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	<title>Pharmacon Net &#187; Trauma</title>
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		<title>Horst-Eberhard Richter: Psychotherapeut der Nation</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 15:14:43 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Tode von Horst-Eberhard Richter (1923–2011)&#8230;<span id="more-3779"></span></p>
<p><em>Von Hans-Jürgen Wirth</em></p>
<p>Vor mehr als 40 Jahren, im Sommer 1970, ich war noch keine 20 Jahre alt, zog mich Horst-Eberhard Richters <em>Patient Familie</em> in einen wahren Leserausch. Neben Sigmund Freuds <em>Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse</em> und Erich Fromms <em>Die Furcht vor der Freiheit</em> bescherte mir dieses Buch eine Leseerfahrung, wie ich sie seit den Tagen meiner Hermann-Hesse-Lektüre nicht mehr erlebt hatte. Es eröffnete sich mir eine neue Welt, und in mir wurde die Neugier geweckt, die psychoanalytische Erkundung der komplexen Zusammenhänge zwischen Psyche und Gesellschaft (den Begriff »psychosozial« hatte Richter damals noch nicht geprägt) zum Zentrum meines weiteren Lebens zu machen. Was ich bei Richter las, wirkte – religiös gesprochen – fast wie eine Offenbarung. Ich erinnere mich tatsächlich noch immer an jenen Lese-Nachmittag, weil plötzlich meine Familie und meine mit ihr verknüpften Ängste und Konflikte so offen vor mir lagen. Seither hat mich die Frage, was die psychosoziale Welt im Innersten zusammenhält, nicht mehr losgelassen.</p>
<p><strong><img class="alignright size-medium wp-image-24061" title="Horst-Eberhard Richter" src="http://www.hagalil.com/archiv/wp-content/uploads/richter-216x300.jpg" alt="" width="216" height="300" />Biografisches</strong></p>
<p>Am 28. April 1923 in Berlin geboren, wächst Horst-Eberhard Richter als Einzelkind auf. Die Mutter schildert er als eine sehr emotionale Frau, die sich stark an ihn geklammert habe. Den Vater, ein erfolgreicher Ingenieur und Abteilungsleiter einer großen Firma, erlebt Richter als »stillen, in sich gekehrten Grübler«. Nach Hitlerjugend und Arbeitsdienst wird Richter 18-jährig zum Militär eingezogen und dient in einem Artillerieregiment an der Front in Russland. Kurz vor der Verlegung seiner Truppe nach Stalingrad erkrankt er lebensgefährlich an Diphtherie. Mit 22 Jahren gerät er in Kriegsgefangenschaft und erfährt erst bei seiner Rückkehr vom Tod seiner Eltern, die zwei Monate nach Kriegsende auf einem Spaziergang in der Nähe ihres Dorfes von zwei betrunkenen Russen ermordet worden waren.</p>
<p>Nach Studium der Medizin, Philosophie und Psychologie in Berlin promoviert Richter 1949 zum Dr. phil. und 1957 zum Dr. med. 1950 beginnt er seine psychoanalytische Ausbildung am Berliner Psychoanalytischen Institut, die er 1954 abschließt. Bereits fünf Jahre später, 1959, wird Richter Leiter dieses Instituts und übt diese Funktion bis 1962 aus. Gerade 41-jährig wird er 1964 zum Vorsitzenden der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV) gewählt und engagiert sich in dieser Position bis 1968.</p>
<p><strong>Eltern, Kind und Neurose</strong></p>
<p>Im Jahr 1963, ein Jahr nachdem er auf den zweiten deutschen Lehrstuhl für Psychosomatische Medizin, neben dem von Alexander Mitscherlich in Heidelberg, berufen worden ist, publiziert Horst-Eberhard Richter sein Buch <em>Eltern, Kind und Neurose. Zur Psychoanalyse der kindlichen Rolle in der Familie</em>, das kurioserweise als Habilitationsschrift abgelehnt worden war. Richter wird ohne Habilitation Professor und für drei Jahrzehnte Geschäftsführender Direktor des Zentrums für Psychosomatische Medizin an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sein Buch wird in den folgenden Jahren zum einflussreichen Grundlagenwerk für die neue psychoanalytische Behandlungsmethode der Familientherapie, die er im deutschsprachigen Raum als Erster entwickelt. Auf der Grundlage seiner Erfahrungen als leitender Arzt (1952 bis 1962) der »Beratungs- und Forschungsstelle für seelische Störungen im Kindesalter« am Berliner Kinderkrankenhaus im Bezirk Wedding hat er seine psychoanalytische Theorie formuliert, die es erlaubt, das Fehlverhalten von Kindern als symptomatischen Ausdruck unbewusster Konflikte zu verstehen, an denen die Eltern bzw. die ganze Familie leiden. »Die Rolle des Kindes«, schreibt Richter (1963, S. 73), »bestimmt sich also aus der Bedeutung, die ihm im Rahmen des elterlichen Versuches zufällt, ihren eigenen Konflikt zu bewältigen.« Der Konflikt des Kindes wird hervorgerufen durch die »Narzißtischen Projektionen der Eltern auf das Kind« (Richter 1960) – so der Titel seines Aufsatzes im <em>Jahrbuch der Psychoanalyse</em>, zu dessen Herausgeberkreis er bis zu seinem Tod gehört.</p>
<p>Diese Gedanken sind uns heute so vertraut, dass man sich kaum noch vorstellen kann, wie revolutionär – und damit sowohl anziehend als auch irritierend – sie damals sowohl auf die psychoanalytische Fachwelt als auch auf das interessierte Laienpublikum gewirkt haben müssen. Vergleicht man die psychoanalytische Paar- und Familientherapie mit anderen Formen der angewandten Psychoanalyse, wie beispielsweise der Gruppentherapie oder der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, so findet die Paar- und Familientherapie noch immer nicht die Anerkennung durch die psychoanalytischen Fachgesellschaften, die ihr eigentlich zukommen müsste. Man kann die paar- und familientherapeutischen Konzepte durchaus als frühe Vorläufer der heute maßgeblichen psychoanalytischen Schulrichtung ansehen, die unter der Bezeichnung »relationale Psychoanalyse« bekannt ist. Der theoretische Vordenker der relationalen Psychoanalyse, der amerikanische Psychoanalytiker Stephen Mitchell, nimmt zwar in seinen Büchern immer wieder auf die grundlegende Bedeutung der Paardynamik Bezug, allerdings ohne den naheliegenden Schritt zum paartherapeutischen Setting zu gehen.</p>
<p>Als Richter 1970 sein zweites grundlegendes Buch zur psychoanalytischen Familientherapie <em>Patient Familie. Entstehung, Struktur und Therapie von Konflikten in Ehe und Familie</em> veröffentlicht, ist er bereits ein bekannter Autor und die psychoanalytische Familientherapie, als deren Nestor er in Deutschland gelten kann, befindet sich auf dem besten Wege, ein einflussreiches psychotherapeutisches Konzept zu werden. Während Richter mit seinem theoretischen Hauptwerk <em>Eltern, Kind und Neurose</em> wissenschaftliches Neuland betritt, entfaltet er in <em>Patient Familie</em> seine Meisterschaft als sprachgewandter Autor, der mit psychoanalytischer Einfühlung seelisches Leid zu beschreiben und in seine beziehungsdynamischen und gesellschaftlichen Zusammenhänge einzuordnen weiß.</p>
<p><strong>Hoffnung auf einen neuen Weg, sich selbst und andere zu befreien</strong></p>
<p>Persönlich lernte ich Horst-Eberhard Richter 1970 zu Beginn meines Psychologiestudiums im Rahmen einer studentischen Initiativgruppe kennen, die in der Gießener Obdachlosensiedlung »Eulenkopf« sozialpolitisch und sozialpädagogisch tätig ist. Wie viele meiner sich im Aufbruch befindlichen Generation fühle ich mich durch Richters Gedanken angezogen, und seine in den 70er Jahren publizierten Bücher <em>Die Gruppe</em> (1972), <em>Lernziel Solidarität</em> (1974), <em>Flüchten oder Standhalten</em> (1976) und <em>Engagierte Analysen</em> (1978) begleiteten mich in diesen Jahren. <em>Die Gruppe</em> hat den Untertitel <em>Hoffnung auf einen neuen Weg, sich selbst und andere zu befreien. Psychoanalyse in Kooperation mit Gruppeninitiativen</em>. Dieses Buch ist Ausdruck des geistig-kulturellen Klimas der frühen 70er Jahre und bietet zugleich Interpretationen und Reflexionen an, um die mit dem Jahr 1968 angebrochene Zeitenwende und die damit einhergehende psychosoziale Neuorientierung besser verstehen und für die Gestaltung des eigenen Lebens nutzen zu können. Richter ist kein Anhänger der antiautoritären Studentenbewegung der Jahre 68/69, sondern ein Sympathisant der sanfteren Initiativ-, Alternativ- und Ökologiebewegung der 70er Jahre und der Friedensbewegung der 80er Jahre. Er greift die Aufbruchstimmung der 70er Jahre auf, reflektiert aber auch die inneren Brüche, die überzogenen Ansprüche, die wir an uns selbst und an andere stellen, und hilft auf diese Weise dabei mit, dass wir zu realistischeren politischen Konzepten kommen. Dies macht die damalige Bedeutung seines Buches aus.</p>
<p>Richter hat – anders als die meisten Autoren der damaligen Zeit, die sich mit dem Phänomen der Gruppe beschäftigten – sowohl deren politische als auch ihre psychologische und psychotherapeutische Bedeutung erkannt. Er hat deutlich gemacht, dass es sich hierbei tatsächlich um eine soziale Neuerfindung handelt: Der Typus der spontanen, hierarchiefreien und mit den Mitteln der Selbstreflexion sich organisierenden Gruppe stellt in der Tat ein gesellschaftliches Novum dar, das vom emanzipatorischen Teil der Jugend- und Studentenbewegung kreiert worden ist.</p>
<p>Für Richter ist die Psychoanalyse nicht nur eine tiefenpsychologische Behandlungsmethode, sondern, und vielleicht zuallererst, ein Instrument der Aufklärung einer sich sozialanalytisch begreifenden Wissenschaft von Mensch und Gesellschaft. Allein in den Jahren 1972 bis 1981 schreibt er die fünf Bücher, die diese neue Ära eines ganzheitlichen Konzepts von Psychoanalyse einleiten und quasi zur Pflichtlektüre für eine breite Schicht politisch aufgeklärter Bürger werden.</p>
<p><strong>Psychiatrie-Reform</strong></p>
<p>Von den sozialpolitischen Experimenten der 70er Jahre und den neuen Arbeitsansätzen der Initiativ-, Spontan- und Selbsthilfegruppen, von denen Richter inspiriert wird und die er seinerseits anregt, gehen weitreichende Innovationen im Bereich der psychosozialen Beratung und Therapie aus. Die Besinnung auf die psychischen und sozialen Voraussetzungen von Krankheit und Therapie und die Entwicklung eines auf das Psychosoziale bezogenen Gesundheits- und Krankheitsbegriffs sind ohne die kritischen Impulse aus der Initiativgruppen-Bewegung kaum vorstellbar. Es sind Anfang der 70er Jahre fast ausschließlich kritische Studenten, die sich den benachteiligten Gruppen der Gesellschaft, den Heimzöglingen, Obdachlosen, Psychiatriepatienten usw. zuwenden, das Gewissen der Gesellschaft wecken und sowohl die Öffentlichkeit als auch die Fachdisziplinen zwingen, sich mit diesen verdrängten Problembereichen auseinanderzusetzen. Maßgeblich beteiligt ist Richter an der Reform der deutschen Psychiatrie und Sozialpsychiatrie, wofür er 1980 den Theodor-Heuss-Preis erhält. Die in der Psychiatrie-Enquête als Modell der regionalen Selbstorganisation der psychosozialen Versorgungsdienste empfohlene »Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft« wird beispielsweise auf Richters Vorschlag hin dort aufgenommen und ganz nach dem Modell der Initiativgruppe konzipiert. Richters Fähigkeit, jeweils von allen seinen Partnern etwas zu lernen und die in einem Feld gewonnenen Erkenntnisse auf andere Zusammenhänge zu übertragen, stellt eine seiner großen Stärken dar. Nachdem Richter in der Initiativgruppe einiges über die Kreativität von hierarchiearmen Spontangruppen erfahren hat, versucht er sofort, etwas von dem freien Geist, der diese Initiativgruppen prägt, in die institutionelle Struktur seines Psychosomatischen Zentrums und auch der »Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft« in Gießen zu integrieren.</p>
<p><strong>»psychosozial«: Von der Zeitschrift zum Verlag</strong></p>
<p>Durch seine zahllosen Bücher, Artikel, Vorträge und Interviews trägt Richter maßgeblich dazu bei, dass diese zukunftsweisenden Experimente keine Einzelerscheinungen bleiben. Dank seiner Funktion als Vermittler, Botschafter, Interpret und kritischer Begleiter der »Neuen Sozialen Bewegungen« – zu denen die Frauen-, die Ökologie- und die Friedensbewegung gehören – werden sie zu Vorläufern einer Bewusstseinsveränderung, die unsere Gesellschaft erheblich geprägt hat.</p>
<p>Zu seinen publizistischen Aktivitäten gehört auch die Gründung der Zeitschrift <em>psychosozial</em>, in deren Herausgeberkreis Richter mich früh holt. Aus <em>psychosozial</em> geht später der von mir gegründete <a href="http://www.psychosozial-verlag.de/">Psychosozial-Verlag</a> hervor, den Richter nachhaltig unterstützt, indem er uns seine Erfolgsbücher zur Zweitverwertung überlässt. Danach kommen als Erstausgaben <a href="http://www.amazon.de/Die-Krise-Männlichkeit-unerwachsenen-Gesellschaft/dp/3898065707/buchundjudenhaga"><em>Die Krise der Männlichkeit in der unerwachsenen Gesellschaft</em></a> (2006) und <a href="http://www.amazon.de/Die-seelische-Krankheit-Friedlosigkeit-heilbar/dp/3898068366/buchundjudenhaga"><em>Die seelische Krankheit Friedlosigkeit ist heilbar</em></a> (2008) heraus. Richter ist insofern Namensgeber des Psychosozial-Verlages, der sich der von ihm vertretenen Auffassung von Psychoanalyse verpflichtet weiß.</p>
<p><strong>Psychoanalyse und empirische Forschung</strong></p>
<p>Eine Vorreiterrolle hat Richter auch in Bezug auf die Kooperation von Psychoanalyse und empirischer Psychologie: Zusammen mit Dieter Beckmann entwickelt er bereits Anfang der 70er Jahre einen Persönlichkeitstest, bei dessen Konzeption psychoanalytisch relevante Kategorien besonderes Gewicht haben.</p>
<p>Dieses psychologische Testverfahren bekommt den Namen Gießen-Test (Beckmann/Richter 1972). Er wird in zahlreichen Untersuchungen verwendet, z. B. auch in der für die psychosomatische Medizin wegweisenden Studie über die »Herzneurose« (Richter, Beckmann 1969). Der Gießen-Test ist im deutschsprachigen Raum auch heute noch einer der am häufigsten verwandten Fragebögen zur Psychodiagnostik. Zusammen mit Elmar Brähler führt Richter periodisch Befragungen durch, mit denen die Befindlichkeit und die Einstellungen in der Bevölkerung erhoben werden. In weit über 1.000 Publikationen wird der Gießen-Test bislang zitiert. Er ist in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt. Mithilfe dieses Tests wird der Name Gießens buchstäblich in die weite Welt getragen – zumindest in die psychologische Fachwelt.</p>
