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	<title>Pharmacon Net &#187; Neuroleptika</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
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		<title>Psychotherapie und Diagnose: Depression</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Jul 2011 12:08:43 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Psychopharmakologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Depressionen sind sehr häufig, dies gilt sowohl für die unipolare (nur depressive) als auch die bipolare (manisch-depressive) Form der Störung. Dabei werden bipolare Depressionen häufig fälschlich als unipolare Depression diagnostiziert. Die Ursache dafür dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass Patienten mit bipolarer Depression eher während einer depressiven Phase als während einer eventuellen hypomanischen oder auch manischen Phase Hilfe suchen. Auf der anderen Seite wird der Hausarzt eher selten sich die Mühe machen, bei einer vorliegenden Depression nach hypomanischen oder manischen Phasen in der Vorgeschichte zu fragen&#8230; Weit über 30% der mit unipolarer Depression diagnostizierten Patienten reagieren nicht oder nur teilweise auf eine Behandlung mit Antidepressiva. Bei ca. 10% der als unipolar depressiv diagnostizierten Patienten findet sich eine bipolare Störung. Eine genauere Evaluation kann häufig Klarheit verschaffen. Besonders zu beachten sind das Alter beim ersten Auftreten, frühere Behandlungsversuche &#8211; haben Antidepressiva den Zustand eventuell schon einmal verschlechtert oder gab es eine Art paradoxer Reaktion, was sagt die Familiengeschichte&#8230; Dabei haben sich bestimmte Techniken im Patientengespräch bewährt. Z.B. die Frage nach dem eindrucksvollsten Hochgefühl, das jemand erlebt hat, oder auch nach dem bekannten Tiefpunkt. Nach Hypomanie oder Manie kann gezielt, wenn auch verklausuliert, gefragt werden. Eine gute Möglichkeit ist natürlich auch ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Depressionen sind sehr häufig, dies gilt sowohl für die unipolare (nur depressive) als auch die bipolare (manisch-depressive) Form der Störung. Dabei werden bipolare Depressionen häufig fälschlich als unipolare Depression diagnostiziert. Die Ursache dafür dürfte nicht zuletzt daran liegen, dass Patienten mit bipolarer Depression eher während einer depressiven Phase als während einer eventuellen hypomanischen oder auch manischen Phase Hilfe suchen. Auf der anderen Seite wird der Hausarzt eher selten sich die Mühe machen, bei einer vorliegenden Depression nach hypomanischen oder manischen Phasen in der Vorgeschichte zu fragen&#8230;<span id="more-2856"></span></p>
<p>Weit über 30% der mit unipolarer Depression diagnostizierten Patienten reagieren nicht oder nur teilweise auf eine Behandlung mit Antidepressiva. Bei ca. 10% der als unipolar depressiv diagnostizierten Patienten findet sich eine bipolare Störung. Eine genauere Evaluation kann häufig Klarheit verschaffen. Besonders zu beachten sind das Alter beim ersten Auftreten, frühere Behandlungsversuche &#8211; haben Antidepressiva den Zustand eventuell schon einmal verschlechtert oder gab es eine Art paradoxer Reaktion, was sagt die Familiengeschichte&#8230; Dabei haben sich bestimmte Techniken im Patientengespräch bewährt. Z.B. die Frage nach dem eindrucksvollsten Hochgefühl, das jemand erlebt hat, oder auch nach dem bekannten Tiefpunkt. Nach Hypomanie oder Manie kann gezielt, wenn auch verklausuliert, gefragt werden. Eine gute Möglichkeit ist natürlich auch ein Stimmungsfragebogen der dem Patienten eventuell schon im Wartezimmer übergeben werden kann.</p>
<p>Auch wenn es heute noch so ist, dass bipolare Depressionen eher zu selten diagnostiziert werden, kommt es auch vor, dass eine unipolare Depression fälschlicherweise als bipolare Depression behandelt wird. Manche Experten sprechen deshalb nicht mehr von einer Unter- sondern bereits von einer Über-Diagnostik bipolarer Störungen.</p>
<p>Eine  weitere Komplikation stellen zusätzliche Störungen dar (Komorbidität). Patienten mit bipolarer Depression leiden häufig auch an Angstsymptomatik, auch psychotische Symptome paranoid / schizophrener Art können auftreten. Man unterscheidet bipolare Störungen vom Typ eins und vom Typ zwei. Der Zyklus kann kürzer oder länger sein. In der Anamnese kann ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADHS), eventuell in der Frühgeschichte, vorliegen oder übersehen worden sein. Auch Suchterkrankungen werden häufig nicht berichtet.</p>
