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	<title>Pharmacon Net &#187; Neurologie</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
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		<title>Wachkoma: Hoffnung belastet Angehörige</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Oct 2009 20:38:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Neurologie]]></category>
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		<description><![CDATA[Die hohe Herausforderung, einen Menschen im Wachkoma zu betreuen, ist eine Gratwanderung zwischen völliger Selbstaufgabe und konstruktiver Mithilfe&#8230; Wachkoma trifft auch Angehörige unvorbereitet Ausbleibende Kommunikation ist Hauptproblem in der Pflege Wien (pte/15.10.2009) &#8211; wachkoma.at &#8211; Dieser Problematik widmet sich die Jahrestagung der österreichischen Wachkoma-Gesellschaft, die am morgigen Freitag in Wien stattfindet. Wachkoma bedeutet für Angehörige eine hohe emotionelle und finanzielle Belastung, liegt das Durchschnittsalter der Patienten doch bei 50 Jahren. &#8220;Ein Wachkoma-Patient ist nicht der greise Großvater, sondern oft der Lebenspartner und manchmal sogar das noch minderjährige Kind. Dadurch ist die Beziehung viel näher&#8221;, berichtet Johann Donis, Neurologe und Präsident der österreichischen Wachkoma-Gesellschaft, gegenüber pressetext. Im Gegensatz zu vielen anderen schweren Krankheiten bedeutet Wachkoma eine plötzliche und radikale Änderung für Patienten als auch für Angehörige. &#8220;Am Anfang steht meist ein dramatisches Ereignis wie ein Verkehrsunfall oder ein Herz-Kreislauf-Problem, das Patienten und Angehörige aus dem Leben reißt&#8221;, so der Wiener Neurologe. Problematisch ist dabei besonders, dass damit die Kommunikation mit einem Schlag zusammenbricht. &#8220;Der Patient ist nicht verstorben, sondern lebt und hat die Augen geöffnet, kann sich jedoch anfangs weder durch Worte noch durch Gesten mitteilen oder auf Zuwendung reagieren.&#8221; Ob sich der Zustand bessert, könne man kaum vorhersagen. Statt zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die hohe Herausforderung, einen Menschen im Wachkoma zu betreuen, ist eine Gratwanderung zwischen völliger Selbstaufgabe und konstruktiver Mithilfe&#8230;<span id="more-1226"></span></p>
<p><strong>Wachkoma trifft auch Angehörige unvorbereitet<br />
Ausbleibende Kommunikation ist Hauptproblem in der Pflege</strong></p>
<p>Wien (pte/15.10.2009) &#8211; <a href="http://www.wachkoma.at">wachkoma.at</a> &#8211; Dieser Problematik widmet sich die Jahrestagung der österreichischen Wachkoma-Gesellschaft, die am morgigen Freitag in Wien stattfindet. Wachkoma bedeutet für Angehörige eine hohe emotionelle und finanzielle Belastung, liegt das Durchschnittsalter der Patienten doch bei 50 Jahren. &#8220;Ein Wachkoma-Patient ist nicht der greise Großvater, sondern oft der Lebenspartner und manchmal sogar das noch minderjährige Kind. Dadurch ist die Beziehung viel näher&#8221;, berichtet Johann Donis, Neurologe und Präsident der österreichischen Wachkoma-Gesellschaft, gegenüber pressetext. </p>
<p>Im Gegensatz zu vielen anderen schweren Krankheiten bedeutet Wachkoma eine plötzliche und radikale Änderung für Patienten als auch für Angehörige. &#8220;Am Anfang steht meist ein dramatisches Ereignis wie ein Verkehrsunfall oder ein Herz-Kreislauf-Problem, das Patienten und Angehörige aus dem Leben reißt&#8221;, so der Wiener Neurologe. Problematisch ist dabei besonders, dass damit die Kommunikation mit einem Schlag zusammenbricht. &#8220;Der Patient ist nicht verstorben, sondern lebt und hat die Augen geöffnet, kann sich jedoch anfangs weder durch Worte noch durch Gesten mitteilen oder auf Zuwendung reagieren.&#8221; Ob sich der Zustand bessert, könne man kaum vorhersagen. </p>
<p>Statt zu unterstützen, wird das Prinzip der Hoffnung für Angehörige oft zur hohen Belastung. &#8220;Mit hoher Sicherheit bleiben Wachkoma-Patienten auch im Fall des Erwachens ihr Leben lang schwer behindert. Die ständige Hoffnung der Angehörigen richtet sich vor allem darauf, wieder kommunizieren zu können und Rückmeldung zu erhalten.&#8221; Donis rät den Angehörigen, Formen des Umgangs mit der aktuellen Realität zu suchen anstatt permanent an die Zukunft zu denken. &#8220;Auch wenn Angehörige die Pflege selbst übernehmen, sollten sie sich dazu zwingen, ihr eigenes Leben weiter zu führen, die nötige Auszeit zu nehmen und soziale Kontakte weiter zu pflegen. Denn das Umfeld von Wachkoma-Angehörigen zieht sich schnell zurück, wenn das Gesprächsthema stets schon nach wenigen Minuten auf die Situation des Patienten umschwenkt.&#8221; </p>
