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	<title>Pharmacon Net &#187; Kommunikation</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
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		<title>Biografie: Anna Halprin</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 14:40:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit Ende der 1930er Jahre ist der Tanz ein wichtiges Element der vielseitigen Karriere von Anna Halprin. Immer wieder hat sie revolutionäre Richtungen für diese Kunstform entwickelt und dabei andere Choreografen dazu inspiriert, den modernen Tanz in neue Dimensionen zu führen. Für James Roose Evans, den Autor von Experimental Theatre, zählt Anna zu den wichtigsten Theaterkünstlern des 20. Jahrhunderts&#8230; 1955 gründete Anna den bahnbrechenden San Francisco Dancer’s Workshop und 1978 gemeinsam mit ihrer Tochter Daria Halprin das Tamalpa Institute. Einige ihrer Schüler sind Meredith Monk, Trisha Brown, Yvonne Rainer, Simone Forti, Ruth Emmerson und Sally Gross, von denen sich einige in der progressiven und experimentellen Judson Church Group engagieren. Im Laufe der Jahre hat ihr berühmter, in Kalifornien unter freiem Himmel liegender Tanzboden zahlreichen Tänzern und Choreografen, darunter Merce Cunningham, Eiko &#38; Koma und Min Tanaka, sowie Komponisten wie John Cage, Luciano Berio, Terry Riley, LeMonte Young und Morton Subotnick oder visuellen Künstlern wie Robert Morris und Robert Whiteman, Dichtern wie Richard Brautigan, James Broughton und Michael McClure und zahllosen anderen als eine experimentelle Heimat gedient. Anna Halprin zählt zu den frühen Pionieren der Expressive Arts- Heilungsbewegung. Sie hat zahllose kollaborative Tanzprogramme mit unheilbar kranken Patienten durchgeführt und ist seit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Ende der 1930er Jahre ist der Tanz ein wichtiges Element der vielseitigen Karriere von Anna Halprin. Immer wieder hat sie revolutionäre Richtungen für diese Kunstform entwickelt und dabei andere Choreografen dazu inspiriert, den modernen Tanz in neue Dimensionen zu führen. Für James Roose Evans, den Autor von Experimental Theatre, zählt Anna zu den wichtigsten Theaterkünstlern des 20. Jahrhunderts&#8230;<span id="more-3742"></span></p>
<p>1955 gründete Anna den bahnbrechenden San Francisco Dancer’s Workshop und 1978 gemeinsam mit ihrer Tochter Daria Halprin das Tamalpa Institute.</p>
<p>Einige ihrer Schüler sind Meredith Monk, Trisha Brown, Yvonne Rainer, Simone Forti, Ruth Emmerson und Sally Gross, von denen sich einige in der progressiven und experimentellen Judson Church Group engagieren. Im Laufe der Jahre hat ihr berühmter, in Kalifornien unter freiem Himmel liegender Tanzboden zahlreichen Tänzern und Choreografen, darunter Merce Cunningham, Eiko &amp; Koma und Min Tanaka, sowie Komponisten wie John Cage, Luciano Berio, Terry Riley, LeMonte Young und Morton Subotnick oder visuellen Künstlern wie Robert Morris und Robert Whiteman, Dichtern wie Richard Brautigan, James Broughton und Michael McClure und zahllosen anderen als eine experimentelle Heimat gedient.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2012/01/anna-halprin-2/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Anna Halprin zählt zu den frühen Pionieren der <strong>Expressive Arts- Heilungsbewegung</strong>. Sie hat zahllose kollaborative Tanzprogramme mit unheilbar kranken Patienten durchgeführt und ist seit langem davon über- zeugt, dass eine <strong>Verbindung zwischen der Bewegung und der Heilkraft des Tanzes</strong> besteht. Neben dem Tanz sowie Innovationen am Theater hat Halprin sich außerdem zahlreichen sozialen Themen gewidmet. In den letzten zehn Jahren hat sie mit „Circle the Earth“ ein zeitgenössisches Tanzritual in Städten und Gemeinden geleitet, mit dem reale Themen angesprochen werden, mit denen sich die teilnehmenden Gemeinden auf der ganzen Welt konfrontiert sehen. Ihr „Planetary Dance: A Prayer for Peace“, ein Gebet um Frieden zwischen den verschiedenen Völkern der Erde, wurde in Berlin bei einer Veranstaltung anlässlich des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des Potsdamer Vertrags, der den Zweiten Weltkrieg beendete, unter Mitwirkung von 400 Teilnehmern aufgeführt.<br />
1995 wurde sie von Michael Gorbatschow gebeten, eine Invokation beim State of the World Forum in Kalifornien aufzuführen.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2012/01/anna-halprin-2/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Anna Halprin hat neue Richtungen für den Tanz gefunden und ist diesen Pfaden mutig in unbekannte Gebiete gefolgt, stets dazu bereit, ihre Arbeit dem jeweiligen Moment anzupassen – eine Philosophie, die zu einer umfassenden Neudefinition des Tanzes geführt hat.</p>
<blockquote><p><em>Anna Halprin:</em><br />
<em> „Ich glaube, wenn mehr von uns in einer auf direkten Erfahrungen beruhenden Weise mit der Natur in Kontakt treten könnten, würde dies die Art, wie wir mit unserer Umwelt, uns selbst und anderen umgehen, verändern.“</em></p></blockquote>
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<p>Halprin hat 150 komplette Tanzwerke für das Theater geschaffen, die ausführlich in Büchern sowie auf Fotos und Film dokumentiert sind. Sie hat zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen erhalten, einschließlich einer Auszeichnung für ihr Lebenswerk als Choreografin des American Dance Festivals. Sie hat drei Bücher geschrieben, Videos über ihre Arbeit veröffentlicht und verschiedene Ehrungen von der Nationalen Kunststiftung der USA, der Guggenheim Foundation, dem American Dance Guild und vielen anderen verliehen bekommen. 1997 wurde Anna Halprin vom American Dance Festival mit dem Samuel H. Scripps Award for Lifetime Achievement „America’s Irreplaceable Dance Treasures“ aufgenommen.</p>
<blockquote><p><em>Anna Halprin:</em><br />
<em> „Ich empfinde eine beständige Liebe zum Tanz und zu seiner Fähigkeit, zu lehren, zu inspirieren, zu heilen und zu transformieren. Mein Leben lang habe ich mit Leidenschaft und Hingabe die Natur des Tanzes und die Frage erforscht, warum er als Lebenskraft so wichtig ist. Ich finde es außerordentlich spannend, meine tiefe Liebe zum Tanz mit ganz normalen und sehr unterschiedlichen Menschen zu teilen. Ihre einzigartige Kreativität inspiriert mich dazu, Tänze zu entwickeln, die aus unserem Leben heraus entstehen. Ich möchte Leben und Kunst ineinander verflechten, damit unser Leben sich so vertieft wie unsere Kunst wächst und unsere Kunst so wächst wie unser Leben sich vertieft.“</em></p></blockquote>
<p>Anna Halprin setzt ihre revolutionäre Arbeit bei der Erkundung der Schönheit des alternden Körpers und seiner Beziehung zur Natur fort. Zu ihren jüngsten Arbeiten zählt das preisgekrönte Video „Returning Home“.</p>
<p>Im September 2004 führte sie das konfrontative „Intensive Care: Reflections on Death and Dying“ beim Festival D’Automne in Paris auf.</p>
<p><em>Jom Kipur / Schofar</em></p>
<p><iframe width="456" height="257" src="http://www.youtube.com/embed/-uqaDMmXMcA?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>2005 entwickelte Anna eine auf Film festgehaltene Performance mit dem Titel „Seniors Rocking“. 2006 zeigte das Museum of Contemporary Art eine umfassende Ausstellung über ihr Lebenswerk.<br />
Auch im hohen Alter von fast 90 Jahren tritt Anna Halprin weiter auf, reist und unterrichtet mit Leidenschaft. Sie kostet dabei jeden Augenblick ihres Lebens aus, getreu ihrem Motto: „<strong>Altern ist wie eine Erleuchtung mit vorgehaltener Pistole</strong>“.</p>
<p><iframe width="456" height="342" src="http://www.youtube.com/embed/_1bnEpgSzn0?fs=1&#038;feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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<blockquote><p><em>Anna Halprin:</em><br />
<em>„Während ich auf der Bank mit Blick über meinen Tanzboden sitze, entsteht eine Flut von Fragen. Was kommt jetzt? Wohin gehe ich? Wie sieht meine Arbeit heute aus, wo ich siebenundachtzig bin? Was tun alte Menschen in anderen Kulturen? Die Jugend lehren, Kranke heilen, sich um das Land kümmern, Rituale abhalten, mit den Ahnen sprechen und die Familie erhalten. Ich führe alle diese Aufgaben aus und rufe die Geister, wo immer sie sein mögen, was immer das bedeuten mag, und in welcher Form sie sich auch zeigen mögen, um mir weiter den Weg zu weisen in dieser Evolution des Tanzes, der ich mein Leben gewidmet habe. Ich glaube weiterhin an das strahlende Potenzial, das durch all diese Arbeit freigesetzt wird, in seiner Entwicklung von der Rebellion über Entfaltung bis hin zur Gemeinschaft, zum Heilen und wieder zurück zur Natur.“</em></p></blockquote>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2012/01/anna-halprin-2/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