<p>Die Existenz eines psychoanalytisch fundierten Tests, der auch bei den Methodikern der empirischen Psychologie Anerkennung findet, erlaubt ganzen Generationen von psychoanalytisch orientierten Forscherinnen und Forschern, sich in der empirischen Psychologie wissenschaftlich zu qualifizieren, ohne ihre psychoanalytische Orientierung aufgeben zu müssen. Viele psychoanalytische Kolleginnen und Kollegen verdanken ihre wissenschaftliche Karriere nicht zuletzt dem Gießen-Test und damit Richters frühzeitiger Öffnung der Psychoanalyse für die empirische Forschung. Auch in der Psychotherapie-Forschung wird der Gießen-Test häufig angewandt. Unter Richters Leitung betreiben wir schon in den 70er Jahren Psychotherapie-Verlaufsforschungen und katamnestische Studien, in denen wir die Wirksamkeit von Psychotherapie, beispielsweise die der Paar-Kurztherapie (vgl. Richter/Wirth 1978), untersuchen. Inzwischen sieht sich die Psychoanalyse unter dem Druck der Gesundheitsreform und in der stärker gewordenen Konkurrenz mit anderen psychotherapeutischen Verfahren genötigt, sich der Psychotherapie-Erfolgsforschung zu stellen.</p>
<p><strong>Friedensbewegung und IPPNW</strong></p>
<p>Bereits ab 1980 engagiert sich Richter in der Friedensbewegung und ist 1981 einer der maßgeblichen Gründer der westdeutschen Sektion der Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW). Er beeinflusst die politische und inhaltliche Orientierung der bundesdeutschen IPPNW von Anfang an in Richtung Basisdemokratie und eines kollegialen Miteinanders. Das Engagement in der Friedensbewegung gewinnt immer größeres Gewicht in Richters Leben. Er verfasst die berühmte »Frankfurter Erklärung«, in der jeder Unterzeichner sich mit seiner Unterschrift dazu bekennt, sich jeglicher kriegsmedizinischen Schulung und Fortbildung zu verweigern. In etwas abgewandelter Form, als »New Physicians’ Oath«, wird diese Erklärung, nachdem Richter sie auf dem 2. IPPNW-Weltkongress in Cambridge eingebracht hat, von der Weltföderation übernommen. Im Jahr 1985, als das atomare Wettrüsten seinen Höhepunkt erreicht, erhalten die Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkrieges – und mit ihnen Horst-Eberhard Richter – den Friedensnobelpreis. Der Friedensnobelpreis dürfte die wohl höchste Ehrung sein, die man erhalten kann. Dennoch sind nicht alle begeistert von der Verleihung. Besonders in der damaligen deutschen Regierung unter Helmut Kohl ist die Empörung groß, dass eine Organisation, die man als »Moskau-gesteuert« bezeichnet, so geehrt wird. Richter grenzt sich immer gegen eine Vereinnahmung durch falsche Freunde ab, lässt sich aber umgekehrt durch Verdächtigungen auch nicht von seinem eigenen Weg abbringen.</p>
<p>Sein friedenspolitisches Engagement auf internationaler Ebene bringt Richter 1987 auch in Kontakt mit einer Arbeitsgruppe unter der Schirmherrschaft von Michail Gorbatschow. Zu dieser Vereinigung, die sich »für eine atomwaffenfreie Welt und für das Überleben der Menschheit« einsetzt, gehören unter anderem der russische Atomwissenschaftler und Menschenrechtler Andrej Sacharow, Ex-US-Verteidigungsminister und Weltbank-Chef Robert McNamara und der Gründer von Greenpeace, David McTaggart. Von den Projekten, die diese Gruppe ins Leben ruft, holt Richter eines an seine Klinik: Es geht um eine psychologische Untersuchung, in der 1.400 Studierende der Justus-Liebig-Universität Gießen und 1.000 Moskauer Studierende zu ihren Einstellungen, politischen Meinungen, Wünsche und Ängste befragt werden. Natürlich kommt auch der Gießen-Test zum Einsatz. Das zentrale Ergebnis dieser Untersuchung – die noch vor dem Ende des Kalten Krieges, noch vor der Maueröffnung stattfindet – gibt an, dass junge Russen und Deutsche sich psychologisch viel näher sind und viel weniger Vorurteile über den jeweils anderen haben, als die offizielle Politik vermuten lässt. Die Ergebnisse publiziert Richter 1990 in dem Buch <em>Russen und Deutsche. Alte Feindbilder weichen neuen Hoffnungen</em>. Wieder taucht das Wort Hoffnung in einem seiner Buchtitel auf.</p>
<p>Als die Friedensbewegung nach dem NATO-Krieg gegen Jugoslawien 1999 von den Medien für tot erklärt wird, organisiert Richter als Antwort darauf zusammen mit der IPPNW den Kongress »Kultur des Friedens« (Richter 1999): Die große Teilnehmerzahl demonstriert, dass die Friedensbewegung in Deutschland sich gewandelt hat, aber keineswegs gestorben ist.</p>
<p><strong>»Erinnern hilft vorbeugen«</strong></p>
<p>Die erinnernde Bearbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit stellt das zentrale Motiv für Richters politisches Engagement dar. Schon mit <em>Eltern, Kind und Neurose</em> hatte Richter ein theoretisches Konzept formuliert, mit dem die unbewussten Verstrickungen der Generationen, die transgenerationale Weitergabe von Traumata und von unbewussten Konflikten, psychoanalytisch verstanden werden konnte. Der Begriff der transgenerationale Weitergabe von Traumata sollte erst viele Jahre später von der Holocaustforschung geprägt werden, aber die zugrundeliegende Psycho- und Beziehungsdynamik wird von Richter bereits Anfang der 60er Jahre konzeptuell begriffen. Er selbst und andere Autoren haben diese Koinzidenz rückblickend auch so gesehen. Bemerkenswert ist allerdings, dass auch Richter seinerzeit die übergreifende historisch-politische Bedeutung seines Eltern-Kind-Konzepts nicht klar war. Der Holocaust und die anderen Verbrechen des Nationalsozialismus waren noch so abgespalten vom allgemeinen Bewusstsein, dass sie nicht thematisierbar waren. In »Patient Familie« drängt sich die latente Bedrohung durch das verleugnete Thema Nationalsozialismus noch eindringlicher auf, ohne dass es zu einer bewussten Thematisierung gekommen wäre. Die massenhafte Verbreitung angstneurotischer Familienstrukturen, die Richter für die fünfziger und sechziger Jahre konstatiert, lässt sich nach Überlegungen von Tilman Moser (1995) auf die »Schweigegebote« über die »Schrecken der Vergangenheit« zurückführen. Um sich nicht mit der nationalsozialistischen Vergangenheit konfrontieren zu müssen, klammerten sich viele Familien »mit Hilfe von Vermeidungs- und Verleugnungstaktiken an die Illusion einer friedlichen, guten, geordneten Welt« (Richter 1970) und organisierten ihr familiäres Zusammenleben nach dem Vorbild eines harmonischen und konfliktfreien Sanatoriums. Für das Verhältnis der Eltern zu ihren Kindern hatte dies zur Folge, dass diese ängstlich überbehütet und phobisch gebunden wurden. Die Jugend- und Protestbewegung der sechziger Jahre kann unter anderem auch als ein Aufstand gegen diese überfürsorgliche und als einengend empfundene Bevormundung sowie als erste emotional bedeutsame Thematisierung der verleugneten deutschen Vergangenheit verstanden werden.</p>
<p>Erst im Zusammenhang mit der Nachrüstungsdebatte und dem erneuten Wettrüsten zwischen der NATO und dem Warschauer Pakt Anfang der 80er Jahre kommen Richter die Erinnerungen an die Grausamkeiten des zweiten Weltkrieges, seine eigenen Kriegserlebnisse und die Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus zu vollem Bewusstsein. Richter prägt das Motto »erinnern hilft vorbeugen«, unter das die bundesdeutsche Sektion der »Internationalen Ärzte für die Verhütung eines Atomkrieges« (IPPNW) ihre Kampagne von 1985 stellt, mit der sie die öffentliche Diskussion und Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit zu einem zentralen Anliegen ihres Kampfes für die Beendigung des Wettrüstens macht. Dem liegt der Gedanke zugrunde, die Beschäftigung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus könne unsere Wahrnehmung für die psychischen und sozialen Umstände sensibilisieren, die die »psychische Krankheit Friedlosigkeit« (eine Formulierung, die Richter von Carl Friedrich von Weizsäcker [1967] übernimmt) bedingen. Unsere Friedensfähigkeit heute – so lautet Richters Überlegung – hänge entscheidend von der Bereitschaft ab, zu erinnern und im Gedächtnis zu bewahren, welche Verbrechen von den Deutschen an den Juden und an den Nachbarvölkern begangen wurden, so wie umgekehrt das aktive Eintreten für die Überwindung der Konfrontation zwischen den Militärblöcken und die Beschäftigung mit den psychischen und gesellschaftlichen Bedingungen des paranoiden Freund-Feind-Denkens nahezu zwangsläufig dazu führe, dass man sich mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinanderzusetzen beginne. Insofern knüpft Richter an die berühmte <em>Zeitdiagnose</em> Alexander und Margarete Mitscherlichs von der <em>Unfähigkeit zu trauern</em> (1967) an, wendet diese aber in ein sozialtherapeutisches Konzept, das originär psychoanalytischen Erfahrungen folgt: die erinnernde Bearbeitung der traumatischen Vergangenheit befreit auch auf der kollektiven Ebene von dem Zwang, die alten Traumata zu wiederholen und eröffnet neue Denk- und Handlungsräume.</p>
<p><strong>Die RAF verstehen?</strong></p>
<p>Es gehört zur zentralen Aufgabe des Psychoanalytikers, sich mit den dunklen, den verdrängten, ja auch den bösen und destruktiven Seiten des menschlichen Lebens zu beschäftigen. Da ein tieferes psychologisches Verständnis nur möglich ist, wenn man sich einfühlend und emotional nachvollziehend auf den anderen einlässt, entsteht für den Außenstehenden oft das Missverständnis, Verstehen sei mit Rechtfertigung, gar mit Parteinahme gleichzusetzen. Als Richter die Ex-Terroristin Birgit Hogefeld im Gefängnis betreut, wird ihm genau dieser Vorwurf gemacht, er sei ein »RAF-Versteher« und rechtfertige damit – zumindest indirekt – deren terroristische Taten. Tatsächlich geht es Richter jedoch darum, über das mitfühlende Verständnis der ehemaligen Terroristin die Rückkehr in die Gesellschaft zu ermöglichen.</p>
<p><strong>Psychoanalyse als Sozialphilosophie</strong></p>
<p>Richter hat nicht nur seine theoretischen Interessen, sondern ebenso seine praktischen Forschungsstrategien und schließlich auch seine Versuche der praktisch-therapeutisch-politischen Beeinflussung vom Individuum auf die Zweierbeziehung, von dort auf die Familie, von der Familie auf die Gruppe, von der Gruppe auf den Stadtteil und die regionalen psychosozialen Versorgungssysteme ausgeweitet, um bei sozialen Bewegungen, politischen Entscheidungsträgern (<em>Die hohe Kunst der Korruption</em>), der Interaktion zwischen Völkern (<em>Russen und Deutsche</em>) und schließlich bei philosophischen Betrachtungen (<em>Der Gotteskomplex</em>) anzukommen. <em>Der Gotteskomplex</em> (1979) wird sein psychoanalytisch-sozialphilosophisches Hauptwerk, in dem er, auf <em>Eltern, Kind und Neurose</em> aufbauend, an Sigmund Freuds Begriff des »Prothesengottes« aus dem <em>Unbehagen in der Kultur</em> (1933) anknüpfend, sein Verständnis des Grundproblems des modernen Menschen entwickelt. Richters weit ausholende These setzt beim Übergang aus der religiösen Geborgenheit des Mittelalters in die aufgeklärte Neuzeit an. Nach dem Verlust der mittelalterlichen Gotteskindschaft floh der Mensch in die Identifizierung mit göttlicher Allmacht und Allwissenheit. Der Glaube an Gott wurde durch den Glauben an die Allmacht des Menschen ersetzt. »Die grandiose Selbstgewissheit des Ich ist an die Stelle der Geborgenheit in der großen idealisierten Elternfigur getreten. Das individuelle Ich wird zum Abbild Gottes.« Der Versuch, die Schattenseiten des Lebens – Alter, Krankheit, Gebrechlichkeit, Schwäche, Ohnmacht und schließlich der Tod – durch die übertriebene Betonung der entgegengesetzten Eigenschaften – Jugendlichkeit, Gesundheit, Fitness, Stärke, Macht und Todesverachtung – zu verleugnen, bezeichnet Richter als »Krankheit, nicht leiden zu können«. Wer aber nicht leiden will, der muss hassen und sucht sich dafür Sündenböcke, auf die er die eigenen verleugneten schwachen Seiten projizieren kann, so lautet seine psychoanalytisch fundierte Schlussfolgerung.</p>
<p><strong>Botschafter der Psychoanalyse</strong></p>
<p>Es bedarf eines großen Mutes und einer starken Selbstgewissheit, um mit der sozialen Isolationsdrohung und Ächtung fertig zu werden, die Richter aus der Professoren-Kollegenschaft der Ärzte, teilweise aber auch von seinen Psychoanalytiker-Kollegen nicht selten entgegenschlagen. Indem er sich beharrlich der Auseinandersetzung mit dieser Kollegenschaft stellt, gewinnt er die Kraft, sich von den Zwängen und Denkverboten, die die verschiedenen Rollen mit sich bringen, zu distanzieren. Ich schätze an Richter besonders, dass er ein Neuerer des psychoanalytischen Denkens ist, der den Kontakt zur Psychoanalyse nicht abgebrochen hat, der keine eigene, mehr oder weniger sektiererische Schule gegründet hat, wie es in der Geschichte der Psychoanalyse so häufig passiert ist. Vielmehr hat er seine Gedanken in den Strom der psychoanalytischen Diskussion einfließen lassen. Bezeichnenderweise ist er es, der nach seiner Emeritierung in Gießen von 1992 bis 2002 die Leitung des unmittelbar von der Schließung bedrohten Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt übernimmt und dieses in eine gesicherte Zukunft führt.</p>
<p>Richter wirkt in der Öffentlichkeit als ein Botschafter der Psychoanalyse, der in Deutschland neben Alexander und Margarete Mitscherlich wie kein anderer dazu beigetragen hat, dass psychoanalytische Argumente in der Öffentlichkeit Gehör finden. Mit seinen Publikationen, die sich an eine breite Leserschaft richten, betreibt er eine Art »psychoanalytischer Volksaufklärung«, wie sie in den Anfängen der psychoanalytischen Bewegung zum Selbstverständnis vieler Psychoanalytiker gehörte. Sowohl die Psychoanalyse in Deutschland als auch die Öffentlichkeit haben dem »psychoanalytischen Publizisten« Richter viel zu verdanken: Unzählige Menschen sind durch ihn darauf aufmerksam gemacht worden, dass es so etwas wie Psychoanalyse und psychotherapeutische Hilfe für ihre seelischen Probleme überhaupt gibt. Auf der anderen Seite wäre auch die psychoanalytische Gemeinschaft ohne den »politischen Psychoanalytiker« Richter ärmer: Seine Bücher und Ideen haben unsere Sensibilität für die Bedeutung sozialer und politischer Probleme bei der Bewältigung unserer unbewussten Konflikte geschärft und deutlich gemacht, dass die Psychoanalyse nicht in einem gesellschaftsfreien Raum existiert. Zugleich ermutigt und motiviert sein konstruktives politisches Engagement viele Menschen – außerhalb und innerhalb der Psychoanalyse –, eigene Initiativen zu ergreifen, um sich in gesellschaftliche Konflikte einzumischen.</p>
