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	<title>Pharmacon Net &#187; Lernen</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
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		<title>Erleben neuer Kulturen macht kreativ: Verbessertes Problemlösen nach einem Auslandssemester</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 22:08:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie allg.]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer in einem neuen Kulturkreis lebt und sich anpasst, steigert damit seine Kreativität. Das berichten Forscher der französischen Business School INSEAD  in der Zeitschrift &#8220;Personality and Social Psychology Bulletin&#8221;. &#8220;Die Erfahrung fremder Kulturen erweitert nicht nur die Kreativität, sondern auch den Horizont &#8211; im buchstäblichen wie übertragenen Sinn&#8221;, so Studienleiter William W. Maddux&#8230; Wer Fremde verstehen lernt, denkt kreativer Flexibler Umgang mit Problemen pte &#8211; http://www.insead.edu &#8211; Die Wissenschaftler testeten Pariser Studenten, die ein Semester im Ausland studiert hatten, nach verschiedenen Aspekten der Kreativität und verglichen das Ergebnis mit Kommilitonen ohne Auslandserfahrung. Die multikulturelle Lernerfahrung verschaffte der Auslandsgruppe einen klaren Vorsprung. &#8220;Sie erlaubt flexiblere Ideen und lässt Probleme auf verschiedene Weise lösen. Zudem macht diese Erfahrung aufmerksam für grundlegende Zusammenhänge und hilft dabei, Fixiertheit zu überwinden&#8221;, schreiben die Forscher. Kreativ waren die Getesteten besonders dann, nachdem sie sich an die Lernerfahrung im Ausland zurückerinnerten. Zudem wurden einige Voraussetzungen sichtbar. Bloß eine kurze Urlaubsreise dürfte diesen Kreativeffekt nicht erbringen, so die Forscher, da er parallel zur Aufenthaltsdauer steige. Auch die Qualität der Anpassung ist wichtig. Wer nur mit eigenen Landsleuten herumhängt, profitiert weniger als jemand, der sich an die Kultur einzuleben versucht, Sprache und Bräuche des Landes lernt und ein Auge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer in einem neuen Kulturkreis lebt und sich anpasst, steigert damit  seine Kreativität. Das berichten Forscher der französischen Business  School INSEAD  in der Zeitschrift &#8220;Personality and Social Psychology  Bulletin&#8221;. &#8220;Die Erfahrung fremder Kulturen erweitert nicht nur die  Kreativität, sondern auch den Horizont &#8211; im buchstäblichen wie  übertragenen Sinn&#8221;, so Studienleiter William W. Maddux&#8230;<span id="more-2233"></span></p>
<p><strong>Wer Fremde verstehen lernt, denkt kreativer</strong></p>
<p><strong>Flexibler Umgang mit Problemen</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de/">pte</a> &#8211; http://www.insead.edu &#8211; Die Wissenschaftler testeten Pariser Studenten, die ein Semester im Ausland studiert hatten, nach verschiedenen Aspekten der Kreativität und verglichen das Ergebnis mit Kommilitonen ohne Auslandserfahrung. Die multikulturelle Lernerfahrung verschaffte der Auslandsgruppe einen klaren Vorsprung. &#8220;Sie erlaubt flexiblere Ideen und lässt Probleme auf verschiedene Weise lösen. Zudem macht diese Erfahrung aufmerksam für grundlegende Zusammenhänge und hilft dabei, Fixiertheit zu überwinden&#8221;, schreiben die Forscher.</p>
<p>Kreativ waren die Getesteten besonders dann, nachdem sie sich an die Lernerfahrung im Ausland zurückerinnerten. Zudem wurden einige Voraussetzungen sichtbar. Bloß eine kurze Urlaubsreise dürfte diesen Kreativeffekt nicht erbringen, so die Forscher, da er parallel zur Aufenthaltsdauer steige. Auch die Qualität der Anpassung ist wichtig. Wer nur mit eigenen Landsleuten herumhängt, profitiert weniger als jemand, der sich an die Kultur einzuleben versucht, Sprache und Bräuche des Landes lernt und ein Auge für die Gedankenwelt und Verhaltensweisen der Einheimischen hat.</p>
<p><strong>Kontrast muss verarbeitet werden können</strong></p>
<p>In der EU absolviert heute bereits jeder zehnte Student einen Teil seiner Studienzeit im Ausland. Auf der Suche nach den Folgewirkungen kam man hier zu ähnlichen Ergebnissen. Die Kontrasterfahrung im Ausland mit dem Eintauchen in neue Denkwelten bringt kulturellen und wissenschaftlichen Nutzen und bereichert die persönliche Lebensführung, hat der Kassler Hochschulforscher<a href="http://pressetext.com/news/090707004/"> Ulrich Teichler</a> erhoben.</p>
<p>Kontraproduktiv ist Kulturkontrast, wenn er zu groß und nicht mehr verarbeitbar ist. Europas Studiensysteme gehen allerdings den entgegengesetzten Weg und gleichen sich immer mehr an, um die Mobilität zu erhöhen. Das zerstört den Variantenreichtum und stellt den Sinn der Mobilität in Frage, warnt Teichler. &#8220;Der Lerneffekt der Mobilität tritt nur ein, wenn tatsächlich ein anregender Kontrast besteht. Mobilität alleine ist aber kein Wert für sich. Wenn wir lernen, die Vielfalt zuhause zu verstehen, brauchen wir unsere Kinder nicht mehr ins Ausland schicken&#8221;, so der Experte gegenüber pressetext.</p>


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		<title>Demenz: Gute Bildung hält Symptome im Zaum</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 23:04:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geriatrie]]></category>
		<category><![CDATA[Alzheimer]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
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		<category><![CDATA[Lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[Menschen, die sich länger weitergebildet haben, scheinen besser in der Lage zu sein, die Auswirkungen einer Demenz auf das Gehirn zu kompensieren. Finnische und britische Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass die besser Gebildeten gleich starke Anzeichen der Demenz im Gehirn aufwiesen als jene, die über weniger Bildung verfügten. Trotzdem waren weniger Symptome zu bemerken&#8230; Elf Prozent geringeres Krankheitsrisiko pro Ausbildungsjah: Lange Fortbildung schützt vor Krankheit Cambridge (pte) &#8211; Experten wie Ruth Sutherland fon der Alzheimer&#8217;s Society http://alzheimers.org.uk fordern jetzt, dass die Ursachen dafür erforscht werden müssen. Details der von der University of Cambridge http://www.cam.ac.uk geleiteten Studie wurden in dem Fachmagazin Brain http://brain.oxfordjournals.org veröffentlicht. Lernen wirkt In den letzten zehn Jahren haben Demenz-Studien