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	<title>Pharmacon Net &#187; Trauer</title>
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	<description>Interaktion: Medizin und Psychologie, Pharmakologie und Pharmazie</description>
	<lastBuildDate>Thu, 19 Aug 2010 20:55:51 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Tod eines Angehörigen: Trauernde erleiden Gesundheitskrisen</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Feb 2010 00:29:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychosomatik]]></category>
		<category><![CDATA[Depression]]></category>
		<category><![CDATA[EQ]]></category>
		<category><![CDATA[Herz]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine australische Untersuchung ist der Frage nachgegangen, warum Trauernde, die einen Nahestehenden verloren haben, häufiger an Herzkrankheiten erkranken&#8230; Der Verlust eines Menschen kann krank machen pte/18.09.2009/15:35) &#8211; Durchgeführt wurde die Untersuchung von Klinikern der Sydney Medical School und der Faculty of Nursery and Midwifery der Universität Sydney. Bisher wurden die Gründe für das erhöhte Erkrankungsrisiko im akuten Stress der Betroffenen gesehen, die weiteren Zusammenhänge blieben jedoch weitgehend unklar. Die Ergebnisse der Studie &#8220;Cardiovascular Risk in Bereavement&#8221; (CARBER) wurden bei der Konferenz der Australisch-Neuseeländischen Herzgesellschaft vorgestellt. &#8220;Bisher gab es keine aussagekräftigen Studien, die die Gesundheitssituation der Hinterbliebenen in den ersten Wochen nach einem Todesfall genauer untersuchten&#8221;, so Studien-Leitautor Thomas Buckley. CARBER sei die erste derartige Untersuchung, die quer durch alle Altersgruppen beider Geschlechter ging. Emotionen und Stimmungswechsel waren während dieser Zeit am stärksten. Generell litten die CARBER-Studienteilnehmer während dieser Zeit an Ängsten, Depressionen, Zornsymptomen, erhöhten Stresshormon-Werten sowie an verringertem Schlaf und Appetit. Bei den Untersuchungen von Buckley und seinem Team zeigten sich bei den Trauernden zudem auch eine Zunahme des Blutdrucks und der Herzfrequenz. Verändert waren auch die Immunantworten sowie die Blutgerinnung. All diese Veränderungen gebe es auch bei Menschen, die vor einem Herzinfarkt stehen. Ungefähr sechs Monate nach dem Todesfall [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine australische Untersuchung ist der Frage nachgegangen, warum Trauernde, die einen Nahestehenden verloren haben, häufiger an Herzkrankheiten erkranken&#8230;<span id="more-1645"></span></p>
<p><strong>Der Verlust eines Menschen kann krank machen</strong></p>
<p><a href="http://www.pressetext.de">pte</a>/18.09.2009/15:35) &#8211; Durchgeführt wurde die Untersuchung von Klinikern der <a href="http://www.medfac.usyd.edu.au">Sydney Medical School</a> und der Faculty of Nursery and Midwifery der Universität Sydney. Bisher wurden die Gründe für das erhöhte Erkrankungsrisiko im akuten Stress der Betroffenen gesehen, die weiteren Zusammenhänge blieben jedoch weitgehend unklar. Die Ergebnisse der Studie &#8220;Cardiovascular Risk in Bereavement&#8221; (CARBER) wurden bei der Konferenz der Australisch-Neuseeländischen Herzgesellschaft vorgestellt. </p>