<p><strong>Horst-Eberhard Richter als Charismatiker</strong></p>
<p>Doch wie gelang es Horst-Eberhard Richter, über einen Zeitraum von fast 50 Jahren, so beständig und einflussreich in der öffentlichen Diskussion präsent zu bleiben, und das mit so belastenden Themen wie Randgruppen, Vorurteilen und Krieg? Dies hängt mit einer Eigenschaft zusammen, die der Soziologe Max Weber als Charisma bezeichnet. Die charismatische Persönlichkeit wird von einer besonderen Aura umgeben, die auf andere motivierend und faszinierend wirkt. Charismatische Persönlichkeiten haben die Vision einer besseren Zukunft, sie verfügen über Selbstvertrauen, Entschlossenheit und Ausdauer, sie besitzen eine außergewöhnliche Bereitschaft zum Risiko und scheuen keine persönlichen Wagnisse, sie leben ihre Vision vor, fungieren als Sprachrohr der Gemeinschaft und sind anregende Kommunikatoren, die ihre Botschaften einfallsreich und emotional ansprechend vermitteln. Richter verkörpert wie kaum ein Zweiter den Glauben und die Hoffnung auf eine bessere, friedlichere und gerechtere Welt, auch wenn er diese Utopie häufig in eine Frage kleidet: <em>Sind wir zum Frieden fähig? </em>(1980) oder:<em> Ist eine andere Welt möglich?</em> (2003). Richter ist deshalb häufig als »Gutmensch« belächelt worden. Das hat ihn zwar geärgert und gekränkt, aber er hat diese Bezeichnung auch als Auszeichnung verstanden und sich in der Rolle des »Mahners«, des »Gutmenschen«, des »Gewissens der Nation«, gar des »Psychotherapeuten der Nation« (Johannes Rau) wohlgefühlt.</p>
<p>Horst-Eberhard Richter war nicht nur der Mahner, der gesellschaftliche Missstände anprangert, sondern auch der Verkünder des Prinzips Hoffnung, der konkrete Modelle entwirft, wie etwas zum Besseren gewendet werden kann. Es ist diese besondere Kombination von mahnender Kritik und hoffnungsvollem Optimismus, die seinen Botschaften bei so vielen Menschen so große Resonanz beschert hat.</p>
<p><a href="http://web.psychosozial-verlag.de/psychosozial/index.php?parent=43&amp;sub=yes&amp;idcat=43&amp;lang=1&amp;&amp;idart=19&amp;idau=102">Weitere Werke von Horst-Eberhard Richter</a></p>
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		<title>Jüdische Patienten: Psychotherapie ist ein Maßanzug</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/12/juedische-psychotherapie/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 08:05:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Eine orthodoxe Jüdin wird mit schwersten Depressionen und Zwangsstörungen in ein Krankenhaus eingewiesen. Der Aufnahme ging ein monatelanges Martyrium in der Familie, im Berufsleben und im Freundeskreis voraus. Die Ärzte diagnostizieren einen klassischen &#8220;Nervenzusammenbruch&#8221; und behandeln ebenso &#8220;klassisch&#8221;: viel Ruhe, Psychopharmaka, autogenes Training, schließlich die Entlassung und die Überweisung in eine ambulante psychotherapeutische Betreuung&#8230; Musik erwünscht? &#8230; aus Radio haGalil&#8230; Im Gespräch mit dem jüdischen Psychotherapeuten Nicolai Stern Von Lutz Lorenz Für den nichtjüdischen Therapeuten ist die Ursache der Erkrankung dann sehr vorschnell gefunden: die streng orthodoxe Lebensweise der Patientin, die nicht mit den alltäglichen Anforderungen einer modernen Gesellschaft einhergehen würde, seien schuld an ihrer Krankheit. &#8220;Orthodoxie als Zwangsstörung&#8221;, diagnostizierte der Mediziner &#8211; und findet sich dabei durchaus in Übereinstimmung mit Sigmund Freud, dem Vater der Psychotherapie, der jede Religiosität als Zwangsstörung ansah und auch als solche behandelt wissen wollte. Der hier geschilderte Fall steht nicht allein. Schulbuchmediziner sind mit den Anforderungen ihrer religiösen Patienten oft überfordert, das weiß auch Nicolai Stern. Der junge Mann betreibt in der Berliner Innenstadt eine psychotherapeutische Praxis und spricht mit mir über die Besonderheiten der Betreuung jüdischer Patienten. Als ehrenamtlicher psychotherapeutischer Berater in der Sozialabteilung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin wird Stern häufig mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine orthodoxe Jüdin wird mit schwersten Depressionen und Zwangsstörungen in ein Krankenhaus eingewiesen. Der Aufnahme ging ein monatelanges Martyrium in der Familie, im Berufsleben und im Freundeskreis voraus. Die Ärzte diagnostizieren einen klassischen &#8220;Nervenzusammenbruch&#8221; und behandeln ebenso &#8220;klassisch&#8221;: viel Ruhe, Psychopharmaka, autogenes Training, schließlich die Entlassung und die Überweisung in eine ambulante psychotherapeutische Betreuung&#8230;<span id="more-3678"></span></p>
<p>Musik erwünscht? &#8230; <a href="http://www.hagalil.com/sound/mp/nov-2011.mp3" target="_blank">aus Radio haGalil</a>&#8230;</p>
<h2 dir="LTR">Im Gespräch mit dem jüdischen Psychotherapeuten Nicolai Stern</h2>
<p><em>Von Lutz Lorenz</em></p>
<p dir="LTR">Für den nichtjüdischen Therapeuten ist die Ursache der Erkrankung dann sehr vorschnell gefunden: die streng orthodoxe Lebensweise der Patientin, die nicht mit den alltäglichen Anforderungen einer modernen Gesellschaft einhergehen würde, seien schuld an ihrer Krankheit. &#8220;Orthodoxie als Zwangsstörung&#8221;, diagnostizierte der Mediziner &#8211; und findet sich dabei durchaus in Übereinstimmung mit Sigmund Freud, dem Vater der Psychotherapie, der jede Religiosität als Zwangsstörung ansah und auch als solche behandelt wissen wollte.</p>
<p dir="LTR">Der hier geschilderte Fall steht nicht allein. Schulbuchmediziner sind mit den Anforderungen ihrer religiösen Patienten oft überfordert, das weiß auch Nicolai Stern. Der junge Mann betreibt in der Berliner Innenstadt eine psychotherapeutische Praxis und spricht mit mir über die Besonderheiten der Betreuung jüdischer Patienten. Als ehrenamtlicher psychotherapeutischer Berater in der Sozialabteilung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin wird Stern häufig mit solchen Problemfällen betraut.</p>
<p>Nach der Ausbildung trat Stern eine Stelle als Psychologe im &#8220;Auguste Viktoria Krankenhaus&#8221; an und wurde zu Beginn seiner Tätigkeit mehr von muslimischen Patienten konsultiert. &#8220;Da habe ich so eine Art &#8220;positiven Antisemitismus&#8221; erlebt&#8221;, erinnert sich Stern. Auch für Muslime war ein Mediziner, der sich ganz offen zu seiner Religion bekennt, lieber als ein Atheist: Stern trägt seinen Davidstern, für jeden sichtbar, als Kette um den Hals. Später wurde er verstärkt bei der Behandlung zugewanderter russisch-jüdischer Patienten hinzugezogen. Stern hatte zu psychologischen Aspekten der russischjüdischen Zuwanderung seine Diplomarbeit geschrieben, die sich mit der späteren Stressverarbeitung auf Grund des Zusammenfalls von Pubertät und Emigration befasst. Somit war Stern der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Platz. Seine Kollegen bemerkten schnell, wie sehr sich die Patienten bei Stern aufgehoben und zunehmend wohler fühlten, so wurde bald die Mitbehandlung der jüdischen Patienten durch Nicolai Stern fast selbstverständlich. Auch nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus wollten diese Patienten weiter von ihm betreut werden, in der Synagoge sprach sich seine Tätigkeit schnell herum.</p>
<p>Nicolai Stern widmete sich nun zunehmend diesem Aufgabenbereich, las sich verstärkt in die denkbaren Problematiken jüdischer Patienten ein, beschäftigt sich seitdem intensiv und auch in seiner Praxis schwerpunktmäßig mit transgenerationalen Problemen. Zu deren Lösung hat er sich explizit ausbilden lassen und kann nun vielfältige Rückschlüsse ziehen, Verständnis entwickeln und seinen Patienten Lösungswege aus ihren persönlichen Krisensituationen anbieten.</p>
<h3 dir="LTR">Spezielle Symptome</h3>
<p dir="LTR">Ich möchte von Nicolai Stern wissen, welche besonderen Krankheitsbilder ihm in seiner Praxis vorgetragen werden. Er spricht von Depressionen, Angststörungen, etwa um den Arbeitsplatz, Mobbing. Häufig sei auch eine Mehrfachstörung zu beobachten, so Stern, etwa Depressionen plus Angst oder auch Autoaggressivität plus einer Suchtproblematik. Das alles ist für mich als Laien noch keine Besonderheit &#8211; und ich frage nach: Stern erklärt mir, dass insbesondere bei jungen Leuten emotionale frühe Störungen im Kindesalter, so genannte &#8220;Strukturstörungen&#8221;, aus der Zeitgleichheit von Heranwachsen und Emigration entstehen würden. In einer Phase, in der sich erste wirkliche soziale Kontakte entwickeln, wird der junge Mensch aus eben diesem sozialen Umfeld herausgerissen: er wechselt nicht nur die Stadt, was alleine schon die Trennung von Freunden und Familie bedeute, er wechselt zugleich die Sprache, die Kultur, nicht selten sogar das Gesellschaftssystem.</p>
<p>In der Aufnahmegesellschaft Deutschland angelangt, kommt dann eine weitere Spezifik hinzu: Nicht selten leben sich Heranwachsende zwar wesentlich besser in der neuen Heimat ein, sprechen schneller die Sprache und kommen mit den Anforderungen der Gesellschaft gut zurecht &#8211; doch müssten sie nun oft die Rolle ihrer Eltern übernehmen, denen genau das nicht gelinge. So werden die Jugendlichen &#8220;parentifiziert&#8221; und müssen in einer Art &#8220;Rollentausch&#8221; oft die Alltagsaufgaben übernehmen, die normalerweise den Eltern zufallen: Vom Behördengang bis zum Ausfüllen von Formularen oder dem Aufbau von Kontakten zu den Nachbarn. Die Eltern, nicht selten Akademiker, haben dabei ihrerseits mit einem Verlust an Identität zu kämpfen, spätestens dann, wenn sie keine Arbeit finden, die ihren Fähigkeiten und Abschlüssen entspricht. Massiver Ansehensverlust sei die Folge. So ein &#8220;Rollentausch&#8221; führe schließlich oft zu schwer schädigenden Irritationen bei den Heranwachsenden wie den Älteren. Die Jungen merken durchaus, wie massiv die ältere Generation sich innerlich und schweigend gegen die &#8220;Führungsrolle&#8221; ihrer Kinder auflehnt, auch wenn sie das hinnehmen müssen. Kommt dann noch manifester oder auch &#8220;nur&#8221; gefühlter Antisemitismus hinzu, seien oft Bindungsstörungen zwischen den Generationen und das Zerstören der traditionellen Familienstrukturen die Folge.</p>
<p>Auch in der Generation der Senioren sind spezielle psychische Störungen zu diagnostizieren, so Stern, die er als &#8220;posttraumatische Belastungsstörungen&#8221; bezeichnet. &#8220;Diese Menschen haben zum ersten Mal Zeit, über sich nachzudenken, ob nun über die Geschehnisse während der Schoah, die Zeit der Unterdrückung des Judentums in den sozialistischen Ländern der Nachkriegszeit oder die Erinnerungen an die immerwährenden Kriege und Bürgerkriege in Israel &#8211; je nachdem, woher sie nach Deutschland gekommen sind. Für sie wäre es wichtig ihre Geschichte erzählen zu können &#8211; doch die diesbezüglichen Blockaden sind nicht erst hier und heute ein Problem: Die Angst davor, sich zu erinnern, sich und anderen erklären zu müssen, warum Dies oder Jenes so oder so gemacht wurde, die Scham, überlebt zu haben &#8211; ob nun den Holocaust, ein Lager, wo auch immer, einen Krieg vielleicht &#8211; das alles beim Erinnern und Erzählen noch einmal vor seinem &#8220;geistigen Auge&#8221; ablaufen lassen zu müssen, sei für viele aus der so genannten Ersten und Zweiten Generation noch immer nicht möglich, trotz der Liebe, der Geborgenheit aber eben auch wegen der ungestillten und unnachgiebigen Neugier der Jungen.</p>
<h3 dir="LTR">&#8220;Wenn ich tot bin&#8230;&#8221;</h3>
<p>Ich erinnere mich an eine eigene Begegnung mit einer Jüdin, die einer bedeutenden deutsch-jüdischen Industriellenfamilie angehörte und als Kind mit ihren Elten: noch rechtzeitig vor dem Naziterror in die USA emigrieren konnte. Fast 90-jährig besuchte sie mit ihren Enkeln Berlin und ich hatte die einmalige Chance, die Familie drei Tage durch die Stadt begleiten zu dürfen. Zum Abschied erklärte mir die mir die stolze alte Dame, die in diesen Tagen ihren Enkeln und mir ununterbrochen von &#8220;damals&#8221; erzählt und viele Orte und Erinnerungen wiedergefunden hatte, sie müsse mir leider rigoros verbieten, ihre Geschichte zu veröffentlichen, so lange sie selbst noch lebe. Sie würde es nicht ertragen, dass vielleicht jemand von &#8220;damals&#8221; sie lesen, sich darin wieder finden oder die Nachkommen dies könnten. &#8220;Ich sage nicht &#8220;auf Wiedersehen&#8221;, denn das wird es zwischen uns nicht mehr geben, junger Mann. Aber meine Enkel werden Sie anrufen, wenn ich tot bin &#8211; und dann machen Sie mit der Geschichte was Sie !&#8221; Bis heute liegen die Aufzeichnungen in meinem Schreibtisch.</p>
<p dir="LTR">Insbesondere das Gefühl, nirgendwo dazuzugehören, belaste stark:<br />
weder ins alte Russland, noch nach Israel, wohin der Weg vieler zuerst geführt habe, noch hier in Deutschland.</p>
<p>Insbesondere die postsowjetischen Zuwanderer, die, trotz Verfolgung ihrer Religion, in einem hohen Maße gesellschaftlich und beruflich anerkannt waren und über einen relativen Wohlstand, mit Datscha und großem Auto verfügten, sehen sich nun in Deutschland oft an der Grenze der Grundsicherung lebend und haben Angst, zu verarmen.</p>
<p dir="LTR">Doch auch millionenschwere Zuwanderer aus den USA und Südamerika mit &#8220;Verarmungswahn&#8221; zählen zu Sterns Patienten: Er berichtet mir von einer mehrfachen Millionärin, die nach jeder Konsultation das Toilettenpapier aus der Patiententoilette und die Pfandflasche vom Tisch &#8220;mitgehen&#8221; lassen wollte.</p>
<h3 dir="LTR">Allgemeines und Spezielles</h3>
<p dir="LTR">Stern sieht sich tagtäglich den klassischen Krankheitsbildern seines Berufes gegenüber, die von speziellen jüdischen Problemen noch wesentlich verstärkt werden. Insbesondere das Gefühl, nirgendwo dazuzugehören, belaste stark: weder ins alte Russland, noch nach Israel, wohin der Weg vieler zuerst geführt habe, noch hier in Deutschland.</p>