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		<title>Hirschfeld &amp; Freud: Wie wird man heterosexuell?</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/12/bisexuell/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 12:13:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Freud]]></category>
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		<description><![CDATA[Die biologistische Sichtweise verknüpft Geschlecht und Sexualität miteinander. Demnach gibt es eine männliche und eine weibliche Sexualität, egal ob homo oder hetero. Ilka Quindeau, Professorin für Klinische Psychologie und Psychoanalyse an der FHS Frankfurt, stellt diese Festlegungen in einem originellen Rückgriff auf Freud in Frage&#8230; Ilka Quindeau: Wie wird man heterosexuell? [BESTELLEN?] Sie entwickelt ein Konzept von Bisexualität, die nicht nur in der Richtung des Begehrens offen ist, sondern auch im eigenen Empfinden nicht auf &#8220;männlich&#8221; oder &#8220;weiblich&#8221; festgelegt ist. Lustempfinden und Begehren sind demnach nicht einseitig im Körper verwurzelt, sondern bilden sich als Antwort, als Reaktion auf das heraus, was ihm von außen Befriedigung bereitet. Ihr Vortrag erscheint als Queer Lectures (Heft 10) Herausgegeben von der Initiative &#8220;Queer Nations&#8221;,  einer Allianz von WissenschaftlerInnen, die sich dem Wiederaufbau des 1933 von den Nationalsozialisten zerstörten Instituts für Sexualwissenschaft widmen. Queer Nations will den akademischen Diskurs um &#8220;queere&#8221; Fragestellungen auch öffentlich fruchtbar machen &#8211; zu diesem Zweck erscheinen die Queer Lectures. „Per scientiam ad justitiam“ „Durch Wissenschaft zur Gerechtigkeit“ „Through science to justice“ Dr. med. Magnus Hirschfeld (1868 – 1935)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die biologistische Sichtweise verknüpft Geschlecht und Sexualität miteinander. Demnach gibt es eine männliche und eine weibliche Sexualität, egal ob homo oder hetero. Ilka Quindeau, Professorin für Klinische Psychologie und Psychoanalyse an der FHS Frankfurt, stellt diese Festlegungen in einem originellen Rückgriff auf Freud in Frage&#8230;<span id="more-3705"></span></p>
<p><a href="http://www.hagalil.com/images/personen/hirschfeld.jpg"><img class="alignright" src="http://www.hagalil.com/images/personen/hirschfeld.jpg" alt="M. Hirschfeld" width="298" height="464" /></a><span style="font-size: medium;"><strong><em>Ilka Quindeau:</em></strong></span><br />
<span style="font-size: medium;"><strong><em> Wie wird man heterosexuell?</em></strong></span><br />
[<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3939542857">BESTELLEN?</a>]</p>
<p>Sie entwickelt ein Konzept von Bisexualität, die nicht nur in der Richtung des Begehrens offen ist, sondern auch im eigenen Empfinden nicht auf &#8220;männlich&#8221; oder &#8220;weiblich&#8221; festgelegt ist. Lustempfinden und Begehren sind demnach nicht einseitig im Körper verwurzelt, sondern bilden sich als Antwort, als Reaktion auf das heraus, was ihm von außen Befriedigung bereitet.</p>
<p>Ihr Vortrag erscheint als Queer Lectures (Heft 10) Herausgegeben von der Initiative <a href="http://www.queer-nations.de/" target="_blank">&#8220;Queer Nations&#8221;</a>,  einer Allianz von WissenschaftlerInnen, die sich dem Wiederaufbau des 1933 von den Nationalsozialisten zerstörten <a href="http://glbt-news.israel-live.de/deutschland/hirschfeld.htm">Instituts für Sexualwissenschaft</a> widmen. Queer Nations will den akademischen Diskurs um &#8220;queere&#8221; Fragestellungen auch öffentlich fruchtbar machen &#8211; zu diesem Zweck erscheinen die Queer Lectures.</p>
<p><strong>„Per scientiam ad justitiam“</strong><br />
<strong>„Durch Wissenschaft zur Gerechtigkeit“</strong><br />
<strong>„Through science to justice“</strong><br />
<em>Dr. med. Magnus Hirschfeld (1868 – 1935)</em></p>
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		<title>Frei von stereotyper Erwartung: Liebe</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/12/liebe-2/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 12:25:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Kontakt]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Formen, in denen sich die Liebe manifestiert, reicht von der unverbindlichen Freundlichkeit über Verführung, Sexualspiele, Ergebenheit, bis hin zum süchtigmachenden Zustand des Verliebtseins. Ohne die süchtigmachenden Eigenschaften der Liebe würde ein Großteil des Risikos, das das Lieben enthält, verschwinden &#8211; sowohl in wie auch außerhalb der Therapie&#8230; pp. 184, Erving und Miriam Polster, Gestalttherapie Innerhalb der Therapie, wo Liebe praktisch unausweichlich ist, kann man lernen, zwischen Liebe und Abhängigkeit, Liebe und Besessenheit und vielleicht sogar zwischen Liebe und Sexualität zu unterscheiden. Der Durcharbeitungsprozeß verlangt vom Betreffenden, daß er Gefühlsregungen als ein Produkt seiner Persönlichkeit akzeptiert und daß er erkennt, daß seine Gefühle auf so viele Arten zu befriedigen sind, wie seine Findigkeit nur erdenken kann. Wenn er unter den günstigen Bedingungen der Therapie seinen gewohnheitsmäßigen Widerstand gegen die Liebe überwunden hat, dann hat er entdeckt, wie er das Lieben ohne List, Strategie oder Stereotype erfahren kann. Wenn er einmal über die reinen Konventionen des Liebens hinausgegangen ist, dann wird er fähiger, alle Befriedigungen zu erlangen, die therapeutische Beziehung trotz ihrer natürlichen Grenzen bietet. Wenn dann die gleichen Gefühle anderswo auftauchen &#8211; solange sie nicht an irgendwelchen vorgeformten Arten der Liebe hängenbleiben -, sind die Chancen zur Befriedigung im allgemeinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p dir="LTR">Die Formen, in denen sich die Liebe manifestiert, reicht von der unverbindlichen Freundlichkeit über Verführung, Sexualspiele, Ergebenheit, bis hin zum süchtigmachenden Zustand des Verliebtseins. Ohne die süchtigmachenden Eigenschaften der Liebe würde ein Großteil des Risikos, das das Lieben enthält, verschwinden &#8211; sowohl in wie auch außerhalb der Therapie&#8230;<span id="more-3685"></span></p>
<p dir="LTR"><a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3872948725"><em>pp. 184, Erving und Miriam Polster, Gestalttherapie</em></a></p>
<p dir="LTR">Innerhalb der Therapie, wo Liebe praktisch unausweichlich ist, kann man lernen, zwischen Liebe und Abhängigkeit, Liebe und Besessenheit und vielleicht sogar zwischen Liebe und Sexualität zu unterscheiden. Der Durcharbeitungsprozeß verlangt vom Betreffenden, daß er Gefühlsregungen als ein Produkt seiner Persönlichkeit akzeptiert und daß er erkennt, daß seine Gefühle auf so viele Arten zu befriedigen sind, wie seine Findigkeit nur erdenken kann.</p>
<p dir="LTR">Wenn er unter den günstigen Bedingungen der Therapie seinen gewohnheitsmäßigen Widerstand gegen die Liebe überwunden hat, dann hat er entdeckt, wie er das Lieben ohne List, Strategie oder Stereotype erfahren kann. Wenn er einmal über die reinen Konventionen des Liebens hinausgegangen ist, dann wird er fähiger, alle Befriedigungen zu erlangen, die therapeutische Beziehung trotz ihrer natürlichen Grenzen bietet. Wenn dann die gleichen Gefühle anderswo auftauchen &#8211; solange sie nicht an irgendwelchen vorgeformten Arten der Liebe hängenbleiben -, sind die Chancen zur Befriedigung im allgemeinen wesentlich größer. <strong>Mit solcher Freiheit, Erfahrung ohne stereotype Forderungen zu akzeptieren, sind die süchtigmachenden Qualitäten der Liebe nicht so drohend, und der Erfolg wird nicht auf eine einseitige Konzentration auf nur einen Menschen reduziert.</strong></p>
<p dir="LTR">Wenn ein Patient zum Beispiel den Therapeuten liebt, dann wird er mit ihm vielleicht Geschlechtsverkehr haben wollen. Wahrscheinlich wird er es nicht tun, aber dennoch ist er immer noch offen für die vielen Interaktionen, die die Beziehung erregend und bedeutungsvoll machen. Der Patient, obwohl er Vorteile daraus zieht, braucht immer noch jemand, mit dem er Geschlechtsverkehr haben kann. Wenn einmal dieses Bedürfnis nach Liebe an die Oberfläche gedrungen ist, wird der Patient dazu angeregt, das, was er benötigt, aus anderen Beziehungen zu bekommen, so wie sie sich ergeben. Ist dies denn nicht nur eine Verlagerung des sexuellen Drangs vom Therapeuten auf einen anderen Menschen &#8211; eine Ersatzerfahrung, die sich einfach auf ein Gefühl der Ablehnung gründet? Möglich, aber nur dann, wenn der Mensch weiterhin verbissen an seinem Ideal festhält und versucht, wenigstens einen Ersatz zu finden.</p>