immer wieder darauf hingewiesen, dass mehr Bildung das Demenz-Risiko senkt. Es ist jedoch nicht gelungen, nachzuweisen, ob Bildung &#8211; das damit einhergehende höhere Einkommen und der gesündere Lebensstil &#8211; das Gehirn gegen eine Demenz schützt. Das Team um Carol Brayne untersuchte die Gehirne von 872 Menschen, die Teil von drei großen Studien zum Älterwerden waren. Vor ihrem Tod hatten die Teilnehmer Fragebögen zu ihrer Bildung ausgefüllt. Es zeigte sich, dass mehr Bildung ermöglichte, besser mit den Veränderungen des Gehirns zurechtzukommen. Die nach dem Tod durchgeführten Untersuchungen ergaben, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Menschen, die sich länger weitergebildet haben, scheinen besser in der  Lage zu sein, die Auswirkungen einer Demenz auf das Gehirn zu  kompensieren. Finnische und britische Wissenschaftler haben  nachgewiesen, dass die besser Gebildeten gleich starke Anzeichen der  Demenz im Gehirn aufwiesen als jene, die über weniger Bildung verfügten.  Trotzdem waren weniger Symptome zu bemerken&#8230;<span id="more-2175"></span></p>
<p><strong>Elf Prozent geringeres Krankheitsrisiko pro Ausbildungsjah: Lange Fortbildung schützt vor Krankheit</strong></p>
<p>Cambridge (<a href="http://www.pressetext.de">pte</a>) &#8211; Experten wie Ruth Sutherland fon der Alzheimer&#8217;s Society http://alzheimers.org.uk fordern jetzt, dass die Ursachen dafür erforscht werden müssen. Details der von der University of Cambridge http://www.cam.ac.uk geleiteten Studie wurden in dem Fachmagazin Brain http://brain.oxfordjournals.org veröffentlicht.</p>
<p><strong>Lernen wirkt </strong></p>
<p>In den letzten zehn Jahren haben Demenz-Studien immer wieder darauf hingewiesen, dass mehr Bildung das Demenz-Risiko senkt. Es ist jedoch nicht gelungen, nachzuweisen, ob Bildung &#8211; das damit einhergehende höhere Einkommen und der gesündere Lebensstil &#8211; das Gehirn gegen eine Demenz schützt. Das Team um Carol Brayne untersuchte die Gehirne von 872 Menschen, die Teil von drei großen Studien zum Älterwerden waren.</p>
<p>Vor ihrem Tod hatten die Teilnehmer Fragebögen zu ihrer Bildung ausgefüllt. Es zeigte sich, dass mehr Bildung ermöglichte, besser mit den Veränderungen des Gehirns zurechtzukommen. Die nach dem Tod durchgeführten Untersuchungen ergaben, dass die Pathologie bei beiden Gruppen ähnlich ausgebildet war. Jedes Jahr, das mit einer Ausbildung verbracht wurde, entsprach einem um elf Prozent geringeren Demenz-Risiko.</p>
<p><strong>Bildung ist gesund </strong></p>
<p>Hannah Keage, eine Mitautorin der Studie, erklärte, dass frühere Studien bereits nachgewiesen hätten, dass es keine eindeutige Verbindung zwischen einer Demenz-Diagnose und den später festgestellten Veränderungen des Gehirns gibt. Ein Gehirn könne sehr stark betroffen sein, ein anderes in nur sehr geringem Ausmaß. Beide Patienten könnten jedoch an dieser Krankheit leiden.</p>
<p>Die Wissenschaftler nutzten Daten der Eclipse Collaboration, die alle drei Langzeitstudien vereint, die in Europa zum Älterwerden durchgeführt wurden. Britische und finnische Wissenschaftler begleiteten die Teilnehmer dafür bis zu 20 Jahren.</p>
<p>Brayne: &#8220;Es ist bekannt, dass Bildung gut für die Gesundheit und die Gleichheit einer Bevölkerung ist.&#8221; Die aktuelle Studie liefere starke Argumente für eine gezielte und bereits sehr früh einsetzende Investition in diesen Bereich. In der Kindheit würden jene Weichen gestellt, die eine Auswirkung auf die Gesellschaft und das ganze Leben eines Menschen haben.</p>


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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 20:03:49 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mit seiner Theorie, dass dem Menschen die Fähigkeit zur Grammatik angeboren sei, bezieht der amerikanische Sprachwissenschaftler Avram Noam Chomsky eine Gegenposition zum Behaviorismus. Er gehört zu den Wegbereitern der kognitiven Wende in der Psychologie&#8230; Aus Teil IV, 25, über lern- und kognitionspsychologische Ansätze Weg Als Sohn eines jüdischen Gelehrten wird Avram Noam Chomsky 1928 in Philadelphia, Pennsylvania, geboren. In seiner Jugend hat er Kontakt zu anarchistischen Zirkeln, er befasst sich mit dem Bürgerkrieg und der sozialen Revolution in Spanien und entdeckt den Anarcho-Syndikalismus für sich. Diese politische Bewegung strebt die Uberwindung jeglicher politischen Herrschaft durch eine klassen- und staatenlose Kollektivordnung auf gewerkschaftlicher Basis an. 1945 beginnt Chomsky, Philosophie und Linguistik an der University of Pennsylvania und später in Harvard zu studieren. Ins Jahr 1953 fällt ein Kibbuz-Aufenthalt in Israel. 1955 wird Chomsky an der University of Pennsylvania promoviert und Assistenzprofessor am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, Massachusetts. Seit 1961 lehrt er hier als Professor für Linguistik und Philosophie. Seine Arbeiten, die über die Grenzen der Sprachwissenschaften hinaus in die Psychologie und andere Disziplinen reichen, machen ihn schon bald zum wichtigsten und vielfach ausgezeichneten Theoretiker seiner Fachrichtung. Daneben wird Noam Chomsky durch sein politisches Engagement bekannt. Er gilt als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit seiner Theorie, dass dem Menschen die Fähigkeit zur Grammatik  angeboren sei, bezieht der amerikanische Sprachwissenschaftler Avram Noam  Chomsky eine Gegenposition zum Behaviorismus. Er gehört zu den Wegbereitern der  kognitiven Wende in der Psychologie&#8230;<span id="more-2072"></span></p>
<p><a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3865399134"><img class="alignright" title="BESTELLEN?" src="http://www.pharmacon.net/wp-content/gallery/buecher/psychologen.jpg" alt="psychologen" width="140" height="225" /></a><em>Aus Teil IV, 25, über lern- und kognitionspsychologische Ansätze </em></p>
<p><strong>Weg</strong></p>
<p>Als Sohn eines jüdischen Gelehrten wird Avram Noam Chomsky 1928 in  Philadelphia, Pennsylvania, geboren. In seiner Jugend hat er Kontakt zu  anarchistischen Zirkeln, er befasst sich mit dem Bürgerkrieg und der sozialen  Revolution in Spanien und entdeckt den Anarcho-Syndikalismus für sich. Diese  politische Bewegung strebt die Uberwindung jeglicher politischen Herrschaft durch  eine klassen- und staatenlose Kollektivordnung auf gewerkschaftlicher Basis an.</p>
