Bemühungen amerikanischer Fachleute der Nachkriegszeit, den Traumata und dem Leiden der KZ-Uberlebenden gerecht zu werden. Psychoanalytiker der 1960er Jahre, allen voran William G. Niederland, führten die »Uberlebensschuld«, die sie als eines der Symptome eines »Uberlebenden-Syndroms« diagnostizierten, auf eine unbewusste Identifikation mit dem Angreifer zurück. Unter Berufung auf die Arbeiten psychoanalytischer Pioniere behaupteten sie, die psychische Inkorporation der Aggression habe den Opfern der NS-Verfolgung die Kraft gegeben, die sie benötigten, um den grauenvollen Erlebnissen standzuhalten, denen sie von ihren gewalttätigen Peinigern hilflos ausgesetzt wurden.<br />
Obgleich diese Denkweise innerhalb der psychoanalytischen Tradition sinnvoll war, könne sie, so Leys, wenn auch nur indirekt und auf der Ebene der Fantasie, auch den Makel der Kollaboration mit den Verfolgern evozieren. Leys zeichnet nach, wie die Kritik an diesem Begriff dazu führte, dass das Konzept der Überlebensschuld von dem der Aggression getrennt und der Akzent von der Identifizierung des Uberlebenden mit dem Angreifer auf seine Identifizierung mit hilflos umgekommenen Nächsten verschoben wurde.</p>
<p>Rakefet Zalashik erforscht die Entstehung der Kategorie der »Child Survivors«. Wie sie aufweist, bildete sich diese Kategorie erst in den späten siebziger und vor allem im Verlauf der achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts heraus. So wurde die Child Survivor-Kategorie erst eingeführt, als die Betroffenen bereits erwachsen waren, nachdem sie drei Jahrzehnte lang von der Psychiatrie wie auch von den Wiedergutmachungsbehörden marginalisiert und vernachlässigt worden waren.<br />
Zalashiks Darstellung zeigt, wie die Kategorie der Child Survivors nach ihrer ursprünglichen Definition bezüglich der Überlebenserfahrung der Betroffenen nicht nur altersmäßig, sondern auch geographisch sukzessive immer breiter gefasst wurde. Sie führt die Genese und Entwicklung dieser Kategorie auf einige parallel stattfindende, ineinander verwobene Entwicklungen zurück. Unter anderem nennt sie die Aufmerksamkeit, die seit den 1980er Jahren Kindern als Opfer häuslicher Gewalt und sexuellen Missbrauchs gewidmet wurde, wie auch die Herausbildung einer neuen Generation von Psychologen und Psychiatern &#8211; manche selbst Child Survivors.</p>
<p><strong>Weitergaben &#8211; Trauma als Traditionsträger</strong></p>
<p>Natan Kellermann befasst sich mit dem Thema der transgenerationellen Weitergabe des Holocaust-Traumas, das seit den 1970er Jahren die Fachliteratur beschäftigt. Mit Hilfe einer Reihe analytischer Unterscheidungen präsentiert Kellermann ein differenziertes Bild der verschiedenen Strömungen innerhalb dieser Denkweise. Er erarbeitet ihre theoretischen und konzeptuellen Implikationen und versucht, durch die Einführung einer Trennung zwischen den übermittelten Inhalten und dem Prozess der Übermittlung eine fruchtbare Grundlage für die zukünftige empirische Forschung in diesem Bereich zu entwickeln.</p>
<p>Auch Carol Kidron setzt sich mit der generationenübergreifenden Weitergabe von Traumata auseinander. Ihr Beitrag betrifft die Erinnerungen der Kinder traumatisierter Holocaust-Überlebender an die zumindest teilweise stumme Präsenz der Vergangenheit der Eltern im Familienleben. Im Gegensatz zur diesbezüglichen Fachliteratur schlägt Kidron vor, dieses Schweigen nicht als zwangsläufige Folge von Verdrängung, Verleugnung oder unverarbeiteter übertragener, das heißt sekundärer Traumatisierung aufzufassen. Stattdessen entnimmt sie ausführlichen Tiefeninterviews mit Kindern von Holocaust-Überlebenden, dass im Schweigen der Eltern auch eine nichtpathologische und normale, familienspezifische Form der Vergangenheitsrepräsentation eingebettet sein kann.</p>
<p>Allan Young beschreibt vier Konzepte des Holocaust-Traumas, die zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten als Antwort auf unterschiedliche historische Konstellationen entstanden. Dabei unterstreicht er unter anderem den Einfluss des biologisch ausgerichteten Trauma-Paradigmas auf die Vertreter geisteswissenschaftlicher Fächer, die sich in den letzten drei Jahrzehnten für das Holocaust-Trauma interessierten. Er erläutert den heute einflussreichsten geisteswissenschaftlichen Ansatz zum Holocaust-Trauma, der besagt, schon das Hören und Lesen von Texten über den Holocaust oder das Betrachten von Holocaust-Bildern könne eine Weitergabe des Traumas bewirken. Eine solche Transmission gelte aber nicht als pathologisch, sondern vielmehr als Medium, durch das sensible Leser oder Hörer Zugang zum Holocaust erhalten könnten. Wie Young kritisch darlegt, erscheint in dieser Auffassung, die den Holocaust zum Mysterium der Moderne stilisiert, die Empfänglichkeit der Nachgeborenen für eine Weitergabe des Holocaust-Traumas als Gabe und Privileg, durch die Leiderfahrungen der Vergangenheit nachvollzogen werden können.</p>