<p>Weitere Hilfen, um als Angehöriger emotional mit der Situation zurecht zu kommen, sei die konkrete Mithilfe in der Betreuung im Fall der Stationspflege. &#8220;Die meisten Angehörigen kommen täglich zu Besuch. Statt dabei nur traurig zu sein, können sie auch selbst Betreuungsaufgaben übernehmen wie etwa die Mithilfe bei der Körperpflege oder in der Freizeitgestaltung&#8221;, betont Donis. Wichtig sei dafür ausreichende Informationen über Krankheitsbild und Möglichkeiten des Einwirkens, wodurch Angehörige zu den wichtigsten Vermittlern zwischen Pflegepersonal und Patienten werden. &#8220;Je vertrauter eine Person ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit einer Reaktion. Das ist ähnlich wie bei kleinen Kindern, wenn sie fremdeln.&#8221; </p>
<p>Die Pflege von Wachkoma-Patienten ist eine besonders personal- und zeitaufwändige Dienstleistung. &#8220;Jeder zweite Wachkoma-Patient wird zuhause betreut, wobei in der Regel eine Person die 24-Stunden-Pflege übernimmt und dafür oft den Beruf aufgibt&#8221;, so Donis. Erst wenige Institutionen &#8211; in der Regel Altenpflegeheime &#8211; ermöglichen eine Wachkoma-Betreuung, die gleichzeitig auch eine Begleitung der betroffenen Angehörigen bedeutet. Für diese hohe Herausforderung ist permanente fachliche Einschulung notwendig. &#8220;Es ist schwierig, Personal für diese Aufgabe zu finden&#8221;, weiß Donis. Derzeit startet in Wien das erste neunmonatige Curriculum zur Betreuung von Wachkoma-Patienten, das künftig jährlich veranstaltet werden soll.</p>
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		<title>Gedächtnisforschung: Geistige Vorgänge erzeugen biologische Veränderungen</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 11:34:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Demenz]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Neurologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>
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		<description><![CDATA[Seit über 50 Jahren widmet sich Eric Kandel der Entschlüsselung molekularer Prozesse im Gehirn, die unserem Gedächtnis zu Grunde liegen. Im Jahre 2000 erhielt er dafür den Nobelpreis für Medizin: Er entdeckte das Protein, das eine Schlüsselrolle bei der Speicherung von Ereignissen aus dem Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis spielt. Dieser Vorgang ist die Voraussetzung für Lernen und Erinnern. Kandel hat untersucht, wie geistige Vorgänge biologische Veränderungen erzeugen, und nachgewiesen, dass Lernen neuronale Schaltkreise verändert und Wissen eine anatomische Veränderung im Gehirn bewirkt&#8230; Das Gedächtnis zählt für Kandel zu den bemerkenswertesten Aspekten der menschlichen Existenz. „Die Erinnerung versieht unser Leben mit Kontinuität; ohne die bindende Kraft der Erinnerung würden unsere Erfahrungen in ebenso viele Bruchstücke zersplittern, wie es Momente im Leben gibt. Wir sind, wer wir sind, auf Grund dessen, was wir lernen und woran wir uns erinnern.&#8221; Die Lebensgeschichte von Eric Kandel ist eng mit seiner Suche nach dem Gedächtnis verbunden. Er ist als Jude in Wien geboren. 1939, nach dem Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland, musste er im Alter von 9 Jahren nach Amerika emigrieren. Über den Einfluss seiner Biografie auf sein Forschungsthema, das eng mit seinen traumatischen Kindheitserlebnissen im Wien der Naziherrschaft und dem Holocaust zusammenhängt, schreibt er in seiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit über 50 Jahren widmet sich Eric Kandel der Entschlüsselung molekularer Prozesse im Gehirn, die unserem Gedächtnis zu Grunde liegen. Im Jahre 2000 erhielt er dafür den Nobelpreis für Medizin: Er entdeckte das Protein, das eine  Schlüsselrolle bei der Speicherung von Ereignissen aus dem Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis spielt. Dieser Vorgang ist die Voraussetzung für Lernen und Erinnern. Kandel hat untersucht, wie geistige Vorgänge biologische Veränderungen erzeugen, und nachgewiesen, dass Lernen neuronale Schaltkreise verändert und Wissen eine anatomische Veränderung im Gehirn bewirkt&#8230;<span id="more-729"></span></p>
<p>Das Gedächtnis zählt für Kandel zu den bemerkenswertesten Aspekten der menschlichen Existenz. „Die Erinnerung versieht unser Leben mit Kontinuität;  ohne die bindende Kraft der Erinnerung würden unsere Erfahrungen in ebenso viele Bruchstücke zersplittern, wie es Momente im Leben gibt. Wir sind, wer wir sind, auf Grund dessen, was wir lernen und woran wir uns erinnern.&#8221;</p>
