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	<title>Pharmacon Net &#187; Krebs</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
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		<title>Fatigue: Müdigkeit nach Krebs keine Seltenheit</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2012 13:37:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Onkologie]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
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		<description><![CDATA[Uni-Klinik für Rehabilitationsmedizin hat dazu ein Therapiekonzept entworfen, das aus mehreren Bausteinen besteht. Die Therapie ist gleichzeitig eine Studie, deren Ziel es ist, Standards für Diagnose und für Therapien zu erarbeiten. Die Forscher wollen mit ihrem Konzept die Aufnahme der tumorbedingten Erschöpfung als eigenständige Diagnose in die Internationale Klassifikation der Erkrankungen (ICD) erreichen&#8230; MHH-Klinik hilft Brustkrebspatientinnen bei Antriebslosigkeit pte &#8211; Die Klinik der Medizinische Hochschule Hannover (MHH) bietet eine Therapie für Brustkrebspatientinnen an, um das Müdigkeitssyndrom bei Frauen zu behandeln. Denn etwa die Hälfte der Betroffenen leidet unter einer Müdigkeit, die in der Fachsprache &#8220;Fatigue&#8221; heißt. Schlafprobleme ein Dauerthema Fadime Candir, Mitarbeiterin im MHH-Forschungslabor, beantwortet Fragen von Interessenten unter mh-hannover.de. &#8220;Gerade Brustkrebspatientinnen haben Schlafprobleme&#8221;, sagt Candir gegenüber pressetext. Frauen, die unter Fatigue leiden, sind kaum noch in der Lage, ihren Alltag zu bewältigen. Die Ursachen für das Phänomen finden sich in der Erkrankung selbst, können aber auch als Folge von Chemotherapie und Bestrahlung auftreten. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen bedeutet die Erkrankung eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität. Die Betroffenen glauben oft, dass sie die Müdigkeit als Folge ihrer Krebserkrankung in Kauf nehmen müssen. Im Workshop der MHH-Klinik sollen Beschwerden beseitigt und gelindert werden. Zur Therapie gehören Maltherapie, anthroposophische Eurythmietherapie, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Uni-Klinik für Rehabilitationsmedizin hat dazu ein Therapiekonzept entworfen, das aus mehreren Bausteinen besteht. Die Therapie ist gleichzeitig eine Studie, deren Ziel es ist, Standards für Diagnose und für Therapien zu erarbeiten. Die Forscher wollen mit ihrem Konzept die Aufnahme der tumorbedingten Erschöpfung als eigenständige Diagnose in die Internationale Klassifikation der Erkrankungen (ICD) erreichen&#8230;<span id="more-3789"></span></p>
<p><strong>MHH-Klinik hilft Brustkrebspatientinnen bei Antriebslosigkeit</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Die Klinik der <a href="http://www.mh-hannover.de">Medizinische Hochschule Hannover</a> (MHH) bietet eine Therapie für Brustkrebspatientinnen an, um das Müdigkeitssyndrom bei Frauen zu behandeln. Denn etwa die Hälfte der Betroffenen leidet unter einer Müdigkeit, die in der Fachsprache &#8220;Fatigue&#8221; heißt.</p>
<p><strong>Schlafprobleme ein Dauerthema</strong></p>
<p>Fadime Candir, Mitarbeiterin im MHH-Forschungslabor, beantwortet Fragen von Interessenten unter <a href="http://www.mh-hannover.de/16940.html">mh-hannover.de</a>. &#8220;Gerade Brustkrebspatientinnen haben Schlafprobleme&#8221;, sagt Candir gegenüber pressetext. Frauen, die unter Fatigue leiden, sind kaum noch in der Lage, ihren Alltag zu bewältigen. Die Ursachen für das Phänomen finden sich in der Erkrankung selbst, können aber auch als Folge von Chemotherapie und Bestrahlung auftreten. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen bedeutet die Erkrankung eine erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität. Die Betroffenen glauben oft, dass sie die Müdigkeit als Folge ihrer Krebserkrankung in Kauf nehmen müssen.</p>
<p>Im Workshop der MHH-Klinik sollen Beschwerden beseitigt und gelindert werden. Zur Therapie gehören Maltherapie, anthroposophische Eurythmietherapie, die Regulierung des Schlaf- Wachrhythmus und eine besondere Form der physiotherapeutischen Trainingstherapie. Die Behandlungen werden zehnmal &#8211; ein- bis zweimal in der Woche &#8211; durchgeführt und dauern vier Stunden. Die Teilnahme ist kostenlos.</p>
<p><strong>Behandlungen lindern Symptome</strong></p>
<p>Auch erfolgreich behandelte KrebspatientInnen fühlen sich häufig kraftlos und erschöpft &#8211; auch noch oft Jahre nach einer Behandlung. Die Folgen des Müdigkeitssyndroms sind für viele Betroffene verheerend: Das Familienleben leidet, Freundschaften gehen in die Brüche und der Beruf kann nicht mehr bewältigt werden. Insgesamt leiden rund 80 Prozent der Krebspatienten im Laufe ihrer Behandlung unter Fatigue.<br />
Bei etwa 40 Prozent wird der Zustand chronisch. &#8220;Das Leiden ist so schwerwiegend, dass es von den meisten als das am stärksten belastende Symptom ihrer Erkrankung angesehen wird &#8211; noch vor Schmerzen und Übelkeit&#8221;, sagt der Kölner Onkologe Jens Ulrich Rüffer, Vorsitzender der <a href="http://deutsche-fatigue-gesellschaft.de">Deutschen Fatigue Gesellschaft</a>. Die Forschung zu Fatigue stecke noch in den Kinderschuhen.</p>
<p><strong>Ziel: Langfristig Kraft zurück gewinnen</strong></p>
<p>Dabei berührt Fatigue das ganze Leben, sagt Diplom-Sozialpädagogin Susanne Hanewald von der <a href="http://klinik-reinhardshoehe.de">Klinik Reinhardshöhe</a> in Bad Wildungen. Die Patienten sehnen sich nach einer Rückkehr zum normalen Alltag. &#8220;Doch da macht Fatigue einen Strich durch die Rechnung&#8221;, erklärt sie. Die MHH-Klinik bietet psychosoziale Therapieangebote, bei denen Patienten lernen, mit ihrer Erkrankung umzugehen. &#8220;Langfristiges Ziel ist es, Schritt für Schritt Kraft zurück zu gewinnen&#8221;, so Hanewald. Auch eigne sich dafür ein &#8220;Krafttagebuch&#8221;. Die Forscher an der MHH-Klinik möchten mit ihrem Konzept offene Fragen klären: &#8220;Insbesondere über die chronischen Verläufe, die auch erst später auftreten können, wissen wir noch zu wenig&#8221;, sagt Onkologe Rüffer. &#8220;Es handelt sich offensichtlich um ein ganz neues Krankheitsbild, das vom eigentlichen Tumorleiden abgekoppelt zu sein scheint.&#8221;</p>
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		<title>Anna Halprin: Den Atem sichtbar machen</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jan 2012 14:04:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Musiktherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>
		<category><![CDATA[Tanztherapie]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit mehr als sieben Jahrzehnten stellt sich die mittlerweile fast neunzigjährige Anna Halprin die Frage: Was ist Tanz? Ihre Suche nach einer Antwort hat in den USA eine Ära der Experimente in Theater, Musik, Happening und Performance-Kunst eingeleitet und den Tanz neu definiert&#8230; BREATH MADE VISIBLE Ein Film von Ruedi Gerber Dokumentation über die amerikanische Tanzpionierin Anna Halprin, die seit über 70 Jahren auf den Bühnen dieser Welt steht. Zusammen mit ihrem Mann, dem renommierten Landschaftsarchitekten Lawrence Halprin (Roosevelt Memorial), entwickelte sie neues Gedankengut, das Generationen von Künstlern beeinflusst hat. BREATH MADE VISIBLE ist ein bewegendes Filmporträt über Anna Halprin, der Tanzpionierin aus den USA, die inzwischen über 90 Jahre als ist. Ein Leben in Tänzen In eindringlichen Bildern und Zeugnissen wird das Leben und Werk dieser Tanz- und Performance-Ikone porträtiert, die ihre Kunst und ihr Leben untrennbar miteinander verschmolzen hat. Die Dokumentation des schweizerischen Filmemacher Ruedi Gerber verbindet neue Interviews und Bühnenauftritte mit frühen Performances von Anna Halprin. Bisher unveröffentlichtes Archivmaterial eröffnet zudem Einblicke in die Geschichte der gesellschaftlich engagierten Tanzkunst Nordamerikas. Anna Halprin fragt: „Was ist das wichtigste im Leben?“ Sie macht uns in ihrem hohen Alter Mut und zeigt, wie uns die ungebrochene Kraft des Tanzes nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit mehr als sieben Jahrzehnten stellt sich die mittlerweile fast neunzigjährige Anna Halprin die Frage: Was ist Tanz? Ihre Suche nach einer Antwort hat in den USA eine Ära der Experimente in Theater, Musik, Happening und Performance-Kunst eingeleitet und den Tanz neu definiert&#8230;<span id="more-3644"></span></p>
<p><a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/B0042SFNNU"><span style="font-size: medium;"><strong>BREATH MADE VISIBLE</strong></span></a><br />
Ein Film von Ruedi Gerber</p>
<p><strong></strong>Dokumentation über die amerikanische Tanzpionierin Anna Halprin, die seit über 70 Jahren auf den Bühnen dieser Welt steht.</p>