<p><strong>Komplexitäten &#8211; Trauma und Identität</strong></p>
<p>Catherine Grandsard untersucht die Begriffskategorien, derer sich Psychotherapeuten bei der Behandlung von Schoah-Opfern und ihrer Angehörigen bedienen. Sie kritisiert insbesondere die Anwendung von allgemeinen Theorien zur menschlichen Psyche sowie zu den zwischenmenschlichen Beziehungen. Diese nähmen nicht ausreichend auf die Tatsache Bezug, dass die überwiegende Mehrheit der Schoah-Überlebenden, die sich in therapeutische Behandlung begeben haben, jüdischer Abstammung sind und sich auch auf die eine oder andere Art als Juden verstehen. Grandsard legt dar, dass diese Tatsache nicht klinisch konzeptualisiert wird, obwohl sich die Psychotherapeuten der Bedeutung oft bewusst seien und sie in ihrer Praxis unter Umständen auch berücksichtigten. Aus ethnopsychiatrischer Sicht geht sie deshalb der Frage nach, wie Psychotherapeuten die Komplexitäten der kulturspezifischen Identität der Überlebenden nicht nur implizit einbeziehen, sondern auch methodisch konzeptualisieren und therapeutisch wirksamer verwenden können.</p>
<p>Wie auch andere Autoren dieses Bandes bezweifelt Jacob Lomranz, dass das Konzept der Posttraumatischen Belastungsstörung das traumabedingte Verhalten von Holocaust-Überlebenden und die langfristigen Folgen ihrer Erfahrungen erschöpfend erklären kann. Der Autor kritisiert die psycho-pathologische Ausrichtung des psychiatrischen Diskurses zu Holocaust-Überlebenden: Solange Fragestellung und Forschung nur auf verfolgungsbedingte, gravierende pathologische Phänomene abzielten, seien auch nur pathologische Befunde zu erwarten. Gleichwohl gebe es Untersuchungen, die darauf hindeuten, dass viele Holocaust-Überlebende ihre Erfahrungen positiv verarbeiten und ein erfülltes Leben führen können.<br />
Im Gegensatz zum dominanten klinischen Paradigma versucht Lomranz deshalb, die Kraft und Kreativität von Überlebenden zu analysieren, die das Leben bejahen, Glück empfinden und in der Lage sind, trotz allem ein produktives Leben zu führen. Der von ihm eingeführte Neologismus der »Aintegration«, den er ins Zentrum der These stellt, besagt, dass Überlebende im Alltag auch mit der Erinnerung an die unsäglichen Gräuel gut funktionieren und kognitiv im Gleichgewicht bleiben können. Erforderlich dazu ist eine seelische Konstitution, die sie befähigt, ein gewisses Niveau an Komplexität und Widersprüchen zu bewältigen und ihr Dasein angstfrei als inkonsistent und paradox zu erleben.</p>
<p>David Becker bespricht nicht nur das Konzept der Posttraumatischen Belastungsstörung aus kritischer Sicht, sondern auch jene wissenschaftssoziologischen und -historischen Untersuchungen, die es als diskursives Konstrukt abtun; damit werde die Welt auf einen Diskurs reduziert und das Leiden der Überlebenden aus den Augen verloren. Er hebt hervor, dass Kliniker häufig sozialpolitische Dimensionen ignorieren, während diejenigen, die sozialpolitisch argumentieren, sich scheuen, die Komplexität intrapsychischer Prozesse zu reflektieren und sich zumeist nicht auf die Realität der traumatisierten Menschen einlassen.<br />
Auch Becker verwirft das reduktionistische und medizinalisierte Traumaverständnis, das dem Konzept der Posttraumatischen Belastungsstörung zugrunde liegt. Er behauptet, dass insbesondere die Arbeit mit den Überlebendenden des Holocaust zur Entwicklung einer dialektischen Sicht geführt habe, die sowohl Politik wie Psyche mit einzubeziehen versucht. Im Anschluss an Hans Keilsons Theorie der »sequentiellen Traumatisierung« versucht Becker, ein Denkmodell zu entwickeln, das gestattet, den Prozesscharakter sozialpolitisch verursachter Traumata konzeptuell zu fassen und so die gesellschaftlichen Dimensionen zu berücksichtigen, ohne deshalb subjektive Dimensionen zu verleugnen. Anhand zweier aktueller Beispiele &#8211; Bosnien und Gaza &#8211; illustriert Becker die Anwendbarkeit dieses dialektischen Ansatzes.</p>
<p><em>Jose Brunner und Nathalie Zajdey</em></p>
<p><a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/383530884X">Holocaust und Trauma</a><br />
Kritische Perspektiven zur Entstehung und Wirkung eines Paradigmas<br />
Hg. im Auftrag des Minerva Instituts für deutsche Geschichte an der  Universität Tel Aviv von Jose Brunner und Nathalie Zajde<br />
Tel Aviver Jahrbuch für deutsche Geschichte</p>
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