<p>Die Lebensgeschichte von Eric Kandel ist eng mit seiner Suche nach dem  Gedächtnis verbunden. Er ist als Jude in Wien geboren. 1939, nach dem Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland, musste er im Alter von 9 Jahren nach Amerika emigrieren. Über den Einfluss seiner Biografie auf sein Forschungsthema, das  eng mit seinen traumatischen Kindheitserlebnissen im Wien der Naziherrschaft und dem Holocaust zusammenhängt, schreibt er in seiner Autobiografie „Auf der Suche nach dem Gedächtnis&#8221;, die im März 2006 mit großem Medienecho erschienen ist: „Ich bin davon überzeugt, dass mein späteres Faible für den menschlichen Geist &#8211; dafür, wie sich Menschen verhalten, wie unberechenbar ihre Motive und wie dauerhaft Erinnerungen sind &#8211; auf mein letztes Jahr in Wien zurückgeht. Nach dem Holocaust lautete das Motto der Juden: ‚Niemals vergessen!&#8217; &#8211; , wachsam gegen Antisemitismus, Rassismus und Hass zu sein&#8230; Meine wissenschaftliche Arbeit widmet sich den biologischen Grundlagen dieses Mottos: den Prozessen im Gehirn, die uns zur Erinnerung befähigen.&#8221;<br />
siehe: &#8220;Auf der Suche nach dem Gedächtnis&#8221;, München, 2006, Siedler, [<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3570550397">BESTELLEN?</a>]</p>
<blockquote><p>ERIC KANDEL ÜBER DIE VERBINDUNG ZWISCHEN DEM HOLOCAUST UND SEINER ARBEIT<br />
I had a very painful childhood experience being a Jew in Vienna when Hitler came into Austria, and it is interesting that I’ve spent my life studying memory. And in some ways this is like treating a post traumatic stress disorder. You come back to it in order to master it, and I think to some degree this is true. And also the fact that I study memory is related to this. One of the sort of major themes of post Holocaust thinking is, ‘Never Forget.’ That we should always remember what happened there in order to not allow any racial hatred, any anti-Semitism to recur. And I think that my biological science in essence is an attempt to provide a, you know, an underpinning for that model, for that way of thinking.</p>
<p>ERIC KANDEL ÜBER DEN EINFLUSS DES HOLOCAUSTS AUF SEIN LEBEN<br />
Well, I mean I don’t think about the Holocaust every day, I think about it periodically. You know, it infl uences the gratitude I feel to the United States, it’s infl uenced my marriage. I mean, I married a woman from Europe who had a diffi cult experience during the war and we bond together very strongly because of that. The nun who was in the fi lm, Yvonne, Denise has nominated for one of the Christian and she, Denise, fl ew over to Cahors for the ceremony, I mean, we’re both very much involved in our each other’s past. I’m trying to encourage her to write a book about her experiences in the convent. She’s done a lot of research on that. So it’s been, you know, it’s molded my character. For better or for worse.</p></blockquote>
<p>Der Versuch zu begreifen, wie es zur Barbarei des Nazionalsozialismus kommen konnte, führt Kandel über ein Studium der österreichischen Literatur zur  Beschäftigung mit der Psychoanalyse und der Medizin hin zur Biologie, um die biologischen Prozesse des Bewussten und Unbewussten zu erforschen.</p>
<p>Der Filmemacherin Petra Seeger ist es nun als erster gelungen, in Kandels weltweit führenden Labor der Gedächtnisforschung in enger Zusammenarbeit mit Eric Kandel einen Film zu  drehen. Zwei Jahre arbeitete Petra Seeger, die u.a. Porträts über Wim Wenders, Peter  Zadek, Christoph Schlingensief und Rudolf Thome produzierte, an dem Dokumentarfilm, der in Paris, Wien und New York gedreht wurde. So erzählt der Film nicht nur Kandels Lebensgeschichte, er zeigt auch in bislang einzigartigen Bildern aus Kandels Labor, wie sich das Gehirn verändert, wenn wir lernen oder wenn eine neue Erinnerung geformt wird.</p>
<p>Der Film verwebt die Lebensgeschichte Kandels mit seiner  Wissenschaftsgeschichte. So entsteht ein sehr persönliches Porträt eines charismatischen und  leidenschaftlichen Forschers, der eigene, leidvolle Erfahrungen in eine ungeheuere Energie umgewandelt hat, um die Grundlagen menschlichen Handels zu erforschen. Petra Seeger gelingt es in ihrem Film, Kandels Suche nach den eigenen Wurzeln in Wien und New York mit liebevoll inszenierten persönlichen Erinnerungen, Erkenntnissen auf der Wissenschaft und Kandels Forschung kunstvoll zu verweben, so dass ein lebendiges und unterhaltsames Porträt entsteht und der Zusammenhang zwischen persönlicher Biografie und Forschungsthema freigelegt wird. Es wird deutlich, dass &#8211; selbst in der Wissenschaft &#8211; die Fragestellungen in der eigenen Biografie wurzeln.</p>
<p>Auf einzigartige Weise erzählt der Film die spannende Entdeckungsreise von  Kandels Forschung. Anschaulich macht er begreifbar, wie Kandel zu seinem Versuchstier und seiner Muse, der Meeresschnecke Aplysia Californica, fand und an ihr Grundlagenforschung in Sachen Erinnerung und Lernen betrieb; dabei werden Rückschläge nicht ausgespart. Auch die jüdische Kultur hat Kandels Lebens- und Wissenschaftsgeschichte entscheidend mitgeprägt.</p>