<p dir="LTR">Das Gegenmittel gegen das Festhalten ist die Entdeckung der Vielgestaltigkeit, <strong>die Erkenntnis, daß jede Erfahrung in sich gültig ist und nicht nur einen Ersatz für eine andere Erfahrung darstellt</strong>. Der gesunde Mensch ist nicht nur der Gefangne seiner Gefühlsregungen. Gefühle weisen nur auf ihr eigenes Verschwinden hin.</p>
<p dir="LTR">Gefühle <em><strong>wollen </strong></em>verschwinden &#8211; sie haben keinen Anspruch auf Unsterblichkeit. Sie gehen den für sie bestimmten Weg bis ans Ende. Dann sind sie fort, nur um von neuen Gefühlen ersetzt zu werden, die genauso entbehrlich und bescheiden sind. Nur <strong>Sentimentalität, die auf der vagen Furcht vor der verfrühten Unterbrechung basiert, führt zu dem Bedürfnis, sich anzuklammern</strong>, führt zum Gefühl der Unverletzlichkeit und zum Bedürfnis nach einer Garantie, wo man versucht, das zu erhalten, was vom Wesen her unbeständig ist.</p>
<p dir="LTR">Unsere Aufgabe in der Therapie ist es, bei der Wiederentdeckung der Progression im Leben zu helfen. Wenn eine Erfahrungseinheit endet, dann beginnt die nächste, und dieser Prozeß ist es, der die Unsterblichkeit ausmacht, nicht das Idolisieren einer Einzelerfahrung.</p>
<p dir="LTR">Aber wir wollen das tatsächliche Dilemma, das in der Therapie durch die Intensität der Gefühle entsteht, nicht unterschätzen. Das Gefühl der Dringlichkeit kann stark werden, der Weg zur Vollendung kann mit Schwierigkeiten gepflastert sein, und das Bedürfnis, in der Hoffnung auf ein vorherbestimmtes Kriterium der Vollendung auszuharren, kann den Betreffenden gefangenhalten. <strong>Es ist nicht einfach zu begreifen, daß Liebe nicht Bindung bedeutet</strong>, besonders dann, wenn die Liebe nicht mit den bekannten, hochgepriesenen Aufmerksamkeiten belohnt wird, die unser sozialer Kodex vorschreibt.</p>
<p dir="LTR">Ruth war beispielsweise wütend und sogar desillusioniert, als ich sie bei einem Krankenhausaufenthalt nicht besuchte. Sie hatte meine Zuneigung bei unserer Zusammenarbeit häufig erfahren und glaubte jetzt, da ich sie nicht besucht hatte, daß meine Zuneigung nur vorgetäuscht gewesen sei, eine reine Technik, um sie zu heilen. Ruth mußte lernen, daß die herzlichen Reaktionen auf ihren Humor, auf ihre Traurigkeit, auf ihre Einfälle tatsächlich ehrlich waren. Sie führten einfach nicht dazu, daß ich sie im Krankenhaus besuchte. Dies mag nun einen echten Grund für ihren Zorn und ihre Enttäuschung geliefert haben, aber es negierte weder die Wärme, die ich für sie empfand, noch die Anziehungskraft, die Ruth durch meine Zuneigung in sich selbst entdeckt hatte.<br />
Ihre Anziehungskraft hing jedoch nicht davon ab, daß ich diese entsprechend ihrer stereotypen Forderungen ständig bestätigte. Es ist sehr schwer einzusehen, daß auch unerwiderte Liebe gesund und stärkend sein kann. Die Konfrontation mit der Wirklichkeit der Liebe anstatt nur mit ihren gewohnten Formen bringt den Patienten dazu, die Liebe zu sehen, wie sie ist und nicht wie sie sein <em> sollte.</em></p>
<p dir="LTR">Dies mag wie eine nüchterne Auffassung der Liebe erscheinen, bei welcher der eine Partner keine Verantwortung empfindet, auf die Erwartungen zu reagieren, die manche Kontakte entstehen lassen, doch es verhält sich anders. Es gibt Erwartungen, die zurecht entscheidend sind für das Niveau bestimmter Beziehungen. Doch diese Erwartungen dürfen keinesfalls stereotype Schuldscheine sein, die aus früheren gesellschaftlichen Verträgen abgeleitet werden. Sie sind Teil des Prozesses der gegenseitigen Entdeckung und stellen eine sensible Aussage darüber dar, in welcher Beziehung ein Mensch zu einem anderen steht.</p>
<p dir="LTR">Ruth kam also zu der Erkenntnis, daß meine Zuneigung für sie ehrlich war, aber daß sie nicht unbedingt zu einem Krankenhausbesuch führen mußte.</p>
<p dir="LTR">Es wäre eine große Verlockung, Ruths Verhalten als eine dumme Wiederholung der unerledigten Geschäfte in bezug auf ihren Vater interpretieren zu können, der ihr nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Der Druck einer aktuellen Liebesbeziehung kann sehr stark sein. Breuer hat dies vor langer Zeit entdeckt, als er deswegen die psychoanalytische Richtung verlassen musste. Freud erwies sich als fähiger, diesen Druck zu ertragen, aber selbst er musste das Prinzip der Übertragung einführen, um sich abzusichern. Mit Hilfe des Prinzips der Übertragung war es ihm und seinen Nachfolgern möglich, den Kontakt dadurch zu entpersonalisieren, daß sie ihn als völlig unabhängig von der Persönlichkeit des Therapeuten darstellten.</p>
<p dir="LTR">In der Gestalttherapie versuchen wir, uns auf die Beziehung an sich zu konzentrieren. Sich selbst wieder als liebevoll zu erfahren, bedeutet die Wiederentdeckung eines Aspekts der vollen Selbsterfahrung, die im täglichen Leben vieler Menschen schwach oder gar nicht vorhanden ist. Liebe ist mehr als nur eine Cause celebre oder ein gesellschaftsfähiger Fall der Monomanie. <strong>Sie ist nicht unwiderruflich an ein auslösendes Objekt gebunden, sondern sie ist eine Funktion des liebenden Menschen. Je mehr er also lernen kann, viele Menschen auf vielerlei Weise zu lieben, desto größer werden seine Chancen der Erfüllung und Befriedigung</strong>. In der Sicherheit der Therapie oder der Gruppe, in der Kontinuität der Interaktionen, in der Erregung, attraktive Menschen kennenzulernen, in der Tiefe und Intimität eines guten Kontakts, selbst angesichts der Verletzbarkeit, die das Bedürfnis nach Liebe häufig mit sich bringt, entstehen für den Patienten optimale Bedingungen, einen anderen Menschen zu lieben.</p>
<p dir="LTR">Wir wissen alle, daß Liebe schön und bereichernd sein kann, ohne die begleitenden Stereotype und Verpflichtungen, die aus solchen Erscheinungen wie Permanenz, Ausschließlichkeit und Leidenschaft entstehen können. Die Liebe zu seinem Universitätsprofessor kann einen Studenten dazu anspornen, sich selbst und seine Ausbildung ernst zu nehmen und ihn in neue Richtungen beim Lesen, Denken und in der Kommunikation lenken. Es ist verwerflich, den Menschen ihre liebenden Gefühle auszureden. Die Menschen müssen vielmehr lernen, daß jemanden zu lieben nicht bedeutet, daß sie den Betreffenden heiraten, mit ihm schlafen, ihn auf die Universität schicken, auf Parties einladen oder immer mit ihm Zusammensein müssen. Es kann so sein, muß aber nicht. Erwartungen, ja; Forderungen, nein!</p>
<p dir="LTR"><a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3872948725">[BESTELLEN?]</a></p>
<p><em>Miriam und Erving Polster gehören zu den bekanntesten und profiliertesten Gestalttherapeuten der Welt. Vor rund 30 Jahren veröffentlichten sie ihr Grundlagenwerk der Gestalttherapie, das auch heute noch ein wichtiges Lehrbuch der Gestalttherapie ist.</em><br />
<em>Seit über 40 Jahren haben Miriam und Erving Polster Gestalttherapeutinnen und Gestalttherapeuten aus vielen Ländern ausgebildet und in besonderer Weise geprägt: Immer wieder betonen sie, daß es Wohlwollen und Achtung der Therapeutinnen und Therapeuten sind, die es den Klientinnen und Klienten in der Gestalttherapie ermöglichen, sich angstfrei zu öffnen und so neue bereichernde Erfahrungen zu machen.</em></p>
<p><strong>À propos: <a href="http://www.hagalil.com/judentum/samson-hirsch/chorew-16.htm">Liebe</a></strong><br />
Samson Rafael Hirsch, Rabbiner, meint&#8230;</p>
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		<title>Die Fähigkeit zur Transformation: Trauma-Heilung</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/08/trauma-heilung-1/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 11:36:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychosomatik]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
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		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>