<p>1945 beginnt Chomsky, Philosophie und Linguistik an der University  of Pennsylvania und später in Harvard zu studieren. Ins Jahr 1953 fällt ein  Kibbuz-Aufenthalt in Israel. 1955 wird Chomsky an der University of Pennsylvania  promoviert und Assistenzprofessor am Massachusetts Institute of Technology (MIT)  in Cambridge, Massachusetts. Seit 1961 lehrt er hier als Professor für  <strong>Linguistik</strong> und <strong>Philosophie</strong>. Seine Arbeiten, die über die Grenzen der  Sprachwissenschaften hinaus in die Psychologie und andere Disziplinen reichen,  machen ihn schon bald zum wichtigsten und vielfach ausgezeichneten Theoretiker  seiner Fachrichtung.</p>
<p>Daneben wird Noam Chomsky durch sein politisches Engagement  bekannt. Er gilt als einer der bedeutendsten intellektuellen Kritiker der  Weltpolitik, zumal der Außenpolitik der USA, und der kapitalistischen  Globalisierung. Einen Schwerpunkt legt er in diesem Zusammenhang auf die seiner  Ansicht nach beschwichtigende und verharmlosende Funktion der Medien.</p>
<p><span style="font-size: small;"> </span></p>
<p><strong><span style="font-size: small;">I</span>deen</strong></p>
<p>Mit Noam Chomsky setzt sich die Reihe der Wissenschaftler fort, die  das Phänomen des menschlichen Lernens anders als die Verhaltenstheoretiker  behandeln &#8211; nämlich aus kognitiver Sicht, also unter Berücksichtung geistiger  Strukturen und Inhalte. Die Behavioristen in der Tradition von John B. Watson  (s. Kap. 21) und Burrhus F. Skinner (s. Kap. 22) betrachten Mensch und Tier als  »black box«: Sie erklären, grob gesagt, jedes lebendige Verhalten &#8211; auch das  Sprechen &#8211; als Lernprozess durch das Zusammenspiel von Reiz und Reaktion.  Dagegen betrachten andere Psychologen das Innere des Menschen, seine geistigen  Fähigkeiten und deren Entwicklung, im stetigen Austausch mit der Umwelt, so etwa  Jean Piaget (s. Kap. 23), der Begründer der kognitiven Entwicklungspsychologie,  und Lew S. Wygotski (s. Kap. 24), ein Vertreter der sowjetischen  Kulturhistorischen Schule.</p>
<p>Piaget und Wygotski machen Entwicklungsfortschritte nicht zuletzt  am Spracherwerb des Kindes fest. Hier kommt nun der Linguist Noam Chomsky ins Spiel, der 1959 Skinners Buch »Verbal  Behavior« kritisch bespricht und eine Gegenposition zum Behaviorismus einnimmt.  Er sagt, dass der Mensch mit der Fähigkeit, Sprachen zu verstehen und zu lernen,  geboren wird und allgemeine Sprachformen folglich biologisch verankert sein  müssen. Das macht er unter anderem daran fest, dass keinem Kind seine  Muttersprache unter Anwendung aller grammatischen Regeln vollständig  vorgesprochen wird. Trotzdem ist es irgendwann in der Lage, selbstständig Sätze  zu bilden, die es so niemals zuvor gehört hat. Das Kind muss also Hirnstrukturen  besitzen, die es befähigen, selbst Sprachregeln zu entwickeln und auf seinen  wachsenden Wortschatz anzuwenden. Ein Begriff für diese angeborenen Strukturen  ist die Universalgrammatik.</p>
<p>Mit seiner Theorie bezieht Chomsky Stellung auf einem geradezu  verminten Terrain der Psychologie. Denn die Frage, ob es so etwas wie angeborene  geistige Inhalte gibt, ist in der Vergangenheit ebenso vehement bejaht wie  verneint worden. Die Bewusstseinspsychologen in der Tradition Wilhelm Wundts (s.  Kap. 3) vermuteten, gespeicherte und miteinander verknüpfte Wahrnehmungen seien  die kleinsten Einheiten des Bewusstseins. Die <a href="http://www.pharmacon.net/2009/08/max-wertheimer/">Gestaltpsychologen</a> (s. Wertheimer, Kap. 6)  votierten für größere »Gestalten« als naturgegebene, leitende Zielvorstellungen  des menschlichen Wahrnehmens und Handelns. Sigmund Freud (s. Kap 7) sprach vom  individuellen, Carl Gustav Jung (s. Kap 9) vom kollektiven Unbewussten und von  der Dynamik, mit der die dort gespeicherten Motive im Bewusstsein wirken. Dann  traten die Behavioristen auf den Plan, lehnten all dies als unbeweisbare  Spekulation ab und erklärten lebendiges Verhalten als äußerliche Reaktion auf  äußere Reize (s. Kap. 21 u. 22). Dagegen gingen Entwicklungspsychologen wie Jean  Piaget von kognitiven Strukturen aus, die sich im Geist des Menschen als innere  Abbilder seiner erlebten Wirklichkeit bilden.</p>
<p>Mit der sprachwissenschaftlich-psychologischen Theorie von der  angeborenen Universalgrammatik trägt Chomsky nun, ebenso wie Jean Piaget, dazu  bei, dass die behavioristische Vorherrschaft, die bis dahin in der  amerikanischen Psychologie besteht, einer vielschichtigeren Betrachtungsweise  Platz macht. <strong>Diese Neuorientierung ist unter dem Namen »kognitiveWende« in die  Psychologiegeschichte eingegangen. Zu ihr haben neben der kognitiven  Entwicklungspsychologie auch die Gestaltpsychologie (s. Kap. 6) und die  Humanistische Psychologie (s. Kap. 31 u. 36) beigetragen, deren Vertreter meist  aus Nazi-Deutschland in die USA emigriert waren.</strong> Nun beginnt, an den Lehrstühlen  und in der Praxis, die Zeit der kognitiven Therapien, der Lerntheorien und der  humanistischen Ansätze. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie die Inhalte  unterschiedlicher älterer Schulen integrieren.</p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Übrigens: In Deutschland hat Noam Chomsky </em>1996 <em>die  Helmholtz-Medaille der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und </em>2004 <em>den Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik der  Stadt Oldenburg erhalten. Mit dem zweiten Preis wird ausdrücklich Chomskys  Lebenswerk als politischer Analytiker und Medienkritiker gewürdigt.</em></p>
<p><em>Aus Teil IV, 25, über lern- und kognitionspsychologische Ansätze.<br />
Von Christiane Schlüter, in: <a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3865399134">Die  wichtigsten Psychologen im Porträt</a>.</em></p>
<p><em> </em></p>