<p><strong>Neue Erfahrungen können alte, traumatische Erfahrungen ersetzen</strong></p>
<p>Als Eric Kandel am Ende des Films in der Wiener Hofburg von Bundespräsident Fischer empfangen wird, schließt sich für ihn ein Kreis: Vom Taxi aus blickt  Kandel nachts auf die erleuchteten Prachtbauten der Ringstrasse und resümiert: „Einst vertrieben aus Wien und nun willkommen geheißen zu werden von den politischen Repräsentanten Österreichs, das ist einerseits ironisch und gleichzeitig sehr heilsam”.</p>
<p>Auch für die Filmemacherin ist es ein Film über ‚Heilung’: &#8220;Das ist sozusagen der Subtext von Kandels Lebensweg. Jemand, der Leid erfahren hat, zieht aus, wird vertrieben, konfrontiert sich mit dem Geschehenen und arbeitet genau mit diesem Schmerz, mit dem Trauma und schafft daraus etwas Neues, wandelt es in eine ungeheuere Stärke um und findet sogar Anerkennung dafür. Am Ende des Films heißt ihn der  politische Repräsentant des Landes, das ihn vertrieben hat, willkommen. Ein Kreis schließt sich. Auch das ist Heilung&#8221;.</p>
<p>Für Petra Seeger hat der Film eine überaus positive Botschaft, ist sozusagen von seiner Aussage  her ‚antidepressiv’: &#8220;Die Kernaussage von Kandels Wissenschaft ist, dass unser Hirn formbar ist, dass es sich verändert. Das widerspricht unserem bislang gängigen Bild, dass das Hirn so bleibt, wie es ist (wenn man so geboren wird, bleibt es so&#8230;) Der eine hat halt mehr Hirn, der andere weniger.<br />
Kandel zeigt, dass sich das  Hirn verändert, abhängig von den Erfahrungen, die wir machen. Es wächst! Neue Synapsen wachsen und gehen neue Verknüpfungen ein. Neue Erfahrungen können alte, traumatische Erfahrungen ersetzen. Das war für mich eine hoffnungsvolle Botschaft und passt, wie ich finde, in  unsere Zeit, in der viele Veränderungen kommen werden und kommen müssen&#8221;.</p>
<p><strong>Auf der Suche nach dem Gedächtnis:<br />
Die Entstehung einer neuen Wissenschaft des Geistes</strong><br />
[<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3570550397">BESTELLEN?</a>]<br />
<em>Von Eric Kandel</em></p>
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		<title>Neuropsychologie: Meditation vergrößert das Gehirn</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2009/06/meditation/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Jun 2009 17:14:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Neurologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer häufig lange meditiert, vergrößert damit Regionen des Gehirns, die für die Emotionen zuständig sind. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der University of California aus der Gehirnuntersuchung von Menschen, die häufig meditieren&#8230; Mögliche Erklärung für gesteigerte emotionale Kontrolle Meditation steigert die Aufmerksamkeit und Gelassenheit ucla.edu &#8211; &#8220;Wer oft meditiert, hat die herausragende Fähigkeit, positive Emotionen besonders zu pflegen, emotionell stabil zu bleiben und sich besonders aufmerksam zu verhalten&#8221;, so die Studienleiterin Elieen Luders. Veränderungen im Gehirn könnten eine Erklärung für dieses Verhalten liefern, berichtet die Zeitschrift NeuroImage. Die Wissenschaftler untersuchten 44 Menschen, wobei die Hälfte der Probanden bereits über Jahre täglich nach der Zazen-, Samatha- oder Vipassana-Methode meditierten. Zum Einsatz kamen hochauflösende 3D-Magnetresonanz sowie weitere Methoden, die eine Unterteilung und den Vergleich der Größe verschiedener Gehirnregionen erlauben. Sichtbar wurde dabei, dass Menschen, die häufig meditieren, deutlich größere Volumen der Gehirnregionen Hippokampus, orbitofrontaler Kortex, rechter Thalamus und obere Schläflappenwindung besitzen. Alle diese Gehirnregionen sieht man als für die Steuerung emotionaler Prozesse und der Persönlichkeit verantwortlich. &#8220;Bisher ist bekannt, dass Meditation, wenn sie über längere Zeit praktiziert wird, kognitive Fähigkeiten verbessern kann&#8221;, erklärt der Frankfurter Hirnforscher Wolf Singer http://www.mpih-frankfurt.mpg.de im pressetext-Interview. So sei bisher etwa eine Steigerung der Aufmerksamkeit bewiesen, weshalb regelmäßig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer häufig lange meditiert, vergrößert damit Regionen des Gehirns, die für die Emotionen zuständig sind. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der University of California aus der Gehirnuntersuchung von Menschen, die häufig meditieren&#8230;<span id="more-706"></span></p>
<p><strong>Mögliche Erklärung für gesteigerte emotionale Kontrolle<br />