<p>Dieses Gefühl lasse sich jedoch nicht nur bei Einwanderern beobachten. Auch &#8220;Alteingesessene&#8221; würden oft von einem Gefühl der Fremdheit berichten, einem &#8220;Trauma der De-klassierung&#8221;, beides in der Familiengeschichte und der Geschichte der Juden in Deutschland ganz allgemein begründet. Oft bringe dann ein winziger Tropfen, der von deutschen Patienten oft noch ganz gut &#8220;weggesteckt&#8221; werden könne, das &#8220;Faß zum Überlaufen&#8221; und führe zu schweren psychischen Schäden.</p>
<p dir="LTR">Eine besondere Belastung sieht Stern auch in der kulturspezifisch jüdischen Erinnerungskultur. Kaum eine christliche Familie werde sich an der Inquisition des Mittelalters orientieren, doch berichtet er mir von einer Patientin, in deren Familie immer wieder von der Verbrennung einer namentlich sogar bekannten Vorfahrin als Hexe vor mehreren hundert Jahren erzählt wurde. Im Kopf seiner Patientin führe sich diese Hexenverbrennung mit den Pogromen vieler späterer Jahrhunderte bis zum Holocaust weiter, &#8220;und jetzt bin ich die einzige Überlebende&#8221;, resümiert die Dame ihre Familiengeschichte, die mit ihrem Tod, ausgerechnet in Deutschland, nun bald enden werde.</p>
<p dir="LTR">Stern sieht bei vielen seiner Patienten ein &#8220;Konglomerat aus Angst&#8221;, das mit einem übergroßen Assimilationswunsch einhergehe, zugleich wiederum mit der Angst verbunden, dass eine Assimilation den deutschen Juden in der Nazizeit auch nicht geholfen habe. Solche Gedankengänge würden nicht selten zu &#8220;jüdischem Selbsthass&#8221; fuhren und damit dem Wunsch, mit &#8220;den Juden&#8221; nichts zu tun haben zu wollen. Wenn man das dann aber &#8220;müsse&#8221;, eben weil die Gemeinden Sozialleistungen und andere Betreuungen anbieten, die die deutsche Aufnahmegesellschaft nicht erbringen kann und auch nicht erbringen will, schließe sich ein Teufelskreis, aus dem viele nicht mehr selbst herausfänden, mehr noch, auch andere Familienmitglieder mit hineinzögen.</p>
<p>Die Verzweiflung ist oft groß &#8211; und es scheint nur zu einfach, das eigene Versagen mit einer solchen Verzweiflung zu begründen und auf andere abzuwälzen: &#8220;die Deutschen&#8221;, die deutsche Gesellschaft, die deutsche Geschichte. Auch solche Patienten sitzen bei Stern. &#8220;Das hat mit &#8220;den Deutschen&#8221; nichts zu tun&#8221;, erklärt er ihnen immer wieder. In Selbstmitleid zu zerfließen, Sozialbetrug zu begehen und mit der &#8220;Schuld&#8221; der Deutschen zu begründen, ist nicht die Lösung. &#8220;Als jüdischer Therapeut kann ich meinen jüdischen Patienten das auch so deutlich sagen&#8221;, weiß Stern und berichtet mir von nichtjüdischen Kollegen, die dann schon mal als Nazi bezeichnet werden.</p>
<h3 dir="LTR">Erste Schritte</h3>
<p>Nur zwei Prozent aller psychisch Kranken oder Menschen, die an sich selbst merken, &#8220;dass etwas nicht stimmt&#8221;, gingen überhaupt zum Psychotherapeuten. &#8220;Der erste Schritt ist der schwerste&#8221;, weiß Stern und wirbt um Vertrauen in seine speziellen Fähigkeiten als Diplompsychologe, verbunden mit seiner tiefen eigenen Verwurzelung in das Judentum. &#8220;Psychotherapie ist ein Maßanzug! Niemand wird von mir null-acht-fünfzehn behandelt&#8221;, versichert er mir.</p>
<p dir="LTR">Derzeit kämpft Stern für eine &#8220;Sonderbedarfszulasssung&#8221; für seine Praxis, denn der &#8220;Zulassungsausschuss für Ärzte und Psychotherapeuten der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin&#8221; ist leider noch nicht so weit, die Spezifik jüdischer Patienten anzuerkennen. Der Ausschuss hält diese Patienten nicht &#8220;für eine besondere Patientengruppe&#8221;, wohl aber der &#8220;Landesverband der Jüdischen Ärzte und Psychologen&#8221; und die Jüdische Gemeinde zu Berlin, die beide Nicolai Stern bei seiner Antragstellung nach Kräften unterstützen. &#8220;Nach unseren Erfahrungen kam es immer wieder zu Fehllokationen bei wenig in diesen Thematiken erfahrenen Psychotherapeuten, wodurch es zu Nichtbehandlungen, Therapieabbrüchen und wirkungslosen Therapien kam. Für diese Patienten [...] ist es wichtig, dass es einen garantiert diskriminierungsfreien Raum im therapeutischen Setting gibt, einen vertrauensvollen und haltgebenden Raum für die psychische Bearbeitung und Nachreifung&#8221;, argumentiert der Verband für die Sonderbedarfszulassung Sterns.</p>
<p dir="LTR">So ist eine Behandlung mit einer normalen Überweisung vom Hausarzt oder auf Krankenschein bei Nicolai Stern noch nicht möglich. Dennoch kann und darf er Patienten betreuen und behandeln. Dazu sind jedoch eine &#8220;Notwendigkeitsbescheinigung&#8221; des behandelnden Arztes erforderlich und ein &#8220;Antrag auf außervertragliche Psychotherapie&#8221; bei der Krankenkasse zu stellen. &#8220;Die Krankenkassen würdigen diese besondere Betreuung schon&#8221;, erklärt Stern dazu. Bisher sei keiner dieser Anträge abgelehnt worden und damit eine Behandlung durch ihn gesichert. &#8220;Die Kassen folgen meiner Argumentation, dass meine Patienten nicht länger nur als &#8220;deutsche&#8221; Patienten behandelt werden müssen, sondern als &#8220;deutsch-jüdische&#8221;.&#8221; Auch das habe etwas mit ihrer Anerkennung durch die Aufnahmegesellschaft zu tun und tue ihnen gut für ihre Identitätsfindung. Beides seien wichtige Grundlagen dafür, zu jenen zwei Prozent gehören zu wollen und zu können, die ihr Schicksal in die Hand nehmen. &#8220;Ich freue mich über jeden, der den Wunsch hat, an seinen Problemen zu arbeiten &#8211; ich freue mich aber noch mehr über jeden, der irgendwann nicht mehr zu mir kommen muss!&#8221;</p>
<blockquote>
<p dir="LTR">Liebe Leserinnen und Leser,<br />
für Fragen und Probleme können Sie sich an Dipl. Psych. Nicolai Stern auch über Ihre &#8220;Jüdische Zeitung&#8221; wenden: Schreiben Sie uns dazu in einem verschlossenen Umschlag (nicht als Postkarte). Nicolai Stern wird ihre Frage dann anonym in einer eigenen Rubrik beantworten, die wir bei Bedarf ab Januar 2012 in loser Folge veröffentlichen werden.</p>
<p>Jüdische Zeitung &#8220;Fragen an Nicolai Stern&#8221; Großbeerenstr. 186-192 12277 Berlin</p>
<p dir="LTR">Diplom-Psychologe Nicolai Stern<br />
Praxis am Theodor-Heuss-Platz • Berlin-Charlottenburg<br />
Telefon für Terminabsprachen und Informationen: (030) 22 39 31 74</p>
</blockquote>
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		<title>Kein Witz: Israels heilende Clowns</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 13:02:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Israel setzt heilende Clowns ein, um das natürliche Potential der Hormone zu nutzen, die beim Lachen freigesetzt werden. In Israel sind medizinische Clowns kein Witz: Sie werden als Co-Therapeuten bei der Patientenpflege betrachtet&#8230; Co-Therapeuten bei der Patientenpflege Besuch im Kinderkrankenhaus Alyn, Jerusalem Die Magi-Stiftung finanziert 80 heilende Clowns Medizinische Clowns im israelischen Kinderkrankenhaus Alyn. In Alyn werden jüdische und arabische Kinder aus Israel und Gaza behandelt. Klicken Sie hier um die Fotostrecke anzuschauen. Jerusalem, 17. Nov. &#8211; Heilende Clowns werden in einem dreimonatigen Kurs in Israel ausgebildet, und das Land bietet sogar einen Bachelor in diesem Feld an – den einzigen dieser Art weltweit. Israel, das in dieser Therapieform als weltweit führend gilt, wurde aufgrund seiner Leistungen in diesem Bereich dazu ausgewählt, eine internationale Konferenz zum körperlichen Nutzen des Einsatzes heilender Clowns zu halten. Rund 250 Teilnehmer aus 25 Ländern besuchten das Symposium. Die Konferenz beleuchtete neue Errungenschaften bei dem Einsatz medizinischer Clowns. Die Clowns halfen Patienten zum Beispiel dabei, ihr Angstniveau zu reduzieren oder schmerzhafte Prozeduren zu überstehen. Israelische Ärzte zeigten, dass heilende Clowns unter anderem kleine Kinder im Vorfeld von Nierenuntersuchungen, die nach Infektionen nötig waren, so gut beruhigen konnten, dass den Kindern weniger starke Betäubungsmittel verabreicht werden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Israel setzt heilende Clowns ein, um das natürliche Potential der Hormone zu nutzen, die beim Lachen freigesetzt werden. In Israel sind medizinische Clowns kein Witz: Sie werden als Co-Therapeuten bei der Patientenpflege betrachtet&#8230;<span id="more-3652"></span></p>
<ul>
<li>Co-Therapeuten bei der Patientenpflege</li>
<li>Besuch im Kinderkrankenhaus Alyn, Jerusalem</li>
<li>Die Magi-Stiftung finanziert 80 heilende Clowns</li>
</ul>
<p><strong>Medizinische Clowns im israelischen Kinderkrankenhaus Alyn. In Alyn werden jüdische und arabische Kinder aus Israel und Gaza behandelt. Klicken Sie hier um die <a href="https://picasaweb.google.com/109723070407787061573/NoJokeIsraelSMedicalClowns?authuser=0&amp;feat=directlink">Fotostrecke</a> anzuschauen.</strong></p>
<p>Jerusalem, 17. Nov. &#8211; Heilende Clowns werden in einem dreimonatigen Kurs in Israel ausgebildet, und das Land bietet sogar einen Bachelor in diesem Feld an – den einzigen dieser Art weltweit.</p>
<p>Israel, das in dieser Therapieform als weltweit führend gilt, wurde aufgrund seiner Leistungen in diesem Bereich dazu ausgewählt, eine <a href="http://www.szmc.org.il/NewsHighlights/NewsHighlights2011/October/MedicalClownConference/tabid/2074/Default.aspx">internationale Konferenz</a> zum körperlichen Nutzen des Einsatzes heilender Clowns zu halten. Rund 250 Teilnehmer aus 25 Ländern besuchten das Symposium.</p>
<p>Die Konferenz beleuchtete neue Errungenschaften bei dem Einsatz medizinischer Clowns. Die Clowns halfen Patienten zum Beispiel dabei, ihr Angstniveau zu reduzieren oder schmerzhafte Prozeduren zu überstehen. Israelische Ärzte zeigten, dass heilende Clowns unter anderem kleine Kinder im Vorfeld von Nierenuntersuchungen, die nach Infektionen nötig waren, so gut beruhigen konnten, dass den Kindern weniger starke Betäubungsmittel verabreicht werden mussten als üblich.</p>
<p>Israelische Krankenhäuser wurden für die volle Integration der heilenden Clowns in das medizinische Personal hervorgehoben. Dieser Prozess begann 2002, als drei Clowns in das Personal des Jerusalems Hadassah-Krankenhaus in Ein Kerem aufgenommen wurden. Die nach Angabe von Experten überragenden Resultate dieses Schritts bewogen israelische Krankenhäuser anschließend dazu, heilende Clowns in ihr Personal zu integrieren.</p>
<p><strong>Heilende Clowns sind voll in den Krankenhaus-Alltag integriert -</strong><br />
<strong> Beispiel: Kinderkrankenhaus Alyn in Jerusalem</strong></p>
<p>In Alyn, einem Krankenhaus für die Rehabilitation von Kindern in Jerusalem, sind die heilenden Clowns Teil der psychologischen Abteilung, weil sie „mit dem Geist der Kinder arbeiten“, sagt Ruth Palmor, die Leiterin der psychosozialen Abteilung des Krankenhauses.</p>
<p>Spaß im Krankenhaus: Medizinische Clowns sind in Israel in das Pflegepersonal integriert, um das Krankenbild des Patienten besser zu verstehen.</p>
<p>Die heilenden Clowns nehmen daher an Personaltreffen teil, um ein gut abgerundetes Bild ihrer Patienten zu erhalten. Sie helfen den Patienten dann, Rehabilitationsprogramme und Aktivitäten mit Physiotherapeuten und anderen Experten zu entwickeln. Medizinische Clowns benutzen oft einfache Mittel und unterhaltsame Methoden, um Kinder wie Erwachsene zu Therapien zu bewegen, die für ihre Erholung nötig sind. Dazu verbessern sie die Qualität – und die Quantität – der Behandlungen. Zum Beispiel helfen medizinische Clowns Physiotherapeuten dabei, mit Kindern gleichzeitig an Sprache und körperlicher Stärke zu arbeiten.</p>
<p><strong>Soziale und kulturelle Differenzen überbrücken</strong></p>
<p>Palmor erzählte von einem kleinen Jungen, der sich nach einer ernsthaften Verbrennung schmerzhaften Hauttransplantationen unterziehen musste. Der medizinische Clown des Krankenhauses, Noam Rubinstein, fand eine einfache Lösung: Eine Seifenblasenmaschine half dem Jungen bei der Physiotherapie. Der Jungen wurde dazu ermutigt, seine Muskeln um kleine Kugeln herum zu biegen und anzuspannen – eine sehr schmerzhafte Aufgabe -, indem man ihn anwies, so viele Blasen wie möglich platzen zu lassen.</p>
<p><strong>Heilende Clowns motivieren Kinder, selbst aktiv zu werden. Das beschleunigt den Heilungsprozess.</strong></p>
<p>“Für alle 15 Blasen, die du zerplatzt, mache ich dir einen Tierballon”, sagte Rubinstein. Der Junge war begeistert; er zerplatzte Blasen mehr als 45 Minuten lang und verdiente sich so die versprochene Belohnung!</p>
<p>Medizinische Clowns helfen außerdem dabei, soziale und kulturelle Differenzen zu überbrücken. In Alyn zum Beispiel werden Kinder aus Israel, Gaza, Sibirien und anderen Gegenden behandelt. Auch die familiären und finanziellen Hintergründe der Kinder sind verschieden. Um die Kinder zu erreichen und ihnen während ihres Krankenhauses ein Gefühl von Zuhause zu vermitteln, nutzen die Clowns universelle Techniken, die die sozialen Unterschiede überbrücken.</p>
<p>“Wir bestärken Kinder darin, sich selbst als Ganzes zu sehen, trotz ihrer Behinderungen“, sagte Sigalit Ofer (links), einer der heilenden Clowns in Alyn. Sie erklärte, dass sie Lachen benutzt – eine natürliche und starke Heilungsmethode -, um Kindern dabei zu helfen, sich zu öffnen und ihre natürliche Motivation, zu heilen, zu stärken. Ofer hilft regelmäßig Kindern dabei, nach einem körperlichen Trauma ihre physische und kognitive Kontrolle wiederzuerlangen. Sie arbeitet mit Sprachpathologen und Physiotherapeuten an Erinnerungsspielen, Dehnungstechniken und Aktivitäten zur Verbesserung der Feinmotorik.</p>
<p>Walid, ein siebenjähriger Patient in Alyn, schrie vor Freude, als die Clowns eine „spontane Intervention“ durchführten, einen komischen Clownsauftritt. Solche Auftritte schaffen eine heiterte Atmosphäre und lassen Kinder oft in Lachen ausbrechen, so wie den kleinen Walid.</p>
<p>Ein spanischer heildender Clown, Begona Pino (unten), sagte dem Israel Project: „Wir haben viel über Israels Expertise mit medizinischen Clowns gelernt. Was wir hier [auf der Konferenz] gesehen haben, ist ein Rollenmodell für unser Programm in Spanien. Wir haben noch nicht dieses Ausmaß an Integration erreicht, das israelische Krankenhäuser haben.”</p>
<p>Die Magi-Stiftung – die Stiftung, die das Traum-Doktor-Programm unterhält, das heilende Clowns in Krankenhäusern benutzt – hat mehr als 80 heilende Clowns, die in den verschiedensten Bereichen arbeiten: Sie leisten Hilfe bei Operationen, arbeiten in Zentren für Kinder, die Opfer sexuellen Missbrauchs geworden sind, und in psychiatrischen Abteilungen.</p>