<p>Zusammen mit ihrem Mann, dem renommierten Landschaftsarchitekten Lawrence Halprin (Roosevelt Memorial), entwickelte sie neues Gedankengut, das Generationen von Künstlern beeinflusst hat. BREATH MADE VISIBLE ist ein bewegendes Filmporträt über Anna Halprin, der Tanzpionierin aus den USA, die inzwischen über 90 Jahre als ist.</p>
<p><strong>Ein Leben in Tänzen</strong></p>
<p>In eindringlichen Bildern und Zeugnissen wird das Leben und Werk dieser Tanz- und Performance-Ikone porträtiert, die ihre Kunst und ihr Leben untrennbar miteinander verschmolzen hat. Die Dokumentation des schweizerischen Filmemacher Ruedi Gerber verbindet neue Interviews und Bühnenauftritte mit frühen Performances von Anna Halprin. Bisher unveröffentlichtes Archivmaterial eröffnet zudem Einblicke in die Geschichte der gesellschaftlich engagierten Tanzkunst Nordamerikas.</p>
<p>Anna Halprin fragt: „Was ist das wichtigste im Leben?“<br />
Sie macht uns in ihrem hohen Alter Mut und zeigt, wie uns die ungebrochene Kraft des Tanzes nicht nur helfen kann, mit unserem Leben umzugehen, sondern es auch zu transformieren und uns dabei im 21. Jahrhundert treu zu bleiben.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2012/01/anna-halprin/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Merce Cunningham bezeichnet sie als Prophetin und Philosophin und ihre Tochter Daria Halprin, die als Schauspielerin auch in Antonionis Meisterwerk „Zabriskie Point“ zu sehen war, wirft einen kritischen Blick auf die wilden Workshops der 1960er Jahre. Der Film führt von Halprins ersten komischen Tänzen und experimentellen Performances auf einem Tanzboden unter kalifornischen Mammutbäumen über ihre Aufsehen erregenden Tourneen in Europa, ihren Rückzug von der Bühne wegen Krankheit, bis zur triumphalen Rückkehr auf die Bühne.</p>
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<p>Halprin betrachtet den Tanz als Antwort auf die Kräfte unseres sozialen und natürlichen Umfelds. Improvisation und Experiment sind ihr die wichtigsten Mittel des kreativen Ausdrucks. Früh verbindet Halprin in ihren Choreografien alltägliche Gesten und Bewegungen mit persönlichen Geschichten. Ihre Bühne waren und sind der Ozean, ein Fahrrad, eine Küche. Unvergesslich zum Beispiel, wie sie sich an der Pazifikküste mit 82 Jahren den Wellen hingibt und daraus eine Performance kreiert.<br />
Bereits in den 1950er Jahren gründet sie den später weltberühmten San Francisco Dancers Workshop. Ihre Truppe, zu der John Graham und A.A. Leath gehörten, macht Furore in Schweden und die Nacktheit als neues Ausdrucksmittel provoziert Skandale in den USA. In dieser Zeit arbeitet Anna Halprin zusammen mit Musikern wie John Cage, La Monte Young, Terry Riley and Morton Subotnick. Sie inspirieren sich gegenseitig. Die Truppe schwingt sich von Dächern, tanzt in der „La Fenice“ in Venedig (Musik: Luciano Berio) und balanciert auf dem Gerüst eines Frachthangars am Flughafen von San Francisco. In den späten 1960er Jahren gründet Halprin dann die erste multikulturelle Company – Schwarz und Weiß finden sich im Tanz.</p>
<blockquote><p><em>„Before I had cancer I lived my life for my art, after I had cancer I lived my art for my life“.</em></p></blockquote>
<p>Mit fünfzig Jahren erkrankt Anna Halprin schwer. Sie sagt, sie habe sich den Weg zur Heilung frei getanzt. Von der Bühne verabschiedet sie sich für längere Zeit. Tanz wird für Halprin Mittel zur Heilung. Sie beginnt als Lehrerin mit Krebs- und Aidskranken zu arbeiten und später mit älteren Menschen. Bis plötzlich ihr Ehemann Lawrence Halprin erkrankt. Die Besuche an seinem Krankenbett inspirieren sie 2004 zur Choreografie „Intensive Care“: Halprin, nun über 80, kehrt mit großem Erfolg auf die Bühne zurück! In den folgenden Jahren tritt sie in Paris, San Francisco und Washington auf, und in New York ruft sie im großen Joyce Theater während ihres 15-minütigen Solo ins Publikum: „Es sind noch so viele Tänze zu machen!“</p>
<p><strong>Was sagt der Regisseur?</strong></p>
<p>BREATH MADE VISIBLE ist ein Film über die höchst lebendige Legende Anna Halprin, eine der einflussreichsten, jedoch viel zu wenig bekannten Größen des modernen Tanzes. BREATH MADE VISIBLE ist mehr als ein Film über Tanz: ein Film über das Leben an sich, darüber, was uns wirklich wichtig ist und wie wir heute mit dem Leben umgehen. Im Zentrum geht es um unsere Werte und darum, wie wir authentisch bleiben und uns im 21. Jahrhundert selbst erleben können.</p>
<p><strong>[<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/B0042SFNNU">DVD BESTELLEN?</a>]</strong></p>
<p>Als Leute, die Anna kannten, von meinem Filmprojekt erfuhren, waren Freude und Aufregung groß. Meine Absicht war es allerdings auch, einen Film für Leute zu machen, denen Anna gänzlich unbekannt ist. Ich wollte keinen biografischen Lehrfilm, sondern das Publikum wie bei einem Spielfilm emotional einbinden. Ich wollte die Zuschauer durch Annas charismatische Persönlichkeit unmittelbar berühren und das Publikum mitnehmen in ihr kreatives, in den Wäldern Nordkaliforniens verborgenes Leben. Dorthin, wo Anna gerne im Einklang mit der freien Natur arbeitet und von wo aus sie in die Welt hinaus geht, auf die großen Bühnen von New York, Venedig, Stockholm, Paris und Washington.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2012/01/anna-halprin/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>In ihren Darbietungen in der Natur der Westküste, in denen die Künstlerin ihre Seele öffnet und sich verletzlich zeigt, erfahren wir Anna umfassend – ihre humorvolle, freudige Art und ihre tiefe emotionale Zugänglichkeit. In ihren Interviews hingegen ist sie sehr bestimmt, getrieben von dem Wunsch, sich sehr klar und deutlich auszudrücken.<br />
Als unvergleichliche Tanzerzieherin bekannt, die den Tanz sogar als Mittel zur Heilung nutzt – manche nennen sie eine Schamanin –, ist sie in meinen Augen eine sehr ungewöhnliche Performancekünstlerin. Ich wollte sie von Anfang in meinem Film als solche präsentieren. Ihr Wissen und ihre Weisheit bezieht sie aus ihrer jahrzehntelangen Erfahrung mit Tanz und Performance. Später, im Schneideraum, wurde mir klar, dass ich mehr als genug faszinierendes Material beisammen hatte, um die Ge- schichte ihres Lebens anhand ihrer sehr berührenden Performances und Auftritte erzählen zu können.</p>
<p>Ich wollte Anna auf ihre einzigartige Weise durch ihr eigenes Leben tanzen lassen. In diesem Film wird der Tanz zum Vehikel, um das Leben selbst anzusprechen und all das, was im Leben wirklich wichtig ist. Tanz bringt Menschen zusammen, er schafft Gemeinschaft. Merce Cunningham sagt: „Anna ist eine Prophetin, eine Philosophin“.<br />
1982, als ich Anna kennen lernte, trat sie nicht mehr öffentlich auf. Sie war mit der Entwicklung von Tanz als Therapie und als Mittel zur Heilung beschäftigt und sollte damit der Welt der Kunst- und Tanztherapie entscheidende Impulse liefern. Ich selbst war damals Bühnenschauspieler am deutschen Staatstheater und betrachtete sie als eine Performancekünstlerin, die – mittels Bewegung – die Überschneidungen von Theater und Tanz mit dem gelebten Leben erforschte. Ich wiederum war schon immer leidenschaftlich am Umgang mit Echtzeit und authentischer Improvisation auf der Bühne interessiert. Schnell war ich von Anna gefesselt. Während einige meiner Freunde ihr in den 1980er Jahren das Etikett New Age verpassten, nahm ich eher wahr, wie sie die Grenzen des Theaters erweiterte und ihrer Zeit weit voraus war. Sie hatte die Fähigkeit, die Kreativität anderer Menschen freizusetzen. Schließlich beeinflusste mich dies ein paar Jahre später bei meinem Entschluss, Filmemacher zu werden und so weiterhin mit Fiktion und Wirklichkeit zu spielen.</p>
<p>In den nächsten zwanzig Jahren hatten Anna und ich nur losen Kontakt, bis zum Februar 2002, als ich es zu ihrer Show im Joyce Theater schaffte.<br />
Da war sie wieder und sogar die New York Times berichtete über sie! Es war unglaublich, mit über achtzig Jahren kehrte sie auf die Bühne und damit zu ihren Anfängen zurück! Für ihren Eröffnungsauftritt führte sie mit Iko und Komo ein Stück im Butoh-Stil auf. Danach folgte ein 15-minütiges Solo, in dem sie ihre Lebensgeschichte tanzte und erzählte. Im Laufe des Stücks bemerkte ich, dass manchen Zuschauern die Tränen kamen. Und plötzlich fühlte auch ich mich tief von dieser Frau berührt. In einer Welt von Posen und konkurrierenden Stilisierungen war die Präsenz von jemandem, den ich als ganz und gar authentisch empfand und dessen Botschaft universell war, eine erholsame Befreiung. Das Publikum spürte ihre Unmittelbarkeit, ihre direkte, auf ihrem Alltag beruhende Kunst (mit Wurzeln auch in der Pop-Art).<br />