Meditation steigert die Aufmerksamkeit und Gelassenheit</strong></p>
<p><a href="http://www.ucla.edu">ucla.edu</a> &#8211; &#8220;Wer oft meditiert, hat die herausragende Fähigkeit, positive Emotionen besonders zu pflegen, emotionell stabil zu bleiben und sich besonders aufmerksam zu verhalten&#8221;, so die Studienleiterin Elieen Luders. Veränderungen im Gehirn könnten eine Erklärung für dieses Verhalten liefern, berichtet die Zeitschrift NeuroImage. </p>
<p>Die Wissenschaftler untersuchten 44 Menschen, wobei die Hälfte der Probanden bereits über Jahre täglich nach der Zazen-, Samatha- oder Vipassana-Methode meditierten. Zum Einsatz kamen hochauflösende 3D-Magnetresonanz sowie weitere Methoden, die eine Unterteilung und den Vergleich der Größe verschiedener Gehirnregionen erlauben. Sichtbar wurde dabei, dass Menschen, die häufig meditieren, deutlich größere Volumen der Gehirnregionen Hippokampus, orbitofrontaler Kortex, rechter Thalamus und obere Schläflappenwindung besitzen. Alle diese Gehirnregionen sieht man als für die Steuerung emotionaler Prozesse und der Persönlichkeit verantwortlich. </p>
<p>&#8220;Bisher ist bekannt, dass Meditation, wenn sie über längere Zeit praktiziert wird, kognitive Fähigkeiten verbessern kann&#8221;, erklärt der Frankfurter Hirnforscher Wolf Singer http://www.mpih-frankfurt.mpg.de im pressetext-Interview. So sei bisher etwa eine Steigerung der Aufmerksamkeit bewiesen, weshalb regelmäßig Meditierende für kurze Zeit gesehene Bilder rascher verarbeiten. &#8220;Ein ähnliche Verdickung des Großhirns ist bei Menschen dokumentiert, die Jonglieren lernen und dann regelmäßig üben. In diesem Fall geht die Verdickung jedoch wieder zurück, wenn die Personen das Jonglieren einstellen.&#8221; </p>
<p>Die US-Forscher geben zu bedenken, dass Unterschiede auf mikroskopischer Ebene noch nicht untersucht wurden. Damit bleibe die Fragen noch offen, ob es sich bei dem beobachteten Phänomen um eine Vermehrung der Gehirnzellen, um ihre Vergrößerung oder um die Verbesserung ihrer Synapsen-Verbindungen handelt. Da die Meditierenden nicht vor ihrer ersten Meditation überprüft werden konnten, sei zudem nicht überprüfbar, ob nicht vielleicht auch Menschen mit bestimmten Gehirnausprägungen eine spezielle Vorliebe für die Meditation besitzen.</p>
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		<title>Wiedervereinigung: Herz und Verstand</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2009/03/eq3/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 22:49:17 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Psychosomatik]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Neurologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie läßt sich Intelligenz in unsere Gefühle bringen? Daniel Goleman, Psychologe an der Harvard University, zeigt anhand zahlreicher Beispiele die Bedeutung der Intelligenz der Gefühle. Gemeint ist die Fähigkeit, sich und andere richtig einzuschätzen, Beziehungen zu knüpfen, Sympathie zu zeigen&#8230; Alles Eigenschaften, die bereits in früher Kindheit erlernt werden können und die darüber entscheiden, ob man sich sozial integrieren kann und Erfolg in Beruf und Privatleben hat. Golemans Emotionale Intelligenz steht bereits monatelang auf den ersten Plätzen der Bestsellerlisten. »Es ist offenbar notwendig und hoffentlich fruchtbar, diese Erkenntnis auf solch fundierte, verständliche Weise unter die Leute zu bringen.« DIE WOCHE Die Wiedervereinigung von Herz und Verstand Wer Erfolg im Leben haben will, muß klug mit seinen Gefühlen umgehen können und das &#8220;emotionale Alphabet&#8221; beherrschen. »EQ statt IQ« heißt die neue griffige Erfolgsformel, mit der Daniel Goleman einen Nerv unserer Zeit trifft. Sein internationaler Bestseller zeigt spannende Forschungsperspektiven zu einem Thema, das uns alle angeht: die Wiedervereinigung von Herz und Verstand. »Was nützt ein hoher IQ, wenn man ein emotionaler Trottel ist?« Das Buch liegt inzwischen auch als Hörbuch vor. Die Spieldauer beträgt ca. 55 Minuten, Rez. Cornelia Eulitz Warum scheitern mittlerweile zwei Drittel aller Ehen, während es vor wenigen Jahrzehnten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie läßt sich Intelligenz in unsere Gefühle bringen? Daniel Goleman, Psychologe  an der Harvard University, zeigt anhand zahlreicher Beispiele die Bedeutung der  Intelligenz der Gefühle. Gemeint ist die Fähigkeit, sich und andere richtig  einzuschätzen, Beziehungen zu knüpfen, Sympathie zu zeigen&#8230;<span id="more-388"></span> Alles Eigenschaften,  die bereits in früher Kindheit erlernt werden können und die darüber  entscheiden, ob man sich sozial integrieren kann und Erfolg in Beruf und  Privatleben hat. Golemans Emotionale Intelligenz steht bereits monatelang auf  den ersten Plätzen der Bestsellerlisten.</p>