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		<title>Licht und Schatten der Sexualität: Triebe – Freiheit – Schicksal?</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/11/sex-6/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 22:15:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
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		<category><![CDATA[Spiegelung]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist erfreulich, so Prof. Uwe Hartmann und Prof. Hartmut Bosinski, dass die erste gemeinsame wissenschaftliche Jahrestagung der Akademie für Sexualmedizin (ASM) und der Deutschen Gesellschaft für Sexualmedizin und Sexualtherapie (DGSMT) in Frankfurt / M. stattfindet. Hier, am Puls der Zeit, wolle man unter dem Motto &#8220;Triebe – Freiheit – Schicksal? Licht und Schatten der Sexualität&#8221; über verschiedene Aspekte der Sexualmedizin, Sexualtherapie und Sexualwissenschaft nachdenken. Tagung in Ffm: Sexualmedizin und Sexualtherapie &#8220;Wir alle müssen uns wissenschaftlich wie klinisch ständig neuen Herausforderungen und Wandlungen innerhalb sowie außerhalb der Sexualmedizin stellen, um durch innovative Grundlagen- und Anwendungsforschung und Weiterentwicklung unserer Behandlungsmethoden für optimale Diagnostik, Therapien, Prävention und Rehabilitation zu sorgen&#8221;, so die Organisatoren der Jahrestagung von ASM und DGSMT. Das Motto dieser Tagung geht der Frage nach, welche Freiheitsgrade wir in unserer Sexualität haben, wie wir diese nutzen und wodurch sie eingeschränkt oder verzerrt werden. Gibt es ein „Triebschicksal“, wodurch wird es determiniert, wie und wo schlägt es sich nieder und welche Veränderungsmöglichkeiten gibt es. Neben diesem Schwerpunkt wird es in Sitzungen zur weiblichen und männlichen Sexualität sowie zu den Wirkfaktoren von Psychotherapie und Sexualtherapie um wichtige klinische Fragen gehen. Bei der die Öffentlichkeit zu Recht stark bewegenden Problematik sexueller Übergriffe ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist erfreulich, so Prof. Uwe Hartmann und Prof. Hartmut Bosinski, dass die erste gemeinsame wissenschaftliche Jahrestagung der Akademie für Sexualmedizin (ASM) und der Deutschen Gesellschaft für Sexualmedizin und Sexualtherapie (DGSMT) in Frankfurt / M. stattfindet. Hier, am Puls der Zeit, wolle man unter dem Motto &#8220;Triebe – Freiheit – Schicksal? Licht und Schatten der Sexualität&#8221; über verschiedene Aspekte der Sexualmedizin, Sexualtherapie und Sexualwissenschaft nachdenken.</p>
<p><strong>Tagung in Ffm: Sexualmedizin und Sexualtherapie</strong></p>
<p>&#8220;Wir alle müssen uns wissenschaftlich wie klinisch ständig neuen Herausforderungen und Wandlungen innerhalb sowie außerhalb der Sexualmedizin stellen, um durch innovative Grundlagen- und Anwendungsforschung und Weiterentwicklung unserer Behandlungsmethoden für optimale Diagnostik, Therapien, Prävention und Rehabilitation zu sorgen&#8221;, so die Organisatoren der Jahrestagung von ASM und DGSMT.</p>
<p>Das Motto dieser Tagung geht der Frage nach, welche Freiheitsgrade wir in unserer Sexualität haben, wie wir diese nutzen und wodurch sie eingeschränkt oder verzerrt werden. Gibt es ein „Triebschicksal“, wodurch wird es determiniert, wie und wo schlägt es sich nieder und welche Veränderungsmöglichkeiten gibt es. Neben diesem Schwerpunkt wird es in Sitzungen zur weiblichen und männlichen Sexualität sowie zu den Wirkfaktoren von Psychotherapie und Sexualtherapie um wichtige klinische Fragen gehen.</p>
<p>Bei der die Öffentlichkeit zu Recht stark bewegenden Problematik sexueller Übergriffe ist die Kompetenz der Sexualmedizin ganz besonders gefragt. Dieses Thema wird deshalb im Rahmen der Tagung Gegenstand zweier Plenarveranstaltungen sein. Darüber hinaus werden aktuelle Ergebnisse aus der Forschung präsentiert und in verschiedenen praxisbezogenen Workshops diskutiert: Geschlechtsidentitätsstörungen, Sexualität und Krebs, Testosteron und Prostata, Testosteron und männliche Psyche oder auch Testosteronmangel &#8211; eine unterdiagnostizierte Volkskrankheit?, Was können wir von der Traumatherapie lernen? &#8230;</p>
<p>Ein besonderes Highlight markiert der Festvortrag Pablo Picasso und Ernst- Ludwig Kirchner – Hypersexualität und Pädophilie?, der sich mit sexuellen Aspekten und Bezügen in Leben und Werk dieser großen Künstler beschäftigen wird.</p>
<p>Kongresswebsite www.sexualmedizin-kongress.de</p>
<p>Weitere Themen:<br />
<strong>Workshop zur „themenzentrierten Balintarbeit“ (H. Berberich)</strong><br />
Sexualität umfasst vielfältige emotionale und körperliche Zustände, Motivationen und Verhaltensweisen.  Ein Patient oder ein Patientenpaar begibt sich in erster Linie nicht in sexualmedizinische Behandlung, weil eine bestimmte Sexualstörung vorliegt, sondern weil  die Diskrepanz zwischen der gewünschten  und der real gelebten Sexualität so groß ist, dass hieraus ein Leidensdruck erwächst.<br />
Deshalb kommt bei der Diagnostik und Behandlung von Sexualstörungen dem intuitiven Verstehen in der Arzt-Patienten-Beziehung eine große Bedeutung zu. Sie beeinflusst  maßgeblich die Qualität der diagnostischen und therapeutischen Arbeit.<br />
Bei dieser Fähigkeit handelt es sich keineswegs um ein metaphysisches Phänomen, sie hat vielmehr ein neurobiologisches Korrelat im System der Spiegelneurone unseres Gehirns.<br />
Auf der anderen Seite findet sich die Sexualstörung und die damit verbundene Beziehungsproblematik des Patienten oder des Patientenpaares als Widerspiegelungsphänomen in der konkreten und für den Arzt mitunter problematischen Interaktion zwischen ihm und seinem Patienten wider.   Nicht zuletzt deshalb sind Beziehungskonflikte zwischen Arzt und Patient bzw. Patientenpaar nicht völlig vermeidbar.  Sie sollten jedoch zur Reflektion veranlassen.<br />
Eine der effektivsten Formen, solche Konflikte zu bearbeiten, ist die Balintgruppenarbeit. Ziel der Balintgruppenarbeit ist die Entwicklung einer ganzen Reihe von Fertigkeiten und Kompetenzen:</p>
<ul>
<li>Offenheit für Gesprächsinhalte und die damit verbundenen Emotionen</li>
<li>Fähigkeit, zuzuhören.</li>
<li>Lernen, die durch die Schilderung des Patienten bewegten Gefühle wahrzunehmen.</li>
<li>Abbau eigener Hemmungen und Ängste beim Umgang mit psychischen und sozialen Problemen des Patienten.</li>
<li>Wahrzunehmen, wie der Arzt vom Patienten benutzt wird.</li>
<li>Emotionale Entlastung und Förderung von sozialen Ressourcen des Arztes.</li>
</ul>
<p><strong>Workshop zu sexueller Traumatisierung (P. Nijs)</strong><br />
Tiefe psychologische Wunden heilen nicht von allein, auch nicht wenn ausreichende Liebe da ist. Gerade weil sexualisierte Gewalt tief verwundet hat, ist eine Therapie notwendig, die sowohl die (traumatische) Vergangenheit als die psychosozialen und partnerschaftlichen Aspekte flexibel miteinbezieht, d.h. psychodynamische, Lern- und Verhaltenstherapie, Gestalt- und leiborientierte Therapie. Der Therapeut/ die Therapeutin soll sich mit grosser Flexibilität in dem therapeutischen Paradox bewegen: maximal annähern mit Aufrechterhaltung der Distanz. Das zentrale Thema des Verarbeitungsprozesses ist die Wiedergewinnung der Lust- und Liebesfähigkeit und damit auch das Zurückerobern des eigenen Körpers als eigene Gestalt.</p>
<p>Dabei bleibt medikamentöse Unterstützung oft notwendig (z.B. präpsychotische Ängste; depressive Lustlosigkeit). Manche Betroffene neigen zur Sexualisierung der Kontakte und neigen auch zur Sexualisierung (mit acting out) der therapeutischen Beziehung, auch weil sie testen, ob sie hier wohl respektiert werden (at risk für Reviktimisierung). In diesem Workshop wird demonstriert, wie der Therapeut /die Therapeutin die Chancen und Risken angemessen und kreativ zur heilsamen Entwicklung gestalten kann.</p>
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		<title>Handbuch der Psychotraumatologie</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/10/psychotraumatologie/</link>
		<comments>http://www.pharmacon.net/2011/10/psychotraumatologie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 17:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Freud]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Psychiatrie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Psychotraumatologie gehört zur Zeit zu den dynamischsten Gebieten im Bereich der klinischen Psychologie. Im neuen Studiengang Psychotherapiewissenschaft soll das Fach als Teil der universitären Ausbildung von Anfang an fester Bestandteil sein&#8230; Dass Klett-Kotta gerade jetzt ein Referenzwerk vorlegt, das viele der aktuellen Entwicklungen und Neubestimmungen behandelt, ist mehr als erfreulich, da notwendig. Dabei könnte man nicht nur von einer Neuinterpretation sondern auch von einer Wiederentdeckung des Themas sprechen, war doch eigentlich jegliche Psychotherapie von Anfang an Traumatherapie. Ging doch schon Sigmund Freud in seinem ersten Werk, den gemeinsam mit Joseph Breuer durchgeführten &#8220;Studien über Hysterie&#8221;, von psychischen Traumata aus, die, meist aus der Kindheit stammend,  zu neurotischen Störungen führen. Die Ausweitung des Traumabegriffs, insbesondere in den Bereich der &#8220;frühen Störungen&#8221; ist somit fast eine Rückbesinnung auf Früheres. Um so wichtiger erscheint damit ein aktuelles Referenzwerk für Fragen der Psychotraumatologie. Das Handbuch für Psychotraumatologie behandelt systematisch aktuelle Fragen, liefert aber auch das Grundwissen für alle Praktiker, Wissenschaftler, Studierende und Organisationen, die mit traumatisierten Menschen arbeiten. Die Autorinnen und Autoren, allesamt führende Traumaexperten und -therapeuten, bieten eine systematische Zusammenfassung der in Forschung und Klinik gesammelten aktuellen Erkenntnisse und geben einen einzigartigen Überblick über alle Facetten der Traumatologie &#8211; inklusive einem ausführlichem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Psychotraumatologie gehört zur Zeit zu den dynamischsten Gebieten im Bereich der klinischen Psychologie. Im neuen Studiengang Psychotherapiewissenschaft soll das Fach als Teil der universitären Ausbildung von Anfang an fester Bestandteil sein&#8230;<span id="more-3596"></span></p>
<p>Dass Klett-Kotta gerade jetzt ein Referenzwerk vorlegt, das viele der aktuellen Entwicklungen und Neubestimmungen behandelt, ist mehr als erfreulich, da notwendig.<br />
Dabei könnte man nicht nur von einer Neuinterpretation sondern auch von einer Wiederentdeckung des Themas sprechen, war doch eigentlich jegliche Psychotherapie von Anfang an Traumatherapie. Ging doch schon Sigmund Freud in seinem ersten Werk, den gemeinsam mit Joseph Breuer durchgeführten &#8220;Studien über Hysterie&#8221;, von psychischen Traumata aus, die, meist aus der Kindheit stammend,  zu neurotischen Störungen führen. Die Ausweitung des Traumabegriffs, insbesondere in den Bereich der &#8220;frühen Störungen&#8221; ist somit fast eine Rückbesinnung auf Früheres.</p>
<p>Um so wichtiger erscheint damit ein aktuelles Referenzwerk für Fragen der Psychotraumatologie. Das Handbuch für Psychotraumatologie behandelt systematisch aktuelle Fragen, liefert aber auch das Grundwissen für alle Praktiker, Wissenschaftler, Studierende und Organisationen, die mit traumatisierten Menschen arbeiten.</p>
<p>Die Autorinnen und Autoren, allesamt führende Traumaexperten und -therapeuten, bieten eine systematische Zusammenfassung der in Forschung und Klinik gesammelten aktuellen Erkenntnisse und geben einen einzigartigen Überblick über alle Facetten der Traumatologie &#8211; inklusive einem ausführlichem <a href="http://handbuch-psychotraumatologie.de/wp-content/uploads/2011/08/Seidler_HB_Psycho_Register.pdf">Register</a>.<br />
Und dass die Herausgeber mit Ulrich Venzlaff nicht nur ein Wegbereiter der Psychotraumatologie, sondern auch einen mutigen und anständigen Menschen ehren, macht sie doppelt sympathisch. Doch wer war <a href="http://www.hagalil.com/archiv/2011/10/12/psychotraumatologie/"><strong>Ulrich Venzlaff, der sich für eine Entschädigung von im KZ Traumatisierten gegen die Elite der deutschen Psychiatrie durchsetzte?</strong></a></p>
<p>[<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3608946659">BESTELLEN?</a>]</p>
<p>Die 65 Kapitel befassen sich mit den Themen:<br />
- Definition und Beschreibung der Psychotraumatologie<br />
- Historische Entwicklung<br />
- Krankheitsbilder<br />
- Alle Therapiemöglichkeiten<br />
- Traumatisierungen in bestimmten gesellschaftlichen und kulturellen Kontexten<br />
- Trauma und Justiz<br />
- Traumafolgestörungen in forensischen Kliniken sowie bei helfenden Berufen</p>
<p>Insbesondere wird diskutiert:<br />
- Wie entstehen Psychotraumata?<br />
- Welchen Verlauf können sie nehmen?<br />
- Welche Möglichkeiten der Behandlung, Versorgung und Betreuung gibt es?<br />
- Was sind die gesellschaftlichen Zusammenhänge und Voraussetzungen?</p>
<p>Zielgruppe:<br />
- PsychotraumatologInnen<br />
- PsychotherapeutInnen (insb. mit Trauma-Weiterbildung)<br />
- PsychoanalytikerInnen / Psychiater / PsychologInnen<br />
- Führungskräfte und Mitarbeiter in »Blaulichtberufen« und Beratungsstellen<br />
- SozialarbeiterInnen / SeelsorgerInnen<br />
- ErzieherInnen, insbesondere in Einrichtungen für Schwer- und Schwersterziehbare, Studierende</p>
<p>Sehr zu empfehlen ist auch ein Blick auf die <a href="http://handbuch-psychotraumatologie.de/">Website zum Handbuch der Psychotraumatologie</a>&#8230;</p>
<p>[<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3608946659">BESTELLEN?</a>]</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Israelisches Trauma-Programm soll japanischen Tsunami-Opfern helfen</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/09/trauma-programm/</link>