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		<title>Kinesiologin: Willenskraft ist trainierbar wie ein Muskel</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 13:58:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Philosophie des RaMBaM spielt die Vorstellung vom &#8220;freien Willen&#8221; eine ganz zentrale Rolle. Doch wie frei ist dieser &#8220;freie Wille&#8221;? Und kann man ihn auch trainieren? Eine aktuelle Studie zeigt, dass man für Sport nicht nur Muskel sondern auch Willenskraft braucht&#8230; Geistige Anstrengung verhindert Sport pte &#8211; Zu wie viel Sport man sich abends noch aufraffen kann, hängt in hohem Maß davon ab, wie stark der Arbeitstag Emotionen und Geist forderte. Das behaupten kanadische Wissenschaftler in der Zeitschrift &#8220;Psychology and Health&#8221;. Ihnen zufolge besitzt der Mensch bloß ein bestimmtes tägliches Ausmaß von Willensstärke. Werden diese Reserven schon während des Tages verbraucht, schafft man es abends viel schlechter, den Verlockungen der gemütlichen Couch zu widerstehen. &#8220;Unsere Willenskraft ist begrenzt und schrumpft mit Stress. Geistige Herausforderungen und auch emotionelle Aufgaben wie etwa Gefühlskontrolle können die selbstregulierende Fähigkeit, Sport zu betreiben, aufbrauchen&#8221;, so die Studienautorin Kathleen Martin Ginis von der McMaster University. Um die These zu überprüfen, entwarfen die Forscher einen Test, der besonders viel Selbstkontrolle erfordert. Freiwillige Versuchspersonen bekamen am Monitor Wörter zu sehen, die bestimmte Farben bezeichneten, gleichzeitig jedoch aus Buchstaben in einer anderen Farbe bestanden. Das Wort &#8220;Rot&#8221; erschien etwa in blauer Farbe. Die Probanden sollten nun die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der Philosophie des RaMBaM spielt die Vorstellung vom &#8220;<a href="http://www.hagalil.com/archiv/2009/12/11/rambam/">freien Willen</a>&#8221; eine ganz zentrale Rolle. Doch wie frei ist dieser &#8220;freie Wille&#8221;? Und kann man ihn auch trainieren? Eine aktuelle Studie zeigt, dass man für Sport nicht nur Muskel sondern auch Willenskraft braucht&#8230;<span id="more-1656"></span></p>
<p><strong>Geistige Anstrengung verhindert Sport</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.ch">pte</a> &#8211; Zu wie viel Sport man sich abends noch aufraffen kann, hängt in hohem Maß davon ab, wie stark der Arbeitstag Emotionen und Geist forderte. Das behaupten kanadische Wissenschaftler in der Zeitschrift &#8220;Psychology and Health&#8221;. Ihnen zufolge besitzt der Mensch bloß ein bestimmtes tägliches Ausmaß von Willensstärke. Werden diese Reserven schon während des Tages verbraucht, schafft man es abends viel schlechter, den Verlockungen der gemütlichen Couch zu widerstehen. &#8220;Unsere Willenskraft ist begrenzt und schrumpft mit Stress. Geistige Herausforderungen und auch emotionelle Aufgaben wie etwa Gefühlskontrolle können die selbstregulierende Fähigkeit, Sport zu betreiben, aufbrauchen&#8221;, so die Studienautorin Kathleen Martin Ginis von der <a href="http://www.mcmaster.ca">McMaster University</a>.</p>
<p>Um die These zu überprüfen, entwarfen die Forscher einen Test, der besonders viel Selbstkontrolle erfordert. Freiwillige Versuchspersonen bekamen am Monitor Wörter zu sehen, die bestimmte Farben bezeichneten, gleichzeitig jedoch aus Buchstaben in einer anderen Farbe bestanden. Das Wort &#8220;Rot&#8221; erschien etwa in blauer Farbe. Die Probanden sollten nun die Druckfarbe der Wörter nennen, ohne auf den Wortinhalt Rücksicht zu nehmen. Nach der Aufgabe standen Trainingseinheiten am Programm. &#8220;Je konzentrierter die Teilnehmer beim Test mitmachten, desto weniger waren sie am Abend dieses Tages zum Sport motivierbar&#8221;, berichtet Martin Ginis. Die geistige Herausforderung habe die Selbstkontrolle vermindert. Die Mitglieder einer Kontrollgruppe, denen man keine derartigen Aufgaben gestellt hatte, bewegten sich abends viel mehr.</p>
<p>Die Ergebnisse sollten jedoch niemanden von der regelmäßigen Bewegung abhalten, geben die Forscher zu bedenken. Denn die Selbstkontrolle sei trainierbar. &#8220;Willenskraft ist wie ein Muskel. Sie muss trainiert werden, um sich aufzubauen&#8221;, so die Forscherin. Wer sich ständig die Herausforderung stelle, einem Stück Schokoladekuchen zu widerstehen oder abends eine zusätzliche halbe Stunde zu studieren, könne dadurch seine Selbstkontrolle erhöhen. Für den Sport empfiehlt Martin Ginis spezielle Strategien zur Überwindung der Faulheit. &#8220;Hilfreich sind etwa Musikhören vor dem Training, fixe Pläne wie das tägliche Spazierengehen oder auch Vereinbarungen mit Freunden, gemeinsam Sport zu betreiben.&#8221;</p>


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		<title>Momentan schlechte Laune kann langfristig Zufriedenheit bewirken</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 09:52:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie allg.]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gültigkeit des Sprichworts &#8220;Ohne Fleiß kein Preis&#8221; haben Psychologen der San Francisco State University nun wissenschaftlich bestätigt. Im Journal of Happiness Studies zeigen sie, dass Menschen Stress und Unzufriedenheit überwinden müssen, wenn sie etwa bei einer Mathematikaufgabe sitzen oder Autofahren lernen. Langfristig führen diese Momente jedoch zu höherer Zufriedenheit&#8230; Die Aneignung neuer Kompetenzen bringt oft Stressmomente pte &#8211; Die Forscher ließen Versuchspersonen zwei Tage lang stündlich dokumentieren, was sie gerade machten und ob sie dabei Freude oder Stress empfanden. Es galt dabei auch anzugeben, inwiefern die Tätigkeiten die eigene Kompetenz erweitern, die Beziehung zu anderen Menschen stärken oder die Selbstbestimmung verbessern würden. Eine Vergleichsgruppe erhielt dieselbe Anweisung, sollte ihren Bericht jedoch bloß am Ende jedes Tages liefern. &#8220;Weil sie Stress verursachen, werden Ziele oft zurückgesteckt. Am Ende des Tages freut man sich jedoch, etwas dazugelernt zu haben&#8221;, berichtet Studienleiter Ryan Howell. Stressmomente für Lernerfolg notwendi: Lernen heißt schlechte Laune überwinden Erstmals konnten die Forscher zeigen, dass die Arbeit an den eigenen Kompetenzen &#8211; sei es in der Arbeit, in der Schule oder im Fitness-Center &#8211; für den Moment in der Regel Freude und Zufriedenheit senkt und zu mehr Stress führt. Im Rückblick am Abend erwähnten die Probanden diese Momente [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gültigkeit des Sprichworts &#8220;Ohne Fleiß kein Preis&#8221; haben Psychologen  der San Francisco State University nun wissenschaftlich bestätigt. Im  Journal of Happiness Studies zeigen sie, dass Menschen Stress und  Unzufriedenheit überwinden müssen, wenn sie etwa bei einer  Mathematikaufgabe sitzen oder Autofahren lernen. Langfristig führen  diese Momente jedoch zu höherer Zufriedenheit&#8230;<span id="more-1687"></span></p>