<p>»Es ist offenbar notwendig und  hoffentlich fruchtbar, diese Erkenntnis auf solch fundierte, verständliche Weise  unter die Leute zu bringen.« <em><br />
DIE WOCHE</em></p>
<p><strong>Die  Wiedervereinigung von Herz und Verstand </strong></p>
<p>Wer Erfolg im Leben haben will, muß klug mit seinen Gefühlen umgehen können  und das &#8220;emotionale Alphabet&#8221; beherrschen. »EQ statt IQ« heißt die neue griffige  Erfolgsformel, mit der Daniel Goleman einen Nerv unserer Zeit trifft. Sein  internationaler Bestseller zeigt spannende Forschungsperspektiven zu einem  Thema, das uns alle angeht: die Wiedervereinigung von Herz und Verstand. »Was  nützt ein hoher IQ, wenn man ein emotionaler Trottel ist?«</p>
<p><em>Das Buch liegt inzwischen auch als <a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3895848964">Hörbuch</a> vor. Die Spieldauer beträgt ca. 55 Minuten, Rez. </em><em>Cornelia Eulitz</em></p>
<p>Warum scheitern mittlerweile zwei Drittel aller Ehen, während es vor wenigen  Jahrzehnten nur die Hälfte waren? Warum sind wir von unserer Arbeit zunehmend  gestresst? Könnte es daran liegen, dass wir unsere Fähigkeit zur Emotionalen  Intelligenz zunehmend verdrängen? EQ, so nennt der amerikanische Psychologe und  Wissenschaftsautor Daniel Goleman die Fähigkeit, intelligent mit den eigenen  Gefühlen und den Empfindungen anderer umzugehen. Was uns das bringt? Eine ganze  Menge: Emotional intelligente Menschen führen glücklichere Beziehungen, sind  gesünder und erfolgreicher, weil Gefühle nämlich nicht nur das  Allgemeinbefinden, sondern auch die Lernfähigkeit beeinflussen.</p>
<p>Keine revolutionär neuen Erkenntnisse, die Goleman vermittelt. Schon  Aristoteles wusste, wie wichtig der angemessene Umgang mit Emotionen ist und  nannte es Tugend. Aber es lohnt, wieder einmal darüber nachzudenken, warum  Gefühle so vital, aber auch so selbstzerstörerisch sein können.</p>
<p>Für die Vertonung des Sachbuchbestsellers hat Hardy Tasso einen gelungenen  Weg eingeschlagen. Die ausgewählen Textzitate, gelesen von Edgar M. Böhlke,  werden von Moritz Stöpel eingeordnet und in Zusammenhang gebracht, und Dorothea  Gädeke steuert Beispiele aus der Praxis bei. Authentizität bekommt das Feature  durch die englischsprachigen Erläuterungen Golemans selbst. Eine wohltuend  abwechslungsreiche Stimmenvielfalt, akustisch getrennt durch dezente  Sphärenklänge. Die unterschiedlichen Lautstärkepegel der Sprecher sind zu  verzeihen.</p>
<p>Video</p>
<p><span>Daniel Goleman discusses his book &#8220;Social Intelligence: The New Science of Human Relationships&#8221; as a part of the Authors@Google series.</span></p>
<p><span><p><a href="http://www.pharmacon.net/2009/03/eq3/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p></span></p>
<p>Daniel Goleman: Why arent we all Good Samaritans?</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2009/03/eq3/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>An interview with Daniel Goleman, Psychologist. See how you can use emotional and social intelligence to improve your own and your organization&#8217;s performance.</p>
<p><span class="description"><p><a href="http://www.pharmacon.net/2009/03/eq3/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p></span></p>
<p>Daniel Goleman on the leadership of Barack Obama &#8211; a key leadership lesson from the US</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2009/03/eq3/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p><a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3895848964">[Hörbuch]</a></p>
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		<item>
		<title>Wege aus der Krise: Förderung der emotionalen und sozialen Kompetenz</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2009/03/eq1/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 14:17:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychosomatik]]></category>
		<category><![CDATA[Neurologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Buch Emotionale Intelligenz verdankt sein Entstehen meiner unmittelbaren Erfahrung einer Krise in der amerikanischen Zivilisation, mit erschreckender Zunahme der Gewaltverbrechen, der Selbstmorde, des Drogenmißbrauchs und anderer Indikatoren für emotionales Elend, besonders unter der amerikanischen Jugend&#8230; Zur Behandlung dieser gesellschaftlichen Krankheit scheint es mir unerläßlich, der emotionalen und sozialen Kompetenz unserer Kinder und unserer selbst größere Aufmerksamkeit zuzuwenden und die Kräfte und Fähigkeiten des menschlichen Herzens energischer zu fördern. Meine Freunde in Deutschland sagten mir zwar, daß