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		<description><![CDATA[Viel zu lange hat die europäische Wissenschaft Körper und Geist getrennt wahrgenommen. Peter Levin, einer der bekanntesten Traumaforscher, spricht von einer &#8220;undifferenzierten und verschmolzenen Einheit von Körper und Geist&#8221;. Dabei geht es ihm weniger um Philosophie als um Wissenschaft und neuere neurophysiologische oder auch psychoneuroimmunologische Studien, die diese Einheit bestätigen&#8230; &#8230; &#8220;Alles, was die Handlungsfähigkeit des Körpers steigert, verringert, einschränkt oder erweitert, steigert, verringert, beschränkt oder erweitert auch die Handlungsfähigkeit des Geistes. Und alles, was die Handlungsfähigkeit des Geistes steigert, verringert, beschränkt oder erweitert, steigert, verringert, beschränkt oder erweitert auch die Handlungsfähigkeil des Körpers&#8221;&#8230; Baruch Spinoza (1632-1677) Laura Perls, die Begründerin der Gestalttherapie, brachte es einmal auf eine einfache Formel, als sie betonte, man habe keinen Körper, sondern sei ein Körper: &#8220;You are some-body&#8221;, und wenn du keiner bist, dann bist du schnell ein &#8220;no-body&#8221;. Peter Levin erforscht die Mysterien des Traumas und der PTBS (Posttraumatischen Belastungsstörung) seit drei Jahrzehnten und wenn dies auch eine Konfrontation mit unsäglichen Qualen und &#8220;schrecklichem Wissen&#8221; ist, faszinierte ihn auch  die komplizierte Beziehung des Themas zu Naturwissenschaften, Philosophie, Mythologie und Kunst. Wie die frühen Gestaltherapeuten fühlt auch Levin sich dem Erbe von Wilhelm Reich, Ida Rolf u.a. verpflichtet. Dieser humanistischer und ganzheitliche Ansatz half [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viel zu lange hat die europäische <a href="http://www.pharmacon.net/2011/01/psychiatrie-1/">Wissenschaft</a> Körper und Geist getrennt wahrgenommen. Peter Levin, einer der bekanntesten Traumaforscher, spricht von einer &#8220;undifferenzierten und verschmolzenen Einheit von Körper und Geist&#8221;. Dabei geht es ihm weniger um Philosophie als um Wissenschaft und neuere neurophysiologische oder auch psychoneuroimmunologische Studien, die diese Einheit bestätigen&#8230;<span id="more-3463"></span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="font-size: x-small;"><em>&#8230; &#8220;Alles, was die Handlungsfähigkeit des Körpers steigert, verringert, einschränkt oder erweitert, steigert, verringert, beschränkt oder erweitert auch die Handlungsfähigkeit des Geistes.<br />
Und alles, was die Handlungsfähigkeit des Geistes steigert, verringert, beschränkt oder erweitert, steigert, verringert, beschränkt oder erweitert auch die Handlungsfähigkeil des Körpers&#8221;&#8230;<br />
Baruch Spinoza (1632-1677)</em></span></p>
<p><a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3922026915"><img class="alignright" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41BXCJCN5AL._SL210_.jpg" alt="" width="144" height="210" /></a>Laura Perls, die Begründerin der Gestalttherapie, brachte es einmal auf eine einfache Formel, als sie betonte, man habe keinen Körper, sondern sei ein Körper: &#8220;You are some-body&#8221;, und wenn du keiner bist, dann bist du schnell ein &#8220;no-body&#8221;.</p>
<p>Peter Levin erforscht die Mysterien des Traumas und der PTBS (Posttraumatischen Belastungsstörung) seit drei Jahrzehnten und wenn dies auch eine Konfrontation mit unsäglichen Qualen und &#8220;schrecklichem Wissen&#8221; ist, faszinierte ihn auch  die komplizierte Beziehung des Themas zu Naturwissenschaften, Philosophie, Mythologie und Kunst.</p>
<p>Wie die frühen Gestaltherapeuten fühlt auch Levin sich dem Erbe von Wilhelm Reich, Ida Rolf u.a. verpflichtet. Dieser humanistischer und ganzheitliche Ansatz half ihm, den Sinn des Leidens zu verstehen. Und so schwört auch Levin die Macht der Gegenwart, wenn er sagt: &#8220;<strong>Die Vergangenheit spielt für uns keine Rolle, wenn wir lernen, in der Gegenwart präsent zu sein.</strong> Jeder Augenblick entfaltet dann sein kreatives Potential.&#8221;</p>
<p>Traditionell werden Traumata als Störungen geistiger Prozesse verstanden und auch wenn Medizin und Psychologie inzwischen die Wichtigkeit der Beziehung zwischen Geist und Körper bestätigen, wird deren Bedeutung bei der Heilung von Traumata noch immer stark unterschätzt und findet in unserem modernen Verständnis des Traumas und seiner Behandlung fast keine Beachtung.</p>
<p>Zwischen Geist und Körper findet, z.T. vermittelt durch Neuropeptid-Botenstoffe, eine äußerst komplizierte wechselseitige Kommunikation statt. Demnach kann man sagen, dass jedes Organ des Körpers, einschließlich des Gehirns, eigene &#8220;Gedanken&#8221;, &#8220;Gefühle&#8221; und &#8220;Eingebungen&#8221; hat und diese Phänomene auch bei den jeweiligen anderen zur Kenntnis nimmt.</p>
<p>Jenseits der heute so verbreiteten mechanistischen und reduktionistischen Sicht des Lebens existiert also ein wahrnehmender, fühlender, wissender und lebender Organismus. Dieser lebende Körper, der uns mit allen fühlenden Wesen verbindet, informiert uns über unsere angeborene Fähigkeit, von den Auswirkungen eines Traumas zu genesen.</p>
<blockquote><p>&#8230;&#8221;Die meisten Traumatherapien wenden sich mit sprachlichen Mitteln an den Geist und beeinflussen mit Medikamenten dessen Moleküle. Beide Ansätze können nützlich sein. Doch wird die vollständige <strong>Heilung eines Traumas niemals gelingen, wenn nicht gleichzeitig die wichtige Rolle, die der Körper selbst bei der Entstehung dieser Störung spielt</strong>, gesehen und in die Betrachtung einbezogen wird. Wir müssen herausfinden, was bei der Entstehung eines Traumas mit unserem Körper geschieht, und wir müssen seine zentrale Bedeutung bei der Heilung der Traumafolgen erkennen&#8221;, so Peter Levin in einem seiner ersten Bücher*, in dem er sich intensiv mit der &#8220;Weisheitsgabe, die wir empfangen, wenn wir lernen, die ehrwürdigen, ursprünglichen und intelligenten Energien unseres Körpers zu nutzen und zu transformieren&#8221; befasst: &#8220;<strong>Gelingt es uns, die zerstörerische Kraft des Traumas zu überwinden, erhebt unser angeborenes Potential uns in neue Höhen der Meisterschaft und des Wissens</strong>&#8220;.</p></blockquote>
<p>Nach Levin müssen Traumata keine lebenslängliche Strafe sein. Für ihn sind sie nicht nur &#8220;heilbar&#8221;, sie können sogar transformierend wirken. Er zählt sie zu den &#8220;wichtigsten Kräften der menschlichen Entwicklung, des psychischen, sozialen und spirituellen Erwachens&#8221;.</p>
<p><em>Der Autor:</em></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&amp;ref_=rdr_ext_aut&amp;index=books&amp;field-author=Peter%20A.%20Levine#?_encoding=UTF8&amp;site-redirect=de&amp;tag=buchundjudenhaga&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">Peter Levine</a>, Ph.D., Biologe, Physiker und Psychologe, widmet sich seit 35 Jahren dem Studium von Stress und Trauma und ist einer der anerkanntesten Trauma-Spezialisten weltweit. Nach seinem Bestseller Das Erwachen des Tigers (<a href="http://www.synthesis-verlag.com/">Synthesis Verlag</a>) und seinem Grundlagenwerk über Traumaheilung bei Kindern und Jugendlichen (Kösel 2005, über 5000 verkaufte Exemplare) erschienen noch weitere Bücher auf Deutsch. Seine Methode <a href="http://www.somatic-experiencing.de/">Somatic Experiencing</a> unterrichtet er in vielen Ländern. Zusätzlich zu seiner fachlichen Tätigkeit stellt er sich für die Basisarbeit in Gemeinschaften und Gesellschaften, die durch Krieg oder Naturkatastrophen traumatisiert worden sind, beratend und leitend zur Verfügung.</p>
<p><em>Das Buch:</em><br />
*) <a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3922026915">Peter a. Levine: Trauma-Heilung &#8211; Das Erwachen des Tigers</a></p>
<p>Im Gegensatz zur allgemein verbreiteten Sicht können Traumata geheilt werden. In vielen Fällen sind dazu nicht einmal langwierige Therapien, kein schmerzhaftes Reaktivieren von Erinnerungen und keine Dauermedikation erforderlich. Wir müssen verstehen, daß es weder notwendig noch möglich ist, Ereignisse, die in der Vergangenheit liegen, zu verändern. Alte Traumasymptome sind Beispiele für gebundene Energie und vergessene Lektionen des Lebens. Die Vergangenheit spielt für uns keine Rolle, wenn wir lernen, in der Gegenwart präsent zu sein. Jeder Augenblick entfaltet dann sein kreatives Potential.<br />
Mit der Information und den Hilfsmitteln, die Ihnen dieses Buch an die Hand gibt, können Sie vermeiden, daß potentiell traumatische Erfahrungen ihre destruktive Wirkung entfalten, und besser mit bedrohlichen Situationen umgehen. In vielen Fällen ermöglichen die hier vorgestellten Methoden auch, die Symptome älterer Traumata in bereichernde Lebenserfahrungen umzuwandeln.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&amp;ref_=rdr_ext_aut&amp;index=books&amp;field-author=Peter%20A.%20Levine#?_encoding=UTF8&amp;site-redirect=de&amp;tag=buchundjudenhaga&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">Peter Levine bei amazon.de</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=buchundjudenhaga&amp;l=ur2&amp;o=3" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