		<comments>http://www.pharmacon.net/2011/09/trauma-programm/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 19:51:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>TLV-01</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein einzigartiges israelisches Programm für Trauma-Patienten soll bald japanischen Kindern dabei helfen, sich von dem Trauma des Tsunami zu erholen, der ihr Land Anfang des Jahres überrollt hat&#8230; Das Programm „Hibuki“ (Umarmung) wurde 2006 entwickelt, um traumatisierten Kindern nach dem Libanon-Krieg 2006 zu helfen. Das Herzstück des Programms ist ein Plüschhund selben Namens, der die Kinder umarmt und sie dazu ermutigt, über ihre Sorgen zu sprechen. Kinder mit &#8220;Hibuki&#8221; dem Hund (Foto: Gan Oren) Ein Experten-Team hat nun Japan besucht, um das Programm vorzustellen und Lehrer, Pfleger und andere Berufsgruppen in der Technik auszubilden. Die japanische Regierung muss das Programm noch offiziell einführen, bisher macht sich vor allem die Japanische Assoziation für Puppen-Therapie für die Einführung in vom Tsunami betroffenen Gebieten stark. „Ohne Zweifel hat die israelische Präsenz und ihre Erfahrung hier große Fortschritte gebracht, besonders durch den Hinweis, dass man diese Methode in Kindergärten in Japan einführen könnte“, so Dr. Michiko Hara, Gründer der Japanischen Assoziation für Puppen-Therapie. In Israel wurden bis heute 50.000 Kinder mit dieser Methode behandelt. Eine kürzlich vorgestellte Studie der Universität Tel Aviv zu dem Programm hat gezeigt, dass die behandelten Kinder sehr gute Heilungserfolge haben. Jerusalem Post, 08.09.11, Newsletter der Botschaft des Staates Israel]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein einzigartiges israelisches Programm für Trauma-Patienten soll bald japanischen Kindern dabei helfen, sich von dem Trauma des Tsunami zu erholen, der ihr Land Anfang des Jahres überrollt hat&#8230;<span id="more-3553"></span></p>
<p>Das Programm „Hibuki“ (Umarmung) wurde 2006 entwickelt, um traumatisierten Kindern nach dem Libanon-Krieg 2006 zu helfen. Das Herzstück des Programms ist ein Plüschhund selben Namens, der die Kinder umarmt und sie dazu ermutigt, über ihre Sorgen zu sprechen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-3554" title="Hibuki" src="http://www.pharmacon.net/wp-content/uploads/2011/09/hibuki.jpg" alt="" width="475" height="359" /><br />
<em>Kinder mit &#8220;Hibuki&#8221; dem Hund (Foto: Gan Oren)</em></p>
<p>Ein Experten-Team hat nun Japan besucht, um das Programm vorzustellen und Lehrer, Pfleger und andere Berufsgruppen in der Technik auszubilden. Die japanische Regierung muss das Programm noch offiziell einführen, bisher macht sich vor allem die Japanische Assoziation für Puppen-Therapie für die Einführung in vom Tsunami betroffenen Gebieten stark.</p>
<p>„Ohne Zweifel hat die israelische Präsenz und ihre Erfahrung hier große Fortschritte gebracht, besonders durch den Hinweis, dass man diese Methode in Kindergärten in Japan einführen könnte“, so Dr. Michiko Hara, Gründer der Japanischen Assoziation für Puppen-Therapie.</p>
<p>In Israel wurden bis heute 50.000 Kinder mit dieser Methode behandelt. Eine kürzlich vorgestellte Studie der Universität Tel Aviv zu dem Programm hat gezeigt, dass die behandelten Kinder sehr gute Heilungserfolge haben.</p>
<p><span style="font-size: xx-small;">Jerusalem Post, 08.09.11, Newsletter der Botschaft des Staates Israel</span></p>
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		<item>
		<title>Mehr Hilfe bei Krisen in Schwangerschaft nötig: Bedeutung der Psychologen und Hebammen nimmt zu</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/08/prenatal/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 06:51:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sexualmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>
		<category><![CDATA[Untersuchung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Situation der Geburtshilfe ist heute grundlegend anders als noch vor Jahrzehnten, legt der Experte dar. &#8220;Die Pränataldiagnostik erlaubt einen neuen Blick auf die Kindesentwicklung, bewirkt jedoch gleichzeitig eine ständige Verunsicherung der werdenden Mutter, die von Termin zu Termin auf Entwarnung hofft.&#8221;&#8230; Bregenz (pte) Krisen und Zwischenfälle in der Schwangerschaft und Geburt überfordern werdende Eltern häufig. Diesem Thema widmen sich demnächst die Bodensee-Dialoge http://www.bodenseedialoge.li . &#8220;Das Tabu der psychologischen Begleitung der Schwangerschaft muss fallen. Fehlgeburten wurden etwa über lange Zeit bagatellisiert, wodurch betroffene Frauen und Paare keinen Trauerprozess durchlaufen konnten und oft noch Jahre später ein Trauma entwickelten&#8221;, so Tagungsleiter Christoph Jochum im pressetext-Interview. Hoffnung auf Entwarnung Die Zunahme an Untersuchungen geht unter anderem auf das steigende Bedürfnis der Ärzte nach rechtlicher Absicherung zurück. Zudem hat ein Kind heute eine andere Bedeutung als früher. &#8220;Da viele nur mehr ein Kind statt drei bis vier Kinder bekommen, ist der Druck und die Erwartungshaltung in das &#8216;Projekt Kind&#8217; ungleich größer. Alles muss passen und wird geplant, weshalb man immer öfter von Wunschkind, Wunschtermin und vom geplanten Kaiserschnitt spricht&#8221;, so Jochum. Kinder sind nicht planbar Die Realität sieht anders aus, denn das Kinderkriegen ist trotz der hohen Technisierung der Schwangerschaft nicht planbar. Ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Situation der Geburtshilfe ist heute grundlegend anders als noch vor Jahrzehnten, legt der Experte dar. &#8220;Die Pränataldiagnostik erlaubt einen neuen Blick auf die Kindesentwicklung, bewirkt jedoch gleichzeitig eine ständige Verunsicherung der werdenden Mutter, die von Termin zu Termin auf Entwarnung hofft.&#8221;&#8230;<span id="more-3547"></span></p>
<p>Bregenz (<a href="http://www.pressetext.de">pte</a>) Krisen und Zwischenfälle in der Schwangerschaft und Geburt überfordern werdende Eltern häufig. Diesem Thema widmen sich demnächst die Bodensee-Dialoge <a href="http://www.bodenseedialoge.li/">http://www.bodenseedialoge.li</a> . &#8220;Das Tabu der psychologischen Begleitung der Schwangerschaft muss fallen. Fehlgeburten wurden etwa über lange Zeit bagatellisiert, wodurch betroffene Frauen und Paare keinen Trauerprozess durchlaufen konnten und oft noch Jahre später ein Trauma entwickelten&#8221;, so Tagungsleiter Christoph Jochum im pressetext-Interview.</p>
<p><strong>Hoffnung auf Entwarnung</strong></p>
<p>Die Zunahme an Untersuchungen geht unter anderem auf das steigende Bedürfnis der Ärzte nach rechtlicher Absicherung zurück. Zudem hat ein Kind heute eine andere Bedeutung als früher. &#8220;Da viele nur mehr ein Kind statt drei bis vier Kinder bekommen, ist der Druck und die Erwartungshaltung in das &#8216;Projekt Kind&#8217; ungleich größer. Alles muss passen und wird geplant, weshalb man immer öfter von Wunschkind, Wunschtermin und vom geplanten Kaiserschnitt spricht&#8221;, so Jochum.</p>
<p><strong>Kinder sind nicht planbar</strong></p>
<p>Die Realität sieht anders aus, denn das Kinderkriegen ist trotz der hohen Technisierung der Schwangerschaft nicht planbar. Ein guter Teil der Paare ist trotz vielen Versuchen nicht in der Lage, ein Kind zu bekommen, und nach wie vor enden 15 Prozent der Schwangerschaften mit einer Fehlgeburt. Schwierig verlaufende frühere Geburten oder auch die negative Darstellung in den Medien bereiten vielen Frauen Angst vor weiteren Schwangerschaften oder Geburten (pressetext berichtete: <a href="http://pressetext.com/news/20110629002">http://pressetext.com/news/20110629002</a> ).</p>
<p>Speziell wenn Frauen oder Paare erfahren, dass ihr Kind schwerkrank oder behindert sein wird, belastet dies psychisch enorm. &#8220;Betroffene brauchen Hilfe von Außen zur Stabilisierung. Erst so können sie eine reflektierte Entscheidung treffen, zu der sie später auch stehen können&#8221;, betont Jochum. Ärzte sind mit dieser Aufgabe meist überfordert, zumal in vielen Fällen ein Zeitproblem besteht.</p>
<p><strong>Hebammen immer wichtiger</strong></p>
<p>Experten machen sich daher für mehr Zusammenarbeit zwischen den Disziplinen stark, um neben den medizinischen auch psychologische, soziale, ethische und spirituelle Aspekte zu berücksichtigen. So können etwa Hebammen der Frau dabei helfen, den natürlichen Zugang zur Geburt wieder zu finden. Immer öfter übernehmen sie bereits heute während der Schwangerschaft die Begleiterrolle, etwa in Geburtsvorbereitungskursen oder bei der Mutter-Kind-Pass-Untersuchung.</p>
<p>Die Sensibilität für psychologische Nöte während der Schwangerschaft wächst jedoch auch bei den Gynäkologen, beobachtet Jochum. &#8220;90 Prozent der nachkommenden Fachärzte sind Frauen, was für einen Kulturwandel spricht. Frauen sind auf ganz andere Weise sensibel für weibliche Problemstellungen als Männer.&#8221;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Das Trauma transformieren: Der Körper als Heiler</title>
		<link>http://www.pharmacon.net/2011/08/trauma-heilung-3/</link>
		<comments>http://www.pharmacon.net/2011/08/trauma-heilung-3/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 11 Aug 2011 09:22:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychosomatik]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Haut]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Trauma]]></category>

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		<description><![CDATA[In seinem Grundlagenbuch &#8220;Trauma-Heilung&#8221; beschreibt Peter Levine die Fähigkeit des Menschen zur Transformation traumatischer Erfahrungen. Insbesondere befasst sich sein Buch mit den Schocktrauma. Hierzu stellt er sogar Übungen vor, mit deren Hilfe es vielen Betroffenen gelingen kann sich selbst zu heilen. Die geschilderten Prinzipien können aber auch auf Entwicklungstraumata angewandt werden, wobei hier in der Regel professionelle Unterstützung in Anspruch genommen werden sollte&#8230; Der Körper ist der Strand vom Meer des Seins. Sufi-Weisheit In der Einleitung zu seinem Buch &#8220;Trauma-Heilung – Das Erwachen des Tigers&#8220;, beschreibt Peter Levine die einzelnen Kapitel TEIL I: DER KÖRPER ALS HEILER 1. Schatten aus einer vergessenen Vergangenheit 2. Das Mysterium des Traumas 3. Wunden, die heilen können 4. Ein merkwürdiges neues Land 5. Heilung und Gemeinschaft 6. In der Spiegelung des Traumas 7. Das Erleben des Tiers 8. Wie Biologie zur Pathologie wird: Erstarren 9. Wie Pathologie zu Biologie wird: Die Auflösung des Im ersten Teil dieses Buches wird das Phänomen Trauma vorgestellt und erklärt, wie die Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung entstehen, wie sie sich weiterentwickeln und warum sie so schwer zu beseitigen sind. Dies ermöglicht es, das auf den ersten Blick undurchdringlich wirkende Netz von Mythen über das Trauma zu zerstören und durch eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seinem Grundlagenbuch &#8220;Trauma-Heilung&#8221; beschreibt Peter Levine die Fähigkeit des Menschen zur Transformation traumatischer Erfahrungen. Insbesondere befasst sich sein Buch mit den Schocktrauma. Hierzu stellt er sogar Übungen vor, mit deren Hilfe es vielen Betroffenen gelingen kann sich selbst zu heilen. Die geschilderten Prinzipien können aber auch auf Entwicklungstraumata angewandt werden, wobei hier in der Regel professionelle Unterstützung in Anspruch genommen werden sollte&#8230;<span id="more-3495"></span></p>
<p style="text-align: right;"><em>Der Körper ist der Strand vom Meer des Seins.</em><br />
<em>Sufi-Weisheit</em></p>
<p><em>In der Einleitung zu seinem Buch &#8220;<strong><a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3922026915">Trauma-Heilung – Das Erwachen des Tigers</a></strong>&#8220;, </em><em>beschreibt Peter Levine die einzelnen Kapitel</em></p>
<p><strong>TEIL I: DER KÖRPER ALS HEILER</strong></p>
<ul>
<li>1. Schatten aus einer vergessenen Vergangenheit</li>
<li>2. Das Mysterium des Traumas</li>
<li>3. Wunden, die heilen können</li>
<li>4. Ein merkwürdiges neues Land</li>
<li>5. Heilung und Gemeinschaft</li>
<li>6. In der Spiegelung des Traumas</li>
<li>7. Das Erleben des Tiers</li>
<li>8. Wie Biologie zur Pathologie wird: Erstarren</li>
<li>9. Wie Pathologie zu Biologie wird: Die Auflösung des</li>
</ul>
<p><a href="http://www.somaticexperiencing.at"><img class="alignright" title="somaticexperiencing.at" src="http://www.somaticexperiencing.at/wp-content/levine.jpg" alt="Peter Levine" width="212" height="238" /></a>Im ersten Teil dieses Buches wird das Phänomen Trauma vorgestellt und erklärt, wie die Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung entstehen, wie sie sich weiterentwickeln und warum sie so schwer zu beseitigen sind. Dies ermöglicht es, das auf den ersten Blick undurchdringlich wirkende Netz von Mythen über das Trauma zu zerstören und durch eine einfache, zusammenhängende Beschreibung der grundlegenden physiologischen Prozesse zu ersetzen, durch die Traumata entstehen.<br />
Obgleich unser Intellekt unsere natürlichen Instinkte oft außer Kraft setzt, verursacht er nicht die traumatische Reaktion. Wir sind darin unseren vierbeinigen Freunden ähnlicher, als wir es vielleicht gern wahrhaben möchten.</p>
<p>Wenn ich von unserem &#8220;Organismus&#8221; spreche, beziehe ich mich auf die Definition des <em>Webster&#8217;s Dictionary, </em>der schreibt, der Organismus sei &#8220;eine komplexe Struktur voneinander abhängiger und einander untergeordneter Elemente, deren Beziehungen und Eigenschaften weitgehend durch ihre Funktion im Rahmen des Ganzen bestimmt wird&#8221;. Der Begriff &#8220;Organismus&#8221; ist eine Bezeichnung für unsere Ganzheit, die sich nicht aus der Summe ihrer Einzelteile herleiten läßt, z.B. den Knochen, chemischen Grundstoffen, Muskeln, Organen. Die Ganzheit ergibt sich vielmehr aus der dynamischen, komplexen Wechselbeziehung der einzelnen Elemente. Körper und Geist, primitive Instinkte, Emotionen, Intellekt und Spiritualität, alle diese Faktoren müssen bei der Untersuchung des Organismus einbezogen werden.</p>
<p>Das Werkzeug, mit dessen Hilfe wir uns als Organismus erfahren können, ist das &#8220;ganzheitliche innere Empfinden&#8221; <em>(felt sense). </em>Mit seiner Hilfe können wir die Gesamtheit aller Empfindungen und allen Wissens über uns selbst erleben. Wenn Sie dieses Buch lesen und einige der darin beschriebenen Übungen ausführen, werden Sie neu eingeführte Begriffe wie den des ganzheitlichen inneren Empfindens besser verstehen.</p>