es in der deutschen Gesellschaft keine derart krassen Krisenphänomene wie in Amerika gäbe, daß meine Vorschläge aber auch für Deutschland gelten könnten, nicht so sehr als akutes Gegenmittel, sondern als präventive Maßnahme. Ich erfuhr von meinen deutschen Freunden, daß deren Gesellschaft von einer subtileren Form der Gewalt geprägt ist: den Anzeichen einer sozialen Entfremdung, die eines Tages durchaus zu ernstzunehmenden Rissen im sozialen Gewebe führen könnte, wenn man ihr nicht Einhalt gebietet. Wie Wilhelm Heitmeyer von der Universität Bielefeld beobachtet hat, entwickelt sich die gesellschaftliche Dynamik zu mehr Individualisierung, zu mehr Autonomie, von dort zu größerem Konkurrenzkampf, vor allem in der Arbeitswelt und an den Universitäten, und zu weniger Solidarität, was schließlich zu wachsender Isolierung des einzelnen und zum Verfall der sozialen Integration [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Buch Emotionale Intelligenz verdankt sein Entstehen meiner unmittelbaren Erfahrung einer Krise in der amerikanischen Zivilisation, mit erschreckender Zunahme der Gewaltverbrechen, der Selbstmorde, des Drogenmißbrauchs und anderer Indikatoren für emotionales Elend, besonders unter der amerikanischen Jugend&#8230;<span id="more-361"></span></p>
<p>Zur Behandlung dieser gesellschaftlichen Krankheit scheint es mir unerläßlich, der emotionalen und sozialen Kompetenz unserer Kinder und unserer selbst größere Aufmerksamkeit zuzuwenden und die Kräfte und Fähigkeiten des menschlichen Herzens energischer zu fördern. Meine Freunde in Deutschland sagten mir zwar, daß es in der deutschen Gesellschaft keine derart krassen Krisenphänomene wie in Amerika gäbe, daß meine Vorschläge aber auch für Deutschland gelten könnten, nicht so sehr als akutes Gegenmittel, sondern als präventive Maßnahme.</p>
<p>Ich erfuhr von meinen deutschen Freunden, daß deren Gesellschaft von einer subtileren Form der Gewalt geprägt ist: den Anzeichen einer sozialen Entfremdung, die eines Tages durchaus zu ernstzunehmenden Rissen im sozialen Gewebe führen könnte, wenn man ihr nicht Einhalt gebietet.</p>
<p>Wie Wilhelm Heitmeyer von der Universität Bielefeld beobachtet hat, entwickelt sich die gesellschaftliche Dynamik zu mehr Individualisierung, zu mehr Autonomie, von dort zu größerem Konkurrenzkampf, vor allem in der Arbeitswelt und an den Universitäten, und zu weniger Solidarität, was schließlich zu wachsender Isolierung des einzelnen und zum Verfall der sozialen Integration führt. Diese schleichende Desintegration der Gemeinschaft und die Verstärkung eines rücksichtslosen Durchsetzungsstrebens geschehen dabei ausgerechnet zu einer Zeit, in der der ökonomische und soziale Druck, der aus der West-Ost-Einigung entstanden ist, mehr und keinesfalls weniger Kooperation und Fürsorglichkeit verlangt.</p>
<p>In dieser Atmosphäre einer beginnenden sozialen Malaise treten nun auch Anzeichen einer sich verschärfenden emotionalen Krise, besonders bei Kindern, auf. Empirische, die Situation in verschiedenen Ländern vergleichende Untersuchungen haben ergeben, daß deutsche Kinder in ihrer emotionalen und sozialen Verfassung besser dran sind als ihre amerikanischen Altersgenossen. Sie sind vor allem weniger gewalttätig und weniger aggressiv. Somatische Beschwerden aber, bei Kindern häufig ein Barometer für unterdrückte Nöte und Ängste, reichen an die in Amerika recht nahe heran.</p>
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<p>Offensichtlich ist, daß in Deutschland, wie in allen anderen Industrieländern auch, Depression als Krankheit beständig und langfristig zunimmt. Bei Menschen zum Beispiel, die nach 1944 geboren sind, ist die Wahrscheinlichkeit, irgendwann in ihrem Leben eine ernste Depression zu erleiden, dreimal größer als bei der Generation ihrer Großeltern.</p>
<p>Vor dem Hintergrund dieser bedrohlichen emotionalen und sozialen Entwicklung erscheinen dann vielleicht die vereinzelten Gewaltverbrechen und das Auftreten von Skinhead-Gruppen als frühe Warnzeichen für Gefahren und als beunruhigende Mahnungen.</p>
<p>All das macht es auch in Deutschland so dringlich, das emotionale Alphabet zu beherrschen. In unserem Zeitalter sind die Kräfte und Fähigkeiten des Herzens genauso lebenswichtig wie die des Kopfes. Rationalität und Mitgefühl müssen ins Gleichgewicht gebracht werden. Die Alternative wäre ein verelendeter Intellekt, ein Steuerruder, auf das in unserer sich so schnell und so komplex ändernden Gegenwart kein Verlaß mehr ist.</p>