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		<title>Musizieren ist Gefühlsausdruck ohne Worte: Trommeln hilft bei Depression</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/08/depression-10/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Aug 2011 12:16:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<description><![CDATA[Musik kann Depressiven eine große Hilfe sein &#8211; besonders wenn sie sich selbst aktiv am Instrument betätigen. Das berichten finnische Forscher im &#8220;British Journal of Psychiatry&#8221;. Menschen mit Depression erhielten zusätzlich zur Standardbehandlung ein Musiktherapie-Angebot, das sich besonders auf Schlaginstrumente wie etwa afrikanische Trommeln oder Synthesizer-Vibraphone stützte&#8230; Jyväskylä pte - Der Anteil jener, bei denen sich die Symptome besserten, war mit Musiktherapie deutlich höher als ohne. Steigerung des Therapieeffekts &#8220;Menschen zeigen innere Anspannung und Gefühle oft durch Trommeln oder durch Geräusche, die denen eines Schlaginstruments ähneln. Viele Depressive berichten von Erleichterung, wenn sie selbst mit Instrumenten Musik machen&#8221;, so Studienautor Jaakko Erkkilä von der Universität Jyväskylä http://www.jyu.fi/en . Der Effekt gehe einerseits auf die ästhetische Freude bei Musik zurück, andererseits auf die erhöhte Aufmerksamkeit, die der Rhythmus einfordert. Der Gefühlsausdruck ohne Worte erleichtere zudem die Kommunikation mit dem Therapeuten. Von 79 Depressions-Patienten erhielten 33 zusätzlich zu Antidepressiva, Psychotherapie und Beratung alle zwei Wochen insgesamt 18 Einheiten in Musiktherapie. Drei Monate nach Beginn hatten sich die Depressions- und Angstsymptome stärker gebessert als bei der Kontrollgruppe, zudem berichteten die Patienten auch von Erleichterungen im Alltagsleben. Der positive Effekt hielt auch drei Monate nach Therapieende an. Genaue Diagnose nötig Trotz der positiven Ergebnisse warnt Hans Volker [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Musik kann Depressiven eine große Hilfe sein &#8211; besonders wenn sie sich selbst aktiv am Instrument betätigen. Das berichten finnische Forscher im &#8220;British Journal of Psychiatry&#8221;. Menschen mit Depression erhielten zusätzlich zur Standardbehandlung ein Musiktherapie-Angebot, das sich besonders auf Schlaginstrumente wie etwa afrikanische Trommeln oder Synthesizer-Vibraphone stützte&#8230;<span id="more-3461"></span></p>
<p>Jyväskylä <a href="http://www.pressetext.de">pte</a> - Der Anteil jener, bei denen sich die Symptome besserten, war mit Musiktherapie deutlich höher als ohne.</p>
<p><strong>Steigerung des Therapieeffekts</strong></p>
<p>&#8220;Menschen zeigen innere Anspannung und Gefühle oft durch Trommeln oder durch Geräusche, die denen eines Schlaginstruments ähneln. Viele Depressive berichten von Erleichterung, wenn sie selbst mit Instrumenten Musik machen&#8221;, so Studienautor Jaakko Erkkilä von der Universität Jyväskylä <a href="http://www.jyu.fi/en">http://www.jyu.fi/en</a> . Der Effekt gehe einerseits auf die ästhetische Freude bei Musik zurück, andererseits auf die erhöhte Aufmerksamkeit, die der Rhythmus einfordert. Der Gefühlsausdruck ohne Worte erleichtere zudem die Kommunikation mit dem Therapeuten.</p>
<p>Von 79 Depressions-Patienten erhielten 33 zusätzlich zu Antidepressiva, Psychotherapie und Beratung alle zwei Wochen insgesamt 18 Einheiten in Musiktherapie. Drei Monate nach Beginn hatten sich die Depressions- und Angstsymptome stärker gebessert als bei der Kontrollgruppe, zudem berichteten die Patienten auch von Erleichterungen im Alltagsleben. Der positive Effekt hielt auch drei Monate nach Therapieende an.</p>
<p><strong>Genaue Diagnose nötig</strong></p>
<p>Trotz der positiven Ergebnisse warnt Hans Volker Bolay vom Deutschen Zentrum für Musiktherapieforschung <a href="http://www.dzm-heidelberg.de">http://www.dzm-heidelberg.de</a> gegenüber pressetext vor unkritischer Anwendung von Musiktherapie. &#8220;Die Zeiten, in denen man Musik empfahl, da sie &#8216;für das Gemüt immer positiv&#8217; ist, sind vorbei &#8211; Gott sei Dank. Für jeden Einsatz braucht Musiktherapie eine saubere Diagnose, eine entsprechende Indikation und auch das richtige Konzept. Musiktherapie ist nur dort sinnvoll, wo sie besser ist als vergleichbare Methoden.&#8221;</p>
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		<title>USA: Ein Drittel will Handy statt Sex</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 08:38:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Umfrage der Firma telenav unter 514 erwachsenen Mobiltelefonierern in den USA hat ergeben, dass rund ein Drittel der Mediennutzer lieber eine Woche lang auf Sex als auf ihr Handy verzichten würde. Vor allem die Nutzer von Smartphones möchten sich keinesfalls von ihren kleinen Helfern trennen &#8211; zu stark scheint die Abhängigkeit von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter zu sein&#8230; Auch andere Annehmlichkeiten nicht so wichtig pte &#8211; Handy als Laster &#8211; Wirklich überraschend ist das Ergebnis der Umfrage jedoch nicht. &#8220;Das Ergebnis ist durchaus nachvollziehbar. Das Handy ist mit seinen Kommunikations- und Vernetzungsmöglichkeiten ein wesentlicher Teil der Identität der Nutzer geworden. Eine Woche ist auch nicht so lange, dass man sich nicht mit Ersatzhandlungen über Wasser halten kann. Solche Durststrecken kommen auch sonst vor&#8221;, erklärt Gerti Senger, Beziehungstherapeutin und Sachbuchautorin http://www.gerti-senger.at , gegenüber pressetext. Die Umfrage zum Nutzungsverhalten moderner Kommunikationsmedien ergab zudem, dass die US-Amerikaner andere Entbehrungen in Kauf nehmen würden, um nicht auf ihre geliebten Mobiltelefone zu verzichten. 70 Prozent der Interviewten wären bereit, eine Woche lang Alkohol zu entbehren. Etwas mehr als die Hälfte würde lieber sieben Tage lang keinen Kaffee trinken als die eigenen Handys abzugeben. Etwa ein Fünftel würde sogar die Zahnbürste weglegen, um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Umfrage der Firma telenav unter 514 erwachsenen Mobiltelefonierern in den USA hat ergeben, dass rund ein Drittel der Mediennutzer lieber eine Woche lang auf Sex als auf ihr Handy verzichten würde. Vor allem die Nutzer von Smartphones möchten sich keinesfalls von ihren kleinen Helfern trennen &#8211; zu stark scheint die Abhängigkeit von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter zu sein&#8230;<span id="more-3428"></span></p>
<p><strong>Auch andere Annehmlichkeiten nicht so wichtig</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Handy als Laster &#8211; Wirklich überraschend ist das Ergebnis der Umfrage jedoch nicht. &#8220;Das Ergebnis ist durchaus nachvollziehbar. Das Handy ist mit seinen Kommunikations- und Vernetzungsmöglichkeiten ein wesentlicher Teil der Identität der Nutzer geworden. Eine Woche ist auch nicht so lange, dass man sich nicht mit Ersatzhandlungen über Wasser halten kann. Solche Durststrecken kommen auch sonst vor&#8221;, erklärt Gerti Senger, Beziehungstherapeutin und Sachbuchautorin http://www.gerti-senger.at , gegenüber pressetext.<br />
Die Umfrage zum Nutzungsverhalten moderner Kommunikationsmedien ergab zudem, dass die US-Amerikaner andere Entbehrungen in Kauf nehmen würden, um nicht auf ihre geliebten Mobiltelefone zu verzichten. 70 Prozent der Interviewten wären bereit, eine Woche lang Alkohol zu entbehren. Etwas mehr als die Hälfte würde lieber sieben Tage lang keinen Kaffee trinken als die eigenen Handys abzugeben. Etwa ein Fünftel würde sogar die Zahnbürste weglegen, um nicht auf mobile Kommunikation zu verzichten. Die härtesten 20 Prozent der Befragten würden sogar eine Woche lang auf Schuhe verzichten und barfuß durch die Straßen hetzen.</p>
<p><strong>Smartphone-Nutzer unhöflich</strong></p>
<p>Ein weiteres Detail der Untersuchung: Smartphone-Benutzer sind deutlich unhöflicher als die Besitzer herkömmlicher Mobiltelefone. 26 Prozent der Smartphon-Gruppe gaben zu, ihre Telefone öfters auch am Esstisch zu verwenden. Bei den Personen, die ältere Handys benutzen, waren es nur sechs Prozent. Außerdem hat die Wahl des Handys auch Einfluss auf die Partnerwahl. 83 Prozent der iPhone-Besitzer gaben an, dass sie Menschen mit iPhone für die besseren Partner halten. Bei Nutzern von Android-Telefonen trat dieses Phänomen ebenfalls auf, wenn auch nur bei 70 Prozent.</p>
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		<title>Psychologen: Gebt Amokläufer kein Forum!</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/07/terror/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 22:44:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie allg.]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Suizid]]></category>