<p>Das Trauma und der Prozeß, durch den man es heilen kann, wird als ein Naturphänomen beschrieben. Dabei wird auf das uns allen angeborene Wissen über das Heilen Bezug genommen. Wir werden einigen der primitivsten biologischen Reaktionen begegnen.<br />
Nach dem ersten Teil des Buches werden Sie besser verstehen, wie Ihr Organismus funktioniert und wie Sie ihn auf eine Weise nutzen können, die Ihrer Vitalität, Ihrem Wohlbefinden und Ihrer Lebensfreude zugute kommt, ganz gleich, ob Sie unter Traumasymptomen leiden oder nicht.</p>
<p>In diesem ersten Teil beschreibe ich zudem Übungen, die Ihnen helfen werden, das ganzheitliche innere Empfinden kennenzulernen. Diese Übungen sind überaus wichtig. Im Grunde kann nur mit ihrer Hilfe vermittelt werden, wie dieser faszinierende Aspekt des menschlichen Seins beschaffen ist. Der Eintritt in das Reich des ganzheitlichen inneren Empfindens ist für viele Menschen so, als würden sie ein fremdartiges neues Land betreten &#8211; ein Land, das sie oft besucht haben, ohne daß sie sich die Szenerie dort jemals genauer angeschaut hätten.<br />
Beim Lesen und Erleben dieses ersten Teils werden Sie feststellen, daß Ihnen einiges, was Ihnen darin über die Funktionsweise Ihres Körpers gesagt wird, seit langem bekannt ist.</p>
<p><strong>TEIL II: TRAUMASYMPTOME</strong></p>
<ul>
<li>10. Der Kern der traumatischen Reaktion</li>
<li>11. Traumasymptome</li>
<li>12. Die Realität eines traumatisierten Menschen</li>
<li>13. Das Szenario der Traumawiederholung (re-enactment)</li>
</ul>
<p>Hier werden die zentralen Elemente einer traumatischen Reaktion, ihre Symptome und die Realität, in der ein traumatisierter Mensch lebt, ausführlicher beschrieben.</p>
<p><strong>TEIL III: TRAUMATRANSFORMATION</strong></p>
<ul>
<li>14. Transformation</li>
<li>15. Die elfte Stunde: Die Transformation gesellschaftlicher Traumata</li>
</ul>
<p>Hier geht es um den Prozess, durch den wir die persönlichen wie die gesellschaftlichen Traumata transformieren können.</p>
<p><strong>TEIL IV: ERSTE HILFE BEI TRAUMATA</strong></p>
<ul>
<li>16. Emotionale Erste Hilfe nach einem Unfall</li>
<li>17. Erste Hilfe für Kinder</li>
</ul>
<p>In diesem praktischen Teil wird detailliert erläutert, wie nach einem Unfall die Entstehung eines Traumas verhindert werden kann. Außerdem enthält dieser Teil eine kurze Abhandlung über Kindheitstraumata, ein Thema mit dem sich auch ein eigener Band befasst.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2011/08/trauma-heilung-3/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Die in diesem Buch vermittelten Informationen helfen uns, den Prozeß der Traumaheilung zu verstehen und das Gefühl zu entwickeln, daß wir uns auf unseren Organismus verlassen können. Außerdem bin ich der Meinung, daß diese Information nicht nur auf der persönlichen, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene von Bedeutung ist.</p>
<p>Ereignisse, die durch ihre gewaltigen Dimensionen ganze Völker oder sogar die gesamte Welt beeinflussen, fordern von Familien, gewachsenen Lebensgemeinschaften und ganzen Bevölkerungen ihren Tribut.<br />
Traumata können sich selbst perpetuieren.<br />
Aus ihnen entstehen immer neue Traumata, ein Prozeß, der nie endet und der sich über die Generationen hinweg in Familien, Gemeinschaften und Ländern fortsetzt, bis wir etwas unternehmen, um diese unerwünschte Entwicklung zum Stillstand zu bringen.</p>
<p>Transformationsmethoden für Gruppen befinden sich noch in den Anfängen. In Teil III dieses Buches habe ich einen Ansatz für die Traumaheilung in Gruppen beschrieben, den ich zusammen mit einigen Kollegen in Norwegen entwickle.</p>
<p>Weil ich einzelnen, die therapeutisch arbeiten wollen, oft die Hilfe ausgebildeter Fachleute empfehle, hoffe ich, daß das vorliegende Buch auch für die Fachwelt von Nutzen ist. Nur wenige Psychologen verfügen über ausreichendes Grundlagenwissen auf dem Gebiet der Physiologie, um jene Störungen erkennen und in ihrem Wesen verstehen zu können, die durch Behinderungen des natürlichen Verlaufs physiologischer Prozesse entstehen.</p>
<p>Im Ideallall könnte der Inhalt dieses Buchs einen neuen Weg der Traumabehandlung weisen. Nach meinen Erfahrungen in der therapeutischen Praxis verschaffen viele populäre Ansätze zur Traumaheilung bestenfalls zeitweilige Erleichterung. Einige kathartische Methoden, die das intensive emotionale Wiedererleben von Traumata befürworten, können sogar schädlich sein. Meiner Meinung nach erzeugen sie auf längere Sicht Abhängigkeit von einer ständigen Wiederholung der Katharsis und begünstigen das Auftauchen sogenannter &#8220;falscher Erinnerungen&#8221;. Das Wesen des Traumas macht es sogar wahrscheinlich, daß das kathartische Wiedererleben einer solchen Erfahrung eher zu einer erneuten Traumatisierung als zu einer Heilung führt.</p>
<p><strong>Schocktrauma / Entwicklungstrauma</strong></p>
<p>Die Psychotherapie befaßt sich mit einem breiten Spektrum von Themen und Problemen, die weit über die spezifische Thematik dieses Buches, die des <strong> Schocktraumas</strong>, hinausgehen. Schocktraumata entstehen, wenn wir lebensbedrohliche Situationen erleben, in denen unsere Fähigkeit, adäquat und effektiv zu reagieren, verlorengeht.</p>
<p>Im Gegensatz dazu können Menschen, die durch Mißbrauch, sei es permanente Mißhandlung oder Vernachlässigung in ihrer Kindheit traumatisiert worden sind &#8211; insbesondere wenn sie diese Erfahrungen im Kontext ihrer Ursprungsfamilie gemacht haben &#8211; unter einem &#8220;<strong>Entwicklungstrauma&#8221;</strong> <em>(developmental trauma) </em>leiden. Bei einem Entwicklungstrauma geht es in erster Linie um psychologische Probleme, die infolge inadäquater Förderung während wichtiger Entwicklungsperioden in der Kindheit entstanden sind. Obgleich die Dynamik, durch die diese Traumata entstehen, eine andere ist, können durch Grausamkeit und Vernachlässigung Symptome entstehen, die denen des Schocktraumas ähneln und oft auch damit verflochten sind. Menschen, die unter einem Entwicklungstrauma leiden, sollten deshalb<strong> gemeinsam mit einem Therapeuten</strong> ihre Probleme durcharbeiten.</p>
<p>Wenn ein Schocktrauma infolge eines einzelnen Ereignisses oder einer Serie von Ereignissen entstanden ist und keine vorherigen traumatischen Erlebnisse festzustellen sind, haben die Betreffenden meiner Meinung nach gute Chancen, sich in Zusammenarbeit mit ihrer Familie und ihren Freunden selbst zu heilen, und ich möchte diese Möglichkeit an dieser Stelle sehr empfehlen. Ich habe versucht, das vorliegende Buch in einer möglichst allgemeinverständlichen Sprache zu schreiben. Für Eltern, Lehrer und Kindererzieher kann dieses Buch von unschätzbarem Wert sein, wenn sie bei traumatischen Ereignissen sofort Maßnahmen ergreifen müssen. Auch Ärzten, Krankenpflegern, Heilpraktikern, Polizisten, Feuerwehrleuten, Rettungshelfern und anderen, die regelmäßig mit den Opfern von Unfällen und Naturkatastrophen zu tun haben, könnte dieses Buch eine große Hilfe sein, und zwar nicht nur bei ihrem Umgang mit Traumatisierten, sondern auch für sie selbst. Das Miterleben von Situationen, in denen andere Menschen schreckliche Verletzungen erleiden &#8211; und insbesondere das berufsbedingte regelmäßige Erleben solcher Situationen &#8211; ist für die Betroffenen äußerst belastend und hat oft eine ebenso traumatisierende Wirkung wie die Erfahrung am eigenen Leibe.</p>
<p><strong><a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3922026915"><img class="alignright" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41BXCJCN5AL._SL210_.jpg" alt="" width="144" height="210" /></a>Über die Nutzung dieses Buches</strong></p>
<p>Lassen Sie sich genügend Zeit, das, was Sie in diesem Buch lesen, wirklich aufzunehmen. Und probieren Sie auch die im Laufe des Textes angegebenen Übungen aus. Gehen Sie ruhig und ohne Hast an die Lektüre und die Arbeit mit dem beschriebenen Material heran. <strong>Traumata sind das Resultat der stärksten Kräfte, die der menschliche Körper aufzubieten vermag. Man sollte ihnen mit Respekt begegnen.</strong> Sie werden sich zwar vermutlich keinen Schaden zufügen, wenn Sie sich oberflächlich mit dem Inhalt des Buches beschäftigen, aber Sie profitieren sicher nicht im gleichen Maße davon, als wenn Sie sich die Zeit nehmen, das Gelesene gründlich zu verdauen.</p>
<p>Wenn Sie irgend etwas von dem, was Sie lesen, beunruhigt, halten Sie inne, und warten Sie, bis sich Ihr Zustand wieder normalisiert hat. Bleiben Sie bei dem, was Sie erleben, und schauen Sie, was sich daraus entwickelt. Viele falsche Vorstellungen über das Trauma sind erstaunlich tief in uns verankert, und sie können die Art, wie Sie sich selbst erfahren, ebenso beeinflussen wie Ihre Einstellung sich selbst gegenüber. Dies zu erkennen ist ungeheuer wichtig. Wenn Sie einen Teil Ihrer Aufmerksamkeit auf die Reaktionen konzentrieren, die das hier präsentierte Material in Ihnen hervorruft, wird Ihr Organismus Ihnen sagen, welche Geschwindigkeit des Vorgehens für Sie richtig ist.</p>
<p>Nicht intensive Emotionen, sondern <strong>das körperliche Empfinden ist der Schlüssel zur Traumaheilung</strong>.<br />
Registrieren Sie jede emotionale Reaktion, die in Ihnen aufwallt, und seien Sie sich bewußt, wie Ihr Körper diese Emotionen in Form von Empfindungen und Gedanken erlebt. Wenn Sie das Gefühl haben, daß Ihre Emotionen zu stark werden &#8211; beispielsweise starke Wutgefühle, Schrecken oder tiefe Gefühle der Hilflosigkeit -, sollten Sie sich an einen kompetenten Therapeuten wenden.</p>
<p>Ein Trauma braucht keine lebenslängliche Strafe zu sein. Unter all den Störungen, die den Organismus des Menschen befallen, könnte das Trauma sich letztlich als nützlich erweisen. Die Heilung eines Traumas bewirkt eine Transformation, die die Lebensqualität verbessern kann. Zur Traumaheilung sind nicht unbedingt raffinierte Medikamente, komplizierte Prozeduren oder eine lange Therapie erforderlich. <strong></strong></p>
<p><strong>Wenn Sie verstehen, wie ein Trauma entsteht, und die Mechanismen erkennen lernen, die seine Auflösung verhindern, wird Ihnen klar werden, wie Ihr Organismus sich selbst zu heilen versucht</strong>. Durch Anwendung einiger einfacher Ideen und Techniken können Sie diese angeborene Heilungsfähigkeit unterstützen. Die in diesem Buch vorgestellten Hilfsmittel werden Ihnen ermöglichen, durch das Trauma hindurchzugehen und Ihren Weg mit einem ganzheitlichen Seinsempfinden und mit grösserer Selbstsicherheit fortzusetzen.</p>
<p>Zwar kann ein Trauma die Hölle auf Erden sein, doch ist ein aufgelöstes Trauma ein Geschenk der Götter &#8211; eine Heldenreise, von der wir alle profitieren.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&amp;ref_=rdr_ext_aut&amp;index=books&amp;field-author=Peter%20A.%20Levine#?_encoding=UTF8&amp;site-redirect=de&amp;tag=buchundjudenhaga&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">Peter Levine bei amazon.de</a><img src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=buchundjudenhaga&amp;l=ur2&amp;o=3" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
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		<title>Trauma-Heilung: Dem Körper sein Recht geben</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 18:22:58 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
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		<description><![CDATA[Falls Sie unter merkwürdigen Symptomen leiden, die niemand zu erklären vermag, könnte die Ursache eine traumatische Reaktion auf ein in ferner Vergangenheit liegendes Ereignis sein, an das Sie sich vielleicht nicht einmal mehr erinnern. Sie sind aber nicht der einzige Mensch, dem das so geht. Und Sie sind auch nicht verrückt. Es gibt eine rationale Erklärung für das, was mit Ihnen vor sich geht. Sie sind keineswegs unwiderruflich geschädigt, und Ihre Symptome lassen sich durchaus lindern oder sogar völlig auflösen&#8230; Aus der Einleitung zu &#8220;Trauma-Heilung – Das Erwachen des Tigers&#8221; v. P. Levine Peter Levine Wir wissen, dass der Geist durch traumatische Erlebnisse tiefgreifend verändert wird. Beispielsweise wird ein Mensch, der einen schweren Autounfall miterlebt, anfänglich vor einer emotionalen Reaktion auf das Geschehen und sogar vor einer klaren Erinnerung daran &#8211; beziehungsweise vor dem Gefühl, daß der Unfall tatsächlich passiert ist &#8211; geschützt. Erstaunliche Mechanismen wie Dissoziation und Leugnen ermöglichen es uns, mit so schwierigen Situationen umzugehen und darauf zu hoffen, daß sich diese veränderten Zustände später einmal allmählich auflösen werden. Wie der Geist, reagiert auch der Körper stark auf traumatische Situationen. Er ist bereit, aktiv zu werden, wechselt in einen Zustand angstvoller Anspannung und erstarrt und kollabiert in hilflosem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Falls Sie unter merkwürdigen Symptomen leiden, die niemand zu erklären vermag, könnte die Ursache eine traumatische Reaktion auf ein in ferner Vergangenheit liegendes Ereignis sein, an das Sie sich vielleicht nicht einmal mehr erinnern. Sie sind aber nicht der einzige Mensch, dem das so geht. Und Sie sind auch nicht verrückt. Es gibt eine rationale Erklärung für das, was mit Ihnen vor sich geht. Sie sind keineswegs unwiderruflich geschädigt, und Ihre Symptome lassen sich durchaus lindern oder sogar völlig auflösen&#8230;<span id="more-3485"></span></p>
<p><strong>Aus der Einleitung zu &#8220;<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3922026915">Trauma-Heilung – Das Erwachen des Tigers</a>&#8221; v. P. Levine</strong></p>
<p><em>Peter Levine</em></p>
<p>Wir wissen, dass der Geist durch traumatische Erlebnisse tiefgreifend verändert wird. Beispielsweise wird ein Mensch, der einen schweren Autounfall miterlebt, anfänglich vor einer emotionalen Reaktion auf das Geschehen und sogar vor einer klaren Erinnerung daran &#8211; beziehungsweise vor dem Gefühl, daß der Unfall tatsächlich passiert ist &#8211; geschützt. Erstaunliche Mechanismen wie Dissoziation und Leugnen ermöglichen es uns, mit so schwierigen Situationen umzugehen und darauf zu hoffen, daß sich diese veränderten Zustände später einmal allmählich auflösen werden.</p>