<p>Heutzutage sind es die Neurowissenschaften, die so nachdrücklich darauf bestehen, daß die Emotionalität ernst genommen wird. Ihre Forschungsergebnisse sind ermutigend. Sie sind es, die uns darüber aufklären, daß die Zukunft hoffnungsvoller sein kann, wenn wir der emotionalen Intelligenz intensiver und systematischer unsere Aufmerksamkeit zuwenden: um das Bewußtsein von uns selbst zu vertiefen, um mit schmerzlichen Emotionen besser umgehen zu lernen, um trotz der vielen Frustrationen die Kraft zu Hoffnung und Ausdauer zu bewahren und um unsere Fähigkeiten zur Empathie und zur Fürsorge für andere, zu Kooperation und sozialer Bindung zu stärken.</p>
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		<title>EQ: Der emotionale Quotient</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Mar 2009 13:41:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychosomatik]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
		<category><![CDATA[Neurologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Daniel Golemans internationaler Bestseller zur Emotionalität hat die bislang gültige Erfolgsformel IQ von ihrem Sockel geholt: Nicht nur unsere Rationalität, der sprichwörtlich »kühle Kopf«, bürgt für beruflichen wie privaten Erfolg, mindestens ebenso wichtig sind die emotionalen Fähigkeiten&#8230; EQ, der »emotionale Quotient«, meint diejenige Intelligenz, die sich in unserem Verständnis und unserer Handhabung menschlicher Gefühle zeigt — einer komplexen Skala zwischen Angst und Wut, Liebe und Aggression, Verzweiflung und Freude. Goleman entwickelt seine Thesen anhand verschiedener Forschungsansätze und Ergebnisse der neueren Hirnforschung und Kognitionswissenschaft und veranschaulicht sie anhand von zahlreichen Alltagsszenarien und Fallbeispielen. Seine Botschaft: Ohne ein intaktes Gefühlsleben taugt der beste Intellekt nichts, denn beide Systeme, das emotionale und das rationale, stehen in beständiger, hochkomplexer Wechselwirkung, deren Erforschung neue spannende Perspektiven für uns alle bietet. Daniel Goleman, geboren 1946 in Stockton, Kalifornien, lehrte jahrelang als klinischer Psychologe an der Harvard Universität und gab die Zeitschrift &#62;Psychology Today&#60; heraus. Er hat die weltweit tätige Beratungsfirma Emotional Intelligence Services (EIS) gegründet, die Trainingsprogramme für Führungskräfte anbietet. Neben seinem 1995 erschienenen Bestseller &#62;EQ. Emotionale Intelligenz&#60; liegen u. a. auf deutsch vor: &#62;Kreativität entdecken&#60; (1997, als Herausgeber zusammen mit Paul Kaufman und Michael Ray), &#62;Die heilende Kraft der Gefühle&#60; (1998, als Herausgeber), &#62;EQ2. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Daniel Golemans internationaler Bestseller zur Emotionalität hat die bislang gültige Erfolgsformel IQ von ihrem Sockel geholt: Nicht nur unsere Rationalität, der sprichwörtlich »kühle Kopf«, bürgt für beruflichen wie privaten Erfolg, mindestens ebenso wichtig sind die emotionalen Fähigkeiten&#8230;<span id="more-356"></span></p>
<p><a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3423360208"><img src="http://www.hagalil.com/bb/dtv/100-300/eq.gif" alt="" align="right" /></a>EQ, der »emotionale Quotient«, meint diejenige Intelligenz, die sich in unserem Verständnis und unserer Handhabung menschlicher Gefühle zeigt — einer komplexen Skala zwischen Angst und Wut, Liebe und Aggression, Verzweiflung und Freude. Goleman entwickelt seine Thesen anhand verschiedener Forschungsansätze und Ergebnisse der neueren Hirnforschung und Kognitionswissenschaft und veranschaulicht sie anhand von zahlreichen Alltagsszenarien und Fallbeispielen.<br />
Seine Botschaft: Ohne ein intaktes Gefühlsleben taugt der beste Intellekt nichts, denn beide Systeme, das emotionale und das rationale, stehen in beständiger, hochkomplexer Wechselwirkung, deren Erforschung neue spannende Perspektiven für uns alle bietet.</p>
<p>Daniel Goleman, geboren 1946 in Stockton, Kalifornien, lehrte jahrelang als klinischer Psychologe an der Harvard Universität und gab die Zeitschrift &gt;Psychology Today&lt; heraus. Er hat die weltweit tätige Beratungsfirma Emotional Intelligence Services (EIS) gegründet, die Trainingsprogramme für Führungskräfte anbietet. Neben seinem 1995 erschienenen Bestseller &gt;EQ. Emotionale Intelligenz&lt; liegen u. a. auf deutsch vor: &gt;Kreativität entdecken&lt; (1997, als Herausgeber zusammen mit Paul Kaufman und Michael Ray), &gt;Die heilende Kraft der Gefühle&lt; (1998, als Herausgeber), &gt;EQ2. Der Erfolgsquotient&lt; (1998).</p>
<ul>
<li><strong><a href="http://www.pharmacon.net/2009/03/eq1/">Vorwort</a></strong></li>
<li><strong><a href="http://www.pharmacon.net//www.pharmacon.net/2009/03/eq2/">Einleitung</a></strong></li>
<li><strong><a href="http://www.pharmacon.net//www.pharmacon.net/2009/03/eq3/">Videos</a></strong></li>
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