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		<description><![CDATA[Obwohl der Osloer Amoklauf weltweit für enormes Informationsbedürfnis sorgt, sollten sich Medien davor hüten, zu Handlangern des mutmaßlichen Täters zu werden. Erlaubt man ihm, sich selbst zu inszenieren, erreicht er damit nur sein Ziel&#8230; Gefahr durch Sensations-Darstellung und Details über Täter &#8211; - Man sollte eher die Folgen als die Täter zeigen, sagen Experten pte &#8211; Die Täter-zentrierte Darstellung erhöht auch das Risiko von Nachahmung, betonen Spezialisten für Gewaltprävention gegenüber pressetext infolge der Tragödie in der norwegischen Hauptstadt und der Insel Utoya. Mindestens 93 Menschen kamen dabei am Freitag der Vorwoche ums Leben. Die breite Darstellung in den Medien gehört zur Strategie des Todesschützen, vermutet Jens Hoffmann, Leiter des Instituts für Psychologie und Bedrohungsmanagement http://www.institut-psychologie-bedrohungsmanagement.de . &#8220;Dass er lebend gefasst wurde, sowie auch die Ankündigung, vor Gericht in Uniform zu erscheinen, deutet darauf, dass er berühmt werden will. Leider brachten die Medien bisher tatsächlich seinen Namen, das unverpixelte Gesicht und weitere Fotos des Täters&#8221;, so der Experte. Bühne für den Täter Die Suche nach Selbstdarstellung sei ein Motiv, das auch bei politischen Attentäter häufig eine Rolle spiele. &#8220;Schon Anfang des 20. Jahrhunderts forderten US-Forscher: Hört doch auf, Bücher über die Attentäter zu schreiben! Denn das Ergebnis ist häufig bloß eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Obwohl der Osloer Amoklauf weltweit für enormes Informationsbedürfnis sorgt, sollten sich Medien davor hüten, zu Handlangern des mutmaßlichen Täters zu werden. Erlaubt man ihm, sich selbst zu inszenieren, erreicht er damit nur sein Ziel&#8230;<span id="more-3413"></span></p>
<h3>Gefahr durch Sensations-Darstellung und Details über Täter &#8211; - Man sollte eher die Folgen als die Täter zeigen, sagen Experten</h3>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Die Täter-zentrierte Darstellung erhöht auch das Risiko von Nachahmung, betonen Spezialisten für Gewaltprävention gegenüber pressetext infolge der Tragödie in der norwegischen Hauptstadt und der Insel Utoya. Mindestens 93 Menschen kamen dabei am Freitag der Vorwoche ums Leben.</p>
<p>Die breite Darstellung in den Medien gehört zur Strategie des Todesschützen, vermutet Jens Hoffmann, Leiter des Instituts für Psychologie und Bedrohungsmanagement http://www.institut-psychologie-bedrohungsmanagement.de . &#8220;Dass er lebend gefasst wurde, sowie auch die Ankündigung, vor Gericht in Uniform zu erscheinen, deutet darauf, dass er berühmt werden will. Leider brachten die Medien bisher tatsächlich seinen Namen, das unverpixelte Gesicht und weitere Fotos des Täters&#8221;, so der Experte.</p>
<p><strong>Bühne für den Täter</strong></p>
<p>Die Suche nach Selbstdarstellung sei ein Motiv, das auch bei politischen Attentäter häufig eine Rolle spiele. &#8220;Schon Anfang des 20. Jahrhunderts forderten US-Forscher: Hört doch auf, Bücher über die Attentäter zu schreiben! Denn das Ergebnis ist häufig bloß eine weitere Verpopkulturung der Gewalt&#8221;, erklärt Hoffmann. Ähnlich auch der Appell von Frank Robertz vom Institut für Gewaltprävention und angewandte Kriminologie http://www.igak.org an die Medien: &#8220;Geben Sie dem Täter kein Forum, indem Sie seine Fotos und politischen Ansichten oder gar direkte Aussagen abdrucken.&#8221;</p>
<p>Marianne Leuzinger-Bohleber, Leiterin des Frankfurter Sigmund-Freud-Instituts http://www.sfi-frankfurt.de , warnt davor, dass ausufernde Darstellungen etwaige Nachahmungstaten begünstigen können. &#8220;Manche narzisstisch veranlagte Menschen, die sich von der Gesellschaft abkapseln, sehnen sich nach Gelegenheiten, ihre vermeintliche Grandiosität darzustellen. Um keine Größenphantasien zu stimulieren, sollten Medien besser neutral statt marktschreierisch berichten und sich um Verstehen bemühen.&#8221;</p>
<p><strong>Stets mehr als nur ein Motiv </strong></p>
<p>Besser beforscht ist diese gefährliche Wirkung von Medienberichten bei Suizid, wo die Nachahmung als &#8220;Werther-Effekt&#8221; bezeichnet wird. Wiener Medienforscher haben kürzlich den &#8220;Papageno-Effekt&#8221; proklamiert, der statt Nachahmung Schutz vor der Tat bewirkt. &#8220;Im Fall von Amok würde dies heißen, dass Medien über Menschen berichten, die von Überlegungen zu Amok abgekommen sind, ihre Krise überwunden und einen normalen Weg eingeschlagen haben&#8221;, so der Kommunikationswissenschaftler Benedikt Till.</p>
<p>Till drängt darauf, dass sich Medien nicht nur bei Suiziden, sondern auch bei Amokläufen aktiver für die Vermeidung von Nachahmern engagieren. &#8220;Völlig falsch ist eine Romantisierung und Idealisierung, die bei Amok ohnehin ausgeschlossen sind. Günstig wäre aber auch, keine Details über Vorbereitung und Hergang der Tat zu liefern, sowie Motive nicht zu verallgemeinern. Ebenso wie bei einem Suizid nicht eine Scheidung oder Gewaltspiele die Ursache sind, gilt auch bei Amokläufen, dass die Realität stets viel komplexer ist als die Aussagen des Täters vermuten lassen.&#8221;</p>
<p><span style="font-size: xx-small;"><strong>Attentat:<br />
</strong> </span><strong><span style="font-size: x-small;"> <a href="http://www.hagalil.com/archiv/2011/07/26/oslo/"> Experten warnen vor Totschweigen</a><br />
</span> </strong><span style="font-size: xx-small;">Medien sollten nicht aufhören, über das Attentat in Norwegen zu berichten, sondern lieber Islam und Islamfeindlichkeit neu diskutieren. Das betont der Medienpsychologe Peter Vitouch vom Institut für Publizistik der Universität Wien…</span></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kreative Berufe oft stressgeplagt: Grenzziehung zu Privatleben ist Hauptproblem</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/03/kreative/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Mar 2011 09:23:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kontakt]]></category>
		<category><![CDATA[Mediation]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>

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		<description><![CDATA[Menschen, die in kreativen Berufen tätig sind, leiden oft unter hohem Stress. Das zeigen Forscher der Universität Toronto in der Zeitschrift &#8220;Social Science Research&#8221;. &#8220;Kreative Arbeiten bringen in der Regel Entlastung. Da jedoch viele kreative Tätigkeiten heute selbstständig und ohne geregelte Arbeitszeiten ausgeübt werden, ist die Stressbelastung oft hoch&#8221;, erklärt Stefan Bayer, Leiter der Akademie für Arbeitsmedizin&#8230; Kreativität schützt nicht vor hoher Belastung pte &#8211; http://www.utoronto.ca &#8211; http://www.aam.at &#8211; Die kanadischen Wissenschaftler untersuchten 1.200 Erwachsene, deren Berufe sie nach kreativen Möglichkeiten bewerteten. Relevant waren dafür die Fragen, wie oft sie im Beruf Neues lernten, wie oft sie dabei Chance zum Problemlösen hatten und wie häufig sie Fähigkeiten und Talente weiterentwickeln können. Parallel dazu ermittelten sie den subjektiv verspürten Arbeitsdruck. Multitasker zwischen Job und Familie Zum Vorschein kam, dass mit dem Ausmaß der Kreativität auch die exzessive Arbeitsbelastung, das Gefühl der Überforderung und die Zahl arbeitsmäßiger Kontakte durch E-Mail und Telefon deutlich steigt. Bei Kreativen war Multitasking zwischen Arbeit und Privatleben häufiger, besonders da sie oft in den eigenen vier Wänden versuchten, gleichzeitig Aufgaben aus Job und Familie zu erledigen. Viele sahen sich dabei in Rollenkonflikten gegenüber der Familie. Erfüllende Arbeit scheitert an Bedingungen &#8220;Bei Kreativen tritt jene Form von Stress [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen, die in kreativen Berufen tätig sind, leiden oft unter hohem  Stress. Das zeigen Forscher der Universität Toronto in der Zeitschrift &#8220;Social Science Research&#8221;.  &#8220;Kreative Arbeiten bringen in der Regel Entlastung. Da jedoch viele  kreative Tätigkeiten heute selbstständig und ohne geregelte  Arbeitszeiten ausgeübt werden, ist die Stressbelastung oft hoch&#8221;,  erklärt Stefan Bayer, Leiter der Akademie für Arbeitsmedizin&#8230;<span id="more-2928"></span></p>
<p><strong>Kreativität schützt nicht vor hoher Belastung</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.at">pte</a> &#8211; <a href="http://www.utoronto.ca">http://www.utoronto.ca</a> &#8211; <a href="http://www.aam.at">http://www.aam.at</a> &#8211; Die kanadischen Wissenschaftler untersuchten 1.200 Erwachsene, deren  Berufe sie nach kreativen Möglichkeiten bewerteten. Relevant waren dafür  die Fragen, wie oft sie im Beruf Neues lernten, wie oft sie dabei  Chance zum Problemlösen hatten und wie häufig sie Fähigkeiten und  Talente weiterentwickeln können. Parallel dazu ermittelten sie den  subjektiv verspürten Arbeitsdruck.</p>