Ich fragte mich, warum nicht mehr Leute außerhalb der Tanz- und Kunsttherapie-Welt sie kannten. Ihre Show weckte in mir den Wunsch, einen Film zu machen, der das Publikum so berühren würde, wie Annas Auftritte ihr Publikum berührten. Als ich von Anna erfuhr, dass niemand ihre Performance per Video aufgenommen hatte, organisierte ich schnell Aufnahmen für den letzten Abend. Es war zu spät, um eine Erlaubnis zum Dreh hinter den Seitenkulissen zu erhalten, aber wir konnten aus einer Ecke hinter dem Publikum filmen. Als mich Anna später einlud, im kommenden Sommer an ihrem Workshop teilzunehmen, zögerte ich. Ich hatte gerade meinen ersten Spielfilm fertig gestellt, „Heartbreak Hospital“, und fühlte mich nicht genügend in Form, um mit professionellen Tänzern aus Japan, Australien, Frankreich und verschiedenen Teilen der USA zu tanzen und zu performen.<br />
Schließlich nahm ich aber ihre Einladung an. Da ich eine einzigartige Gelegenheit kommen sah, nahm ich eine Filmkamera mit.</p>
<p>Unglücklicherweise hatten einige wenige Workshop-Teilnehmer etwas gegen die Anwesenheit der Kamera. „Dies ist ein Laboratorium, wo wir uns völlig frei fühlen sollten“, sagten sie. Anna versuchte sie umzustimmen, aber schlussendlich mussten wir den Wunsch derjenigen respektieren, die lieber nicht gefilmt werden wollten. Wieder trat ich in die Falle und verwechselte Leben und Kunst, gleichzeitig entschied ich aber für mich, dass der Film genau dieser Überschneidung dicht folgen würde.<br />
Annas Workshop in den frühen 1980er Jahren, der in einem Wald mit Mammutbäumen sowie am Strand von Nordkalifornien stattfand, erwies sich als Erfahrung, die mir zwanzig Jahre später die Augen öffnen sollte.<br />
Ich realisierte, wie sie ihre Vision im Umgang mit Bewegung und Performance schärfte, um authentische persönliche Erfahrungen mit ihrer Kunst zu kommunizieren und universell zu machen. Am Ende des Workshops von 2004 fragte ich Anna, ob sie mir erlauben würde, einen Film über ihr Leben zu machen. „Okay“, sagte sie, „aber du musst dich beeilen, ich bin schon 83!“ Ein paar Monate später schickte ich ihr eine formelle Vereinbarung und war überrascht, als sie nicht unterschreiben wollte. Ein französischer Journalist verfolgte wegen eines Theater- und Tanzfestivals im Centre Pompidou in Paris bereits ein ähnliches Projekt.<br />
Enttäuscht gab ich die Idee auf.</p>
<p>2005 kehrte ich nach San Francisco zurück, um an Annas jährlichem Workshop teilzunehmen. In diesem Sommer fragte mich Anna, ob ich mit ihr zusammen an einem Film mit dem Titel „Seniors Rocking“ arbeiten wolle. Es ging um ein Tanzstück, das sie kreiert hatte, um älteren Menschen zu helfen, ihre Klischeevorstellungen vom Älterwerden zu überwinden. Sie wollte mir das Exklusivrecht zum Filmen dieser Performance mit 50 Teilnehmern im Alter zwischen 65 und 100 geben, die in Schaukelstühlen bei einer Lagune auftreten sollten. Ihr Konzept für den Film war es, die Performance um die persönlichen Geschichten der Teilnehmer zu erweitern und so der Frage nachzugehen: Was ist das Wichtigste im Leben? Sie suchte nach Geschichten, die von Herzen kamen, und Botschaften, welche die Teilnehmer ihren Kindern, Enkeln und Freunden hinterlassen wollten.<br />
Da ich Anna inzwischen bereits gut kannte und wusste, wie sie eine persönliche Frage in ein großes Ereignis zu verwandeln vermag, machte ich sie darauf aufmerksam, dass dieses Projekt auch ihr Vermächtnis berühre; erneut kündigte ich mein Interesse an, ihr Leben zu dokumentieren. Anna überlegte einen Moment, dann plötzlich lud sie mich und meine Kamera zu sich nach Hause ein. Sie erklärte sich nicht nur dazu bereit, mir Zugang zu ihrer Vergangenheit und ihrem Werk zu gewähren, sondern auch, dass ich ihren Mann, den bekannten Architekten Lawrence Halprin, in das Projekt mit einbeziehe. Seit jenem Nachmittag, als Anna mich in ihrer Küche willkommen hieß, hat sie mir eine Tür ihres Lebens nach der anderen geöffnet. Dies führte dazu, dass ich nicht nur „Seniors Rocking“, sondern auch alle ihre wichtigen Shows, Vorlesungen und Workshops, ihre Performances in San Francisco, ihre Arbeit in der Natur, ihre verschiedenen Unterrichtsklassen, ihr jüngstes Werk „Rodin“, sowie den 90. Geburtstag ihres Mannes und ihre Arztbesuche mit einbeziehen konnte! Ich entdeckte, wie verflochten Annas persönliches Leben mit ihrem Leben als Künstlerin tatsächlich war. „Es besteht keine wirkliche Trennung“, wie eine ihrer Töchter ironisch erklärt. Anna Halprin pflegt, was sie als Leben- Kunst-Prozess bezeichnet, und integriert die Auf und Abs in ihrem Leben kontinuierlich in ihre kreative Arbeit. Im letzten Stadium ihres Lebens beschäftigt sie sich heute mit den Themen Altern und Tod. In „Intensive Care“ schafft sie es, die Furcht vor dem Tod ihres Mannes mit ihrer eigenen Angst vor dem Tod in eine kraftvolle und zugleich universell gültige Choreografie umzusetzen. Mit 85 Jahren spielt sie am Ende des Stücks ihren eigenen Tod. Damit kreiert sie nicht nur einen unvergesslichen, visuellen Höhepunkt des Stücks (wie auch unseres Films), sondern macht uns zugleich bewusst, dass wir nicht wegschauen dürfen – vor allem nicht vor uns selbst.</p>
<p>Anna Halprin ist eine leidenschaftliche, besessene Künstlerin, die ihr ganzes Leben in ihre Kunst und ihre ganze Kunst in ihr Leben verpackt.</p>
<p>Mit ihren Performances fragt Anna auch nach der wahren Bedeutung des Lebens. Wie kann Kunst uns helfen, mit dem Leben zurechtzukommen? Warum machen wir Kunst? In einem späten Interview sagte Anna, sie hoffe, es werde ihr Vermächtnis sein, den Tanz neu definiert zu haben. Diese Neudefinition schaffen nicht nur junge Körper auf der Bühne, nein, sie vollzieht sich in jedem Alter und potenziell überall.<br />
Das Ergebnis ist ein Film, der nicht nur Annas einzigartige Geschichte von ihren wegweisenden Performances der 1950er- und 1960er Jahre bis zu ihren aktuellen Soloperformances vor uns entfaltet, sondern auch erzählt, wie ihr Leben und Werk die wahre Bedeutung von Tanz illustrieren sowie dessen Macht, uns zu helfen, nicht nur unser Leben zu bewältigen, sondern es auch zu verändern und uns selbst dabei treu zu bleiben.</p>
<p><em>Ruedi Gerber hat bereits verschiedene preisgekrönte Dokumentarfilme gedreht, darunter: „Meta-Mecano“ (1997), ein Film über Jean Tinguelys und Niki de Saint Phalles Einzug in das von Mario Botta gebaute Tinguely Museum, „Living with the Spill“, eine Dokumentation über die Ölpest vor der Küste Alaskas für den Britischen Sender Channel 4.</em><br />
<em> Darüber hinaus hat Ruedi Gerber bei einer Anzahl preisgekrönter Kurzspielfilme Regie geführt: „Café Mecanique“, eine traumähnliche Geschichte über die abendliche Begegnung zwischen einem Mann und einer Frau zur Musik von Carla Bley, und „Midnight Barbeque“, eine im Thriller-Stil gehaltene Parodie auf William Burroughs an Wilhelm Tell erinnernde wahre Lebensgeschichte. „Communication At Your Workplace“ war eine preisgekrönte Auftragsserie von kurzen Comedy-Filmen zum Thema Misskommunikation.</em></p>
<p><strong>[<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/B0042SFNNU">DVD BESTELLEN?</a>]</strong></p>
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		<title>Impfung gegen Krebs</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/11/impfung-gegen-krebs/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 19:32:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TLV-01</dc:creator>
				<category><![CDATA[Onkologie]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Krebs ist eine häufige Krankheit, und je älter die Menschen im Durchschnitt werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie eines Tages an Krebs erkranken&#8230; Einen besonderen Durchbruch in der Krebsforschung hat nun die israelische Firma &#8220;Vaxil BioTherapeutics&#8221; erzielt: Es handelt sich um eine Impfung, die zurzeit im Hadassa-Universitätsklinikum in Jerusalem getestet wird. Wenn alles läuft wie geplant, könnte die Impfung bereits in sechs Jahren auf dem Markt sein und dabei helfen, Krebs nicht nur zu behandeln sondern auch daran zu hindern, wieder aufzutreten. Die Impfung wird im Moment gegen einen bestimmten Typ Blutkrebs, das Multiple Myelom, eingesetzt. Wenn die Substanz so hilft wie erhofft, und im Moment sieht es ganz danach aus, dann könnte VaxHit bei 90% aller bekannten Krebsarten angewandt werden, einschließlich Prostata- und Brustkrebs. &#8220;Beim Krebs weiß der Körper, dass etwas nicht funktioniert, doch das Immunsystem weiß nicht, wie es sich selbst vor dem Tumor schützen kann, so wie es das bei einer Infektion oder einem Virus tun würde. Das kommt daher, dass die Krebszellen körpereigene mutierte Zellen sind&#8221;, erklärt Julian Levy, Chef von Vaxil BioTherapeutics. &#8220;Zusätzlich dazu hat ein Krebspatient in der Regel ein geschwächtes Immunsystem, bedingt sowohl durch die Krankheit als auch die Behandlung.&#8221; Der Trick [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Krebs ist eine häufige Krankheit, und je älter die Menschen im Durchschnitt werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie eines Tages an Krebs erkranken&#8230;<span id="more-3660"></span></p>