<p>&#8220;Bisher gab es keine aussagekräftigen Studien, die die Gesundheitssituation der Hinterbliebenen in den ersten Wochen nach einem Todesfall genauer untersuchten&#8221;, so Studien-Leitautor Thomas Buckley. CARBER sei die erste derartige Untersuchung, die quer durch alle Altersgruppen beider Geschlechter ging. Emotionen und Stimmungswechsel waren während dieser Zeit am stärksten. Generell litten die CARBER-Studienteilnehmer während dieser Zeit an Ängsten, Depressionen, Zornsymptomen, erhöhten Stresshormon-Werten sowie an verringertem Schlaf und Appetit. Bei den Untersuchungen von Buckley und seinem Team zeigten sich bei den Trauernden zudem auch eine Zunahme des Blutdrucks und der Herzfrequenz. Verändert waren auch die Immunantworten sowie die Blutgerinnung. All diese Veränderungen gebe es auch bei Menschen, die vor einem Herzinfarkt stehen.</p>
<p>Ungefähr sechs Monate nach dem Todesfall sei bei den meisten eine Verbesserung des Gesundheitszustands aufgefallen, obwohl einige Werte immer noch deutlich höher waren als in der Vergleichsgruppe der Nicht-Trauernden. Buckley berichtet auch über einige Fälle, bei denen sich der Gesundheitszustand auch nach längerer Zeit nicht verbesserte. </p>
<p>&#8220;Vielen Angehörigen hilft zunächst die Information über die genaue Todesursache des Verstorbenen&#8221;, meint der Gemeindearzt Christian Lehner im pressetext-Interview. Es sei wichtig für die Trauerarbeit. &#8220;Je mehr man sich mit der Aufarbeitung eines Todesfalles beschäftigt, desto besser ist es&#8221;, erklärt Lehner, der auch Erfahrung mit traditionellen samoanischen Medizin hat. In der traditionellen Medizin der meisten Völker gibt es eine intensive Auseinandersetzung nach dem Verlust eines Familienangehörigen. Das sei Teil des philosophischen Unterbaus. &#8220;Im Prinzip wäre das auch hier dringend zu empfehlen. An wen man sich hier wendet, ob es sich um eine Selbsthilfegruppe oder einen Psychologen handelt, ist egal, solange es gelingt das Thema aufzuarbeiten&#8221;, meint Lehner. </p>
<p>Hintergrund:</p>
<p>Polynesische Pflanzenheilkunde:<br />
Österreicher als Erforscher samoanischer Medizin</p>
<p>Der burgenländische Mediziner Christian Lehner beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der traditionellen Medizin Samoas. Lehner, der als Arzt in Mattersburg tätig ist, hat neben seinem Medizinstudium auch Ethnologie und Psychologie studiert. Sein Werk &#8220;Die Heiler von Samoa &#8211; O Le Fofo&#8221;, das im Schweizer Peter Lang Verlag erschienen ist, zählt mittlerweile zu den Standardwerken über die bis dato selten beschriebene Heilkunde der polynesischen Inselgruppe.</p>
<p>&#8220;Das Buch beinhaltet eine umfassende Darstellung der medizinischen Glaubensvorstellungen und der medizinischen Praktiken, welche die Samoaner als die eingeborene Medizin bezeichnen und für ihre einheimische Heilkunde halten&#8221;, so Lehner. Der Autor war während der vergangenen Jahre mehrmals auf den Inseln Upolu und Savai&#8217;i, um die Medizin und die traditionellen Rituale zu studieren. Ein wesentlicher Aspekt für den Wissenschaftler stellt auch die Tatsache dar, die traditionelle Medizin als Kulturgut in Samoa zu erhalten. &#8220;Drohende Verwestlichung macht auch vor dem Inselstaat West-Samoa nicht halt&#8221;, so der Experte. &#8220;In Anbetracht der zunehmenden Abwendung der westlichen Medizin von der hoch technisierten Heilkunst erscheint die jahrtausende alte Medizin der polynesischen Völker, die vor allem in Samoa ihre ursprünglichste Form erhalten hat, als Alternative. Sie stellt eine beachtenswerte Form der medizinischen Heilkunst dar, deren Inhalte für Wissenschaft und Forschung bewahrenswert erscheinen&#8221;, führt Lehner aus.</p>