<p><strong>Die Aneignung neuer Kompetenzen bringt oft Stressmomente</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.ch">pte</a> &#8211; Die Forscher ließen Versuchspersonen zwei Tage lang stündlich  dokumentieren, was sie gerade machten und ob sie dabei Freude oder  Stress empfanden. Es galt dabei auch anzugeben, inwiefern die  Tätigkeiten die eigene Kompetenz erweitern, die Beziehung zu anderen  Menschen stärken oder die Selbstbestimmung verbessern würden. Eine  Vergleichsgruppe erhielt dieselbe Anweisung, sollte ihren Bericht jedoch  bloß am Ende jedes Tages liefern. &#8220;Weil sie Stress verursachen, werden Ziele oft zurückgesteckt. Am Ende des Tages freut man sich jedoch, etwas dazugelernt zu haben&#8221;, berichtet Studienleiter Ryan Howell.</p>
<p><strong>Stressmomente für Lernerfolg notwendi:</strong><br />
<strong>Lernen heißt schlechte Laune überwinden</strong></p>
<p>Erstmals konnten die Forscher zeigen, dass die Arbeit an den eigenen Kompetenzen &#8211; sei es in der Arbeit, in der Schule oder im Fitness-Center &#8211; für den Moment in der Regel Freude und Zufriedenheit senkt und zu mehr Stress führt. Im Rückblick am Abend erwähnten die Probanden diese Momente jedoch als förderlich für das Glück und die Erfüllung. Beziehungsfördernde Aktivitäten empfand man hingegen im Moment als auch am Abend als positiv, während Tätigkeiten, die im Bewusstsein der eigenen Entscheidungskraft geschahen, die höchste momentane Zufriedenheit verzeichneten.</p>
<p>Die momentan schlechte Laune ist demnach eine Hemmschwelle für Lernen und Kompetenzerweiterung. Die Psychologen raten, sich vor solchen Momenten der Bedürfnisse bewusst zu machen, die durch das Lernen abgedeckt werden. &#8220;Es verringert den momentanen Stress, wenn die Tätigkeit auch Autonomie oder zwischenmenschlichen Beziehungen zugute kommt&#8221;, so Howell. Praktisch könne das durch gemeinsames Arbeiten oder durch das Wissen geschehen, dass eine herausfordernde Tätigkeit auf eigener Entscheidung beruht und mit der eigenen Person im Einklang steht.</p>
<p>Abstract des <a href="http://www.springerlink.com/content/y041567757ql3027/?p=a235a7379bb244f9887d65634955607c&amp;pi=0">Originalartikels</a>&#8230;</p>


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		<title>Burnout der Eltern steckt auch Kinder an</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 18:50:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[Burnout wirkt in der Familie weiter, schreiben die Forscher im European Journal of Developmental Psychology. Kinder von Eltern, die an Burnout leiden, sind weit häufiger als ihre Alterskollegen von schulischem Burnout betroffen&#8230; Die Eltern sind Vorbilder &#8211; auch in der Stressbewältigung pte &#8211; Zu diesem Schluss kommen Forscher der finnischen Universität Jyväskylän, die das Syndrom erstmals generationsübergreifend bei 1.100 Eltern mit Burnout und ihren 15-jährigen Kindern untersucht haben. Als Begründung dieses Zusammenhangs nennen die Forscher um Katariina Salmela-Aro mehrere Faktoren. Fehlende Aufmerksamkeit bei Problemen in der Schule &#8220;Eltern mit Burnout widmen den Kindern weniger Aufmerksamkeit und haben oft einen negativen Erziehungsstil&#8221;, so die Studienleiterin. Auch finanzielle Probleme der Familie dürften eine Rolle spielen, da sie den Schweregrad des Burnouts oft mitbestimmen. Die Übertragung des Syndroms geschieht besonders zwischen Mutter und Tochter oder zwischen Vater und Sohn. Das gleichgeschlechtliche Elternteil liefert für Kinder das wichtigste Rollenvorbild und gebe auch die Entwicklung des Burnouts weiter, so die Erklärung der Forscher. Das Burnout-Syndrom ist bei heranwachsenden Kindern ebenso wie bei Erwachsenen eine Folge von chronischem Stress. Er kann sich auf verschiedene Weise zeigen, berichtet Elfriede Wegricht vom Berufsverband österreichischer Psychologen. &#8220;Oft sind erste Anzeichen ein deutlicher Leistungsabfall in der Schule, der Verlust des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Burnout wirkt in der Familie weiter, schreiben die Forscher im European  Journal of Developmental Psychology. Kinder von Eltern, die an Burnout leiden, sind weit häufiger als ihre  Alterskollegen von schulischem Burnout betroffen&#8230;<span id="more-1676"></span></p>
<p><strong>Die Eltern sind Vorbilder &#8211; auch in der Stressbewältigung</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.ch">pte</a> &#8211; Zu diesem Schluss kommen Forscher der finnischen <a href="http://www.jyu.fi">Universität Jyväskylän</a>, die das Syndrom erstmals generationsübergreifend bei 1.100 Eltern mit Burnout und ihren 15-jährigen Kindern untersucht haben. Als Begründung dieses Zusammenhangs nennen die Forscher um Katariina  Salmela-Aro mehrere Faktoren.</p>
<p><strong>Fehlende Aufmerksamkeit bei Problemen in der Schule</strong></p>
<p>&#8220;Eltern mit Burnout widmen den Kindern weniger Aufmerksamkeit und haben oft einen negativen Erziehungsstil&#8221;, so die Studienleiterin. Auch finanzielle Probleme der Familie dürften eine Rolle spielen, da sie den Schweregrad des Burnouts oft mitbestimmen. Die Übertragung des Syndroms geschieht besonders zwischen Mutter und Tochter oder zwischen Vater und Sohn. Das gleichgeschlechtliche Elternteil liefert für Kinder das wichtigste Rollenvorbild und gebe auch die Entwicklung des Burnouts weiter, so die Erklärung der Forscher.</p>
<p>Das Burnout-Syndrom ist bei heranwachsenden Kindern ebenso wie bei Erwachsenen eine Folge von chronischem Stress. Er kann sich auf verschiedene Weise zeigen, berichtet Elfriede Wegricht vom <a href="http://www.boep.eu">Berufsverband österreichischer Psychologen</a>. &#8220;Oft sind erste Anzeichen ein deutlicher Leistungsabfall in der Schule, der Verlust des Interesses, Depressionen oder psychosomatische Beschwerden&#8221;, so die Expertin. Häufig sind auch eine distanzierende Haltung gegenüber dem Schulbesuch, Zweifel an der Fähigkeit, Aufgaben zu bestehen oder das Beschreiten von Nebengleisen wie Spielsucht.</p>
<p><strong>Schulstress bei jedem Dritten anzutreffen </strong></p>
<p>Wie weit verbreitet Schulstress bei Jugendlichen ist, zeigt eine aktuelle Studie, die im Auftrag der Krankenkasse DAK bei zehn- bis 21-jährigen Deutschen durchgeführt wurde. Jeden dritten aus dieser Altersgruppe plagen Kopf- und Rückenschmerzen, Schlafprobleme und Gereiztheit. Besonders häufig ist dies der Fall bei Schülerinnen, bei einem schlechten Klassenklima sowie bei Jugendlichen, die Problemen lieber aus dem Weg gehen als sie aktiv zu lösen. Verschlimmernd wirkt oft <a href="http://www.pharmacon.net/2009/08/freizeitstress/">fehlende Erholung</a> durch außerschulischen Stress, deren Ursachen oft im übertriebenen Ehrgeiz der Eltern liegen.</p>