<p><strong>Multitasker zwischen Job und Familie</strong></p>
<p>Zum Vorschein kam, dass mit dem Ausmaß der Kreativität auch die exzessive Arbeitsbelastung, das Gefühl der Überforderung und die Zahl arbeitsmäßiger Kontakte durch E-Mail und Telefon deutlich steigt. Bei Kreativen war Multitasking zwischen Arbeit und Privatleben häufiger, besonders da sie oft in den eigenen vier Wänden versuchten, gleichzeitig Aufgaben aus Job und Familie zu erledigen. Viele sahen sich dabei in Rollenkonflikten gegenüber der Familie.</p>
<p><strong>Erfüllende Arbeit scheitert an Bedingungen</strong></p>
<p>&#8220;Bei Kreativen tritt jene Form von Stress auf, die man bisher mit hohen Positionen im Berufsleben verbunden hat&#8221;, resümiert Studienleiter Scott Schieman. Auch das Denken an die Arbeit während der freien Stunden sei in der Kreativbranche häufig, jedoch nicht belastend. &#8220;An viele Aspekte der Arbeit denken die Kreativen gerne und empfinden sie eher als erfüllend denn als schlafraubend.&#8221; Einer Aussage, der sich der Arbeitsmediziner Bayer anschließt. &#8220;Die selbstbestimmte Arbeitsweise der Kreativen ist eigentlich ein Schutz vor Stress.&#8221;</p>
<p>Dass hoher Arbeitsdruck dennoch bei Kreativen verbreitet ist, sieht Bayer als Folge der Beschäftigungsform. &#8220;Die meisten kreativen Berufe werden in Selbstständigkeit ausgeführt und leiden an den Problemen genau dieser Beschäftigungsform. Zudem erfolgt die Arbeit meist an Einzelarbeitsplätzen.&#8221; Idealerweise sollte kreative Arbeit im Team geschehen, da dies mehr Möglichkeiten der Kommunikation bietet. Auch Supervision oder Mediation in Gruppen ist aus Sicht des Arbeitsmediziners zur Prävention von Burnout zu empfehlen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Virtuelle Verhältnisse: Sexualität als Thema im Internet</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/03/internet-8/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 19:07:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Kontakt]]></category>
		<category><![CDATA[partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Erfahrungsgemäß haben die meisten TherapeutInnen und BehandlerInnen wenig, wenn nicht gar keine Erfahrung mit Chats, Foren, sogenannten »sexsites« oder dem Downloaden pornografischer Bilder und Filme. Vor allem das Chatten stößt bei ihnen auf große Vorbehalte; sich in Chaträume zu begeben, löst Angst oder zumindest Unbehagen aus – meist auch wegen Unkenntnis der Regeln und der notwendigen Sicherheitsanforderungen. Das hohe Maß an Sexualisierung und Tabubrüchen in diesem unkontrollierbar erlebten Medium, in dem sich viele der Chatter und Chatterinnen hinter einem Synonym, einem sogenannten »Nickname«, verbergen, beunruhigt&#8230; Reinhold Munding p.13 Virtuelle Verhältnisse Sexualität als Thema im Internet [BESTELLEN?] In den meisten Chats und Chaträumen werden seriöse, unverfängliche Themen verhandelt. Auch die Partnersuche via Internet kann mittlerweile als zeitgemäß und angemessen angesehen werden. Diese Art des ersten Kennenlernens ist oft substanzvoller und einfallsreicher als manche Kontaktanzeigen in seriösen Tageszeitungen und sehr viel weniger anonym, weil dabei häufig durchaus glaubwürdige Informationen ausgetauscht werden und Kontaktschwierigkeiten weniger ausschlaggebend sind. Die Chats sind eine eigene Welt mit eigenen Regeln, die kommunikationsgeschulte Fachleute gerne meiden, vielleicht weil der Blickkontakt fehlt und die andere Person nicht eindeutig zu identifizieren ist. Andererseits berichten zunehmend mehr Kolleginnen und Kollegen von KlientInnen, die problematische Erlebnisse und Erfahrungen mit Chatkontakten und Sexkontakten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erfahrungsgemäß haben die meisten TherapeutInnen und BehandlerInnen wenig, wenn nicht gar keine Erfahrung mit Chats, Foren, sogenannten »sexsites« oder dem Downloaden pornografischer Bilder und Filme. Vor allem das Chatten stößt bei ihnen auf große Vorbehalte; sich in Chaträume zu begeben, löst Angst oder zumindest Unbehagen aus – meist auch wegen Unkenntnis der Regeln und der notwendigen Sicherheitsanforderungen. Das hohe Maß an Sexualisierung und Tabubrüchen in diesem unkontrollierbar erlebten Medium, in dem sich viele der Chatter und Chatterinnen hinter einem Synonym, einem sogenannten »Nickname«, verbergen, beunruhigt&#8230;<span id="more-3259"></span></p>
<p>Reinhold Munding<br />
<em>p.13 Virtuelle Verhältnisse Sexualität als Thema im Internet</em><br />
[<strong><a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3837920194">BESTELLEN?</a></strong>]</p>
<p>In den meisten Chats und Chaträumen werden seriöse, unverfängliche Themen verhandelt. Auch die Partnersuche via Internet kann mittlerweile als zeitgemäß und angemessen angesehen werden. Diese Art des ersten Kennenlernens ist oft substanzvoller und einfallsreicher als manche  Kontaktanzeigen in seriösen Tageszeitungen und sehr viel weniger anonym, weil dabei häufig durchaus glaubwürdige Informationen ausgetauscht werden und Kontaktschwierigkeiten weniger ausschlaggebend sind. Die Chats sind eine eigene Welt mit eigenen Regeln, die kommunikationsgeschulte Fachleute gerne meiden, vielleicht weil der Blickkontakt fehlt und die andere Person nicht eindeutig zu identifizieren ist.</p>
<p>Andererseits berichten zunehmend mehr Kolleginnen und Kollegen von KlientInnen, die problematische Erlebnisse und Erfahrungen mit Chatkontakten und Sexkontakten gemacht haben, die sie via Internet geknüpft haben. Thematisiert werden dabei zumeist Internet-Sexsucht, Kontakt zu und Konsum von Kinderpornografie oder auch sexuelle Übergriffe, wenn aus dem Chat ein realer Kontakt geworden ist.</p>
<p>Derzeit kommen etwa ein Drittel aller KlientInnen in meine sexualtherapeutische Praxis, weil sie mit Internet-Sexsucht, Kinderpornografie oder pädosexuellen Kontakten via Netz zu tun haben. Während bei den nicht strafbaren Internetaktivitäten ausufernder Pornografiekonsum im Vordergrund steht, überwiegen bei den Sexualdelinquenten jene, die im Rahmen groß angelegter polizeilicher Fahndungen nach Kinderpornografie ermittelt wurden. Einige kommen, weil sie Kontakte über das Internet mit dem Ziel geknüpft haben, letztendlich die Kinder der Chatpartnerin kennenzulernen.</p>
<p>PsychotherapeutInnen und BeraterInnen müssen sich mit den Tücken und Gefahren, aber vor allem mit den Versuchungen befassen, denen Menschen im Internet ausgesetzt sind oder denen sie sich zum Teil gewollt aussetzen. Sie brauchen zumindest ein Grundwissen darüber, was die KlientInnen umtreibt und was sie »virtuell treiben«. Die KlientInnen sprechen von sexuellen Angeboten, von sexuellen Verführungen, von der Suche nach dem sexuellen Kick, vom via Internet vermittelten Sex-Date – manches mit bösem Ende –, vom Download von Fotos und Filmen nackter Kinder.</p>
<p>Unsere Vorstellung vom World Wide Web (WWW) ist in erster Linie mit der nahezu unbegrenzten Möglichkeit der Informationsbeschaffung verbunden. Sie ist insofern grenzenlos, als jede Information, die irgendwann über einen Server ins Netz gestellt wurde, von jedem Endverbraucher, der über einen Internetzugang verfügt, jederzeit und an jedem Ort abrufbar ist. Zwar kann jede Information, die auf einem Server platziert wurde, wieder entfernt bzw. korrigiert werden, dies darf allerdings keineswegs darüber hinwegtäuschen, dass damit die Widerrufbarkeit solcher Informationen nicht gesichert ist: Informationen aus dem Netz können kopiert und weiterverschickt werden – eine ernüchternde und erschreckende Erkenntnis, weil zum Beispiel auch die Fotos missbrauchter Kinder nie wieder zuverlässig aus dem Web entfernt werden können. Dies ist ein lebenslanger Knebel für die Opfer.</p>
<p>Jede und jeder weiß, dass es neben allgemeinen Informationen auch eine Fülle von sexuellen Themen und Angeboten im Netz gibt. Dieses Angebot an sexuellen Informationen beziehungsweise an Informationen zu sexuellen Themen im Internet ist überwältigend. Unter dem Suchbegriff »Sex« erlaubt die Suchmaschine »Google Deutschland« Zugriff auf ca. 45 Mio. Websites, beim Stichwort »Kinder nackt« stehen 410.000 Seiten zur Verfügung, viele davon im Graubereich der Legalität.</p>
<p>Spezifiziert man die Suche nach sexuellen Varianten weiter, findet man beispielsweise beim Suchbegriff »Bondage« 51.000 Treffer. Darunter sind auch sachlich-fachliche Informationen von BehandlerInnen für Klienten. So kann man sich zum Thema »Bondage und Sexualtherapie« immerhin noch auf 700 Seiten informieren.</p>