<p>Nicht nur die Ernährungsexperten, sondern auch die traditionellen Heiler sind davon überzeugt, dass sich der Gesundheitszustand der Polynesier nach der zunehmenden Zahl importierter Nahrungsmittel drastisch verschlechtert hat. &#8220;Mit Ausnahme von Reis sind damit in erster Linie Nahrungsmittel aus Europa und den USA verantwortlich&#8221;, so Lehner. Dazu zählen unter anderem neben Dosennahrungsmitteln auch Zucker und importierte Getränke wie Alkohol, Limonaden und Säuglingsmilchpulver.</p>
<p>Die Samoaner kennen als älteste Behandlungsform ihrer traditionellen Medizin auch vier verschiedene Arten der Massage. Eine davon wird beispielsweise bei Verstauchungen und Knochenbrüchen angewendet. &#8220;Die Samoaner besitzen ein ungeheuer großes Repertoire für die Behandlung von Krankheiten. Die große Zahl von Behandlungen ist jedoch einer beinahe dauernden Änderung unterworfen. Dazu zählt zum Beispiel auch die Verwendung neuer, eingeführter Pflanzen als Arzneimittel&#8221;, erklärt Lehner.</p>
<p>Lehner beschreibt in seinem Buch die verschiedenen Vorstellungen von der Philosophie des &#8220;Krankseins&#8221; und den Ursachen von Krankheit, aber auch die Glaubensvorstellungen der Heiler über den menschlichen Körper und seine Zusammensetzung. Dabei wird dem Leser die Grundlage der diagnostischen Praxis erklärt. Auch die einzelnen Heilmittel, angefangen von Pflanzen und ihren Bestandteilen bis hin zu Elementen wie Salzwasser, Quellwasser, roher Fisch und Muttermilch, werden erklärt. Als Heilmittel werden Blattasche, Rauch und Holzkohle verwendet. Das Werk enthält ein umfassendes Wörterbuch der samoanischen Sprache mit Schwerpunkt auf Körperteilen und Erkrankungen. Die Einführung in die Entstehungsmythologie der Erde und der Menschen stammt von Moelani Jackson, eine der angesehensten Heilerinnen der Inselgruppe.</p>


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		<title>Tränen: &#8220;Weinen zuzulassen ist der beste Trost&#8221;</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2008/12/weinen/</link>
		<comments>http://www.pharmacon.net/2008/12/weinen/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Dec 2008 00:48:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>

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		<description><![CDATA[Weinen kann in schwierigen Situationen sowohl zu einer Besserung des Gemütszustands führen als auch zu dessen Verschlimmerung. Wie sich Weinen auswirkt, hängt auch von äußeren Umständen ab, zeigten Psychologen der niederländischen Universität Tilburg&#8230; Ihre Analyse von 3.000 Weinsituationen außerhalb des Labors, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift &#8220;Current Directions in Psychological Science&#8221; veröffentlicht wurden, zeigt eher positive langfristige Folgen des Weinens. Äußere Umstände wie die Unterstützung einer anwesenden Person oder die Persönlichkeit des Weinenden sind demnach wichtige Kriterien. Weinen hilft dem Gemüt: Danach fühlen sich die meisten Menschen besser Weinen führt laut Studie in den meisten Fällen zu einer Besserung des Gemütszustands. Bei jedem Dritten stellte sich dieser Effekt jedoch nicht ein, jeder Zehnte fühlte sich nachher sogar schlechter als zuvor. Als positiv empfanden die befragten Personen, wenn sie beim Weinen nicht alleine waren, sondern von jemandem Unterstützung erfuhren. Problematisch war das Weinen hingegen bei Menschen, die an Angst- und Verwirrungszuständen leiden, sowie bei &#8220;gefühlsblinden&#8221; Menschen. Darunter werden Menschen verstanden, die eigene Gefühle kaum wahrnehmen und beschreiben können. Die Studienautoren vermuten, dass bei diesen Menschen