<p>Einen besonderen Durchbruch in der Krebsforschung hat nun die israelische Firma &#8220;Vaxil BioTherapeutics&#8221; erzielt: Es handelt sich um eine Impfung, die zurzeit im Hadassa-Universitätsklinikum in Jerusalem getestet wird. Wenn alles läuft wie geplant, könnte die Impfung bereits in sechs Jahren auf dem Markt sein und dabei helfen, Krebs nicht nur zu behandeln sondern auch daran zu hindern, wieder aufzutreten.</p>
<p>Die Impfung wird im Moment gegen einen bestimmten Typ Blutkrebs, das Multiple Myelom, eingesetzt. Wenn die Substanz so hilft wie erhofft, und im Moment sieht es ganz danach aus, dann könnte VaxHit bei 90% aller bekannten Krebsarten angewandt werden, einschließlich Prostata- und Brustkrebs.</p>
<p>&#8220;Beim Krebs weiß der Körper, dass etwas nicht funktioniert, doch das Immunsystem weiß nicht, wie es sich selbst vor dem Tumor schützen kann, so wie es das bei einer Infektion oder einem Virus tun würde. Das kommt daher, dass die Krebszellen körpereigene mutierte Zellen sind&#8221;, erklärt Julian Levy, Chef von Vaxil BioTherapeutics. &#8220;Zusätzlich dazu hat ein Krebspatient in der Regel ein geschwächtes Immunsystem, bedingt sowohl durch die Krankheit als auch die Behandlung.&#8221;</p>
<p>Der Trick liegt nun darin, das geschwächte Immunsystem gegen die Bedrohung zu aktivieren.</p>
<p>In der Regel hilft eine Impfung dem Immunsystem des Körpers dabei, fremde Eindringlinge wie Bakterien oder Viren abzuwehren und ist für Menschen gedacht, die die Krankheit noch nicht hatten. Therapeutische Impfungen wie die von Vaxil dagegen werden kranken Menschen gegeben und funktionieren mehr wie ein Medikament.</p>
<p>ImMucin, das wichtigste Produkt von Vaxil, aktiviert das Immunsystem, indem es T-Helfer-Zellen &#8220;trainiert&#8221;, den Krebsmarker MUC1 aufzuspüren und zu zerstören. Damit können erstmals gezielt vom Krebs befallene Zellen ganz ohne Nebenwirkungen zerstört werden. Auch das Problem der Immunisierung vieler Zellen gegen die Chemotherapie bleibt damit aus.</p>
<p><span style="font-size: xx-small;">Außenministerium des Staates Israel, 20.11.11</span></p>
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		<item>
		<title>Krebs bremst die Wirtschaft: Prävention auch Aufgabe der Sozial- und Wirtschaftspolitik</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/10/krebs-3/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 08:45:49 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Onkologie]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>

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		<description><![CDATA[Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder Krebs sind in Europa mit 86 die mit Abstand häufigste Todesursache. Längst stellen sie damit nicht nur ein Problem der Gesundheitspolitik dar. Die indirekten Kosten, die sie etwa durch Verdienstausfall verursachen, sind um ein Vielfaches höher als jene der Behandlung, berichtet Weltbank-Berater Armin Fidler beim European Health Forum&#8230; Enormer Schaden: Diabetes, Krebs und Co bremsen die Wirtschaft Experte fordert Gegensteuerung und Prävention, die auch Politikbereiche jenseits der Gesundheit einschließt pte &#8211; ehfg.org &#8211; Die so genannten &#8220;nicht übertragbaren Krankheiten&#8221; haben unser Weltbild verändert, wurde im Vormonat beim UNO-Gipfel deutlich. &#8220;Lange Zeit herrschte die Laienmeinung, dass die Last armer Länder die infektiösen und jene der Reichen die chronischen Erkrankungen sind. Das ist vorbei. Chronische Krankheiten sind in Schwellenländer wegen der steigenden Lebenserwartung als zusätzliche Bürde auf dem Vormarsch&#8221;, fasst Fidler zusammen. Da vielen Betroffenen die soziale Absicherung fehlt und medizinische Leistungen privat gekauft werden, lässt etwa eine Krebserkrankung Mittelstands-Familien oft wieder verarmen. Reiche und arme Welt chronisch krank Doch auch auf Makroebene verursachen die chronischen Krankheiten enorme Schäden, legt der Weltbank-Experte dar. Nimmt ihre Häufigkeit um zehn Prozent zu, verringert dies das Wirtschaftswachstum um 0,5 Prozent, zeigen Daten. Viel teurer als die Behandlung sind dabei die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder Krebs sind in Europa mit 86 die mit Abstand häufigste Todesursache. Längst stellen sie damit nicht nur ein Problem der Gesundheitspolitik dar. Die indirekten Kosten, die sie etwa durch Verdienstausfall verursachen, sind um ein Vielfaches höher als jene der Behandlung, berichtet Weltbank-Berater Armin Fidler beim European Health Forum&#8230;<span id="more-3566"></span></p>
<p><strong>Enormer Schaden: Diabetes, Krebs und Co bremsen die Wirtschaft</strong><br />
<strong>Experte fordert Gegensteuerung und Prävention, die auch Politikbereiche jenseits der Gesundheit einschließt</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; <a href="http://www.ehfg.org/">ehfg.org</a> &#8211; Die so genannten &#8220;nicht übertragbaren Krankheiten&#8221; haben unser Weltbild verändert, wurde im Vormonat beim UNO-Gipfel deutlich. &#8220;Lange Zeit herrschte die Laienmeinung, dass die Last armer Länder die infektiösen und jene der Reichen die chronischen Erkrankungen sind. Das ist vorbei. Chronische Krankheiten sind in Schwellenländer wegen der steigenden Lebenserwartung als zusätzliche Bürde auf dem Vormarsch&#8221;, fasst Fidler zusammen. Da vielen Betroffenen die soziale Absicherung fehlt und medizinische Leistungen privat gekauft werden, lässt etwa eine Krebserkrankung Mittelstands-Familien oft wieder verarmen.</p>
<p><strong>Reiche und arme Welt chronisch krank</strong></p>
<p>Doch auch auf Makroebene verursachen die chronischen Krankheiten enorme Schäden, legt der Weltbank-Experte dar. Nimmt ihre Häufigkeit um zehn Prozent zu, verringert dies das Wirtschaftswachstum um 0,5 Prozent, zeigen Daten. Viel teurer als die Behandlung sind dabei die indirekten Kosten: In den USA kosten die sieben größten nicht übertragbaren Krankheiten der Volkswirtschaft über eine Bio. US-Dollar jährlich, wobei 300 Mrd. auf die Kappe der Behandlung, der Rest auf jene des Produktivitätsverlustes geht.</p>
<p><strong>Soziale Faktoren beteiligt</strong></p>
<p>Die Therapie, Diagnose und Intervention der klinischen Medizin wird mit dem Problem immer weniger gerecht. &#8220;Einen hohen Kosten-Nutzen-Effekt gibt es hingegen bei Lebensstil-Interventionen. Bietet man etwa Menschen mit hohem Diabetesrisiko ein Präventionspaket mit Ernährungsberatung und Bewegung an, spart jeder investierte Dollar in Entwicklungsländern zwei Dollar an Behandlungskosten, bei mittlerem Einkommen sogar mehr&#8221;, berichtet Fidler.</p>
<p>Prävention wird jedoch bisher oft zu eng gefasst, verdeutlicht eine am European Health Forum diskutierte WHO-Studie: &#8220;Zwar verbessert die medizinische Versorgung den Verlauf einer Erkrankung und erhöht die Lebenserwartung. Doch primär machen soziale und wirtschaftliche Gegebenheiten Menschen krank. Sogar in reichen Ländern sind Armut, soziale Isolation, Arbeitslosigkeit, fehlender Selbstwert und Familienprobleme eine Hauptursache für Gesundheitsprobleme&#8221;, erklärt WHO-Experte Michael Marmot.</p>
<p><strong>Prävention weiter fassen</strong></p>
<p>Fiedler sieht diese Ergebnisse als klaren Hinweis, dass Prävention mehr ist als Wissen. &#8220;Die Gesundheitspolitik liefert nur einen kleinen Beitrag. Gefordert ist etwa die Steuerpolitik, die etwa in der Tabakfrage viel mehr erreicht als alle Nichtraucher-Kampagnen. Erziehung und Bildung haben hohen Stellenwert, jedoch auch Wasser- und Sanitärversorgung, das soziale Gleichgewicht, Energie und Verkehr.&#8221; Besonders für Industrieländer relevant seien Ausbildung, freiwillige Verpflichtungen der Industrie, Zugang zu Information und gesundheitliche und psychische Bedingungen am Arbeitsplatz.</p>
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		<title>Radioaktive Trojaner überlisten Knochenmetastasen</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 22:15:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Onkologie]]></category>