<p>Wie der Geist, reagiert auch der Körper stark auf traumatische Situationen. Er ist bereit, aktiv zu werden, wechselt in einen Zustand angstvoller Anspannung und erstarrt und kollabiert in hilflosem Schrecken. So wie die Schutzreaktion des Geistes auf überwältigende Erlebnisse nach deren Ende abflaut und sich der Normalzustand wieder einstellt, sollte sich eigentlich auch die Reaktion des Körpers nach dem Ende des Ereignisses wieder normalisieren. Wird dieser Normalisierungsprozeß jedoch gestört, so werden die Auswirkungen des traumatischen Erlebens fixiert, und bei der betreffenden Person entsteht ein Trauma.</p>
<p>Die Psychologie interessiert bei diesem Phänomen gemeinhin seine Auswirkungen auf den Geist. Doch das ist bestenfalls die Hälfte der Geschichte und führt zu einer völlig unzulänglichen Beschreibung des Traumageschehens. <strong>Wenn wir Körper und Geist nicht als Einheit begreifen und uns dem entsptechend damit beschäftigen, werden wir nie in der Lage sein, das Trauma wirklich zu begreifen oder gar zu heilen.</strong></p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">Die Suche nach einer Methode</span></strong></p>
<p>In diesem Buch geht es um die Auflösung von Traumasymptomen mit Hilfe eines naturgemäßen Ansatzes, den ich im Laufe der letzten 25 Jahre entwickelt habe. Aus meiner Sicht ist die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) keine Pathologie, mit der man umzugehen lernen, die man unterdrücken oder in die man sich fügen muß. Meiner Meinung nach ist PTBS das Resultat eines natürlichen Prozesses, bei dem etwas schiefgegangen ist.</p>
<p>Die<strong> Traumaheilung erfordert eine direkte Erfahrung des lebenden, fühlenden, wissenden Organismus</strong>. Die Prinzipien, die ich Ihnen hier vorstellen möchte, sind das Resultat meiner Arbeit mit Klienten sowie des Verfolgens von Spuren, die mich zu den Ursprüngen des Traumas geführt haben. Im Rahmen dieser Studien habe ich mich mit Physiologie, Neurowissenschaft, tierischem Verhalten, Mathematik, Psychologie und Philosophie beschäftigt, um nur einige Bereiche zu nennen. Anfangs basierten meine Erfolge weitgehend auf Zufällen und reinem Glück. Indem ich meine Arbeit mit Klienten fortsetzte, hinterfragte, was ich gelernt und erfahren hatte, und so immer weiter in das Mysterium des Traumas vordrang, wurden meine Erfolge allmählich zuverlässiger.<br />
In mir festigte sich die Überzeugung, daß das <strong>Repertoir instinktiver Verhaltensweisen des menschlichen Organismus ein großes biologisches Wissen birgt, das den Heilungsprozeß traumatischer Erfahrungen selbst steuern kann und dies auch tut, sofern es die Möglichkeit dazu erhält.</strong></p>
<p>Die zunehmende Konzentration auf die instinktiven Reaktionen der Klienten wirkte sich offensichtlich günstig auf die Heilung ihrer Traumata aus, und meine Neugier verhalf mir allmählich zu einem umfassenderen Verständnis der Zusammenhänge.<strong> Viele Betroffene waren ungeheuer erleichtert darüber, daß sie endlich verstanden, wie sich ihre Symptome entwickelt hatten, und sie die Aktivität ihres eigenen Instinktes erkennen und erleben konnten.</strong></p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2011/08/trauma-heilung-2/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>&#8220;<a href="http://www.traumahealing.com/">Somatisches Erleben</a>&#8221; ist eine neu entwickelte Behandlungsmethode. Für diesen Ansatz sprechen Hunderte Einzelfälle, in denen Menschen bestätigt haben, dass jene Symptome, die einmal ihre Fähigkeit, ein erfülltes und befriedigendes Leben zu führen, stark beeinträchtigt hatten, verschwunden sind oder zumindest erheblich nachgelassen haben.<br />
Gewöhnlich arbeite ich in Einzelsitzungen und benutze die neue Methode oft in Verbindung mit anderen Behandlungsverfahren. Natürlich kann das vor Ihnen liegende Buch nicht die individuelle Arbeit mit einem erfahrenen Therapeuten ersetzen. Doch glaube ich, daß viele der hier beschriebenen Prinzipien und ein großer Teil der vorgestellten Information die Heilung traumatischer Erfahrungen und ihrer Folgen fördern kann. Falls Sie sich in Behandlung befinden, könnten Sie dieses Buch zusammen mit Ihrem Therapeuten lesen oder durcharbeiten. Andernfalls können Sie versuchen, sich mit dem Buch selbst zu helfen. Dies ist natürlich nur innerhalb gewisser Grenzen möglich. Unter Umständen wird sich im Laufe Ihrer Bemühungen herausstellen, daß Sie die Hilfe eines qualifizierten Therapeuten benötigen.</p>
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		<title>Die Fähigkeit zur Transformation: Trauma-Heilung</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 11:36:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>adm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Psychosomatik]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
		<category><![CDATA[Gehirn]]></category>
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		<description><![CDATA[Viel zu lange hat die europäische Wissenschaft Körper und Geist getrennt wahrgenommen. Peter Levin, einer der bekanntesten Traumaforscher, spricht von einer &#8220;undifferenzierten und verschmolzenen Einheit von Körper und Geist&#8221;. Dabei geht es ihm weniger um Philosophie als um Wissenschaft und neuere neurophysiologische oder auch psychoneuroimmunologische Studien, die diese Einheit bestätigen&#8230; &#8230; &#8220;Alles, was die Handlungsfähigkeit des Körpers steigert, verringert, einschränkt oder erweitert, steigert, verringert, beschränkt oder erweitert auch die Handlungsfähigkeit des Geistes. Und alles, was die Handlungsfähigkeit des Geistes steigert, verringert, beschränkt oder erweitert, steigert, verringert, beschränkt oder erweitert auch die Handlungsfähigkeil des Körpers&#8221;&#8230; Baruch Spinoza (1632-1677) Laura Perls, die Begründerin der Gestalttherapie, brachte es einmal auf eine einfache Formel, als sie betonte, man habe keinen Körper, sondern sei ein Körper: &#8220;You are some-body&#8221;, und wenn du keiner bist, dann bist du schnell ein &#8220;no-body&#8221;. Peter Levin erforscht die Mysterien des Traumas und der PTBS (Posttraumatischen Belastungsstörung) seit drei Jahrzehnten und wenn dies auch eine Konfrontation mit unsäglichen Qualen und &#8220;schrecklichem Wissen&#8221; ist, faszinierte ihn auch  die komplizierte Beziehung des Themas zu Naturwissenschaften, Philosophie, Mythologie und Kunst. Wie die frühen Gestaltherapeuten fühlt auch Levin sich dem Erbe von Wilhelm Reich, Ida Rolf u.a. verpflichtet. Dieser humanistischer und ganzheitliche Ansatz half [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viel zu lange hat die europäische <a href="http://www.pharmacon.net/2011/01/psychiatrie-1/">Wissenschaft</a> Körper und Geist getrennt wahrgenommen. Peter Levin, einer der bekanntesten Traumaforscher, spricht von einer &#8220;undifferenzierten und verschmolzenen Einheit von Körper und Geist&#8221;. Dabei geht es ihm weniger um Philosophie als um Wissenschaft und neuere neurophysiologische oder auch psychoneuroimmunologische Studien, die diese Einheit bestätigen&#8230;<span id="more-3463"></span></p>
<p style="text-align: right;"><span style="font-size: x-small;"><em>&#8230; &#8220;Alles, was die Handlungsfähigkeit des Körpers steigert, verringert, einschränkt oder erweitert, steigert, verringert, beschränkt oder erweitert auch die Handlungsfähigkeit des Geistes.<br />
Und alles, was die Handlungsfähigkeit des Geistes steigert, verringert, beschränkt oder erweitert, steigert, verringert, beschränkt oder erweitert auch die Handlungsfähigkeil des Körpers&#8221;&#8230;<br />
Baruch Spinoza (1632-1677)</em></span></p>
<p><a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3922026915"><img class="alignright" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41BXCJCN5AL._SL210_.jpg" alt="" width="144" height="210" /></a>Laura Perls, die Begründerin der Gestalttherapie, brachte es einmal auf eine einfache Formel, als sie betonte, man habe keinen Körper, sondern sei ein Körper: &#8220;You are some-body&#8221;, und wenn du keiner bist, dann bist du schnell ein &#8220;no-body&#8221;.</p>
<p>Peter Levin erforscht die Mysterien des Traumas und der PTBS (Posttraumatischen Belastungsstörung) seit drei Jahrzehnten und wenn dies auch eine Konfrontation mit unsäglichen Qualen und &#8220;schrecklichem Wissen&#8221; ist, faszinierte ihn auch  die komplizierte Beziehung des Themas zu Naturwissenschaften, Philosophie, Mythologie und Kunst.</p>
<p>Wie die frühen Gestaltherapeuten fühlt auch Levin sich dem Erbe von Wilhelm Reich, Ida Rolf u.a. verpflichtet. Dieser humanistischer und ganzheitliche Ansatz half ihm, den Sinn des Leidens zu verstehen. Und so schwört auch Levin die Macht der Gegenwart, wenn er sagt: &#8220;<strong>Die Vergangenheit spielt für uns keine Rolle, wenn wir lernen, in der Gegenwart präsent zu sein.</strong> Jeder Augenblick entfaltet dann sein kreatives Potential.&#8221;</p>
<p>Traditionell werden Traumata als Störungen geistiger Prozesse verstanden und auch wenn Medizin und Psychologie inzwischen die Wichtigkeit der Beziehung zwischen Geist und Körper bestätigen, wird deren Bedeutung bei der Heilung von Traumata noch immer stark unterschätzt und findet in unserem modernen Verständnis des Traumas und seiner Behandlung fast keine Beachtung.</p>
<p>Zwischen Geist und Körper findet, z.T. vermittelt durch Neuropeptid-Botenstoffe, eine äußerst komplizierte wechselseitige Kommunikation statt. Demnach kann man sagen, dass jedes Organ des Körpers, einschließlich des Gehirns, eigene &#8220;Gedanken&#8221;, &#8220;Gefühle&#8221; und &#8220;Eingebungen&#8221; hat und diese Phänomene auch bei den jeweiligen anderen zur Kenntnis nimmt.</p>
<p>Jenseits der heute so verbreiteten mechanistischen und reduktionistischen Sicht des Lebens existiert also ein wahrnehmender, fühlender, wissender und lebender Organismus. Dieser lebende Körper, der uns mit allen fühlenden Wesen verbindet, informiert uns über unsere angeborene Fähigkeit, von den Auswirkungen eines Traumas zu genesen.</p>
<blockquote><p>&#8230;&#8221;Die meisten Traumatherapien wenden sich mit sprachlichen Mitteln an den Geist und beeinflussen mit Medikamenten dessen Moleküle. Beide Ansätze können nützlich sein. Doch wird die vollständige <strong>Heilung eines Traumas niemals gelingen, wenn nicht gleichzeitig die wichtige Rolle, die der Körper selbst bei der Entstehung dieser Störung spielt</strong>, gesehen und in die Betrachtung einbezogen wird. Wir müssen herausfinden, was bei der Entstehung eines Traumas mit unserem Körper geschieht, und wir müssen seine zentrale Bedeutung bei der Heilung der Traumafolgen erkennen&#8221;, so Peter Levin in einem seiner ersten Bücher*, in dem er sich intensiv mit der &#8220;Weisheitsgabe, die wir empfangen, wenn wir lernen, die ehrwürdigen, ursprünglichen und intelligenten Energien unseres Körpers zu nutzen und zu transformieren&#8221; befasst: &#8220;<strong>Gelingt es uns, die zerstörerische Kraft des Traumas zu überwinden, erhebt unser angeborenes Potential uns in neue Höhen der Meisterschaft und des Wissens</strong>&#8220;.</p></blockquote>
<p>Nach Levin müssen Traumata keine lebenslängliche Strafe sein. Für ihn sind sie nicht nur &#8220;heilbar&#8221;, sie können sogar transformierend wirken. Er zählt sie zu den &#8220;wichtigsten Kräften der menschlichen Entwicklung, des psychischen, sozialen und spirituellen Erwachens&#8221;.</p>
<p><em>Der Autor:</em></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&amp;ref_=rdr_ext_aut&amp;index=books&amp;field-author=Peter%20A.%20Levine#?_encoding=UTF8&amp;site-redirect=de&amp;tag=buchundjudenhaga&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">Peter Levine</a>, Ph.D., Biologe, Physiker und Psychologe, widmet sich seit 35 Jahren dem Studium von Stress und Trauma und ist einer der anerkanntesten Trauma-Spezialisten weltweit. Nach seinem Bestseller Das Erwachen des Tigers (<a href="http://www.synthesis-verlag.com/">Synthesis Verlag</a>) und seinem Grundlagenwerk über Traumaheilung bei Kindern und Jugendlichen (Kösel 2005, über 5000 verkaufte Exemplare) erschienen noch weitere Bücher auf Deutsch. Seine Methode <a href="http://www.somatic-experiencing.de/">Somatic Experiencing</a> unterrichtet er in vielen Ländern. Zusätzlich zu seiner fachlichen Tätigkeit stellt er sich für die Basisarbeit in Gemeinschaften und Gesellschaften, die durch Krieg oder Naturkatastrophen traumatisiert worden sind, beratend und leitend zur Verfügung.</p>
<p><em>Das Buch:</em><br />
*) <a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3922026915">Peter a. Levine: Trauma-Heilung &#8211; Das Erwachen des Tigers</a></p>
<p>Im Gegensatz zur allgemein verbreiteten Sicht können Traumata geheilt werden. In vielen Fällen sind dazu nicht einmal langwierige Therapien, kein schmerzhaftes Reaktivieren von Erinnerungen und keine Dauermedikation erforderlich. Wir müssen verstehen, daß es weder notwendig noch möglich ist, Ereignisse, die in der Vergangenheit liegen, zu verändern. Alte Traumasymptome sind Beispiele für gebundene Energie und vergessene Lektionen des Lebens. Die Vergangenheit spielt für uns keine Rolle, wenn wir lernen, in der Gegenwart präsent zu sein. Jeder Augenblick entfaltet dann sein kreatives Potential.<br />
Mit der Information und den Hilfsmitteln, die Ihnen dieses Buch an die Hand gibt, können Sie vermeiden, daß potentiell traumatische Erfahrungen ihre destruktive Wirkung entfalten, und besser mit bedrohlichen Situationen umgehen. In vielen Fällen ermöglichen die hier vorgestellten Methoden auch, die Symptome älterer Traumata in bereichernde Lebenserfahrungen umzuwandeln.</p>
<p><a href="http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&amp;ref_=rdr_ext_aut&amp;index=books&amp;field-author=Peter%20A.%20Levine#?_encoding=UTF8&amp;site-redirect=de&amp;tag=buchundjudenhaga&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=19454">Peter Levine bei amazon.de</a><img style="border: none !important; margin: 0px !important;" src="https://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=buchundjudenhaga&amp;l=ur2&amp;o=3" alt="" width="1" height="1" border="0" /></p>
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