der Mangel an Selbsterkenntnis die kognitive Umwandlung einer traurigen in eine positive Erfahrung verhindert. Die Wiener Psychotherapeutin Sonja Kinigadner beschreibt im pressetext-Interview zwei grundsätzlich verschiedene Formen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Weinen kann in schwierigen Situationen sowohl zu einer Besserung des Gemütszustands führen als auch zu dessen Verschlimmerung. Wie sich Weinen auswirkt, hängt auch von äußeren Umständen ab, zeigten Psychologen der niederländischen <a href="http://www.tilburguniversity.nl">Universität Tilburg</a>&#8230;<span id="more-213"></span></p>
<p>Ihre Analyse von 3.000 Weinsituationen außerhalb des Labors, deren Ergebnisse in der Fachzeitschrift &#8220;Current Directions in Psychological Science&#8221; veröffentlicht wurden, zeigt eher positive langfristige Folgen des Weinens. Äußere Umstände wie die Unterstützung einer anwesenden Person oder die Persönlichkeit des Weinenden sind demnach wichtige Kriterien.</p>
<p><strong>Weinen hilft dem Gemüt: Danach fühlen sich die meisten Menschen besser</strong></p>
<p>Weinen führt laut Studie in den meisten Fällen zu einer Besserung des Gemütszustands. Bei jedem Dritten stellte sich dieser Effekt jedoch nicht ein, jeder Zehnte fühlte sich nachher sogar schlechter als zuvor. Als positiv empfanden die befragten Personen, wenn sie beim Weinen nicht alleine waren, sondern von jemandem Unterstützung erfuhren. Problematisch war das Weinen hingegen bei Menschen, die an Angst- und Verwirrungszuständen leiden, sowie bei &#8220;gefühlsblinden&#8221; Menschen. Darunter werden Menschen verstanden, die eigene Gefühle kaum wahrnehmen und beschreiben können. Die Studienautoren vermuten, dass bei diesen Menschen der Mangel an Selbsterkenntnis die kognitive Umwandlung einer traurigen in eine positive Erfahrung verhindert. </p>
<p>Die Wiener Psychotherapeutin Sonja Kinigadner beschreibt im pressetext-Interview zwei grundsätzlich verschiedene Formen des Weinens. &#8220;Wohltuendes Weinen schafft Lösung, ermöglicht Abschied sowie Loslassen und ist Teil der Trauer. Ganz anders ist hingegen das ohnmächtige in sich hinein Schluchzen, das Gefühle wie Wut, Verzweiflung und Zorn ersetzen soll. Dieses kraftlose, depressive Weinen gibt kaum Aussicht auf Veränderung.&#8221; Die beste Unterstützung eines Anwesenden sei in diesem Fall, feinfühlig dem Weinen Platz zu geben. &#8220;Wer trösten möchte, soll nicht das Gefühl geben, dass gleich etwas verändert werden muss. Einfach dabei zu sein, zu verstehen und Zustimmung zu zeigen hinterlässt das Gefühl, dass das Weinen ankommt.&#8221; Wird das Weinen zum Dauerzustand und überschreitet es das Ausmaß der Belastung oder Trauer, sei es ratsam, professionelle therapeutische Hilfe zu suchen, so Kinigadner. </p>
<p>Die Erforschung des Weinens bedeutet hohe methodische Herausforderungen. Die niederländischen Psychologen wählten die Beobachtung außerhalb des Labors, um Scham und andere negative Gefühle zu reduzieren, die Beobachtung und Videoaufnahme bei zum Weinen gebrachten freiwilligen Testpersonen bewirken. Solche früheren Laborexperimente konnten jedoch die körperlichen Folgen des Weinens zeigen. Weinen verursacht zunächst unangenehme Erregungen, hohen Puls und Schwitzen, später setzen jedoch beruhigende Mechanismen ein wie die langsame Atmung. Diese positiven Effekte wirken länger als die anfängliche Anspannung, weshalb bei der Mehrheit der Betroffenen das Weinen in guter Erinnerung bleibt.</p>


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