		<category><![CDATA[Hormone]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn sich Krebs in Knochen absiedelt, verschlechtern sich die Überlebenschancen der Betroffenen meist erheblich. Ein Ärzteteam der Bonner Universitätsklinik für Nuklearmedizin hat nun bei Patienten mit Knochenmetastasen von seltenen Tumoren erfolgreich radioaktive Trojaner eingeschleust. Bei der Hälfte der Erkrankten war eine Rückbildung der Metastasen zu beobachten&#8230; Johannes Seiler, Abteilung Presse und Kommunikation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 03.08.2011 Nur etwa drei bis fünf von 100.000 Menschen erkranken jährlich an der Krebsform „neuroendokriner Tumor“. Die Geschwulste kommen meistens im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldrüse vor. Da die Tumore häufig Hormone bilden, können sie das Verdauungssystem komplett durcheinander bringen und den Patienten das Leben zur Hölle machen. „Bei manchen dieser Patienten treten zudem Knochenmetastasen auf“, berichtet Dr. Samer Ezziddin, leitender Oberarzt an der Universitätsklinik für Nuklearmedizin. „Dann haben sie eigentlich schlechte Überlebenschancen.“ Die Wissenschaftler der Universitätskliniken Bonn und British Columbia (Kanada) behandelten 42 Patienten, die an seltenen neuroendokrinen Tumoren mit Knochenmetastasen erkrankt sind, mit einer trickreichen Methode. Tumore sammeln bestimmte Eiweiße ein Die Ärzte schleusten in die Tumore das radioaktive Isotop Lutetium-177 als Trojaner ein, die die Krebszellen von innen zerstörten. Dabei machten sie sich zunutze, dass die Tumore an ihrer Oberfläche massenhaft Andockstellen aufweisen, mit denen sie bestimmte Eiweiße einsammeln. Diese Eiweiße beluden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sich Krebs in Knochen absiedelt, verschlechtern sich die Überlebenschancen der Betroffenen meist erheblich. Ein Ärzteteam der Bonner Universitätsklinik für Nuklearmedizin hat nun bei Patienten mit Knochenmetastasen von seltenen Tumoren erfolgreich radioaktive Trojaner eingeschleust. Bei der Hälfte der Erkrankten war eine Rückbildung der Metastasen zu beobachten&#8230;<span id="more-3426"></span></p>
<p><em>Johannes Seiler, Abteilung Presse und Kommunikation, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, 03.08.2011</em></p>
<p>Nur etwa drei bis fünf von 100.000 Menschen erkranken jährlich an der Krebsform „neuroendokriner Tumor“. Die Geschwulste kommen meistens im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldrüse vor. Da die Tumore häufig Hormone bilden, können sie das Verdauungssystem komplett durcheinander bringen und den Patienten das Leben zur Hölle machen. „Bei manchen dieser Patienten treten zudem Knochenmetastasen auf“, berichtet Dr. Samer Ezziddin, leitender Oberarzt an der Universitätsklinik für Nuklearmedizin. „Dann haben sie eigentlich schlechte Überlebenschancen.“ Die Wissenschaftler der Universitätskliniken Bonn und British Columbia (Kanada) behandelten 42 Patienten, die an seltenen neuroendokrinen Tumoren mit Knochenmetastasen erkrankt sind, mit einer trickreichen Methode.</p>
<p><strong>Tumore sammeln bestimmte Eiweiße ein</strong></p>
<p>Die Ärzte schleusten in die Tumore das radioaktive Isotop Lutetium-177 als Trojaner ein, die die Krebszellen von innen zerstörten. Dabei machten sie sich zunutze, dass die Tumore an ihrer Oberfläche massenhaft Andockstellen aufweisen, mit denen sie bestimmte Eiweiße einsammeln. Diese Eiweiße beluden die Forscher mit dem radioaktiven Lutetium. „Es strahlt nicht weiter als etwa einen Millimeter“, erklärt Dr. Ezziddin. „Deshalb können wir damit gezielt die Tumore zerstören, ohne das Nachbargewebe zu schädigen.“</p>
<p>Mit dieser als Peptidrezeptor-Radionuklid-Therapie (PRRT) bezeichneten Methode haben die Ärzte bereits zuvor Patienten mit neuroendokrinen Tumoren erfolgreich behandelt. „Für die effektive Therapie von Knochenmetastasen gab es bisher mit dieser Methode noch keinen Nachweis“, sagt Professor Dr. Hans-Jürgen Biersack, Direktor der Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Bonn. „Die Ergebnisse aber sind spektakulär.“</p>
<p>Bei etwa der Hälfte der Patienten bildeten sich die Knochenmetastasen zurück, bei einem weiteren Drittel blieben sie stabil. Bei zwei Behandelten verschwanden die Absiedlungen sogar komplett. „Wir konnten einen durchschnittlichen Wachstums-Stop von 35 Monaten beobachten“, führt Dr. Ezziddin aus. „Verglichen mit den Daten diverser medikamentöser Studien ist dies ein beachtliches Resultat.“ Außerdem deuten die Ergebnisse der PRRT-Therapie auf ein verlängertes Überleben dieser Patienten hin. „Während andere Chemotherapien die Ausbreitung der Metastasen im Schnitt bis zu einem Jahr bremsen, gelang dies mit den radioaktiven Trojanern mindestens drei Mal so lange &#8211; und das selbst bei Knochenmetastasen“, berichtet der Oberarzt.</p>
<p><strong>Wissenschaftler stellen die Lutetium-Präparate selbst her</strong></p>
<p>Die Therapiemethode wird inzwischen zunehmend angewendet, obwohl die Lutetium-Präparate noch nicht auf dem Markt sind. „Die Handhabung des radioaktiven Materials und die Zubereitung des Therapiepräparates erfordern eine entsprechende Logistik mit eigenem Radioisotopenlabor“, sagt Prof. Biersack. „Patienten mit Knochenmetastasen können die berechtigte Hoffnung haben, dass ihnen mit der PRRT effektiv geholfen werden kann.“ Als Nebenwirkungen träten am ersten Behandlungstag etwa vermehrter Stuhlgang oder eine leichte Übelkeit auf. Außerdem könne es während der Verabreichung des Lutetiums zu einer geringen Abgeschlagenheit kommen. „Viele Patienten merken jedoch nichts oder kaum etwas von der Therapie“, berichten die Bonner Nuklearmediziner Ezziddin und Biersack.</p>
<p>Außerdem reduzierten sich bei den Behandelten die durch die Knochenmetastasen ausgelösten Schmerzen. „Mehr als die Hälfte war sogar beschwerdefrei“, sagt Dr. Ezziddin. Auch Patienten mit vielen Tumorabsiedlungen in den Knochen und schwächerer körperlicher Verfassung profitierten noch von der Therapie. „Dies ist ein Hinweis darauf, dass die Behandlung auch bei weit fortgeschrittenen Stadien noch erfolgreich angewendet werden kann“, ist der Oberarzt überzeugt.</p>
<p><em>Publikation: Response and Long-Term Control of Bone Metastases After Peptide Receptor Radionuclide Therapy with 177Lu-Octreotate. The Journal of Nuclear Medicine, Ausgabe 52 Nr. 8, Seiten 1197-1203, DOI: 10.2967/jnumed.111.090373</em></p>
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		<title>Erneut Durchbruch in der Krebsforschung</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 19:44:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TLV-01</dc:creator>
				<category><![CDATA[Onkologie]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Israelische Wissenschaftler haben ein Protein entdeckt, dass das Wachstum von Bauchspeicheldrüsenkrebs hemmen könnte&#8230; Die Forschungsgruppe am Krebsforschungszentrum des Sheba-Zentrums in Tel Hashomer haben die Wirkung des Proteins Klotho untersucht, eines Proteohormons, das in Hirn und Nieren gebildet wird und dessen Wirkung bei der Verlängerung des Lebens von Mäusen bereits länger bekannt ist. 2008 dann hatten Forscher des Sheba-Zentrums beobachtet, das unter Laborbedingungen in Brustkrebszellen injiziertes Klotho die Zellteilung der Krebszellen verhinderte. Die gegenwärtige Studie hat nun an Mäusen Möglichkeiten untersucht, Klotho zur Heilung von Krebs einzusetzen. Hierbei hatten die Forscher zunächst herausgefunden, dass gesunde Zellen der Bauchspeicheldrüse Klotho enthielten, vom Krebs befallene jedoch nicht. Dies könnte eine Möglichkeit sein, Bauchspeicheldrüsenkrebs bereits in einem frühen Stadium zu diagnostizieren. Nachdem den erkrankten Mäusen Klotho injiziert worden war, entdeckten die Forscher, dass das Protein nicht nur eine Ausbreitung des Krebses verhinderte, sondern diesen auch dazu brachte zu schrumpfen – und dies bereits nach ein bis zwei Wochen. Haaretz, 13.07.11, Newsletter der Botschaft des Staates Israel]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Israelische Wissenschaftler haben ein Protein entdeckt, dass das Wachstum von Bauchspeicheldrüsenkrebs hemmen könnte&#8230;<span id="more-3401"></span></p>
<p>Die Forschungsgruppe am Krebsforschungszentrum des Sheba-Zentrums in Tel Hashomer haben die Wirkung des Proteins Klotho untersucht, eines Proteohormons, das in Hirn und Nieren gebildet wird und dessen Wirkung bei der Verlängerung des Lebens von Mäusen bereits länger bekannt ist. </p>
<p>2008 dann hatten Forscher des Sheba-Zentrums beobachtet, das unter Laborbedingungen in Brustkrebszellen injiziertes Klotho die Zellteilung der Krebszellen verhinderte. </p>
<p>Die gegenwärtige Studie hat nun an Mäusen Möglichkeiten untersucht, Klotho zur Heilung von Krebs einzusetzen. Hierbei hatten die Forscher zunächst herausgefunden, dass gesunde Zellen der Bauchspeicheldrüse Klotho enthielten, vom Krebs befallene jedoch nicht. Dies könnte eine Möglichkeit sein, Bauchspeicheldrüsenkrebs bereits in einem frühen Stadium zu diagnostizieren. </p>
<p>Nachdem den erkrankten Mäusen Klotho injiziert worden war, entdeckten die Forscher, dass das Protein nicht nur eine Ausbreitung des Krebses verhinderte, sondern diesen auch dazu brachte zu schrumpfen – und dies bereits nach ein bis zwei Wochen. </p>
<p><a href="http://www.haaretz.com/print-edition/news/israeli-researchers-identify-protein-that-may-slow-down-pancreatic-cancer-1.372930">Haaretz</a>, 13.07.11, Newsletter der Botschaft des Staates Israel</p>