<p>Die Angebotspalette für pornografische Darstellungen »befriedigt« jede Neigung. Einige Beispiele: »Amateur Babes«, »Anal Sex«, »Asiatin«, »BDSM«, »Bisex«, »Große Schwänze«, »Große Titten«, »Blondinen«, »Blowjobs«, »Abspritzen«, »Schwarzhäutig«, »Dildos«, »Faustfick«, »Fußfetisch«, »Fickmaschinen«, »Gang Bang«, »Schwul«, »Hardcore«, »Einführungen«, »Latinas«, »Lesben«, »Masturbation«, »Alte«, »Nylon «, »Draußen«.</p>
<p>Jeder Mensch, der etwas über Sex zu erzählen oder zu zeigen hat, kann dies der Internet-Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Auch ein erheblicher Teil der Sex- und Prostitutionsindustrie arbeitet inzwischen via Internet. Die Sexindustrie dominiert zweifelsohne den einschlägigen Markt im Internet. Dabei gewinnt zum Beispiel die Vermittlung sexueller Dienstleistungen im Netz – neben den traditionellen Angeboten – inzwischen eine immer größere Bedeutung. Die sexuellen Vorlieben der Freier werden gezielt bedient, die entsprechenden Angebote lokal ausgerichtet und von Besuchern dieser Seiten in speziellen Foren kommentiert, zensiert und empfohlen. Die Tipps erfahrener Freier befördern den Sextourismus, ein Trip an die tschechische Grenze oder nach Flensburg erscheint dann »lohnenswert«.</p>
<p>Neben zahllosen privaten und kostenlosen Sexseiten bieten natürlich auch unzählige kommerzielle und hochprofessionelle Anbieter von Pornografie ihre Materialien an. Die Summen, die mit Internet-Pornografie weltweit umgesetzt werden, haben die Zig-Milliarden-Grenze längst überschritten. Dabei sind den sexuellen Praktiken in Foto- und Videoform keine Grenzen gesetzt. Das Bedienen sexueller Vorlieben und Praktiken – sei es real oder virtuell – hat aber seinen Preis. Meist muss man dazu ein Zugangspasswort erwerben – selbstverständlich gegen Gebühr. Man gibt also Konto- oder Kreditkartendaten an und erteilt damit eine Einzugsermächtigung, erhält dann Stunden oder Tage später seinen Zugangscode und kann damit – wie vertraglich vereinbart – über Tage, Wochen oder Monate zum Beispiel alle Filme des Anbieters unbegrenzt aus dem Netz auf den Rechner laden.</p>
<blockquote><p><em>Bsp.: R. ist 39 Jahre alt und seit zwei Jahren in einer festen Partnerschaft. Er kommt alleine in die Praxis, weil er »internetsüchtig« ist, wie er sagt. Seine Freundin hatte ihn nachts vor dem PC sitzend vorgefunden.<br />
Er hatte pornografische Fotos von jungen Frauen geöffnet und betrachtet. Für sie brach eine Welt zusammen und sie machte die Fortsetzung der Beziehung von der Aufnahme einer Sexualtherapie abhängig.<br />
Aus Scham, seine Krankenkasse könne etwas von seiner Sucht erfahren, bezahlt er  die Therapie selbst. Während des Erstgespräches kommt zutage, dass seine  Internetsucht dazu geführt hatte, dass er auch während seiner Arbeitszeit im  Büro einen erheblichen Teil seiner Zeit unerlaubt im Internet surfte und eine  fristlose Kündigung riskierte. </em></p></blockquote>
<p>Sophinette Becker, Margret Hauch, Helmut Leiblein (Hg.)<br />
Sex, Lügen und Internet<br />
Reihe »Beiträge zur Sexualforschung«<br />
Gesellschaft für Sexualforschung, herausgegeben von Martin Dannecker, Gunter Schmidt und Volkmar Sigusch.<br />
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		<title>Information und Kommunikation: IT macht Menschen glücklicher</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Jan 2011 14:06:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie allg.]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Zugang zu Technologie hebt das Glücksgefühl der Menschen. Diese These stellt eine aktuelle Studie des Chartered Institute for IT &#8211; BCS auf, wonach ein klarer Zusammenhang zwischen IT und dem persönlichen Wohlbefinden besteht. Analysiert wurden Befragungen von über 35.000 Personen weltweit. Kommunikation nimmt dabei den höchsten Stellenwert ein &#8211; Social Media und Handys werden besonders wichtig genommen, berichtet BBC News&#8230;Sozial Schwache am stärksten beeinflusst London (pte) -Wie die Ergebnisse zeigten, sind sozial Schwache &#8211; Frauen in Entwicklungsländern sowie Menschen mit niedrigem Einkommen oder geringer Bildung &#8211; emotional am stärksten vom Zugang zu Technologie beeinflusst. Das komme teils daher, dass etwa Frauen zu einer zentraleren Rolle innerhalb von Familien oder anderen sozialen Netzwerken tendieren, erklärt der Forscher Paul Flatters von Trajectory Partnership. &#8220;Unsere These ist es, dass Frauen in Entwicklungsländern mehr profitieren, weil sie sozial stärker von der Gesellschaft abhängig sind&#8221;, so Flatters. In einem nächsten Untersuchungsschritt soll diese These weiter überprüft werden. &#8220;Momentan bietet die Umfrage noch keine verifizierbaren Ergebnisse. Da spielen weitere Faktoren sicherlich noch eine große Rolle&#8221;, kommentiert Daniel Ott, Pressesprecher der Initiative D21 http://www.initiatived21.de , die Studie gegenüber pressetext. &#8220;Es geht etwa darum: Wer IT nutzt, hat häufig einen höheren Bildungsstatus und damit einhergehend auch häufig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Zugang zu Technologie hebt das Glücksgefühl der Menschen. Diese These stellt eine aktuelle Studie des Chartered Institute for IT &#8211; <a href="http://www.bcs.org">BCS</a> auf, wonach ein klarer Zusammenhang zwischen IT und dem persönlichen Wohlbefinden besteht. Analysiert wurden Befragungen von über 35.000 Personen weltweit. Kommunikation nimmt dabei den höchsten Stellenwert ein &#8211; Social Media und Handys werden besonders wichtig genommen, berichtet BBC News&#8230;<span id="more-2888"></span>Sozial Schwache am stärksten beeinflusst</p>
<p>London (<a href="http://www.pressetext.de">pte</a>) -Wie die Ergebnisse zeigten, sind sozial Schwache &#8211; Frauen in Entwicklungsländern sowie Menschen mit niedrigem Einkommen oder geringer Bildung &#8211; emotional am stärksten vom Zugang zu Technologie beeinflusst. Das komme teils daher, dass etwa Frauen zu einer zentraleren Rolle innerhalb von Familien oder anderen sozialen Netzwerken tendieren, erklärt der Forscher Paul Flatters von Trajectory Partnership.</p>
<p>&#8220;Unsere These ist es, dass Frauen in Entwicklungsländern mehr profitieren, weil sie sozial stärker von der Gesellschaft abhängig sind&#8221;, so Flatters. In einem nächsten Untersuchungsschritt soll diese These weiter überprüft werden.</p>
<p>&#8220;Momentan bietet die Umfrage noch keine verifizierbaren Ergebnisse. Da spielen weitere Faktoren sicherlich noch eine große Rolle&#8221;, kommentiert Daniel Ott, Pressesprecher der Initiative D21 http://www.initiatived21.de , die Studie gegenüber pressetext. &#8220;Es geht etwa darum: Wer IT nutzt, hat häufig einen höheren Bildungsstatus und damit einhergehend auch häufig ein höheres Gehalt.&#8221; IT könne aber auf jeden Fall die Lebensqualität steigern. &#8220;Sei es Zeitersparnis, Geldersparnis oder Kommunikation &#8211; zum Beispiel das Aufrechterhalten von Familienkontakten&#8221;, meint Ott. Bekannt sei auch, dass vor allem in Entwicklungsländern Handys einen erheblichen Nutzen für die Mikroökonomie haben.</p>
<p><strong>Unabhängig vom Alter</strong></p>
<p>Laut der Studie spielt das Alter keine Rolle beim Zusammenhang zwischen Glücksgefühl und Technologie-Verfügbarkeit. Obwohl sich viele Nationen darum bemühen, ältere Nutzer ins Web zu bekommen, steigt die Korrelation mit zunehmendem Alter nicht an. &#8220;Egal ob alt oder jung, wir sind alle soziale Wesen, wir alle haben ein Bedürfnis nach den Dingen, die der Zugang zu IT mit sich bringt&#8221;, meint Flatters.</p>
<p>Die BCS-Erkenntnisse stehen im Gegensatz zu Meinungen von Psychologen wie Yair Amichai-Hambuger, Direktor des Research Center for Internet Psychology at the Sammy Ofer School of Communications in Israel. Er hatte in einer Kolumne geschrieben, Technologie habe einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden der Menschen, weil berufliche und private Zeit damit vergeudet werde.</p>
<p><strong>Statussymbol und Armutsbekämpfung</strong></p>
<p>&#8220;Vieles, was über IT geschrieben wird, ist negativ. Aber wir sind verblüfft von der Tatsache, dass Menschen an ihrer IT hängen&#8221;, sagt Flatters. Der Besitz von technischen Geräten gelte in vielen Ländern als Statussymbol, ergänzt die Intel-Forscherin Kathi Kitner. Während ein Computer oft als Synonym für Bildung steht, gilt er in der indischen Mittelschicht auch als Zeichen für Reichtum.</p>
<p>Auch als Ausweg aus der Armut wird Technologie inzwischen gewertet. Moderne Kommunikationstechnologien können die wirtschaftliche Perspektive von einkommensschwachen Familien erhöhen, wie Untersuchungen von PricewaterhouseCoopers in Großbritannien gezeigt haben.</p>
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