<p>Es ist klar, dass vor der richtigen Behandlung, erst einmal die richtige Diagnose stehen muss. Dies kann umso notwendiger werden, je mehr neue und unterschiedliche therapeutische psychopharmakologische Regimens zur Verfügung stehen. Verstärkt diskutiert wird zur Zeit beispielsweise die Behandlung von Depressionen mit Neuroleptika der zweiten Generation.</p>
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		<title>Schizophrenie: Genetische Grundlagen entschlüsselt</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 14:49:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychopharmakologie]]></category>
		<category><![CDATA[Neuroleptika]]></category>
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		<description><![CDATA[Wissenschaftler unter Leitung der Harvard University haben winzige genetische Variationen identifiziert, die für mehr als ein Drittel des vererbten Schizophrenie-Risikos verantwortlich sein könnten. Sie wiesen auch nach, dass die Krankheit genetisch große Ähnlichkeit mit manischen Depressionen aufweist&#8230; Vererbung spielt in rund 90 Prozent der Fälle entscheidende Rolle Cambridge http://www.harvard.edu &#8211; Die Ergebnisse wurden von drei unterschiedlichen Teams erarbeitet, die die DNA Tausender Menschen analysierten. Die laut BBC bisher größte Studie zu den genetischen Grundlagen der Schizophrenie wurde in Nature veröffentlicht. Die Ergebnisse legen nahe, dass Schizophrenie wesentlich komplexer ist als bisher angenommen. Sie kann nicht nur durch seltene genetische Abweichungen, sondern auch durch verbreitete hervorgerufen werden. Mithilfe des neuen Wissens sollen neue diagnostische Tests und Behandlungsansätze entwickelt werden. Weltweit erkrankt bis zu einem Prozent der Erwachsenen an Schizophrenie. Die genauen Ursachen bleiben weiter unklar. Es wird jedoch angenommen, dass in bis zu 90 Prozent der Fälle die Vererbung eine entscheidende Rolle spielt. Individuell spielen die vielen identifizierten genetischen Variationen nur eine winzige Rolle bei der Erhöhung des Schizophrenie-Risikos innerhalb der Generationen. Laut Shaun Purcell, einem der leitenden Wissenschaftler, spielen diese Abweichungen gemeinsam jedoch eine entscheidende Rolle. Sie sind für wenigstens ein Drittel des Risikos verantwortlich. Weitere Studien seien jedoch erforderlich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wissenschaftler unter Leitung der Harvard University haben winzige genetische Variationen identifiziert, die für mehr als ein Drittel des vererbten Schizophrenie-Risikos verantwortlich sein könnten. Sie wiesen auch nach, dass die Krankheit genetisch große Ähnlichkeit mit manischen Depressionen aufweist&#8230;<span id="more-717"></span></p>
<p><strong>Vererbung spielt in rund 90 Prozent der Fälle entscheidende Rolle</strong></p>
<p>Cambridge <a href="http://www.harvard.edu">http://www.harvard.edu</a> &#8211; Die Ergebnisse wurden von drei unterschiedlichen Teams erarbeitet, die die DNA Tausender Menschen analysierten. Die laut BBC bisher größte Studie zu den genetischen Grundlagen der Schizophrenie wurde in Nature veröffentlicht. </p>
<p>Die Ergebnisse legen nahe, dass Schizophrenie wesentlich komplexer ist als bisher angenommen. Sie kann nicht nur durch seltene genetische Abweichungen, sondern auch durch verbreitete hervorgerufen werden. Mithilfe des neuen Wissens sollen neue diagnostische Tests und Behandlungsansätze entwickelt werden. Weltweit erkrankt bis zu einem Prozent der Erwachsenen an Schizophrenie. Die genauen Ursachen bleiben weiter unklar. Es wird jedoch angenommen, dass in bis zu 90 Prozent der Fälle die Vererbung eine entscheidende Rolle spielt. </p>
<p>Individuell spielen die vielen identifizierten genetischen Variationen nur eine winzige Rolle bei der Erhöhung des Schizophrenie-Risikos innerhalb der Generationen. Laut Shaun Purcell, einem der leitenden Wissenschaftler, spielen diese Abweichungen gemeinsam jedoch eine entscheidende Rolle. Sie sind für wenigstens ein Drittel des Risikos verantwortlich. Weitere Studien seien jedoch erforderlich, um die genaue Umwandlung der Abweichungen in eine Erkrankung zu erforschen. Alle drei Studien weisen auf Gene hin, die sich auf dem Chromosom 6 befinden, im so genannten Aupthistokompatibilitätskomplex. Er spielt eine Rolle beim Immunsystem und bei der Kontrolle der Aktivierung oder Deaktivierung anderer Gene. </p>
<p>Damit könnte laut den Wissenschaftlern auch erklärt sein, warum Umweltfaktoren bei dieser Krankheit ebenfalls eine Rolle zu spielen scheinen. Es gibt zum Beispiel Hinweise darauf, dass Kinder von Müttern die während der Schwangerschaft Grippe hatten, über ein höheres Risiko verfügen. Insgesamt identifizierten die Wissenschaftler 30.000 winzige genetische Abweichungen, die bei Menschen mit Schizophrenie häufiger auftreten.</p>
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