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		<title>Hebräische Universität Jerusalem: Durchbruch in der Krebsforschung</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 15:38:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Onkologie]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem haben die molekulare Basis für Veränderungen in der DNS entdeckt – das primäre Krankheitsereignis, aus dem später Krebs entsteht&#8230; Ein Team um Prof. Batsheva Kerem hat dabei jene DNS-Regionen ausgemacht, die für die Veränderungen am stärksten anfällig sind. „Ein wichtiges Kennzeichen der meisten Krebserkrankungen beim Menschen ist die Akkumulation von Schäden an der DNS, die die Entwicklung von Krebs begünstigen“, so Kerem. „Die sogenannten Wächtergene können die Replikation der Zellen nicht mehr überwachen, so dass in der nächsten Zellgeneration weitere Schäden entstehen. Dies kommt besonders häufig in bestimmten Regionen der DNS vor.“ Bei seiner Forschung hat das Team nun eine neue Methode angewandt, die es ermöglicht, einzelne DNS-Moleküle zu studieren, um die Basis für die spezifische Sensibilität der angreifbaren Orte zu untersuchen. Diese Ergebnisse sind sehr wichtig, da sie neues Licht auf die DNS-Features werfen und neue Erkenntnisse über die Regulierung der DNS-Replikation in jenen Regionen liefern, die in der Entwicklung von Krebs zuerst brüchig werden. Die Ergebnisse zeigen, dass es nicht nur besonders sensible Regionen gibt sondern auch solche, die die DNS-Replikation verlangsamen oder sogar aufhalten. Jerusalem Post, 08.07.11, Übers. f.d. Newsletter der Botschaft Israels]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem haben die molekulare Basis für Veränderungen in der DNS entdeckt – das primäre Krankheitsereignis, aus dem später Krebs entsteht&#8230;<span id="more-3387"></span></p>
<p>Ein Team um Prof. Batsheva Kerem hat dabei jene DNS-Regionen ausgemacht, die für die Veränderungen am stärksten anfällig sind. </p>
<p>„Ein wichtiges Kennzeichen der meisten Krebserkrankungen beim Menschen ist die Akkumulation von Schäden an der DNS, die die Entwicklung von Krebs begünstigen“, so Kerem. „Die sogenannten Wächtergene können die Replikation der Zellen nicht mehr überwachen, so dass in der nächsten Zellgeneration weitere Schäden entstehen. Dies kommt besonders häufig in bestimmten Regionen der DNS vor.“</p>
<p>Bei seiner Forschung hat das Team nun eine neue Methode angewandt, die es ermöglicht, einzelne DNS-Moleküle zu studieren, um die Basis für die spezifische Sensibilität der angreifbaren Orte zu untersuchen. Diese Ergebnisse sind sehr wichtig, da sie neues Licht auf die DNS-Features werfen und neue Erkenntnisse über die Regulierung der DNS-Replikation in jenen Regionen liefern, die in der Entwicklung von Krebs zuerst brüchig werden. </p>
<p>Die Ergebnisse zeigen, dass es nicht nur besonders sensible Regionen gibt sondern auch solche, die die DNS-Replikation verlangsamen oder sogar aufhalten. </p>
<p><em>Jerusalem Post, 08.07.11, Übers. f.d. Newsletter der Botschaft Israels</em></p>
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		<title>Akupunktur aktiviert Schmerzhemmer: Forscher finden neuen Wirkmechanismus der Nadelung</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/07/akupunktur/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 Jul 2011 20:35:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schmerztherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Herz]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>
		<category><![CDATA[Opiate]]></category>

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		<description><![CDATA[Erst allmählich wird erforscht, was Akupunktur im Körper bewirkt. Eine physiologische Erklärung für die Wirkung von Akupunktur dürfte Forschern der University of Rochester gelungen sein. Sie zeigten bei Mäusen, dass Akupunkt-Einstiche eine körpereigene Substanz aktivieren, die unter anderem im Immunsystem und bei der Schmerzunterdrückung eine Rolle spielt&#8230; http://www.rochester.edu &#8211; pte &#8211; Im Versuch konnte dieser Effekt durch einen gängigen Wirkstoff der Krebstherapie zusätzlich verstärkt werden. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift &#8220;Nature Neuroscience&#8221; veröffentlicht. Jenseits von Placebo &#8220;Akupunktur ist in der Schmerztherapie immer besser akzeptiert&#8221;, berichtet der Neurologe Alexander Meng, Vizepräsident der österreichischen Gesellschaft für Akupunktur http://www.akupunktur.at , im pressetext-Interview. &#8220;Neben dem psychischen Faktor Zuwendung und dem Placebo-Effekt treten durch die Nadelung jedoch auch schmerzlindernde Veränderungen in Hirn, Rückenmark oder Peripherie auf, die objektivierbar sind.&#8221; Bisher bekannt sei vor allem die Ausschüttung körpereigener Opiate, sogenannte Endomorphine. Die aktuellen Ergebnisse beschreiben jedoch einen noch kaum diskutierten Mechanismus. Adenosin heißt das Molekül, auf das sich die US-Forscher nun konzentrierten. Bisher weiß man, dass diese natürliche Verbindung den Blutdruck durch eine Blutgefäß-Weitung sinken lässt und die Herzfrequenz verringert. Zudem fördert es Schlaf, hemmt Entzündungen und verhindert Nervensignale, die etwa bei einer Hautverletzung aktiv werden und Schmerz auslösen. Nun konnte gezeigt werden, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erst allmählich wird erforscht, was Akupunktur im Körper bewirkt. Eine physiologische Erklärung für die Wirkung von Akupunktur dürfte Forschern der University of Rochester gelungen sein. Sie zeigten bei Mäusen, dass Akupunkt-Einstiche eine körpereigene Substanz aktivieren, die unter anderem im Immunsystem und bei der Schmerzunterdrückung eine Rolle spielt&#8230;<span id="more-2917"></span></p>
<p>http://www.rochester.edu &#8211; <a href="http://www.pressetext.de">pte</a> &#8211; Im Versuch konnte dieser Effekt durch einen gängigen Wirkstoff der Krebstherapie zusätzlich verstärkt werden. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift &#8220;Nature Neuroscience&#8221; veröffentlicht. </p>
<p><strong>Jenseits von Placebo </strong></p>
<p>&#8220;Akupunktur ist in der Schmerztherapie immer besser akzeptiert&#8221;, berichtet der Neurologe Alexander Meng, Vizepräsident der österreichischen Gesellschaft für Akupunktur http://www.akupunktur.at , im pressetext-Interview. &#8220;Neben dem psychischen Faktor Zuwendung und dem Placebo-Effekt treten durch die Nadelung jedoch auch schmerzlindernde Veränderungen in Hirn, Rückenmark oder Peripherie auf, die objektivierbar sind.&#8221; Bisher bekannt sei vor allem die Ausschüttung körpereigener Opiate, sogenannte Endomorphine. Die aktuellen Ergebnisse beschreiben jedoch einen noch kaum diskutierten Mechanismus. </p>
<p>Adenosin heißt das Molekül, auf das sich die US-Forscher nun konzentrierten. Bisher weiß man, dass diese natürliche Verbindung den Blutdruck durch eine Blutgefäß-Weitung sinken lässt und die Herzfrequenz verringert. Zudem fördert es Schlaf, hemmt Entzündungen und verhindert Nervensignale, die etwa bei einer Hautverletzung aktiv werden und Schmerz auslösen. Nun konnte gezeigt werden, dass die Substanz auch in jenen tieferen Hautschichten aktiv ist, in die Akupunkturnadeln eindringen. </p>
<p><strong>Nadeln lindern Pfotenschmerz </strong></p>
<p>Getestet wurde dies an Mäusen mit einer schmerzenden Pfote. Die Forscher um Jürgen B. Schnermann und Maiken Nedergaard behandelten die Tiere 30 Minuten lang mit Akupunktur, genau wie beim Menschen mit regelmäßiger Drehung der Nadeln. Unmittelbar danach konnte eine lokale Erhöhung des Adenosin-Niveaus im Gewebe auf das 24-fache festgestellt werden und Verhaltenstests zeigten, dass die Mäuse um zwei Drittel weniger Schmerz litten. Die Linderung trat auch dann ein, wenn Adenosin ohne Nadelstiche aktiviert wurde. </p>
<p>Weitere Erkenntnisse zu Adenosin lieferten Vergleichstests mit sogenannten Knock-out-Mäusen, denen das Gen für einen Rezeptor namens A1 aus dem Erbgut entfernt hatte. Bei diesen Tieren hatte die Therapie keine Wirkung &#8211; was die Forscher darauf schließen ließ, dass Adenosin erst durch die Bindung an diesen Rezeptor Schmerzen lindert. Zudem gelang es, durch Antibiotika den Effekt der Akupunktur auf das Dreifache zu verlängern. Zum Einsatz kam der Adenosin-Abbauhemmer &#8220;Deoxycoformycin&#8221;, ein in der Leukämiebehandlung eingesetzter Antimetabolit. </p>
<p><strong>Brücke zwischen Ost und West</strong> </p>
<p>Meng begrüßt die Forschung als Annäherung zwischen östlicher und westlicher Medizin. &#8220;Die östliche Medizin arbeitet ständig außen am Körper, hat jedoch noch nie in diesen hineingesehen, wie dies im Westen gängige Praxis ist. Wenn die moderne Medizin diese Blackbox öffnet, ist das eine tolle Sache, von der sie auch selbst bereichert wird. Denn die Suche, warum sich etwas bei Nadelstimulation tut, bringt auch sie auf neue Fragestellungen und Mechanismen.&#8221; </p>