<p>&#8220;In der Schule ist Stress oft Folge fehlender Organisiertheit und Disziplin, besonders wenn Aufgaben stets aufgeschoben und dann in Summe nicht mehr bewältigt werden können&#8221;, so Wegricht. Lehrer würden sich oft zu sehr darauf konzentrieren, das Optimum an Wissen statt Motivation und Lernstrategien zu vermitteln. &#8220;Gestresste Schüler lernen schlecht, denn die Emotion ist immer Basis für Kognition. Zur Unterstützung dieser Ebene können Schulpsychologen einen wertvollen Beitrag leisten&#8221;, so Wegricht.</p>
<p><strong>Auf den Rat anderer hören</strong></p>
<p>Ebenso wie in der Schule sei die offene Atmosphäre auch zu Hause wichtig, etwa für die Bewältigung von Schulstress. &#8220;Ist man als Elternteil unfähig, auf das eigene Kind einzugehen, so sollte man etwas für sich selbst tun. Es ist keine Schande, den Rat eines Freundes, Lehrers oder Psychologen zu suchen, besonders wenn dieser die Probleme mit mehr Fingerspitzengefühl erkennen kann. Schlimm ist es jedoch, wenn man andere in den Burnout mitreißt&#8221;, so die Wiener Psychologin.</p>


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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 18:24:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie allg.]]></category>
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		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Eltern ihre Kinder schlagen, schädigen sie damit deren geistige Entwicklung. Laut einer Studie führt das Geschlagenwerden zu einer messbar geringeren Intelligenz auch noch Jahre später&#8230; Wer sein Kind schlägt, schädigt auch dessen Geist und Psyche: Häufiges Geschlagenwerden geht einher mit geringerer Intelligenz pte &#8211; Das haben Forscher der University of New Hampshire in dieser Woche auf der Internationalen Konferenz zu Gewalt, Missbrauch und Trauma in San Diego berichtet. &#8220;Je öfter Kinder geschlagen werden, desto langsamer verläuft ihre geistige Entwicklung&#8221;, so Forschungsleiter Murray Straus. Die häufigen Stress- und Angstzustände, denen geschlagene Kinder ausgesetzt sind, könnten eine wichtige Ursache für diesen Zusammenhang bilden. Untersucht wurde das zunächst in den USA mit insgesamt 1.500 zwei- bis vierjährigen sowie fünf- bis neunjährigen Kindern, die man repräsentativ für ihre Altersgruppe auswählte. Beide Gruppen durchliefen im Abstand von vier Jahren zweimal einem Test zur Ermittlung des Intelligenzquotienten (IQ). Bei den anfangs zwei- bis vierjährigen Kindern, die von ihren Eltern geschlagen wurden, war der IQ-Wert vier Jahre später um fünf Punkte niedriger als die nicht-geschlagenen Alterskollegen, während dieser Unterschied bei der etwas älteren Versuchsgruppe immerhin noch 2,8 Punkte betrug. Auch weitere, weltweite Erhebungen der Forscher wiesen in dieselbe Richtung. So zeigte etwa ein Ländervergleich, dass hohe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Eltern ihre Kinder schlagen, schädigen sie damit deren geistige  Entwicklung. Laut einer Studie führt das Geschlagenwerden zu einer  messbar geringeren  Intelligenz auch noch Jahre später&#8230;<span id="more-1651"></span></p>
<p><strong>Wer sein Kind schlägt, schädigt auch dessen Geist und Psyche:<br />
Häufiges Geschlagenwerden geht einher mit geringerer Intelligenz</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.ch">pte</a> &#8211; Das haben Forscher der <a href="http://www.unh.edu">University of New Hampshire</a> in dieser Woche auf der <a href="http://www.ivatcenters.org">Internationalen Konferenz zu Gewalt, Missbrauch und Trauma</a> in San Diego berichtet. &#8220;Je öfter Kinder geschlagen werden, desto langsamer verläuft ihre geistige Entwicklung&#8221;, so Forschungsleiter Murray Straus. Die häufigen Stress- und Angstzustände, denen geschlagene Kinder ausgesetzt sind, könnten eine wichtige Ursache für diesen Zusammenhang bilden.</p>
<p>Untersucht wurde das zunächst in den USA mit insgesamt 1.500 zwei- bis vierjährigen sowie fünf- bis neunjährigen Kindern, die man repräsentativ für ihre Altersgruppe auswählte. Beide Gruppen durchliefen im Abstand von vier Jahren zweimal einem Test zur Ermittlung des Intelligenzquotienten (IQ). Bei den anfangs zwei- bis vierjährigen Kindern, die von ihren Eltern geschlagen wurden, war der IQ-Wert vier Jahre später um fünf Punkte niedriger als die nicht-geschlagenen Alterskollegen, während dieser Unterschied bei der etwas älteren Versuchsgruppe immerhin noch 2,8 Punkte betrug. Auch weitere, weltweite Erhebungen der Forscher wiesen in dieselbe Richtung. So zeigte etwa ein Ländervergleich, dass hohe Raten von körperlicher Bestrafung bis ins Jugendalter den durchschnittlichen IQs der Gesamtbevölkerung senkt. Weiters fragten die Wissenschaftler 17.000 Studenten in 32 Ländern, ob sie in der Kindheit geschlagen wurden. Auch hier wurde der Zusammenhang mit der Intelligenz deutlich.</p>
<p>Als Ursache für dieses Phänomens sehen die Studienautoren die Tatsache, dass Kinder bei körperlicher Bestrafung viel Stress empfinden. Werden Kinder regelmäßig geschlagen, begünstige das einen chronischen Stresszustand, der für viele über Jahre andauere. Die Forschung zeigt, dass dieser Stress auch <strong>posttraumatische Stresssymptome</strong> wie übertriebene Angst vor schrecklichen Ereignissen oder leichtes Erschrecken auslösen kann, die die Entwicklung der Intelligenz beeinflussen. Weiters glauben die Wissenschaftler, dass die Verbreitung der Gewalt in der Erziehung und der höhere Intelligenzquotient der Bevölkerung wichtige Faktoren für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes sind.</p>