<p>Dass Mäuse mit dem fehlenden Rezeptor nicht auf Akupunktur reagierten, sieht Meng als Hinweis auf die unterschiedliche Reaktion von Patienten auf Akupunktur. &#8220;Nicht bei allen kann die Methode ihre Wirkung entfalten. Mangelzustände oder Defekte können dies etwa verhindern, wobei Adenosin nur einer der möglichen Aspekte sein dürfte.&#8221; </p>
<p><a href="http://www.nature.com/neuro/journal/vaop/ncurrent/abs/nn.2562.html">Originalartikel</a></p>
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		<title>Neue Erkenntnisse Jerusalemer Krebsforscher</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/05/krebsforschung/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2011 05:58:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TLV-01</dc:creator>
				<category><![CDATA[Onkologie]]></category>
		<category><![CDATA[Krebs]]></category>

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		<description><![CDATA[Schäden an normaler DNA sind ein Kennzeichen von Krebszellen. Obgleich bekannt ist, dass Schäden an gewöhnlichen Zellen durch Überlastung ihrer DNA-Replikation verursacht werden, wenn Krebszellen eindringen, war die molekulare Basis dafür bislang noch unklar. Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem sind in dieser Hinsicht nun weitergekommen&#8230; Prof. Batsheva Kerem vom Alexander Silberman Institut of Life Sciences und ihre Mitarbeiter haben herausgefunden, dass Zellen während der frühen Krebsentwicklung an unzureichenden Bausteinen zur Unterstützung der normalen DNA-Replikation leiden Dies kann gestoppt werden, indem von außen ‚Bausteine‘ hinzugefügt werden, was zu verminderter DNA-Schädigung und erheblich geringerem Krebsentwicklungspotential der Zellen führt. Die Wissenschaftler erwarten sich davon neue Methoden zum Schutz gegen präkanzeröse Entwicklungen und womöglich sogar eine neue Behandlungsweise zur Verminderung von DNA-Bruch. Die Forschungsergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Cell veröffentlicht worden. Hebräische Universität Jerusalem, 03.05.11, Newsl. Botschaft des Staates Israel]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schäden an normaler DNA sind ein Kennzeichen von Krebszellen. Obgleich bekannt ist, dass Schäden an gewöhnlichen Zellen durch Überlastung ihrer DNA-Replikation verursacht werden, wenn Krebszellen eindringen, war die molekulare Basis dafür bislang noch unklar. Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem sind in dieser Hinsicht nun weitergekommen&#8230;<span id="more-3321"></span></p>
<p>Prof. Batsheva Kerem vom Alexander Silberman Institut of Life Sciences und ihre Mitarbeiter haben herausgefunden, dass Zellen während der frühen Krebsentwicklung an unzureichenden Bausteinen zur Unterstützung der normalen DNA-Replikation leiden Dies kann gestoppt werden, indem von außen ‚Bausteine‘ hinzugefügt werden, was zu verminderter DNA-Schädigung und erheblich geringerem Krebsentwicklungspotential der Zellen führt.</p>
<p>Die Wissenschaftler erwarten sich davon neue Methoden zum Schutz gegen präkanzeröse Entwicklungen und womöglich sogar eine neue Behandlungsweise zur Verminderung von DNA-Bruch.</p>
<p>Die Forschungsergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Cell veröffentlicht worden.</p>
<p><em>Hebräische Universität Jerusalem, 03.05.11, Newsl. Botschaft des Staates Israel</em></p>
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		<title>Gestalt-Traumatherapie: Vom Überleben zum Leben</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/03/gestalt-trauma/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 21:14:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
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		<category><![CDATA[Trauma]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Präsentation theoretischen und praktischen Wissens von Gestaltherapeutlnnen, die mit traumatisierten Menschen arbeiten, erscheint uns gerade zu einem Zeitpunkt besonders wichtig, da einerseits immer mehr manualisierte Herangehensweisen vorgelegt werden, die suggerieren, auch unerfahrene Psychotherapeutinnen könnten mit schwer Traumatisierten arbeiten, wenn sie nur das Manual einhielten, andererseits eine Überwindung des starren Anhaftens an Therapieschulen und Methoden in Aussicht ist, die sich zunehmend am dringenden Bedarf der Betroffenenen orientiert&#8230; Aus dem Vorwort zu Gestalt-Traumatherapie &#8211; Vom Überleben zum Leben Mit traumatisierten Menschen arbeiten Also &#8211; noch ein Buch über Traumatherapie? Die Statistiken sind fatal. Etwa 30 Prozent der Kinder, die unter schweren Lebensereignissen oder suboptimaler Versorgung litten, erkranken im Laufe ihres Lebens an einer majoren Depression, nicht erst im Erwachsenenalter, sondern schon als Kinder oder als Jugendliche. Und das ist nur eine mögliche Traumafolgestörung. Jede Form der Traumafolgestörung stellt einen Versuch dar, mit dem traumatisierenden Ereignis und den Schäden, die es angerichtet hat, zurechtzukommen. Jede einzelne stellt einen Versuch dar, eine unterbrochene Handlung zu Ende zu bringen, eine Gestalt zu schließen. Man könnte sagen, Gestalttherapie ist aus diesem Grund genuin Traumatherapie. Wolfgang Wirth belegt dies in seiner Darstellung der Lebens- und Traumageschichte von Fritz Perls auf eindrucksvolle Weise. Im Herbst 2007 fand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Präsentation theoretischen und praktischen Wissens von Gestaltherapeutlnnen, die mit traumatisierten Menschen arbeiten, erscheint uns gerade zu einem Zeitpunkt besonders wichtig, da einerseits immer mehr manualisierte Herangehensweisen vorgelegt werden, die suggerieren, auch unerfahrene Psychotherapeutinnen könnten mit schwer Traumatisierten arbeiten, wenn sie nur das Manual einhielten, andererseits eine Überwindung des starren Anhaftens an Therapieschulen und Methoden in Aussicht ist, die sich zunehmend am dringenden Bedarf der Betroffenenen orientiert&#8230;<span id="more-3216"></span></p>
<p><em>Aus dem Vorwort zu <a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3897979012">Gestalt-Traumatherapie &#8211; Vom Überleben zum Leben</a><br />
Mit traumatisierten Menschen arbeiten</em></p>
<p><strong>Also &#8211; noch ein Buch über Traumatherapie?</strong></p>
<p>Die Statistiken sind fatal.<br />
Etwa 30 Prozent der Kinder, die unter schweren Lebensereignissen oder suboptimaler Versorgung litten, erkranken im Laufe ihres Lebens an einer majoren Depression, nicht erst im Erwachsenenalter, sondern schon als Kinder oder als Jugendliche. Und das ist nur <em>eine</em> mögliche Traumafolgestörung.<br />
Jede Form der Traumafolgestörung stellt einen Versuch dar, mit dem traumatisierenden Ereignis und den Schäden, die es angerichtet hat, zurechtzukommen. Jede einzelne stellt einen Versuch dar, eine unterbrochene Handlung zu Ende zu bringen, eine Gestalt zu schließen.</p>
<p>Man könnte sagen, Gestalttherapie ist aus diesem Grund genuin Traumatherapie.</p>
<p>Wolfgang Wirth belegt dies in seiner Darstellung der Lebens- und Traumageschichte von Fritz Perls auf eindrucksvolle Weise. Im Herbst 2007 fand in Wien eine Ausstellung zu Leben und Werk <a href="http://www.hagalil.com/archiv/2007/11/reich-0.htm">Wilhelm Reichs</a> statt. Auch dies eine Traumageschichte, von Bedeutung durch das Erkennen der Wichtigkeit des Körpergedächtnisses für die Aufrechterhaltung der seelischen Belastung.</p>
<p>Viele Gestalttherapeutinnen arbeiten in ihrer täglichen Praxis mit traumatisierten Menschen. Wenig ist bisher publiziert worden, wie sie dies tun und wie sie sich in ihrer Arbeit theoretisch und methodisch auf die Gestalttherapie beziehen.</p>
<p>Bekannt sind die Arbeiten von Butollo und seinen Kolleginnen (z.B. Butollo et al. 1998 und 2003) zum Umgang mit traumatischen Folgen durch Krieg.<br />
Imke Deistler und Angelika Vogler legten 2005 ein Buch zur therapeutischen Begleitung von schwer traumatisierten Menschen vor, welches<br />
zugleich eine Einführung in das Verständnis der dissoziativen Identitätsstörung abgibt. Sie reflektieren dieses Störungsbild aus der Sicht der Gestalttherapie und zeigen Therapiemöglichkeiten auf aus ihrer Arbeit mit Opfern sexueller Gewalt.</p>
<p>Eine weitere Möglichkeit der Traumatisierung wurde 2006 von Michaela Pröpper thematisiert: Die traumatisierenden Folgen einer Krebsdiagnose.<br />
Neben diesen größeren Publikationen ist eine Reihe kleinerer Beiträge erschienen, auf welche in diesem Band Bezug genommen wird. Weiter wird die Notwendigkeit deutlich gemacht, sich verschiedene Sichtweisen und Techniken anderer Methoden zunutze zu machen, um die Patientinnen optimal zu behandeln. Mit diesem Buch wollten wir Gestaltherapeutlnnen Gelegenheit geben, aus ihrer Praxis zu berichten. Wir wollen damit die theoretische Diskussion wie auch den Austausch über Praxiserfahrungen in der Arbeit mit traumatisierten Menschen anregen und beleben. Die meisten Autorinnen schauen in Theorie und Praxis auch über den »Tellerrand«. Sie beziehen sich nicht nur auf die Gestalttherapie sondern auch auf den aktuellen Forschungsstand der Traumatherapie. Stabilisierende Vorgehensweisen und Techniken sind grundlegend für jede psychotherapeutische Methode, und die Sammlung imaginativer Techniken, die Luise Reddemann vorgelegt hat, ist ein wertvolles Schatzkästchen für all jene, die beim gestalttherapeutischen Experimentieren Unterstützung suchen.<br />
Alle Autorinnen dieses Bandes arbeiten in unterschiedlicher und beeindruckender Weise eine Verankerung mit der Theorie und den Konzepten der Gestalttherapie heraus und zeigen, wie gut diese sich eignet, um mit traumatisierten Menschen zu arbeiten. Sie fördern damit die gestalttherapeutische Theoriebildung.<br />
Wir wollen in diesem Band einerseits den aktuellen Wissensstand widerspiegeln, andererseits Einblick in die individuellen gestalttherapeutischen Vorgangsweisen der Autorinnen geben und schließlich ermutigen, auf der Basis gestalttherapeutischen Grundverständnisses von Annahme, Kontakt und Stütze Anregungen für die Behandlung der wachsenden Personengruppe mit diagnostizierten Traumafolgestörungen zu bieten.</p>
<p>Den Auftakt macht <strong>Wolfgang Wirth</strong> mit einer überblicksartigen Aufarbeitung der theoretischen Anknüpfungspunkte zu einer gestalttherapeutischen Konzeption der Traumatherapie. Spannend sind u.a. seine biografischen Ausführungen zu Fritz Perls, welche ihn als durch Kriegserlebnisse und familiäre Gewalt Traumatisierten darstellen, was wesentlichen Einfluss auf die Konzeption der Gestalttherapie hatte. Sie enthält, wie anhand einer genauen Durchsicht von Gestalttherapie (Perls et al 2006) gezeigt wird, schon in ihrer originären Konzeption wesentliche Elemente und Stützen zu einer Traumatherapie. Wirth arbeitet mit Hörgeschädigten und rundet seinen Beitrag mit einer Fallvignette über eine gehörlose Frau ab, die miterlebte, wie ihre Freundin von einer Lawine erfasst und getötet wurde. Bemerkenswert ist, dass die Therapie in der Gebärdensprache erfolgt.</p>
<p><strong>Anja Jossen</strong> präsentiert in ihrem Beitrag ein eindrückliches Fallbeispiel einer Überlebenden eines Gemetzels aus dem Kosovokrieg. Es gelang der Frau, in die Schweiz zu flüchten und dort um Asyl anzusuchen, welches ihr im Behandlungszeitraum auch gewährt wurde, was mit zu einer Stabilisierung beitrug. Jossen gelingt es, hautnah zu schildern, was passiert war, wie der Therapieprozess verlief und den Beitrag durch gestalttheoretische Reflexion zu bereichern. Der Artikel wird abgerundet durch die Schilderung eines Treffens fünf Jahre nach Abschluss der Therapie. Erwähnenswert ist, dass in dieser Therapie einer aus einer anderen Kultur stammenden Patientin aus sprachlichen Gründen immer eine Drittperson als Übersetzerin mitwirkte. Das gehört nicht selten zu den Therapiebedingungen in der Arbeit mit Fremdsprachigen, mit Asylsuchenden, und diese sind häufig traumatisiert.</p>
<p>Im anschließenden Beitrag interviewt <strong>Almut Ladisich-Raine</strong> den bekannten Psychologieprofessor <strong>Willi Butollo</strong> aus München. Butollo wirkte im Auftrag der UNICEF während des Bosnienkrieges an einem Projekt mit, welches bosnische Psychotherapeutinnen zur Arbeit mit traumatisierten Kriegsopfern befähigen sollte. Er führt aus, wie er als kriegsunversehrter Deutscher, ohne wirkliche Erfahrung in der Therapie Kriegstraumatisierter, keine billigen Therapierezepte anzubieten hatte, sondern in dialogischer Weise gemeinsam mit den Beteiligten erarbeitete, welche Unterstützung sie brauchten. Was er zu bieten hatte, waren generelle Kenntnisse aus der Traumatherapie, was die einheimischen Therapeutinnen zu bieten hatten, war deren eigene Erfahrung als vom Krieg Geprägte. Gemeinsam konnten Wege zur therapeutischen Bewältigung gefunden werden. Die Würdigung der Bosnier als Experten auf gleicher Ebene ermöglichte eine Begegnungsqualität, welche für sich heilend war und einer gestalttherapeutischen Haltung entspricht. Deutlich wird im Interview, dass es bei den bosnischen Therapeutinnen keine Unterscheidung gab zwischen unbetroffenem Helfer und betroffenem Patienten. Alle waren sie traumatisiert und geprägt von ihrer je eigenen Kriegserfahrung und familiären Verlusten. Das ergab eine besondere Grundlage für die therapeutische Arbeit, für Abgrenzungen zwischen dem Erleben von Therapeutin und Patientin und die Psychohygiene der Therapeutinnen.</p>
<p>Ladisich-Raine war nach dem Krieg als Ausbildnerin in Kroatien tätig und hat dort auch erlebt, wie die auszubildenden Therapeutinnen immer zugleich auch Betroffene des Kriegs waren.</p>
<p><strong>Irena Besic</strong> ist Gestalttherapeutin und Psychiaterin aus Kroatien. Sie war am Projekt Butollos in Bosnien beteiligt wie auch am gestalttherapeutischen Ausbildungsgang, in welchem Ladisich-Raine mitwirkte. Sie erlebte die Kriegszeit und die Nachkriegszeit in einer Doppelrolle als professionelle Helferin und Betroffene. Sie leistete in manchen der neuen Staaten professionelle Hilfe im Umgang mit schweren Traumafolgen. Ihr kurzer Erfahrungsbericht lässt erahnen, wie nachhaltig diese Folgen sind und wie prägend auch für die Therapeutinnen.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Colette Jansen Estermann</strong> berichtet über die Therapie eines durch sexuelle Gewalt traumatisierten Mannes im bolivianischen Hochland. Sie reflektiert dabei auch eine aus feldtheoretischer Sicht wichtige Dimension, die der strukturellen Gewalt.<br />
Sie zeigt auf, wie gesellschaftliche Machtverhältnisse, insbesondere in Ländern mit großer Armut, durch strukturelle Gewalt &#8211; im Sinne Johan Galtungs &#8211; Traumatisierungen im familiären, kirchlichen und behördlichen Rahmen begünstigen. Aber auch wie die Permanenz struktureller Gewalt (z.B. keine Aussicht auf Arbeit und Teilhabe an gesellschaftlichen Werten, Bedrohung durch militärische und paramilitärische Truppen) dauerhafte psychische Veränderungen bewirkt, die die Menschen überhaupt erst in die Lage versetzen, ihre Situation zu ertragen.</p>
<p>Eine weitere sehr anschauliche und theoretisch gut reflektierte Fallgeschichte präsentiert <strong>Rotraud Kerner</strong>. Es handelt sich um die Schilderung der stabilisierenden Therapie einer traumatisierten Frau, welche wiederholt sexuelle Gewalt im Familienkontext erlebt hatte und eine Dissoziative Identitätsstörung entwickelte. Kerner verbindet Stabilisierungstechniken, die sie bei Reddemann, Sachsse und Huber fand, und das Ego-state-Konzept (Systemische Therapie mit der inneren Familie, vergleichbar dem Konzept der Selbst-Anteile in der Gestalttherapie) mit der Haltung, den Prinzipien und Techniken der Gestalttherapie. Sie zeigt, wie ein nachhaltiger Therapieerfolg im Hinblick auf ein befriedigendes Alltagsleben auch durch die konsequente Verwendung von Stabilisierungstechniken allein erreicht werden kann, ohne dass Traumaexposition sich je als erforderlich zeigt.</p>
<p>Da viele Traumatisierungen bereits im Kindesalter erfolgen, schien uns ein Beitrag über die Traumabehandlung bei Kindern und Jugendlichen unentbehrlich. <strong>Thomas Schön</strong> arbeitet seit vielen Jahren in freier Praxis und in einer therapeutischen Wohngemeinschaft mit Kindern und Jugendlichen. Er zeigt die Wichtigkeit einer frühen Traumabehandlung im Kindesalter auf, gibt Fallvignetten und reflektiert diese auf gestalttherapeutischem Theoriehintergrund. Wichtig auch sein Exkurs zu Psychohygiene von Helfenden.</p>
<p>Mit der Präsentation des »Luziden Träumens« als Therapieansatz für den Umgang mit Albträumen offeriert <strong>Brigitte Holzinger</strong> einen Ansatz, wie auch Albträume im Zusammenhang mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung von der träumenden Person beeinflusst werden können, so dass eine symptommildernde, stabilisierende Wirkung erreicht wird.</p>
<p>Der Band wird abgerundet mit einem Beitrag von <strong>Beatrix Wimmer</strong> zu genderspezifischen Bewältigungsstrategien von traumatisierenden Gewalterfahrungen aus der Sicht gestalttherapeutischer Theorie.</p>
<p><strong>Bestellen: <a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3897979012">Gestalt-Traumatherapie &#8211; Vom Überleben zum Leben</a><br />
Mit traumatisierten Menschen arbeiten</strong></p>
<p>Das Buch sei allen Patientinnen und Patienten gewidmet, denen wir eine Fülle an Erfahrungen und eine wesentliche Verbesserung unserer Kenntnisse verdanken und all den Helfenden, die mit traumatisierten Menschen arbeiten.<br />
<em>Heide Anger und Peter Schulthess<br />
Wien und Zürich, Januar 2008</em></p>
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