<p>&#8220;Wie sich die Intelligenz von Kindern entwickelt, wird von mehreren Faktoren bestimmt&#8221;, erklärt die Wiener Gesundheitspsychologin Claudia Rupp im Gespräch mit pressetext. Beteiligt seien die genetischen Anlagen, die dem Kind zukommende Förderung und Bildung und das soziale Umfeld, jedoch auch die Art der Bindung zu seinen Bezugspersonen. &#8220;Kinder mit guter Bindung zu den Eltern lernen viel leichter. Gewaltanwendung oder Misshandlung bringt hingegen Unsicherheit oder Desorganisation in diese Beziehung und führt zu einem Stress, der Lernprozesse hemmt&#8221;, so Rupp. Schädlich sei Gewalt in der Erziehung nicht nur dort, wo sie körperliche Verletzungen hinterlässt. &#8220;Allein die Tatsache, dass ein im Vergleich riesiger, älterer und mächtiger Mensch, der noch dazu als Elternteil wichtigste Quelle für Sicherheit und Geborgenheit ist, zuschlägt, ist für ein Kind schrecklich.&#8221; Zwar sei es richtig, dass Kinder Grenzen brauchen, doch dürften diese nicht mit körperlicher Gewalt vermittelt werden. &#8220;Niemand wird durch Gewalt brav. Die psychische Verletzung bleibt hingegen lange bestehen&#8221;, betont die Psychologin.</p>
<p>Das Zuschlagen bezeichnet Rupp als Ausdruck der Hilflosigkeit der Eltern. &#8220;Erziehung ist die schwerste Arbeit der Welt. Viele wollen ihre Kinder gar nicht schlagen, wissen sich jedoch in bestimmten Situationen nicht mehr zu helfen.&#8221; Die Vorstellung einer &#8220;gesunden&#8221; Züchtigung sei ebenso falsch wie das von Eltern oft vorgebrachte Argument, dass die Schläge in der eigenen Erziehung auch nicht geschadet hätten. &#8220;Irgendwann kommt man vielleicht drauf, dass man doch seelischen Schaden erfahren hat, denn sonst bräuchte man nicht zu Gewalt greifen.&#8221; Wenn die Situation eskaliert, rät die Psychologin den Eltern, professionelle Unterstützung in Beratungsstellen aufzusuchen. Hier könne man durch externe Hilfen genauer ansehen, warum es zum Zuschlagen kommt, wie es vermieden werden kann und welche besseren Reaktionen möglich sind. Ein besserer Umgang mit dem Thema gelinge, wenn es seine Scham verliere. &#8220;Statt Bestrafung für elterliches Fehlverhalten ist rechtzeitige und präventive Hilfe wichtig. Wer in der Erziehung Hilfe braucht, muss sie auch bekommen.&#8221;</p>
<p>Die Bedeutung der Prävention betont auch Eveline Holzmüller, Sozialarbeiterin und Kinderschutz-Expertin beim Amt für Jugend und Familie der Stadt Wien gegenüber pressetext. &#8220;Derzeit wird der Ansatz &#8216;Frühe Hilfe&#8217; getestet. Sozialarbeiter versuchen hier, Eltern mit hohem Risiko für Gewalt bereits in den Geburtsspitälern gezielt anzusprechen, sie zu beraten und Maßnahmen der Unterstützung zu vermitteln, falls die Eltern diese annehmen möchten.&#8221; Als Risikofaktoren, die in Fragebögen oder offenen Gesprächen erkundet werden, gelten vor allem Armut sowie die eigene Erfahrung von Gewalt. <strong>Die Körperstrafe ist in Deutschland und Österreich seit 1989 verboten</strong>. Kinder besitzen ein &#8220;Recht auf gewaltfreie Erziehung&#8221;, stellt das Gesetz fest, unzulässig sind demnach körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigenden Maßnahmen.</p>


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		<title>Online-Unterricht schlägt Klassenzimmer: Web-Schüler schneiden laut US-Studie besser ab</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2009/09/online-unterricht/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 16:46:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[Online-Unterricht bringt bessere Leistungserfolge als der herkömmliche Unterricht im Klassenzimmer. Zu diesem Schluss kommt eine Langzeit-Untersuchung von SRI International for the Department of Education&#8230; Online-Lernen erzielt bessere Leistungsergebnisse In Menlo Park, Kalifornien &#8211; http://www.sri.com &#8211; hat man das Thema Online-Bildung in einem 93-seitigen Bericht unter die Lupe genommen. &#8220;Im Schnitt haben Schüler, die online gelernt haben, bessere Ergebnisse erbracht als jene, die von Angesicht zu Angesicht im Klassenzimmer unterrichtet wurden&#8221;, schreiben die Forscher. Die Studie untersuchte und verglich die Lehrerfolge der beiden Gruppen über zwölf Jahre hinweg von 1996 bis 2008. Allerdings wurden vorwiegend Erhebungen in Colleges und im Bereich der Erwachsenenbildung durchgeführt, nur einzelne fanden bei jüngeren Altersgruppen statt, wie die New York Times berichtet. Wie aus den Studienergebnissen hervorgeht, schnitten jene Schüler und Studenten, die alle Kurse oder zumindest Teile davon online absolvierten, mit einem durchschnittlichen Leistungserfolg von 59 Prozent ab. Jene, die ausschließlich in den Klassenzimmern unterrichtet wurden, kamen auf nur 50 Prozent. Das ist laut den Experten ein moderater, jedoch signifikanter Unterschied. &#8220;Das Kernergebnis der Untersuchung liegt darin, dass Online-Lernen heute nicht nur besser als gar nichts ist &#8211; es scheint tatsächlich sogar besser als traditionelles Lernen zu sein&#8221;, sagt Barbara Means, Studienleiterin und Psychologin bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Online-Unterricht bringt bessere Leistungserfolge als der herkömmliche Unterricht im Klassenzimmer. Zu diesem Schluss kommt eine Langzeit-Untersuchung von SRI International for the Department of Education&#8230;<span id="more-1021"></span></p>
<p><strong>Online-Lernen erzielt bessere Leistungsergebnisse</strong></p>
<p>In Menlo Park, Kalifornien &#8211;  http://www.sri.com &#8211; hat man das Thema Online-Bildung in einem 93-seitigen Bericht unter die Lupe genommen. &#8220;Im Schnitt haben Schüler, die online gelernt haben, bessere Ergebnisse erbracht als jene, die von Angesicht zu Angesicht im Klassenzimmer unterrichtet wurden&#8221;, schreiben die Forscher. Die Studie untersuchte und verglich die Lehrerfolge der beiden Gruppen über zwölf Jahre hinweg von 1996 bis 2008. Allerdings wurden vorwiegend Erhebungen in Colleges und im Bereich der Erwachsenenbildung durchgeführt, nur einzelne fanden bei jüngeren Altersgruppen statt, wie die New York Times berichtet. </p>
<p>Wie aus den Studienergebnissen hervorgeht, schnitten jene Schüler und Studenten, die alle Kurse oder zumindest Teile davon online absolvierten, mit einem durchschnittlichen Leistungserfolg von 59 Prozent ab. Jene, die ausschließlich in den Klassenzimmern unterrichtet wurden, kamen auf nur 50 Prozent. Das ist laut den Experten ein moderater, jedoch signifikanter Unterschied. &#8220;Das Kernergebnis der Untersuchung liegt darin, dass Online-Lernen heute nicht nur besser als gar nichts ist &#8211; es scheint tatsächlich sogar besser als traditionelles Lernen zu sein&#8221;, sagt Barbara Means, Studienleiterin und Psychologin bei SRI International. </p>
<p>Den Abschied vom Klassenzimmer bedeuten die Studienergebnisse dennoch nicht. Vor allem bei jüngeren Schülern kommen neben dem eigentlichen Lernen auch erzieherische und soziale Aspekte hinzu, die via Internet vermutlich nicht ersetzt werden könnten. &#8220;Im Grunde können online nur Arbeitsaufträge der Lehrer, deren Erledigung durch Schüler und Korrekturen ausgetauscht werden&#8221;, meint Josef Kraus, Präsident des deutschen Lehrerverbands http://www.lehrerverband.de, gegenüber pressetext. Der herkömmliche Unterricht sei so allenfalls ergänzbar. &#8220;In den herkömmlichen Unterricht kann sich der Schüler als Ganzheit einbringen. Im Dialog können Sachverhalte erarbeitet werden, es kann eine unmittelbare Rückmeldung durch den Lehrer erfolgen&#8221;, erläutert Kraus. Online sei es nicht möglich, erzieherisch zu wirken und Kommunikations- oder Kooperationsverfahren einzuüben.</p>
<p>Den Hauptvorteil im Online-Lernen sehen Experten darin, dass die Inhalte und die Lernmethoden gezielter und individueller auf die einzelnen Schüler und Studenten zugeschnitten werden können als das im Verband des Klassenzimmers möglich ist. Das sogenannte &#8220;Learning by doing&#8221; werde dadurch gefördert, was auch seitens der Schüler guten Anklang finde. Außerdem haben sich die Online-Lehrmethoden in den vergangenen Jahren mit dem Aufkommen von webbasierten Videos, Instant Messaging und diversen Kollaborations-Tools deutlich verbessert.</p>


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		<title>Warum man das Radfahren nie verlernt</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 22:16:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychologie allg.]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Geriatrie]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen]]></category>

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		<description><![CDATA[Kleinhirnzellen machen Radfahren unvergesslich &#8211; Forscher identifizieren Mechanismus des Bewegungslernens &#8211; Einmal gelernt, vergisst man viele Bewegungen nicht mehr&#8230; Aberdeen &#8211; Nervenzellen im Kleinhirn sorgen dafür, dass bestimmte Bewegungsabläufe wie Fahrrad- und Schifahren oder das Essen mit Stäbchen nach dem Erlernen nicht mehr vergessen werden. Das berichten Forscher der schottischen Universität Aberdeen http://www.abdn.ac.uk/ims in der Zeitschrift Nature Neuroscience. Gemeinsam mit Kollegen aus Rotterdam, London, Turin und New York untersuchten sie an Mäusen, wie Koordinationen der Körperbewegung im Gehirn abgespeichert werden. Beim Erlernen von Bewegungen ist besonders die Kleinhirnrinde aktiv berichtet Peer Wulff, Erstautor der Studie, im pressetext-Interview. &#8220;Sie sendet elektrische Signale aus und gibt somit dem Bewegungsapparat des Körpers Anweisungen. Gleichzeitig verfügt sie über bestimmte Nervenzellen &#8211; sogenannte Stern- und Korbzellen &#8211; die wie ein Türhüter ausgehende Signale überwachen.&#8221; Diese Interneurone funktionieren als Signalumwandler. &#8220;Sie verändern die Signale derart im Tempo und Zeitablauf, dass sie in anderen Teilen des Gehirns abgespeichert werden können, vermutlich in den Kleinhirnkernen&#8221;, so der Neurowissenschaftler. Dieser Mechanismus sei wesentlich daran beteiligt, dass wir Bewegungsabläufe erlernen können. Der Faktor Zeit scheint laut Wulff für die Abspeicherung jedoch eine große Rolle zu spielen. &#8220;Tatsächlich kommt es vor, dass man bestimmte Fertigkeiten am nächsten Tag schon wieder vergisst, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kleinhirnzellen machen Radfahren unvergesslich &#8211; Forscher identifizieren Mechanismus des Bewegungslernens &#8211; Einmal gelernt, vergisst man viele Bewegungen nicht mehr&#8230;<span id="more-735"></span></p>
<p>Aberdeen &#8211; Nervenzellen im Kleinhirn sorgen dafür, dass bestimmte Bewegungsabläufe wie Fahrrad- und Schifahren oder das Essen mit Stäbchen nach dem Erlernen nicht mehr vergessen werden. Das berichten Forscher der schottischen Universität Aberdeen http://www.abdn.ac.uk/ims in der Zeitschrift Nature Neuroscience. Gemeinsam mit Kollegen aus Rotterdam, London, Turin und New York untersuchten sie an Mäusen, wie Koordinationen der Körperbewegung im Gehirn abgespeichert werden. </p>
<p>Beim Erlernen von Bewegungen ist besonders die Kleinhirnrinde aktiv berichtet Peer Wulff, Erstautor der Studie, im pressetext-Interview. &#8220;Sie sendet elektrische Signale aus und gibt somit dem Bewegungsapparat des Körpers Anweisungen. Gleichzeitig verfügt sie über bestimmte Nervenzellen &#8211; sogenannte Stern- und Korbzellen &#8211; die wie ein Türhüter ausgehende Signale überwachen.&#8221; Diese Interneurone funktionieren als Signalumwandler. &#8220;Sie verändern die Signale derart im Tempo und Zeitablauf, dass sie in anderen Teilen des Gehirns abgespeichert werden können, vermutlich in den Kleinhirnkernen&#8221;, so der Neurowissenschaftler. Dieser Mechanismus sei wesentlich daran beteiligt, dass wir Bewegungsabläufe erlernen können. </p>
<p>Der Faktor Zeit scheint laut Wulff für die Abspeicherung jedoch eine große Rolle zu spielen. &#8220;Tatsächlich kommt es vor, dass man bestimmte Fertigkeiten am nächsten Tag schon wieder vergisst, nachdem man sie nur kurze Zeit eingeübt hat. Stern- und Korbzellen helfen dabei, kurzfristig erlernte Bewegungsabläufe im Langzeitgedächtnis zu speichern. Die dafür nötige Strukturierung des Codes tritt jedoch möglicherweise erst nach längerer Trainingszeit ein.&#8221; Wie bei vielen anderen Lernprozessen auch, sei die Dauer des nötigen Trainings nicht nur nach Tätigkeit, sondern auch nach dem Individuum verschieden. &#8220;Manche lernen Bewegungsabläufe schnell, andere brauchen für denselben Vorgang länger&#8221;, so der Forscher. </p>
<p>Die Entschlüsselung dieses Lernmechanismus sieht Wulff als ein Puzzleteil für die Entwicklung künstlicher Netzwerke, die etwa bei Robotern zur Anwendung kommen könnten oder auch bei Vorrichtungen, die verloren gegangene natürliche Gehirnfunktionen wieder herstellen. So gibt es etwa Patienten, die nach einem Schlaganfall oder aufgrund einer Multiple Sklerose-Erkrankung eine Kleinhirnschädigung erleiden und Bewegungsabläufe nicht mehr richtig koordinieren können. &#8220;Forschungen zur Entwicklung solcher Prothesen laufen bisher mit Erfolg in Zusammenhang mit Funktionen des Innenohrs oder der Netzhaut. Derartige Entwicklungen für das Kleinhirn sind jedoch noch ferne Zukunftsmusik, da wichtige Grundlagen noch fehlen&#8221;, gibt Wulff zu bedenken.</p>


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